Internes
Update

So, hab grad ver­se­hent­lich das grü­ne Design gelöscht… mal sehen… jeden­falls hier erst mal aktu­el­le WP-Ver­si­on… bis spä­ter!

Persönliches
Lie­be Kin­der!

Es mag viel­leicht spie­ßig klin­gen – und ich bezweif­le ohne­hin, dass ihr das aus­ge­rech­net hier lesen wer­det -, aber ich als ver­gleichs­wei­se alter Sack sage euch mal was, das ihr euch bit­te umge­hend hin­ter die Ohren schreibt:
 
Es gibt wahr­lich erwach­se­nere Anblicke als eine Hor­de rau­chen­der 11-Jäh­ri­ger, die an der Bus­hal­te­stel­le ste­hen und mir stolz ins Ohr piep­sen, dass sie ihrem Vater das Bier weg­ge­trun­ken haben und danach „voll geil besof­fen“ waren!

  • Erstens: Es ist mir egal, ich kenn euch nicht mal!
  • Zwei­tens: Rau­chen macht nicht älter oder coo­ler, es macht nur ärmer. Und toter.
  • Drit­tens: Trin­ken eben­falls.
  • Letz­tens: Ich bin ver­dammt noch mal nicht taub, und ich will’s auch nicht wer­den, also hört bit­te, bit­te auf,
    • euch im Lini­en­bus stän­dig über 20 Rei­hen hin­weg zu „unter­hal­ten“
    • eure Geil­heit laut­stark zum öffent­li­chen Gesprächs­the­ma zu machen (puber­tär, besten­falls spät-)
    • Bushi­do oder ähn­li­che Spa­sti­ker (sie­he älte­re Bei­trä­ge) in einer Laut­stär­ke zu hören, dass selbst denen, die die Tex­te nicht ver­ste­hen, die Ohren zuwach­sen – besten Dank!

Bis spä­ter, ihr Eier!
– euer Erklär­bär


P.S.: Huhu Stef­fi *sfg*!

MusikPolitikIn den Nachrichten
Noch mal Nah­ost

[1] Atom­waf­fen, und sonst so?
[2] Öster­reich, Teil 2
[3] Herz­li­chen Glück­wunsch, 5 Jah­re Krieg!
[4] LaFee bzw. Video­kri­tik
[5] Mode­kri­mi­nal­ro­ma­ne


[1] Kaum hat sich der Liba­non ein biss­chen beru­higt, schon stür­zen sich die Sicher­heits­fa­na­ti­ker auf ein neu­es (altes) Opfer, den Iran. Von „UN-Reso­lu­tio­nen“ ist plötz­lich die Rede und davon, dass wir alle sehr besorgt sind, dass der Iran so gemein ist und Atom­ener­gie erforscht und even­tu­ell sogar so was wie Atom­waf­fen her­stel­len könn­te etc.
 
Den Poli­tik­in­ter­es­sier­ten dürf­te das alles noch bekannt vor­kom­men: Auch ein gewis­ser Herr Hus­sein soll im Besitz von Atom­waf­fen gewe­sen sein und auch wil­lens gewe­sen sein, sie ein­zu­set­zen. Da drängt sich mit eini­ger Sicher­heit nicht nur mir die Fra­ge auf: Flie­gen dem­nächst Bom­ber über den Iran, auf der Suche nach dem Prä­si­den­ten, der sich der­weil einen noch län­ge­ren, ver­lau­sten Bart wach­sen lässt und in einem Erd­loch ver­steckt hält?
 
Und eine noch viel inter­es­san­te­re Fra­ge lau­tet doch wie­der ein­mal:
Was geht’s uns an?
 
„Der Iran erforscht Atom­ener­gie.“ Nun, das tut Deutsch­land eben­falls, genau wie vie­le ande­re Län­der. War­um soll­te man (i.e. aus­ge­rech­net wir) ein Pro­blem damit haben?
„Aber der Iran könn­te Atom­waf­fen her­stel­len und in einem Krieg ver­wen­den!“ – behaup­tet bit­te wer? Nur weil Ahma­denid­schad über ein enor­mes Atompoten­zi­al (lat. pot­esse -> kön­nen) ver­fügt, sind wir alle in Gefahr? Ent­schul­digt, wenn das jetzt naiv aus­sieht, aber ich für mei­nen Teil habe vor Bush weit­aus mehr Angst als vor dem irren Ira­ner. Atom­waf­fen ein­set­zen, um irgend­wo Krieg zu spie­len – war­um soll­te der Iran so was tun? Für die USA hin­ge­gen gäbe es mehr als genug Grün­de, den Iran zu zer­bom­ben, zum Bei­spiel Erd­öl, Erd­öl oder wie wär’s mit Erd­öl?
 
Doch, doch, lie­be Skep­ti­ker und BILD-Leser, genau so ist’s. Der Iran ist nun mal eine der wich­tig­sten Ölför­der­ge­bie­te, und das ist dem Wei­ßen Haus per se suspekt. Erd­öl ist spä­te­stens seit der Bushre­gie­rung ein nahe­zu per­fek­ter Anlass, in der jewei­li­gen Regi­on den, äh, Frie­den zu sichern (noch­mals: sie­he Irak). Die Unter­stüt­zung der Bevöl­ke­rung ist mit Ver­mu­tun­gen wie „die haben Atom­waf­fen, die Schwei­ne“ in den USA bedau­er­li­cher­wei­se fast mit voll­stän­di­ger Sicher­heit gewon­nen (ich wür­de das pau­schal als „Nai­vi­tät“ bezeich­nen), und mehr braucht’s nicht.
 
Gut, gut – von mir aus dür­fen sich Bush und Ahma­deni­dings gegen­sei­tig die Häu­ser weg­pu­sten. Abge­se­hen von dem ethi­schen Aspekt aber brin­gen sol­che Krie­ge übli­cher­wei­se noch ein ganz ande­res Pro­blem mit sich, land­läu­fig als „Frie­dens­mis­si­on“ bezeich­net, sie­he aktu­ell im Liba­non. Ich wür­de gern wis­sen, wie man sich eine „Frie­dens­mis­si­on“ mit Sol­da­ten und Pan­zern denn vor­zu­stel­len hat. Oder ist der alte Traum von den Frie­den­s­pan­zern, die Blu­men statt Gra­na­ten schie­ßen, end­lich wahr gewor­den?


[2] An die­ser Stel­le noch ein Wort zu Frau Kam­pusch: Na fein, nun hat sie der Welt also auf RTL – wo sonst? – all das erzählt, was wir seit Tagen wuss­ten. Aber nun wis­sen wir auch, wie sie aus­sieht. Welch eine Freu­de. Das hilft uns wirk­lich wei­ter. ;-)
(vor allem, weil man sie jetzt leich­ter erkennt, auf der Stra­ße zum Bei­spiel, und den Rest ihres Lebens nicht in Ruhe lässt)
 
Aber immer­hin ist sie ehr­lich genug, zuzu­ge­ben, dass sie Geld aus ihrer Ent­füh­rung schla­gen will: ein Buch drü­ber schrei­ben, noch hau­fen­wei­se Inter­views geben und sich dumm und däm­lich ver­die­nen an der Sen­sa­ti­ons­gier der eben­so Dum­men, was auch durch die ange­kün­dig­te „Stif­tung für Ent­führ­te“ nicht deut­lich posi­ti­ver zu wer­ten ist. Mir indes fällt dazu nur ein: Sieh­ste?
 
Mir als – tut mir ja Leid! – Mann fehlt lei­der bzw. schö­ner­wei­se jeg­li­ches Mit­ge­fühl für so eine Frau. Sie kann nichts dafür, dass sie ent­führt wur­de, und die letz­ten Jah­re waren der Hor­ror für sie und so wei­ter und so fort; nun, so hil­fe­be­dürf­tig kam sie mir im Inter­view – das ich im Übri­gen ohne Bild und nur aus dem Neben­zim­mer ver­folg­te, aus Des­in­ter­es­se zum Bei­spiel – gar nicht vor. Im Gegen­teil, auf mich mach­te sie den Ein­druck einer selbst­stän­di­gen und (trotz öster­rei­chi­scher Gene, scnr) gebil­de­ten Frau, die alles ande­re als ver­stört durch die Gegend geht und – sie­he oben – sich nicht unbe­dingt dafür schämt, die bereits erwähn­te Sen­sa­ti­ons­gier (ich nen­ne es i.d.R. „BILD-Syn­drom“, weil erb­lich) der Unter- und Mit­tel­schicht aus­zu­nut­zen, zumal

  1. wir wirk­lich inter­es­san­te­re Pro­ble­me haben, z. B. die Arbeits­markt­si­tua­ti­on, und
  2. in Afri­ka und Latein­ame­ri­ka auch stän­dig Kin­der ent­führt, jah­re­lang gefol­tert und in der Regel getö­tet (!) wer­den und uns das komi­scher­wei­se eini­ger­ma­ßen am Gesäß vor­bei­geht

was ich, neben­bei erwähnt, als Phil­an­throp ohne­hin zum Bre­chen fin­de, und da fra­ge ich mich doch, was Frau Kam­pusch zu einem bes­se­ren Men­schen macht, und über­haupt q.e.d. und Punkt.


[3] Wei­ter im Text und apro­pos: Der 11. Sep­tem­ber fei­ert Geburts­tag. Ich als Kalen­der­ken­ner und Teil­zeit-Erb­sen­zäh­ler hal­te es ohne­hin für ein Unding, dass man ein Datum als fest­ste­hen­den Begriff fest­legt (oder wer redet von „der 6. Dezem­ber“, wenn er den Niko­laus­tag meint?), zumal die Sprach­pan­scher eine ganz eigen­tüm­li­che neue Regel gesetzt haben, die da lau­tet: „Nine-Ele­ven sowie 9/11 sind im deutsch­spra­chi­gen Raum ein­ge­tra­ge­ne Mar­ken des Jah­res 2001“ oder so ein Quark… ich jeden­falls streich mir den Tag regel­mä­ßig rot an und geh fei­ern. Kaf­fee und Kuchen und so. Die Musik bring ich aber selbst mit!


[4] Und noch­mals apro­pos, dies­mal Musik bzw. Quark: Heu­te schon gelacht? Erst kürz­lich hat­te ich das Ver­gnü­gen (jawoll!), LaFee – m.W. nach eige­nen Aus­sa­gen, aber zumin­dest unver­hoh­len stolz dar­auf, die Haupt­schu­le (sic; vgl. Text­pas­sa­gen wie „jeder Arsch will mit dir gehn“) zugun­sten einer Musikkar­rie­re (sic!) abge­bro­chen zu haben; „Kopp zu“ ist noch das Freund­lich­ste, das mir dazu ein­fal­len will – also die­se LaFee jeden­falls von einer ganz neu­en Sei­te ken­nen­zu­ler­nen, näm­lich der chap­linesken, slap­stick­haf­ten oder wahl­wei­se auch cho­reo­gra­phisch aus­ge­feil­ten. Wer teil­ha­ben möch­te an mei­nem Amu­se­ment, möge ein­fach war­ten, bis auf VIVA das im Übri­gen ermü­den­de Lied­chen „Prin­zes­schen“ von eben­je­ner ehe­ma­li­gen Haupt­schü­le­rin läuft – was i.d.R. nicht lan­ge dau­ert – und umge­hend den Ton abdre­hen.
 
Für die, bei denen VIVA Haus­ver­bot hat, habe ich hier eine klei­ne Zusam­men­fas­sung der Cho­reo­gra­phie des Haupt­vi­de­os (jenes, in wel­chem LaFee in Sata­ni­sten- respek­ti­ve Nut­ten­klei­dung im Wald rum­steht und doof guckt) vor­be­rei­tet:
Lin­ker Arm nach vorn, Pau­se, rech­ter Arm nach vorn, Pau­se, lin­ker Arm nach vorn, Pau­se, rech­ter Arm nach vorn, Pau­se, lin­ker Arm nach vorn, Pau­se, rech­ter Arm nach vorn usw. und das gan­ze Spiel so 3–4 Minu­ten lang immer wie­der hin und her (was geschrie­ben weit weni­ger debil aus­sieht als ge‑, äh, tanzt) – ich hof­fe, das wird nicht der neue „tren­dy“ Som­mer­tanz.
 
Ich, der ich stets einen mög­lichst gro­ßen Abstand zu allem Hipho­pes­ken (… hieß frü­her Stot­tern und war heil­bar … das nur neben­bei) zu hal­ten bemüht bin, kom­me den­noch nicht umhin, hier Par­al­le­len zu den spa­sti­schen Zuckun­gen von Bushi­do, Eko Fresh und wie­se­allehei­ßen fest­zu­stel­len; letzt­end­lich bleibt aber ein Gefühl der gei­sti­gen Über­le­gen­heit zurück, bei allem Respekt, den man emp­fin­den mag.


[5] Übri­gens, Mode: Kürz­lich fiel mir ein Kri­mi­nal­ro­man in einer Frau­en­zeit­schrift (wel­che im Übri­gen nicht ich las) auf, der „Mode­kri­mi“ beti­telt war. „Mode­kri­mi?“, fragt sich da so man­cher (z.B. ich), „waren das nicht die 80-er?“ … oder was bit­te soll man sich unter einem Mode­kri­mi vor­stel­len?
 
„Der Ein­bre­cher, geklei­det in edlen Pari­ser Samt mit blau­en Appli­ka­tio­nen (Lager­feld, 500 Euro, gestoh­len), brach in das Ate­lier des statt­li­chen Desi­gners ein, der gera­de in sei­nem kunst­sei­de­nen Man­tel (Quel­le, 39,95 Euro) durch sein nach Cha­nel duf­ten­des Büro“ und so wei­ter… na dan­ke.


Har­ren wir also besorgt der Din­ge, die da kom­men. Bis dahin blu­mi­ge Grü­ße, vor allem an Stef­fi!
– euer Hob­by­pa­zi­fist


Übri­gens, wie­der ’ne neue eMu­le-Ver­si­on von mir -> Klick!

Musik
Offe­ner Brief

Als klei­ner Nach­trag zu mei­nem vori­gen Ein­trag, wo wir gera­de bei „Musik“ waren, noch ein Wört­chen an unse­re gelieb­te „Musik„industrie, die ja die letz­ten Wochen wie­der damit ver­bracht hat, sich über man­geln­de Ein­nah­men auf­zu­re­gen:

Wer­te Ent­schei­der!
Ich weiß, in Zei­ten der glo­ba­len Ver­net­zung ist es alles ande­re als leicht, Geld mit etwas zu ver­die­nen, das man mit ein klein wenig Skru­pel­lo­sig­keit auch kosten­los – und unge­heu­er bequem! – online bekom­men kann. Es ist ja in der Tat nicht unbe­dingt mora­lisch ver­tret­bar, sich das gei­sti­ge Eigen­tum ande­rer Men­schen unbe­zahlt anzu­eig­nen; eure Ver­glei­che mit Kauf­haus­die­ben sind in mei­nen Augen auch durch­aus berech­tigt.
Dass ihr aber, wie so oft, die gesam­te Onlin­ege­mein­schaft pau­schal in Sip­pen­haft neh­men und sym­bo­lisch ver­prü­geln wollt, hal­te ich doch für frag­wür­dig; gera­de ihr, die ihr doch am mei­sten von ihr pro­fi­tiert! Wo wür­det ihr ste­hen, wenn nicht einst ein klei­nes Kind die Netz­ge­mein­de kosten­los mit dem Lied vom „klei­nen Kro­ko­dil“ berei­chert hät­te (und ihr euch nur wenig spä­ter an ihm)? Was wäret ihr nur ohne jene Künst­ler, die allein für die Kunst und nicht für Geld spie­len – Gnarls Bar­kley und die Arc­tic Mon­keys, um nur zwei zu nen­nen?

Dass es tat­säch­lich noch Musi­ker gibt, die sich nicht um euer Geld sche­ren, ist euch sicht­lich unan­ge­nehm. Klar, mit kosten­lo­sen Down­loads habt ihr schlech­te Erfah­run­gen gemacht. Wenn man euren Aus­füh­run­gen glaubt, sind Media Markt und das Pres­se­zen­trum längst ver­gan­ge­ne Bastio­nen glor­rei­cher Zei­ten. Aber, ganz im Ver­trau­en, ich sag euch mal was:

Nie­mand mit nur ein klein wenig Musik­ver­stand ist bereit, sein (gera­de ange­sichts der der­zei­ti­gen Wirt­schafts­la­ge) sau­er ver­dien­tes Geld für eure Retor­ten­bands aus­zu­ge­ben. Wel­ches Argu­ment recht­fer­tigt bei der „rele­van­ten Ziel­grup­pe“ (das sind mei­nes Wis­sens Men­schen über 12 Jah­ren) den Kauf einer CD von Bana­roo, Yoo­mi­ietc. und wie sie alle hei­ßen mögen? Anders­her­um: Wie vie­le Kin­der im Alter von sagen­wir­mal 10–12 haben in Deutsch­land denn genug Geld, um euch über Was­ser zu hal­ten?

Ihr habt es euch zum Ziel gesetzt, alles, was euren Ver­kauf von Ton­trä­gern irgend­wie behin­dert oder erschwert, aus dem Weg zu räu­men, sofern mög­lich. Sehr edles Ziel. Aber mei­nes Erach­tens ist euer Wahl­spruch der fal­sche. „Copy kills music“ – das wäre zu ein­fach. Nein, das Prin­zip heißt ein­deu­tig „Indu­stry kills music“.
Ich gebe es zu, ich selbst bin einer die­ser Schwer­ver­bre­cher, denen der Kopf abge­hackt gehört, weil ich unver­schämt genug bin, lie­ber Web­ra­dio zu strea­men statt eure Plat­ten zu kau­fen. Nun, so sind die GEZ-Gebüh­ren immer­hin sinn­voll ange­legt. Dabei war es doch ein­mal so ein­fach: Ihr stellt Musik her, wir kau­fen sie. Nur hat sich mitt­ler­wei­le eini­ges geän­dert, und Ange­bot (Retor­ten­ge­hop­se) und Nach­fra­ge (Musik) sind alles ande­re als deckungs­gleich. Auf Dau­er kann man auch mit noch so tol­len Extras kei­ne schlech­te Musik wett­ma­chen. Tool aller­dings sind da eine Aus­nah­me; ich wage zu behaup­ten, dass es zum Bei­spiel von 10.000 days mehr lega­le als ille­ga­le Kopien gibt, allein wegen des Art­work. Und war­um wer­den seich­te Grup­pie­run­gen wie US 5 von euch mit Geld und Lob über­häuft, wäh­rend musi­ka­lisch anspruchs­vol­le Künst­ler wie Ost­kreutz oder sagen­wir­mal The Gos­sip höch­stens unter „haben wir auch irgend­wo rum­lie­gen“ geführt wer­den?

Ich den­ke, ich spre­che für vie­le mei­ner Leser, wenn ich euch fol­gen­des Geschäft vor­schla­ge:
Ihr pro­du­ziert wie­der gute Musik, und wir kau­fen sie. Glaubt mir, mit Bands, die nach The Who oder mei­net­we­gen auch nach The Beat­les klin­gen, kann man auch nach 40 Jah­ren noch reich wer­den. Dann fällt die klei­ne Quo­te der armen Irren, die wei­ter­hin Tokio Hotel und Bana­roo down­loa­den, nicht mehr ins Gewicht…

Klingt doch fair? Gut!

MusikPolitikIn den Nachrichten
Aktu­el­les zur Zeit

Huhu!
Bin kurz mal wie­der da und habe doch tat­säch­lich eine Men­ge neu­er Zeit­kri­tik mit­ge­bracht!

[1] Neu­es vom Sex
[2] Arbeits­lo­sig­keit
[3] Ösis, Tie­re, Sen­sa­tio­nen
[4] Nah­ost a.k.a. „heul doch!“
[5] Wir kapi­tu­lie­ren!
[6] Jam­ba und „Musik“ im Fern­se­hen
[7] Sur­face – Unheim­li­cher Schwach­sinn


Fan­gen wir mal harm­los an:
[1] Es gibt Neu­ig­kei­ten aus der Welt des Sex: For­schun­gen haben erge­ben, dass Män­ner, die sich das Bett mit einer Frau tei­len, am näch­sten Mor­gen unter Gedächt­nis­ver­lust lei­den. Das hat mit der unbe­wuss­ten (soso, hm, aha?) stän­di­gen Wahr­neh­mung des weib­li­chen Kör­pers oder so zu tun… wür­de jeden­falls eini­ges erklä­ren.


[2] Apro­pos erklä­ren: Seit neue­stem erklärt die Regie­rung ja jeden, der alle ihm zuste­hen­den sozia­len Lei­stun­gen auch in Anspruch nimmt, gleich­sam zum Schma­rot­zer oder der­glei­chen. Könn­te mir evtl. irgend­je­mand erläu­tern, wo da der Sinn besteht? „So, jetzt kön­nen Sie Hartz IV bean­tra­gen. Aber wehe, Sie machen das, Sie Sozi­al­schma­rot­zer!“… oder wie? Wofür gibt es dann die zahl­rei­chen staat­li­chen För­de­run­gen, wenn sie nicht bean­sprucht wer­den sol­len? Wer­te Mit­bür­ger, der Sozi­al­staat ist eine Lüge auf unse­re Kosten! Wäre nett, wenn mal jemand was dage­gen unter­näh­me. „Wir wer­den so regiert, wie Hei­de Simo­nis getanzt hat“ (Urban Pri­ol).


[3] Dann ist da noch was ande­res pas­siert, was ins­be­son­de­re die per se schreck­haf­ten („o Gott ich bin zu fett“) Frau­en bewegt haben dürf­te: So’n Mäd­chen – 18 Jah­re – im Land der Schluch­ten­schei­ßer (i.e. Ösi­land) hat nach 8 Jah­ren der Ent­führt­sei­ung* erfolg­reich den Weg nach Hau­se wie­der­ge­fun­den. So weit, so gut. Aber ich für mei­nen Teil schä­me mich für mein Land und sei­ne Medi­en! „Aus Rück­sicht auf das Mäd­chen wer­den vor­erst kei­ne Befra­gun­gen durch­ge­führt“, aha, soso? Auf die Idee, aus Rück­sicht auf das Mäd­chen ein­fach mal die paar hun­dert Jour­na­li­sten aus dem Vor­gar­ten zu ent­fer­nen und auf­zu­hö­ren, 24 Stun­den am Tag live vom Wohn­haus der Ent­führ­ten zu berich­ten, kommt ihr also nicht, sen­sa­ti­ons- und quo­ten­gei­le Dep­pen, die ihr seid? Wür­de mich auch über­haupt nicht stö­ren, nach 8 Jah­ren des (vor­geb­li­chen, sie­he wei­ter unten) Mar­ty­ri­ums Tag und Nacht nicht in Ruhe gelas­sen zu wer­den. Echt nicht.
Kann mir, neben­bei gefragt, an die­ser Stel­le jemand erklä­ren, wie man einen Men­schen, gleich ob Männ­lein oder Weib­lein, eigent­lich „sexu­ell miss­brau­chen“ kann? Wenn mich mein aus­ge­präg­tes Gespür für hoh­le Phra­sen nicht sehr in die Irre führt, kann man doch nur missbrau­chen, was man anders­her­um auch gebrau­chen kann – hm? Ana­log cf. „Dro­genmissbrauch“ (was wäre denn, lie­be Phra­sen­dre­scher, ein Koka­ingebrauch im erlaub­ten Sin­ne?).

Aber zurück zum The­ma Ösi­ent­füh­rung: Ich fin­de es, gelin­de aus­ge­drückt, „zum Brüll’n“ (R. Gern­hardt), wie sich die „öffent­li­che Mei­nung“ wie­der ein Bild zurecht­rückt. Zusam­men­fas­sung der von mir gesich­te­ten Bericht­erstat­tun­gen zu die­sem The­ma: Das Mäd­chen behaup­tet, es sei ihm bei dem Ent­füh­rer gut gegan­gen, so rea­li­täts­fern ist es gewor­den. Anders aus­ge­drückt liest sich das so: Es ging dem Mäd­chen gut, das ist Mist, dann haben wir nichts, wor­über wir uns auf­re­gen kön­nen, tz, die­ses per­ver­se Schwein hat doch bestimmt usw. … Gene­ra­ti­on BILD, ich lie­be dich!


[4] Soll­tet ihr übri­gens, wer­te Leser, an die­ser Stel­le einen mei­ner gewohnt bis­si­gen poli­ti­schen Kom­men­ta­re zum The­ma Nah­ost (ja nun auch schon was älter) ver­mis­sen, so muss ich geste­hen, dass mir nicht so recht was dazu ein­fal­len will. Denn mal ganz im Ernst und im Ver­trau­en: Inter­es­siert uns Isra­el wirk­lich, oder wol­len wir – nach Afgha­ni­stan, Irak und Kon­go – nur wie­der ein­mal den USA bewei­sen, dass wir uns als Welt­po­li­zei durch­aus eig­nen? Ich für mei­nen Teil – die extre­men Lin­ken unter mei­nen Lesern mögen mir ver­zei­hen – sehe es nicht ein­mal ein, den Staat Isra­el als gege­be­nes Poli­ti­kum zu akzep­tie­ren. Ist es nicht viel­mehr so, dass Isra­el 1947 von Staa­ten, die das im Grun­de gar nichts angeht, unge­fragt mit­ten in die bereits jemand ande­rem gehö­ri­ge Pam­pa gepflanzt wur­de und wir Deut­schen seit­dem in all unse­rer Schuld und unse­rem vor­geb­li­chen Unrechts­be­wusst­sein die umgangs­sprach­li­chen Füße still­hal­ten müs­sen, um im mili­tä­risch erzwun­ge­nen Bild von der hei­len Welt (welch Iro­nie an die­ser Stel­le!) nicht auf­zu­fal­len; dass eben­so die­ses Deutsch­land nach dem bis­her letz­ten „offi­zi­el­len“ deut­schen Krieg (vgl. Kon­go etc.) selbst de fac­to von einer Mili­tär­re­gie­rung gelenkt und gelei­tet wur­de, die auch nach dem Ende des Eiser­nen Vor­hangs wei­ter ihre Fäden zieht, gleich­sam dafür Sor­ge trägt, dass aus­ge­rech­net im Land der Dich­ter und Den­ker unser durch­aus berech­tig­ter Natio­nal­stolz (vgl. SPIEGEL 32/06, Sei­te 46 ff.) zum staats­feind­li­chen Gedan­ken­gut dis­kre­di­tiert wur­de?

Und ist nicht eigent­lich selbst die­ses Deutsch­land anno 1949 nur als Pro­vi­so­ri­um erschaf­fen wor­den, als „letz­te Bar­rie­re“ der abend­län­di­schen Kul­tur, für des­sen Bestand indes es seit 1990 kei­ne recht­li­che Grund­la­ge mehr gibt? Man erin­nert sich: Der Zwei-plus-Vier-Ver­trag, der Deutsch­land in sei­ner heu­ti­gen Form zum Staat mach­te, wur­de von einer Regie­rung geschlos­sen, die nach wie vor nur als Ver­tre­ter der de fac­to längst nicht mehr exi­stie­ren­den „Sie­ger­mäch­te“ han­del­ten; des­wei­te­ren fehlt der Bun­des­re­pu­blik seit eben­je­nem Jahr ein zen­tra­ler Bestand­teil ihrer Exi­stenz, näm­lich eine rechts­kräf­ti­ge Ver­fas­sung. Auch hier wird oft über­se­hen, dass das so genann­te „Grund­ge­setz“ nur für die Dau­er der Besat­zung Bestand hat­te und nur für die Gren­zen von 1949 Gül­tig­keit besaß. Glas­nost, Pere­stroi­ka und Kohl – klei­ner intel­lek­tu­el­ler Scherz an die­ser Stel­le – haben die­se Tat­sa­che bewusst ver­schwie­gen, um die Ver­ei­ni­gung – eine „Wie­der­ver­ei­ni­gung“ gab es bis­her nicht in der Geschich­te der BRD; z.B. ein Deutsch­land in den Gren­zen von 1939 wäre wie­der ver­ei­nigt, aber die 1990 erschaf­fe­ne Kon­stel­la­ti­on der deut­schen Län­der war und ist ein völ­li­ges Novum – mög­lichst schnell und unbe­merkt durch­zu­füh­ren, wäh­rend eine recht­lich gese­hen not­wen­di­ge Volks­ab­stim­mung des „neu­en“ Deutsch­lands über die Ver­fas­sung völ­lig unter den Tisch fiel.

Fazit: Die Deut­schen in all ihrem vor­geb­li­chen Freu­den­tau­mel sind seit 1990 verfassungs‑, ergo staa­ten­los, folg­lich durch­aus in einer isra­el-ähn­li­chen Situa­ti­on. Und auch für jene, die „die­ses poli­ti­sche Gefa­sel“ nicht inter­es­siert, bleibt die Fra­ge: Haben wir, in vie­ler­lei Hin­sicht längst auf einer Stu­fe mit einem Ent­wick­lungs­land, nicht weit­aus wich­ti­ge­re Sor­gen als Atom­re­ak­to­ren im Iran (und wer beschwert sich über die USA? Na?) oder tote Kin­der in Ost­eu­ro­pa?


[5] Dass unse­re Ver­fas­sung (sie­he oben) von Anfang an fest­leg­te, dass die Bun­des­wehr aus­schließ­lich als Ver­tei­di­gungs­ar­mee benutzt wer­den soll, wird auch gern mal unter den Tisch gekehrt; schon ein gewis­ser Franz Josef Strauß schick­te sie ins Aus­land, und die spä­te­ren SPD-Regie­run­gen mach­ten es nicht viel bes­ser. Auch dass seit dem Zer­fall des „Fein­des“ – sprich: des Ost­blocks – in den 90-ern jeg­li­cher Anlass zur Auf­recht­erhal­tung einer Ver­tei­di­gungs­ar­mee fehlt, führ­te nicht zu ent­spre­chen­den Kon­se­quen­zen, son­dern im Gegen­teil zu der für Juri­sten und Bush­freun­de inter­es­san­ten The­se „wenn wir uns nicht mehr ver­tei­di­gen müs­sen, sind wir für den Angriff bereit“.

Mal ganz davon abge­se­hen, dass wir uns von ganz allein immer ver­wund­ba­rer zei­gen, was spä­te­stens seit den däni­schen Moham­med-Kari­ka­tu­ren selbst dem Lai­en ersicht­lich sein dürf­te. Mei­ner per­sön­li­chen Ansicht nach ist auch dies eine Fol­ge unse­res ver­lo­re­nen Natio­nal- und Kul­tur­be­wusst­seins. Hen­ryk M. Bro­der drückt es im SPIEGEL 33/2006 mei­nes Erach­tens sehr pas­send aus:

Die Dis­kus­si­on dar­über, wel­che Pro­vo­ka­tio­nen WIR unter­las­sen soll­ten, damit SIE sich nicht gekränkt füh­len, führt zwangs­läu­fig in das Reich des Absur­den.
Dür­fen from­me Juden von Nicht­ju­den den Ver­zicht auf Schwei­ne­fleisch ver­lan­gen? Und mit Sank­tio­nen dro­hen, wenn ihre For­de­rung nicht erfüllt wird? Darf ein Hin­du in Indi­en Amok lau­fen, weil die Nie­der­län­der die Hei­lig­keit und Unan­tast­bar­keit der Kuh nicht aner­ken­nen? Wer Mus­li­men das Recht ein­räumt, sich dar­über zu empö­ren, dass die Dänen sich nicht an ein isla­mi­sches Ver­bot hal­ten, von dem nicht ein­mal fest­steht, dass es tat­säch­lich exi­stiert, muss sol­che Fra­gen mit einem kla­ren Ja beant­wor­ten. Und schließ­lich auch Analpha­be­ten erlau­ben, Buch­hand­lun­gen zu ver­wü­sten, denn in einer Welt, in der sich jeder gekränkt und gede­mü­tigt füh­len darf, darf auch jeder ent­schei­den, wel­che Pro­vo­ka­ti­on er nicht hin­neh­men mag.

Eine mög­li­che Lösung – die auch Bro­der kennt – hat­te der däni­sche Fort­schritts­par­tei-Poli­ti­ker Mogens Glis­trup schon 1972:

Um Steu­ern zu spa­ren, soll­te die däni­sche Armee auf­ge­löst und im Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­ri­um ein Anruf­be­ant­wor­ter geschal­tet wer­den: „Wir kapi­tu­lie­ren!“

Gute Idee eigent­lich.


[6] Wür­de es sich eigent­lich loh­nen, Jam­ba wegen Vor­spie­ge­lung fal­scher Tat­sa­chen oder was-auch-immer zu ver­kla­gen ange­sichts der beklopp­ten „kei­ne Coverversionen“-Werbung?
Kur­ze Auf­li­stung:

  • Ser­gio Men­dez feat. Black Eyed Peas: Mas que nada
    Cover von: Ser­gio Men­dez: Mas que nada
  • Lumidee: Dance!
    Cover von: irgendso’ner 80er-Band
  • „Vogel­grip­pe“
    Cover von: einem uralten Kin­der­lied (voll tren­dy, wa?)

Habe die Rekla­me gera­de nicht hier, will ich auch nicht unbe­dingt. Da war jeden­falls noch irgend­ein vier­ter hip­per Cover­klin­gel­ton dabei. Könnt ihr ja bei­zei­ten selbst über­prü­fen, irgend­wann und qua­si jeder­zeit auf MTV (wofür stand das „M“ doch gleich?), wenn nicht gera­de einer die­ser Dating- oder Tuning­sen­dun­gen kommt.

Apro­pos MTV (zur Ori­en­tie­rung: Das ist der Sen­der, auf dem die tren­dy Klin­gel­ton­wer­bung nur gele­gent­lich vom Pro­gramm unter­bro­chen wird. Wie stö­rend!): Die letz­ten brauch­ba­ren Musik­sen­dun­gen im deut­schen Fern­se­hen sind der Rock­pa­last (WDR), Tracks (arte) und MTV Rock­zo­ne (doch, ehr­lich). Nur mei­ne Mei­nung.


[7] Als nor­ma­ler­wei­se eher klar den­ken­der Mensch (der dies auch zu blei­ben gedenkt) habe ich mich bis zur letz­ten Fol­ge von „Sur­face“ erfolg­reich davor bewah­ren kön­nen, mir die­ses irra­tio­na­le Mach­werk anzu­se­hen. Nun bin ich ja von Natur aus scha­den­froh; viel­leicht ist das der Grund, war­um ich eben­je­ne letz­te Fol­ge ange­se­hen habe, in der Hoff­nung, dass die Cha­rak­te­re abtre­ten oder was-auch-immer Schreck­li­ches pas­siert (eine letz­te Fol­ge ist nor­ma­ler­wei­se nicht zum Spaß eine letz­te Fol­ge). Ich muss zuge­ben, die­ses grü­ne Wesen (Nim oder wie es sich nennt) hat was Sehens­wer­tes an sich (wenn­gleich ich deut­li­che Anlei­hen an E.T. erken­nen kann). Über den Rest der Fol­ge war ich aller­dings bestürzt (wenn auch nicht son­der­lich über­rascht) ange­sichts der erstaun­lich vie­len Logik­feh­ler in erstaun­lich kur­zer Zeit. Fas­sen wir die letz­ten Minüt­chen mal zusam­men: Die schar­fe Alte (Namen ver­ges­sen) tele­fo­niert, legt das Han­dy „kurz zur Sei­te“ (wohin?), klet­tert han­dy­los über einen engen Maschen­draht­zaun und tele­fo­niert auf der ande­ren Sei­te see­len­ru­hig wei­ter. Da fragt man sich: Wie das?
Wei­ter geht’s: Es folgt eine Beleh­rung, dass der Raum, den die bei­den Prot­ago­ni­sten betre­ten wol­len, nicht bio­me­trisch, son­dern durch einen Reti­nascan­ner gesi­chert ist. Scha­de, hier wird Bio­me­trie auf Fin­ger­ab­drücke etc. redu­ziert, aber außer Acht gelas­sen, dass die Reti­na (das Dings da in eurem Auge, lie­be Leser) auch ein bio­me­tri­sches Kri­te­ri­um dar­stellt, übri­gens weit­aus fäl­schungs­si­che­rer als Fin­ger­ab­drücke.
Wie auch immer man es aber nennt, jene schar­fe Alte (sie­he oben) jeden­falls umgeht den „Augen­test“ mit einem elek­tro­ni­schen (!) Bild (!!) von einem zugangs­be­rech­tig­ten Men­schen. Freun­de von Dan Browns Buch „Illu­mi­na­ti“ dürf­ten wis­sen, dass kein Reti­nascan­ner der Welt etwas ande­res zulässt als ech­te Augen, zumal kein gleich­wie hoch auf­lö­sen­des Bild alle klei­nen Details der Reti­na abbil­den kann, schon gar nicht ein der­art flackern­des Com­pu­ter­bild wie in „Sur­face“. Für Inter­es­sier­te emp­feh­le ich Dan Bur­stein, „Die gehei­me Bru­der­schaft“, Sei­te 438 ff.
Über die Logik der Serie an sich ver­lie­re ich an die­ser Stel­le kein wei­te­res Wort, das erüb­rigt sich dann wohl… (Sci­ence-Fic­tion ist ein selbst­er­klä­ren­der Begriff, den­ke ich. Quark und Käse eben­falls.)


(Wie­so haben eigent­lich der­art über­durch­schnitt­lich vie­le Indo­ne­si­er die Vogel­grip­pe? Sodo­mie?)

Bis in ein paar Wochen dann. Viel­leicht.
Mein­ja­nur.
– euer Zyni­ker … np: Ost­kreutz – Motor


Ach so, noch was… vor ’ner Wei­le im TV:
„Drück auf den grü­nen Knopf!“ „Wie sieht’n der aus?“ „Grün.“ (Ster­ben – aber rich­tig, Pro Sie­ben; nicht ver­wech­seln mit einem ähn­li­chen Zitat aus Ram­bo III!). Find ich spa­ßig, hihi – wenn auch nicht ansatz­wei­se so spa­ßig wie der gleich­falls schon eini­ge Wochen alte lite­ra­tur­kri­ti­sche Geschrieb* „Man schreibt Deutsh“ (sic!) von Ste­fan Gärt­ner (10,00 Euro, ein­fach im Buch­han­del gucken), den ich nun, um die­sen Ein­trag zu beschlie­ßen, zumin­dest lite­ra­risch unbe­la­ste­ten Tux­blog-Lesern ans Herz legen möch­te (wenn­gleich, auch Freun­de von Ador­no und/oder Grün­bein wer­den ihre Freu­de dar­an haben).


Ich wei­se nach­trags­wei­se hier­mit dar­auf hin, dass mit * gekenn­zeich­ne­te Wor­te mein gei­sti­ges Eigen­tum sind. Wort­klau­er wer­den mit Böse­an­ge­guckt­füh­len* bestraft. Fies, wa?

PersönlichesProjekte
Tuxis Well­ness-Tipps, Teil I

Tipp des Tages: Ein­fach mal so 4–5 Tage kein gro­ßes Geschäft ver­rich­ten. Nach die­ser Zeit­span­ne kann man’s wagen. Ihr wer­det sehen: Ein abso­lut gei­les, ent­span­nen­des Gefühl. Hab ich übri­gens das Patent drauf. Tuxis Well­ness-Schiss. E_E

Genug gewitzt… gibt was Neu­es für alle Freun­de lega­ler Tausch­bör­sen… mei­ne eMu­le-Modi­fi­ka­ti­on eMu­le beba ist end­lich im Final-Sta­tus ange­kom­men. Wün­sche viel Spaß.

So, bin wie­der weg… ;-)

PolitikIn den Nachrichten
Die Welt trau­ert

Lie­be Freun­de der absur­den Come­dy,
trau­ri­ge Über­schrift, nech? Ja, die Welt trau­ert, und das ist aus­nahms­wei­se nicht mal pes­si­mi­stisch dar­ge­stellt.

Deutsch­land trau­ert spä­te­stens seit Klins­manns Rück­tritt – das hat ja nicht lan­ge gedau­ert mit der WM-Eupho­rie. Zu dumm für das Mer­kel, da hat­te es gar kei­ne Chan­ce, die wäh­rend der WM ver­sau­beu­tel­ten „Refor­men“ zu ver­stecken! Wenn Brecht das wüss­te…

Und dann wären da noch eini­ge „ech­te“ Todes­fäl­le zu bekla­gen:

  • Robert Gern­hardt („der Kra­gen­bär, der holt sich mun­ter / einen nach dem andern run­ter“)
    Wel­cher Banau­se hat eigent­lich den Stuck­rad-Bar­re dafür bezahlt, des­sen Nach­ru­fe zu ver­fas­sen? Pein­lich, pein­lich…
  • Rudi Car­rell (Käse aus Hol­land, n.f.c.)
  • … und dann wäre da noch einer der krea­tiv­sten Musi­ker der letz­ten 40 Jah­re, Mit­grün­der von Pink Floyd und Fast­ganz­al­lein­ver­fas­ser von denen ihrer eigent­lich ganz guten ersten Plat­te:
    Syd Bar­rett!
  • Das aber nur der Voll­stän­dig­keit wegen. Schlimm genug, dass die Medi­en sich auf den Car­rell „ein­ge­schos­sen“ haben und dar­über den Bar­rett fast ver­ges­sen…

    Apro­pos Tote: Geht dem­nächst mal wie­der ins Kino. Hel­ge Schnei­der spielt Hit­ler – das kann nur ein Erfolg wer­den! ;-)

    Nun aber mal genug getrau­ert, Zeit für etwas Ablen­kung. Heu­te kei­ne schlech­ten Wit­ze, dafür ist die Welt zu schlecht. Statt­des­sen noch ein paar Hin­wei­se in eige­ner Sache:

  • Buch­emp­feh­lung: Robert Gern­hardt: Gesam­mel­te Wer­ke (oder wie sich das nennt).
    Wer bis­her nichts mit Lyrik zu tun haben woll­te, wird hier schnell sei­ne Mei­nung ändern. Ihr wer­det euch in der ersten Hälf­te krank und in der zwei­ten wie­der gesund lachen (frei nach Erich Käst­ner) – ver­spro­chen!
  • CD-Emp­feh­lung: The Gos­sip: Stan­ding in the way of con­trol. Laut, sel­ten und völ­lig irre – also genau das Rich­ti­ge für alle flei­ßi­gen Tux­blog-Leser. ;)

Schö­ne Feri­en an alle Nicht­ver­sa­ger, Topf­ku­chen und Rest der Welt! Viel Spaß mit euren School’s Out-Bekannt­schaf­ten (hehe)…
* Tuxi (gibt’s auch als Sin­gle-CD *gröl*)

P.S.: Zitat des Tages: „Sie sind fest­ge­nom­men wegen ziel­lo­sen Her­um­schlen­derns“ (RTL II, „Cops“). Schö­ne neue Welt!

Edit:
Los, kauft mir was! *sfg*

Persönliches
Übri­gens, im Auf­trag…

Es pas­siert nicht oft, dass ich so kurz hin­ter­ein­an­der so vie­le Bei­trä­ge (2!) schrei­be, aber wer könn­te den schön­sten Augen der Welt wider­ste­hen?

„end eeeeeeeeeeeeeeeeei­ei will olweis loff juuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh­uh­uh­uh­uh­uhuh­h­uh­uhu, eiiiiiiiiiiiii will olweis loff juuuuuuu!“

*hüstel*

Äh, wei­ter­gehn, hier gibt es nichts zu sehn…

Übri­gens, schö­nen Tag des Kus­ses an alle Anwe­sen­den…

SonstigesMusik
Wald­mei­ster zum Zwei­ten

54, 74, 90, 2582096236… wie auch immer – sag­te ich ja. Bleibt die Fra­ge, ob Wald­mei­ster oder Vize­wald­mei­ster. Mal schau­en.

PolitikIn den Nachrichten
Zum The­ma Natio­nal­stolz

Sers,
aus aktu­el­lem Anlass (The­ma „Abschaf­fung der Natio­nal­hym­ne“) mal ein paar total tol­le Fra­gen und Mei­nun­gen:

Erstens: Die Begrün­dung „Nazi­hym­ne“ ist lächer­lich. Wer Hoff­mann von Fal­lers­le­bens rest­li­che Wer­ke kennt, weiß das. Davon mal abge­se­hen: Stich­wort „Die Inter­na­tio­na­le“. Böse, böse Kom­mu­ni­sten. Wo bleibt der Ver­bots­an­trag?
Zwei­tens: Die Begrün­dung „deutsch­na­tio­nal“ ist lächer­lich. Es heißt nicht zum Spaß „Natio­nalhym­ne“. Und sowie­so: Im Ver­gleich zu den Natio­nal­hym­nen von kul­tu­rel­len Brenn­punk­ten wie z.B. Frank­reich oder (hehe) Togo ist das „Deutsch­land­lied“ harm­lo­ser als ein Kin­der­ge­burts­tag. „Zu den Waf­fen!“…
Und sowie­so: Ver­lo­ge­ne Ban­de. Einer­seits las­sen „wir Deut­schen“ kei­ne Gele­gen­heit aus, den „Ame­ri­can Way of Life“ zu leben, aber ande­rer­seits… Coca-Cola jeder­zeit, aber „Ster­ben für den Sieg“ auf kei­nen Fall. MTV sicher, Angriffs­krie­ge bloß nicht. Hip-Hop ja, Patrio­tis­mus nein. Nicht, dass ich gern einen deut­schen Angriffs­krieg mit­er­le­ben wür­de, oller Pazi­fist, der ich bin – nur…
Habe ich schon erwähnt, dass die USA ein­ge­rei­ste Aus­län­der nicht län­ger als ein Jahr im Land dul­den? Aber so was ist bei uns in wei­ter Fer­ne. Natür­lich: Wer Ein­rei­se­be­schrän­kun­gen for­dert und dazu patrio­ti­sche Flag­gen schwenkt, ist ein böser, böser Hit­ler­fa­na­ti­ker und gehört umge­hend ver­gast. Nicht wahr, Herr Bush?

Es ist bedrückend, in dem Land der Dich­ter und Den­ker zu leben und sich dafür schä­men zu müs­sen. Noch die drit­te Nach­kriegs­ge­nera­ti­on soll gefäl­ligst im Staub krie­chen vor den all­mäch­ti­gen Ali­ier­ten, als Ent­schul­di­gung für all das, was man in der Justiz „Erb­schuld“ nennt und unter Hit­ler „Sip­pen­haft“ beti­telt wur­de. Hach ja, da kommt so ein spa­ßi­ger ras­si­sti­scher (sic!, vgl. Mar­tin Luther King) Nar­ren­ver­ein (USA) in Deutsch­land rein­spa­ziert und drückt uns sei­ne Geset­ze auf…

Klei­ner Denk­an­stoß: Die NSDAP-Regie­rung war de iure kein Ver­bre­cher­re­gime (wir dür­fen das nicht nach unse­ren Maß­stä­ben beur­tei­len – ande­re Gesell­schaft, ande­re Ver­fas­sung!), da kön­nen sich die Leh­rer­ge­werk­schaf­ten auf­re­gen, wie sie lustig sind. Nach wel­chen Maß­stä­ben denn bit­te? Etwa Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit? Men­schen­rech­te (sofern man im Ver­gleich mit den USA die­ses Wort über­haupt nen­nen darf –> Guan­ta­na­mo) gab es in den 30-er Jah­ren fak­tisch nicht, auch nicht in Deutsch­land. Bür­ger­rech­te gab es aller­dings, auch in Deutsch­land – nur ist es damals wie heu­te Sache des Staa­tes, zu bestim­men, wer Bür­ger sein darf und wer nicht.
(Neh­men wir ein­mal an, ich lie­ge gewal­tig dane­ben – wäre nicht das erste Mal! – und es gab doch grund­le­gen­de Men­schen­rech­te in Deutsch­land. Was geht es die USA dann an, ob die Deut­schen sie respek­tier­ten oder nicht?)

Die „Ver­bre­chen“, die den Deut­schen ange­la­stet wur­den und noch heu­te wer­den, waren kei­ne: Die Juden­ver­nich­tung zum Bei­spiel, so unmensch­lich sie erschei­nen mag, war durch­aus gesetz­lich legi­ti­miert. Dank der abso­lu­ten Mehr­heit der vom Volk (!) gewähl­ten NSDAP ver­lief all das poli­tisch kor­rekt. Mal als Bei­spiel: Die Gro­ße Koali­ti­on z.B. hat eine ähn­li­che Ent­schei­dungs­ge­walt, sie könn­ten die Ver­fas­sung eben­so nach Belie­ben ändern. Schön, dass wir kei­ne radi­ka­len Kräf­te in der Regie­rung haben (ja, wer spon­sert denn die Anti­fa? Huch!) – sonst wären wir arm dran. Ach so, sind wir ja…

Apro­pos Juden­ver­nich­tung: Seit dem Mit­tel­al­ter wer­den Juden syste­ma­tisch ver­folgt. Schon vor Hit­ler muss­ten Juden in Deutsch­land (resp. im Kai­ser­reich) vie­le Ein­schrän­kun­gen in Kauf neh­men, z.B. was ihre Schul­bil­dung und ihren Berufs­weg betraf. Ver­gast oder nicht ver­gast, Ver­fol­gung bleibt eben doch Ver­fol­gung. Und wer käme denn auf die Idee, die christ­li­che Kir­che zu ver­bie­ten? Sie hat im 12. Jahr­hun­dert auch eini­ge sehr inter­es­san­te Din­ge in Jeru­sa­lem getrie­ben. Oder ist das, ups, schon ver­jährt? Wann ver­jährt Juden­ver­fol­gung eigent­lich?

Ich bit­te alle poli­tisch infor­mier­ten Leser dar­um, die­se Fra­gen in den Kom­men­ta­ren zu erläu­tern. Ich versteh’s nicht…
(nein, „Hit­ler war schei­ße“ und „lol du Nazi“ ist kei­ne Begrün­dung, lie­be Anti­fa)

Noch was zum The­ma Natio­nal­hym­ne:
Ich wei­se dezent dar­auf hin, dass wäh­rend der Ent­ste­hung des „Deutsch­land­lie­des“ eben­je­nes „Deutsch­land“ kein ein­heit­li­cher Staat war, und ich bezweif­le, dass die deut­schen Köni­ge und Her­zö­ge eine sol­che Ver­ein­heit­li­chung gleich­wel­cher Art irgend­wie befür­wor­tet hät­ten. „Deutsch­land, Deutsch­land über alles“… nun, man kann es durch­aus als Ein­heits­wunsch inter­pre­tie­ren. Oder eben auch nicht…

Grü­ße von eurem Lieb­lings­so­kra­ti­ker!

NACHTRAG:
Der Bär ist tot, es leben die Mör­der! Ich hof­fe, der Tier­schutz­ver­ein hat wenig­stens dies­mal Erfolg…

In den Nachrichten
Ärz­te ohne Gren­zen

Pri­ma, pri­ma: Da haben sich doch ein paar Pol­li­dicker tat­säch­lich mei­ne Ideen zur Gesund­heits­re­form abge­schaut. 5 Euro pro Arzt­be­such… dann wird Deutsch­land wie­der jün­ger. Oh, jubel, freu (Ren & Stim­py).

Har­ren wir also der Din­ge, die da noch kom­men – viel­leicht wer­den wir sie noch (üb)erleben. Prost Mahl­zeit!

Sonstiges
Modi­sches

Lie­be Mäd­chen!
Ich weiß, es wird Som­mer, folg­lich heiß; dass sich das nahe­zu zwangs­wei­se auch auf die Beklei­dung aus­wirkt, ist mir eben­falls bekannt. Aber auch, wenn die BRAVO was ande­res behaup­tet: Es ist sehr, sehr unat­trak­tiv, wenn dicke Mäd­chen aus viel zu kur­zen Tops und Röcken quil­len. Sieht aus wie Topf­ku­chen, ist nur nicht so appe­tit­lich.

Und apro­pos viel zu kurz: Muss es wirk­lich sein, dass man mit 14, 15 Jah­ren schon her­um­läuft wie Mata Hari? Män­ner fängt man i.d.R. mit Charme – mit Ero­tik fangt ihr garan­tiert nur die­je­ni­gen, die ihr am aller­we­nig­sten fan­gen wollt.

Wie sag­te schon mein ehem. Grie­chisch­leh­rer? „Mode hat was mit Ver­mo­dern zu tun.“

Lasst es euch mal durch den Kopf gehen, und eine Kugel gleich hin­ter­her!

Sexy Grü­ße,
der Spiel­ver­der­ber.

MusikIn den NachrichtenKaufbefehle
Das Run­de muss in das Ecki­ge

Huhu, lie­be Fuß­ball­fans, und natür­lich huhu Natha :>,
bei Durch­sicht mei­ner Noti­zen fiel mir doch tat­säch­lich auf: Bald ist wie­der Bür­ger­krieg, äh, Fuß­ball-WM! Da dach­te ich mir als i.d.R. halb­wegs akzep­ta­bel infor­mier­ter Nicht­an­hän­ger jeg­li­cher sport­li­cher Betä­ti­gung und in mei­ner Rol­le als Web­s­pam­mer, äh, ‑blog­ger, guck­ste doch mal, ob du das irgend­wie ver­wur­steln kannst. Et ecce, da fin­den sich eini­ge Suspec­ta:

Begin­nen wir mit der Vor­ge­schich­te: Vor weni­gen Jah­ren kommt das „end­gül­ti­ge Sati­re­ma­ga­zin“ Tita­nic nach eini­gen Jah­ren öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Polit­ak­tio­nen (als Bei­spie­le sei­en nur mal die „Wahl­kämp­fe“ für die SPD (Mot­to: „wir geben auf.“) sowie für die F.D.P. („juden­frei und Spaß dabei“) erwähnt) auf die cet. nicht mal schlech­te Idee, bei der Wahl des Aus­tra­gungs­or­tes 2006 mit­zu­stim­men. Der Ver­such, die Jury mit einem Paar Wür­sten und einer Kuckucks­uhr (sic!) zu bestechen, resul­tier­te immer­hin dar­in, dass das ent­schei­den­de Jury­mit­glied (Zitat: „This final fax bro­ke my neck“) sich ver­stört sei­ner Stim­me ent­hielt; im Rück­blick nun auch dar­in, dass wir Deut­schen in Kür­ze hau­fen­wei­se grö­len­de, pöbeln­de, betrun­ke­ne Neg‑, äh, stark­pig­men­tier­te Men­schen afro­ame­ri­ka­ni­scher Her­kunft begrü­ßen „dür­fen“ – übri­gens eine frem­de Feder, mit der sich „Kai­ser“ Becken­bau­er heu­te gern schmückt. Der Depp.

Apro­pos Neger – gehen wir über zum näch­sten Punkt, näm­lich dem Slo­gan* „Die Welt zu Gast bei Freun­den“. Eins vor­weg: Wer sich so was aus­denkt, pappt sich auch bun­te „Du bist Deutsch­land“-Kack­hau­fen aufs Auto. Ande­rer­seits, wuss­te da das Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tee wie­der mehr als ich? Denn nun ist’s wurscht, wie schlecht die Deut­schen spie­len – wir kön­nen hin­ter­her mit Fug und Recht behaup­ten, es sei­en ja ohne­hin nur Freund­schafts­spie­le gewe­sen. Ich frag mich nur: Wes­sen Freun­de woll’n wir sein? Um Got­tes Wil­len nicht die von die­sem grau­si­gen Goleo-Viech (was sym­bo­li­siert das eigent­lich? Chri­stoph Daum auf Koks?) – da schon lie­ber die vom Schieds­rich­ter (Merk?)!

Bin ich übri­gens der Ein­zi­ge, dem die tol­le WM-Hym­ne jetzt schon auf den Zei­ger geht? …

P.S.:
Olé Bra­si­lia!

P.P.S.:
Bis­he­ri­ges Top­al­bum des Jah­res: Tool – 10.000 Days. Kann ich nur wärm­stens emp­feh­len. Das Album nebst Rezen­si­on gibt’s hier. Allein schon das Art­work (der­zeit gibt’s eine ver­mut­li­che Limi­t­ed Edi­ti­on mit bei­geleg­ter Lupe, damit man’s bes­ser beäu­gen kann) ist den Kauf alle­mal wert. HTH!

* Slo­gan kommt übri­gens aus dem Gäli­schen (slough ghain = Schlacht­ruf) – na, dämmert’s?

In den Nachrichten
Gedan­ken zum 1. Mai

Ach, klei­ner Nach­trag (hätt ich fast ver­ges­sen):

[13:26] @Theodor_Adorno> 1.mai ist bul­len­klop­pen @ ber­lin
[13:26] @Theodor_Adorno> wer kommt mit?
[13:26] @[D]Tr1GGeR> ach schei­ße
[13:26] @[D]Tr1GGeR> mai­kra­wal­le sind uch noch
[13:26] @[D]Tr1GGeR> ;(
[13:28] @[D]Tr1GGeR> ma bei ebay gucken ob man wie­der bal­kon­plät­ze für die mai­kra­wal­le in ber­lin erstei­gern kann
[13:28] @[D]Tr1GGeR> :D

Also schlag ich doch direkt mal nach:

- Tag der Arbeit in vie­len Staa­ten („Inter­na­tio­na­ler Kampf­tag der Arbei­ter­klas­se“)
– Die Nacht zum ersten Mai wird auch als Wal­pur­gis­nacht bezeich­net
– In Ber­lin fin­den an die­sem Tag die Kreuz­ber­ger Kra­wal­le statt, die stets mit gewalt­tä­ti­gen Aus­schrei­tun­gen ver­bun­den sind.

(Quel­le)

Gehen wir die Liste mal durch:

Tag der Arbeit

Er wird auch als Kampf­tag der Arbei­ter­be­we­gung, Tag der Arbeit oder Mai­fei­er­tag bezeich­net.

„Kampf­tag“ – wie­so ist aus­ge­rech­net das mei­ne erste Asso­zia­ti­on? Bin ich durch die Medi­en so sehr ver­dummt wor­den, oder ist es die Absicht unse­rer Poli­tik, den „Tag der Arbeit“ zu ver­dun­keln? Ich mei­ne, ange­sichts der der­zei­ti­gen Wirt­schafts­la­ge wäre „Tag der Arbeit“ auch Gal­gen­hu­mor im schwär­ze­sten Sin­ne (R.I.P. Bill Hicks).

In den sozia­li­sti­schen Län­dern wur­de der 1. Mai als „Inter­na­tio­na­ler Kampf- und Fei­er­tag der Werk­tä­ti­gen für Frie­den und Sozia­lis­mus“ began­gen.

Logi­sche Fol­ge­rung: Deutsch­land ist 1) ein sozia­li­sti­sches Land, zumin­dest aber 2) über­wie­gend von Alt- und Neu­so­zia­li­sten bewohnt.
(nun, die Zustän­de in Deutsch­land sind in der Tat denen in der DDR 1989 sehr ähn­lich – nur dass wir ver­mut­lich nicht auf einen Umsturz hof­fen dür­fen, Poli­zei etc.)

Wal­pur­gis­nacht
Die Wiki­pe­dia kennt dazu Alte Bräu­che – Das Hexen­bren­nen in der Ober­lau­sitz.

Hexen­bren­nen, hmmm… eigent­lich eine sehr nütz­li­che Tra­di­ti­on… n.f.c.

Kra­wal­le
Sie­he oben.

In die­sem Sin­ne, fei­ert schön und haut mal so rich­tig auf die Po… den Putz!