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Domi­no Day und Kil­ler­spie­le

Tach!
Puh, waren das wie­der schwie­ri­ge Tage für Deutsch­land; zuerst die­ser unsäg­li­che Domi­no-Day (ein­fach wei­ter­le­sen, lie­be Leser) und dann ein Amok­läu­fer, der in einer Schu­le um sich schießt. Ob das was mit­ein­an­der zu tun hat? Wer weiß?
Was ein Glück, dass wir in Deutsch­land leben; hier ist, oh Wun­der, nicht der Täter der Schul­di­ge, son­dern die so genann­ten „Kil­ler­spie­le“, allen vor­an, wie so oft, natür­lich „Coun­ter-Strike“, zu dem der Umsich­schie­ßer nach Pres­se­be­rich­ten eine gewis­se Affi­ni­tät besaß. Nun ja – wie heißt es doch so tref­fend? „99% aller Amok­schüt­zen haben vor ihrer Tat Brot geges­sen. Ver­bie­tet Brot!“
 
Klei­ner Denk­an­stoß am Ran­de: War­um hat eigent­lich noch nie­mand dar­über nach­ge­dacht, WoW zu ver­bie­ten? Wie vie­le Men­schen müs­sen noch durch WoW ster­ben, bevor man etwas unter­nimmt? Oder was ist, klei­ner Spaß an die­ser Stel­le, zum Bei­spiel mit dem brand­ge­fähr­li­chen „Super Mario Land“, das ja auch nicht viel mehr ist als sinn­lo­ses Geg­ner­murk­sen?
Und aber jeden­falls: wenn man schon Schuss­waf­fen nicht ver­bie­ten kann, dann wenig­stens Bal­ler­spie­le, eh? Das nenn ich kon­se­quent. War­um nicht gleich Feu­er­zeu­ge ver­bie­ten? Wür­de die Zahl der Rau­cher mit Sicher­heit um eini­ges sen­ken. Und man könn­te noch so viel mehr ver­bie­ten; auch sehr effek­tiv wäre es ver­mut­lich, Sido, Bushi­do und den Rest der Zap­pel­af­fen in einen gro­ßen Sack zu stecken und im See zu ver­sen­ken. Wie deut­lich muss ein Mensch noch zur Gewalt auf­for­dern, bevor man etwas unter­nimmt?
„Denk ich an Deutsch­land in der Nacht…“


Dann war da noch eine neue Dis­kus­si­on über die längst beschlos­se­nen GEZ-Gebüh­ren für Inter­net-fähi­ge PCs (in mei­nen Augen eine Frech­heit, aber mich fragt ja kei­ner) in den Medi­en; was’n Glück, dass man die GEZ-Hei­nis nicht rein­las­sen muss. Mir fällt zu dem gan­zen The­ma eigent­lich auch nur ein Leser­brief aus der Braun­schwei­ger Zei­tung ein: „Ich bean­tra­ge jetzt Kin­der­geld. Ich habe zwar noch kei­ne Kin­der, aber das Gerät ist vor­han­den.“


Anson­sten mach ich’s mal kurz: The­ma Domi­no-Day 2006, kürz­lich ver­se­hent­lich gese­hen im Unter­schich­ten­ka­nal RTL (wo sonst?); zusam­men­ge­fasst etwa fol­gen­der Hand­lung: eini­ge Exem­pla­re die­ser viel zitier­ten abge­häng­ten Pre­ka­ria­ner haben seit Sep­tem­ber (Arbeits­lo­se haben offen­sicht­lich zu viel Zeit) für einen wohl eher sym­bo­li­schen Lohn ca. 4 Mil­lio­nen Domi­no­stei­ne ver­schie­den­ster Far­be allein zu dem Zweck auf­ge­baut, dass ein paar wei­te­re Per­so­nen aus aller Her­ren Län­der, denen man die gei­sti­ge und finan­zi­el­le Armut lei­der durch­aus anse­hen kann, sie unter dem nicht gera­de ermu­ti­gen­den „Blick“ von Frau­ke Ludo­wig, der „Queen of Kle­ber gefrüh­stückt“, wie­der umschmei­ßen kön­nen, wäh­rend ein sicht­lich erreg­ter Repor­ter, des­sen Namen ich erfolg­reich ver­drän­gen konn­te, in die Kame­ra hechelt und irgend­was von „ganz Deutsch­land zit­tert“ faselt; und da hat er nicht mal Unrecht, saß ich doch gebannt vor dem Fern­se­her und habe dar­auf gewar­tet, dass end­lich die ver­damm­te Nach­fol­ge­sen­dung anfan­gen möge…
– und wo ich schon dabei bin, lie­bes RTL: Näch­stes Jahr bit­te ein Reis­sack-Day!
 
Gruß an Way­ne!
– euer Klein­tier­gour­met (hi Stef­fi!)


P.S.: Da ist mir doch neu­lich noch eine wei­te­re Mel­dung übern Tisch gerollt; die Frau Zypries hat einen Etat von 15 Mil­lio­nen Euro, den sie ursprüng­lich zur Bekämp­fung von Links­extre­mis­mus (jawoll­ja!) und Isla­mis­mus in Deutsch­land ver­wen­den woll­te, jetzt doch für Pro­jek­te gegen Rechts reser­viert, von wegen die NPD und so wei­ter…
– „also ich sach mal“ (G. Schrö­der), die NPD war für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land noch nie auch nur ansatz­wei­se so gefähr­lich wie die isla­mi­sti­schen Auf­stän­di­schen (von wegen Reli­gi­ons­frei­heit) und der lin­ke Pöbel (von wegen Tole­ranz); soll­te jemand brauch­ba­re Gegen­ar­gu­men­te haben, immer her damit, ich freue mich über jede Kon­tro­ver­se. Prost!