Sonstiges
Wet­ter, Wet­ter, Wet­ter

So, lie­be Freun­de des debi­len Humors,
ich bin über­zeugt, ihr kennt das Pro­blem: Ihr sollt, wollt oder müsst unbe­dingt was schrei­ben, aber euch fehlt ein geeig­ne­tes The­ma. Und was machen Leu­te, die kein The­ma haben? Rich­tig, sie reden übers Wet­ter.

Nun, was ist zu unse­rem Wet­ter zu sagen? Ver­reg­net (Gos­lar), ange­nehm (Bay­ern), arsch­kalt (Nord­see)… alles beim Alten, auch die Gemü­ter der Leu­te, die da woh­nen. Wor­an liegt’s? Ich ver­mu­te, wie immer an der Poli­tik (z.B. der Repres­si­on, äh, „Kon­junk­tur“). Aber was will man dage­gen machen? Selbst unse­re Angie macht gute Mie­ne zum bösen Gesicht, äh, Spiel. Also doch Revo­lu­ti­on? Wir müssen’s ja der Anti­fa nicht sagen, dann bleibt’s auch schön fried­lich.

Denkt drü­ber nach!
– ich (heu­te mal i.V. Neue Frank­fur­ter Schu­le)

IRC-Logs, Teil 6: Heu­te im Quiz

[@Loesung] Ӛ» NӚ° ::: 30 Ӛ«
[@Loesung] Ӛ» ::: Ӛ«
[@afkdings] k
[@Loesung] Ӛ» afk­dings wuss­te, dass wir such­ten! ::: Stats -> Sekun­den zum lösen: 4 / Punk­te von afk­dings: 14 Ӛ«
[@afkdings] LOL

Politik
Zur Lage der Nati­on

1) Die Regie­rung
2) Arbeits­lo­sig­keit
3) Gesundheits„reform“
4) Was tun?

Wer­te Genossen‑, Kame­ra­den- und son­sti­ge Schwei­ne,
ent­ge­gen mei­ner übli­chen Gewohn­hei­ten rich­te ich heu­te ein ern­stes Wort an euch, denn es gibt ein­fach Din­ge, die raus müs­sen.

Was in dem Land der Dich­ter und Den­ker der­zeit pas­siert, wirkt gera­de­zu gro­tesk, wenn man zugleich beäugt, wie das sonst so vor­neh­me Volk der Fran­zo­sen auf das­sel­be Pro­blem reagiert. Hier­bei geht es weni­ger um die Locke­rung des Kün­di­gungs­schut­zes, son­dern man muss das Übel an der Wur­zel packen und an den Haa­ren zie­hen: Es geht um Poli­tik.

[ 1 ] Dabei war das alles so schön vor­her­seh­bar: Die SPD wur­de aus der Regie­rung gewählt, die CDU auch nicht wirk­lich hin­ein, und – hups! – bei­de regie­ren. Na, fällt was auf? Gut.

Die­se Regie­rung nun, im Wesent­li­chen bestehend aus der Frau mit dem Gesicht, ließ gleich nach ihrer Nicht­wahl erst mal eine der älte­sten Strö­mun­gen Deutsch­lands, die Sozi­al­de­mo­kra­tie, bild­lich gespro­chen so tief wie nur irgend­wie mög­lich beer­di­gen, um anschlie­ßend unter gro­ßem Tam­tam und Tra­ra das Pro­blem anzu­ge­hen, das bei Regie­run­gen schon immer die höch­ste Prio­ri­tät hat­te.

Die Arbeits­lo­sig­keit? Weit gefehlt! Es geht um die Diä­ten der Poli­ti­ker. Eine Diät ist, kurz zusam­men­ge­fasst, das Geld, das ein Poli­ti­ker von denen, die selbst nichts haben, dafür bekommt, dass er acht oder mehr Jah­re lang dafür sorgt, dass noch mehr Men­schen noch weni­ger haben. Nun sind unse­re Poli­ti­ker echt arme Schwei­ne mit ihren Vil­len, Limou­si­nen und Gehäl­tern (von wem finan­ziert? Na, dämmert’s?); da geben sie sich so viel Mühe und kür­zen so vie­le unnö­ti­ge Lei­stun­gen, und trotz­dem wird das Geld immer knap­per. Wo das vie­le Geld hin­fließt? Wer weiß?
[ 2 ] So ein Volk macht’s den Poli­ti­kern aber auch nicht leicht: Immer mehr Fir­men haben immer weni­ger Geld (ja, als Vor­stands­chef hat man eben auch gewis­se Ansprü­che, z.B. ein paar Mio. í¢“Å¡Ã‚¬) und müs­sen immer mehr Stel­len strei­chen. Das hat eigent­lich nur zwei Kon­se­quen­zen:

  1. Schul­ab­gän­ger bekom­men kei­ne Jobs mehr, wer­den arbeits­los, ste­hen auf der Stra­ße, sau­fen, kif­fen und hören schlech­te Musik (Aggro Ber­lin).
  2. Immer mehr Leu­te wer­den immer frü­her zum Rent­ner und wol­len ihre ver­dien­te Ren­te bekom­men. Aber woher neh­men?

Nun, gegen bei­de Pro­ble­me hat die Regie­rung immer­hin schon Lösungs­an­sät­ze gefun­den:
Dank Hartz IV ist „Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger“ nun end­lich zum all­ge­mein aner­kann­ten Beruf gewor­den („was soll’s, ich werd eh Hartz IV“ – vgl. SPIEGEL 14/06, S. 22ff); zwar am Exi­stenz­mi­ni­mum, aber was soll’s? Die Ben­gels sol­len froh sein, dass die Poli­tik sich über­haupt her­ab­lässt, dem Möch­te­gern­sou­ve­rän „Volk“ etwas von ihrem hart ver­dien­ten Geld abzu­ge­ben! Und sowie­so, Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger haben’s doch gut – die wer­den nicht ent­las­sen.

[ 3 ] Aber was tun mit den ver­flix­ten Rent­nern? Auch da hat sich die „Regie­rung Angie“ was Töf­tes ein­fal­len las­sen, nach altem Haus­re­zept: Man set­ze ein­fach die Alters­gren­ze höher – im Ide­al­fall arbei­ten die Rent­ner dann bis zum Umfal­len und lie­gen dem Staat nicht mehr unnö­tig auf der Tache.
Um das mit dem Umfal­len noch zu beschleu­ni­gen, haben sich die Stra­te­gen von CSPDU was Neu­es ein­fal­len las­sen, die Gesund­heits­re­form. Auch sie lässt sich kurz zusam­men­fas­sen: Es gehen wei­ter­hin Bei­trä­ge „rein“, aber kei­ne mehr „raus“. Das beugt gleich 2 gro­ßen Pro­ble­men vor: Erstens haben die armen Kran­ken­kas­sen in ihren Palä­sten dann wie­der schön viel Geld, das sie dem Staat geben kön­nen, und zwei­tens sinkt auto­ma­tisch die Lebens­er­war­tung alter und kran­ker – also arbeits­un­fä­hi­ger – Men­schen.
(bin ich der Ein­zi­ge, der gera­de an KZs denkt?)

[ 4 ] Für die Poli­ti­ker bes­sert sich die Lage also wie­der. Aber was ist mit dem Volk?
Arbei­ten oder ster­ben, wir haben die Wahl. Abwäh­len geht lei­der nicht (sie­he wei­ter oben), Demon­strie­ren wie in Frank­reich bringt in Deutsch­land auch nicht viel (Poli­ti­ker haben eben das dicke­re Sitz­fleisch)… bleibt nur noch Aus­wan­dern. Wir Deut­schen ster­ben ja sowie­so lang­sam aus (wie unvor­her­seh­bar!), da kommt es dar­auf auch nicht mehr an…

Just my 2 cents.

PS: „With no loving in our souls and no money in our coats you can’t say we’­re satis­fied“. Mein­ja­nur. Dan­ke, Angie!

Netzfundstücke
Aggres­si­ves Linux

.…sup­port­ed unse­re Hard­ware aus­schließ­lich nur FAT und NTFS. Ande­re Datei­sy­ste­me wie die von Linux oder Unix bedür­fen auf­grund ihrer agres­si­ven Schreib­tech­nik spe­zi­el­ler Fest­plat­ten. Das weiß aber heut­zu­ta­ge inzwi­schen jedes Kind. Aus die­sem Grun­de kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die Ver­wen­dung eines von uns nicht zeri­fi­zier­ten Betriebs­sy­stems zum beschrie­be­nen Scha­den geführt hat. Ein Garan­tie­an­spruch ist damit lei­der erlo­schen

Quel­le

Netzfundstücke
WoW für Freaks

Lang­wei­li­ge Schul­stun­den? Kein PC zur Ver­fü­gung? Das muss nicht sein:

http://www.getdigital.de/index/0xfe/more/pic/lng/1

IRC-Logs, Teil 5: PKWs

Man­che Leu­te sind so humor­los! :(

@^Tuxman^: mir fällt grad ein wort­spiel auf
@^Tuxman^: pe.kw
@^Tuxman^: PKW
@^Tuxman^: haha­ha­ha
@^Tuxman^: haha­haa­haah­haa­hah
@^Tuxman^: *gacker*
:z: You were kicked by Chief­rocker, from #pe.kw.intern (HAHA)

Hip­hop­per sind sehr amü­sant

Huch – da mein­te doch tat­säch­lich ein lusti­ger Hip­hop­per (laut ICQ-Pro­fil gera­de 14yo), mich anfla­men zu müs­sen. *g*

[16:57] 294400338: du hast eben zu einem im icq gesagt dass hip hop en ver­bre­chen is
[16:57] 294400338: stimmtss????
[16:58] cyber­c­in­dy: ja
[17:00] 294400338: was bil­dest du dir eigent­lich ein heh ???
(…) tuxarsch un meinst du könn­test hip hop belei­di­gen . ich werd mir jedes ers wo du machst werd ih mir die demo sau­gen un ich werd dich holen homie sd
[17:00] cyber­c­in­dy: homo?
[17:00] cyber­c­in­dy: ^^
[17:00] cyber­c­in­dy: hip­hop­per sind sehr amü­sant
[17:01] cyber­c­in­dy: *find*
[17:01] cyber­c­in­dy: lass mich raten, als näch­stes willst du mei­ne mut­ter schwän­gern?
[17:01] cyber­c­in­dy: ^^
[17:01] 294400338: ja
[17:01] cyber­c­in­dy: na wer sonst nix abbe­kommt..
[17:01] cyber­c­in­dy: *g*
[17:01] cyber­c­in­dy: wie alt bist du? 12? ^^
[17:02] 294400338: heh werscht fresch
[17:02] 294400338: ich ficke dei­ne gan­ze gene­ra­ti­on
[17:02] cyber­c­in­dy: also dich gleich mit
[17:02] cyber­c­in­dy: das ist ne gute idee
[17:02] cyber­c­in­dy: fick dich mal
[17:02] cyber­c­in­dy: ^^
[17:02] 294400338: nach­her
[17:03] 294400338: bist du behin­dert im kopf
[17:03] cyber­c­in­dy: ich sehe, dein wort­schatz ist erwei­ter­ter als ich dach­te
[17:03] cyber­c­in­dy: aber zurück zu dei­ner fra­ge:
[17:03] cyber­c­in­dy: nein.
[17:04] 294400338: ok

Wir for­dern: Frei­heit für PISA!

Politik
USA: Anony­mes „Fla­men“ durch neu­es Gesetz ille­gal

Die Über­schrift soll kein Witz sein, denn US-Prä­si­dent Geor­ge W. Bush hat in letz­ten Woche tat­säch­lich ein Gesetz unter­zeich­net, dass es ver­bie­tet im Inter­net anonym Tex­te zu ver­brei­ten, oder E‑Mails zu ver­schicken, die einen Ande­ren ver­är­gern könn­ten, ohne sei­nen ech­ten Namen anzu­ge­ben.

Quel­le

Wor­aus wir zwei Din­ge fol­gern dür­fen:

1) Die Zahl der lästi­gen „lol rofl nuuuuuub“-Kiddies wird wei­ter sin­ken
2) Ich wer­de bald auf eine seee­ehr lan­ge Rei­se gehen…

In die­sem Sin­ne, fickt euch alle!
– anony­mous

Netzfundstücke
Das Mär­chen von der Null

Es war ein­mal eine Null, die in der ersten Spal­te einer Matrix stand. Um sie her­um stan­den noch vie­le ande­re Nul­len. Sie waren so vie­le, dass der erste Spal­ten­vek­tor ein Null­vek­tor war. Doch die Null woll­te nicht mehr „eine unter vie­len“ sein, und dar­um frag­te sie ihren Mathe­ma­ti­ker, ob sie nicht etwas Beson­de­res sein könn­te. Doch der ant­wor­te­te:
„Eine Null ist nun mal eine Null, du Null!“
Da war die Null sehr trau­rig. Sie wünsch­te sich doch so sehr, ein­mal eine Drei zu sein, von einer Vier wag­te sie erst gar nicht zu träu­men. Eines Tages – es hat­ten sich genau null Zah­len der Matrix geän­dert – war es der Null so lang­wei­lig, dass sie sich ent­schloss, in die Welt zu zie­hen, um einen Sum­man­den zu fin­den, der sie zu etwas mach­te. Doch es gab da ein Pro­blem: bekannt­lich fres­sen gro­ße Sum­man­den die klei­nen auf. So konn­te sich unse­re Null höch­stens mit einer nega­ti­ven zahl addie­ren. Doch nega­tiv woll­te sie auch nicht sein.

Aber die Null ließ sich nicht ent­mu­ti­gen, sie pack­te ihre null Sachen und begab sich auf den vie­le Nul­len lan­gen Weg. Nach null beschwer­li­chen tagen traf die Null eine Fünf. Hung­rig rief die Fünf:
„Komm‘ her, klei­ne Null, wir wol­len uns addie­ren.“
„Nein“, sag­te die Null, „dann wärst du ja immer noch eine Fünf, und ich wäre ver­schwun­den.“
Die Null floh mit null­fa­cher Geschwin­dig­keit. Tage spä­ter traf sie eine Acht. Die Acht sah fried­lich aus. Also ging die Null zu ihr und grüß­te:
„Hey, Acht!“
„Hi, klei­ne Null!“
„Ich bin so depri­miert. Ich füh­le mich wie ein Nichts.“
„Ja, du bist auch viel zu dick. Wenn du die­sen Gür­tel umlegst, kannst du sein wie ich.“
Die Acht leg­te der Null einen Gür­tel um und zog ihn mit aller Kraft zusam­men. Doch die Null war zu dick, bekam kei­ne Luft mehr und fiel bewusst­los zu Boden. Als sie wie­der auf­wach­te, sag­te die Acht:
„Es ist hoff­nungs­los mit dir. Aus dir wird nie eine rich­ti­ge Acht. Geh weg, du scha­dest mei­nem Ruf!“
„Hey“, schlug die Null vor, „wir könn­ten doch zusam­men eine Acht­zig wer­den.“
„Nie­mals! Dann wäre ich ja nicht mehr sym­me­trisch“, ant­wor­te­te die Acht. „Aber wir kön­nen uns addie­ren…“
Da lief die Null so schnell weg, dass sie alle ihre Vor­rä­te lie­gen ließ.

Als näch­stes traf die Null ein Pi.
„Oh“, sag­te die Null, „ihr seid ja lustig, so schön lang und bunt. Könnt ihr noch eine Null gebrau­chen?“
„Klar“, sag­te die Drei, die zufäl­lig gera­de vor dem Kom­ma stand, „wir haben zwar schon unend­lich vie­le Nul­len, aber stell dich ein­fach hin­ten an.“
Die Null ging also los, aber Weg ans Ende vom Pi zog sich immer wei­ter hin, und es schien so, als wür­de sie das Ende nie errei­chen. Als sie gera­de die vier pas­sier­te, die an der vier­hun­der­sten Stel­le hin­ter dem Kom­ma stand, frag­te sie die­se:
„Hal­lo Vier, ich suche das Ende. Die Drei da vor­ne sag­te, ich kön­ne mich hin­ten anstel­len.“
Da lach­te die Vier und brach­te unter Pru­sten her­vor: „Du bist ja dumm. Weißt du nicht, dass wir irra­tio­naler­wei­se unend­lich vie­le sind?“
„Aber“, sag­te die Null ver­zwei­felt, „das geht doch gar nicht. Ihr seid doch nicht mal peri­odisch.“
„Bist du ein­fäl­tig“, wun­der­te sich die Vier, „wir irra­tio­na­len sind doch immer unend­lich und brau­chen dazu kei­ne Peri­ode!“
Da fühl­te sich die Null nich­ti­ger als je zuvor. Nicht nur, dass sie nichts war, sie wur­de noch nicht ein­mal ernst genom­men. Außer­dem frag­te sie sich, ob ‚ein­fäl­tig‘ eine Belei­di­gung sei, oder ob es sich um eine Auf­mun­te­rung han­del­te, denn immer­hin hat­te die Vier nicht ’null­fäl­tig‘ gesagt. Mit einem Fun­ken Hoff­nung begab sich die Null also wei­ter auf ihren beschwer­li­chen Weg durch die Welt der Zah­len.

Lan­ge Zeit irr­te die Null durch die Gegend, bis sie so müde wur­de, dass sie ein­schlief. In ihrem Traum traf sie eine merk­wür­di­ge Zahl.
„Wer bist du denn?“, frag­te die Null.
„Ich bin ein i“, sag­te die Zahl.
„Aber I ist doch ein Buch­sta­be“, wun­der­te sich die Null. „Bist du etwa ein Gestalt­wand­ler? Ich glau­be man nennt euch Varia­blen.“
„nein, nein“, beharr­te die Zahl. „Ich bin eine Zahl! Genau­er gesagt bin ich eine Zahl, die mit sich selbst mul­ti­pli­ziert nega­tiv ist.“
„Quatsch!“, dach­te die Null. „So was gibt es nicht. Das ist Ein­bil­dung, also nur eine ima­gi­nä­re Zahl.“
Als nun die Null nicht mehr an das i glaub­te, ver­schwand die­se abscheu­li­che Zahl, und die Null wach­te auf und frag­te sich, wie kom­plex die Welt wohl wäre, wenn es die Zahl i wirk­lich gäbe. Dann wären die Nul­len ja noch ver­lo­re­ner. Auf die­se Wei­se etwas beru­higt leg­te sich die Null wie­der hin und schlief lang und zufrie­den.

Am näch­sten Mor­gen stand die Null auf und mach­te sich wei­ter auf ihrem Weg durch die Welt. Bald traf sie eine Zehn hoch Fünf.
„Hal­lo“, sag­te sie. „Was seid ihr denn?“
„Wir sind Hun­dert­tau­send“, erwi­der­te die Fünf von oben her­ab.
„Aber eine Hun­dert­tau­send hat doch fünf Nul­len“, warf die Null ein. „Ihr dage­gen seid nur drei, und nur eine von euch ist eine Null.“
„Klar“, erklär­te die Eins,“ so spa­ren wir vier lang­wei­li­ge Nul­len und haben dafür eine schö­ne Fünf.“
„Genau!“, pflich­te­te ihr die ande­re Null bei. „Wären wir fünf Nul­len, dann wäre ich fast genau­so lang­wei­lig wie du, aber so bin ich etwas Ein­zig­ar­ti­ges und unver­zicht­bar.“
Dar­auf­hin pro­te­stier­te unse­re Null: „Ich bin genau­so wich­tig wie du! Weil ich allei­ne ste­he, wäre ich ohne mich kei­ne Null mehr.“
„Falsch!“, ent­geg­ne­te da die Fünf. „Eine Null ist nichts. Eine Null ohne Null ist auch nichts. Ich weiß gar nicht, war­um es allein­ste­hen­de Nul­len über­haupt gibt. Das ist doch unef­fek­tiv.“
„Na gut“, schrie die Null ver­är­gert, „viel­leicht bin ich wirk­lich unef­fek­tiv, aber ich wer­de schon einen Platz fin­den, wo ich rein­pas­se!“
Die Null lief halb wütend, halb trau­rig davon.

Spä­ter traf die Null ein Unend­lich.
„Oh!“, schrie sie über­rascht auf. „Du bist ja unend­lich! Ich habe dich schon immer bewun­dert, weil du so viel dar­stellst.“
„Was redest du da?“, frag­te das Unend­lich. „Ich bin doch nur dein Kehr­wert, und außer­dem bin ich gar kei­ne Zahl, son­dern nur ein Grenz­wert. Sei doch glück­lich, dass du so klar defi­niert und so greif­bar bist. Ich bin dage­gen nur abstrakt und gehö­re eigent­lich über­haupt nicht hier her“, erklär­te es und ver­schwand ins hin­rei­chend Gro­ße.

Die Null ging nun wei­ter in die Unge­wiss­heit, da traf es eine klei­ne trau­ri­ge Null.
„War­um bist du denn so trau­rig?“, frag­te sie die Klei­ne.
„Weil man mir gesagt hat, dass ich nichts bin“, schluchz­te die klei­ne Null.
„Komm doch ein­fach mit mir“, schlug die gro­ße Null vor. „Ich bin los­ge­zo­gen um her­aus­zu­fin­den, ob das Leben noch etwas übrig hat für Nul­len wie uns.“
Die klei­ne Null wil­lig­te ein und folg­te ihrem gro­ßen, neu­en Freund, aber schon nach kur­zer Zeit taten der klei­nen die Füße weh.
„Hey, Gro­ßer“, stöhn­te sie, „ich kann nicht mehr. Lass uns eine Pau­se machen!“
„Wir müs­sen aber wei­ter“, sag­te die gro­ße Null, „aber du wiegst ja nichts. Komm her, ich wer­de dich tra­gen!“
Also trug die gro­ße Null ihren klei­nen Freund, und sie wan­der­ten wei­ter.

Wie das Schick­sal es so woll­te führ­te ihr Weg vor­bei an einer Acht­hun­dert­acht­und­acht­zig. Die bei­den Nul­len trau­ten sich kaum, näher her­an­zu­kom­men, aber da rief ein der Ach­ten schon von Wei­tem:
„Seht mal, da kommt die schön­ste und größ­te Acht, die ich je gese­hen habe.“
„Ja“, stimm­te die größ­te und stärk­ste der drei Ach­ten zu, „lasst sie uns zu unse­rem Boss machen. Ich woll­te schon immer eine Acht­tau­send­acht­hun­dert­acht­und­acht­zig sein.“
So nah­men die drei Ach­ten unse­re bei­den Freun­de als vier­te Ach­te auf. Die Nul­len freu­ten sich natür­lich sehr über die­se Aus­zeich­nung und pass­ten ihr Leben ganz dem Leben der Ach­ten an, nur dass sie nicht – wie alle Ach­ten – um acht auf­stan­den, son­dern schon um halb acht. Sie waren auch nur halb so acht­sam wie ande­re Ach­ten.

So leb­ten sie glück­lich und zufrie­den, und wenn sie nicht gestor­ben sind, dann leben sie noch heu­te.

Netzfundstücke
Bush und sei­ne Glat­zen

Als guten Ein­stieg zum neu­en Jahr emp­feh­le ich fol­gen­den, äußerst komi­schen Link:

http://garon.blogspot.com/2005/12/hva-er-etta-me-bush-og-skalla.html

Internes
Guten Rutsch!

So, ich ver­zieh mich in’ne Sil­ve­ster­fei­er­lich­kei­ten. Ich las­se euch der­weil mit einem neu­en Design und einer neu­en, unge­te­ste­ten, ver­bugg­ten Ver­si­on der Blog­soft­ware allein, ich hof­fe es gefällt euch, hehe…

Bis den­ne!