Abwrackprämie (Archivversion) schön und gut, aber warum nicht mal für Verkehrsminister?
(Erstaunlich unklar übrigens: Wie viele Monde hat die Erde eigentlich?)
Abwrackprämie (Archivversion) schön und gut, aber warum nicht mal für Verkehrsminister?
(Erstaunlich unklar übrigens: Wie viele Monde hat die Erde eigentlich?)
Es ist Montag. Eine – anders als die Wahlergebnisse und die Nachbetrachtungen derselben vom gestrigen Wahltag – außerordentlich überraschende Meldung liegt auf „heise online“ vor: Unfertige Programme sind noch nicht fertig. Na, Sachen gibt’s. Die „taz“ setzt hinsichtlich der Wahl in Brandenburg die Prioritäten ungefähr wie erwartet: „Laut Farbenlehre heißt die Mischung aus SPD-Rot und BSW-Lila Magenta.“ Quasi die Telekomkoalition.
Meinung (gut): Eigentlich trägt Volkswagen seinen Namen inzwischen zu Unrecht. Die Nichtverfügbarkeit erschwinglicher Autos scheint aber einen erschreckenden Nebeneffekt zu haben: Die Leute treiben mehr Sport. Unmenschlich, sage ich. (Es gibt übrigens wen, der Reinsch heißt. Wer das lustig findet, der ist mindestens ebenso zu alt wie ich.)
Das werbefreie YouTube-Zugriffswerkzeug Invidious sei momentan nicht funktionstüchtig und Google sei schuld, teilt zu meinem Bedauern einer der Entwickler mit. So lange jedoch PeerTube es als, so weit ich das beurteilen kann, einzige halbwegs brauchbare dezentrale Alternative an Vielfalt mangeln lässt, weil Rechteinhaber sich ihre Rechte nur allzu gern versilbern lassen möchten, bleibt mir für jedenfalls noch eine Weile wenig anderes übrig als mich damit zufriedenzugeben, was mir an Zugriffsmöglichkeiten jenseits des Plattenschrankes gegeben ist auf: Musik.
Alien, alien. Alien.
Guten Morgen.
Unterdessen in Spanien (trotzdem englischsprachig):
Die Formulare erstrecken sich über drei Seiten und umfassen mehrere Abschnitte. Beide Parteien werden aufgefordert, sich mit Vor- und Nachnamen auszuweisen und zu bestätigen, dass „der Antragsteller und die zustimmende Partei sich sexuell zueinander hingezogen fühlen“.
Da krieg‘ ich ja schon vom Lesen eine Erektion. Allein die Teilnahme an Orgien stelle ich mir unter diesen Bedingungen ein bisschen unpraktisch vor. Bis da alle die gegenseitigen Formulare ausgefüllt haben, ist der Swingerclub bestimmt geschlossen.
(via Schwerdtfegr)
Es gab da noch (offenbar unverdiente) Rechtsstaats-Vermutungen für Deutschland. (…) [W]er Tor benutzt, riskiert das immer grundsätzlich, dass irgendwelche Unrechtsregime, Geheimdienste oder das Amtsgericht Frankfurt freidrehen und ihn deanonymisieren.
Seid Terroristen! Es ist und bleibt Selbstverteidigung.
Lange nichts mehr … na, ihr wisst schon. 2024 hat die mir bis dato unbekannte kalifornische Musikgruppe Cime, was eine Abkürzung für „Cime Interdisciplinary Music Ensemble“ ist, was ich komisch finde, ein Album voller „Freak Folk“ rausgebracht. Was ich davon halten soll, weiß ich nicht, weil es tatsächlich sogar mich überfordert. Deswegen schreibe ich es hier rein. Momentan tendiere ich dazu, es für interessant zu halten. (Und damit der übliche Vorwurf der Kommerzialisierung nicht wieder in den Kommentaren erscheint, gibt’s keinen Amazonlink dazu. Ätschibätsch.)
Zweifellos großartiges Jazz(?)album hingegen, jedoch bereits 2023 erschienen: „Zwierzakom“ von Ciśnienie. Ich gehe davon aus, ich würde mir irgendetwas brechen, würde ich versuchen, das auszusprechen. Darum versuche ich es gar nicht erst.
Friedrich Merz sei zu linksradikal (Archivversion), um CDU-Kanzler zu werden, lässt ein hier nur zu Anschauungszwecken verlinkter Depp auf Twitter wissen. Ich las schon weniger Obskures.
Apropos. Ich möchte ja keine Vorurteile schüren und halte auch nur wenig von dem albernen Gewese um Kleidung, Tanzverhalten und sonstige Nichteigenschaften von Politikern, aber die auf keinen Fall am wenigsten komische Begebenheit in demjenigen Kommunalparlament, in dem eure Steuern zu versaufen sinnvoll einzusetzen ich das Vergnügen habe, ist, dass es sich mehrere dort Sitzende offensichtlich zur Aufgabe gemacht haben, bei jedem Redebeitrag einzelner Vertreterinnen der eigenen Reihen, wohl zwecks Veröffentlichung, reihenweise Fotos von selbigen zu schießen, als wäre es keine politische Veranstaltung, sondern ein Konzert gewesen und nicht um den Inhalt, sondern darum gegangen, dass man beweist, dass man auch da war. Die Parteien bitte ich den geneigten Leser selbst sich auszudenken. Ich bin ja kein peinlicher Knallkopf, der dauernd nachtreten muss.
(Man fragte mich heute ebendort, ob mein Blog noch existiere, in dem ich immer so über eine bestimmte Partei herziehe, und meinte damit dieses hier. Ja, sagte ich, auch weil die Debatte darüber, was ein Blog ist und was nicht, mir nicht gelegen kam. Als im Politikbetrieb Tätiger könnte es einer mir fremden Taktik zugute kommen, Dinge, die das eigene Team tut, automatisch für supidupi zu halten, aber Rückgrat, vulgo „Haltung“, hat man im Bestfall ja auch nach einer Wahl. Kennen viele ja gar nicht mehr.)
Ich stelle mir übrigens gerade – mit guter Musik auf den Ohren – eine Welt ohne Elisa von Hof vor. Wer noch?
Es ist Montag. Dieser Tage hat die Exekutive, wohl ohne tatsächlich seinerseits begangene Straftat, einen Linuxentwickler live vor der Kamera zwecks Befragung abgeführt. Endlich zieht mal jemand diese Terroristen aus dem Verkehr, die GNOME, systemd und GIMP verbrochen haben! (Liebe Güte, die Polizei ist doch kein Spielzeug. Außer, ihr seid Nancy Faeser. Und ihr seid nicht Nancy Faeser. Bestimmt ist nicht mal Nancy Faeser Nancy Faeser.)
Apropos: In Deutschland gibt es jetzt wieder Grenzkontrollen. Eigentlich wollte ich kommenden Sonnabend mal wieder nach Hamburg, aber das wird jetzt wohl nichts. Mein Reisepass ist abgelaufen und für die Absolvierung des anscheinend des besten Rechtsstaates von allen würdigen Biometrieblödsinns mitsamt Terrorabwehrmechanismen zur Beantragung einer Verlängerung desselben fehlt mir deutlich die Scheißegalattitüde. (Datenschutz ist Menschenschutz.) Oder gilt das nur, wenn man das komplette Land verlassen will? Wenn ja: warum?
Apropos „das Land verlassen“.
Guten Morgen.
Lukas Wallraff klagt in der taz, dass die Welt sich zu schnell – und das auch noch vorwärts – drehe, als dass Tageszeitungen auf Papier noch einen hinreichend relevanten Wert hätten. Ich halte dagegen: Muss man denn in einer hektischen Welt der Hektik folgen?
Andererseits: Die Wochenendzeitung, die ich (bei der Konkurrenz) selbst als einzige papierne Zeitung abonniert habe, bleibt unberührt, weil der Wochenüberblick ja doch völlig ausreicht und eben auch hinreichend langlebig bleibt. Von diesem ständigen Gewusel, in dem man ständig über Nonsens informiert bleibt und sich so täglich mehrmals enorm über Irrelevantes aufregen kann und wird, bekommt man zwar Informationen, aber auch einen Herzkasper. Ich könnte mir schönere Arten des Todes vorstellen als ausgerechnet vor Gram über eine Pushmitteilung über ein als besonders schön empfundenes Kleid irgendeiner Schauspielerin, die zu kennen ich nicht vorhabe, einen Herzkasper zu bekommen und tot umzufallen.
Lieber langsamer leben.
Niemand wird je den Mars besiedeln. Das ist ein bisschen schade, denn es gibt eine hinreichend große Anzahl an Menschen, die ich gern dorthin aussiedeln lassen würde, ob sie wollen oder nicht; zum Beispiel diejenigen Menschen, die „Webshops“ programmieren und dort eine Standardeinstellung setzen wie diese:
Oder diese:
Oder gar nicht erst eine Einstellung dafür vorsehen:
Verehrte so Angesprochene: Man kann scrollen.
Könnte man an dieser Marssache nicht doch vielleicht irgendwas machen?
Ich habe nicht vor, mich in die allzu lange Riege der zeitgenössischen Technikblogger einzureihen, die detaillierte Beschreibungen darüber, wie sehr sie von der diesjährigen Abfüllung des gleichen Weins in neuen Schläuchen begeistert sind, für „Journalismus“ halten, daher beschränke ich mich aus Gründen auf einen einzigen Abschnitt: Wenn es bereits als „Meilenstein der Uhrmacherei“ (milestone of watchmaking) gilt, dass ein dem Aussehen klassischer Armbanduhren nachempfundener Computer am Armband einen etwas schnelleren Chipsatz erhält und nur noch zweimal am Tag („bis zu“ 18 Stunden sind ja ein dehnbarer Zeitraum) neu aufgeladen werden muss, dann brauche ich dringend neue Visitenkarten, denn ich bin zweifellos Schöpfer eines neuen Meilensteins der Energiegewinnung – jedenfalls fühle ich mich nach der ersten Tasse Kaffee des Tages so.
Es ist Montag. Die SPD Der Papst möchte mehr Karrierechancen für Frauen (außer in seinem eigenen Laden). Ich möchte ja mehr Karrierechancen für Päpste. Kann man die nicht umschulen? Die Unternehmen brauchen Arbeitskräfte.
Apropos Arbeit: Das Internet Archive darf momentan auf Anweisung von ganz oben keine Kopien von „Fahrenheit 451“ und „1984“ mehr anbieten. Genau mein Humor. – Warum man grundsätzlich davon ausgeht, auf dem Computer von Menschen, die irgendeine Straftat begehen, sei etwas von Interesse zu finden, erschließt sich mir übrigens nicht so recht, bzw.: hat schon jemand gefordert, den Computer von Putin/Höcke/Phil Collins zu konfiszieren und dort nach Killerspielen zu suchen, um damit alles zu erklären?
Unerklärlich auch: Die Bahn soll bis 2027 „pünktlich und profitabel“ werden, lese ich vergnügt. Ich vermute, das wird dergestalt erreicht werden, dass „pünktlich“ künftig eine Toleranz von einer Stunde umfasst. Ob ein Unternehmen der öffentlichen Infrastruktur überhaupt unbedingt profitabel sein muss, ziehe ich zwar in Zweifel, aber bestimmt hat das irgendeinen interessanten Grund, von dem ich nur Magengrummeln bekäme.
Ufomammut haben übrigens ein nicht sehr fröhliches neues Album draußen. Reinzuhören lege ich nicht nur nahe, sondern gehe auch mit gutem Beispiel voran.
Guten Morgen.
Parteien zum Ersten: Ausgerechnet im CDU-Fanblog Ruhrbarone las ich die immerhin interessante Frage, warum man die Linke die „SED-Nachfolgepartei“ nenne, doch die CDU nicht die Nachfolgepartei der SED-Blockpartei. Ich erwäge (und empfehle) das konsequent anzuwenden.
Parteien zum Zweiten: Weil es ja trotz allen Aufstampfens und Mitdenfäustenaufdembodenrumtrommelns die Wähler und nicht die Parteien sind, die mehrheitlich entscheiden, welche Themen das Volk bewegen, verkündet die Tagesschau (Archivversion) die momentanen Zahlen der diesbezüglichen Mehrheitsmeinung. Es beunruhigt jedenfalls mich, ich bin ja kein Asylbeantragthabender, nicht die Zahl derer, die finden, man sollte was gegen die Asylanten tun, sondern vielmehr, dass ungefähr „72 Prozent“ der Befragten finden, man sollte mir ins Smartphone gucken dürfen.
Fast ebenso viele (72 Prozent) sprechen sich dafür aus, die Sicherheitsbehörden in Deutschland mit weiteren Befugnissen auszustatten, etwa der Erlaubnis, auf elektronische Kommunikation wie Chats zugreifen zu können.
Ich habe jetzt seit fünfzehn Jahren versucht, politisch was dazu beizutragen, dass die Ansichten des einfachen Volkes auch mal Gehör finden. Aber jetzt reicht’s. Ich wähle nächstes Mal den erstbesten Diktator. Das Volk ist mir mehrheitlich zu gemeingefährlich.
Der Vorstandschef der Deutschen Bank findet, wir müssen alle mehr arbeiten. Wahrscheinlich, weil wir uns sonst die nächste Bankenrettung nicht leisten können. (Warum genau hat die Französische Revolution den Deutschen so vieles hinterlassen, aber nicht die Freude am robusten Umgang mit denen, die Ausbeutung als wesentlichen Lebensinhalt pflegen?)
Was passiert, wenn die Deutschen in Großbritannien eine Eisenbahn kaufen? Lange nichts, aber dann wird die Pünktlichkeit knapp.
Das Unternehmen Samsung hat die Idee, dass Kühlschränken vor allem eines fehlt, nämlich „KI“-generierte Hintergrundbilder, öffentlich kundgetan.
Hintergrundbilder.
Von einem Computer erzeugt.
Für Kühlschränke.
Gibt es in den zeitgenössischen Konzernen denn tatsächlich exakt keine einzige Person mehr, die über neue Geschäftsideen drüberguckt und „wollt ihr mich eigentlich verarschen?“ sagt?
Angriff auf Hochschule und Krankenhaus
Text, den viele dann schon gar nicht mehr lesen:
Zwei ballistische Raketen seien auf dem Gelände einer Hochschule und eines benachbarten Krankenhauses eingeschlagen. Zerstört wurde insbesondere ein Gebäude des Militärinstituts für Telekommunikation und Informatisierung in Poltawa – viele der Opfer sollen Soldaten sein.
Vorschlag für bessere Überschrift:
Im Krieg sterben Soldaten.
(Gut so.)

(Ich denke ernsthaft darüber nach, sämtliche Websites, die – selbst die „taz“ ist darunter – solcherlei für ganz selbstverständlich halten, auf eine öffentlich abonnierbare Blockierliste zu setzen. Anders lernen sie es nicht.)
„ZEIT.de“ lässt Florian „tempora mutantur, et mutamur in“ Illies – der Urheber dieses Scherzes möge mir die Witzleihe nachsehen – lässig dampfplaudern (Archivversion):
Die Ähnlichkeit ist frappant: Nicht nur haben Sahra Wagenknecht und Nofretete ein herrschaftliches Profil, sie verfügen auch über einen verwandten Machtwillen. (…) Die antiken ägyptischen Bildhauer haben so gut wie nie in den Gesichtern ihrer Königinnendarstellungen irgendeine Gemütsbewegung zum Ausdruck gebracht, weshalb sich Wagenknecht eben auch phänotypisch von ihrem einstigen Vorbild Rosa Luxemburg irgendwann ganz in Richtung des ägyptischen vorchristlichen 14. Jahrhunderts umorientiere. (…) Und die ostdeutsche CDU wäre gut beraten, sich kurz vor Beginn der Koalitionsverhandlungen auch mit der Nofretete selbst zu beschäftigen. Ihr übersetzter Name – nämlich „Die Schöne ist gekommen“ – ist eine zwar etwas verkürzte und oberflächliche, aber im Kern doch zutreffende Beschreibung der Wählerwanderung am gestrigen Wahlsonntag.
Hat eigentlich schon mal jemand festgestellt, wie ähnlich Olaf Scholz Elmer J. Fudd sieht?