Archiv für die Kategorie ‘Mir wird geschlecht’.

Feminismist, Männerrrrrrechtler, verqueere Spinner. Alle zusammen.

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Liegengebliebenes vom 2. Juli 2016

Im aktuellen „SPIEGEL“ treffen Feminismus, Antideutschtum und Veganismus vortrefflich aufeinander:

Die Sprecherin der Linksjugend wurde von Migranten vergewaltigt. Der Polizei sagte sie zunächst nur, sie sei bestohlen worden, von Männern, die deutsch sprachen. (…) Gören mit ihrer weißen Bluse, dem streng zur Seite geflochtenen Zopf und dem glitzernden Herzanhänger würden viele für eine angehende Betriebswirtin halten, hätte sie nicht eine Freundin mit lila gefärbten Haaren als Verstärkung mitgebracht. Woher sie sich kennen? “Unter veganen Antifaschisten kennt man sich eben”, antwortet Gören.

Fazialpalmierend weiterlesen auf Blendle (Bezahllink, pardon).


Beim „Mitteldeutschen Rundfunk“ wurde vorgestern getwittert:

ICE aus Angst vor Terroranschlag in Niedersachsen evakuiert. Ein Reisender hatte laut Koranverse zitiert. Kein Sprengstoff gefunden.

Nicht mal auf die Terroristen ist noch Verlass. :twisted:


Wo muss denn unbedingt noch mehr Internet rein? Richtig:

Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

Ich finde ja, das ist eine Scheißidee.


Habt ihr schon „Kartoffelsalat“, den großartigen Film mit diversen deutschen YouTube-„Stars“, gesehen? Nein? Gut so!

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Liegengebliebenes vom 26. Juni 2016 (Feminismus-Spezialausgabe)

Es gibt Grund zu feiern:

Das Plus-Size-Model Ashley Graham hat mit einem Instagram-Foto Millionen Frauen begeistert. Auf einem Fahrrad fliegt ihr Rock so hoch, dass man einen Großteil ihrer Cellulite sieht.

Das nächste große Ding: Models mit einem Hautproblem. Gibt’s schon welche mit Schuppen?


Gina-Lisa Lohfink, derzeit in allen Klatschspalten zu Hause und mir bis dato unbekannt, nach kurzer Recherche allerdings auch nicht für kennenswert befunden, muss sich, meint Bundesrichter Thomas Fischer, zumindest nicht vorwerfen lassen, wie all die anderen Kurzzeitbekanntheiten aus dem Arbeitslosenfernsehen nichts Sinnvolles gelernt zu haben:

Das (stark heruntergerechnete) Nettoeinkommen dieser Beschuldigten müsste demnach bei etwa 400 Euro pro Tag (= 12.000 Euro pro Monat) liegen, was plausibel ist, denn als Mensch mit dem Beruf „Vorzeigen-von-dicken-Silikonbrüsten“ sollte man schon deutlich mehr verdienen als der Präsident eines Obersten Bundesgerichts.

Gibt ja sowieso zu viele von denen.


Sowieso und immer lesenswert:

Und ich finde es seltsame Zeiten, in denen eine Gesellschaft Millionen über Millionen für eine ihrer Gruppen aufbringt, deren in Talkshows herumgereichte Vertreter eben diese Gesellschaft zugleich ein Patriarchat nennen, das sie unterdrückt.


Die Neue Zürcher Zeitung findet in einem Text, in dem sie durchweg das schauderhaft klingende und überdies falsche „Studierende“ statt „Studenten“ verwendet, die political correctness in den USA übertrieben.


Ihr seid Männer und wolltet schon immer mal wissen, woher die für die angebliche Lohnlücke zwischen Männern und Frauen verantwortliche ungleiche Verteilung von Arbeitszeiten stammt? Ganz einfach: Wenn Frauen so lange arbeiten würden wie ihr, protestierte ihr Körper dagegen. Bei Männern ist das natürlich etwas völlig anderes, ein Büro fernab von Hobbys, Freunden und Familie ist schon evolutionär bedingt ihr natürliches Terrain.

In den NachrichtenMir wird geschlechtNerdkramsPolitik
Kurz verlinkt: Gewalt, Google, Schokolade und Quoten

Die klare Ansage des Tages kam gestern von „der Antifa“, deren Mitideologe Horst Schöppner medial klarstellen zu müssen meinte:

Gewalt wirkt. Egal, ob es einem gefällt oder nicht. Gewalt wirkt auch gegen Nazis. Vielleicht wirkt sogar nur Gewalt gegen Nazis.

Und zwar, weil:

Wenn Sie kein Rassist, Islamhasser oder Nazis sind, wenn Sie also die Parolen von PEGIDA oder AfD nicht gut finden, dann sind Sie für Ihr Gegenüber vermutlich automatisch: dumm, Antifa, Gutmensch, Neger, Lügenpresse, Schwuchtel, Staatsbüttel oder alles zusammen.

Erst mal davon ausgehen, dass der Gegenüber einen für dumm oder – eine offensichtlich noch weit schlimmere Beleidigung – Antifa (sic!) hält, um ihm präventiv auf’s Maul hauen zu dürfen, ist eine überaus elegante Lösung. Nie habe ich mir so sehr gewünscht, auch einmal für dumm gehalten zu werden. Herr Schöppner, wie wär’s?


Google findet, Passwörter seien keine für Android zukunftstaugliche Sicherheitsvorkehrung, und möchte stattdessen eure biometrischen Daten in der cloud (also auf den Rechnern überdies US-amerikanischer Fremder) speichern.

Kotz


2005: Dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen sind rassistisch.
2016: Sich über dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen aufzuregen ist rassistisch.

Langweilig wird es mit diesen Leuten zum Glück nie.


Der Feminismus hat uns nun jahrelang gelehrt, dass es nicht etwa ausbildungs- oder lebensstilbedingt, sondern allein eine Diskriminierungsfolge ist, als Frau nicht auf eine Führungsposition erhoben zu werden. Folglich gibt es für die Nachricht, dass hauptsächlich Westdeutsche ostdeutsche Führungspositionen innehaben, nur einen möglichen Grund. Ich erwarte Oben-ohne-Demonstrationen beschrifteter ostdeutscher Manager in allen größeren deutschen Städten.

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Liegengebliebenes vom 5. Mai 2016

Der Feminismus war erschreckend still in letzter Zeit. Jetzt stellt sich heraus: Er hat nur Kräfte gesammelt. Der Doppelschlag:

  1. Virtuelles Manspreading. Das heißt: Wenn ihr irgendwo im Web (zum Beispiel: hier unten drunter) einen Kommentar hinterlasst, ohne darauf zu achten, dass es an der gleichen Stelle bereits recht viele Kommentare von Männern gibt, aber selbst keine Frau seid, tragt ihr dazu bei, dass Frauen dort unterrepräsentiert sind, was frauenfeindlich, rüpelhaft und mindestens so schlimm wie Hitler ist.
  2. Was eine Partei im (erneuten) Aufwind – vgl. Piratenpartei um 2011 herum – unbedingt braucht, sind ja solche Ideen: Feministische Liberale fordert Frauenquote in der F.D.P., und so langsam können wir uns von der F.D.P. dann wohl auch wieder verabschieden.

Immer nur Drogen sind ja auch langweilig: Polizei greift jungen Mann mit Drogen und 3.000 Pfandetiketten auf.


Abschließend kurz notiert zur re:publica: Eine Szene, die sich von Sascha Lobo anführen lässt, wird immer nur zu lange Texte schreiben, aber niemals was verändern.


Apropos „kein Geld haben“: Die Steuern, die griechische Bürger retten sollen, haben stattdessen griechische Banken gerettet. Das ist natürlich jetzt eine große Überraschung.


Ganz Deutschland beklagt die baldige Abschaffung großer Geldscheine, ohne jemals einen besessen zu haben. Dabei gibt es gute Gründe, das Bargeld auch mit großen Nennwerten für ein Sicherheitsnetz zu halten: Studentin bekommt aus Versehen einen Millionenkredit und verpulvert ihn. Mit 500-Euro-Scheinen wäre das nicht passiert!

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Für den Seelenfrieden: 140 Zeichen Diskussionskultur

(Vorbemerkung: Aus aktuellem Anlass muss ich mich leider doch noch mal über das Verhalten von Mitgliedern der Piratenpartei wundern. Pardon!)

Manchmal bin ich doch überrascht von mir selbst.

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Liegengebliebenes vom 7. April 2016

Immer diese proamerikanischen Propagandistensender!!1

Eurozentristisch mit einem starken Hang zu US-liebedienerischer Darstellung, regierungsfromm mit Blick auf Berlin, antirussisch und antichinesisch, ignorant gegenüber geopolitischen Entwicklungen, unvollständig und tendenziös in ihren Bildern aus Lateinamerika, noch defizitärer hinsichtlich aller Afrika betreffenden Nachrichten, agitatorisch, propagandistisch und desinformativ.

Ein Skandal ist es eben nur, wenn der Iwan die Schuld trägt.


In Japan haben Tausende von Menschen am Sonntag beim alljährlichen Kanamara Matsuri («Festival des metallenen Phallus») dem männlichen Glied gehuldigt.


Leistung muss sich wieder lohnen: Die F.D.P. hat einen eigenen Dienstleister zum Twittern.


Apropos F.D.P.: Ein paar Datenwissenschaftler haben das Programm der AfD analysiert und dabei zum Einen festgestellt, dass die Partei weniger rechts ist als CDU und F.D.P., zum Anderen, dass „der Algorithmus beispielsweise bei der SPD gar keine eindeutige Aussage“ erkennt. Aus wissenschaftlicher Sicht kann die SPD also gar nicht umfallen, weil sie gar keine Themen besetzt.


Lustig: Die Universität Marburg hält Gender Studies für eine ernsthafte Wissenschaft, die es zu verteidigen gilt, die Piratenpartei Marburg fasst sich an die Stirn.


Schöne, neue Welt: Es gibt jetzt Sexsimulatoren.

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Genitalverstümmelung muss deutsch bleiben!

Ronald Düker („ZEIT ONLINE“) wirkt ehrlich begeistert, dass ihm, äh, den Flüchtlingen endlich mal wer erklärt, wie Ficken geht:

Das Aufklärungsportal „Zanzu – Mein Körper in Wort und Bild“ richtet sich an Migranten. „Vor allem zu uns geflüchtete Menschen“, heißt es in einer amtlichen Mitteilung, „die noch nicht lange in Deutschland leben, erhalten hier einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich.“

Man lernt dort: Sex ist ganz in Ordnung, wenn alle Beteiligten Spaß daran haben und niemandem etwas zustößt. Dabei gibt der Verantwortliche für das Schnackselportal, das Bundesministerium für Gesundheit, den väterlichen Ratgeber, verzichtet jedoch leider darauf, das mit den Gesetzen allzu genau zu nehmen:

Nur am Rande dräut Ärger durch Überschreitungen, die den Flüchtlingen dann doch zugetraut werden. Eigene Abteilung: Genitalverstümmelung, die „ist in Deutschland gesetzlich verboten“.

So weit, so Quatsch.

Ende Dezember 2012 hat die damalige Bundesregierung das gesetzliche Verbot von Genitalverstümmelung durch den Erlass von § 1631d BGB gelockert, in dem es heißt:

(1) Die Personensorge umfasst auch das Recht, in eine medizinisch nicht erforderliche Beschneidung des nicht einsichts- und urteilsfähigen männlichen Kindes einzuwilligen, wenn diese nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt werden soll. Dies gilt nicht, wenn durch die Beschneidung auch unter Berücksichtigung ihres Zwecks das Kindeswohl gefährdet wird.

Das heißt: Ein sorgeberechtigter Vormund, zum Beispiel eine nur heimlich geistesgestörte Mutter, hat hochoffiziös das Recht, aus nicht nennenswerten Gründen die Genitalien ihrer Söhne – natürlich nicht der Töchter, dieses Privileg steht in einem anständigen Patriarchat gefälligst nur Söhnen zu – verstümmeln zu lassen (denn was, wenn nicht Verstümmelung, ist das Abschneiden kleiner Körperteile wie Ohrläppchen, Fingerkuppen oder Vorhäuten?), so lange es jemand tut, der nachweislich ärztliche Kunst zu vollziehen vermag, und sei sie auch noch so abstrakt.

Es kommt noch schlimmer:

(2) In den ersten sechs Monaten nach der Geburt des Kindes dürfen auch von einer Religionsgesellschaft dazu vorgesehene Personen Beschneidungen gemäß Absatz 1 durchführen, wenn sie dafür besonders ausgebildet und, ohne Arzt zu sein, für die Durchführung der Beschneidung vergleichbar befähigt sind.

So genau muss man es mit der ärztlichen Kunst nicht nehmen: Ein für das Befassen mit Kindergenitalien besonders ausgebildeter (zum Beispiel katholischer) „dazu vorgesehener“ Heilsbringer darf – von notwendiger Einwilligung der Sorgeberechtigten spricht das Gesetz hier interessanterweise nicht – im ersten halben Lebensjahr dem Kind (lies: dem männlichen Kind) das Fortpflanzungsorgan zerschneiden. Ein paar Kunstfehler fallen in der Statistik kaum auf.

Man kann nur hoffen, dass diejenigen Flüchtlinge, die hier bleiben wollen, möglichst gottlose und anständige Eltern haben.

Mir wird geschlechtPolitik
Was du wissen solltest, so lange du das Gesetz nicht kennst

(Vorbemerkung: Ich hatte folgende Kritik zuvor bereits auf anderem Weg angebracht, leider blieb sie unbeantwortet. Ich gehe also von Vorsatz aus.)

Da wir gerade bei Parteien waren: Im Januar 2016 witzelte Katharina Nocun, noch vor nicht allzu langer Zeit Repräsentantin der Piratenpartei Deutschland, seitdem aber in doch reichlich schräge Kreise („Campact“) geraten, unter der Überschrift „Was Du wissen solltest, bevor Du die AfD wählst“ und der Prämisse, dass „oft argumentiert“ werde, Kritik an der AfD werde „durch die ‚Lügenpresse‘ gesteuert“ (ebd.), gestützt von großem medialem Beifall (u.a. Huffington Post) neben einigen zweifellos richtigen Beobachtungen zum Konservativismus der ansonsten bestenfalls tragikomischen baden-württembergischen „Alternative für Deutschland“ auch über deren vermeintliche Paranoia, dass männliche Bewerber auf eine Stelle als Gleichstellungsbeauftragte (sic!) aufgrund ihres Geschlechtes diskriminiert würden.

Ein Blick ins Gesetz – die Piratenpartei rät seit jeher zum Selbstnachschlagen – hätte vielleicht Schlimmeres verhindert: § 4,2 des dortigen Landeshochschulgesetzes schreibt vor, dass die (sic!) Gleichstellungsbeauftragte nebst Stellvertreterinnen „aus dem Kreis des an der Hochschule hauptberuflich tätigen“, Obacht!, „weiblichen wissenschaftlichen Personals“ zu stammen habe.

Im paranoiaresistenten Nordrhein-Westfalen, dessen Hochschul- (§ 24 HG) und Landesgleichstellungsgesetz (§ 15,3 LGG) ähnliche Vorschriften beinhalten, wird der Landtag übermorgen einen Antrag der offensichtlich paranoiden F.D.P.-Fraktion behandeln, der zum Ziel hat, die landesweiten Richtlinien den bestehenden gesellschaftlichen Strukturen anzupassen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau statt die bloße Gleichstellung der Frau zur Maxime zu machen. Hoffentlich werden Psychiater anwesend sein.

Ohne Lügenpresseausweis geh ich Karneval nicht aus dem Haus.
@kattascha

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Jethro Tull – Bourée

MontagskauzMontag. Nein, Moment: Montag! Welch famoser Kontrast ein verregneter Montag doch ist, wenn man das Wochenende stattdessen zu zweit verbrachte! Dieses Unterangebot an Sonntagen, übrigens, gilt es vom freien Markt baldmöglichst zu korrigieren.

Apropos Sonntag: Auf dem Bundesparteitag der Piratenpartei Deutschland, der gestern endete, hatte ein Organisator der AG SingleMalt einen Antrag eingereicht, der prompt angenommen wurde: Die Parteiprogramme sollen künftig geschlechtersensible Sprache berücksichtigen. Schade, dass der gute Ruf von Whiskey darunter leiden muss, denn nüchtern kommt hoffentlich niemand auf so eine beknackte Idee. Und die Netzpolitik? Nun ja: Über 5.000 Menschen in Deutschland sind stündlich so doof, dass sie alles anklicken, was wie eine Datei aussieht. „heise online“ rät zu mehr Sicherheitsupdates, ich rate unverändert zu einem Pflichtführerschein für das Internet.

Keine Sorge, es gibt Schüsslersalze gegen Leichtgläubigkeit. Wenn es schon anderweitig an Sicherheitsmaßnahmen gegen Idiotie mangelt: Jeb Bush, weder klügerer noch talentierterer ehemals potenzieller Nachfolger des Nachfolgers von George W. Bush, twitterte vor nicht allzu langer Zeit ein Symbolbild für Amerika, namentlich eine Waffe mit seinem Namen darauf, denn wenn so ein Amerikaner etwas wählen kann, was tötet, dann macht er das auch, weshalb die dortige „Cosmopolitan“ ihren Leserinnen nicht etwa dazu rät, von Waffenträgern fernzubleiben, sondern sich nur auf solche einzulassen, die einen Waffenschein besitzen. Die meucheln nicht, die wollen nur spielen.

Die deutsche „JOY“ indes – die mit Emma Watson vorne drauf – stellt fest: „Fell-Klamotten machen Männer verrückt!“ (Seite 52). Ob ich mich über eine Frau mit Plüschpantoffeln nicht eher köstlich amüsierte als dadurch verrückt zu werden, möchte ich nicht klar beurteilen können, beschränke mich somit auf die Feststellung, dass ich Informationen über die Männer total stier („kann je nach Kontext entweder supergut oder superblöde bedeuten“, Seite 49) finde.

Ebenfalls total stier: Jethro Tull.

Jethro Tull – Bourée, TV Broadcast 1999 HD

Guten Morgen.

Mir wird geschlechtPersönlichesPiratenpartei
Der Zusammenbruch der Hackerkultur durch den Siegeszug des Twitterfeminismus

(Vorbemerkung: Ich bin zurzeit Mitglied von CCC und Piratenpartei, hoffe aber, deswegen nicht an irgendwas die Schuld zu tragen. Es folgt, da mich einige Geschehnisse der letzten Jahre nicht ganz unbewegt lassen, ein idealistisch motivierter Aufregtext, der keinesfalls zu einer sachlichen Diskussion beitragen soll.)

Felix „Fefe“ von Leitner ist aus dem Chaos Computer Club ausgetreten. Um zu verstehen, warum das ein schlechtes Zeichen ist, ist es ratsam, die Geschichte der Hackerkultur in Deutschland einmal genauer zu betrachten.

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In den NachrichtenMir wird geschlechtPolitik
Typisch Claudia Roth

Die Modezarin der ehemaligen Friedenspartei „Die Grünen“ hat in ihrem denkfreien Raum eine einfache Antwort auf das allgegenwärtige Warum zu den silvestrigen Übergriffen einer afrikanischen Bande gegenüber Frauen in Köln gefunden:

„Es ist doch nicht so, dass wir jetzt sagen können, das ist typisch Nordafrika, das ist typisch Flüchtling“, sagte Roth im WDR. „Hier geht es um Männergewalt und hier geht es um den Versuch, eine Situation – Silvesternacht – auszunutzen, als wäre das ein rechtsfreier Raum.“ (…) Man dürfe aber nicht versuchen, die Vorfälle zu missbrauchen, um Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen.

Wir lernen zweierlei. Erstens: Eine Silvesternacht ist überraschenderweise kein rechtsfreier Raum. Genau genommen ist sie überhaupt kein Raum. Zweitens: Es ist nicht typisch Nordafrika, wenn Nordafrikaner sexuell übergriffig würden. Da dürfe man jetzt nicht pauschalisieren und von „Nordafrikanergewalt“ sprechen, als wären alle Nordafrikaner Gewalttäter. Natürlich ist das aber typisch Mann. Nur ein patriarchalischer Sexist oder Journalist würde diesen offensichtlichen Umstand bestreiten.

Es ist aber auch nicht so, dass wir jetzt sagen können, das ist typisch „Die Grünen“, das ist typisch Frau. Hier geht es um Claudia Roth und hier geht es um den Versuch, eine Situation – Vorfälle in der Silvesternacht – auszunutzen, als wäre das eine Werbefläche. Man darf jetzt auch nicht versuchen, diese Meldung zu missbrauchen, um Stimmung gegen die Grünen zu machen.

Die sind bestimmt gar nicht alle so doof.

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusik
The Delta Saints – Heavy Hammer

Guten MorgenEs ist Montag. Hurra!

Und das Jahr beginnt schon schön: FreeBSD ist kein Spielplatz für Knallköpfinnen mehr. Sollen die sich doch weiter mit Linus Torvalds beschäftigen. – Es war indes, glaubt man der Presse, selten so überraschend wie heute, dass wir alle überhaupt noch leben, um den Wochentag und den Feminismus doof zu finden: „München entgeht IS-Anschlag“ titelte das lokale Quatschblatt am Wochenende, was eigentlich auch nur „ein nicht völlig ausgeschlossener Anschlag hat wie üblich nicht stattgefunden“ bedeutet. Die links daneben stehende, sichtbar kleiner betitelte Meldung, eine Frau schwebe nach einem Treffer durch eine Silvesterrakete in Lebensgefahr, findet mutmaßlich kaum Beachtung durch die Leserschaft. Die Frau hat ja auch Glück gehabt, es hätte ein Terrorist und nicht nur eine harmlose Rakete sein können.

Die Koalition aus SPD und CDU/CSU, die vor wenigen Wochen noch neue Panzerlieferungsverträge mit den Vereinigten Arabischen Emiraten genehmigt hat, ist derweil außer sich: Im Nachbarland werden ja Leute getötet! Wie barbarisch, diese Missachtung des Rechts auf Leben. Noch ein paar Sturmgewehre dazu?

Fein, dass wir noch leben. So können wir gemeinsam sein und schwelgen.

Guten Morgen.

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Dreimal kurz verlinkt: Sterne, Logik und Verbote

Morgen tritt die Vorratsdatenspeicherung endlich in Kraft; still und heimlich trat auch etwas anderes in Kraft, nämlich die überraschende Erkenntnis, dass der Bundesnachrichtendienst Illegales tat, als er Spionage betrieb. Wer hätte das ahnen können?

Was haben beide Meldungen gemeinsam? Richtig, beide Meldungen waren keine Sekunde lang „Topmeldung“ auf dem „IT-News“-Portal „heise online“ (Beschreibung von ebendort). Stattdessen ist seit gestern eine viel brisantere Meldung oben an der Seite angepinnt:

Disney

Ein neuer Disney-Film kommt raus. Ist ja auch recht interessant.


Ist Logik männlich? Ist der weibliche Mangel an Interesse an den „knallharten“ philosophischen Disziplinen formeller Logik und Semantik symptomatisch für eine Ungerechtigkeit, die mit dem Geschlecht zu tun hat? (…) In einer Folge von Studien der Logik historischer Figuren (…) ergründet [die Autorin, A.d.V.] die wechselseitigen Beziehungen zwischen logischer Innovation und unterdrückenden Sprachstrategien und zeigt, dass Logik keine transzendente Wahrheit ist, sondern eine abstrakte Form der Sprache, die von Männern gesprochen wird[.]

Kein Witz.


Wenigstens läuft nicht alles schief: Fehler werden verboten! Jedenfalls beinahe:

Michael Waidner vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) empfahl, bei der Cybersicherheit allgemein anzusetzen. „Je sicherer ein Produkt ist, desto schwerer ist es auch, in dieses einzudringen und Nutzer zu überwachen“, betonte er. (…) Der Wissenschaftler plädierte dafür, „Exploits radikal als Cybercrime zu verbieten“.

Ein sichereres System ist sicherer als ein weniger sicheres, und wer in ein System „einbricht“, der sollte das nicht dürfen. :)

Zum Glück haben wir Experten.

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Dreimal kurz zitiert: Windows 10, Wohlfühlstudenten, Kassenklingeln

Microsofts kreative Versionierung:

This initial shipping version of Windows 10 can also be identified by a build number, 10240. Where the 10 stands for 10 and the 240 stands for absolutely nothing. Actually, the 10 doesn’t stand for 10 either: That’s just the 10,240th time Microsoft has built Windows. Except, of course, that it isn’t.

:lachtot:


Genderirrsinn an der Yale University:

It is not about creating an intellectual space! You understand that? It is about creating a home here! You are not doing that!

Naja, auch in den USA brauchen sie ja Leute, die später mal die Klos putzen.


Der Tod ist ein Kassenwart aus Deutschland:

Die Waffen, die vor zwei Wochen an die 130 Franzosen getötet haben, waren nun vielleicht doch nicht, wie vormals behauptet, von hier. Das meldeten die Nachrichten in allen Kanälen. Dass sie in Deutschland geordert wurden, war halt doch nur ein Gerücht von bösen Zungen. (…) Wieder ein wenig weniger Schuld auf den Schultern dieses Landes.

Die Schuld, die Schuld tragen zum Glück immer die Anderen (i.e. Gabriel, Sigmar).

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Liegengebliebenes vom 19. November 2015

Pünktlich zum heutigen internationalen Männertag habe ich mir die tödliche Männererkältung zugezogen. Meine verbleibende Lebenszeit ist daher wahrscheinlich kurz. Bevor ich also abtrete und der Nachwelt ein CDU-regiertes Deutschland hinterlasse, kann ich ein paar Nachrichten der letzten Tage trotzdem nicht unkommentiert lassen. Es gibt Schlimmeres.

Netzpolitik zum Beispiel mag „tot“ sein, aber sinnlos ist sie bei Weitem nicht: Ein US-Geheimdienstler findet, an Terrorismus seien allein Datenschützer schuld. Zum Glück haben wir in Deutschland ein paar Parteien, die sich trotzdem um eine lebenswerte Gesellschaft kümmern, zum Beispiel die „Grünen“, die endlich eine Möglichkeit gefunden haben, ihrem image als Partei der Waffennarren und erhobenen Zeigefinger eine neue Form der Beklopptheit zu geben:

„Um sicherzustellen, dass alle Menschen gleichermaßen genannt und dadurch mitgedacht werden, wird in unseren Beschlüssen ab jetzt der Gender-Star benutzt“, begründet der Bundesvorstand seinen Vorstoß.

Beziehungsweise eben der*die Bundesvorstand*in. Ich finde es übrigens durchaus angenehm bissig, bei der Sprachverhunzung dem Patriarchat weiterhin den Kern eines Wortes und den Frauen das überflüssige, aber immerhin letzte Wort („*in“) zu überlassen.

Da wir gerade bei Parteien sind: Laut „SPIEGEL ONLINE“ sei die AfD derzeit die drittstärkste Kraft im Bundestag. Wie praktisch, dann muss man nicht mehr wählen gehen, wenn der Wahlausgang Jahre zuvor rückwirkend per Umfrage festgelegt wird. Hunde, wollt ihr ewig leben? Manche jedenfalls nicht: Das Netz ist gespalten. Was wir jetzt brauchen, sind mehr traurige Menschen mit Zetteln, mehr Flaggenavatare auf Twitter und mehr Tonnenboys (m/w).

Apropos Tonnenboys bzw. och nei, du: Xavier Naidoo („Wo sind unsere Führer, wo sind sie jetzt?“, aus: „Wo sind sie jetzt?“), der wohl bekannteste Gefangene der Deutschland GmbH, darf 2016 im „Eurovision Song Contest“ für dieses schwer gebeutelte Land „singen“. Nun könnte man einwerfen, dass es ja ein Länder- und kein Musikerwettstreit sei, und dann hört man sich einmal die dort aufgeführten austauschbaren englischsprachigen Mitklatschschlager der vergangenen Jahre an und zieht seinen Einwand zurück. Seien wir doch ehrlich und geben zu, dass wir uns mindestens seit dem Jahr nach Nicole Ohnenachnamens erschreckend erfolgreichem „Ein bisschen Frieden“ nicht mehr mit den Auftritten identifizieren können und mit der Musik noch viel weniger. Dass aus Deutschland nicht viel gute Musik kommt, mag stimmen; dass aber der „Eurovision Song Contest“ ein medial aufgeblasener Schlagerwettstreit und kein ernst zu nehmendes künstlerisch bemerkenswertes Musikfestival ist und Xavier Naidoo mit seinem melodisch und textlich bestenfalls nur belanglosen Gejammer nicht einmal der lachhafteste mögliche Vertreter Deutschlands ist, wird vor lauter Politisierung viel zu sehr verdrängt.

„Leike Setteleit“ war auch nicht deshalb ein Erfolg, weil es so gut zu Deutschland passen würde.

Gute Besserung uns allen.