PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
John Cale – Sold-Motel // Ein biss­chen Frie­den (von rechts).

Frühstück?

Es ist Mon­tag. Lan­ge nichts mehr über – haha, klei­ner Scherz. Die Lage ist ernst, von Musik müs­sen wir da gar nicht erst anfan­gen. Das ver­gan­ge­ne Wochen­en­de näm­lich war ein schier uner­träg­lich poli­ti­sches.

Auf die Fra­ge, war­um aus­ge­rech­net die poli­ti­sche „Rech­te“ wei­ter­hin so kon­stant erfolg­reich sei, gibt es inzwi­schen, nach ihrem medi­al weit­ge­hend unbe­ach­te­ten Par­tei­tag in Augs­burg min­de­stens drei Ant­wor­ten: Könn­te es erstens dar­an lie­gen, dass die Anti­sym­pa­thie für ihre poli­ti­schen Geg­ner impli­zit zu mehr Sym­pa­thie für sie führt; zwei­tens dar­an, dass die „Sozia­len“ das Ren­ten­sy­stem auf Jahr­zehn­te hin­aus ent­kernt haben; drit­tens und letz­tens dar­an, dass die gera­de­zu infam popu­li­sti­sche Annah­me, man wer­de von denen da oben sowie­so nur belo­gen, einen wah­ren Kern hat? „Zudem teil­te Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel (…) mit, dass sie von 14 euro­päi­schen Län­dern die Zusa­ge habe, mit ihnen ein Abkom­men über die schnel­le­re Rück­füh­rung von Migran­ten zu ver­ein­ba­ren. Tsche­chi­en, Ungarn und Polen haben ihre Zustim­mung dazu aber bereits demen­tiert“, berich­te­te „ZEIT ONLINE“ gestern, denn es ist ja auch nicht so wich­tig, vor­her mal gefragt zu haben. – Das sei noch gesagt: Wenn Donald Trump, wie von mir vor län­ge­rer Zeit schon ange­nom­men, der­je­ni­ge Poli­ti­ker ist, der für den mei­sten Frie­den sorgt, dann ist viel­leicht die Zeit gekom­men, über die Welt, in der alles in Schub­la­den passt, noch mal ergeb­nis­of­fen nach­zu­den­ken.

Für die­sel­be „ZEIT“ schwa­fel­te Chri­sti­na Rietz, ihr Auto sei ihr hei­lig. Drei Die­sel­un­ser vorm Schla­fen­ge­hen, dar­un­ter machen wir’s nicht. Gott Fuß­ball hat uns erfreu­li­cher­wei­se ver­las­sen.

Obwohl doch jeder weiß, dass nur zwei Din­ge gött­lich sind: Pan­da­bä­ren und Musik.

Guten Mor­gen.