Politik
Pro­gram­me, schlim­mer als Hit­ler.

Im Jahr 1920 ver­öf­fent­lich­te die Natio­nal­so­zia­li­sti­sche Deut­sche Arbei­ter­par­tei (NSDAP) – zur Redak­ti­on gehör­te damals ein spä­te­rer Reichs­kanz­ler, über den hier nicht wei­ter gespro­chen wer­den soll – ein 25-Pun­k­te-Pro­­gramm, auf dem die Poli­tik der Fol­ge­jah­re auf­ge­baut wer­den soll­te. Aus gege­be­nem Anlass steht mir der Sinn danach, die­ses Pro­gramm ein­mal mit den Pro­gram­men heu­ti­ger Par­tei­en zu ver­glei­chen; …

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In den NachrichtenWirtschaft
Die Inter­ven­tio­nen der Ande­ren

Es ver­kün­det der frü­he­re Waf­fen­lie­fe­rant des Nahen Ostens, Sig­mar Gabri­el (SPD), auf „SPIEGEL ONLINE“ (hier aus ethi­schen Grün­den nicht ver­linkt): Wenn [Donald Trump] von uns Mil­li­ar­den zurück­for­dert für die Mili­tär­aus­ga­ben der USA, dann müs­sen wir von ihm Mil­li­ar­den zurück­for­dern, die wir für die Flücht­lin­ge aus­ge­ben müs­sen, die geschei­ter­te US-Mili­tär­in­ter­­ven­tio­­nen zum Bei­spiel im Irak pro­du­ziert haben. …

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PolitikIn den Nachrichten
Assi­stolz

Nach­dem Natio­nal­stolz bis zur näch­sten Euro­pa­mei­ster­schaft im Her­ren­fuß­ball vor­erst wie­der eher ungern gese­hen wird, suchen Poli­ti­ker und Bür­ger glei­cher­ma­ßen ver­zwei­felt nach einem Ersatz­stolz. Dabei schrecken sie auch vor bizar­ren Vor­schlä­gen nicht zurück: Und jeder Fah­rer, der mit einem Lkw mit Abbie­ge­as­si­stent unter­wegs ist, bekommt das neue Trucker-Abzei­chen #Ich­H­ab­Den­As­si. Das kön­nen die Frau­en und Män­ner am …

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Politik
Annah­men zum Links­sein (5): Aut­ar­kie ist Schwä­che.

Es schrieb Sibel Schick, „Autorin“ für „taz“ und jüngst auch „Mis­sy“, im Qua­li­täts­me­di­um „Twit­ter“: Wer von euch hat­te Nach­rich­ten­agen­tu­ren und Main­stream­m­e­di­en auf der Blockliste?*entblockt ne Run­de* Denn nur, wer prä­ven­tiv blockiert, erlebt kei­ne Mikro­ag­gres­sio­nen durch zu viel Rea­li­tät. Ein Ein­zel­fall ist sie nicht – auch ande­re Twit­ter­nut­zer, über­wie­gend aus dem „Jour­na­lis­mus“, schal­te­ten am Wochen­en­de plötz­lich …

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Nerdkrams
„Siche­rer als Win­dows“ (invers) des Tages

Wenig amü­siert mich so sehr wie Linux-Befür­­wor­ter, die davon schwär­men, dass man unter ihrem Stro­kel­sy­stem dau­ernd Updates machen kann und, „anders“ als unter dem blö­den Win­dows, alles so toll mit der Kon­so­le geht, aber sofort essen­zi­el­le System­kom­po­nen­ten in einer älte­ren Ver­si­on zurück­spie­len, wenn ihr gra­fi­sches Anmel­de­knöpf­chen kaputt ist.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Doma­do­ra – lacu­na jam

Es ist Mon­tag. Fur­zen macht dünn. Eine Woche, die mit Niveau beginnt, ist bekannt­lich eine ver­lo­re­ne Woche. Apro­pos Niveau: In Ber­lin wur­de am Sonn­abend aber­mals unter Zuhil­fe­nah­me schwer erträg­li­cher Geräu­sche („weg­bas­sen“) dafür demon­striert, dass die als mafi­ös han­delnd wahr­ge­nom­me­nen Schleu­ser und Schlep­per nicht dafür bestraft wer­den sol­len, die Not­la­ge von vor der Waf­fen­po­li­tik der rechts­po­pu­li­sti­schen …

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KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Aivery – Becau­se

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. Regel­mä­ßi­ge Leser wis­sen, dass Musik eine Pro­fes­si­on der Über­ra­schun­gen ist. Daher soll­te es auch kaum erstau­nen, wenn aus­ge­rech­net Öster­reich sich immer wie­der als Hei­mat­land von Musi­kern, deren Wer­ke nicht zu ken­nen bedau­er­lich wäre, her­aus­stellt. Aivery klin­gen näm­lich eigent­lich gar nicht nach Öster­reich, ich hät­te sie eher in Austra­li­en ver­or­tet. …

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In den NachrichtenPiratenpartei
Fast alle für Euro­pa (zwei­mal).

Wäh­rend aus­ge­rech­net unter der ideel­len Füh­rung der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten der Pira­ten­par­tei („Bünd­nis 90/Die Grü­nen“, „tages­schau“) grö­ße­rer Scha­den am euro­päi­schen Urhe­ber­recht abge­wen­det wer­den konn­te, arbei­te­te die Klein­par­tei SPD, die ein­zig das Feh­len einer Fünf-Pro­­zent-Hür­­de noch in irgend­ein kom­men­des Par­la­ment hie­ven wird, bereits dar­an, dass so etwas nie wie­der vor­kom­men möge, und stimm­te freu­dig dafür, dass ihr spä­te­stens …

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PolitikIn den Nachrichten
Si vis pacem, para bel­lum. (3)

Da das Lie­fern von Waf­fen in Kriegs­ge­bie­te gera­de nicht den besten Ruf genießt, muss eine Aus­weich­lö­sung her, um finan­zi­el­len Scha­den von system­re­le­van­ten Unter­neh­men (hier: sol­chen, die Mord­ma­te­ri­al pro­du­zie­ren) abzu­wen­den. Die Waf­fen­fa­bri­kan­ten­par­tei SPD hat da einen Plan: [2019] soll der Rüstungs­haus­halt auf 42,9 Mil­li­ar­den anstei­gen, also noch ein­mal um 1,4 Mil­li­ar­den, eigent­lich aber nur um 650 …

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MusikIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Tex­te mit Fra­ge­zei­chen.

War­um man jun­gen oder wenig­stens neu­en Jazz­mu­si­kern Gehör schen­ken soll­te, fasst Rein­hard Köchl, frei­er Musik­jour­na­list, die­ser Tage so zusam­men: Sie alle machen Musik mit Aus­ru­fe­zei­chen. Im Gegen­satz zu Rock­mu­sik, die statt­des­sen einen Punkt bevor­zugt, und Schla­gern, wo ein Semi­ko­lon das Gebot der Stun­de ist, hebt sich Jazz­mu­sik so auch im Schrift­bild wohl­tu­end ab.

In den Nachrichten
Tor für Eng­land.

Es spe­ku­liert „tele­schau – der medi­en­dienst“ für das skur­ri­le, zu Micro­soft gehö­ren­de Por­tal „msn unter­hal­tung“ mit einer an Foto­mon­ta­gen rei­chen Bil­der­ga­le­rie, was denn wohl pas­sie­re, wenn „die Queen“ (hier: die bri­ti­sche Köni­gin) gestor­ben sei. Zwar wird Mon­ar­chie aus unkla­rem Anlass in Deutsch­land nicht mehr ganz so gern gese­hen wie frü­her, aber sie – die Köni­gin …

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In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
John Cale – Sold-Motel // Ein biss­chen Frie­den (von rechts).

Es ist Mon­tag. Lan­ge nichts mehr über – haha, klei­ner Scherz. Die Lage ist ernst, von Musik müs­sen wir da gar nicht erst anfan­gen. Das ver­gan­ge­ne Wochen­en­de näm­lich war ein schier uner­träg­lich poli­ti­sches. Auf die Fra­ge, war­um aus­ge­rech­net die poli­ti­sche „Rech­te“ wei­ter­hin so kon­stant erfolg­reich sei, gibt es inzwi­schen, nach ihrem medi­al weit­ge­hend unbe­ach­te­ten Par­tei­tag …

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KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Ver­stär­ker – Akti­vi­tät

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. Um 1972 her­um, in der Blü­te­zeit des „Kraut­rocks“ also, for­mier­te sich eine lose Grup­pe von Musi­kern, die das Benut­zen klas­si­scher Musik­in­stru­men­te für zu beschrän­kend hielt und statt­des­sen ander­wei­tig Geräu­sche erzeug­te. Zu die­sen Musi­kern gehör­ten Klaus Schul­ze und Die­ter Moe­bi­us eben­so wie Bands wie Tan­ge­ri­ne Dream und Kraft­werk, die etwa …

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