Politik
Eigent­lich ist es schön…

… dass wir zwar eine Unter­schicht haben, aber nach eige­nen Anga­ben nie­mand zu ihr gehört. So hat jeder mal das Gefühl, über ande­ren zu ste­hen, aber nie­mand fühlt sich benach­tei­ligt.
Und Indi­zi­en dafür, dass man über ande­ren steht, fin­det man reich­lich; ich zum Bei­spiel war kürz­lich in einem Kauf­haus einer gro­ßen deut­schen Han­dels­ket­te und schau­te dezent durch die Bücher­re­ga­le dort – und da schau her:
 
Die­ter Boh­len
Mei­ne Ham­mer-Sprü­che
(sic!)
 
„Edi­ti­on BILD?“, dach­te ich und woll­te schon nach­schau­en, doch mal im Ernst: wer wür­de frei­wil­lig die­ses Buch aus dem Regal neh­men, wenn ande­re Leu­te dabei sind? Nein, nein…
 
Wo doch der Die­ter Boh­len sowie­so ein Talent hat, aus Schei­ße (A. Klaws) noch Gold (Penun­zen, Krö­ten, Mäu­se, Zaster, Koh­le) zu machen; da hat er doch neu­lich schwer lei­den müs­sen, der Ärm­ste, als sei­ne beschei­de­ne Behau­sung (Vil­la) über­fal­len und er nebst Gespie­lin gefes­selt und aus­ge­raubt wur­de. Zum Glück gibt’s sein Haus­mit­tei­lungs­blatt „BILD“ (sie­he oben), das auch fol­ge­rich­tig erst die Kame­ra­bil­der und einen Tag spä­ter sei­ne Freun­din bzw. Bett­ge­fähr­tin aufs Titel­blatt druck­te, letz­te­re mit der Unter­schrift „ich war nackt gefes­selt“, was sich ver­mut­lich ohne das Wört­chen „nackt“ nicht halb so gut ver­kauft hät­te; womit er dann nach Abzug der Kosten (ca. 50.000 geraub­te Euro) immer noch ein gutes Geschäft gemacht hät­te, der Die­ter Boh­len.


Kennt ihr übri­gens die­se wider­li­che Ange­wohn­heit, sich nur noch in Satz­fet­zen zu unter­hal­ten? „Ey hal­lo?“ (‚tschul­di­gung, ken­nen wir uns?) und „Also!“ (also bit­te was?) sind noch fast harm­lo­se Exem­pla­re. Manch­mal weiß ich nicht, ob ich mich drü­ber amü­sie­ren oder „armes Deutsch­land!“ rufen soll. Ist unse­re Gesell­schaft wirk­lich schon so tief gesun­ken? Bin ich denn als jun­ger Mann, der sich noch eini­ger­ma­ßen gewählt aus­drücken kann, der letz­te mei­ner Art? Kei­ne schö­nen Aus­sich­ten fürs neue Jahr!


Wo wir gera­de beim The­ma Blöd­sinn (Die­ter Boh­len) waren, an die­ser Stel­le ein Zitat aus dem Edi­to­ri­al der c’t 26/06 (© Ben­ja­min Benz):

Brot birgt sta­ti­stisch eine weit grö­ße­re Gefahr als Kil­ler­spie­le. Über 90 Pro­zent der Amok­läu­fer kon­su­mie­ren in den 24 Stun­den vor ihren Mas­sa­kern Brot. Noch fata­ler sind Eltern. Die Sta­ti­stik belegt ein­deu­tig: Jeder Ver­rück­te hat wel­che!

… und wür­den Eltern sich auch mal ’n biss­chen um ihre Kin­der küm­mern, statt sie in einem Haus­halt mit einer „allein­er­zie­hen­den Glot­ze“ (auch aus der c’t, kurz zuvor) leben zu las­sen, wäre ver­mut­lich auch eini­ges anders. Anson­sten: Sag ich ja!


Und die Glot­ze erzieht wahr­lich wun­der­li­che Din­ge; dar­auf möch­te ich aber heu­te nicht ein­ge­hen, das wür­de den Rah­men wohl spren­gen. Nur eine klei­ne Kri­tik zu all dem immer glei­chen Zei­chen­trick­quark, als Bei­spiel die­se unsäg­li­che „Kim Pos­si­ble“ c/o Super RTL (wo sonst?): Ein Mäd­chen, das, wenn es nicht gera­de in Cheerleader-(„Freuführer“-)Miniröcken her­um­läuft, die nicht mal das Gesäß bedecken, im immer glei­chen schwar­zen Anzug durch die Gegend hüpft und dabei teil­wei­se Bewe­gun­gen voll­führt, die mich alten Sack schon vom Zuschau­en einem Herz­in­farkt nahe brin­gen, und neben­bei noch gegen die immer glei­chen (und immer gleich ange­zo­ge­nen) „Böse­wich­te“ („Schnup­per Gas, Böse­wicht!“ – Dark­wing Duck) „kämpft“, ohne sich wenig­stens in einer ein­zi­gen Fol­ge mal ein ande­res „Out­fit“ zuzu­le­gen; muss das nicht irgend­wann mords­mä­ßig stin­ken?


Kuchen für die Welt!
– euer Tep­pichlu­der


P.S.: Das vom deut­schen Sprach­ver­ein zum Wort des Jah­res 2006 gewähl­te Kurio­sum heißt „Fanmei­le“. Die Damen und Her­ren bewei­sen also Humor. Cool – oder?

Persönliches
Ah? Aha!

Dass die deut­sche Spra­che eini­ger­ma­ßen auch lustig sein kann, ver­su­che ich euch, lie­be Leser, ja hin und wie­der zu zei­gen. Die Schrift­spra­che aller­dings wird manch­mal sogar noch über­trof­fen vom Gespro­che­nen:

Heu­te Abend hieß es aus dem AA […]
(tages­schau, 8. Dez. 2006)

Ich bin ja gene­rell nicht son­der­lich auf­ge­schlos­sen gegen­über Wort- und Sprach­spie­len, die selbst Ste­fan Raab bes­ser hin­be­kä­me, aber hier muss es ein­fach sein:
A‑A? Is‘ halt Schei­ße.

(das klingt in der tages­schau immer irgend­wie bes­ser als in einem Web­log)


Ein­kau­fen im Dezem­ber ist schon ein Spaß für sich, zumal sich die all­ge­gen­wär­ti­gen „Cards“ (ist Glücks­spiel nicht ver­bo­ten?) da gern mal ver­meh­ren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann die Fra­ge „sam­meln Sie Punk­te?“ nicht mehr hören. Herr­je, wenn ich Punk­te will, fahr ich mit 100 km/h durch eine Fuß­gän­ger­zo­ne, aber sicher nicht zum Ein­kau­fen. Auf die tol­len Prä­mi­en (ein Koch­topf für 100.000 gesam­mel­te Punk­te oder so was) kann ich eigent­lich auch gern ver­zich­ten. Wer nicht?


Noch ein pos­sier­li­cher Nach­trag zum The­ma „Frau­en“ aus aktu­el­lem Anlass:

Lie­be Mäd­chen (sic!),
seid ihr es nicht, die – evo­lu­ti­ons­be­dingt – in einer Bezie­hung vor allem Zunei­gung und Gebor­gen­heit suchen?
Seid ihr es nicht, die Machos und Chau­vi­ni­sten aus tief­stem Her­zen ver­ab­scheu­en?
Wart ihr es nicht, die am lau­te­sten geschrien haben, als „Nad­del“ sich sei­ner­zeit per SMS von Ralph Sie­gel trenn­te?
Doch?
 
Wie­so macht ihr es dann genau­so?


Bevor’s Niveau wie­der aus­ar­tet, möch­te ich mich aus­nahms­wei­se mit einem Lied ver­ab­schie­den:

And you’­re so kind and careful not to go to her too soon
And she ste­als your voice and lea­ves you how­ling at the moon
(Bob Dylan: Just like Tom Thumb’s blues)

Unter­wür­fi­ge Grü­ße an Frau Gene­ral­feld­mar­schall (was’n Wun­der)…

„You’­re beau­tiful, you’­re beau­tiful, you’­re beau­tiful, it’s true“
– euer Gam­mel­pin­gu­in (heu­te mal rosa­rot)


P.S.: Kann man sich eigent­lich ent­lie­ben?
P.P.S.: Gib mir dei­ne Lie­be, gib mir dei­ne Hand (hi Stef­fi)…
(Ton Stei­ne Scher­ben: Der Traum ist aus)

Internes
Wie­der da

So, nach der kur­zen Aus­zeit (wie ange­kün­digt) ist das Tux­Blog wie­der da, jung­fräu­lich und frisch…
Zwei Din­ge:

  1. Umlau­te in den alten Ein­trä­gen sind lei­der ver­lo­ren gegan­gen; ich den­ke aber mal, man kann’s noch lesen
  2. die ner­vi­gen Wer­be­ban­ner las­sen sich lei­der nicht mehr ver­mei­den; Tipp: Firefox/Adblock Plus… oder Web­wa­sher ver­wen­den…

 
Hal­le­lu­ja!
– euer Pin­gu­in

Politik
Die Pro­ble­me der Welt

O tem­po­ra, o mores! In was für einer Zeit leben wir?
 
Kin­der wer­fen Eier auf Autos und wer­den dafür übern Hau­fen geschos­sen (jüngst gesche­hen, wo sonst?, in den USA); mili­tan­te Isla­mi­sten for­dern den Unter­gang des Abend­lan­des und wer­den dafür von die­sem wie Hel­den gefei­ert (ich sag nur Däne­mark); Jugend­li­che stecken gan­ze Stadt­vier­tel in Brand und wer­den mit Erne­sto „Che“ Gue­va­ra oder den Auf­stän­di­schen des 20. Juli ver­gli­chen (Frank­reich, schon was län­ger her) – und mit­ten­drin ste­hen die Deut­schen und grün­den eine Task Force für jeden Scheiß (wo bleibt eigent­lich die „Task Force Arbeits­lo­sig­keit“?), welch eine Far­ce, halt, Force; heißt „task force“ nicht eigent­lich „Bereit­schafts­po­li­zei“?
Aber wei­ter im Text: ich habe als wäh­len­der Bür­ger die­ses furcht­ba­ren Staa­tes den Ein­druck, eine TF (ich kürz das jetzt mal ab, ich mag das Wort nicht) wird immer dann gegrün­det, wenn Poli­ti­ker nicht mehr wei­ter­wis­sen. Ich mei­ne, es ist ja schön, dass wir es nicht nötig haben, alles tot­zu­schie­ßen, was unse­re „Wer­te“ (hoho, haha) miss­ach­tet, aber ein biss­chen weni­ger Appease­ment (so’n Lieb­lings­wort von mir) wäre schon lieb.
 
Din­ge, für die ich gern eine TF ein­rich­ten wür­de

  • Isla­mi­sten in Deutsch­land
    (ist schon mal jemand mit einer Bibel durch Sau­di-Ara­bi­en gelau­fen und hat’s über­lebt? Nein? Also was sol­len dann die Dis­kus­sio­nen über Tole­ranz und Moscheen statt Kir­chen?)
  • Ten­denz zur Ame­ri­ka­ni­sie­rung
    (also bit­te, die Ame­ri­ka­ner sind doch nicht ernst­haft ein Vor­bild für frei­heits­lie­ben­de, kul­tu­rell gebil­de­te, intel­li­gen­te Men­schen? Und über­haupt, die gan­ze Spra­che; war­um machen wir’s nicht so wie die Fran­zo­sen und legen die deut­sche Spra­che in der Ver­fas­sung als Umgangs­spra­che fest? „cool“… „Par­ty“… „Kids“… „Task Force“… gru­se­lig)
  • Abschaf­fung christ­li­cher Feste
    (allein schon des­halb, weil ich jetzt schon „so’n Hals“ von dem Weih­nachts­ge­schmeiß habe, und dabei ist der Dezem­ber nicht mal halb rum, und kaum ist Janu­ar, gibt’s schon wie­der Oster­ha­sen an jeder Ecke, na dan­ke! Sol­len die from­men Chri­sten (sie­he ent­spre­chen­der Blog­ein­trag) doch ihre Feste „still und besinn­lich“ fei­ern, wie sie lustig sind, aber mich sol­len sie da bit­te raus­hal­ten, ich will mei­ne Ruhe, wei­ter nichts! Ist das zu viel ver­langt? Oder soll ich zum Islam über­tre­ten? Immer­hin wür­de man sich dann in Deutsch­land nicht trau­en, mei­ne reli­giö­sen Gefüh­le durch Weih­nachts­quark zu ver­let­zen, aus Angst, ich könn­te mich in die Luft jagen oder so was… gute Idee eigent­lich; schließ­lich gibt’s hier so was wie Reli­gi­ons­frei­heit!
    Apro­pos: Wie­so eigent­lich „Xmas“ statt „Christ­mas“? „Weil Jesus gekreu­zigt wur­de“, toll, ich schreib auch nicht U statt Pferd, nur weil Pfer­de ein Huf­ei­sen tra­gen… mei­ne Fres­se)

Heu­te mal in Streit­lau­ne,
– euer poten­zi­el­ler Amok­läu­fer
 
P.S.: Hier gibt’s fei­ne Spiel­sa­chen für die, die schon alles haben…

Persönliches
Lie­be Frau­en…

… was nützt es euch eigent­lich, mit uns Män­nern zu spie­len? Ich ver­steh euch nicht!
 
Bei­spiel: Mini­röcke, die nicht mal die Potä­to­wie­rung („Arsch­ge­weih“; vgl. M. Mit­ter­mei­er: „das sieht aus, als wenn ein Elch einem einen bläst“) ver­decken und jede Uneben­heit des oran­gen­häu­ti­gen Hin­ter­teils detail­liert abbil­den; aber wehe, ein Mann (resp. Männ­chen) wagt es, auch nur aus dem Augen­win­kel einen Blick dar­auf zu wer­fen, der not­gei­le Bock. Was soll das?
 
Bei­spiel: Frau hat Lan­ge­wei­le, flir­tet aus die­sem Grund (i.d.R. mit vol­lem Kör­per­ein­satz) hef­tigst mit einem Mann, der schon lan­ge ein Auge auf sie gewor­fen hat (und sie weiß das!); aber wehe, er macht sich jetzt fal­sche Hoff­nun­gen, der not­gei­le Bock. Was soll das?
 
Bei­spiel: Mann sieht sein Weib­chen eng umschlun­gen mit einem (für ihn) Wild­frem­den; es stellt sich her­aus, dass es sich um einen lang­jäh­ri­gen Freund (mit­un­ter sogar den besten?) han­delt, alles rein pla­to­nisch etc. und dann ist der Mann das eifer­süch­ti­ge Arsch­loch und die Frau fein raus; aber jetzt stel­len wir uns die Situa­ti­on doch mal anders­rum vor, mit einem Mann und sei­ner (besten?) Freun­din, und dann über­le­gen wir uns, wie wohl die Frau reagie­ren mag. Noch mal: Was soll das?
 
Flirt als Zeit­ver­treib, sexu­el­le Auf­rei­zung nur zum Spaß; und da sage noch einer, Män­ner sei­en Schwei­ne.
 
Ein Hoch der (rhyth­mi­schen) Frau­en­be­we­gung!
– euer Chau­vi­nist


P.S.:
Man stel­le sich vor, Män­ner wür­den zu zweit aufs Klo gehen und sich mit Küss­chen begrü­ßen; „ist ja was völ­lig ande­res“? Falsch.

Nerdkrams
Inter­net Explo­rer 7: Review

Weil ich das im letz­ten Blog­ein­trag nicht mehr ver­wur­sten konn­te, hier mal außer­halb der Norm ein klei­ner Tech­nik­be­richt…
Habe als tech­nisch inter­es­sier­ter Web­log­ger einen kur­zen Blick auf den neu­en Inter­net Explo­rer gewor­fen; und wie schon Gevat­ter Gaul (Ren & Stim­py Show) sag­te: Nein, Sir, gefällt mir nicht.
 
 
Was sofort auf­fällt
Erster Start: Aha, die zahl­lo­sen Vor­ab-Screen­shots hat­ten lei­der Recht, das Ding sieht zum Ver­zwei­feln aus. Aber inter­es­san­ter­wei­se hat Micro­soft end­lich mal eine Ober­flä­che ent­wickelt, die sich nicht ins Stan­dard­aus­se­hen von Win­dows (das ja per se auch nicht son­der­lich attrak­tiv ist) ein­fügt.
(Fast noch schlim­mer trei­ben sie’s bis­her nur in Office 2007; wer Screen­shots sucht, kann sich ja mal hier umschau­en…)
 
Stan­dard­mä­ßig kei­ne Menü­lei­ste, über­haupt kei­ne Sym­bol­lei­ste; für Deskmod­der ein Graus. Statt­des­sen „Tab­bed Brow­sing“ (meh­re­re Sei­ten in einem Fen­ster), „Liv­e­feeds“ (RSS-Ticker als dyna­mi­sche Lese­zei­chen) und eine Adress­lei­ste, über deren Inspi­ra­ti­on ich nicht all­zu­lan­ge nach­den­ken muss­te:
 

Fire­fox
 

Inter­net Explo­rer
 
Übri­gens, die­se tuf­fi­gen Sym­bo­le rechts neben den Tabs im IE las­sen sich für Fire­fox auch nach­rü­sten; die ent­spre­chen­de Erwei­te­rung nennt sich „MenuX“, gibt’s hier
 
 
Tech­ni­sche Aspek­te
Die schlech­te Nach­richt zuerst: der neue IE benutzt neue Stan­dard­schrift­ar­ten, is‘ also nix mehr mit „sans-serif = Ari­al“; hier wer­den Web­de­si­gner umden­ken müs­sen.
Schö­ner­wei­se hin­ge­gen wur­de die Ren­de­ring-Engi­ne end­lich mal kom­plett umge­krem­pelt; es gibt immer noch eini­ge Unstim­mig­kei­ten zwi­schen den CSS-Stan­dards und der IE-Dar­stel­lung, aber bis­he­ri­ge Fire­fox-Plus­punk­te wie zum Bei­spiel fest ste­hen­de Text­con­tai­ner (fixed) kön­nen jetzt ohne kru­de Brow­ser­wei­chen dar­ge­stellt wer­den.
 
Auch sehr schön sind die neu­en Sicher­heits­ein­stel­lun­gen: fast alle rele­van­ten Neue­run­gen von Fire­fox 2.0 (allen vor­an der Phis­hing­schutz) fin­den sich im IE wie­der; jetzt hängt Micro­soft nur noch weni­ge Mona­te anstel­le vie­ler Jah­re hin­ter­her, Respekt (klei­ner Zynis­mus an die­ser Stel­le)!
 
Und beim Fea­ture­klau aus Fire­fox war Micro­soft groß­zü­gi­ger als erwar­tet: Im Popup­me­nü „Extras“ – das die sehr unpas­send plat­zier­te Menü­lei­ste gut erset­zen kann – fin­det sich sogar ein Addon-Manage­ment, das für die Ver­wal­tung von Brow­ser­plug­ins (BHOs, Brow­ser Hel­per Objects) zustän­dig ist; sehr nütz­lich, wenn Ver­dacht auf infi­zier­te Activ­eX-Objek­te besteht.
 
 
Resü­mee
Der Inter­net Explo­rer 7.0 ist – das muss ich als sonst Micro­soft-kri­ti­scher Benut­zer lei­der zuge­ben – eine sehr brauch­ba­re Erfin­dung. Es wur­de nicht am fal­schen Ende gespart; die Neue­run­gen in der CSS-Dar­stel­lung waren (und sind) eben­so wich­tig wie das Tab­bed Brow­sing – bis­her ein K.O.-Kriterium im Brow­ser­ver­gleich. Auch die Sicher­heits­fea­tures sind ein Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung. Ledig­lich das bun­te Durch­ein­an­der der Ober­flä­che hät­te nicht sein müs­sen; war­ten wir mal ab, was noch pas­siert…


So, ‚tschul­digt den klei­nen Exkurs, der näch­ste Ein­trag wird wie­der inter­es­san­ter…
– euer Cyber­ter­ro­rist

PersönlichesMusik
Bet­teln und gebet­telt wer­den

[1] „Tokio Hotel oder Kil­ler­pil­ze?“
[2] In eige­ner Sache (I)
[3] Welt-AIDS-Tag
[4] In eige­ner Sache (II)


[1] „Tokio Hotel oder Kil­ler­pil­ze?“
Kürz­lich im Bus: Dis­kus­si­on zum oben genann­ten The­ma. Von hin­ten eine männ­li­che (!) Stim­me „also Kil­ler­pil­ze sind schei­ße“, dar­auf viel­stim­mi­ges weib­li­ches Geki­cher und die Bemer­kung „haha du stehst auf Tokio Hotel“; und da möch­te ich mal sein­fel­desk ein­ha­ken: ich mei­ne, was ist denn das für eine Fra­ge? Zwei Hau­fen unmu­si­ka­li­scher Knirp­se, kaum Haa­re am Sack und schon einen auf dicke Rock­star­ho­se machen, „ja nee, is klar“ (A. Schrö­der); und dann noch mit „Sän­gern“, die im Sprach­heil­zen­trum besten­falls den Boden wischen dürf­ten, und Tex­ten, die selbst den Back­street Boys pein­lich sein müss­ten, na dan­ke­schön. Fast wün­sche ich mir die gute alte Blüm­chen-Zeit zurück – und das will was hei­ßen.
„Ich frag mich, was mach ich eigent­lich hier?“ (Kil­ler­pil­ze) – ich mich auch.


[2] In eige­ner Sache (I)
An die­ser Stel­le, kurz dazwi­schen sozu­sa­gen, möch­te ich mich nach ein­ge­hen­der Abwä­gung der Kon­se­quen­zen bei allen ent­schul­di­gen, die sich über mei­ne Meer­schwein­re­zep­te echauf­fie­ren. Tut mir echt Leid. Ich bit­te aller­dings dar­um, nicht mit Pin­guin­re­zep­ten zu kon­tern; ich habe mal gele­sen, die schmecken dann doch eher tra­nig.
Habe die Ehre, Frau Gene­ral­feld­mar­schall! *ver­neig*


[3] Welt-AIDS-Tag
Näch­stes The­ma:
Neu­lich war ja wie­der der Welt-AIDS-Tag ange­sagt, wo es lusti­ge rote Schlei­fen für ein klei­nes Ent­gelt gab. Ich hab dazu nur zwei Senfe abzu­las­sen:

  1. Bet­teln ist Bet­teln. Wenn einer vor mir steht und mit einer halb­vol­len Blech­büch­se rum­klap­pert, bekommt er von mir höch­stens eine Anzei­ge wegen Belä­sti­gung, aber mit Sicher­heit kein Geld; da ist’s mir auch schnurz, ob er für sich (vgl. „Hal­lo­ween“), für hun­gern­de Kin­der in Ber­lin-Kreuz­berg oder für den Welt­frie­den sam­melt. Ver­steht mich nicht falsch: frei­wil­li­ge Spen­den sind eine Sache, die ich durch­aus mora­lisch ver­tre­ten kann; aber Pene­tranz leh­ne ich ab.
  2. An alle Schul­kin­der, die von ihren Schul­au­to­ri­tä­ten mit Sicher­heit – wie jedes Jahr – von irgend­wel­chen Panik machen­den Film­chen beschallt wur­den und des­we­gen bis ins hohe Alter Angst vor Sex haben wer­den: AIDS ist nicht HIV, auch wenn das so schön ein­fach zu ver­ste­hen wäre. Ein HIV-Infi­zier­ter kann 120 Jah­re alt wer­den und sich immer noch bester Gesund­heit erfreu­en; erst wenn das HIV-Virus AIDS her­vor­ruft, wird’s in der Regel teu­er. Freut mich, wenn ich euch was bei­brin­gen konn­te. :-)

[4] In eige­ner Sache (II)
Hat jemand von euch, wer­te Leser, einen ban­ner- und kosten­frei­en Hoster für das Tux­Blog im Ange­bot? Frü­her gab es da mal so was wie Fun­Pic, aber ich bin da gera­de nicht sicher, wie es mit der Wer­be­frei­heit in Ver­bin­dung mit MySQL aus­sieht. Not­falls muss ich eben doch bei 1&1 unter Ver­trag; mache ich nur für ein Web­log aber sehr ungern.
Ich bin jeden­falls der­zeit auf der Suche, bis spä­te­stens Novem­ber 2007 muss ich „weg“ sein, dann macht der jet­zi­ge Hoster dicht… dan­ke im Vor­aus!


Übri­gens, schö­nes Spiel für zwi­schen­durch: „N“ (heißt echt so)
– le Tüx

Persönliches
Din­go Bär, Din­go Bär…

Klei­ner Nach­trag:

Lie­be Kin­der!
Is‘ ja echt fein, dass ihr jeden Dezem­ber eure musi­ka­li­sche Sei­te wie­der­ent­deckt, aaa­aber mal im Ernst: Wer kein Eng­lisch kann, soll­te es las­sen. Auch wenn es lustig klingt, „Din­go Bär, Din­go Bär“ über­all zu hören: es gibt doch so schö­ne deut­sche Weih­nachts­lie­der, zum Bei­spiel Stil­le Nacht!

Und um Götz Als­mann zu zitie­ren:

Dass die eng­li­sche Spra­che bes­ser „sing­bar“ ist, ist eine sehr preis­wer­te Aus­re­de all derer, die sich nicht trau­en, deutsch zu sin­gen.

Für man­che ist es zu nah an der Gefühls­welt, deutsch zu sin­gen; die gehen dann lie­ber durch eine geborg­te mit einem Drei-Wort-Wort­schatz!

Mein­ja­nur und tschüss.

PolitikIn den Nachrichten
Domi­no Day und Kil­ler­spie­le

Tach!
Puh, waren das wie­der schwie­ri­ge Tage für Deutsch­land; zuerst die­ser unsäg­li­che Domi­no-Day (ein­fach wei­ter­le­sen, lie­be Leser) und dann ein Amok­läu­fer, der in einer Schu­le um sich schießt. Ob das was mit­ein­an­der zu tun hat? Wer weiß?
Was ein Glück, dass wir in Deutsch­land leben; hier ist, oh Wun­der, nicht der Täter der Schul­di­ge, son­dern die so genann­ten „Kil­ler­spie­le“, allen vor­an, wie so oft, natür­lich „Coun­ter-Strike“, zu dem der Umsich­schie­ßer nach Pres­se­be­rich­ten eine gewis­se Affi­ni­tät besaß. Nun ja – wie heißt es doch so tref­fend? „99% aller Amok­schüt­zen haben vor ihrer Tat Brot geges­sen. Ver­bie­tet Brot!“
 
Klei­ner Denk­an­stoß am Ran­de: War­um hat eigent­lich noch nie­mand dar­über nach­ge­dacht, WoW zu ver­bie­ten? Wie vie­le Men­schen müs­sen noch durch WoW ster­ben, bevor man etwas unter­nimmt? Oder was ist, klei­ner Spaß an die­ser Stel­le, zum Bei­spiel mit dem brand­ge­fähr­li­chen „Super Mario Land“, das ja auch nicht viel mehr ist als sinn­lo­ses Geg­ner­murk­sen?
Und aber jeden­falls: wenn man schon Schuss­waf­fen nicht ver­bie­ten kann, dann wenig­stens Bal­ler­spie­le, eh? Das nenn ich kon­se­quent. War­um nicht gleich Feu­er­zeu­ge ver­bie­ten? Wür­de die Zahl der Rau­cher mit Sicher­heit um eini­ges sen­ken. Und man könn­te noch so viel mehr ver­bie­ten; auch sehr effek­tiv wäre es ver­mut­lich, Sido, Bushi­do und den Rest der Zap­pel­af­fen in einen gro­ßen Sack zu stecken und im See zu ver­sen­ken. Wie deut­lich muss ein Mensch noch zur Gewalt auf­for­dern, bevor man etwas unter­nimmt?
„Denk ich an Deutsch­land in der Nacht…“


Dann war da noch eine neue Dis­kus­si­on über die längst beschlos­se­nen GEZ-Gebüh­ren für Inter­net-fähi­ge PCs (in mei­nen Augen eine Frech­heit, aber mich fragt ja kei­ner) in den Medi­en; was’n Glück, dass man die GEZ-Hei­nis nicht rein­las­sen muss. Mir fällt zu dem gan­zen The­ma eigent­lich auch nur ein Leser­brief aus der Braun­schwei­ger Zei­tung ein: „Ich bean­tra­ge jetzt Kin­der­geld. Ich habe zwar noch kei­ne Kin­der, aber das Gerät ist vor­han­den.“


Anson­sten mach ich’s mal kurz: The­ma Domi­no-Day 2006, kürz­lich ver­se­hent­lich gese­hen im Unter­schich­ten­ka­nal RTL (wo sonst?); zusam­men­ge­fasst etwa fol­gen­der Hand­lung: eini­ge Exem­pla­re die­ser viel zitier­ten abge­häng­ten Pre­ka­ria­ner haben seit Sep­tem­ber (Arbeits­lo­se haben offen­sicht­lich zu viel Zeit) für einen wohl eher sym­bo­li­schen Lohn ca. 4 Mil­lio­nen Domi­no­stei­ne ver­schie­den­ster Far­be allein zu dem Zweck auf­ge­baut, dass ein paar wei­te­re Per­so­nen aus aller Her­ren Län­der, denen man die gei­sti­ge und finan­zi­el­le Armut lei­der durch­aus anse­hen kann, sie unter dem nicht gera­de ermu­ti­gen­den „Blick“ von Frau­ke Ludo­wig, der „Queen of Kle­ber gefrüh­stückt“, wie­der umschmei­ßen kön­nen, wäh­rend ein sicht­lich erreg­ter Repor­ter, des­sen Namen ich erfolg­reich ver­drän­gen konn­te, in die Kame­ra hechelt und irgend­was von „ganz Deutsch­land zit­tert“ faselt; und da hat er nicht mal Unrecht, saß ich doch gebannt vor dem Fern­se­her und habe dar­auf gewar­tet, dass end­lich die ver­damm­te Nach­fol­ge­sen­dung anfan­gen möge…
– und wo ich schon dabei bin, lie­bes RTL: Näch­stes Jahr bit­te ein Reis­sack-Day!
 
Gruß an Way­ne!
– euer Klein­tier­gour­met (hi Stef­fi!)


P.S.: Da ist mir doch neu­lich noch eine wei­te­re Mel­dung übern Tisch gerollt; die Frau Zypries hat einen Etat von 15 Mil­lio­nen Euro, den sie ursprüng­lich zur Bekämp­fung von Links­extre­mis­mus (jawoll­ja!) und Isla­mis­mus in Deutsch­land ver­wen­den woll­te, jetzt doch für Pro­jek­te gegen Rechts reser­viert, von wegen die NPD und so wei­ter…
– „also ich sach mal“ (G. Schrö­der), die NPD war für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land noch nie auch nur ansatz­wei­se so gefähr­lich wie die isla­mi­sti­schen Auf­stän­di­schen (von wegen Reli­gi­ons­frei­heit) und der lin­ke Pöbel (von wegen Tole­ranz); soll­te jemand brauch­ba­re Gegen­ar­gu­men­te haben, immer her damit, ich freue mich über jede Kon­tro­ver­se. Prost!

Persönliches
Fro­he Ostern im Vor­aus!

Tja, und nun ist’s so weit, es ist wie­der Herbst, und das bedeu­tet für den Groß­teil der zeit­wei­se recht fei­er­freu­di­gen Bevöl­ke­rung: Weih­nach­ten steht vor der sprich­wört­li­chen Tür.
 
Schön, schön, Weih­nach­ten also – ein gesetz­lich auf­er­leg­ter Fei­er­tag sozu­sa­gen, an dem ich mich, genau wie an die­sem unsäg­li­chen „Halloween“-Fest, regel­mä­ßig fra­ge, was das eigent­lich soll. Gut, der Ver­gleich hinkt auf bei­den Bei­nen und ist zudem noch auf einem Auge blind, auf dem ande­ren taub; ist „Hal­lo­ween“ doch nichts ande­res als die kon­sum­freund­li­che Ver­si­on von Aller­hei­li­gen (das mir als Nicht­lu­the­ra­ner aber eben­so schnurz­piep ist). Ledig­lich mel­det sich bei mir als durch­aus geschicht­lich inter­es­sier­tem und bei­zei­ten auch infor­mier­tem alten Sack da das klei­ne Männ­lein im Ohr, und es flü­stert mir:
 
Was bit­te fei­ert die hal­be Welt an Weih­nach­ten?
 
Die Aus­sa­gen gehen da weit aus­ein­an­der: Da wäre zum einen die indu­stri­el­le Frak­ti­on, die an Weih­nach­ten meist sich und ihre vol­len Kas­sen fei­ert. Dann gibt es da noch den Groß­teil der Bevöl­ke­rung, der fei­ert, „weil halt Weih­nach­ten ist“; beein­druckend, sol­che Begrün­dun­gen sind der Anlass, wes­halb ich gern mal einen „Tag des Sui­zids“ ein­füh­ren wür­de, nur um zu sehen, wer da mit­macht. Und schließ­lich gibt es noch die Weni­gen, die sich, unge­ach­tet ihres all­täg­li­chen Ego­is­mus‘ und Arsch­loch­tums, wenig­stens ein­mal im Jahr wie gute Chri­sten beneh­men wol­len, „weil’s halt alle machen“, und brav den „Dschie­ses“ fei­ern, ob sei­nes Lei­dens und so wei­ter. Nun, ich den­ke, Jesus wür­de sich im Grab umdre­hen, wenn er wüss­te, wie die­se Men­schen sich für den Rest des Jah­res ver­hal­ten; da kön­nen sie auch an drei bis vier Tagen im Jahr die christ­lich­sten Wesen der Milch­stra­ße sein.
 
Unter Wis­sen­schaft­lern – im Fol­gen­den mit „bzw.“ gekenn­zeich­net – gilt es all­ge­mein als erwie­sen, dass Jesus „Chri­stus“ im zar­ten Alter von ca. 71 Jah­ren in Klein­asi­en starb – vgl. z.B. Lau­rence Gard­ner: Hüte­rin des Hei­li­gen Gral -, aber was wäre das Chri­sten­tum ohne sei­nen Glau­ben?
Keh­ren wir zurück zur volks­tüm­li­chen Vari­an­te, die da lau­tet, dass Jesus am 24. Dezem­ber (bzw. Mit­te März) des Jah­res „0“ (bzw. ca. 6 v.Chr.) in einem Stall (der Urtext der Bibel erwähnt übri­gens an kei­ner Stel­le irgend­wel­che Och­sen und Esel; aber wei­ter im Text) zur Welt kam. So weit, so gut. Und nun wie­der mei­ne Fra­ge:
 
Was habe ich denn bit­te damit zu tun?
 
Ich möch­te nicht, dass man mir vor­schreibt, wann ich was zu fei­ern habe. Ich als beken­nen­der bud­dhi­stisch gepräg­ter Athe­ist möch­te nicht ein­mal im Ansatz etwas mit dem Geburts­tag irgend­ei­nes toten jüdi­schen Königs zu tun haben; da vie­le von Ihnen, lie­be Leser, sich außer­halb der Weih­nachts­zeit sicher­lich auch nicht als gläu­bi­ge Chri­sten bezeich­nen: wür­den Sie denn ernst­haft den Geburts­tag Moham­meds oder Bud­dhas fei­ern, wenn Sie ihn känn­ten? Und, jetzt spricht der Generv­te aus mir, wenn mir irgend­wann vor Weih­nach­ten einer die­ser Möch­te­gern­ni­ko­läu­se die Ohren voll­bim­melt und mir fro­he Weih­nach­ten wünscht, ist’s mit mei­nem Pazi­fis­mus sowie dem ohne­hin stark stra­pa­zier­ten inne­ren Frie­den vor­bei.
 
Seit der „Hei­li­ge Abend“ irgend­wann im 4. Jahr­hun­dert „zufäl­lig“ auf einen heid­ni­schen Fei­er­tag gelegt wur­de, ist viel Zeit ver­gan­gen, aber die Aus­re­den, war­um man ihn eigent­lich fei­ern soll, haben sich kaum ver­än­dert:
 
„Weih­nach­ten lässt Kin­der­au­gen leuch­ten“, das kann ich mir vor­stel­len, dass die ver­zo­ge­nen Bäl­ger sich drauf freu­en, mal eben Geschen­ke für Hun­der­te von Euro zu bekom­men, ohne dafür etwas tun zu müs­sen; und leuch­ten Kin­der­au­gen nicht täg­lich? Nein? Dann machen Sie etwas ver­kehrt.
 
„Weih­nach­ten, das Fest der Lie­be“, soso, und den Rest des Jah­res gehen einem die Armen und Bedürf­ti­gen am Podex vor­bei. Frü­her nann­te man sol­che Men­schen „Heuch­ler“, heu­te sind sie vom Geist der Weih­nacht beseelt; ich glau­be, Alt­phi­lo­lo­gen nen­nen das einen Euphe­mis­mus. Weih­nach­ten ist das Fest der Geschen­ke, des Kon­sums und der generv­ten Eltern, und wenn Sie mal tief in sich hin­ein schau­en, geben Sie mir sicher­lich Recht.
 
Und jetzt mal aus lite­ra­ri­scher Sicht:
 
Max Goldt hat das Weih­nachts­fest in sei­nem Buch „Vom Zau­ber des seit­lich dran Vor­bei­ge­hens“ ganz tref­fend beschrie­ben:

Weih­nach­ten ist eine der drei gro­ßen Volks­schwä­chen. Die ande­ren bei­den sind Autos und Fuß­ball.

 
Weih­nach­ten steht vor der Tür?
Von mir aus kann’s erfrie­ren.
 
Fro­he Ostern!
– euer Pin­gu­in

Nerdkrams
Mensch 2.0

Lie­be Leser,

als ver­spä­te­ten „klei­nen“ Nach­trag zu dem vori­gen Ein­trag und aus­nahms­wei­se unter Ein­fluss der aktu­el­len Aus­ga­be von NEON möch­te ich als erklär­ter Anti­path von ach so hip­pen Trends auch mal mei­nen Senf zum „Web 2.0“ mit all sei­nen Nut­zern und Appli­ka­tio­nen abge­ben.

Es mag ver­wun­der­lich klin­gen, aber ich schä­me mich dafür, durch mein Web­log als Teil die­ser selt­sa­men „Bewe­gung“ behan­delt zu wer­den. Sicher, das Tux­Blog ist auch bei wei­tem nicht so „auf­re­gend“ und „inno­va­tiv“ wie all die tren­dy Treff­punk­te für Geschmacks­ver­irr­te jeden Geschlechts – vor kur­zem nann­te man der­ar­ti­ge Web­sei­ten noch Dot­Com-Bla­sen und woll­te nichts mit ihnen zu tun haben.
 
Was soll denn über­haupt so neu, geil, noch nie dage­we­sen sein? Das Schlag­wort des Web 2.0 lau­tet Inter­ak­ti­vi­tät; frei nach Ste­fan Gärt­ner kann man es so for­mu­lie­ren: Je Mög­lich­keit, desto Web. Alles soll benut­zer­ori­en­tier­ter wer­den, Sta­tik ist out. Dass die Wiki­pe­dia, erstes Flagg­schiff der Gene­ra­ti­on 2.0, in einer Zeit ent­stan­den und gewach­sen ist, in der Inter­ak­ti­vi­tät noch Bestand­teil des täg­li­chen Sur­fens und kein hip­per Mode­trend war, wird heu­te gern über­se­hen; und dass Web­logs – auch die­ses! – nicht viel mehr sind als Gäste­bü­cher mit Über­schrift, traut sich kaum noch jemand zu behaup­ten: wer möch­te schon frei­wil­lig als „untren­dy“ gel­ten?
 
Man ist als halb­wegs infor­mier­ter und kri­ti­scher – unfrei­wil­li­ger! – Teil­neh­mer die­ser selt­sa­men Bewe­gung oft geneigt, sich zu fra­gen, wer eigent­lich die­sen däm­li­chen Trend wie­der in die Welt gesetzt hat. Wer hat fest­ge­legt, dass jeder Sur­fer jeden noch so uralten Link in sein (natür­lich Pflicht-)Weblog set­zen muss, sich über Vide­os der Mach­art „Mann kriegt Ball in Weich­tei­le“ nur noch bei You­Tube beöm­meln darf und alle zwei Stun­den sein Meer­schwein foto­gra­fie­ren soll, das er dann bei Abfall­samm­lun­gen wie Flickr (min­de­stens) der gan­zen Welt zei­gen kann?
(abge­se­hen davon, dass ich bei „Flickr“ höch­stens an die­se wider­li­chen Dis­co-Stro­bo­skop­blit­ze und/oder Bild­schirm­flim­mern den­ke, ist die­se Dar­stel­lung nicht mal über­trie­ben!)
 
Um die­se Fra­ge zu beant­wor­ten, muss man die Tech­nik hin­ter der Inter­ak­ti­vi­tät ver­ste­hen. Wie bereits erwähnt, ist die Inter­ak­ti­vi­tät an sich alles ande­re als neu – Gäste­bü­cher und Foren sind ja nun auch schon ein paar Jah­re alt. Die „neue“ Inter­ak­ti­vi­tät aber wird vor allem durch ein Akro­nym defi­niert: AJAX. Die­ser erst vor weni­gen Jah­ren auf einer Kon­fe­renz zur Ent­wick­lung des Web erfun­de­ne Begriff steht für „Asyn­chro­no­us Java­Script And XML“ und bezeich­net eigent­lich nichts ande­res als die Mög­lich­keit, Sei­ten­in­hal­te mit­tels Java­script nach­zu­la­den, ohne die gan­ze Sei­te neu laden zu müs­sen, was natür­lich für ein gewis­ses „Echt­zeit­ge­fühl“ sorgt, das man zur­zeit sehr schön z.B. bei AJAX­wri­te nach­voll­zie­hen kann.
Neu ist frei­lich auch das nicht; die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten gab es schon 1995, als Net­scape die damals noch wirk­lich inno­va­ti­ve und neue Spra­che Java­Script erfand. Ledig­lich einen Namen für die AJAX-Tech­nik gab es damals noch nicht, und der Groß­teil der Web­ge­mein­de war noch damit beschäf­tigt, sich in das eben­falls noch recht neue HTML ein­zu­le­sen.
 
Für die „Gene­ra­ti­on BILD“, die – wis­sen­schaft­lich erwie­sen – kaum län­ger als 5 Minu­ten der­sel­ben Sache wid­men kann und/oder will, ist eine nur 4 Buch­sta­ben lan­ge Bezeich­nung für etwas, das ihre „mei­ne Kat­ze, mei­ne Fami­lie, mei­ne Hobbys“-Webseite noch bun­ter und schö­ner machen kann, natür­lich eine äußerst ange­neh­me Neu­ig­keit, ganz gleich, was immer sie bedeu­ten mag. Die­ses Phä­no­men war schon frü­her häu­fi­ger zu sehen, z.B. als jede zwei­te Web­sei­te unbe­dingt ein gro­ßes, bun­tes und lau­tes Flash-Intro haben muss­te; und ich bezweif­le stark, dass AJAX die letz­te Mode­er­schei­nung in die­ser lan­gen Rei­he blei­ben wird.

Nein, neu ist die Tech­nik nicht, und das trifft auch auf die Web­sei­ten zu, die sie reprä­sen­tie­ren sol­len und/oder wol­len. Neu sind nur die Benut­zer. Vor­bei die Zei­ten, in denen man das Inter­net noch nutz­te, um sich zu infor­mie­ren und gele­gent­lich mit sei­nen Freun­den ein Spiel­chen zu machen. Viel­mehr wird der gesam­te Lebens­in­halt eines Men­schen in die­ses Medi­um ver­scho­ben: Man surft nicht mehr im Inter­net, man lebt dort; das „Real Life“ dient nur noch lebens­er­hal­ten­den Zwecken. Frü­her hat man sei­ner Flam­me noch sei­ne Plat­ten­samm­lung oder – noch bes­ser! – sei­ne Kon­to­aus­zü­ge gezeigt, heu­te ist nur noch der erfolg­reich, der eine mög­lichst lan­ge „Buddy„liste hat; und das trifft lei­der auch auf eine Gene­ra­ti­on zu, die eigent­lich eine gewis­se Lebens­er­fah­rung besit­zen soll­te.

Man soll­te in der heu­ti­gen, schnelllebi­gen Zeit kei­nen Trend ver­pas­sen, um nicht „uncool“ zu sein; man muss ihn ja nicht unbe­dingt mit­ma­chen. Was mich betrifft, so weiß ich nicht, ob ich, der ich schon jah­re­lang erfolg­reich ohne zähl­ba­re „Freun­de 2.0“, scha­den­fro­he Vide­os und Meer­schwein­chen­fo­tos aus­kom­me, wirk­lich „cool“ sein will. Ich bin in die­sem Zusam­men­hang ein eher rusti­kal ver­an­lag­ter Mensch; ohne 25.000 vir­tu­el­le Freun­de, ohne You­Tube- und Flickr-Accounts, sogar ohne MMS-fähi­ges Han­dy. Ich ver­brin­ge mei­ne Frei­zeit „off­line“, mit jeweils 3 oder 4 „rich­ti­gen“ Freun­den, manch­mal aber auch mit einem guten Buch oder einer noch bes­se­ren CD. Was im Leben wirk­lich zählt, kann wohl jeder für sich ent­schei­den; vir­tu­el­le Freun­de sind’s jeden­falls nicht. „Ich möch­te Teil einer Jugend­be­we­gung sein!“ – nur bit­te nicht die­ser.

In die­sem Sin­ne,
– log­out


Noch was zu MTV, wo ich schon mal dabei bin: „La musi­ca ist dei­ne pasí­­on?“
Bes­se­re Spra­che, schlech­te­res Deutsch. Scha­de.


Und, weil das Tux­Blog schon immer Aus­druck einer poli­ti­schen Mei­nung war und sein soll­te, noch ein Wort zu der umstrit­te­nen Todes­stra­fe für Sad­dam Hus­sein (Sie wis­sen schon, das war in den 80-ern der Inti­mus der USA): Wenn ihr, lie­be Über­see-Mit­men­schen, schon den Welt­frie­den ret­ten wollt, dann bit­te rich­tig. Hängt Bush gleich dane­ben und lasst uns mit dem Schmu in Ruh (reimt sich!) – besten Dank!

PolitikProjektePersönliches
Pop, Nazis und Fuß­ball

Hal­lo, lie­be Lese­rat­ten!


[1] Kor­rek­tur
[2] Pop (bzw. Bushi­do)
[3] Nazis und Fuß­ball
[4] Rezept der Woche
[5] Fuß­no­ten :-)


[1] Gleich zu Beginn eine klei­ne Kor­rek­tur zum vori­gen Blog­ein­tag: MTV schrieb kor­rek­ter­wei­se „Sound“ statt „Musik“, was ja auch viel bes­ser passt.
 
[2] Jeden­falls apro­pos MTV: Im Video­text die­ses Sen­ders war kürz­lich ein wei­te­res Abstrak­tum zu fin­den, das gera­de mich als beken­nen­den Rock­jün­ger aus der Mit­tel­schicht betrifft. „Pop für die Unter­schicht?“ frag­te MTV am 19. Okto­ber die­ses Jah­res; und gab aber gleich selbst die Ant­wort:

Pop-Deutsch­land hört ent­we­der Musik, die Schimpf­wör­ter, Dro­hun­gen etc. anein­an­der reiht (Fler, Bushi­do (1), oder es geht so rich­tig kusche­lig zu.

Dass der Schrei­ber­ling mit kei­nem Wort erwähnt, was das nun aus­ge­rech­net mit den unse­li­gen „Schich­ten“ Deutsch­lands zu tun hat, ist in Ord­nung, weil von MTV nicht anders zu erwar­ten; nur so viel:

  1. Bushido/Fler („yoyo isch fick disch du Schlam­pe“) und Musik gehö­ren nicht zusam­men in einen Satz, eigent­lich nicht ein­mal in einen Text.
  2. Zu scha­de, dass MTV vor lau­ter Pop – wie so oft – den Retro­trend über­sieht; vor allem, da MTV sich seit neue­stem als Abgren­zung zum Schwe­ster­sen­der VIVA „Rock­sen­der“ schimpft.
  3. Und noch was: die „beste Girl­band“ ist das Farin Urlaub Racing Team. Die Pus­sy­cat Dolls wür­de ich nicht mal mit der Kneif­zan­ge anfas­sen.

[3] Aber mal was ande­res: Fuß­ball. Da haben sich DFL, DFB und UEFA end­lich dar­auf geei­nigt, den frem­den­feind­li­chen Zwi­schen­ru­fen bei den Fuß­ball­spie­len Ein­halt zu gebie­ten. „Wie das?“, wird sich jetzt man­cher Leser fra­gen; und rich­tig: Die aktu­el­le Akti­on nennt sich pas­sen­der­wei­se „Zeig‘ (2) dem Ras­sis­mus die Rote Kar­te“. Es ist geplant, dass die Sta­di­on­zu­schau­er wäh­rend der gesam­ten Spiel­dau­er mit roten Kar­ten umher­we­deln sol­len, um ihre Geschlos­sen­heit gegen Aus­län­der­hass zu demon­strie­ren. Und ich per­sön­lich muss sagen, das ver­spricht doch ein Bom­ben­er­folg zu wer­den, ein biss­chen wie Lich­ter­ket­ten. Ich bin sicher, die Anti­fa steht voll hin­ter euch, Jungs! :-)


[4] Brand­neu und nur für kur­ze Zeit:
Das Ori­gi­nal-Tux­Blog-Rezept zum Sel­ber­ma­chen!
 
Die­se Woche:
 
Meer­schwein rot
Man neh­me für 2 Per­so­nen:

  1. 1 Meer­schwein
  2. 1–2 Glä­ser Rot­kohl
  3. 1 gut gefüll­tes Gewürz­re­gal
  4. Knö­del oder Kar­tof­feln nach Belie­ben

Des­wei­te­ren wird benö­tigt:

  1. 1–2 Küchen­mes­ser (scharf)

Anlei­tung:

Vor­be­rei­tung
Man neh­me das Meer­schwein aus dem Käfig und tren­ne mit dem Küchen­mes­ser fein säu­ber­lich den Kopf vom Rumpf. Anschlie­ßend das Meer­schwein ent­haa­ren (wenn nötig, hier­für zwei­tes Küchen­mes­ser benut­zen, wegen Blut) und gründ­lich waschen.
Danach den Back­ofen auf ca. 250 Grad vor­hei­zen.
 
Zube­rei­tung
Wenn der Ofen gut vor­ge­heizt ist, das Meer­schwein nach Belie­ben wür­zen (ich emp­feh­le die Mag­gi-Würz­mi­schung Nr. 1 oder eine ähn­li­che bra­ten­ge­eig­ne­te Mischung), anschlie­ßend in ein ofen­fe­stes Behält­nis geben und in die Röh­re schie­ben.
Die übri­gen Zuta­ten wie gewohnt kochen.
Das Meer­schwein ist ser­vier­fer­tig, wenn es eine knusp­rig-brau­ne Far­be hat.
 
Tipps für Genie­ßer
Zu die­sem Menü passt her­vor­ra­gend eine Fla­sche Rot­wein sowie bil­li­ge Bra­ten­so­ße aus­’m ALDI.
Wohl bekomm’s!


Haun­se rein!
– euer Progrock­fa­schist
 
P.S., falls es jemand wis­sen möch­te: Die Arbeit an eMu­le beba liegt der­zeit auf Eis, man­gels Zeit und Gele­gen­heit, zumal die näch­ste Ver­si­on ohne­hin einen hohen zeit­li­chen Auf­wand benö­ti­gen wird, da mitt­ler­wei­le eMu­le 0.47a alles ande­re als aktu­ell ist und beba lei­der immer noch eini­ge schwe­re Feh­ler hat. Ich hal­te euch aber selbst­ver­ständ­lich auf dem Lau­fen­den.
Statt­des­sen sit­ze ich in mei­ner spär­li­chen Frei­zeit gera­de an einer Daten­bank für Song­tex­te, als Open-Source und eigent­lich nur zum Spaß… wenn es jemand anse­hen möch­te, bit­te sehr!


[5] Fuß­no­ten
(1) haha­ha!
(2) sic!; aber las­sen wir die Gram­ma­tik mal bei­sei­te.

Musik
Sprach­kul­tur vs. MTV

Tag, lie­be Leser!
 
Der­zeit befin­den wir uns ja in einer Zeit, in der kul­tu­rel­le Bil­dung nach Jah­ren der media­len Ver­dum­mung end­lich auch in Deutsch­land wie­der einen gewis­sen Stel­len­wert erreicht; der, wie es sich ja dümm­li­cher­wei­se heu­te nennt, Best­sel­lerautor Basti­an Sick sowie die umfas­sen­de Bericht­erstat­tung in allen ernst zu neh­men­den Polit­ma­ga­zi­nen der letz­ten Wochen sind nicht ganz unschul­dig dar­an.
 
Zu dem The­ma ist schon zu viel geschrie­ben wor­den, als dass ich nun auch mei­nen Senf dazu­ge­ben müss­te; nur eine klei­ne Anek­do­te aus dem Video­text von MTV (sie­he älte­re Bei­trä­ge): Der aktu­el­le „tren­dy Vote“ lau­tet wört­lich: „Wel­che Rock­band macht die krass geil­ste Musik?“
 
Von den selt­sa­men Aus­wahl­mög­lich­kei­ten (was bit­te hat Eva­ne­s­cence da ver­lo­ren?) mal abge­se­hen: Und da wun­dert sich noch jemand?
 
Döner mit alles und Meer­schwein(*),
– euer Sprach­füh­rer *hüstel*
 
(* mit, wie immer, lie­bem Gruß an Stef­fi :>)

Politik
NPD, und sonst so?

Tach, lie­be Leser!
 
Is‘ wie­der viel pas­siert, z.B. ein paar Trans­ra­pid­to­te, über die sich die „Hei­mat des Mit­leids“ (i.e. in die­sem Fall Deutsch­land) wie­der mal grä­men kann, aber auch und vor allem: Die NPD ist wie­der im Gespräch.
 
Fas­sen wir zusam­men: Im Sep­tem­ber gab’s wie­der mal Kom­mu­nal­wah­len, z.B. in Nie­der­sach­sen (juhu!). Die Ergeb­nis­se indes waren nicht son­der­lich über­ra­schend, ledig­lich drei gro­ße Buch­sta­ben erreg­ten tags dar­auf das Gemüt der Pres­se, als die NPD in Meck­len­burg-Vor­pom­mern auf weit über 7% der Stim­men kam.
(Da fragt man sich eigent­lich, woher denn die vie­len Stim­men kom­men, wenn jeder aus tief­stem Her­zen beteu­ert, nie im Leben NPD wäh­len zu wür­den, oder wie sich das nennt; man könn­te mei­nen, das ist wie bei McDonald’s oder der BILD: Kei­ner mag’s, aber jeder kauft’s.)
 
– also jeden­falls die NPD hat­te das Pech, aus­ge­rech­net von der SPD (sic!; bei der ohne­hin schwarz­brau­nen Hasel-CDU ist’s weit weni­ger über­ra­schend) Wäh­ler zu über­neh­men, was, wohl auch bedingt durch die zuvor erfol­ge kosten­lo­se Ver­tei­lung rechts­po­li­ti­scher Musik an Jugend­li­che, auf Sei­ten der Links­fa­schi­sten (i.e. Anti­fa bzw. so’­lid) zu der unglaub­lich wir­kungs­vol­len Akti­on „Musik gegen Rechts“ führ­te – was hof­fent­lich nicht nur mich an ähn­lich span­nen­de Paro­len wie „Kif­fen gegen Rechts“, „Blöd­sein gegen Rechts“ oder auch „fuck for peace“ erin­nert -; „kommt, Kin­der, wir sin­gen die NPD tot“ oder wie?; und jeden­falls von der Regie­rung wur­de dar­auf­hin das alte The­ma NPD-Ver­bot wie­der aufs Tapet gebracht. Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt stark nach Harald Schmidt klingt, als er noch bes­ser war; aber eine Regie­rung, die anders gesinn­te poli­ti­sche Par­tei­en ver­bie­tet, sobald die­se genug Stim­men hat, um ihr ernst­haft gefähr­lich zu wer­den, gab es doch 1933 und 1956 schon mal; n.f.c.
 
Und im Übri­gen heißt es kor­rekt „weh­ret der Anfän­ge“, ihr Pfei­fen.
 
Mit Stolz aufs Grund­ge­setz, das gera­de im Liba­non ver­heizt wird,
– euer Lite­rat