PolitikIn den Nachrichten
Freie Wahl, aber als Affront.

Das ZDF teilt mit:

Bei dem Lan­des­par­tei­tag in Saar­brücken am Sonn­tag war die Kan­di­da­tin für den ersten Platz der Liste, die bis dato Lan­des­chefin Tina Schöp­fer, in drei Wahl­gän­gen durch­ge­fal­len. Gewählt wur­de statt­des­sen Ex-Lan­des­chef Hubert Ulrich, nach­dem der Par­tei­tag beschlos­sen hat­te, dass auch ein Mann für den Posten kan­die­ren kön­ne.

Ulrich hat­te sich dabei in einer Kampf­ab­stim­mung gegen die Lan­des­chefin der Grü­nen Jugend, Jean­ne Dill­schnei­der, durch­ge­setzt. Dies sei „ein Affront gegen­über dem gesam­ten Bun­des­vor­stand und brüs­kiert die­sen zutiefst“, teil­te das Bünd­nis wei­ter mit.

Das ist aber auch eine Frech­heit von die­sem Lan­des­ver­band: Nicht nur will sei­ne Par­tei­ba­sis die Frau ganz aus­drück­lich nicht haben (die war wohl nicht so gut in ihrem Amt), son­dern er ent­schei­det sich sogar mehr­heit­lich für einen Mann nicht etwa als Chauf­feur, son­dern sogar an hoher Posi­ti­on. Das ist ja ekel­haft, das muss gefäl­ligst rück­gän­gig gemacht wer­den.

Zum Jah­res­en­de 2019 hat­ten die Grü­nen unge­fähr 57.000 männ­li­che Mit­glie­der, die dafür „in der Regel“ ein Pro­zent ihres Net­to­ein­kom­mens aus­zu­ge­ben haben, was unge­fähr den Kosten für eine pro­fes­sio­nel­le Ver­skla­vung in einer deut­schen Groß­stadt ent­spricht. Es ist ja nun nicht so, dass ich nicht ver­su­chen wür­de, Ver­ständ­nis für jed­wel­che sexu­el­le Nei­gung zu haben, aber die Ent­schei­dung die­ser 57.000 Her­ren erschließt sich mir noch nicht ganz.