Tach, liebe Leser!
Is’ wieder viel passiert, z.B. ein paar Transrapidtote, über die sich die “Heimat des Mitleids” (i.e. in diesem Fall Deutschland) wieder mal grämen kann, aber auch und vor allem: Die NPD ist wieder im Gespräch.
Fassen wir zusammen: Im September gab’s wieder mal Kommunalwahlen, z.B. in Niedersachsen (juhu!). Die Ergebnisse indes waren nicht sonderlich überraschend, lediglich drei große Buchstaben erregten tags darauf das Gemüt der Presse, als die NPD in Mecklenburg-Vorpommern auf weit über 7% der Stimmen kam.
(Da fragt man sich eigentlich, woher denn die vielen Stimmen kommen, wenn jeder aus tiefstem Herzen beteuert, nie im Leben NPD wählen zu würden, oder wie sich das nennt; man könnte meinen, das ist wie bei McDonald’s oder der BILD: Keiner mag’s, aber jeder kauft’s.)
— also jedenfalls die NPD hatte das Pech, ausgerechnet von der SPD (sic!; bei der ohnehin schwarzbraunen Hasel-CDU ist’s weit weniger überraschend) Wähler zu übernehmen, was, wohl auch bedingt durch die zuvor erfolge kostenlose Verteilung rechtspolitischer Musik an Jugendliche, auf Seiten der Linksfaschisten (i.e. Antifa bzw. so’lid) zu der unglaublich wirkungsvollen Aktion “Musik gegen Rechts” führte — was hoffentlich nicht nur mich an ähnlich spannende Parolen wie “Kiffen gegen Rechts”, “Blödsein gegen Rechts” oder auch “fuck for peace” erinnert -; “kommt, Kinder, wir singen die NPD tot” oder wie?; und jedenfalls von der Regierung wurde daraufhin das alte Thema NPD-Verbot wieder aufs Tapet gebracht. Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt stark nach Harald Schmidt klingt, als er noch besser war; aber eine Regierung, die anders gesinnte politische Parteien verbietet, sobald diese genug Stimmen hat, um ihr ernsthaft gefährlich zu werden, gab es doch 1933 und 1956 schon mal; n.f.c.
Und im Übrigen heißt es korrekt “wehret der Anfänge”, ihr Pfeifen.
Mit Stolz aufs Grundgesetz, das gerade im Libanon verheizt wird,
— euer Literat
Hirnfick 2.0
apokalyptischer als sonst
