Archiv für die Kategorie ‘Musik’.

Liedzitate und Erinnerungen an gute Lieder säumen meine Artikel. Jedenfalls diejenigen in dieser Kategorie.

Montagsmusik
Her Name is Calla – Ragman Roll

Es ist ein Montag der leisen Töne.

Die großartigen Her Name is Calla, die das Jahr 2014 mit einer Kollektion von bislang unbekannten Stücken bereichern (mehr dazu demnächst), bereichern auch den Morgen des geneigten Hörers.

Ganz nach hinten geneigt, die Augen geschlossen.

Her Name is Calla – Ragman Roll

Guten Morgen.

Montagsmusik
Bastille – Things We Lost In The Fire

Montag, Tag 1 nach einem Wochenende der Stagnation.

Ein guter Tag, um etwas zu verlieren.

Warum nicht einfach mal sich selbst?

Bastille – Things We Lost In The Fire

Flames, they licked the walls
tenderly, they turned to dust all that I adored.

Guten Morgen.

Montagsmusik
AC/DC – Thunderstruck

Montag!

Trifft wie ein Schlag!

AC/DC – Thunderstruck (Official Video)

Guten Morgen!

ComputerIn den NachrichtenMusik
Netzneutralität nicht inklu.

caschy feiert:

[T-Mobile USA geht] nämlich noch einen Schritt weiter, (sic!) als die deutschen Kollegen. Streaming von Musik ist dort fast komplett außen vor, Traffic inklusive. Spotify, Pandora, Rhapsody, iTunes Radio und weitere – alle „inklu“ (derzeit noch ohne Amazon, Rdio oder Google Music, aber hier können Nutzer abstimmen). (…)
Gigabyte lassen sich schlecht rechnen, wenn man Spotify hört. Dem Kunden wird gesagt: du musst nicht rechnen, hau an die App und streame doch, was du willst – alles inklu!

Inklu! BOGSAT! Makaa Maka! Palim-palim. Vier Silben? Wer will das schon?

Aber das ist eigentlich nicht mal das Erschütternde. Das Erschütternde ist:

Logo – den Kunden wird es sicherlich freuen. Einfach Musik hören – nicht großartig über das Volumen nachdenken und genießen.

Die Gratismentalität des Kunden mag im „normalen“ DSL-Netz beinahe noch in Ordnung sein, obwohl auch hier die Netzneutralität (also gleiches „Recht“ für alle Datenpakete unabhängig von ihren Eigenschaften) verletzt wird, aber so breitbandig ist Spotify nun nicht; im Mobilnetz aber herrschen andere Regeln.

Zwar versucht T-Mobile USA es wie Netzneutralität aussehen zu lassen, dass viele große Streaminganbieter (kein Rdio, kein WiMP, kein Grooveshark, …) statt wie in Deutschland „nur“ Spotify gleichermaßen besser behandelt werden, aber da dürfte die Sachlage klar sein.

Entscheidend ist vielmehr: Mobilfunk ist im Gegensatz zu kabelbasierten Anschlüssen ein Medium, das seine maximale Kapazität nicht unabhängig von der Anzahl der Nutzer innerhalb seiner Reichweite erreicht. Alle T-Mobile-Nutzer innerhalb einer Funkzelle – nein, damit sind keine Telefonzellen gemeint – müssen sich also die verfügbare Bandbreite teilen. Dass alle Kunden – und das sind meist viele – innerhalb derselben Funkzelle eine erträgliche Bandbreite erhalten können, ist einzig den Volumentarifen geschuldet, die dafür sorgen, dass nicht jeder Kunde jeden Tag unbegrenzt riesige Datenmengen in HSDPA- oder noch höherer Geschwindigkeit herunterladen darf. Werden Ausnahmen geschaffen, so wird dies früher oder später bei steigender Akzeptanz des Angebots dazu führen, dass das Netz „verstopft“ ist: Wenn etwa jeder zweite Einwohner einer Großstadt gleichzeitig versucht, einen großen Stream herunterzuladen, werden wohl einige Lastverteiler damit überfordert sein. Ihr kennt das möglicherweise von Jahreswechseln, wenn selbst das Versenden von SMS-Nachrichten eine Geduldsprobe ist.

Egal, „kostet ja nix“. Der Kunde mag es. Wie, andere Inhalte (Tauschbörsen, aber auch Websites) werden niedriger priorisiert, also verlangsamt? Egal – wer braucht schon E-Mail? Und dieses „Entertain“ von der Telekom da, das mal eben 1/4 der eigenen Bandbreite reserviert, ist wirklich ungemein praktisch. Vor etwas über zehn Jahren hatten wir auch nur 56 kbit/s und das hat locker gereicht; was darüber hinausgeht, können wir ja für einen geringen Aufschlag vorpriorisieren lassen. Und weil wir unser Geld so gern verschwenden, mieten wir uns gleich noch fremde Musik dazu und hoffen dann, dass sie uns niemand einfach so wegnimmt. Das würde ja niemand tun.

Meine digitalisierten Vinylplatten kosten mich übrigens auch bei anderen Anbietern kein Byte traffic.

Um bei caschys Duktus zu bleiben: Inklu find‘ ich schei.

Montagsmusik
Die Fantastischen Vier – Nur in deinem Kopf

Ohne Worte.

Mit Gedanken.

Die Fantastischen Vier – Nur in Deinem Kopf (Original HQ)

Guten Morgen.

MusikNetzfundstückePersönliches
Dreimal kurz erwähnt: Geschlechtsreife, Gemüsenazis und die gute alte Sehnsucht

Kannte ich noch gar nicht: Die Geschlechtsreife allein berechtigt noch nicht zur Inbetriebnahme der Geschlechtsorgane.


Rührend: Die „Jungle World“ („Club-Mate ist das Getränk des kommenden Aufstands“, 28. April 2011) macht sich Sorgen um die Gesundheit zweier veganer Kochneonazis:

Besorgniserregend hoch scheint der Koffeinverbrauch der beiden Köche zu sein. Gleich drei Kisten einer beliebten Mate-Limonade sind im Hintergrund zu sehen und auch sonst stehen Flaschen des Getränks fast überall in der Küche herum.

Da sieht man mal, wie krank die sind!


Apropos „Jungle World“:

De|si|de|rat, das; -[e]s, -e [lat. desideratum = Gewünschtes]: (…) (bildungsspr.) etw., was fehlt, was nötig gebraucht wird; Erwünschtes[.]

Und eigentlich kennt man das ja, dieses Gefühl, wenn etwas fehlt, etwas gebraucht wird; was dann auch meist gar nicht mal so fern ist, aber doch unnahbar, weil man statt des bequemen Weges vorbei an Wiesen und Flüssen lieber die steinige Abkürzung nimmt, um zu beweisen, dass man es nicht nur bequem haben will, und man bricht auf dem Weg zusammen und rappelt sich dann doch wieder auf, geleitet nur von den Farben und der Stimme, wie in diesem einen Lied, das jeder kennt und das für jeden anders heißt.

From Monument To Masses – "Deafening" – 4/27/07

Und eigentlich ist es trostlos, wenn sie nicht bei einem ist. Aber das kennt ihr ja.

Montagsmusik
Eatliz – Hey (unplugged)

Öfter mal ein Abenteuer wagen.

Das Haus verlassen, wenn die Sonne scheint.

Montagsmusik einfach mal nachmittags veröffentlichen.

Und dazu Eatliz hören, die großartigen Eatliz mit der wunderbaren Lee Triffon, die – was ich bedaure – mittlerweile nicht mehr dabei ist.

Was bleibt? Hey, dies:

"Hey" by Eatliz – BTR Hear & There [Ep22]

Prost.

Montagsmusik
Holy Mountain – Great Monkey

Es ist Montag. Diesen Tag kann nur noch ein Bass retten.

Zum Beispiel dieser hier:

HOLY MOUNTAIN – Silent Hawk – Rockpalast/Eurosonic 2013 [HDadv]

Guten Morgen!

Montagsmusik
Elbow – With Love

(Beziehungsweise eben: Liebe.)

Fill your boots, fill your spine, fill your dome, fill your eyes with love, wie man’s auch definieren mag, und irgendwas muss die Welt vom Zerbrechen abhalten; die EU jedenfalls nicht.

Prost und guten Morgen.

MusikPolitik
Klaus der Geiger – Nein, nein, wir woll’n nicht eure Welt

Wählt die Richtigen! Wählt die Guten, nicht die Bösen! Wählt die mit den buntesten Plakaten! Wählt die mit der schlimmsten Kanzlerin! Wählt die mit dem blödesten Humor! Wer x wählt, ist doof, wer y wählt, ist dööfer!

Demokratisch in den Untergang. Ihr habt ja morgen euer Kreuz gemacht. Oder ihr habt es morgen gelassen. Apathie und Verelendung, aber wenigstens gibt es wieder Erdbeeren und Spargel.

Prost Mahlzeit.

Klaus der Geiger – Nein, nein wir woll´n nicht eure Welt

FotografieMusik
Ultras Helene Fischer

Hallo, Helene-Fischer-Anhänger,

im April wart ihr mir noch suspekt.

Seit heute habe ich Angst vor euch.

Ultras Helene Fischer

Richtig große Angst.

Montagsmusik
The Alan Parsons Project – Sirius / Eye in the Sky

(Und dann ist Montag, und man hört das langweilige alte Zeug aus dem Radio mal mit Gehör für den Text und denkt dann noch mal darüber nach.

Believe me, the sun in your eyes
made some of the lies worth believing.

Und eigentlich ist man sich dann ja auch wieder nicht ganz sicher, ob man nicht wieder und wieder genau so gehandelt hat und handeln wird, wie’s den größtmöglichen Schaden anrichtet, weil Leben Macht ist und es nichts macht zu leben, überhaupt aber auch immer: Verlust. Verlust und Erdbeeren.

Guten Morgen.)

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Last Remaining Pinnacle – 64

Last Remaining Pinnacle - 64Das US-amerikanische Duo Last Remaining Pinnacle beziehungsweise ihr damals aktuelles Album „Visitors“ fand ich 2012 bereits sehr gut, in der Folge allerdings hörte ich nicht mehr viel von der Band. Heute nun traf eine E-Mail ein: Am kommenden Mittwoch, dem 21. Mai 2014, und somit genau zwei Jahre nach „Visitors“ erscheint mit „64“ ein neues Last-Remaining-Pinnacle-Album namens „64“.

Warum „64“? Darauf geht die E-Mail nicht ein. Es sind auch tatsächlich nur acht und nicht etwa 64 neue Stücke enthalten. Last Remaining Pinnacle bleiben sich und dem Garage-Noise-Rock dabei treu: Verzerrte Gitarre, peitschendes Schlagzeug und gewohnt effektreicher, krautiger Gesang erfreuen den Sonic Youth und The Velvet Underground schätzenden Musikfreund außerordentlich.

Wenige Durchhänger wie das zäh dahinfließende „Forces“ fallen da auch nicht weiter ins Gewicht, allein schon das großartige „Hallow Sky“ rechtfertigt die Geduld. Mit „Mantle Rotation 4 (C.M.E.)“ ist auch ein Nachfolger des schon 2012 gesondert erwähnten „Mantle Rotation 3“ auf „64“ zu finden, und allmählich scheint es mir, als sollte ich demnächst einmal Ausschau nach den ersten beiden Teilen der „Mantle Rotation“ halten.

Hören und vorbestellen könnt ihr „64“ per Bandcamp. Das Konzept „zahle, so viel du willst“ scheint sich bei „Visitors“ wohl nicht bewährt zu haben, „64“ kostet in jeder Darreichungsform – leider nicht auf Vinyl – mindestens 8 US-Dollar. Ich sage: Gut angelegtes Geld!

Krieg zum Beispiel wäre deutlich teurer.

MontagsmusikMusikPiratenpartei
Rush – 2112

Für den kommenden Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland kandidieren auch Wolfgang Dudda, seines Zeichens bigotter Kämpfer gegen das Böse, und Mirco da Silva, der als Motto für seine etwaige Amtszeit „Sind wir zu links, bist Du zu rechts.“ angab, was nicht unbedingt dafür spricht, dass irgendetwas besser werden wird.

Das Internet freut sich derweil seit Tagen darüber, dass bei der unerträglichen Massenvernichtungssendung „Eurovision Song Contest“ eine bärtige Österreicherin gewonnen hat („Österreich hat eine neue Kaiserin!“, man hört den SPIEGEL-ONLINE-Praktikanten beinahe durch den Bildschirm ejakulieren), während zwei Siebzehnjährige von den jubelnden Verfechtern der Toleranz dafür geschmäht wurden, dass sie blöderweise Russinnen sind. Ich habe offensichtlich die Pointe nicht mitbekommen.

Insgesamt also ein Montag zum Hardrockhören, wie mir scheint.

Warum nicht mal wieder was von Rush?

I can’t believe you’re saying, these things just can’t be true
Our world could use this beauty, just think what we might do

Guten Morgen!

Montagsmusik
Nine Inch Nails – Piggy

Ah, Montag! Immer wieder ein Genuss. Diese Woche gilt es freudig zu begrüßen!

Zum Beispiel mit Nine Inch Nails.

nine inch nails: piggy

Hey pig, nothing’s turning out the way I planned;
hey motherfucking pig, there’s a lot of things I hoped you could help me understand.

Desillusioniert? Quatsch. Montag, das ist alles.

Guten Morgen!