NerdkramsMontagsmusik
Mina­tov – Czlo­wiek // Selbst­fuck­up: Anu­bis

I'm dreaming of a wild business...

Es ist Mon­tag. Zur Welt­kli­ma­kon­fe­renz ist eine vier­stel­li­ge Anzahl an irgend­wie Betei­lig­ten mit dem Flug­zeug ange­reist, um dort mit­zu­tei­len, dass das viel zu bil­lig (Archiv­ver­si­on) war. Alles dar­an ist auf eine inter­es­san­te Art groß­ar­tig.

Haus­ge­mach­tes Pro­blem der Woche: Gestern aktua­li­sier­te ich den „KI“-Botstopper Anu­bis, der vor mei­nem Code­ser­ver dar­auf auf­passt, dass skru­pel­lo­se Scheiß­kon­zer­ne wie Ope­nAI und Goog­le nicht ganz so viel Geld mit mei­nem Code ver­die­nen, auf eine neue Ver­si­on und schal­te­te bei der Gele­gen­heit eine Kon­fi­gu­ra­ti­on frei, die ich vor einer Wei­le geschrie­ben hat­te. Der Code­ser­ver muss ja eigent­lich nur Web­brow­ser (für die Web­ober­flä­che) und Fos­sil (zum Code­be­ar­bei­ten) zulas­sen, alles Übri­ge ist im Zwei­fel egal. Blö­der­wei­se ist Fos­sil aber nicht in den vor­ge­fer­tig­ten Bot­li­sten drin, so dass mein Ver­such, ein War­tungs­up­date für mei­ne sehr gute eige­ne Lese­zei­chen­ver­wal­tung (mitt­ler­wei­le bin ich selbst ziem­lich zufrie­den damit, so dass ein biss­chen Wer­bung mir leicht von den Fin­gern geht) hoch­zu­la­den, mit einer Feh­ler­mel­dung quit­tiert wur­de. Ist zwar schnell gelöst, war aber trotz­dem ärger­lich. Manch­mal bin ich mir nicht ganz sicher, ob mein gewähl­ter Ansatz, grund­sätz­lich das rich­ti­ge und nicht das belieb­te­ste Pro­gramm für ein Pro­blem zu nut­zen, nicht mehr Schwie­rig­kei­ten macht als nötig. (Neu­er­dings beschäf­ti­ge ich mich aus zwei bis drei Grün­den wie­der mit Gen­too Linux und pfle­ge dort ein CVS-Repo­si­to­ry für die­je­ni­gen, die mei­ne Biblio­thek zum Vali­die­ren von E‑Mail-Adres­sen haben wol­len. Das hat direkt dafür gesorgt, dass beim Gen­too-Team die nächt­li­chen Auto­ma­tis­men Pro­ble­me berei­tet haben. Weil sie nicht damit gerech­net haben, dass jemand CVS nutzt, bloß weil sie in der Doku­men­ta­ti­on geschrie­ben haben, dass CVS geht. Hopp­la!)

(Hihi und apro­pos: E‑Mail-Adres­sen, die beson­ders schwie­rig über das Tele­fon mit­zu­tei­len sind.)

Eine Stu­die hat her­aus­ge­fun­den, dass US-Ame­ri­ka­ner unter 40 inzwi­schen ein schlech­te­res Gedächt­nis haben als sol­che über 70. Ich hat­te mir eine sehr lusti­ge Poin­te dazu über­legt, aber sie lei­der ver­ges­sen. Der Grün­der von Tele­gram und VK ist unter­des­sen über 40, sieht aber kei­nen Grund zu fei­ern (Thre­ad­rea­der), weil selbst im frei­en Euro­pa das Inter­net unter stän­di­gem Beschuss von schreck­li­chen Regie­run­gen (pro­mi­nen­tes dort genann­tes Bei­spiel: Deutsch­land) ist. Es stimmt und das ist ärger­lich.

Von der „FAZ“ gibt es ein „Live­blog Bun­des­po­li­tik“, erfuhr ich gegen mei­nen Wil­len, das aktu­el­le Wort­hül­sen in bei­na­he Echt­zeit ins unschul­di­ge Inter­net kloppt, als sei es ein Fuß­ball­spiel. Gut: Denk’ ich an Abseits, denk’ ich an die Bun­des­po­li­tik.

Mai­land oder Madrid – Haupt­sa­che, Musik:

(Dan­ke, Nicht-Maschi­nist.)

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 14. Novem­ber 2025

Gedan­ke neu­lich auf dem Weg nach Greifs­wald: Ich fah­re erst­mals auf­merk­sam durch die Ucker­mark und ver­ste­he ohne aus­zu­stei­gen sofort, wie­so die Bun­des­kanz­le­rin a.D. so ist, wie sie ist.


Für die­je­ni­gen, die üble Wör­ter sam­meln, hier (Archiv­ver­si­on) ein neu­es: „Scharf­schüt­zen-Tou­ris­mus“.


Stimmt (eng­lisch­spra­chig):

In einer Welt, in der uns die mei­sten Inhal­te algo­rith­misch zuge­spielt wer­den, sei es auf Spo­ti­fy, You­Tube oder Tik­Tok, hat die Musi­kent­deckung gelit­ten. (…) Die Gene­ra­ti­on Z hört viel­leicht ein Lied, das sie auf Tik­Tok mag, aber sie recher­chiert sel­ten dar­über hin­aus, um mehr Musik von dem Künst­ler zu hören.

Ande­ren Leu­ten gute Musik zu emp­feh­len ist auch ein Teil der digi­ta­len Selbst­ver­tei­di­gung. Und das ist wirk­lich scha­de.


Berech­tig­te Anmer­kung:

Es ist also nicht dis­kri­mi­nie­rend wenn man als Mann schlech­te­re Chan­cen hat, son­dern anzei­ge­wür­dig wenn man ein Gesetz im eige­nen Sin­ne anwen­det um auf Grund sei­nes Geschlech­tes nicht benach­tei­ligt zu wer­den.


Wor­an liegt es eigent­lich, dass man für man­che Text­edi­to­ren unbe­dingt ein Benut­zer­kon­to irgend­wo anle­gen soll, obwohl man das selbst für die Syn­chro­ni­sie­rung von Datei­en nicht muss? Niki Ton­sky weiß es auch nicht.

Sonstiges
Kar­tof­feln wie Kar­tof­feln

„Kar­tof­fel mal anders“ steht auf dem Glas im Super­markt, aber es sind dann – kei­nes­wegs blau oder rau­ten­för­mig oder durch Bier ersetzt oder sonst­wie „mal anders“ – bloß in Schei­ben geschnit­te­ne und irgend­wie gewürz­te Kar­tof­feln mit nor­ma­ler Kon­si­stenz und nicht unge­wöhn­li­cher Far­be drin.

Wäre ich Ver­mark­tungs­hei­ni, ich ver­kauf­te statt­des­sen „Kar­tof­feln wie immer“. „Kar­tof­feln nor­mal“. „Kar­tof­feln halt, Dig­ga“. Das wäre inter­es­sant und wür­de viel­leicht sogar mich zum Kauf ani­mie­ren. Die Idee schen­ke ich euch.

In den NachrichtenMontagsmusik
Kite – Bowie ’95 // Ver­zwer­gung gegen rechts

Montag. Es ist Montag.

Es ist Mon­tag. Der­sel­be huma­ni­sti­sche Pres­se­dienst, der sich für eine Unge­impf­ten­tria­ge aus­ge­spro­chen hat­te, fin­det es jetzt gut, dass das doch nicht erlaubt ist. Man ver­sprach mir Pres­se­ster­ben.

(Apro­pos: Hol­land-Cycling macht zu, weil die Betrei­ber kei­ne Lust mehr dar­auf haben, für Goog­le die Daten­kuh zu spie­len. Ich respek­tie­re das und bedau­re es glei­cher­ma­ßen. Nicht, dass ich die Ziel­grup­pe der Web­site wäre, aber das ange­spro­che­ne Pro­blem ist ja the­men­über­grei­fend.)

Groß­ar­ti­ger Satz zur Gesamt­la­ge: „die email von ama­zon fragt mich, wie ‚mein abhol­er­leb­nis‘ war“. Aus dem­sel­ben Loch kroch auch: Ein­kaufs­er­leb­nis. Als müss­te immer alles ein event sein. – Der Bun­des­prä­si­dent (SPD) hat unter­des­sen weni­ger schö­ne Sät­ze gesagt, indem er, selbst für die Unter­stüt­zung eines Unrechts­re­gimes bekannt, aber­mals Gefah­ren für die Demo­kra­tie von rus­si­scher Sei­te her­auf­zie­hen sieht, als wäre das Pro­blem nicht die von innen geschür­te Ver­un­si­che­rung, son­dern die Mög­lich­keit, dass irgend­je­mand von außen die­se Ver­un­si­che­rung für sei­ne Zwecke nut­zen könn­te. Dass inzwi­schen auch in den Regie­rungs­par­tei­en eine gewis­se Skep­sis, die bedin­gungs­lo­se West­bin­dung betref­fend, ein­kehrt, ist unter­des­sen ein gutes Zei­chen. Man kann nicht nach „Jah­ren der Zurück­hal­tung“ den „Anspruch einer Füh­rungs­macht“ (bei­des: aus­ge­rech­net Lars Kling­beil von aus­ge­rech­net der SPD, 2022) auf­recht­erhal­ten, wenn man sich in der Ver­zwer­gung eigent­lich ganz gut auf­ge­ho­ben fühlt. Nicht, dass das zu ändern wie­der­um eine gute Idee wäre. Eine Füh­rungs­macht Deutsch­land pflegt mit Lei­chen­ber­gen zu enden.

Hält leben­dig: Musik.

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Scheuß­li­che Stadt­lö­wen­lo­gos für alle!

Die Stadt Leip­zig habe sich, ent­neh­me ich den Nach­rich­ten, für einen sechs­stel­li­gen Betrag ein neu­es Stadt­lo­go von einem Klein­kind malen las­sen. Da es aber noch vie­le wei­te­re Städ­te gibt, die eben­falls einen Löwen als Wap­pen­tier haben und viel­leicht auch irgend­wann ein neu­es Logo haben wol­len, aber nicht mal eben über eine hal­be Mil­li­on Euro hin­ter der Hei­zung fin­den, ver­kau­fe ich die­sen Ent­wurf schlicht an die meist­bie­ten­de Stadt:

Berlin oder so

Ange­bo­te bit­te an die übli­che Adres­se.

PersönlichesMusik
Refle­xi­on (XI)

To com­pe­te is not my con­cern
Burnt out. It lea­k­ed out. I lear­ned.

In den NachrichtenWirtschaft
Ster­ben ist Kom­mu­nis­mus

Oder so (Archiv­ver­si­on):

Bun­des­bank-Prä­si­dent Joa­chim Nagel for­dert eine län­ge­re Lebens­ar­beits­zeit.

Wie alt muss man dann jetzt eigent­lich wer­den, um der Wirt­schaft nicht unbot­mä­ßig Scha­den zuzu­fü­gen? War­um ist frü­hes Able­ben eigent­lich immer noch legal und war­um hof­fe ich, dass hier doch kei­ner mit­liest, der die­se Fra­ge falsch ver­steht?

MontagsmusikNetzfundstücke
Mach – Dop­pel­schnar­rer – Exit // Wir, die Affen mit Schreib­ma­schi­nen

Frühsport

Es ist Mon­tag. Ich bin Gabri­el Yoran außer­or­dent­lich dank­bar dafür, dass er mit „Ver­krem­pe­lung“ ein gutes deut­sches Wort für Cory Doc­to­rows Begriff der „Ens­hit­ti­fi­ca­ti­on“ gefun­den hat. Ich wer­de es viel­leicht gele­gent­lich ver­wen­den.

Apro­pos: „Mil­li­ar­den von Web­brow­sern las­sen sich in Sekun­den cra­shen“ deng­lischt Marc Stöckel für „Golem“, ver­schweigt im kom­plet­ten Text jedoch eben­so wie ent­täu­schend vie­le Kom­men­ta­to­ren unter sel­bi­gem, dass ent­ge­gen der Behaup­tung, es sei „kein Fix ver­füg­bar“ (ebd.), sehr wohl ein fix ver­füg­bar ist: Java­Script und damit das betrof­fe­ne API (natür­lich schwätzt auch Marc Stöckel was von „der API“, also von einer Inter­face, ist ja bloß Spra­che) abschal­ten. Ich kann mir aber durch­aus vor­stel­len, dass das nicht im Sin­ne der Macher von „Golem“ ist. Wer Java­Script abschal­tet, der blockiert auch Wer­bung und das will man bei „Golem“, einem „Medi­um für die­je­ni­gen, die die Tech­nik als Erste ver­ste­hen und anwen­den“ („Golem“ über „Golem“), ja nicht.

Gute Annah­me (im Ori­gi­nal lei­der ver­schol­len): Das Theo­rem der unend­lich tip­pen­den Affen meint die Mensch­heit. Wir sind eine gro­ße Zahl an Affen mit Schreib­ma­schi­nen, und einer von uns hat bereits Ham­let geschrie­ben.

Gute Nach­rich­ten: Sogar die Dänen haben kei­ne Lust mehr dar­auf, irgend­je­man­den zu zwin­gen, sei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on kom­plett ohne jeden Blick­schutz füh­ren zu müs­sen, wol­len aber wei­ter­hin sowohl die all­zu frü­he Instal­la­ti­on von Whats­App ver­bie­ten als auch mehr Men­schen von den Vor­zü­gen selbst­ge­ho­ste­ter E‑Mail-Ser­ver über­zeu­gen, warnt Patrick Brey­er. Ich sehe da eigent­lich nur Vor­tei­le für uns alle, bin aber auch manch­mal ein biss­chen bis­sig und dann unsach­lich.

Beißt nicht: Musik.

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Die ratio­na­le Ver­trei­bung böser Gei­ster

„katholisch.de“, das „Nach­rich­ten­por­tal der katho­li­schen Kir­che in Deutsch­land“ („katholisch.de“ über „katholisch.de“), warnt:

Der Welt­ver­band der Exor­zi­sten hat vor Hal­lo­ween gewarnt und es als kon­sum­ori­en­tier­tes und irra­tio­na­les Fest bezeich­net. (…) In Wirk­lich­keit han­de­le es sich um die Wie­der­be­le­bung eines heid­ni­schen reli­giö­sen Festes, bei dem magi­sche Ritua­le mit Tier- und sogar Men­schen­op­fern durch­ge­führt wor­den sei­en. (…) Unter Exor­zis­mus wird die ritu­el­le Ver­trei­bung böser Mäch­te und Gei­ster aus Per­so­nen, Lebe­we­sen oder Gegen­stän­den ver­stan­den. Sol­che Prak­ti­ken gibt es in vie­len Kul­tu­ren und sol­len der ganz­heit­li­chen Rei­ni­gung und Hei­lung die­nen.

Ver­ges­se­ne Kul­tur­tech­nik: Es noch sel­ber mer­ken.

Computer
Men­schen, die ChatGPT für eine Such­ma­schi­ne hal­ten

Gute Nach­rich­ten: Die Slo­wa­kei hat eine Lösung für die Auto­un­fäl­le mit „tou­chier­ten“ Fuß­gän­gern gefun­den. Eigent­lich woll­te ich mich an die­ser Stel­le noch etwas aus­gie­bi­ger dar­über amü­sie­ren, aber dann geriet ich auf Twit­ter in eine Dis­kus­si­on, in der jemand behaup­te­te, die­se Mel­dung sei eine Ente. Auf die Fra­ge, wie er dar­auf kom­me, ent­geg­ne­te er:

Muss mich kor­ri­gie­ren. Hat­te zunächst über ChatGPT nach einer Quel­len­an­ga­be gesucht und dabei kei­ne gefun­den – was aber dran lag, dass ich ver­se­hent­lich in Tsche­chi­en statt Slo­we­ni­en gesucht habe.

Ist ja nicht so, dass nicht bei­des falsch wäre.

Ich möch­te nicht immer wie der alte Kul­tur­pes­si­mist wir­ken, der ich blö­der­wei­se bin, und schrei­be daher jetzt nichts über von mir frei erfun­de­ne Zusam­men­hän­ge zwi­schen der Nut­zung von ChatGPT und dem Rück­gang der Lese- und Schreib­kom­pe­tenz der Men­schen, daher schrei­be ich statt­des­sen: Mich beru­higt, dass im Jahr 2025 die Men­schen Goog­le nicht mehr für eine für das Auf­fin­den von Inhal­ten im Web geeig­ne­te Such­ma­schi­ne hal­ten. Mich beun­ru­higt, dass sie statt­des­sen ChatGPT…

Ach, was red’ ich? Natür­lich gefällt mir das sehr gut. Zwar stell­te ich schon vor eini­gen Jah­ren fest, dass die Her­stel­ler von Tablets ein Zwei­klas­sen­in­ter­net erschaf­fen haben, indem es eigens Gerä­te gibt, auf denen man nicht ver­nünf­tig arbei­ten, son­dern nur glot­zen kann, womit die Schar der Inter­net­nut­zer gespal­ten ist in die Krea­ti­ven (die mit einer rich­ti­gen Tasta­tur) und die Übri­gen (die mit Wisch­bild­schir­men), aber selbst die weni­gen, die sich noch für bei­des hiel­ten, wer­den jetzt gespal­ten in die, die Gebrauch von ihrer Schul­bil­dung machen, und die, die ChatGPT nut­zen.

Die­ser gan­ze Fir­le­fanz macht Pro­fis (Pro­gram­mie­rer, Künst­ler und anschei­nend Leu­te, die mit einer Such­ma­schi­ne umge­hen kön­nen) wohl nicht arbeits­los, viel­mehr wird er dafür sor­gen, dass mensch­li­che Lei­stung immer sel­te­ner und damit immer wert­vol­ler wird. Gut für den Gehalts­spie­gel, behaup­te ich.

ChatGPT. Wie kann man… (mur­melnd ab)

In den NachrichtenMontagsmusikNetzfundstücke
Auto­ma­tic – mq9 // Bit­te nicht mit dem Nicht­bus­fah­rer spre­chen

Ach so, heute war ja Zahnarzttermin.

Es ist Mon­tag. Emo­jivor­schlag: Gur­ke. Hier­zu kei­ne wei­te­ren Fra­gen.

Mehr Neu­es aus der EDV: Wer nicht für das Pro­dukt bezahlt, der ist selbst das Pro­dukt, aber sonst eher nicht, so weit die Bin­se. Geht es nach Apple, hat sich das bald erle­digt: Man plant dort Rekla­me in der Kar­ten-app, ent­neh­me ich dem Inter­net. (Wo muss denn unbe­dingt mehr Inter­net rein? Genau: In Matrat­zen!) Ich wer­de manch­mal gefragt, wie­so ich als Nut­zer eines iPho­nes nicht viel von den mit­ge­lie­fer­ten Pro­gram­men hal­te und zum Bei­spiel aus­ge­rech­net Open­Street­Map ver­wen­de. Mich freut, dass ich auch für die Ant­wort auf die­se Fra­ge künf­tig nur noch einen Link ver­tei­len muss.

(Nabel­schau: Ich habe am jüngst ver­gan­ge­nen Wochen­en­de auf­grund tech­ni­scher Not­wen­dig­kei­ten ein weni­ger schlim­mes Linux auf einem neu­en Ser­ver instal­liert. Bin ich damit jetzt eigent­lich wie­der in irgend­ei­nem Trend?)

Schö­ne Idee: „Bit­te nicht mit dem Bus­fah­rer sprechen“-Schild zum Fri­seur mit­neh­men. Nach­teil: Da müss­te man Bus­fah­rer sein. Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­dürf­nis der Men­schen ist aber in der Tat wie­der gestie­gen, möch­te mir schei­nen. Es gibt auch in mei­nem Umfeld wie­der zuse­hends mehr Men­schen, die pani­sche Angst davor zu haben schei­nen, mal fünf Minu­ten lang den Sab­bel hal­ten zu müs­sen. Beson­ders ärger­lich ist es, wenn man die­sen Men­schen sei­ne Tele­fon­num­mer gibt. Ich las neu­lich irgend­wo, wenn es wich­tig sei, dann wer­de es bestimmt spä­ter noch mal ver­sucht, und wenn es dann noch mal ver­sucht wer­de, ein drit­tes Mal gar, und dann geht man ran und am ande­ren Ende ist weder jemand mit einem zeit­kri­ti­schen Not­fall, des­sen umge­hen­de Erle­di­gung allein das Schick­sal von min­de­stens drei Pla­ne­ten zum Posi­ti­ven ändern kann, noch Nata­lie Port­man, die mich end­lich hei­ra­ten will (das habe ich jetzt zum Gele­se­nen dazu­er­fun­den, aber es ist in der Tat eine Aus­nah­me, die sogar ich machen wür­de), dann gebe es min­de­stens ein paar gehar­nisch­te Wor­te dem Anru­fer mit­zu­tei­len, wenn nicht Schlim­me­res. Ich stim­me zu und emp­feh­le wei­ter.

Die auf immer wie­der ande­re Wei­se erhei­tern­de Bun­des-CDU möch­te einem schlech­ten Stadt­bild, aller Sta­ti­stik zur Zweck­frei­heit zum Trot­ze, mehr Video­ka­me­ras ent­ge­gen­set­zen. Als wären die kein Pro­blem fürs Stadt­bild!

Ist tat­säch­lich kein Pro­blem fürs Stadt­bild: Musik.

Auto­ma­tic – mq9 (Offi­ci­al Visua­li­zer)

Guten Mor­gen.