
(Ich denke ernsthaft darüber nach, sämtliche Websites, die – selbst die „taz“ ist darunter – solcherlei für ganz selbstverständlich halten, auf eine öffentlich abonnierbare Blockierliste zu setzen. Anders lernen sie es nicht.)

(Ich denke ernsthaft darüber nach, sämtliche Websites, die – selbst die „taz“ ist darunter – solcherlei für ganz selbstverständlich halten, auf eine öffentlich abonnierbare Blockierliste zu setzen. Anders lernen sie es nicht.)
„ZEIT.de“ lässt Florian „tempora mutantur, et mutamur in“ Illies – der Urheber dieses Scherzes möge mir die Witzleihe nachsehen – lässig dampfplaudern (Archivversion):
Die Ähnlichkeit ist frappant: Nicht nur haben Sahra Wagenknecht und Nofretete ein herrschaftliches Profil, sie verfügen auch über einen verwandten Machtwillen. (…) Die antiken ägyptischen Bildhauer haben so gut wie nie in den Gesichtern ihrer Königinnendarstellungen irgendeine Gemütsbewegung zum Ausdruck gebracht, weshalb sich Wagenknecht eben auch phänotypisch von ihrem einstigen Vorbild Rosa Luxemburg irgendwann ganz in Richtung des ägyptischen vorchristlichen 14. Jahrhunderts umorientiere. (…) Und die ostdeutsche CDU wäre gut beraten, sich kurz vor Beginn der Koalitionsverhandlungen auch mit der Nofretete selbst zu beschäftigen. Ihr übersetzter Name – nämlich „Die Schöne ist gekommen“ – ist eine zwar etwas verkürzte und oberflächliche, aber im Kern doch zutreffende Beschreibung der Wählerwanderung am gestrigen Wahlsonntag.
Hat eigentlich schon mal jemand festgestellt, wie ähnlich Olaf Scholz Elmer J. Fudd sieht?
Es ist Montag. „Nicht jeder wendet sich mit einer Beschwerde an das Luftfahrtbundesamt“ (FAZ.net, 30. August d.J.) und wahrlich, auch ich habe mich noch nicht mit einer Beschwerde an das Luftfahrtbundesamt gewandt. (Wieder was für die bucket list, also die Eimerliste; was ja auch wieder irgendwie passt.)
Apropos deutsche Sorgen: Das Zollamt Hamburg habe „in den letzten Wochen (…) 6.780 Sonnenbrillen“ davon abgehalten, mit ihrem fehlenden CE-Kennzeichen Angst und Schrecken zu verbreiten, freut sich das Zollamt Hamburg. Dem Terror keine Chance!
„Lange nichts mehr über Musik geschrieben“, witzelte dieser Tage ein geschätzter Auch-was-ins-Internet-Schreiber und meinte damit mich. Möge dieser Satz wenigstens etwas sein, was der Nachwelt von mir in Erinnerung bleibt. Dazu vielleicht: Vor etwa viereinhalb Jahren veröffentlichte die schottische Oi!-Gruppe – die Musikkategorie „Oi!“ muss man sich ungefähr so vorstellen: es läuft beinahe normal schlecht gemischter Punkrock, aber ab und zu brüllt jemand „Oi!“ dazwischen. Das ist exakt so behämmert wie es sich anhört, aber manchmal klingt es genau so aggressiv wie es der Schreiber dieser Zeilen mitunter mag, so auch hier – Oi Polloi die EP „Blame It on the System“, dessen anderthalbminütiges Titelstück nicht nur ohne „Oi!“ auskommt, sondern mir gestern als gar nicht mal so unpassend erschien. Ich weiß auch nicht, warum.
Und da es kaum einen besseren Wochentag als den Montag gibt, um sich mal so richtig abzuregen, bleiben wir irgendwie beim Thema und eben auch bei: Musik.
Guten Morgen.
Glaubt man den Nachrichten (es haben immer alle, abgesehen vom Wähler, die jeweilige Wahl gewonnen, es ist die immergleiche Choreographie mit immergleichem Schlussakkord), so ist dem Ansatz der selbsternannten demokratischen Parteien (fremdernannte demokratische Parteien heißen offenbar nicht immer so), der Unzufriedenheit ostdeutscher Wähler mit dem Stillstand der letzten drei Jahrzehnte nicht etwa mit einem besseren Politikangebot, sondern mit dem Tieferschaufeln des Grabens zwischen Diesen und Jenen zu begegnen, exakt derjenige Erfolg beschieden worden, den nahezu jeder Beobachter, dessen weiterer Lebenslauf nicht maßgeblich von guter oder wenigstens gut gemeinter Werbung für irgendeine ausgediente Politikidee abhängt, bereits geahnt hatte.
Man könnte jetzt etwas daraus lernen und wenigstens so tun, als hätte man Interesse am Wohlergehen derer, die man gemeinhin als weitgehend rückständiges Indigenenvolk betrachtet und sich dann wundert, dass sie deshalb tun, was sie tun, per maximaldemokratischem Votum unmissverständlich mitgeteilt haben, dass sie die Grabenschaufelei als für ihre Lebensqualität nicht förderlich halten. Oder, was ich für wahrscheinlicher halte, man füllt den Graben noch mit Wasser. Und Haien. Und zwar bewaffneten Haien. Aus Metall. Vielleicht geht das Böse ja weg, wenn man eine Mauer zwischen sich und ihm baut. Das hat schon mal funktioniert.
Viele Landesregierungen hatten ein Ablösen der Staatsleistungen wiederholt abgelehnt, unter anderem, weil den Kirchen Summen in Milliardenhöhe zustünden.
Vollständige Liste dessen, was den Kirchen zusteht:
-
(Hahaha diese Gottesstaaten im Orient hahaha.)
Ein paar Anhänger von Borussia Dortmund haben es, lese ich, Borussia Dortmund neulich voll gezeigt, indem sie Trikots und Flaggen und Schals gekauft und Eintritt bezahlt haben, um Schrift in eine Kamera zu halten. Ich gehe davon aus, davon wird sich Borussia Dortmund nie wieder erholen. Sonst wäre das ja total bescheuert gewesen.
Hihihi: Streit bei Comeback-Tour-Planung: Oasis geben erneute Trennung bekannt. (Apropos: Ich habe in letzter Zeit mehr Kate Bush als sonst gehört. Ist das dieses Reiferwerden oder dieses Älterwerden?)
Apropos Musik und/oder Kate: Unlängst fand ich in meinem immer noch zu prall gefüllten Stapel (ist das eigentlich noch ein „Stapel“, wenn es Dateien sind?) von noch zu evaluierender Beschallung auch Musik der mir bis dahin unbekannten Kate Carr, und während ich neidlos anerkenne, dass mit meinen sonstigen Musikempfehlungen unzureichend vertraute Leser jetzt wahrscheinlich kurz reinhören und sofort die Flucht ergreifen, kann ich ein entspanntes Lächeln kaum verbergen. Musik, die den mind resettet, wie es anders erzogene Menschen, als ich es bin, heutzutage wohl auszudrücken pflegen. Gerade in einer hektischen Zeit wie dieser (d.h. 2024 bzw. d.h. 21. Jahrhundert, allgemein) kann es solche Inseln der mentalen Ruhe kaum genug geben. Wer braucht Rhythmus, wenn er Klänge haben kann?
Microsoft hat neulich aus Versehen E‑Mails mit Bildern drin als schadhaft erkannt. Fefe, sonst dieser Tage zu Recht mitunter missmutig gestimmt, witzelte, wer Outlook einsetze, wolle eh keine Mail empfangen, aber tatsächlich halte ich das für ein vernünftiges Vorgehen: Eine E‑Mail, die nicht nur aus Text besteht, ist mit recht großer Wahrscheinlichkeit irgendein Reklameunsinn. Es geht wenig von Wert verloren, wenn man die Erkennung von E‑Mails mit Bildern drin als Schadsoftware einfach als Standardeinstellung so beibehält.
Es ist Montag. EDV-Nachrichten für die Freunde griechischer Mythologie: Das OpenBSD-Team hat die letzte Originaldatei seit der Gründung des OpenBSD-Projekts ausgetauscht, Theo de Raadt nennt diese Änderung zutreffend „das OpenBSD des Theseus“. Ich finde solche Referenzen – insbesondere, da die Änderung ebenfalls Schiffe betrifft – großartig.
Langweiliger Mensch, wer sein Leben unter Kontrolle hat.
Katharina Schipkowski („taz“) zeigt sich verwundert, dass die Polizei ihre Aufgabe nicht darin sieht, Vorschläge zum nicht bewaffneten Kampf gegen Häuser (Allergikerwarnung: Primärquelle) zu machen. Noch unklar ist allerdings auch, worin Katharina Schipkowski die Aufgabe der „taz“ sieht. – In der Wikipedia, die irgendjemand noch für sprachlich oder wenigstens inhaltlich quellentauglich halten könnte, las ich dieser Tage wiederum die Formulierung, irgendetwas sei eine Ansicht des „offiziellen Russlands“ („das offizielle Russland nahm fortan den Standpunkt ein“ usw. usf.). Frage: Wie viele inoffizielle Russländer gibt es?
(Erkenntnis des Wochenendes: Manchmal ist man mit einem bestimmten Menschen einsamer als ohne ihn.)
Das bisher traurigste Musikvideo des Jahres ist dieses Video eines Liveauftritts von Eminem. So viel Publikum und kein einziger Zuschauer! – Apropos Musikvideos.
Guten Morgen.
(Was man halt so auf Sonnencremeflaschen liest. Mit dem ersten Sonnenbrand des Jahres gesendet.)
(Kann fortgesetzt werden.)
(Der erste Pfosten, der mir jetzt was von „das Lied hat eine ganz andere Bedeutung“ erzählen will, kommt direkt auch auf die Liste. Kein Strafgerichtshof für niemanden.)
Es ist Montag. Die Frage der Woche: Ist es sinnvoller, zu Jesus als zu einem Regengott zu beten? Ich gebe diese Frage mal an meine Leser weiter, sie ist jetzt euer Problem. Ätsch.
Gewohnt unpopuläre Meinung: Ich möchte, dass die Affenpockenpest (Archivversion) sich endlich in Deutschland ausbreitet. Damit die Leute im Supermarkt endlich wieder aufhören, mir in den Nacken zu atmen. Und dieses schweißige Händeschütteln endlich wieder aufhört. Karl Lauterbach, wo sind Sie? Geht es Ihnen gut?
Interessanter Gedanke aus dem Internet: Wenn ich nur ein bisschen mehr arbeiten würde, könnte ich mir endlich mehr Produkte leisten. – Apropos, schon jetzt das Luxusproblem des Jahres: Mercedes baut zu große Autos, deswegen kommen Müllwagen (also die, deren Insassen die Mülltonnen leeren, nicht die mit dem Y‑Kennzeichen) nicht mehr durch die Straßen. Lösung: Müllwagen kleiner machen. Also zumindest ist das eine mögliche Lösung.
Auf Queer.de schreibt ein Herr namens Jeff Mannes (guter Nachname für so eine Website auch) zu viele Absätze mit der Feststellung voll, dass es total in Ordnung sei, Kinder mit Herren bekanntzumachen, die in ihrer Freizeit gern wie ein Hund aussehen möchten. Das habe ja nichts mit Sexualität zu tun, was genau so lange stimmt, bis man sich das Symbolbild über dem Artikel ansieht. Den Grundgedanken verstehe ich durchaus, auch ich habe mich als Kind bereits karnevalsbezogen als Katze Kater verkleidet. Sämtliche mir bekannten Beweise hierfür befinden sich an einem sicheren Ort. Anders als beide Herren auf dem Artikelbild behielt ich jedoch zu jener Zeit obenrum was an und trug keine rosa Flügel dazu. Und meine Unterhose guckte auch nicht raus. Ich halte das für ein nicht ganz unwichtiges Detail, bin allerdings auch nicht allzu versiert in queeren Themen. Vielleicht ist das ja heutzutage die am wenigsten sexuell gemeinte Darstellung eines Haustiers. Ich habe das lange nicht mehr versucht. – Andererseits: Penis, hihihi.
Mit dieser so gewonnenen guten Laune leiten wir also die Woche ein; und zwar mit: Musik.
Guten Morgen.
Auf die Frage, warum er festgenommen werde, hätten die Polizisten nur geantwortet: „Das wissen Sie doch selbst.“ Auf der Polizeiwache habe der 51-Jährige große Schwierigkeiten gehabt, den Beamten zu beweisen, dass er nicht der gesuchte RAF-Terrorist Burkhard Garweg sei.
Sollte ich dieser Tage verstummen, hielt man mich wahrscheinlich stattdessen für Ernst-Volker Staub. Dass ich der auch nicht bin, habe ich ja bisher nicht geschrieben.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“. Nein, er wird sagen: „Ich bin die SPD, soziale Politik für dich.“
Mittlerweile vertrete ich ja die Ansicht, dass das gepflegte Vermöbeln von SPD-Wählern und ‑Funktionären zwar immer noch unfein, aber die letzte mögliche Option der Gefahrenabwehr ist.
(Weil es ja endlich mal wieder en vogue ist, in der Omegabloggeria einander zu non- oder eben dochmentionen: raff’ ich nicht: Menschen, die sich über piepsende Kaffeemaschinen beklagen. Mein Handfilter piepst nicht und meine Handmühle auch nicht. Wer piepsende Kaffeemaschinen hat, der mag wahrscheinlich gar keinen Kaffee. Banausen.)