Archiv für die Kategorie ‘Mir wird geschlecht’.

Feminismist, Männerrrrrrechtler, verqueere Spinner. Alle zusammen.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Kurz und abschließend notiert zum Fall #GinaLisa

Dass eine – das harte Los der Berufsblondinen – in der Öffentlichkeit stehende Frau dadurch, dass sie einvernehmlichen Sex hinterher blöd fand, das Sexualstrafrecht in Deutschland dahingehend beeinflusst hat, dass ein Nein jetzt auch als ein Nein und nicht etwa, wie bisher, als ein Nein aufgefasst wird, sei mal geschenkt, die Einflüsse auf unser zivilisiertes Miteinander sind doch absehbar gering und die Frau hat unter Gezeter ihrer Sympathisantinnenschnipp schnapp, Gerechtigkeit, wissenschon – und gegen den Willen der auf rechtsstaatliche Prinzipien nicht viel Wert legenden Familienministerin (SPD, versteht sich) ihre gerechte Strafe erhalten; entschiedener Widerspruch sei an dieser Stelle allerdings gegen ihre ausgerechnet RTL gegenüber geäußerte und medial vielfach zitierte Vermutung eingelegt, all das geschehe ihr nicht etwa wegen ihrer Freude daran, mal wieder vor einer Kamera zu stehen (was andererseits ihr Dasein als wiederkehrender Gast in ausgerechnet dem „Frühstücksfernsehen“, das sich für die Befassung mit gesellschaftlich bedeutsamen Diskussionen nicht deutlich besser eignet als ein durchschnittlicher Werbeblock auf Pro Sieben, erklären könnte), sondern nur, „weil sie aussehe, wie sie aussehe“, denn richtig wäre allenfalls, dass es geschieht, obwohl sie, legt man leidlich normale oder wenigstens feministische (i.e. chirurgiekritische) Maßstäbe an, aussieht wie jemand, der mit seinem Aussehen (vgl. u.a. Plastikenten bei Schmelztemperatur) eigentlich schon genug gestraft wäre, das jedoch zum Leidwesen der Ästhetik unverändert straffrei bleibt.

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Liegengebliebenes vom 19. Juli 2016

Was für Leute werden in Berlin eigentlich vom Steuerzahler finanzierte Lehr- und Respektspersonen? Solche Leute:

ich kenne personen, die legen listen an mit cafès mit hollywoodschaukeln, cafès mit spreeblick ohne autos und sonnenuntergängen, cafès mit öko-zimt auf mandelmilch-lattes, cafès mit schönen trans_x_enden fotos und selbstgebackenen veganen kuchen – und cafés zum nicht-hingehen, mit rassistischen personen die dort arbeiten und rassistischen menünamen, mit genderistischen cocktailnamen und personen die dort arbeiten, mit schlechten arbeitsbedingungen, trans-diskriminierenden türpolitiken, zweigendernden genderistisch diskriminierenden toiletten, lieber gehe ich nicht mehr in cafés als

:irre:


Es wäre wirklich lächerlich, anzunehmen, dass ausgerechnet ein hochrangiger SPD-Politiker etwas mit Käuflichkeit zu tun haben könnte, sonst fiele mir zum anscheinend korrupten Sigmar Gabriel jetzt irgendwas Bissiges ein. Bekommt nicht einmal eine Supermarktfusion gebacken, will aber mit den USA TTIP verhandeln.


Warum man es tunlichst vermeiden sollte, seine Website bei einem großen Unternehmen wie WordPress oder Google statt auf einem eigenen Server zu hosten: Da wird schon mal ein 14 Jahre lang anstandslos betriebenes Kunstblog ohne ersichtlichen Grund von Googles Plattformen gelöscht.


Definiere Deutschland: Kreuzworträtsel-Kunstwerk „beschädigt“. Im Neuen Museum Nürnberg setzte eine Besucherin fehlende Lösungswörter ein.


Die großen Verlage mit einigermaßen reichweitenstarken Publikationen, darunter auch das jüngst mit einer nicht wirksamen „Paywall“ ausgestattete „SPIEGEL ONLINE“, versprechen mitunter ihre baldige Pleite. Bedauerlicherweise versuchen sie auch weiterhin nicht durch Qualität ihr Fortbestehen zu sichern, sondern schreiben stattdessen so etwas:

Erst seit Anfang des Monats hat Lady Gaga einen Führerschein – und schon die erste Verkehrskontrolle hinter sich.

Hoffentlich hat der Todeskampf der Verlage bald ein Ende.

Nachtrag vom 20. Juli 2016: Hoffentlich sehr, sehr bald.

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The Animal In Me – Rap God

Du - ich - dieser Baum?Alles ist Montag, alles ist schlecht. Aufstehen, räuspern, durchdrehen. Wann war es anders? Damals, ja. Früher war so vieles besser, aber heute ist es schlecht.

Manches aber ist nicht nur schlecht, sondern auch etwas anderes. Schwuler Stolz hui, deutscher Stolz pfui. Wählt euren Zufall weise. Demnächst: Reihenweise abgeknickte Regenbogenfahnen, weil die Grünen es nicht wollen, dass ihr mit eurer Umwelt mal im Reinen seid. Schlecht, auf jeden Fall, ist Fußball. Im Fernsehen heißen Waliser „Kelten“ und Isländer „Wikinger“, Franzosen allerdings seltsamerweise nicht „Froschfresser“. Ehre, wem Ehre gebührt.

Auch schlecht, auf jeden Fall, ist es, ein Mann zu sein, also demnächst, wenn einvernehmlicher Geschlechtsverkehr vor dem Gesetz so lange eine Vergewaltigung ist, bis zweifelsfrei das Gegenteil bewiesen wurde, und vorsichtige Nichtteilnahme voraussichtlich sexistische Diskriminierung. Kann man es richtig machen? Klar: Einfach Frau sein. Gewonnen qua Geschlecht.

Schönes kommt derweil von den Vereinten Nationen: Internetzensur verletzt die Menschenrechte; das tut Krieg zwar auch, aber irgendwo muss man ja anfangen. Alles Weitere regelt ein Bundesgesetz. Es wäre verfrüht, uns nun darauf einen runterzuholen.

Machen wir stattdessen das Naheliegende: Hören wir ein Metalcover eines Eminem-Stücks.

Eminem – "Rap God" (Cover By The Animal In Me)

Guten Morgen.

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Liegengebliebenes vom 2. Juli 2016

Im aktuellen „SPIEGEL“ treffen Feminismus, Antideutschtum und Veganismus vortrefflich aufeinander:

Die Sprecherin der Linksjugend wurde von Migranten vergewaltigt. Der Polizei sagte sie zunächst nur, sie sei bestohlen worden, von Männern, die deutsch sprachen. (…) Gören mit ihrer weißen Bluse, dem streng zur Seite geflochtenen Zopf und dem glitzernden Herzanhänger würden viele für eine angehende Betriebswirtin halten, hätte sie nicht eine Freundin mit lila gefärbten Haaren als Verstärkung mitgebracht. Woher sie sich kennen? “Unter veganen Antifaschisten kennt man sich eben”, antwortet Gören.

Fazialpalmierend weiterlesen auf Blendle (Bezahllink, pardon).


Beim „Mitteldeutschen Rundfunk“ wurde vorgestern getwittert:

ICE aus Angst vor Terroranschlag in Niedersachsen evakuiert. Ein Reisender hatte laut Koranverse zitiert. Kein Sprengstoff gefunden.

Nicht mal auf die Terroristen ist noch Verlass. :twisted:


Wo muss denn unbedingt noch mehr Internet rein? Richtig:

Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

Ich finde ja, das ist eine Scheißidee.


Habt ihr schon „Kartoffelsalat“, den großartigen Film mit diversen deutschen YouTube-„Stars“, gesehen? Nein? Gut so!

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Liegengebliebenes vom 26. Juni 2016 (Feminismus-Spezialausgabe)

Es gibt Grund zu feiern:

Das Plus-Size-Model Ashley Graham hat mit einem Instagram-Foto Millionen Frauen begeistert. Auf einem Fahrrad fliegt ihr Rock so hoch, dass man einen Großteil ihrer Cellulite sieht.

Das nächste große Ding: Models mit einem Hautproblem. Gibt’s schon welche mit Schuppen?


Gina-Lisa Lohfink, derzeit in allen Klatschspalten zu Hause und mir bis dato unbekannt, nach kurzer Recherche allerdings auch nicht für kennenswert befunden, muss sich, meint Bundesrichter Thomas Fischer, zumindest nicht vorwerfen lassen, wie all die anderen Kurzzeitbekanntheiten aus dem Arbeitslosenfernsehen nichts Sinnvolles gelernt zu haben:

Das (stark heruntergerechnete) Nettoeinkommen dieser Beschuldigten müsste demnach bei etwa 400 Euro pro Tag (= 12.000 Euro pro Monat) liegen, was plausibel ist, denn als Mensch mit dem Beruf „Vorzeigen-von-dicken-Silikonbrüsten“ sollte man schon deutlich mehr verdienen als der Präsident eines Obersten Bundesgerichts.

Gibt ja sowieso zu viele von denen.


Sowieso und immer lesenswert:

Und ich finde es seltsame Zeiten, in denen eine Gesellschaft Millionen über Millionen für eine ihrer Gruppen aufbringt, deren in Talkshows herumgereichte Vertreter eben diese Gesellschaft zugleich ein Patriarchat nennen, das sie unterdrückt.


Die Neue Zürcher Zeitung findet in einem Text, in dem sie durchweg das schauderhaft klingende und überdies falsche „Studierende“ statt „Studenten“ verwendet, die political correctness in den USA übertrieben.


Ihr seid Männer und wolltet schon immer mal wissen, woher die für die angebliche Lohnlücke zwischen Männern und Frauen verantwortliche ungleiche Verteilung von Arbeitszeiten stammt? Ganz einfach: Wenn Frauen so lange arbeiten würden wie ihr, protestierte ihr Körper dagegen. Bei Männern ist das natürlich etwas völlig anderes, ein Büro fernab von Hobbys, Freunden und Familie ist schon evolutionär bedingt ihr natürliches Terrain.

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Kurz verlinkt: Gewalt, Google, Schokolade und Quoten

Die klare Ansage des Tages kam gestern von „der Antifa“, deren Mitideologe Horst Schöppner medial klarstellen zu müssen meinte:

Gewalt wirkt. Egal, ob es einem gefällt oder nicht. Gewalt wirkt auch gegen Nazis. Vielleicht wirkt sogar nur Gewalt gegen Nazis.

Und zwar, weil:

Wenn Sie kein Rassist, Islamhasser oder Nazis sind, wenn Sie also die Parolen von PEGIDA oder AfD nicht gut finden, dann sind Sie für Ihr Gegenüber vermutlich automatisch: dumm, Antifa, Gutmensch, Neger, Lügenpresse, Schwuchtel, Staatsbüttel oder alles zusammen.

Erst mal davon ausgehen, dass der Gegenüber einen für dumm oder – eine offensichtlich noch weit schlimmere Beleidigung – Antifa (sic!) hält, um ihm präventiv auf’s Maul hauen zu dürfen, ist eine überaus elegante Lösung. Nie habe ich mir so sehr gewünscht, auch einmal für dumm gehalten zu werden. Herr Schöppner, wie wär’s?


Google findet, Passwörter seien keine für Android zukunftstaugliche Sicherheitsvorkehrung, und möchte stattdessen eure biometrischen Daten in der cloud (also auf den Rechnern überdies US-amerikanischer Fremder) speichern.

Kotz


2005: Dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen sind rassistisch.
2016: Sich über dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen aufzuregen ist rassistisch.

Langweilig wird es mit diesen Leuten zum Glück nie.


Der Feminismus hat uns nun jahrelang gelehrt, dass es nicht etwa ausbildungs- oder lebensstilbedingt, sondern allein eine Diskriminierungsfolge ist, als Frau nicht auf eine Führungsposition erhoben zu werden. Folglich gibt es für die Nachricht, dass hauptsächlich Westdeutsche ostdeutsche Führungspositionen innehaben, nur einen möglichen Grund. Ich erwarte Oben-ohne-Demonstrationen beschrifteter ostdeutscher Manager in allen größeren deutschen Städten.

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Liegengebliebenes vom 5. Mai 2016

Der Feminismus war erschreckend still in letzter Zeit. Jetzt stellt sich heraus: Er hat nur Kräfte gesammelt. Der Doppelschlag:

  1. Virtuelles Manspreading. Das heißt: Wenn ihr irgendwo im Web (zum Beispiel: hier unten drunter) einen Kommentar hinterlasst, ohne darauf zu achten, dass es an der gleichen Stelle bereits recht viele Kommentare von Männern gibt, aber selbst keine Frau seid, tragt ihr dazu bei, dass Frauen dort unterrepräsentiert sind, was frauenfeindlich, rüpelhaft und mindestens so schlimm wie Hitler ist.
  2. Was eine Partei im (erneuten) Aufwind – vgl. Piratenpartei um 2011 herum – unbedingt braucht, sind ja solche Ideen: Feministische Liberale fordert Frauenquote in der F.D.P., und so langsam können wir uns von der F.D.P. dann wohl auch wieder verabschieden.

Immer nur Drogen sind ja auch langweilig: Polizei greift jungen Mann mit Drogen und 3.000 Pfandetiketten auf.


Abschließend kurz notiert zur re:publica: Eine Szene, die sich von Sascha Lobo anführen lässt, wird immer nur zu lange Texte schreiben, aber niemals was verändern.


Apropos „kein Geld haben“: Die Steuern, die griechische Bürger retten sollen, haben stattdessen griechische Banken gerettet. Das ist natürlich jetzt eine große Überraschung.


Ganz Deutschland beklagt die baldige Abschaffung großer Geldscheine, ohne jemals einen besessen zu haben. Dabei gibt es gute Gründe, das Bargeld auch mit großen Nennwerten für ein Sicherheitsnetz zu halten: Studentin bekommt aus Versehen einen Millionenkredit und verpulvert ihn. Mit 500-Euro-Scheinen wäre das nicht passiert!

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Für den Seelenfrieden: 140 Zeichen Diskussionskultur

(Vorbemerkung: Aus aktuellem Anlass muss ich mich leider doch noch mal über das Verhalten von Mitgliedern der Piratenpartei wundern. Pardon!)

Manchmal bin ich doch überrascht von mir selbst.

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Liegengebliebenes vom 7. April 2016

Immer diese proamerikanischen Propagandistensender!!1

Eurozentristisch mit einem starken Hang zu US-liebedienerischer Darstellung, regierungsfromm mit Blick auf Berlin, antirussisch und antichinesisch, ignorant gegenüber geopolitischen Entwicklungen, unvollständig und tendenziös in ihren Bildern aus Lateinamerika, noch defizitärer hinsichtlich aller Afrika betreffenden Nachrichten, agitatorisch, propagandistisch und desinformativ.

Ein Skandal ist es eben nur, wenn der Iwan die Schuld trägt.


In Japan haben Tausende von Menschen am Sonntag beim alljährlichen Kanamara Matsuri («Festival des metallenen Phallus») dem männlichen Glied gehuldigt.


Leistung muss sich wieder lohnen: Die F.D.P. hat einen eigenen Dienstleister zum Twittern.


Apropos F.D.P.: Ein paar Datenwissenschaftler haben das Programm der AfD analysiert und dabei zum Einen festgestellt, dass die Partei weniger rechts ist als CDU und F.D.P., zum Anderen, dass „der Algorithmus beispielsweise bei der SPD gar keine eindeutige Aussage“ erkennt. Aus wissenschaftlicher Sicht kann die SPD also gar nicht umfallen, weil sie gar keine Themen besetzt.


Lustig: Die Universität Marburg hält Gender Studies für eine ernsthafte Wissenschaft, die es zu verteidigen gilt, die Piratenpartei Marburg fasst sich an die Stirn.


Schöne, neue Welt: Es gibt jetzt Sexsimulatoren.

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Genitalverstümmelung muss deutsch bleiben!

Ronald Düker („ZEIT ONLINE“) wirkt ehrlich begeistert, dass ihm, äh, den Flüchtlingen endlich mal wer erklärt, wie Ficken geht:

Das Aufklärungsportal „Zanzu – Mein Körper in Wort und Bild“ richtet sich an Migranten. „Vor allem zu uns geflüchtete Menschen“, heißt es in einer amtlichen Mitteilung, „die noch nicht lange in Deutschland leben, erhalten hier einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich.“

Man lernt dort: Sex ist ganz in Ordnung, wenn alle Beteiligten Spaß daran haben und niemandem etwas zustößt. Dabei gibt der Verantwortliche für das Schnackselportal, das Bundesministerium für Gesundheit, den väterlichen Ratgeber, verzichtet jedoch leider darauf, das mit den Gesetzen allzu genau zu nehmen:

Nur am Rande dräut Ärger durch Überschreitungen, die den Flüchtlingen dann doch zugetraut werden. Eigene Abteilung: Genitalverstümmelung, die „ist in Deutschland gesetzlich verboten“.

So weit, so Quatsch.

Ende Dezember 2012 hat die damalige Bundesregierung das gesetzliche Verbot von Genitalverstümmelung durch den Erlass von § 1631d BGB gelockert, in dem es heißt:

(1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.

Das heißt: Ein sorgeberechtigter Vormund, zum Beispiel eine nur heimlich geistesgestörte Mutter, hat hochoffiziös das Recht, aus nicht nennenswerten Gründen die Genitalien ihrer Söhne – natürlich nicht der Töchter, dieses Privileg steht in einem anständigen Patriarchat gefälligst nur Söhnen zu – verstümmeln zu lassen (denn was, wenn nicht Verstümmelung, ist das Abschneiden kleiner Körperteile wie Ohrläppchen, Fingerkuppen oder Vorhäuten?), so lange es jemand tut, der nachweislich ärztliche Kunst zu vollziehen vermag, und sei sie auch noch so abstrakt.

Es kommt noch schlimmer:

(2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind.

So genau muss man es mit der ärztlichen Kunst nicht nehmen: Ein für das Befassen mit Kindergenitalien besonders ausgebildeter (zum Beispiel katholischer) „dazu vorgesehener“ Heilsbringer darf – von notwendiger Einwilligung der Sorgeberechtigten spricht das Gesetz hier interessanterweise nicht – im ersten halben Lebensjahr dem Kind (lies: dem männlichen Kind) das Fortpflanzungsorgan zerschneiden. Ein paar Kunstfehler fallen in der Statistik kaum auf.

Man kann nur hoffen, dass diejenigen Flüchtlinge, die hier bleiben wollen, möglichst gottlose und anständige Eltern haben.

Mir wird geschlechtPolitik
Was du wissen solltest, so lange du das Gesetz nicht kennst

(Vorbemerkung: Ich hatte folgende Kritik zuvor bereits auf anderem Weg angebracht, leider blieb sie unbeantwortet. Ich gehe also von Vorsatz aus.)

Da wir gerade bei Parteien waren: Im Januar 2016 witzelte Katharina Nocun, noch vor nicht allzu langer Zeit Repräsentantin der Piratenpartei Deutschland, seitdem aber in doch reichlich schräge Kreise („Campact“) geraten, unter der Überschrift „Was Du wissen solltest, bevor Du die AfD wählst“ und der Prämisse, dass „oft argumentiert“ werde, Kritik an der AfD werde „durch die ‚Lügenpresse‘ gesteuert“ (ebd.), gestützt von großem medialem Beifall (u.a. Huffington Post) neben einigen zweifellos richtigen Beobachtungen zum Konservativismus der ansonsten bestenfalls tragikomischen baden-württembergischen „Alternative für Deutschland“ auch über deren vermeintliche Paranoia, dass männliche Bewerber auf eine Stelle als Gleichstellungsbeauftragte (sic!) aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert würden.

Ein Blick ins Gesetz – die Piratenpartei rät seit jeher zum Selbstnachschlagen – hätte vielleicht Schlimmeres verhindert: § 4,2 des dortigen Landeshochschulgesetzes schreibt vor, dass die (sic!) Gleichstellungsbeauftragte nebst Stellvertreterinnen „aus dem Kreis des an der Hochschule hauptberuflich tätigen“, Obacht!, „weiblichen wissenschaftlichen Personals“ zu stammen habe.

Im paranoiaresistenten Nordrhein-Westfalen, dessen Hochschul- (§ 24 HG) und Landesgleichstellungsgesetz (§ 15,3 LGG) ähnliche Vorschriften beinhalten, wird der Landtag übermorgen einen Antrag der offensichtlich paranoiden F.D.P.-Fraktion behandeln, der zum Ziel hat, die landesweiten Richtlinien den bestehenden gesellschaftlichen Strukturen anzupassen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau statt die bloße Gleichstellung der Frau zur Maxime zu machen. Hoffentlich werden Psychiater anwesend sein.

Ohne Lügenpresseausweis geh ich Karneval nicht aus dem Haus.
@kattascha

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Jethro Tull – Bourée

MontagskauzMontag. Nein, Moment: Montag! Welch famoser Kontrast ein verregneter Montag doch ist, wenn man das Wochenende stattdessen zu zweit verbrachte! Dieses Unterangebot an Sonntagen, übrigens, gilt es vom freien Markt baldmöglichst zu korrigieren.

Apropos Sonntag: Auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland, der gestern endete, hatte ein Organisator der AG SingleMalt einen Antrag eingereicht, der prompt angenommen wurde: Die Parteiprogramme sollen künftig geschlechtersensible Sprache berücksichtigen. Schade, dass der gute Ruf von Whiskey darunter leiden muss, denn nüchtern kommt hoffentlich niemand auf so eine beknackte Idee. Und die Netzpolitik? Nun ja: Über 5.000 Menschen in Deutschland sind stündlich so doof, dass sie alles anklicken, was wie eine Datei aussieht. „heise online“ rät zu mehr Sicherheitsupdates, ich rate unverändert zu einem Pflichtführerschein für das Internet.

Keine Sorge, es gibt Schüsslersalze gegen Leichtgläubigkeit. Wenn es schon anderweitig an Sicherheitsmaßnahmen gegen Idiotie mangelt: Jeb Bush, weder klügerer noch talentierterer ehemals potenzieller Nachfolger des Nachfolgers von George W. Bush, twitterte vor nicht allzu langer Zeit ein Symbolbild für Amerika, namentlich eine Waffe mit seinem Namen darauf, denn wenn so ein Amerikaner etwas wählen kann, was tötet, dann macht er das auch, weshalb die dortige „Cosmopolitan“ ihren Leserinnen nicht etwa dazu rät, von Waffenträgern fernzubleiben, sondern sich nur auf solche einzulassen, die einen Waffenschein besitzen. Die meucheln nicht, die wollen nur spielen.

Die deutsche „JOY“ indes – die mit Emma Watson vorne drauf – stellt fest: „Fell-Klamotten machen Männer verrückt!“ (Seite 52). Ob ich mich über eine Frau mit Plüschpantoffeln nicht eher köstlich amüsierte als dadurch verrückt zu werden, möchte ich nicht klar beurteilen können, beschränke mich somit auf die Feststellung, dass ich Informationen über die Männer total stier („kann je nach Kontext entweder supergut oder superblöde bedeuten“, Seite 49) finde.

Ebenfalls total stier: Jethro Tull.

Jethro Tull – Bourée, TV Broadcast 1999 HD

Guten Morgen.

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Der Zusammenbruch der Hackerkultur durch den Siegeszug des Twitterfeminismus

(Vorbemerkung: Ich bin zurzeit Mitglied von CCC und Piratenpartei, hoffe aber, deswegen nicht an irgendwas die Schuld zu tragen. Es folgt, da mich einige Geschehnisse der letzten Jahre nicht ganz unbewegt lassen, ein idealistisch motivierter Aufregtext, der keinesfalls zu einer sachlichen Diskussion beitragen soll.)

Felix „Fefe“ von Leitner ist aus dem Chaos Computer Club ausgetreten. Um zu verstehen, warum das ein schlechtes Zeichen ist, ist es ratsam, die Geschichte der Hackerkultur in Deutschland einmal genauer zu betrachten.

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In den NachrichtenMir wird geschlechtPolitik
Typisch Claudia Roth

Die Modezarin der ehemaligen Friedenspartei „Die Grünen“ hat in ihrem denkfreien Raum eine einfache Antwort auf das allgegenwärtige Warum zu den silvestrigen Übergriffen einer afrikanischen Bande gegenüber Frauen in Köln gefunden:

„Es ist doch nicht so, dass wir jetzt sagen können, das ist typisch Nordafrika, das ist typisch Flüchtling“, sagte Roth im WDR. „Hier geht es um Männergewalt und hier geht es um den Versuch, eine Situation – Silvesternacht – auszunutzen, als wäre das ein rechtsfreier Raum.“ (…) Man dürfe aber nicht versuchen, die Vorfälle zu missbrauchen, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen.

Wir lernen zweierlei. Erstens: Eine Silvesternacht ist überraschenderweise kein rechtsfreier Raum. Genau genommen ist sie überhaupt kein Raum. Zweitens: Es ist nicht typisch Nordafrika, wenn Nordafrikaner sexuell übergriffig würden. Da dürfe man jetzt nicht pauschalisieren und von „Nordafrikanergewalt“ sprechen, als wären alle Nordafrikaner Gewalttäter. Natürlich ist das aber typisch Mann. Nur ein patriarchalischer Sexist oder Journalist würde diesen offensichtlichen Umstand bestreiten.

Es ist aber auch nicht so, dass wir jetzt sagen können, das ist typisch „Die Grünen“, das ist typisch Frau. Hier geht es um Claudia Roth und hier geht es um den Versuch, eine Situation – Vorfälle in der Silvesternacht – auszunutzen, als wäre das eine Werbefläche. Man darf jetzt auch nicht versuchen, diese Meldung zu missbrauchen, um Stimmung gegen die Grünen zu machen.

Die sind bestimmt gar nicht alle so doof.

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The Delta Saints – Heavy Hammer

Guten MorgenEs ist Montag. Hurra!

Und das Jahr beginnt schon schön: FreeBSD ist kein Spielplatz für Knallköpfinnen mehr. Sollen die sich doch weiter mit Linus Torvalds beschäftigen. – Es war indes, glaubt man der Presse, selten so überraschend wie heute, dass wir alle überhaupt noch leben, um den Wochentag und den Feminismus doof zu finden: „München entgeht IS-Anschlag“ titelte das lokale Quatschblatt am Wochenende, was eigentlich auch nur „ein nicht völlig ausgeschlossener Anschlag hat wie üblich nicht stattgefunden“ bedeutet. Die links daneben stehende, sichtbar kleiner betitelte Meldung, eine Frau schwebe nach einem Treffer durch eine Silvesterrakete in Lebensgefahr, findet mutmaßlich kaum Beachtung durch die Leserschaft. Die Frau hat ja auch Glück gehabt, es hätte ein Terrorist und nicht nur eine harmlose Rakete sein können.

Die Koalition aus SPD und CDU/CSU, die vor wenigen Wochen noch neue Panzerlieferungsverträge mit den Vereinigten Arabischen Emiraten genehmigt hat, ist derweil außer sich: Im Nachbarland werden ja Leute getötet! Wie barbarisch, diese Missachtung des Rechts auf Leben. Noch ein paar Sturmgewehre dazu?

Fein, dass wir noch leben. So können wir gemeinsam sein und schwelgen.

Guten Morgen.