Archiv für Februar 2018

In den Nachrichten
Stinken gegen Rechts!

Eine fantastische Statistik hat der Guardian heute gefunden:

Menschen mit einem größeren Hang dazu, die Nase vom Geruch nach Urin, Schweiß und anderen Körpergerüchen abzuwenden, haben wahrscheinlicher eine rechtsautoritäre Weltanschauung, vermutet die Forschung. (…) Die Ergebnisse [der Studie] decken auf, dass rechter Autoritarismus mit einem Gefühl der Abstoßung gegenüber Körpergerüchen verbunden sei und dass diese Verbindung auch einen schwachen Zusammenhang zwischen solchen Gefühlen des Angewidertseins und der Unterstützung für Donald Trump untermauere.

(Übersetzung von mir.)

Was bedeutet, dass die eher „linke“ Teilgruppe der Studienteilnehmer gleichzeitig auch die ist, der Gestank nicht so viel ausmacht, was dem erfahrenen Fahrgast von so Zügen einiges erklären könnte oder auch nicht. Eine mögliche Lesart wäre dann auch diese: Duschen ist nicht progressiv und Deodorants sind, statistisch gesehen, wahrscheinlicher ein Erkennungszeichen neuer Rechter als linker Kampfgenossen. Da hilft auch eine Anbiederung an „linke“ Gendersperenzchen nichts mehr: Ihr seid enttarnt, ihr Seifennazis!

Die Ärzte – Deutschland verdrecke

:aufsmaul:

Netzfundstücke
Deutschland, deine Allegorien! (12)

Ein neuer Aufbruch (ca. 1095)

(Quelle)

In den NachrichtenMontagsmusik
People of the North – Over Me // Was kostet Fahrtgeld?

Vielleicht findet mich der Montag ja nicht.Es ist Montag. Freu wie blöd! Es ist kalt, das Selbst ist beschwerlich und die Menschen sind zumeist sehr unerfreulich. Man könnte Bus fahren vor Vergnügen.

Busfahren, apropos, ist ja inzwischen, gerade mal sechs Jahre, nachdem der Autor dieser Zeilen selbst in eine Werbekampagne für den fahrscheinfreien Nahverkehr hineingezogen wurde, auch zu einer Forderung geworden, die die oft gescholtenen Mainstreammedien befürworten. Und sie machen es – Trommelwirbel! – erwartungsgemäß falsch: Auf dem ehemaligen EDV-Fachportal „heise online“ fragt etwa Dusan Zivadinovic, wer denn bei „Gratis-Nahverkehr“ zahle, und bemerkt selbst nicht, dass es eben nicht um Kosten-, sondern um Fahrscheinfreiheit geht. Zu zahlen hätten es alle; die Forderung nach einem fahrscheinfreien (also kollektiv finanzierten) Nahverkehr stammt eben aus derselben Hirnschmiede wie die nach kollektiv finanziertem Geld für alle („BGE“), denn wenn man allen gleichviel wegnimmt und jedem etwas von der Beute abgibt, ist Fairness endlich hergestellt. Fast wie früher. Ochs und Esel ahnen, wie das ausgeht.

In den USA tobt derweil immer noch der Bürgerkrieg der Guten: Mal lassen sie schwarze Köche entfernen, weil diese es wagten, im „Black History Month“ – als wäre dessen bloße Existenz noch nicht bekloppt genug – Dinge auf die Speisekarte zu schreiben, die ihnen auch schmecken, aber leider Klischeeschwarzen eben auch, mal sind sie zu blöd für Mathematik: Schüler findet, Wurzelzeichen sehe aus wie Handfeuerwaffe, Polizei tritt auf den Plan. Ich möchte vorsichtig anregen, die Zivilgesellschaft in den USA bis auf Weiteres allein zu lassen und zu warten, bis sich das Problem von selbst löst.

Dann bleibt auch mehr Zeit für Musik.

People of the North – Over Me

Guten Morgen.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: At the Drive-In – Diamanté

At the Drive-In - DiamantéVon 1993 bis 2001 bestand die texanische Post-Hardcore-Band At the Drive-In, die in einschlägigen Musikmedien als – um nicht schon wieder dieses unsägliche Wort „abfeiern“ zu verwenden – ziemlich gut beschrieben wurde. Aus Gründen wurden aus ihr dann jedoch zwei verschiedene Gruppen, nämlich die mir völlig unbekannten Sparta und die mir in recht positiver Weise bekannten The Mars Volta. Letztere Gruppe nannte ich vor ein paar Jahren „Krawallbengels“ und kurz darauf hatte ich sie dann auch verstanden.

Seit 2012 sind At the Drive-In jedoch wieder vereint, wobei mittlerweile an der Personalschraube geringfügig gedreht wurde: Mitgründer Jim Ward wurde 2016 durch Keeley Davis von Sparta ersetzt, sonst ist alles beim Alten. Nach dem ersten Studioalbum nach 16 albenfreien Jahren, dem von mir 2017 gänzlich unterschlagenen „in•ter a•li•a“, erschien noch im November 2017 der/die/das EP „Diamanté“ (Amazon.de, TIDAL) mit drei Liedern, die mich in einem Maße erfreuen, das in mir den Wunsch hervorruft, mich doch noch mal ein bisschen genauer mit dem bisherigen Werk des Quintetts auseinanderzusetzen.

At The Drive In – Amid Ethics

Garagengitarren, Mitwipprhythmus, unscheißer Gesang – so leicht ist es, mich musikalisch zu begeistern. Dass es trotzdem so wenige Gruppen schaffen, spricht nicht für die Musikszene dieses Jahrzehnts. „Diamanté“ klingt wie ein Cocktail im Sommer auf der Autobahn (natürlich auf dem Beifahrersitz) – und das bei den derzeitigen Temperaturen!

Heiße Scheibe, insgesamt.

NerdkramsProjekte
In eigener Sache: Mailadressen weniger wütend validieren mit libvldmail.

Immer nur auf Webstandards herumzuhacken ist auf Dauer etwas eintönig. Darum hacke ich heute einmal auf einer anderen Gruppe von Standards herum: Mailadressen.

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Piratenpartei
#bpt181 (i. Vorb.)

Hierzu absehbar schon jetzt:

Es ist kurzsichtig anzunehmen, dass man „Lösungen“ für Menschen hat, an deren Leben man nicht teilnimmt und deren Probleme man nicht kennt.
Paul Feyerabend

Hauptsache: „sozial“.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 23. Februar 2018

Passagier furzte: Flieger musste in Wien notlanden.


Gerhard Schröder empfiehlt der SPD, mehr zu schrödern.


Endlich tut mal einer was gegen die Gewalt in den USA (1): Parlament in Florida erklärt Pornografie für gefährlich.


Endlich tut mal einer was gegen die Gewalt in den USA (2): Kirche in Pennsylvania bittet Paare, demnächst mal ihre halbautomatischen Waffen zwecks Segnung vorbeizubringen. Gotteskrieger ohne Allah – Sachen gibt’s.


FreeBSDs neu gefundener Feminismus trägt Früchte: Die, die Software für es portieren, wollen den Mist auch nicht haben, und machen sich vom Acker.

Netzfundstücke
Lustige Berufe (3)

Heute:

Ein Interview mit dem ersten professionellen Coach für LSD-Microdosing.

:roll:

NetzfundstückeSonstiges
Medienkritik in Kürze: Erinnern an „neunzehn100“.

Am Bahnhofskiosk sah ich kürzlich ein Magazin, das mich ungewöhnlich erfreut hat. Es heißt „neunzehn100“, wurde „Magazin der Erinnerungsanlässe“ betitelt und trägt den Untertitel „Das Magazin für alle, die sich gern erinnern und Freude an schönen alten Dingen haben“. Ich erinnere mich gern und habe Freude an schönen alten Dingen, auch an solchen, deren Ursprungsjahr dem 20. Jahrhundert entstammt. Daher der Name:

Der Magazinname neunzehn100 spielt darauf an, dass die Zielgruppe (…) Erinnerungen an Erlebnisse und Ereignisse im letzten Jahrhundert hat – eben in Jahren und Jahrzehnten, die mit „neunzehnhundert…“ beginnen.

Wer jetzt Weltkriege erhofft hat, der wird enttäuscht: Diesen nahe kommt man vielleicht noch mit dem Titelthema „Der treue Kadett“ aus der zweiten und aktuellen Ausgabe, wenngleich es dort um das Auto und nicht etwa um einen Fahnenjunker geht. Stattdessen dreht sich das Erzählte um Audiokassetten, Helgoland, groteske Brillen und Fackeln. Fackeln? Fackeln!

Fackeln!
Über eine Tradition, bei der einem warm ums Herz wird

Na gut, vielleicht doch ein bisschen Weltkrieg.

Wer so was liest? Genau das scheint das Problem zu sein:

[D]ie erreichten Verkaufszahlen lassen eine Fortsetzung des Titels für einen so kleinen Verlag wie unseren einfach nicht zu. Die zum 23. Februar angekündigte dritte Ausgabe wird daher nicht erscheinen. (…) Wenn wir wissen, ob und wie es weitergeht, werden Sie es an dieser Stelle lesen können.

Das ist doch mal ein schöner Erinnerungsanlass.

In den NachrichtenMontagsmusik
Blueneck – Sirens

Montag (Symboleule)Es ist Montag und genau so fühlt es sich auch an. Man fühlt sich wie gerädert, dabei ist das Rädern völlig aus der Mode gekommen. Das hat man mit ihm gemein, nur abgeschafft ist man noch nicht. In den USA wird gegenwärtig ergebnisoffen über die Abschaffung von Waffen diskutiert, man selbst hat nur die Anschaffung von Waffeln im Sinn. Mit denen könnte man sich, wenn man gut zielen kann, sicherlich auch angemessen verteidigen.

Andere verteidigen gar nicht erst: In Berlin haben linke Aktivistin, von der Polizei nicht weiter daran gehindert, die Grundrechte demonstrierender Frauen massiv verletzt, als hießen Grundrechte nur so, weil man sie nicht grundlos ausüben darf. Ein Plakat zur Ankündigung dieser „Gegendemonstration“ hatte eine Frau in religiös erzwungenem und somit nicht gerade als Sinnbild für Freiheit geeignetem Kostüm, jedoch überdies bewaffnet mit einem Brandsatz, als Motiv, als wollte der Grafiker ausdrücken, dass man Frauen auch unterdrücken kann, ohne rechts sein zu müssen. Wenn es leicht wäre, könnte es ja auch ein Mann machen. Mir fehlt vielleicht einfach nur der Zugang zu diesem modernen „Progressivismus“, aber immer, wenn ich über solche Nachrichten stolpere, fühle ich mich gleich ein bisschen weniger links.

Die Freilassung des allseits geschätzten Boulevardkolumnisten („taz“, „WELT“) Deniz Yücel aus türkischer Haft befeuert, wie erwartet, vor allem die Wirtschaft: Die Türkei will jetzt mehr Panzer haben, um damit voraussichtlich Kurden zu meucheln. Kurden sind (wie auch Palästinenser) eher schlechte Kunden für die deutsche Rüstungsindustrie, da guckt man auch mal weg, wenn ihnen ein wichtiger Handelspartner mit deutscher Wertarbeit das Land kaputtschießt. Mir drängt sich der Eindruck auf, das sei es vielleicht doch nicht unbedingt wert gewesen.

Aus der Welt der Technik dringt folgender Wahnwitz: In einem der zahllosen Applegebäude rennen dauernd Leute gegen die Glastüren, weil diese (die Türen, nicht die Leute) so unauffällig gestaltet wurden. Function follows form.

Wo die Form allein aber auch weiterhin das einzig wichtige Kriterium bleiben soll und wird: Musik.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
💩 (2)

Bei Unicode, diesem ursprünglich nützlichen Projekt, das irgendwo falsch abgebogen ist, kriegen sie das Kind jetzt auch nicht mehr aus dem Brunnen, möchte es mir scheinen. Was nämlich ist die einzig logische und darum vom standardisierenden Konsortium unbedingt aufzugreifende Folgerung aus dem Umstieg von generischen auf ethnisch-sexuell korrekte Emojis? Richtig: Man möge doch bitte unbedingt einen schwangeren Herrn als Genderoption einfügen.

Welches Alltagsproblem sollte Unicode doch gleich lösen?

Netzfundstücke
Gedanken und Gebete: Das Spiel.

Der landestypische Umgang mit größeren Attentaten in den USA besteht zumeist darin, dass für die Gemeuchelten fleißig gedacht und gebetet wird, auf dass sie künftig nicht noch einmal gemeuchelt werden mögen.

Wer die Absurdität dieses Tuns noch nicht verstanden hat, dem kann nun geholfen werden: Gedanken und Gebete gibt es auch als Strategiespiel.

In den NachrichtenPolitik
vice (engl.): Laster, Untugend, Unart.

In der zweiten Januarhälfte des Jahres 2018 berichtete „Techdirt“, dass Vice Media, jener US-amerikanische Medienkonzern, dem unter anderem das Klatschportal „VICE“ („Unbequemer Journalismus“, ebd.) gehört, nach der Band ViceVersa nun auch die Spielgeldfirma „Vice Industry Token“ teuer zu verklagen gedachte. Der Anlass hierfür sei es gewesen, dass „Vice“ eine Wortmarke von Vice Media gerade in digitalen Belangen sei und man eine Verwechslung doch bitteschön gern vermeiden würde. Aus rechtlicher Sicht mag das nicht zu beanstanden sein, aus moralischer Sicht ist es zumindest das Heben einer Augenbraue wert.

In Deutschland, wo die Vice Media LLC als „VICE Deutschland“ ihr Unwesen treibt, nimmt es derjenige Teil der Gesellschaft, der die Haupt- und womöglich einzige Zielgruppe der Vice-Verlautbarungen bildet, mit dem Markenrecht auch nicht immer ganz genau: Nathan Mattes etwa sammelt, wie heute in diversen Blogs aus jener Szene zu lesen ist, unter der offensichtlich namensrechtlich bewusst schwierigen Domain wir-sind-afd.de, unter der derzeit eine Website zu sehen ist, die in typischen AfD-Farben gestaltet wurde und auf der von der AfD als „wir“ die Rede ist, demokratisch und/oder pazifistisch unfeine Zitate von AfD-Abgeordneten. Während das Zitieren öffentlich gefallener Äußerungen von Politikern aber kein Problem darstellt und es vielleicht sogar nachahmenswert ist, ihnen jeweils eine Website zu widmen (tschüssi, SPD!), ist das beim Markenrecht anders – entsprechend hat die AfD anwaltlich darum gebeten, dass der Betreiber ihre Namensrechte doch bitte künftig beachten und sich für seine Recherchen eine andere Domain aussuchen möge.

Dass die Grenze zu einer Adaption einer bekannten Marke, wie sie einst die Piratenpartei ziemlich gut vorgemacht hat, hier bei Weitem überschritten sein dürfte, wäre eine juristische Nörgelei, die mich mangels Sympathie für beide beteiligte Seiten eigentlich gar nicht weiter interessieren würde, hätte sich nicht ausgerechnet Vice Media in den Disput eingemischt. Bei ausgerechnet „VICE Deutschland“ klingt die Berichterstattung über die Auseinandersetzung nämlich so:

Der Betreiber von wir-sind-afd.de soll fast 10.000 Euro zahlen. Jetzt will er sich wehren – und du kannst dabei helfen.

Ist halt eine rechte Partei und kein linker Medienkonzern. Die soll sich mal nicht so anstellen mit ihren albernen Namensrechten. :aufsmaul:

Mir wird geschlechtNerdkramsNetzfundstücke
Open Source schläft ein und der Feminismus trägt die Schuld daran.

Im August 2017 beschrieb ich unter anderem mein ausbleibendes Verständnis für große Technikkonzerne, die sich einen diversity genannten Klotz mitsamt Verwaltungsaufwand und letztendlich auch unnötigen Kosten ans Bein binden. Die Gesellschaft hat sich seitdem weiter um sich selbst gedreht, gebessert hat sie sich jedoch nicht.

In einer vernünftigen Welt (wie auch in meinen eigenen Projekten) gilt im Wesentlichen der Verdienstkodex: Wer was kann, der darf mitmachen, wer nicht, der nicht, und persönliche Wehwehchen mögen bitte irgendwo ausgelassen werden, wo es dem Rest des Projektteams nicht weiter auf die Nerven geht.

Leider ist die Welt der Open-Source-Software nicht vernünftig, sondern stark emotionsgetrieben (das mag den enormen Windowshass in einschlägigen Foren erklären, als wäre das verwendete Werkzeug für irgendeine Aufgabe ein Politikum, dessen ethisch korrekte Auswahl jede Personaldebatte in Parlamenten oder auch nur Parteien in den Schatten stellte). Infolgedessen wurde ich heute mit der Information belästigt, dass selbst das FreeBSD-Projekt, das sich vor Jahren ein besonders anstrengendes Beispiel für den Dunning-Kruger-Effekt eingetreten hatte, sich ja nun positiv durch einen neuen Verhaltenskodex bemerkbar mache.

In diesem Kodex, den das FreeBSD-Team gemäß dem Dokument selbst im Wesentlichen aus dem „Geek Feminism Wiki“ – geek feminists bilden einen Teil des Kerns jener sich gemeinhin als weiße Ritter verstehenden Krawallschachteln, die auch den Chaos Communication Congress (ich berichtete mehrfach) schon totgequatscht haben – abgetippt hat, wird in viel zu vielen Zeilen erläutert, dass es die Projektaufsicht ungern sieht, wenn Teammitglieder sich anderen Menschen gegenüber wie jemand verhalten, dem grundlegende Höflichkeitsformen fremd sind. Man sollte meinen, so etwas sei auch ohne festgeschriebene Regeln vernünftig unterbindbar, aber an der Vernunft scheitert es bei denen, die wertvolle Zeit anderer Leute mit dem Zusammenschreiben und stolzen Herumzeigen von Dingen, von denen sie sich total belästigt fühlen, verschwenden, nun mal von vornherein. Da wundert es auch nur noch wenig, dass sich ein paar der besonders bescheuerten Punkte im Kodex auch in den Verhaltenskodizes von zergenderten Plattformen wie GitHub wiederfinden, die die Idiotie mit der Feststellung, für „Privilegierte“, also für die viel zitierten „weißen Männer“, gelte der Schutz vor Belästigung aus Prinzip nicht, bislang auf die Spitze treiben. Mal gucken, wann das FreeBSD-Projekt sie überbietet.

Als strafbewehrt werden seinerseits nämlich außer Dingen, die ohnehin illegal sein dürften, unter anderem Drohung mit Gewalt, und halbwegs verdienstorientierte Dinge wie die „nachhaltige Störung von Diskussionen“ auszugsweise auch folgende Ärgernisse beschrieben (Wortnutzung wie im Original):

  • Absichtliches Fehlgendern.
  • Die absichtliche Nutzung abgelegter Namen.
  • Simulierter physischer Kontakt, etwa „*knuddel*“.
  • Kommentare, die die systemische Unterdrückung in Bezug auf das Geschlecht, Neurodiversität, Religion und so weiter (gekürzt, A.d.V.) wieder in Kraft setzen.

Vor wenigen Tagen habe ich in einem computerbezogenen Forum gelesen, dass es merkwürdig sei, dass seit Jahrzehnten, abgesehen von (und selbst nur bedingt in) Smartphones, keine nennenswerte Innovation auf dem Betriebssystemmarkt mehr gefunden werden konnte. Ich habe eine Ahnung, woran das liegen könnte: Die Innovativen sind damit beschäftigt, nicht versehentlich an der systemischen Unterdrückung teilzunehmen.

Zu meiner Zeit hätte man denen ja einfach den Computer weggenommen.

Es ist heutzutage recht üblich, Menschen sagen zu hören: „Ich fühle mich davon ein wenig verletzt“, als ob ihnen das irgendwelche Rechte einräumte. Es ist nicht mehr als Flennen. Es hat keine Bedeutung, es hat keinen Zweck, es hat keinen Grund, um als Phrase respektiert zu werden. „Ich fühle mich davon verletzt.“ Na und – was, verdammt?
Stephen Fry

In den NachrichtenMir wird geschlechtNerdkrams
Kurz verlinkt: „Halt! Algorithmenkontrolle!“ (2)

Wie nennt man das eigentlich, wenn es Menschen afroamerikanischer Abstammung und/oder weiblichen Geschlechts entweder wegen fehlender Ahnung oder fehlenden Interesses nicht gebacken bekommen, eine eigene Gesichtserkennungssoftware zu programmieren, und die vorhandene daher am besten bei denen funktioniert, die den Löwenanteil der Arbeit (einschließlich der Tests) geleistet haben?

Richtig: Rassistisch-sexistische Algorithmen!

Zum einen sind Algorithmen nur so klug wie die ihnen zur Verfügung gestellten Daten – und spiegeln deren rassistische oder sexistische Tendenzen wider. (…) Das Ergebnis: die Algorithmic Justice League, ein Projekt, das sich dem Problem widmen soll.

Die Liga der algorithmischen Gerechtigkeit, demnächst auch als Musical. :irre:

Es war im Nachhinein offensichtlich ein Fehler, Computertechnik aus dem universitären Umfeld zu extrahieren.