NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 23. April 2024

„Golem.de“ zeigt sich amü­siert: Wenn man eine bestimm­te („DIESE!“, wie es ver­bren­nungs­wür­di­ge Medi­en aus­drücken wür­den) Mar­ke „smar­ter“ Fern­se­her, näm­lich Hisen­se, in das­sel­be Netz­werk auf­nimmt wie einen Win­dows­com­pu­ter, dann ver­hält sich die­ser Win­dows­com­pu­ter irgend­wann merk­wür­dig. Der Ansatz der Feh­ler­be­rich­te­rin: Fin­ger weg von Hisen­se! Mein Ansatz: Fin­ger weg von „smar­ten“ Gerä­ten im eige­nen Haus­halt! Das scheint im Übri­gen auch die­je­ni­ge Opti­on zu sein, die all­zu lan­ge Gerä­te­kom­pa­ti­bi­li­täts­li­sten erüb­rigt.


Der Sie­ges­zug der Maschi­nen schrei­tet vor­an: Anschei­nend muss man Goog­le gegen­über jetzt Rechen­schaft able­gen, wenn man bei Goog­le Maps irgend­was machen will.


Mich freut, dass es die Deut­schen aus­nahms­wei­se inter­es­siert, was aus­län­di­sche Geheim­dien­ste hier­zu­lan­de anrich­ten. Mich ärgert, dass sie damit nicht die NSA mei­nen.


Apro­pos US-ame­ri­ka­nisch: Ich bit­te even­tu­ell mit­le­sen­de Ange­hö­ri­ge der Judi­ka­ti­ve schon jetzt um Nach­sicht für alles, was ich mit dem Näch­sten machen wer­de, der in mei­ner Gegen­wart die For­mu­lie­rung wie „es sind nur noch zehn Minu­ten zu gehen“ ver­wen­det und damit kei­nen Fuß­marsch, son­dern einen Zeit­plan meint.


„The Atlan­tic“ unkt, das Ende des Webs, wie wir es ken­nen, sei schon bald erreicht. Ursäch­lich hier­für sei die Flut an com­pu­ter­ge­nerier­ten Inhal­ten, die wie­der­um für nicht für Men­schen, son­dern für Rekla­me­ta­feln opti­mier­te Such­ma­schi­nen inter­es­sant wir­ken sol­len. Wäre es nicht ein­fa­cher, wir lie­ßen die Robo­ter also dort mit­ein­an­der spie­len und mach­ten statt­des­sen was ande­res?

MontagsmusikNetzfundstücke
Brot­her Grimm – Bro­ken Glass // Errun­gen­schaft Win­kel­wa­gen

Frühlingsgefühle (leider)

Es ist Mon­tag. Immer­hin darf man das noch ohne aus­gie­bi­ge Vor­ab­di­stan­zie­rung sagen. Das ist kein schlim­mes Ver­säum­nis, man sagt es ja ohne­hin meist eher ungern.

Zur deut­schen Angst, dass trotz allem ein Frie­de aus­bre­chen könn­te, gibt es einen tages­ak­tu­el­len Gra­phen, ent­neh­me ich dem Inter­net, und dass der Ein­kaufs­wa­gen auf Nie­der­län­disch „Win­kel­wa­gen“ heißt. Toll, die­se moder­nen Zei­ten. Unse­re Groß­el­tern konn­ten sich zwar in unse­rem Alter ein voll­stän­dig abbe­zahl­ba­res Haus lei­sten und hat­ten weni­ger Steu­ern zu zah­len, aber dafür wuss­ten die nicht, wie Nie­der­län­disch klingt. Ätsch.

Ich wür­de ja sagen „das regt mich auf“, aber vor dem ersten Kaf­fee regt mich schon die blo­ße Exi­stenz auf. Erst mal Musik.

Brot­her Grimm – Bro­ken Glass (Offi­ci­al video)

Guten Mor­gen.

Nerdkrams
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Beson­ders auf­pas­sen auf „hei­se online“!

Die Echt­welt­nut­zung von Java­Script hat inzwi­schen eine Qua­li­tät erreicht, die sogar das ehe­ma­li­ge EDV-Fach­ma­ga­zin „hei­se online“ dazu ver­lei­tet, vor all­zu umständ­li­chem Java­Script zu war­nen.

Außer­dem müs­se beson­ders auf­ge­passt wer­den, wenn Quell­text absicht­lich schwer zu durch­schau­en oder gar nicht für Men­schen les­bar sei.

Der Arti­kel, um den es geht, bin­det 24 Java­Script-Datei­en (ohne akti­vier­te Rekla­me­blocka­de viel­leicht noch mehr) ein, von denen eine so beginnt:

JS auf heise.de

Kei­ne wei­te­ren Fra­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Hoff­nung Dexit (15): Die SPD will mei­ne Brie­fe lesen, aber ihre eige­nen nicht mehr.

Wäh­rend die Bun­des­re­gie­rung – bald ist ja wie­der Fuß­ball – momen­tan dar­an arbei­tet, daten­schutz­af­fi­nen Bür­gern (also sol­chen, die nicht fort­wäh­rend ein Smart­phone mit sich her­um­tra­gen, viel­leicht nicht mal eines besit­zen) das Leben rechts­si­cher zu füh­ren wei­ter­hin zu erschwe­ren, ist die beste Euro­päi­sche Uni­on, die man für Geld kau­fen kann, voll damit beschäf­tigt, den Regier­ten zu signa­li­sie­ren, dass die geplan­te „Chat­kon­trol­le“ – also die legal zu schaf­fen­de Mög­lich­keit, sicher ver­schlüs­sel­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­hin­dern; sie­he zuvor – nur die Bösen zu fan­gen hilft und kei­ner­lei uner­wünsch­te Neben­ef­fek­te auf­weist:

Nach­dem (sic! A.d.V.) neue­sten (…) Gesetz­ent­wurf zur Chat­kon­trol­le (…) wol­len die EU-Innen­mi­ni­ster Accounts der Ange­hö­ri­gen von Sicher­heits­be­hör­den wie Geheim­dien­ste, Poli­zei und Mili­tär von der geplan­ten Chat­kon­trol­le aus­neh­men (…).

Damit sind die Bösen indes schon mal in Sicher­heit, möch­te mir schei­nen.

Kann ich die Nach­tei­le eines EU-Aus­tritts noch mal sehen?

NetzfundstückeMontagsmusik
Mine­rall – Bügeln/Unerforscht // mail­to ist ver­bo­ten

Zeit für einen Morgenspaziergang. (Quelle: https://twitter.com/somesay/status/1778918193773379988/photo/1)

Es ist Mon­tag. Nach­rich­ten aus Isra­el: Es gibt wie­der Gra­tis­mei­nun­gen für alle. Ist es nicht furcht­bar lang­wei­lig, die Welt in Gut und Böse zu tei­len?

„http“ ste­he „vor jeder Inter­net-Adres­se“, ent­neh­me ich einer Publi­ka­ti­on – eine loka­le Kopie der Datei liegt vor, Urhe­ber­rechts­fra­gen sind jedoch unge­klärt – des Bun­des Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter. Wenn die von „ftp“, „gopher“, „nntp“ und nicht zuletzt „https“ erfah­ren, implo­diert bestimmt irgend­was.

Das Wort „umswit­chen“ ist einer die­ser Begrif­fe, an deren Ver­wen­dung man zuver­läs­sig Men­schen erkennt, mit denen man nicht zu Mit­tag essen möch­te. – Apro­pos Spra­che: Einer­seits woll­te ich gestern im Rah­men einer Whis­ky­re­zen­si­on „In der Nase habe ich fri­sches Stein­obst“ schrei­ben, ande­rer­seits konn­te ich das lei­der nicht zu Ende for­mu­lie­ren, weil ich jedes Mal, wenn ich den Text wie­der öff­ne, mir gluck­send vor­stel­len muss, wie ich tat­säch­lich fri­sches Stein­obst in der Nase habe.

Auch frisch: Musik.

Mine­rall – Bügeln/Unerforscht

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Ass­an­ges fünf Jah­re und ein Tag

Jubi­lä­um, das ich ver­passt habe: Gestern vor fünf Jah­ren wur­de Juli­an Assan­ge zwecks Ver­tei­di­gung der west­li­chen Wer­te in einen bri­ti­schen Fol­ter­knast gewor­fen, damit er auf­hört mit dem Jour­na­lis­mus.

Das Pro­blem mit Russ­land war jetzt noch mal wel­ches genau?

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 10. April 2024

Com­pu­ter­pro­blem der Woche: Das WLAN funk­tio­niert nur, wenn es reg­net.


Wer Kor­rup­ti­on will, der muss CDU wäh­len. Die rechts­po­pu­li­sti­sche SPD hat der­weil ver­lo­ren: Kei­ne Vor­rats­da­ten­spei­che­rung bis auf Wei­te­res. Dan­ke, FDP. (Muss man ja auch mal sagen.)


Goog­le so: Chro­me ist kein siche­rer Brow­ser. Nie­mand ist über­rascht.


Deutsch­land: Wo man zum Leben gezwun­gen wird.


Wo wart ihr, als Kurt Cobain starb?

In den NachrichtenMontagsmusik
Mr Bison – Child Of The Night Sky // Die Über­po­pu­la­ti­on der Ande­ren

Kuckuck!

Es ist Mon­tag. Kur­ze Durch­sa­ge aus der Bun­des­tags­frak­ti­on der Grü­nen: Die Wahr­heit ist eine Lüge, wenn sie den Deut­schen ver­ra­ten wird. Mein Kopf ist ein Karus­sell und es hat lusti­ge Melo­dien.

Lie­gen­ge­blie­be­ne Poin­te von der Zeit­um­stel­lung: Die Drei­fach­be­la­stung Kinder/Haushalt/Uhrenumstellen ist Frau­en kaum zuzu­mu­ten. Femi­nis­mus heißt auch, sich gegen die Som­mer­zeit ein­zu­set­zen. Anna­le­na Baer­bock, hilf! – Apro­pos: „Wehr­wil­le“ ist ein Wort, das zu lesen ich in die­sem Leben nicht mehr vor­hat­te, aber wir krie­gen ja nicht immer alle, was wir wol­len. (War­um sind 130.000 Ele­fan­ten eigent­lich „Über­po­pu­la­ti­on“, aber 8 Mil­li­ar­den Men­schen nicht?)

Trink­spiel (lebens­ge­fähr­lich): Wenn ein Medi­um eurer Wahl über ein The­ma jeg­li­cher Art berich­tet wird, jedes Mal einen Schnaps trin­ken, wenn an einer erwähn­ten Per­son das Alter dran­steht, aber es für die Mel­dung völ­lig uner­heb­lich ist, wie alt die Per­son ist. Prost. – Zum The­ma Medi­en­be­rich­te noch was Aktu­el­les: Bei Boe­ing fällt dau­ernd was run­ter. Gute Rei­se.

Dazu ein Lied über den Nacht­him­mel, weil’s halt passt (und gute Musik ist).

MR.BISON – Child Of The Night Sky // HEAVY PSYCH SOUNDS RECORDS

Guten Mor­gen.

ComputerMir wird geschlechtNetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 5. April 2024

Hin­rei­chen­de mora­li­sche Ein­schät­zung des Nah­ost­kon­flikts: „Hel­den­haf­te Pilo­ten der israe­li­schen Streit­kräf­te haben in die­ser Woche einen ent­schei­den­den Sieg im Kampf gegen inter­na­tio­na­le Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen errun­gen.“


Wahr­schein­lich könn­ten die ein­schlä­gi­gen Medi­en mit dem Umstand, dass ihnen ein Online­ma­ga­zin die Recher­che­lor­bee­ren für das Freikla­gen der RKI-Pro­to­kol­le genüss­lich weg­ge­fut­tert hat, auch anders umge­hen als der­ge­stalt, dass sie dem ver­meint­lich rechts­rech­ten Rechts­na­zi­rechts­ma­ga­zin, das es gewagt hat, bes­se­ren Jour­na­lis­mus zu lei­sten als sie selbst, aller­lei Geschmack­lo­ses an den Kopf knal­len. Machen sie aber nicht.


Apro­pos ein­schlä­gi­ge Medi­en; „SPIEGEL ONLINE“ (will nicht mehr ver­linkt wer­den) so:

Der deut­sche Schach-Bun­des­trai­ner Jan Gustafs­son arbei­tet beim Kan­di­da­ten­tur­nier in Toron­to für den rus­si­schen WM-Kan­di­da­ten Jan Nep­omnjascht­schi. (…) Der Prä­si­dent des nie­der­säch­si­schen Schach­ver­bands schrieb dar­auf­hin bei X eine empör­te Nach­richt an Gustafs­son: »Ich gehe davon aus, dass Du weißt, was Du da tust!?«

Inter­es­sier­te Fra­ge mei­ner­seits: Weiß „SPIEGEL ONLINE“, was es da tut?


Die welt­weit viel­leicht fünf Leu­te, die uniro­nisch das wirk­lich schreck­li­che Pro­gramm Git nut­zen, um sich zu mer­ken, was zur Höl­le sie eigent­lich in ihrem eige­nen Code ange­stellt haben, haben eine neue Mög­lich­keit geschaf­fen, um die eklig­sten Unzu­läng­lich­kei­ten von Git her­um­zu­ar­bei­ten, las ich amü­siert bei Chris Coy­ier. Fra­ge: War­um nicht ein­fach ein weni­ger beklopp­tes Ver­si­ons­kon­troll­sy­stem nut­zen?


Hor­ror­ge­schich­te der Woche: Sie wün­schen sich das Ende des Man­nes. Dann sind sie mit einem Jun­gen schwan­ger.