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Musik 12/2022 — Favoriten und Analyse

Dieser Artikel ist Teil 26 von 29 der Serie Jahres­rück­blick

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Es hat endlich ein neues Jahr begonnen. Der früh­este Zeit­punkt für Jahres­rück­blicke ist jet­zt. Wer schon im Okto­ber seinen Jahres­rück­blick fer­tiggestellt hat­te, dem fehlt in diesem ein Sech­stel­jahr. Noch bis Sil­vester hät­ten the­o­retisch wun­der­bare Musikalben rauskom­men kön­nen und die haben die anderen Rückschauer euch allen unter­schla­gen. Ich nicht! Daher …

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Kurzkritik: Cary Grace — Perpetual Motion

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Cary Grace — meine Fin­ger weigern sich noch, nicht gedanken­los “Cary Grant” zu schreiben, so viel dann auch zu meinem Alter — ist eine US-amerikanis­che, seit 2005 jedoch in Eng­land wohn­hafte Musik­erin mit eigen­er Band, die seit 2004 Ton­träger raus­bringt, was ich aber erst 2022 bemerkt habe. Ihr Stil …

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Kurzkritik: Yellow Swans — Being There

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Von 2001 bis unge­fähr 2009 existierte das US-amerikanis­che Duo Yel­low Swans, das dazu neigte, dem eige­nen Band­na­men ein zusät­zlich­es Wort mit “D” (Dove Yel­low Swans, Dreamed Yel­low Swans und so weit­er) voranzustellen. In dieser Zeit haben die bei­den Her­ren, weiß das Inter­net, je nach Zählweise bis zu 70 ver­schiedene …

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Kurzkritik: Swans — The Glowing Man

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. 1982 grün­dete Michael Gira, der bis dahin nicht nen­nenswert musikalisch in Erschei­n­ung getreten war, in New York die Musik­gruppe Swans, zu deren kaum zu über­hören­den Ein­flüssen die damals aufk­om­menden New-Wave-Bands wie New Order zählten. Im Laufe ihres Beste­hens gehörten der Gruppe namhafte Musik­er wie Thurston Moore (Son­ic Youth) und …

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Kurzkritik: NǽnøĉÿbbŒrğ VbëřřĦōlökäävsŦ

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Zufäl­lig erfuhr ich, dass es — so will es die Erzäh­lung — zwei Polar­forsch­er gibt, die in einem Forschungszen­trum am Süd­pol fest­gestellt haben, dass sie einen ähn­lichen Musikgeschmack haben, und seit­dem gemein­sam unter dem nahe­liegen­den Namen Nǽnøĉÿb­bŒrğ VbëřřĦōlökäävsŦ (stil­isierte Schreib­weise von “Nanocy­borg Uber­holo­caust”) Musik aufnehmen, die sie “Post-Noise” und/oder …

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Kurzkritik: Motor!k — 3

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Bei dem Wort “Motorik” denke ich grund­sät­zlich an den ver­stor­be­nen Jaki Liebezeit, das “men­schliche Metronom” von Can. “Motor-Aus­rufeze­ichen‑k”, ein bel­gis­ches Instru­men­tal­trio, zollen ihm auf ihrem drit­ten Stu­dioal­bum “3” (Amazon.de, Bandcamp.com), wie schon auf den bei­den Vorgängern, wenig­stens stilis­tisch und vielle­icht auch ein­fach aus Verse­hen Trib­ut: In fast 40 Minuten …

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Kurzkritik: Hiroe — Wrought

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Hiroe ist eine fün­fköp­fige Postrock­band aus Penn­syl­va­nia, deren Bass natür­lich von ein­er Frau gespielt wird. Irgend­wann werde ich her­aus­find­en, warum — auf­fal­l­end oft niedliche (ich berichtete) — Frauen in diesem und artver­wandten “Gen­res” fast aus­nahm­s­los den Bass spie­len und Män­ner die Gitar­ren. Vielle­icht ist das so ein Gefühls­d­ing. Hiroe …

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Kurzkritik: Caspar Brötzmann Massaker — Koksofen

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Im Jahr 1993 veröf­fentlichte der Gitar­rist Cas­par Brötz­mann, Sohn des Jazzmusik­ers Peter Brötz­mann, mit sein­er dama­li­gen — und mit­tler­weile wohl wieder beste­hen­den — Band, die er schlicht “Mas­sak­er” (nicht mit der eben­falls sehr guten Exper­i­men­tal­gruppe Mas­sacre zu ver­wech­seln) nan­nte, ein Album namens “Kok­sofen”. Ben­jamin Mold­en­hauer vom “Neuen Deutsch­land” befand …

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Kurzkritik: CNJR — I Can See the Church Burning Through the Binoculars

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Die transat­lantis­chen Grü­nen haben, über­raschend wohl nur für naive Idioten, ent­ge­gen ihren großmäuli­gen Ver­sprechen vor der Wahl gar kein Prob­lem damit, wenn unsere “Fre­unde” in den Vere­inigten Staat­en die Presse­frei­heit wegsper­ren wollen. Es ist wun­der­voll, alles bren­nt. Was ich auch gar nicht so schlecht fände: Bren­nende Kirchen. Natür­lich nur …

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Kürzestkritik: Molesome — Dial

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Wollt ihr eine 32 Minuten lange, avan­t­­gardis­­tisch-elek­tro­n­is­che Klang­col­lage hören? Natür­lich wollt ihr eine 32 Minuten lange, avan­t­­gardis­­tisch-elek­tro­n­is­che Klang­col­lage hören, son­st wärt ihr nicht hier. Hier, eine 32 Minuten lange, avan­t­­gardis­­tisch-elek­tro­n­is­che Klang­col­lage! Ver­tont wer­den solle “eine Klan­greise durch Radiokanäle”, lässt das Inter­net wis­sen. Passt. (Kün­stler: Mat­tias Ols­son [ehem. Schlagzeuger von …

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Kurzkritik: Euternase — l’Amour

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Im Mai 2018 erschien, selb­st von der untoten “SPEX” pos­i­tiv betra­chtet, das Debüt- und immer noch aktuelle Album “l’Amour” (Band­camp, Amazon.de) der Mün­ster­an­er Her­ren­gruppe Euter­nase, die einen Namen hat, der bere­its ein erstes gutes Argu­ment zugun­sten dieses Albums ist, weil er sowohl witzig ist als auch als Schimpf­wort benutzt …

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Kurzkritik: Ufomammut — Fenice

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Es gibt Arten von Musik, die passen zu ein­er ganz bes­timmten Wet­ter­lage. Im Herb­st ist zum Beispiel melan­cholis­ch­er Postrock genau mein Fall, aber sobald es wärmer wird, mag ich es auch mal etwas fröh­lich­er. Nun wird es ger­ade wärmer, ich höre aber trotz­dem (und freue mich über) das diesjährige …

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Kurzkritik: Big’n — Discipline Through Sound

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. 1995 oder 1996, die Zahl vari­iert, veröf­fentlichte die Chica­go­er Noise-Rock-Band Big’n ihr zweites Stu­dioal­bum “Dis­ci­pline Through Sound” (Amazon.de, Band­camp). Angenehm bescheuert ist, dass es nach 26 oder 27 Jahren unter dem Namen “DTS 25” neu aufgelegt wird, anlässlich dessen auch ein paar weit­ere Stücke ange­fügt wur­den. Son­st kön­nte ja …

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Kürzestkritik: Zone Six — Kozmik Koon

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. Auf “Kozmik Koon”, dem noch aktuellen 2019er Stu­dioal­bum von Zone Six (Band­camp, Ama­zon), wird fast eine Dreivier­tel­stunde lang fein­ste Trip­musik zele­bri­ert, musikalisch gemalt wer­den Aus­flüge von Wel­traum­reisen (“Kozmik Koon”) bis hin zu Waldspaziergän­gen im Früh­som­mer (“Still”). Ich bin ange­tan und reise mit. Hui.

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Kurzkritik: JIRM — The Tunnel, The Well, Holy Bedlam

Lange nichts mehr über Musik geschrieben. JIRM, ein mit gruseli­gen Fotos im Web zu find­en­des Quar­tett aus Schwe­den, veröf­fentlichte Anfang März dieses Jahres sein fün­ftes Album “The Tun­nel, The Well, Holy Bed­lam” (Amazon.de, Band­camp, TIDAL). Dichte Gitar­ren (Ston­er-Fre­un­­den mag’s gefall­en) wer­den begleit­et von oft unauf­fäl­ligem, mitunter auch blues­rock­geeignetem Gesang. Ver­gle­iche? Deep Pur­ple (viel), Pink Floyd …

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