Persönliches
Reisebericht Italien (mit Bildern, jawoll!)

Auf „all­ge­mei­nen“ Wunsch mal eine kur­ze Zusam­men­fas­sung der von mir nebst Fami­lie erfolg­reich durch­ge­führ­ten Urlaubs­rei­se. Alle Bil­der sind auf­grund der Bild­grö­ße aus­schließ­lich anklick­bar.

Tag 1: Abfahrt … Tag 2: Ankunft
… prak­ti­scher­wei­se am 10. August abends um 11, aus dem ein­fa­chen Grund, dass die Auto­bah­nen nachts schön frei sind. Wir kamen auch stau­los durch; nach einer klei­nen Ver­fah­re­rei um unge­fähr 15 Kilo­me­ter (tief inner „Zone“, wo die Stra­ßen dank Soli­da­ri­täts­dings bes­ser sind als bei uns im Nor­den – wo bleibt der Zuschlag für die westdeut­schen Stra­ßen?) und einer Früh­stücks­pau­se in Tirol (herr­je, die­ser Dia­lekt!) um acht Uhr mor­gens waren wir dann gegen Mit­tag nach unge­fähr 1020 Kilo­me­tern am Ziel, genau genom­men in einem die­ser alber­nen Tou­ri­sten­camps (gibt es dafür ein adäqua­tes Wort im Deut­schen?) – aber dazu spä­ter mehr.

(Zwi­schen­be­mer­kung, die Auto­fahrt betref­fend: Sechs Stun­den lang nur Ber­ge um uns her­um. Herr­je!)

Bild zum Klicken: Die Ber­ge.

Unse­re Schlüs­sel soll­ten wir, wie wir an der Rezep­ti­on, deren Mit­ar­bei­te­rin­nen immer­hin mul­ti­l­in­gu­al (gebro­che­nes Deutsch, gebro­che­nes Eng­lisch, gebro­che­nes Ita­lie­nisch) aus­ge­bil­det waren, erfuh­ren, erst um 17 Uhr erhal­ten – ich ver­mu­te, die Zeit zwi­schen 10 Uhr (vor­schrifts­mä­ßi­ge Schlüs­sel­ab­ga­be der Vor­mie­ter der Bun­ga­lows) und 17 Uhr (vor­schrifts­mä­ßi­ger Bezugs­ter­min eben­die­ser Bun­ga­lows) wur­de zur Rei­ni­gung durch die Raum­rei­ni­gungs­fach­kräf­te (a. k. a. Putz­frau­en) genutzt -, so dass eine Dusche erst mal nicht in Reich­wei­te war, was nach einer über 12-stün­di­gen Auto­fahrt gera­de für Nord­deut­sche, die Tem­pe­ra­tu­ren über 30 Grad nicht gewohnt sind (und es wur­de täg­lich wär­mer), nicht gera­de ange­nehm war. Aber „wat will­ste machen“ – erst mal Gelän­de erkun­den und run­ter zum See.

Bild zum Klicken: Der See.
Bild zum Klicken: Later­ne und ich mit kaput­ter Fri­sur, außer­dem See.

Exkurs: Die Unter­kunft
Tja nun, die Rei­se haben wir aus Kosten­grün­den über Necker­mann gebucht, was uns in die für Kul­tur­in­ter­es­sier­te wie mich miss­li­che Lage brach­te, fern­ab vom „rich­ti­gen“ Ita­li­en in einer die­ser Tou­ri­sten­camps woh­nen zu „dür­fen“, wo es eigent­lich nur zwei gro­ße Volks­grup­pen gab, nament­lich Deut­sche und Nie­der­län­der, und weni­ge eng­lisch­spra­chi­ge Bewoh­ner, nur Ita­lie­ner gab es kaum (wie­so soll­ten Ita­lie­ner auch für teu­res Geld in Ita­li­en Urlaub machen? Nur so ein Gedan­ke.) – zumin­dest war das der erste Ein­druck.
Mit der Zeit stell­te sich her­aus, dass „Bel­la Ita­lia“ (das Camp, nicht das Land) in drei Bezir­ke unter­teilt war (omnia divi­sa in par­tes tres sozu­sa­gen): Blau (Nie­der­län­der, nie­der­län­di­sche Ani­ma­teu­rin), Rot (Ita­lie­ner, ita­lie­ni­sche Ani­ma­teu­rin) und Gelb (Rest der Welt, deutsche/schweizerische Ama­teu­re, äh, Ani­ma­teu­re).
Ja, rich­tig gele­sen, Ani­ma­teu­re lie­fen dort her­um, sie waren sozu­sa­gen „im Preis inbe­grif­fen“. Wir muss­ten zum Glück nicht irgend­wo her­um­tur­nen, es gab halt täg­lich Aktio­nen (mor­gens Schwimm­ba­de­ro­tik (*), halt, nein, ‑aero­bic, abends Thea­ter­vor­füh­run­gen oder Kin­der­spie­le) zur frei­wil­li­gen Anwe­sen­heit.

Bild zum Klicken: Die Unter­kunft von außen nebst Men­schen.
Bild zum Klicken: Die Vie­cher lie­fen über­all her­um. Süß, sozu­sa­gen.

Zur ita­lie­ni­schen („roten“) Ani­ma­teu­rin noch ein Wort: Nie­mals habe ich so ein kli­schee­haf­tes Italo­deutsch gehört, vor allem die all­abend­li­chen Laut­spre­cher­durch­sa­gen (wobei die Frau ohne­hin eine Laut­spre­cher­stim­me hat­te, wenn ihr ver­steht) waren fas­zi­nie­rend. Man gewöhnt sich aber dran.

* und apro­pos Ero­tik:
Ich hat­te mir Schwimm­bä­der und Strän­de, an denen auf­grund der Außen­tem­pe­ra­tu­ren Damen jeg­li­chen Alters oft „oben ohne“ zu sehen sind, inter­es­san­ter vor­ge­stellt. Das hat­te sich erle­digt, als sich vor mir eine Grei­sin ent­blöß­te. Gnah!

Wider Erwar­ten recht hübsch sind auch die ita­lie­ni­schen Müll­ei­mer; sie wecken Asso­zia­tio­nen an die unge­lieb­ten Dehn­übun­gen im Sport­un­ter­richt, lang ist’s her:

Bild zum Klicken: Deh­nen, deh­nen, …!

Essen gab’s mor­gens und abends in einem so genann­ten Ristor­an­te (also auf gut Deutsch einer Fress­bu­de), Halb­pen­si­on macht’s mög­lich. Mor­gens Buf­fet mit Obst, Joghurt und Kuchen, abends halt das, was wir deka­den­tes Volk zu Mit­tag zu uns zu neh­men gewohnt sind.
Anmer­kung zur Qua­li­tät: In Deutsch­land ist ita­lie­ni­sche Piz­za irgend­wie bes­ser, weil saf­ti­ger. Aber der caf­fé (wir nen­nen so was „Espres­so“) haut einen um. War­um die Ita­lie­ner aller­dings alle­samt ihre „Musik“ (Tokio Hotel: Through the mon­so­on) min­de­stens dop­pelt so laut wie in Deutsch­land hören müs­sen, ist mir nicht ganz klar. Viel­leicht, damit sie nicht mit den unan­ge­neh­men Tou­ri­sten reden müs­sen?

Tag 2: Besich­ti­gun­gen
In der Hoff­nung, außer­halb des Feri­en­camps (ich ver­ach­te Angli­zis­men, aber was tun?) auf etwas mehr Kul­tur zu sto­ßen, gin­gen wir mal durche Gegend und schau­ten uns den Ort an. Schö­ner Strand, vie­le Schwä­ne, und Vero­na (sie­he unten) qua­si „um die Ecke“.
Ein­drücke:

Bild zum Klicken: Denk­mal für die Gefal­le­nen des „Frie­dens­kamp­fes“ (2. Welt­krieg auf Ita­lie­nisch); Hin­ter­grund: Hafen.
Bild zum Klicken: „Typisch ita­lie­ni­sche“ Gas­se mit einer vor­treff­li­chen gela­te­ria (übri­gens recht hoch­prei­sig im Som­mer).

Tag 3: Vero­na
Nein, nicht die olle Pieps­frau ausm Fern­se­hen, son­dern die Stadt. Bevor ich aller­dings näher auf sie (die Stadt) ein­ge­he, noch ein wenig Kri­tik am ÖPNV in Ita­li­en:

  1. Auf­grund von Staus kom­men Bus­se gern mal mit über einer hal­ben Stun­de Ver­spä­tung, und es wird öffent­lich tole­riert. Wenn das Herr Meh­dorn wüss­te!
  2. Bus­se müs­sen nicht unbe­dingt mit einer Num­mer oder einem Ticker mit allen Hal­te­stel­len dar­auf aus­ge­stat­tet sein. Trotz­dem ist zwei­stün­di­ges War­ten auf einen Bus, von dem nie­mand weiß, wor­an man ihn erkennt, über­aus unan­ge­nehm, vor allem wenn unbe­wusster­wei­se meh­re­re „pas­sen­de“ Bus­se uner­kannt vor­bei­fah­ren.

Aber zurück zur Stadt:
Vero­na, die Stadt der Schu­he und der Geschich­te von Romeo und Julia. Und ein eini­ger­ma­ßen brauch­bar erhal­te­nes Amphi­thea­ter hat’s dort auch! Aber teu­er, teu­er ist’s…

Bild zum Klicken: Das Amphi­thea­ter (außen).
Bild zum Klicken: Das Amphi­thea­ter (innen).
Bild zum Klicken: Romeo e Juli­et­ta. Auf­grund unver­schäm­ter Prei­se nur von außen.

Die rest­li­chen Tage:
Wei­te­re grö­ße­re Unter­neh­mun­gen gab’s nicht; aller­dings fiel unse­re Anwe­sen­heit mit der aria di festa, einer Art Stadt­fest, zusam­men, das/die vier Tage dau­er­te. Zum Abschluss gab’s im teat­ro (einem gro­ßen Platz mit Büh­ne, wo sonst „Kin­der­dis­co“ und ähn­li­che Tanz­ver­an­stal­tun­gen mit der immer glei­chen Musik statt­fin­den) eine Abschiedsshow mit Punk­te­zäh­lung (die Kin­der aus den drei „Berei­chen“ hat­ten in den Tagen zuvor unter der Lei­tung der jewei­li­gen Ani­ma­teu­re eini­ge Spie­le zum Punk­te­sam­meln unter­nom­men) und Feu­er­werk am Strand.
Und ich habe dank zahl­lo­ser in der Son­ne ver­brach­ter Lese­stun­den ein neu­es Lieb­lings­buch. Bei Inter­es­se kom­me ich spä­ter noch­mals dar­auf zurück…

Kalt hier. Brrrr.

Netzfundstücke⁠Musik
„Indie-Rock“?

Hal­lo, lie­be Leser,

nicht viel los hier in letz­ter Zeit, nicht wahr? Nun, ich ver­brach­te die letz­ten Tage damit, mei­nen Wiki­pe­dia-Account mit ein paar Spie­le­rei­en zu ver­se­hen sowie, ange­regt unter ande­rem durch einen wei­te­ren mir bekann­ten Web­log­ger, mei­ner sorg­fäl­tig gepfleg­ten Musik­samm­lung eini­ge wei­te­re Stücke hin­zu­zu­fü­gen, wobei ich auf eine Gen­re­bezeich­nung stieß, deren Ver­tre­ter mir teil­wei­se zusag­ten, teil­wei­se aber auch völ­lig unbe­kannt waren.

Dazu wie­der ein­mal ein wenig Senf bzw. Ketch­up mei­ner­seits:
Es ist durch­aus erfreu­lich, dass der oft genug tot­ge­sag­te Rock wie­der Ein­zug in den Mas­sen­markt hält. Aller­dings las­se ich mir nicht weis­ma­chen, dass die zahl­lo­sen nahe­zu iden­tisch klin­gen­den Brit­pop­jau­ler von Franz Fer­di­nand, Man­do Diao usw. irgend­was in die­ser Kate­go­rie ver­lo­ren haben. „Inde­pen­dent“, also unab­hän­gig von Gen­res, wür­de ich da jeder­zeit als Eti­kett anhef­ten, aber „Rock“ klingt für mei­ne ver­wöhn­ten Ohren doch etwas anders.

In stil­lem Geden­ken an John Len­non,
– euer Musik­fa­schist (sur­vi­val of the fit­test!)


Nach­trag für die Win­dows­nut­zer unter euch:
Gestern stieß ich auf ein durch­aus beein­drucken­des Pro­gramm, das die Musik­qua­li­tät vor allem preis­wer­ter Laut­spre­cher und Kopf­hö­rer deut­lich zu erhö­hen in der Lage ist. Probiert’s mal aus!


P.S.:
Alles Gute zum 16. Geburts­tag, lie­bes WWW!

Netzfundstücke
Neue Veganerwitze

Hal­lo, lie­be Leser­schar,

es wird immer blö­der:

Eine Vega­ne­rin habe ihr bei­spiels­wei­se berich­tet, sie fän­de Nicht-Vega­ner zwar attrak­tiv, wol­le ihnen aber nicht kör­per­lich nahe kom­men: „Ich möch­te nicht intim mit jemand wer­den, des­sen Kör­per buch­stäb­lich aus den Kör­pern ande­rer besteht, die für sei­ne Nah­rung ster­ben muss­ten.“

(Quel­le, mit bestem Dank an Kapi­tä­nin Jack!)

Ich wür­de das glatt unkom­men­tiert ste­hen las­sen, aber ich kann’s mir ein­fach nicht ver­knei­fen:

  1. Aber Din­ge essen, die von Tie­ren als Toi­let­te benutzt wer­den, ist akzep­ta­bel?
  2. „Ari­er, schlaft nicht mit Ju…“ halt, nein!

Schö­nen frie­ri­gen Rest­ju­li noch…
– euer Nicht­ve­ga­ner

Politik⁠Netzfundstücke
„Jetzt zahlen wir es euch heim!“

„Juden und Chri­sten sind dem Schweiß­ge­stank von Kame­len und Dreck­fres­sern gleich­zu­set­zen und gehö­ren zum Unrein­sten der Welt“Â¦ Alle nicht­mus­li­mi­schen Regie­run­gen sind Schöp­fun­gen Satans, die ver­nich­tet wer­den müs­sen.“

Kommt euch das, lie­be Leser, noch von „ganz frü­her“ in ähn­li­cher Wei­se bekannt vor?

Wenn man zudem berück­sich­tigt, von wem das Zitat stammt, wird einem als gezwun­ge­ner­ma­ßen tole­ran­tem Deut­schen doch irgend­wie schon flau im Magen.

Reli­gi­ons-/Mei­nungs­frei­heit und Tole­ranz gegen­über einer (zuge­ge­be­ner­ma­ßen nicht gera­de klei­nen) Grup­pie­rung, die zur Durch­set­zung ihrer Zie­le offen zum Geno­zid an Anders­den­ken­den auf­ruft, in deren Namen schon öfters mal Ortho­do­xe und Juden (sic!) von gan­zen Land­stri­chen „getilgt“ wur­den und in der nicht zuletzt die so genann­ten Ehren­mor­de nicht nur tole­riert, son­dern gar erwünscht sind?

Inter­es­sant, inter­es­sant. Bloß kei­nen Wider­stand lei­sten, „die Irren könn­ten böse wer­den“ (H. M. Bro­der) – ist Appease­ment immer der rich­ti­ge Weg?

Wider­stand gegen Min­der­hei­ten (NPD, Chau­vi­ni­sten, Bett­ler) wird uns auf der Stra­ße gelehrt, aber die wirk­li­chen Gefah­ren für unse­re Kul­tur wer­den ver­schwie­gen. Aus Angst oder aus (fehl­plat­zier­ter) Tole­ranz?

Scha­de, dass wir kei­ne eige­nen Ras­si­sten mehr aus­bil­den; sie wür­den zur Völ­ker­ver­stän­di­gung enorm bei­tra­gen.

Betrüb­te Grü­ße,
– euer PIngu­in

Politik⁠Netzfundstücke
Big Brother ain’t watching you!

Ja da schau her:

Mona­te­lang hat das Bun­des­kri­mi­nal­amt eine neue Video­über­wa­chung am Main­zer Haupt­bahn­hof erprobt. Kosten: mehr als 200.000 Euro. Bilanz des BKA: ein Flop

Flop? Wie man es nimmt:

Sei­ner Mei­nung nach kön­ne sich „das Ergeb­nis sehen las­sen“. Eine Tref­fer­quo­te von 30 bis 60 Pro­zent sei doch bes­ser als nichts.

Rich­tig, und die ande­ren 40 bis 70 Pro­zent sind immer­hin poten­zi­el­le Ter­ro­ri­sten, nicht wahr, Herr Schäub­le? ;)
Man muss den Ter­ror ja bekämp­fen, bevor er aus­bricht. -

Aber dazu müs­sen wir wohl erst bis zur näch­sten Wahl war­ten.

Bin schon still,
– euer Rechts­pin­gu­in

Lyrik
Liebe Paare, kennt ihr das?

Was mir gehört, was dir gehört -
wir sche­ren uns nicht drum:
Ich neh­me, denn ich bin gescheit;
du gibst, denn du bist dumm.

Was mir gefällt, was dir gefällt -
das ist doch alles eins:
Ich krie­ge schon mein Stück vom Glück,
und wenn ich will, auch deins.

Was mir gebricht, was dir gebricht -
uns ist das einer­lei:
Ich weiß ja nicht, was Man­gel ist,
denn du ent­sagst für zwei.

(Robert Gern­hardt, „Paar­ge­sang“)

In den Nachrichten
Kiddies, die nächste Generation – oder war’s die vorherige?

Das ist kein Spiel, behaup­ten Ein­woh­ner der vir­tu­el­len Welt Second Life ger­ne. Sie leben ihr zwei­tes Leben sehr ernst­haft. Wie aus vir­tu­el­len Spie­le­rei­en hand­fe­ster und ganz rea­ler Streit wer­den kann, zeigt der erste Pro­zess um vir­tu­el­le Pro­duk­te vor einem ganz rea­len Gericht in den USA.
(…)
Alder­man wirft dem Ava­tar Vol­kov Cat­te­neo nun vor, das Bett kopiert zu haben und für nur 4.000 Lin­den-Dol­lar unter die Leu­te zu brin­gen. Um an die noch unbe­kann­te Iden­ti­tät hin­ter dem Cat­te­neo zu kom­men, klagt Eros LLC gegen Unbe­kannt und plant, Second-Life-Betrei­ber Lin­den­Lab gericht­lich zur Her­aus­ga­be der Kun­den­da­ten zu Cat­te­neo zu zwin­gen.

(Quel­le)

Nach­dem der WoW-Hype lang­sam abklingt, öff­net sich für mich als erklär­tem Kri­ti­ker jeg­li­chen Kid­diet­ums doch direkt die näch­ste Tür.
Und das wol­len erwach­se­ne Men­schen sein?

Mal sehen, was noch pas­siert. Ob sich wohl dem­nächst das näch­ste Second-Life-Über­fall­op­fer erhängt? Und gibt es in Second Life auch vir­tu­el­le WoW-Spie­ler? Das wäre ein Spaß.

Erfreut über die schö­ne neue Mul­ti­me­dia­welt und mit rosi­gen Grü­ßen an Kapi­tä­nin Jack,
– euer der­zeit über­aus gelang­weil­ter Pin­gu­in


edit, klei­ner Nach­trag ausm IRC:

@Tux^vs^Frauen> rofl wir haben vorm haus n kirsch­baum… und alle 5 minu­ten kra­chen vögel gegen die schei­be weil sie den abflug ver­sau­en… rums… rums… ^^

Was bin ich froh, wenn der Som­mer vor­bei ist!

Musik⁠Politik⁠Projekte
Bomben und MTV

Hal­lo, lie­be Leser,
es ist wie­der eini­ges pas­siert.

In Groß­bri­tan­ni­en herrscht das Cha­os, seit Bom­ben in Lon­don depo­niert und eini­ge wei­te­re Anschlä­ge ver­übt wur­den. Aber natür­lich – was gera­de unse­rem Lieb­lings­knall­kopf Bush über­aus gele­gen kommt – wird nicht die Ursa­che, näm­lich Blairs Kriegs­be­reit­schaft, son­dern nur die Sym­pto­me („Ter­ro­ri­sten“, ihr wisst schon) bekämpft. Wer wür­de auch die Schuld bei der Regie­rung suchen?

Und aber apro­pos Erschrecken­des:
Letz­te Nacht schal­te­te ich aus diver­sen Grün­den (ist es durch Lan­ge­wei­le zu ent­schul­di­gen?) MTV (Mäd­chen-TV?) ein und stell­te zu mei­nem per­sön­li­chen Erschrecken fest: Len­ny Kra­vitz ist gar nicht so schlecht, wie ich dank „Fly away“ bis­lang zu wis­sen mein­te.
„Rock’n’Roll is dead“, ja, so kann’s gehen… was bleibt übrig? Die Arc­tic Mon­keys? Feuil­le­ton­freund­li­che Kra­wall­ben­gels wie Mars Vol­ta? Och nö!

In stil­lem Geden­ken,
– euer Musik­fa­schist


P.S., schließ­lich war nicht alles schlecht in die­ser Woche:
Die neue Ver­si­on 5.10 der belieb­ten Script­samm­lung Gamers.IRC ist soeben erschie­nen. Feh­ler­be­rich­te und Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge könnt ihr hier und natür­lich auch hier hin­ter­las­sen. Viel Spaß!

In den Nachrichten
Lasst euch nicht verapplen

Tag, lie­be Leser.

Eigent­lich wäre es mal wie­der Zeit für einen neu­en Ein­trag, aber nach­dem selbst der G8-Gip­fel kei­ne inter­es­san­ten poli­ti­schen Fra­gen auf­warf („wer hat die Kokosuhr geklaut?“) und das The­ma „die hol­de Weib­lich­keit“ auch schon aus­führ­lich dis­ku­tiert wur­de, grei­fe ich mal wie­der in die Com­pu­ter­ki­ste und ent­decke doch tat­säch­lich:
Apple macht jetzt auch Safa­ri in frem­den Gefil­den.

Ein logi­scher Schritt, schließ­lich ist Apple dank OSX und dem iPod der­zeit wie­der im Kom­men. Aber, lie­be App­le­ver­ant­wort­li­che, ihr soll­tet ggf. dar­über nach­den­ken, aus dem Soft­ware­ge­schäft für Win­dows ganz aus­zu­stei­gen.
iTu­nes ist schlicht eine Kata­stro­phe (ja, es gibt kosten­lo­se Alter­na­ti­ven!), und über Quick­time reden wir lie­ber nicht. Und gera­de ein Vor­zei­ge­pro­dukt wie Safa­ri, unter MacOS als schnell­ster und sta­bil­ster Brow­ser bekannt, soll­tet ihr nicht auch noch in den Dreck zie­hen. Denkt an euer Image!

Ich ste­he am Ran­de und gucke zu,
– euer Pin­gu­in (heu­te mal attri­buts­los)


Ach ja, das Fies­bild (mein Wort!) des Tages gibt’s hier!

Politik⁠In den Nachrichten
G8, aber vor allem Medienkritik und ‑prioritäten

Tag, lie­be Leser,

dem unsäg­li­chen G8-Gip­fel (kennt noch jemand die Mon­teli­no-Wer­bung?) wid­me ich ent­ge­gen der ggf. an mich gestell­ten Erwar­tun­gen nur weni­ge Zei­len, allein schon da der Orga­ni­sa­tor der Pro­test­be­we­gun­gen mit sei­nen ver­we­ge­nen Plä­nen („Unser höch­stes Ziel ist es, mög­lichst nahe an den Zaun zu kom­men“, sprach er kürz­lich in extra‑3) mir auch noch den letz­ten ver­blie­be­nen Ehr­geiz, mich dazu zu äußern, genom­men hat:

Der G8-Gip­fel ist zusam­men­ge­fasst die „Ele­fan­ten­run­de“, in der sich im Wesent­li­chen Russ­land und die USA dar­um strei­ten, wer die Welt am ehe­sten bei den sprich­wört­li­chen Eiern packen kann (Gas und diver­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­duk­te haben ja in unse­rer Gesell­schaft nicht gera­de eine nied­ri­ge Prio­ri­tät), wäh­rend „uns Mer­kel“ mit der Grin­se­backe Blair und ande­ren Hilf­lo­sen dane­ben­sitzt und gute Mie­ne zum schlech­ten Gesicht macht (hieß das so?). Nach einem sol­chen Gip­fel ist zwar die Welt noch beim Alten (abge­se­hen von eini­gen Steu­er­mil­lio­nen, die in wich­ti­ge Pro­jek­te wie das Bau­en eines Zauns flos­sen), aber immer­hin – es wird etwas getan, sagt „Frau“ Mer­kel. Da kön­nen wir uns ja beru­higt schla­fen legen und wei­ter­hin den Ein­flü­ste­run­gen des Gro­ßen Bru­ders lau­schen, dass der Zaun nie­man­den dar­an hin­de­re, sei­ne Bür­ger­rech­te aus­zu­üben (gehört dazu nicht auch frei­er Zugang zu deut­schen See­ba­de­or­ten?).

Wo wir gera­de beim Zaun waren: Hat­ten eigent­lich die diver­sen Kla­gen wegen mut­wil­li­ger Ver­let­zung diver­ser in der Ver­fas­sung fest­ge­setz­ter Rech­te (Ver­samm­lungs­frei­heit, Mei­nungs­frei­heit, Demon­stra­ti­ons­recht etc.) mitt­ler­wei­le Erfolg? Nein? Da schau her.
Ich wie­der­ho­le mich: Will­kom­men in Weiß­russ­land!

(Wer passt eigent­lich, so lan­ge alle ver­füg­ba­ren Kräf­te in Hei­li­gen­damm sind, auf den Rest des Lan­des auf? Oder ver­lässt man sich dar­auf, dass auch alle Coun­ter-Strike-Spie­ler und ande­re poten­zi­el­le Ter­ro­ri­sten sich vorm Zaun ansie­deln? Fra­gen über Fra­gen!)


Aber genug davon, ent­schul­digt den har­schen Ton – pas­siert, wenn man sich auf­regt, schon mal. Kom­men wir also zu ange­neh­me­ren Din­gen:

Ich las heu­te hoch­er­freut, dass mei­ne vor eini­gen Mona­ten geäu­ßer­te Kri­tik an der Auf­merk­sam­keits­ha­sche­rei der Medi­en (nach­zu­le­sen hier in Punkt [2]) auch von ande­ren geteilt wird; da ich kaum noch Zei­tung lese, um nicht völ­lig ins Niveau­lo­se zu fal­len, wäre mir das auch fast ent­gan­gen:

Gro­ßes Glück hat laut Medi­en­be­ob­ach­tern die klei­ne ent­führ­te Made­lei­ne: Wäre sie alt, männ­lich und dun­kel­häu­tig, wür­de sich die Pres­se über­haupt nicht für sie inter­es­sie­ren. Nur einem klei­nen wei­ßen Mäd­chen sei die unge­teil­te Auf­merk­sam­keit aller Medi­en über Wochen hin­weg sicher.

(Quel­le)

Unter­schrei­be ich sofort!


Wün­sche allen Lesern einen fro­hen Leich­nam (dan­ke an Stef­fi für die­sen Kalau­er)!
Leicht ange­säu­ert, dafür zucker­frei,
– euer Pin­gu­in

Musik⁠In den Nachrichten
Lest keine FAZ!

Tach­chen!

Da das Som­mer­loch sich, wie es scheint, ein paar Wochen nach vorn ver­scho­ben hat, gibt es heu­te mal nur eine klei­ne News­ana­ly­se:

Psy­cho­lo­gen der pol­ni­schen Regie­rung gehen dem Ver­dacht nach, dass Tin­ky Win­ky, ein Held der bri­ti­schen Kin­der­se­rie „Tele­tub­bies“, heim­lich homo­se­xu­el­le Wer­te ver­mit­telt. Tin­ky Win­ky hat­te den Arg­wohn der Regie­rungs­be­auf­trag­ten für Kin­der­rech­te, Ewa Sowin­s­ka, durch sei­ne Vor­lie­be für lila­far­be­ne Stram­pel­an­zü­ge und sei­ne schwar­ze Damen­ta­sche erweckt.

(Quel­le)

So weit, so blöd. Abge­se­hen davon, dass die­ses Bild 40 Jah­re danach (*) über­aus pein­lich ist:

Schlimm genug, dass aus­ge­rech­net Poli­ti­ker sich über so etwas Gedan­ken machen. Aber ich fra­ge mich:

Wie­so FAZ und nicht BILD?

Nach­denk­lich,
– euer Som­mer­pin­gu­in


* – alles Gute nach­träg­lich – dan­ke euch!