PolitikNetzfundstücke
Peti­ti­ons­mü­dig­keit

Eine Erzäh­lung des Erwach­sen­wer­dens geht ja auch so: Ist man noch jung, dann freut man sich über jede ver­meint­li­che Mit­be­stim­mung in Form von Peti­tio­nen (frü­her hieß das drü­ben noch „Ein­ga­be“), ähn­lich wie sich Anhän­ger der abra­ha­mi­ti­schen Reli­gio­nen dar­über freu­en, dass ihnen ihre jewei­li­ge Dar­rei­chungs­form des­sel­ben Got­tes den Weg des Gebe­tes offen­hält, wor­auf­hin sie dies zuhauf tun und trotz­dem nichts pas­siert. Ist man – wie ich – jedoch ein biss­chen älter, dann schöpft man aus Bekannt­ga­ben wie der­je­ni­gen von aus­ge­rech­net dem man­cher­orts ver­ges­se­nen Akti­vi­sten­ver­ein Attac, dass man jetzt die Mög­lich­keit habe, mit­hil­fe einer sol­chen Ein­ga­be den Bun­des­tag, sei­ner­seits flan­kiert von „Rei­chen“ (ich ver­tre­te übri­gens mitt­ler­wei­le die Ansicht, dass anfüh­rungs­zei­chen­frei reich ist, wer abends essen und nachts sich in ein Bett legen kann, ohne dafür grö­ße­re Schwie­rig­kei­ten mit dem Gesetz zu bekom­men, bin damit jedoch kaum anschluss­fä­hig, wie mir scheint), sanft dar­um zu bit­ten, dass er die­je­ni­gen anhö­ren möge, die wol­len, dass „Rei­che“ künf­tig mehr Geld bezah­len, ohne frei­lich recht­zei­tig erläu­tern zu wol­len, wor­in die ver­meint­li­che Kau­sa­li­tät, dass das Besteu­ern von Rei­chen irgend­je­man­des Leben ver­bes­sern soll­te (Steu­ern sind nun mal kei­ne zweck­ge­bun­de­nen Spen­den), bestehen sol­le, nicht etwa Zuver­sicht an die hei­len­de Kraft der schar­fen Schwer­ter der Demo­kra­tie, son­dern viel­mehr eine Müdig­keit, die kein Kaf­fee der Welt zu lin­dern imstan­de ist.

PersönlichesMusikIn den NachrichtenMontagsmusik
Big Robot & Con­rad Schnitz­ler – Kal­ter Hund // Spo­ti­fy tötet.

Ein Apfel am Tag... (guckt mal: kein Arzt in Sicht!)

Es ist Mon­tag. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de war ich erst­mals – in mei­nem Freun­des- und auch wei­ter gefass­ten Bekann­ten­kreis kommt die bür­ger­li­che Insti­tu­ti­on Ehe nicht oft vor – auf einem Pol­ter­abend ein­ge­la­den, des­sen maß­geb­li­che Attrak­ti­on es war, dass reich­lich Geschirr zer­schmis­sen (und zum Teil vor­her, wie man hör­te, eigens dafür gekauft) wur­de, auf dass die zu Ver­mäh­len­den sel­bi­ges spä­ter gemein­sam zusam­men­keh­ren mögen. Ich sol­le nicht so nega­tiv den­ken, sprach eine Anwe­sen­de, der ich mein Unver­ständ­nis schil­der­te. Das sei halt roman­tisch. Genau so stel­le ich mir Roman­tik vor: Jede Men­ge Scher­ben. (Zieht sich ja auch durch mein Leben, die Scher­ben als Ergeb­nis der Roman­tik. Erin­ne­run­gen, vie­le. Melan­cho­lie, die.)

Wei­te­res Neu­es aus der Welt des gedan­ken­lo­sen Kon­sums: Der offen­sicht­lich skru­pel­lo­se Ober­drui­de des ver­zicht­ba­ren Künst­le­rent­eig­nungs­un­ter­neh­mens Spo­ti­fy hat ange­kün­digt, 600 Mil­lio­nen Euro in ein deut­sches Mili­tär­start­up zu inve­stie­ren. Ich fin­de es fol­ge­rich­tig, dass die­je­ni­gen, die bis­her nur klei­ne Künst­ler sprich­wört­lich blu­ten lie­ßen, mit ihren Abon­ne­ment­ge­büh­ren, die sie qua­si als Schutz­geld für etwas zah­len, das zynisch „ihre Musik“ genannt wird, künf­tig auch rich­ti­ges Blut ver­gie­ßen las­sen, tei­le aber den­noch aus weit mehr als nur die­sem einen Grund die Ansicht, ein Weg­gang von Spo­ti­fy sei nicht die aller­blö­de­ste Ent­schei­dung, die man, wenn man dort Kun­de ist, momen­tan tref­fen kann. Jedoch hal­te ich inzwi­schen außer­or­dent­lich wenig von unge­frag­ten Soft­ware­emp­feh­lun­gen (mei­ne eige­ne aus­ge­nom­men), spre­che hier des­we­gen auch kei­ne aus und schrei­be statt­des­sen: Ich wage die vor­sich­ti­ge Annah­me, dass die Her­stel­ler der Schall­plat­ten und Audioab­spiel­ge­rä­te, die ich kau­fe und/oder besit­ze, eher nicht so viel von mei­nem Geld in das Meu­cheln ande­rer Men­schen zu inve­stie­ren wil­lens sind.

(Gute Nach­richt aus der EDV, qua­si als Gegen­ge­wicht: Es gibt jetzt Wer­be­blocker für drau­ßen.)

„FAZ“: „[D]ie Sowjet­uni­on ging auch an ihren Mili­tär­aus­ga­ben zugrun­de. Die Hoff­nung ist, dass das auch künf­tig eher Putins Russ­land pas­siert als der Euro­päi­schen Uni­on.“ Klingt für mich nach rus­si­schem Rou­lette. Nennt man das eigent­lich noch so, „rus­si­sches Rou­lette“?

Fol­ge­rich­tig: Erst mal etwas ent­span­nen­de Schla­ger­mu­sik zum Wochen­be­ginn.

Big Robot & Con­rad Schnitz­ler – Hor­ror Odys­see – Kal­ter Hund

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Inter­net­fähi­ge End­ge­räte

(Sie haben auf der Suche nach bösen Din­gen „ins­be­son­de­re ein inter­net­fä­hi­ges End­ge­rät“ gefun­den, froh­locken Poli­zei­be­am­te, und ich habe etwas län­ger als unbe­dingt gebo­ten dem gei­sti­gen Auge die Vor­stel­lung vor­ge­führt, dass sie da diver­se Autos mit viel zu gro­ßem, viel zu lästi­gem Tablet, Spül­ma­schi­nen mit Inter­net­an­schluss und fern­steu­er­ba­re Vibra­to­ren raus­tra­gen; aber natür­lich machen sie das nicht, weil zum ver­brief­ten Grund­recht des moder­nen Men­schen nicht die Kom­mu­ni­ka­ti­on gehört, son­dern das Her­um­fah­ren in zu gro­ßen Fahr­zeu­gen.)

MusikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 25. Juni 2025

Man muss Prio­ri­tö­ten (das Wort habe ich mir sel­ber aus­ge­dacht) set­zen:

Geht man davon aus, dass zwi­schen 2025 und 2029 rund 600 Mil­li­ar­den Euro haupt­säch­lich für die Bun­des­wehr zur Ver­fü­gung ste­hen, bleibt das zivi­le Inve­sti­ti­ons­pro­gramm mit sei­nen 500 Mil­li­ar­den Euro dahin­ter zurück.

600 Mil­li­ar­den für Tod, 500 Mil­li­ar­den für Leben. Die Bun­des­re­gie­rung erfüllt wie­der sämt­li­che Erwar­tun­gen, die man an CDU/CSU und SPD so haben konn­te.


Wuss­tet ihr, dass in „Tubu­lar Bells“ (der Ori­gi­nal­ein­spie­lung) Mor­se­code zu hören ist? Ich vor­her nicht.


Die Super­markt­ket­te Co-op boy­kot­tiert jetzt Staa­ten, die irgend­wo Krieg anfan­gen. Die Liste ist zwar kür­zer, als man anneh­men soll­te, aber die ein­schlä­gi­gen Kom­men­ta­re in sozia­len Medi­en sind trotz­dem sehr wütend. Die Men­schen sind merk­wür­dig.


Chat­bots sind das Fern­se­hen des 21. Jahr­hun­derts, sie die­nen dem Zweck, die Men­schen von dem abzu­len­ken, was ist.
ich


Kriegs­dienst­ver­wei­ge­rung gilt auch, wenn Krieg ist. Ja, wann denn sonst?


Die EU-Kom­mis­si­on hat eine ganz her­vor­ra­gen­de Idee: dass es näm­lich eine gute Idee sei, Hin­ter­tü­ren in Ver­schlüs­se­lung ein­zu­bau­en, aber „unter Wah­rung der Cyber­si­cher­heit und der Grund­rech­te“. Inwie­fern es die „Cyber­si­cher­heit“ wahrt, Ver­schlüs­se­lung für „berech­tig­te Krei­se“ zu öff­nen, was bedeu­ten wür­de, dass jedes auf­ge­weck­te elf­jäh­ri­ge Kind mit einem Inter­net­an­schluss bin­nen weni­ger Such­se­kun­den das dann halt auch kann, ver­rät die EU-Kom­mis­si­on nicht.

Eine freie Ende-zu-Ende-Ver­schlüs­se­lung ist Selbst­ver­tei­di­gung gegen über­grif­fi­ge Auto­kra­tien. Scha­de aber, dass die Deut­schen sich zwölf Jah­re nach Snow­den immer noch gegen die Über­grif­fig­keit ihrer eige­nen Regierung(en) am mei­sten weh­ren müs­sen. Ler­nen durch Schmerz. Ohne Ler­nen.

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Oh nein! Nicht die Hoch­zeit!

dpa („ZEIT ONLINE“ u.a.):

Der Krieg im Nahen Osten bringt auch die Plä­ne für die Pro­mi-Hoch­zeit des Jah­res durch­ein­an­der: Aus Sicher­heits­grün­den wur­de das Pro­gramm für die Fei­ern zur Ver­mäh­lung von Ama­zon-Grün­der Jeff Bezos (…) prak­tisch in letz­ter Minu­te geän­dert.

Also jetzt reicht’s aber mit die­sem Krieg!

MontagsmusikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Boy Hars­her – Pain // Das Ein­ren­nen der offe­nen Tü­ren der FSFE

Auf diesem Bild hat sich ein Panda versteckt

Es ist Mon­tag. Geschei­ter­tes Medi­um des Monats ist der Mes­sen­ger Matrix. Es hat Grün­de, dass IRC noch exi­stiert. Dabei gehen da nicht mal GIFs. (Bit­te nicht ändern.)

Apro­pos alter Kram: Ein „Anker“ sein sol­le die Kir­che, for­dert ein Herr von der CDU. Passt schon: Anker sind eben­so wie die Kir­che nicht unbe­dingt Garan­ten eines schnel­len Fort­schritts der Gesell­schaft. Gute Nach­rich­ten gibt es aus der­sel­ben Par­tei für Staa­ten, die klei­ne­re Staa­ten völ­ker­rechts­wid­rig (Archiv­ver­si­on) über­fal­len: Der Über­fal­le­ne müs­se jetzt drin­gend ver­han­deln (Archiv­ver­si­on), tönt es aus dem Bun­des­kanz­ler her­aus. Es wäre albern, dar­aus irgend­wel­che Fol­ge­run­gen abzu­lei­ten.

Had­mut Danisch war beim Zoll und die woll­ten aber nicht arbei­ten. Ich fin­de das sehr lustig. Was ich anders lustig fin­de und/oder nicht ver­ste­he: Die Free Soft­ware Foun­da­ti­on Euro­pe möch­te, dass mög­lichst vie­le Men­schen bei ihr mit­ma­chen, und lockt nicht nur mit fal­schem Deutsch („tref­fe“), son­dern auch mit der Ankün­di­gung, man habe dort die Mög­lich­keit, ande­re Men­schen zu tref­fen, „die dei­ne Ansich­ten zu Frei­er Soft­ware tei­len“. Aber wenn ich mich mit Men­schen tref­fe, die sowie­so schon mei­ner Mei­nung sind, dann brau­che ich dafür doch nicht „aktiv“ zu wer­den, son­dern kann es im Wesent­li­chen auch von vorn­her­ein ein­fach las­sen und mei­ne Zeit pro­duk­ti­ver nut­zen?

Zum Bei­spiel mit: Musik. (Heu­te mal ein wenig ande­re. Mir ist, sit­zen­der­wei­se, nach Tanz zumu­te.)

Boy Hars­her – Pain (Offi­ci­al Audio)

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Wie ein Fran­zo­se

Nur eine kur­ze Fra­ge an Michae­la Wie­gel, die für die letzt­wö­chi­ge Sonntags-„FAZ“ Peter Slo­ter­di­jk in der Pro­vence besuch­te, des­sen Leben wie folgt ein­ge­lei­tet wird:

Wie ein Fran­zo­se rausch­te er im TGV zwi­schen der Haupt­stadt und sei­ner Som­mer­fri­sche in der Pro­vence hin und her.

Rau­schen denn Fran­zo­sen anders als zum Bei­spiel Spa­ni­er mit dem Zug zur Som­mer­fri­sche?

In den Nachrichten
Anti­mi­li­ta­ri­stisch-auto­ri­tä­re Brän­de

NDR, 5. Mai 2025 (Archiv­ver­si­on):

Das völ­lig aus­ge­brann­te Auto wur­de aber nicht – wie zunächst auch von der Poli­zei ange­nom­men – vom Dis­co-Betrei­ber genutzt. (…) Inzwi­schen habe sich eine 26-jäh­ri­ge Frau aus Olden­burg gemel­det. Ihren Anga­ben zufol­ge hat­te sie selbst an dem Abend an der Demo für Lorenz A. teil­ge­nom­men.

Dar­aus hat man was gelernt und zün­det jetzt statt­des­sen die Arbeits­mit­tel von mies bezahl­ten Paket­bo­ten an, um es Boris Pisto­ri­us und/oder Jeff Bezos mal so rich­tig zu zei­gen:

Im Süden (Britz) sowie im Osten (Lich­ten­berg) Ber­lins kam es gestern Nacht zu Brän­den an etli­chen Trans­por­tern der Fir­men Ama­zon und Tele­kom. (…) Wir den­ken, dass der Angriff auf Mili­tär­kol­la­bo­ra­teu­re gestern wie heu­te rich­tig ist.

Kro­pot­kin hät­te zu die­ser Wirr­nis von Men­schen, die sich erdrei­sten, in der Schluss­for­mel Sym­pa­thie für den Anar­chis­mus zu zei­gen, sicher ein paar tref­fen­de­re Wor­te gefun­den; mir bleibt die Fest­stel­lung, dass nicht alles, was begrün­det wird, auch begründ­bar ist.

PersönlichesWirtschaft
Fach­kräf­te­be­zah­lungs­man­gel (4)

Mir sei aus aktu­el­lem Anlass noch fol­gen­de Anmer­kung zum Man­gel an Fach­kräf­ten gestat­tet: Wenn ich eine gut aus­ge­bil­de­te Fach­kraft mit etli­chen Jah­ren Berufs­er­fah­rung bin, dann erwar­ten nicht nur mög­li­che Arbeit­ge­ber von mir eine ordent­li­che Lei­stung, son­dern ich erwar­te auch von ihnen eine ordent­li­che Ver­gü­tung. Der legen­dä­re Obst­korb (so oft kommt der in mei­ner Bran­che gar nicht als Wer­be­mit­tel vor) zahlt mei­ne Rech­nun­gen nicht und mein Ver­mie­ter lässt sich auch nicht in Duzen bezah­len. Dass das Argu­ment, in der Fir­ma wer­de aktiv rum­ge­duzt und damit ange­kum­pelt, als posi­ti­ver Aspekt miss­ver­stan­den wird, ist Sym­ptom, nicht Rand­er­schei­nung.

Es ist immer eine Fra­ge des Selbst­wert­ge­fühls, für wel­chen Lohn man sei­nen Kör­per stun­den­wei­se ver­mie­tet. Nicht jede Fach­kraft hat einen Fetisch.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Schlaf­mohn – Papa­ver Som­ni­fer­um

Schlafmohn - Papaver Somniferum

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Aus Mainz kommt, ver­rät das Inter­net, das Trio Schlaf­mohn, des­sen 2024er Album „Papa­ver Som­ni­fer­um“ (das ist Latein und heißt „Schlaf­mohn“) mir letz­tes Jahr natür­lich ent­gan­gen war, aber deren erstes ist. Aus Schlaf­mohn wird unter ande­rem Opi­um her­ge­stellt. Fürs Volk.

Dar­ge­bo­ten wer­den vier Stücke, wobei die bei­den mitt­le­ren, die auch mit Abstand die läng­sten sind, die inter­es­san­te­sten sind: „Serum Som­ni­fer­um“ ist ein recht über­ra­schend nach vorn pre­schen­des, zum Ende hin eska­lie­ren­des Musik­stück, das Ele­men­te aus Psy­che­de­lic Rock, Post­rock und Stoner Rock mit­ein­an­der ver­bin­det, das weni­ger offen­sicht­lich beti­tel­te „10.0–0777“ hin­ge­gen erzählt mit flir­ren­der Gitar­re und tän­zeln­dem Bass gera­de­zu die Geschich­te des Post­rocks, ohne dabei offen­sicht­lich­ste Refe­ren­zen zu wie­der­ho­len. „Post­rock klingt immer gleich“ ist einer die­ser Sät­ze, für deren Gegen­be­leg Alben wie die­ses geschaf­fen wer­den. Ich hof­fe daher, das sagen noch viel mehr Leu­te.

Gewürzt wird das alles mit einer ordent­li­chen Dosis Kraut­rock, ein (zu) kur­zes Stück gera­de­zu ent­span­nend ruhi­ger Elek­tro­nik („Schlaf“) been­det das Album so ange­mes­sen wie stil­echt. Ich mag’s.

Die Plat­te (?) gibt es bis­her noch (?) nicht auf Plat­te, son­dern nur bei Band­camp. Ich emp­feh­le sie trotz­dem wei­ter. Ist ja schon irgend­wie mei­ne Musik.

In den NachrichtenMontagsmusik
kraut­fuzz (live) // Da noch hin­wol­len

Panddhismus. Unterschätzte Religion.

Es ist Mon­tag. Die Zeit ver­geht schnel­ler als ich. Auch mal schön.

Der „SPIEGEL“ titelt aktu­ell die Fra­ge, ob „man“ „da“ noch hin­wol­le, und meint damit, ob die Deut­schen noch Lust auf die USA haben. Zugun­sten einer mög­lichst taug­li­chen Sta­ti­stik hier­über gebe ich bekannt: Ich woll­te „da“ zuletzt 2001 hin. Dann kam die­se Sache mit den Flug­zeu­gen und seit­dem wird man bei der Ein­rei­se wie ein ver­ur­teil­ter Straf­tä­ter behan­delt, und das mögen die Deut­schen mögen, aber ich bin in die­sem Fall nicht unter ihnen.

Wor­un­ter ich jedoch bin: unter den Freun­den guter Musik. Heu­te mal die­se:

@schneidertm369 kraut­fuzz – Live at Urban Spree (feat. André Vida) – 22.03.2024

Guten Mor­gen.

PersönlichesFotografie
Min­ga (nicht)

Mei­ne erste Part­ne­rin, lan­ge ist’s her, wohn­te in Fran­ken, und schon früh lern­te ich: Man ist in Bay­ern und den Regio­nen, die recht­lich gese­hen dazu­ge­hö­ren, am besten bera­ten, wenn man nicht als Tou­rist auf­fällt. „‚Min­ga‘ sagen nur Tou­ri­sten und der Besit­zer des ‚Min­ga Kiosk‘“ sagen aber Men­schen aus Mün­chen, also rei­se ich heu­te nicht nach Min­ga, son­dern nach Mün­chen. Ein­fach, weil ich Bock dar­auf habe. Rei­sen sind der Luxus derer, die sie sich lei­sten kön­nen, sie erwei­tern den Hori­zont und, wie ich mal irgend­wo schmun­zelnd gele­sen habe, ent­lee­ren den Darm.

Außer­dem war ich noch nie dort und woll­te das mal nach­ho­len. Also in Mün­chen, nicht im Darm. Da war ich zwar schon gele­gent­lich, aber gefal­len hat es mir nicht ganz so gut. So viel zum sowie­so schon über­be­an­spruch­ten The­ma der Kli­schees über sexu­el­le Vor­lie­ben von allen Män­nern immer dann auch.

Ach so, Mün­chen.

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