Persönliches
Ah? Aha!

Dass die deutsche Sprache einiger­maßen auch lustig sein kann, ver­suche ich euch, liebe Leser, ja hin und wieder zu zeigen. Die Schrift­sprache allerd­ings wird manch­mal sog­ar noch übertrof­fen vom Gesproch­enen:

Heute Abend hieß es aus dem AA […]
(tagess­chau, 8. Dez. 2006)

Ich bin ja generell nicht son­der­lich aufgeschlossen gegenüber Wort- und Sprach­spie­len, die selb­st Ste­fan Raab bess­er hin­bekäme, aber hier muss es ein­fach sein:
A‑A? Is’ halt Scheiße.

(das klingt in der tagess­chau immer irgend­wie bess­er als in einem Weblog)


Einkaufen im Dezem­ber ist schon ein Spaß für sich, zumal sich die all­ge­gen­wär­ti­gen “Cards” (ist Glücksspiel nicht ver­boten?) da gern mal ver­mehren. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann die Frage “sam­meln Sie Punk­te?” nicht mehr hören. Her­rje, wenn ich Punk­te will, fahr ich mit 100 km/h durch eine Fußgänger­zone, aber sich­er nicht zum Einkaufen. Auf die tollen Prämien (ein Kochtopf für 100.000 gesam­melte Punk­te oder so was) kann ich eigentlich auch gern verzicht­en. Wer nicht?


Noch ein possier­lich­er Nach­trag zum The­ma “Frauen” aus aktuellem Anlass:

Liebe Mäd­chen (sic!),
seid ihr es nicht, die — evo­lu­tions­be­d­ingt — in ein­er Beziehung vor allem Zunei­gung und Gebor­gen­heit suchen?
Seid ihr es nicht, die Machos und Chau­vin­is­ten aus tief­stem Herzen ver­ab­scheuen?
Wart ihr es nicht, die am lautesten geschrien haben, als “Nad­del” sich sein­erzeit per SMS von Ralph Siegel tren­nte?
Doch?
 
Wieso macht ihr es dann genau­so?


Bevor’s Niveau wieder ausartet, möchte ich mich aus­nahm­sweise mit einem Lied ver­ab­schieden:

And you’re so kind and care­ful not to go to her too soon
And she steals your voice and leaves you howl­ing at the moon
(Bob Dylan: Just like Tom Thumb’s blues)

Unter­wür­fige Grüße an Frau Gen­er­alfeld­marschall (was’n Wun­der)…

“You’re beau­ti­ful, you’re beau­ti­ful, you’re beau­ti­ful, it’s true”
— euer Gam­melp­in­guin (heute mal rosarot)


P.S.: Kann man sich eigentlich entlieben?
P.P.S.: Gib mir deine Liebe, gib mir deine Hand (hi Stef­fi)…
(Ton Steine Scher­ben: Der Traum ist aus)

Internes
Wieder da

So, nach der kurzen Auszeit (wie angekündigt) ist das TuxBlog wieder da, jungfräulich und frisch…
Zwei Dinge:

  1. Umlaute in den alten Ein­trä­gen sind lei­der ver­loren gegan­gen; ich denke aber mal, man kann’s noch lesen
  2. die nervi­gen Wer­be­ban­ner lassen sich lei­der nicht mehr ver­mei­den; Tipp: Firefox/Adblock Plus… oder Web­wash­er ver­wen­den…

 
Hal­lelu­ja!
— euer Pin­guin

Politik
Die Probleme der Welt

O tem­po­ra, o mores! In was für ein­er Zeit leben wir?
 
Kinder wer­fen Eier auf Autos und wer­den dafür übern Haufen geschossen (jüngst geschehen, wo son­st?, in den USA); mil­i­tante Islamis­ten fordern den Unter­gang des Abend­lan­des und wer­den dafür von diesem wie Helden gefeiert (ich sag nur Däne­mark); Jugendliche steck­en ganze Stadtvier­tel in Brand und wer­den mit Ernesto “Che” Gue­vara oder den Auf­ständis­chen des 20. Juli ver­glichen (Frankre­ich, schon was länger her) — und mit­ten­drin ste­hen die Deutschen und grün­den eine Task Force für jeden Scheiß (wo bleibt eigentlich die “Task Force Arbeit­slosigkeit”?), welch eine Farce, halt, Force; heißt “task force” nicht eigentlich “Bere­itschaft­spolizei”?
Aber weit­er im Text: ich habe als wäh­len­der Bürg­er dieses furcht­baren Staates den Ein­druck, eine TF (ich kürz das jet­zt mal ab, ich mag das Wort nicht) wird immer dann gegrün­det, wenn Poli­tik­er nicht mehr weit­er­wis­sen. Ich meine, es ist ja schön, dass wir es nicht nötig haben, alles totzuschießen, was unsere “Werte” (hoho, haha) mis­sachtet, aber ein biss­chen weniger Appease­ment (so’n Lieblingswort von mir) wäre schon lieb.
 
Dinge, für die ich gern eine TF ein­richt­en würde

  • Islamis­ten in Deutsch­land
    (ist schon mal jemand mit ein­er Bibel durch Sau­di-Ara­bi­en gelaufen und hat’s über­lebt? Nein? Also was sollen dann die Diskus­sio­nen über Tol­er­anz und Moscheen statt Kirchen?)
  • Ten­denz zur Amerikanisierung
    (also bitte, die Amerikan­er sind doch nicht ern­sthaft ein Vor­bild für frei­heit­sliebende, kul­turell gebildete, intel­li­gente Men­schen? Und über­haupt, die ganze Sprache; warum machen wir’s nicht so wie die Fran­zosen und leg­en die deutsche Sprache in der Ver­fas­sung als Umgangssprache fest? “cool”… “Par­ty”… “Kids”… “Task Force”… gruselig)
  • Abschaf­fung christlich­er Feste
    (allein schon deshalb, weil ich jet­zt schon “so’n Hals” von dem Wei­h­nachts­geschmeiß habe, und dabei ist der Dezem­ber nicht mal halb rum, und kaum ist Jan­u­ar, gibt’s schon wieder Oster­hasen an jed­er Ecke, na danke! Sollen die from­men Chris­ten (siehe entsprechen­der Blo­gein­trag) doch ihre Feste “still und besinnlich” feiern, wie sie lustig sind, aber mich sollen sie da bitte raushal­ten, ich will meine Ruhe, weit­er nichts! Ist das zu viel ver­langt? Oder soll ich zum Islam übertreten? Immer­hin würde man sich dann in Deutsch­land nicht trauen, meine religiösen Gefüh­le durch Wei­h­nacht­squark zu ver­let­zen, aus Angst, ich kön­nte mich in die Luft jagen oder so was… gute Idee eigentlich; schließlich gibt’s hier so was wie Reli­gions­frei­heit!
    Apro­pos: Wieso eigentlich “Xmas” statt “Christ­mas”? “Weil Jesus gekreuzigt wurde”, toll, ich schreib auch nicht U statt Pferd, nur weil Pferde ein Hufeisen tra­gen… meine Fresse)

Heute mal in Stre­it­laune,
— euer poten­zieller Amok­läufer
 
P.S.: Hier gibt’s feine Spiel­sachen für die, die schon alles haben…

Persönliches
Liebe Frauen…

… was nützt es euch eigentlich, mit uns Män­nern zu spie­len? Ich ver­steh euch nicht!
 
Beispiel: Miniröcke, die nicht mal die Potä­towierung (“Arschgeweih”; vgl. M. Mit­ter­meier: “das sieht aus, als wenn ein Elch einem einen bläst”) verdeck­en und jede Uneben­heit des orangen­häuti­gen Hin­terteils detail­liert abbilden; aber wehe, ein Mann (resp. Män­nchen) wagt es, auch nur aus dem Augen­winkel einen Blick darauf zu wer­fen, der not­geile Bock. Was soll das?
 
Beispiel: Frau hat Langeweile, flirtet aus diesem Grund (i.d.R. mit vollem Kör­pere­in­satz) heftigst mit einem Mann, der schon lange ein Auge auf sie gewor­fen hat (und sie weiß das!); aber wehe, er macht sich jet­zt falsche Hoff­nun­gen, der not­geile Bock. Was soll das?
 
Beispiel: Mann sieht sein Weibchen eng umschlun­gen mit einem (für ihn) Wild­frem­den; es stellt sich her­aus, dass es sich um einen langjähri­gen Fre­und (mitunter sog­ar den besten?) han­delt, alles rein pla­tonisch etc. und dann ist der Mann das eifer­süchtige Arschloch und die Frau fein raus; aber jet­zt stellen wir uns die Sit­u­a­tion doch mal ander­srum vor, mit einem Mann und sein­er (besten?) Fre­undin, und dann über­legen wir uns, wie wohl die Frau reagieren mag. Noch mal: Was soll das?
 
Flirt als Zeitvertreib, sex­uelle Aufreizung nur zum Spaß; und da sage noch ein­er, Män­ner seien Schweine.
 
Ein Hoch der (rhyth­mis­chen) Frauen­be­we­gung!
— euer Chau­vin­ist


P.S.:
Man stelle sich vor, Män­ner wür­den zu zweit aufs Klo gehen und sich mit Küss­chen begrüßen; “ist ja was völ­lig anderes”? Falsch.

Nerdkrams
Internet Explorer 7: Review

Weil ich das im let­zten Blo­gein­trag nicht mehr ver­wursten kon­nte, hier mal außer­halb der Norm ein klein­er Tech­nikbericht…
Habe als tech­nisch inter­essiert­er Weblog­ger einen kurzen Blick auf den neuen Inter­net Explor­er gewor­fen; und wie schon Gevat­ter Gaul (Ren & Stimpy Show) sagte: Nein, Sir, gefällt mir nicht.
 
 
Was sofort auf­fällt
Erster Start: Aha, die zahllosen Vor­ab-Screen­shots hat­ten lei­der Recht, das Ding sieht zum Verzweifeln aus. Aber inter­es­san­ter­weise hat Microsoft endlich mal eine Ober­fläche entwick­elt, die sich nicht ins Stan­dar­d­ausse­hen von Win­dows (das ja per se auch nicht son­der­lich attrak­tiv ist) ein­fügt.
(Fast noch schlim­mer treiben sie’s bish­er nur in Office 2007; wer Screen­shots sucht, kann sich ja mal hier umschauen…)
 
Stan­dard­mäßig keine Menüleiste, über­haupt keine Sym­bol­leiste; für Deskmod­der ein Graus. Stattdessen “Tabbed Brows­ing” (mehrere Seit­en in einem Fen­ster), “Live­feeds” (RSS-Tick­er als dynamis­che Leseze­ichen) und eine Adressleiste, über deren Inspi­ra­tion ich nicht allzu­lange nach­denken musste:
 

Fire­fox
 

Inter­net Explor­er
 
Übri­gens, diese tuffi­gen Sym­bole rechts neben den Tabs im IE lassen sich für Fire­fox auch nachrüsten; die entsprechende Erweiterung nen­nt sich “MenuX”, gibt’s hier
 
 
Tech­nis­che Aspek­te
Die schlechte Nachricht zuerst: der neue IE benutzt neue Stan­dard­schrif­tarten, is’ also nix mehr mit “sans-serif = Ari­al”; hier wer­den Web­de­sign­er umdenken müssen.
Schön­er­weise hinge­gen wurde die Ren­der­ing-Engine endlich mal kom­plett umgekrem­pelt; es gibt immer noch einige Unstim­migkeit­en zwis­chen den CSS-Stan­dards und der IE-Darstel­lung, aber bish­erige Fire­fox-Plus­punk­te wie zum Beispiel fest ste­hende Textcon­tain­er (fixed) kön­nen jet­zt ohne krude Browser­we­ichen dargestellt wer­den.
 
Auch sehr schön sind die neuen Sicher­heit­se­in­stel­lun­gen: fast alle rel­e­van­ten Neuerun­gen von Fire­fox 2.0 (allen voran der Phish­ingschutz) find­en sich im IE wieder; jet­zt hängt Microsoft nur noch wenige Monate anstelle viel­er Jahre hin­ter­her, Respekt (klein­er Zynis­mus an dieser Stelle)!
 
Und beim Fea­tureklau aus Fire­fox war Microsoft großzügiger als erwartet: Im Pop­up­menü “Extras” — das die sehr unpassend platzierte Menüleiste gut erset­zen kann — find­et sich sog­ar ein Addon-Man­age­ment, das für die Ver­wal­tung von Browser­plu­g­ins (BHOs, Brows­er Helper Objects) zuständig ist; sehr nüt­zlich, wenn Ver­dacht auf infizierte ActiveX-Objek­te beste­ht.
 
 
Resümee
Der Inter­net Explor­er 7.0 ist — das muss ich als son­st Microsoft-kri­tis­ch­er Benutzer lei­der zugeben — eine sehr brauch­bare Erfind­ung. Es wurde nicht am falschen Ende ges­part; die Neuerun­gen in der CSS-Darstel­lung waren (und sind) eben­so wichtig wie das Tabbed Brows­ing — bish­er ein K.O.-Kriterium im Browserver­gle­ich. Auch die Sicher­heits­fea­tures sind ein Schritt in die richtige Rich­tung. Lediglich das bunte Durcheinan­der der Ober­fläche hätte nicht sein müssen; warten wir mal ab, was noch passiert…


So, ‘tschuldigt den kleinen Exkurs, der näch­ste Ein­trag wird wieder inter­es­san­ter…
— euer Cybert­er­ror­ist

PersönlichesMusik
Betteln und gebettelt werden

[1] “Tokio Hotel oder Killer­pilze?”
[2] In eigen­er Sache (I)
[3] Welt-AIDS-Tag
[4] In eigen­er Sache (II)


[1] “Tokio Hotel oder Killer­pilze?”
Kür­zlich im Bus: Diskus­sion zum oben genan­nten The­ma. Von hin­ten eine männliche (!) Stimme “also Killer­pilze sind scheiße”, darauf viel­stim­miges weib­lich­es Gekich­er und die Bemerkung “haha du stehst auf Tokio Hotel”; und da möchte ich mal sein­feldesk ein­hak­en: ich meine, was ist denn das für eine Frage? Zwei Haufen unmusikalis­ch­er Knirpse, kaum Haare am Sack und schon einen auf dicke Rock­starhose machen, “ja nee, is klar” (A. Schröder); und dann noch mit “Sängern”, die im Sprach­heilzen­trum besten­falls den Boden wis­chen dürften, und Tex­ten, die selb­st den Back­street Boys pein­lich sein müssten, na dankeschön. Fast wün­sche ich mir die gute alte Blüm­chen-Zeit zurück — und das will was heißen.
“Ich frag mich, was mach ich eigentlich hier?” (Killer­pilze) — ich mich auch.


[2] In eigen­er Sache (I)
An dieser Stelle, kurz dazwis­chen sozusagen, möchte ich mich nach einge­hen­der Abwä­gung der Kon­se­quen­zen bei allen entschuldigen, die sich über meine Meer­schwein­rezepte echauffieren. Tut mir echt Leid. Ich bitte allerd­ings darum, nicht mit Pin­guin­rezepten zu kon­tern; ich habe mal gele­sen, die schmeck­en dann doch eher tranig.
Habe die Ehre, Frau Gen­er­alfeld­marschall! *verneig*


[3] Welt-AIDS-Tag
Näch­stes The­ma:
Neulich war ja wieder der Welt-AIDS-Tag ange­sagt, wo es lustige rote Schleifen für ein kleines Ent­gelt gab. Ich hab dazu nur zwei Senfe abzu­lassen:

  1. Bet­teln ist Bet­teln. Wenn ein­er vor mir ste­ht und mit ein­er hal­b­vollen Blech­büchse rumk­lap­pert, bekommt er von mir höch­stens eine Anzeige wegen Beläs­ti­gung, aber mit Sicher­heit kein Geld; da ist’s mir auch schnurz, ob er für sich (vgl. “Hal­loween”), für hungernde Kinder in Berlin-Kreuzberg oder für den Welt­frieden sam­melt. Ver­ste­ht mich nicht falsch: frei­willige Spenden sind eine Sache, die ich dur­chaus moralisch vertreten kann; aber Pen­e­tranz lehne ich ab.
  2. An alle Schulkinder, die von ihren Schu­lau­toritäten mit Sicher­heit — wie jedes Jahr — von irgendwelchen Panik machen­den Film­chen beschallt wur­den und deswe­gen bis ins hohe Alter Angst vor Sex haben wer­den: AIDS ist nicht HIV, auch wenn das so schön ein­fach zu ver­ste­hen wäre. Ein HIV-Infiziert­er kann 120 Jahre alt wer­den und sich immer noch bester Gesund­heit erfreuen; erst wenn das HIV-Virus AIDS her­vor­ruft, wird’s in der Regel teuer. Freut mich, wenn ich euch was beib­rin­gen kon­nte. :-)

[4] In eigen­er Sache (II)
Hat jemand von euch, werte Leser, einen ban­ner- und kosten­freien Hoster für das TuxBlog im Ange­bot? Früher gab es da mal so was wie Fun­Pic, aber ich bin da ger­ade nicht sich­er, wie es mit der Wer­be­frei­heit in Verbindung mit MySQL aussieht. Not­falls muss ich eben doch bei 1&1 unter Ver­trag; mache ich nur für ein Weblog aber sehr ungern.
Ich bin jeden­falls derzeit auf der Suche, bis spätestens Novem­ber 2007 muss ich “weg” sein, dann macht der jet­zige Hoster dicht… danke im Voraus!


Übri­gens, schönes Spiel für zwis­chen­durch: “N” (heißt echt so)
— le Tüx

Persönliches
Dingo Bär, Dingo Bär…

Klein­er Nach­trag:

Liebe Kinder!
Is’ ja echt fein, dass ihr jeden Dezem­ber eure musikalis­che Seite wieder­ent­deckt, aaaaber mal im Ernst: Wer kein Englisch kann, sollte es lassen. Auch wenn es lustig klingt, “Din­go Bär, Din­go Bär” über­all zu hören: es gibt doch so schöne deutsche Wei­h­nacht­slieder, zum Beispiel Stille Nacht!

Und um Götz Als­mann zu zitieren:

Dass die englis­che Sprache bess­er “singbar” ist, ist eine sehr preiswerte Ausrede all der­er, die sich nicht trauen, deutsch zu sin­gen.

Für manche ist es zu nah an der Gefühlswelt, deutsch zu sin­gen; die gehen dann lieber durch eine geborgte mit einem Drei-Wort-Wortschatz!

Mein­ja­nur und tschüss.

PolitikIn den Nachrichten
Domino Day und Killerspiele

Tach!
Puh, waren das wieder schwierige Tage für Deutsch­land; zuerst dieser unsägliche Domi­no-Day (ein­fach weit­er­lesen, liebe Leser) und dann ein Amok­läufer, der in ein­er Schule um sich schießt. Ob das was miteinan­der zu tun hat? Wer weiß?
Was ein Glück, dass wir in Deutsch­land leben; hier ist, oh Wun­der, nicht der Täter der Schuldige, son­dern die so genan­nten “Killer­spiele”, allen voran, wie so oft, natür­lich “Counter-Strike”, zu dem der Umsich­schießer nach Presse­bericht­en eine gewisse Affinität besaß. Nun ja — wie heißt es doch so tre­f­fend? “99% aller Amokschützen haben vor ihrer Tat Brot gegessen. Ver­bi­etet Brot!”
 
Klein­er Denkanstoß am Rande: Warum hat eigentlich noch nie­mand darüber nachgedacht, WoW zu ver­bi­eten? Wie viele Men­schen müssen noch durch WoW ster­ben, bevor man etwas untern­immt? Oder was ist, klein­er Spaß an dieser Stelle, zum Beispiel mit dem brandge­fährlichen “Super Mario Land”, das ja auch nicht viel mehr ist als sinnlos­es Geg­n­er­murk­sen?
Und aber jeden­falls: wenn man schon Schuss­waf­fen nicht ver­bi­eten kann, dann wenig­stens Baller­spiele, eh? Das nenn ich kon­se­quent. Warum nicht gle­ich Feuerzeuge ver­bi­eten? Würde die Zahl der Rauch­er mit Sicher­heit um einiges senken. Und man kön­nte noch so viel mehr ver­bi­eten; auch sehr effek­tiv wäre es ver­mut­lich, Sido, Bushi­do und den Rest der Zap­pelaf­fen in einen großen Sack zu steck­en und im See zu versenken. Wie deut­lich muss ein Men­sch noch zur Gewalt auf­fordern, bevor man etwas untern­immt?
“Denk ich an Deutsch­land in der Nacht…”


Dann war da noch eine neue Diskus­sion über die längst beschlosse­nen GEZ-Gebühren für Inter­net-fähige PCs (in meinen Augen eine Frech­heit, aber mich fragt ja kein­er) in den Medi­en; was’n Glück, dass man die GEZ-Hei­nis nicht rein­lassen muss. Mir fällt zu dem ganzen The­ma eigentlich auch nur ein Leser­brief aus der Braun­schweiger Zeitung ein: “Ich beantrage jet­zt Kindergeld. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber das Gerät ist vorhan­den.”


Anson­sten mach ich’s mal kurz: The­ma Domi­no-Day 2006, kür­zlich verse­hentlich gese­hen im Unter­schicht­enkanal RTL (wo son­st?); zusam­menge­fasst etwa fol­gen­der Hand­lung: einige Exem­plare dieser viel zitierten abge­hängten Prekar­i­an­er haben seit Sep­tem­ber (Arbeit­slose haben offen­sichtlich zu viel Zeit) für einen wohl eher sym­bol­is­chen Lohn ca. 4 Mil­lio­nen Domi­nos­teine ver­schieden­ster Farbe allein zu dem Zweck aufge­baut, dass ein paar weit­ere Per­so­n­en aus aller Her­ren Län­der, denen man die geistige und finanzielle Armut lei­der dur­chaus anse­hen kann, sie unter dem nicht ger­ade ermuti­gen­den “Blick” von Frauke Ludowig, der “Queen of Kle­ber gefrüh­stückt”, wieder umschmeißen kön­nen, während ein sichtlich erregter Reporter, dessen Namen ich erfol­gre­ich ver­drän­gen kon­nte, in die Kam­era hechelt und irgend­was von “ganz Deutsch­land zit­tert” faselt; und da hat er nicht mal Unrecht, saß ich doch geban­nt vor dem Fernse­her und habe darauf gewartet, dass endlich die ver­dammte Nach­folge­sendung anfan­gen möge…
— und wo ich schon dabei bin, liebes RTL: Näch­stes Jahr bitte ein Reis­sack-Day!
 
Gruß an Wayne!
— euer Klein­tier­gourmet (hi Stef­fi!)


P.S.: Da ist mir doch neulich noch eine weit­ere Mel­dung übern Tisch gerollt; die Frau Zypries hat einen Etat von 15 Mil­lio­nen Euro, den sie ursprünglich zur Bekämp­fung von Link­sex­trem­is­mus (jawoll­ja!) und Islamis­mus in Deutsch­land ver­wen­den wollte, jet­zt doch für Pro­jek­te gegen Rechts reserviert, von wegen die NPD und so weit­er…
— “also ich sach mal” (G. Schröder), die NPD war für die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land noch nie auch nur ansatzweise so gefährlich wie die islamistis­chen Auf­ständis­chen (von wegen Reli­gions­frei­heit) und der linke Pöbel (von wegen Tol­er­anz); sollte jemand brauch­bare Gege­nar­gu­mente haben, immer her damit, ich freue mich über jede Kon­tro­verse. Prost!

Persönliches
Frohe Ostern im Voraus!

Tja, und nun ist’s so weit, es ist wieder Herb­st, und das bedeutet für den Großteil der zeitweise recht feier­freudi­gen Bevölkerung: Wei­h­nacht­en ste­ht vor der sprich­wörtlichen Tür.
 
Schön, schön, Wei­h­nacht­en also — ein geset­zlich aufer­legter Feiertag sozusagen, an dem ich mich, genau wie an diesem unsäglichen “Halloween”-Fest, regelmäßig frage, was das eigentlich soll. Gut, der Ver­gle­ich hinkt auf bei­den Beinen und ist zudem noch auf einem Auge blind, auf dem anderen taub; ist “Hal­loween” doch nichts anderes als die kon­sum­fre­undliche Ver­sion von Aller­heili­gen (das mir als Nicht­luther­an­er aber eben­so schnurzpiep ist). Lediglich meldet sich bei mir als dur­chaus geschichtlich inter­essiertem und beizeit­en auch informiertem alten Sack da das kleine Männlein im Ohr, und es flüstert mir:
 
Was bitte feiert die halbe Welt an Wei­h­nacht­en?
 
Die Aus­sagen gehen da weit auseinan­der: Da wäre zum einen die indus­trielle Frak­tion, die an Wei­h­nacht­en meist sich und ihre vollen Kassen feiert. Dann gibt es da noch den Großteil der Bevölkerung, der feiert, “weil halt Wei­h­nacht­en ist”; beein­druck­end, solche Begrün­dun­gen sind der Anlass, weshalb ich gern mal einen “Tag des Suizids” ein­führen würde, nur um zu sehen, wer da mit­macht. Und schließlich gibt es noch die Weni­gen, die sich, ungeachtet ihres alltäglichen Ego­is­mus’ und Arschlochtums, wenig­stens ein­mal im Jahr wie gute Chris­ten benehmen wollen, “weil’s halt alle machen”, und brav den “Dschieses” feiern, ob seines Lei­dens und so weit­er. Nun, ich denke, Jesus würde sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste, wie diese Men­schen sich für den Rest des Jahres ver­hal­ten; da kön­nen sie auch an drei bis vier Tagen im Jahr die christlich­sten Wesen der Milch­straße sein.
 
Unter Wis­senschaftlern — im Fol­gen­den mit “bzw.” gekennze­ich­net — gilt es all­ge­mein als erwiesen, dass Jesus “Chris­tus” im zarten Alter von ca. 71 Jahren in Kleinasien starb — vgl. z.B. Lau­rence Gard­ner: Hüterin des Heili­gen Gral -, aber was wäre das Chris­ten­tum ohne seinen Glauben?
Kehren wir zurück zur volk­stüm­lichen Vari­ante, die da lautet, dass Jesus am 24. Dezem­ber (bzw. Mitte März) des Jahres “0” (bzw. ca. 6 v.Chr.) in einem Stall (der Urtext der Bibel erwäh­nt übri­gens an kein­er Stelle irgendwelche Ochsen und Esel; aber weit­er im Text) zur Welt kam. So weit, so gut. Und nun wieder meine Frage:
 
Was habe ich denn bitte damit zu tun?
 
Ich möchte nicht, dass man mir vorschreibt, wann ich was zu feiern habe. Ich als beken­nen­der bud­dhis­tisch geprägter Athe­ist möchte nicht ein­mal im Ansatz etwas mit dem Geburt­stag irgen­deines toten jüdis­chen Königs zu tun haben; da viele von Ihnen, liebe Leser, sich außer­halb der Wei­h­nacht­szeit sicher­lich auch nicht als gläu­bige Chris­ten beze­ich­nen: wür­den Sie denn ern­sthaft den Geburt­stag Mohammeds oder Bud­dhas feiern, wenn Sie ihn kän­nten? Und, jet­zt spricht der Gen­ervte aus mir, wenn mir irgend­wann vor Wei­h­nacht­en ein­er dieser Möchte­gern­nikoläuse die Ohren voll­bim­melt und mir fro­he Wei­h­nacht­en wün­scht, ist’s mit meinem Paz­i­fis­mus sowie dem ohne­hin stark stra­pazierten inneren Frieden vor­bei.
 
Seit der “Heilige Abend” irgend­wann im 4. Jahrhun­dert “zufäl­lig” auf einen hei­d­nis­chen Feiertag gelegt wurde, ist viel Zeit ver­gan­gen, aber die Ausre­den, warum man ihn eigentlich feiern soll, haben sich kaum verän­dert:
 
“Wei­h­nacht­en lässt Kinder­au­gen leucht­en”, das kann ich mir vorstellen, dass die ver­zo­ge­nen Bäl­ger sich drauf freuen, mal eben Geschenke für Hun­derte von Euro zu bekom­men, ohne dafür etwas tun zu müssen; und leucht­en Kinder­au­gen nicht täglich? Nein? Dann machen Sie etwas verkehrt.
 
“Wei­h­nacht­en, das Fest der Liebe”, soso, und den Rest des Jahres gehen einem die Armen und Bedürfti­gen am Podex vor­bei. Früher nan­nte man solche Men­schen “Heuch­ler”, heute sind sie vom Geist der Wei­h­nacht beseelt; ich glaube, Alt­philolo­gen nen­nen das einen Euphemis­mus. Wei­h­nacht­en ist das Fest der Geschenke, des Kon­sums und der gen­ervten Eltern, und wenn Sie mal tief in sich hinein schauen, geben Sie mir sicher­lich Recht.
 
Und jet­zt mal aus lit­er­arisch­er Sicht:
 
Max Goldt hat das Wei­h­nachts­fest in seinem Buch “Vom Zauber des seitlich dran Vor­beige­hens” ganz tre­f­fend beschrieben:

Wei­h­nacht­en ist eine der drei großen Volkss­chwächen. Die anderen bei­den sind Autos und Fußball.

 
Wei­h­nacht­en ste­ht vor der Tür?
Von mir aus kann’s erfrieren.
 
Fro­he Ostern!
— euer Pin­guin

Nerdkrams
Mensch 2.0

Liebe Leser,

als ver­späteten “kleinen” Nach­trag zu dem vorigen Ein­trag und aus­nahm­sweise unter Ein­fluss der aktuellen Aus­gabe von NEON möchte ich als erk­lärter Antipath von ach so hip­pen Trends auch mal meinen Senf zum “Web 2.0” mit all seinen Nutzern und App­lika­tio­nen abgeben.

Es mag ver­wun­der­lich klin­gen, aber ich schäme mich dafür, durch mein Weblog als Teil dieser selt­samen “Bewe­gung” behan­delt zu wer­den. Sich­er, das TuxBlog ist auch bei weit­em nicht so “aufre­gend” und “inno­v­a­tiv” wie all die trendy Tre­ff­punk­te für Geschmacksverir­rte jeden Geschlechts — vor kurzem nan­nte man der­ar­tige Web­seit­en noch Dot­Com-Blasen und wollte nichts mit ihnen zu tun haben.
 
Was soll denn über­haupt so neu, geil, noch nie dagewe­sen sein? Das Schlag­wort des Web 2.0 lautet Inter­ak­tiv­ität; frei nach Ste­fan Gärt­ner kann man es so for­mulieren: Je Möglichkeit, desto Web. Alles soll benutze­ror­i­en­tiert­er wer­den, Sta­tik ist out. Dass die Wikipedia, erstes Flag­gschiff der Gen­er­a­tion 2.0, in ein­er Zeit ent­standen und gewach­sen ist, in der Inter­ak­tiv­ität noch Bestandteil des täglichen Sur­fens und kein hip­per Mod­e­trend war, wird heute gern überse­hen; und dass Weblogs — auch dieses! — nicht viel mehr sind als Gäste­büch­er mit Über­schrift, traut sich kaum noch jemand zu behaupten: wer möchte schon frei­willig als “untrendy” gel­ten?
 
Man ist als halb­wegs informiert­er und kri­tis­ch­er — unfrei­williger! — Teil­nehmer dieser selt­samen Bewe­gung oft geneigt, sich zu fra­gen, wer eigentlich diesen däm­lichen Trend wieder in die Welt geset­zt hat. Wer hat fest­gelegt, dass jed­er Surfer jeden noch so ural­ten Link in sein (natür­lich Pflicht-)Weblog set­zen muss, sich über Videos der Machart “Mann kriegt Ball in Weichteile” nur noch bei YouTube beöm­meln darf und alle zwei Stun­den sein Meer­schwein fotografieren soll, das er dann bei Abfall­samm­lun­gen wie Flickr (min­destens) der ganzen Welt zeigen kann?
(abge­se­hen davon, dass ich bei “Flickr” höch­stens an diese wider­lichen Dis­co-Stro­boskop­blitze und/oder Bild­schirm­flim­mern denke, ist diese Darstel­lung nicht mal über­trieben!)
 
Um diese Frage zu beant­worten, muss man die Tech­nik hin­ter der Inter­ak­tiv­ität ver­ste­hen. Wie bere­its erwäh­nt, ist die Inter­ak­tiv­ität an sich alles andere als neu — Gäste­büch­er und Foren sind ja nun auch schon ein paar Jahre alt. Die “neue” Inter­ak­tiv­ität aber wird vor allem durch ein Akro­nym definiert: AJAX. Dieser erst vor weni­gen Jahren auf ein­er Kon­ferenz zur Entwick­lung des Web erfun­dene Begriff ste­ht für “Asyn­chro­nous JavaScript And XML” und beze­ich­net eigentlich nichts anderes als die Möglichkeit, Seit­en­in­halte mit­tels Javascript nachzu­laden, ohne die ganze Seite neu laden zu müssen, was natür­lich für ein gewiss­es “Echtzeit­ge­fühl” sorgt, das man zurzeit sehr schön z.B. bei AJAXwrite nachvol­lziehen kann.
Neu ist freilich auch das nicht; die tech­nis­chen Möglichkeit­en gab es schon 1995, als Netscape die damals noch wirk­lich inno­v­a­tive und neue Sprache JavaScript erfand. Lediglich einen Namen für die AJAX-Tech­nik gab es damals noch nicht, und der Großteil der Webge­meinde war noch damit beschäftigt, sich in das eben­falls noch recht neue HTML einzule­sen.
 
Für die “Gen­er­a­tion BILD”, die — wis­senschaftlich erwiesen — kaum länger als 5 Minuten der­sel­ben Sache wid­men kann und/oder will, ist eine nur 4 Buch­staben lange Beze­ich­nung für etwas, das ihre “meine Katze, meine Fam­i­lie, meine Hobbys”-Webseite noch bunter und schön­er machen kann, natür­lich eine äußerst angenehme Neuigkeit, ganz gle­ich, was immer sie bedeuten mag. Dieses Phänomen war schon früher häu­figer zu sehen, z.B. als jede zweite Web­seite unbe­d­ingt ein großes, buntes und lautes Flash-Intro haben musste; und ich bezwei­fle stark, dass AJAX die let­zte Mod­eer­schei­n­ung in dieser lan­gen Rei­he bleiben wird.

Nein, neu ist die Tech­nik nicht, und das trifft auch auf die Web­seit­en zu, die sie repräsen­tieren sollen und/oder wollen. Neu sind nur die Benutzer. Vor­bei die Zeit­en, in denen man das Inter­net noch nutzte, um sich zu informieren und gele­gentlich mit seinen Fre­un­den ein Spielchen zu machen. Vielmehr wird der gesamte Lebensin­halt eines Men­schen in dieses Medi­um ver­schoben: Man surft nicht mehr im Inter­net, man lebt dort; das “Real Life” dient nur noch lebenser­hal­tenden Zweck­en. Früher hat man sein­er Flamme noch seine Plat­ten­samm­lung oder — noch bess­er! — seine Kon­toauszüge gezeigt, heute ist nur noch der erfol­gre­ich, der eine möglichst lange “Buddy“liste hat; und das trifft lei­der auch auf eine Gen­er­a­tion zu, die eigentlich eine gewisse Lebenser­fahrung besitzen sollte.

Man sollte in der heuti­gen, schnel­llebi­gen Zeit keinen Trend ver­passen, um nicht “uncool” zu sein; man muss ihn ja nicht unbe­d­ingt mit­machen. Was mich bet­rifft, so weiß ich nicht, ob ich, der ich schon jahre­lang erfol­gre­ich ohne zählbare “Fre­unde 2.0”, schaden­fro­he Videos und Meer­schweinchen­fo­tos auskomme, wirk­lich “cool” sein will. Ich bin in diesem Zusam­men­hang ein eher rustikal ver­an­lagter Men­sch; ohne 25.000 virtuelle Fre­unde, ohne YouTube- und Flickr-Accounts, sog­ar ohne MMS-fähiges Handy. Ich ver­bringe meine Freizeit “offline”, mit jew­eils 3 oder 4 “richti­gen” Fre­un­den, manch­mal aber auch mit einem guten Buch oder ein­er noch besseren CD. Was im Leben wirk­lich zählt, kann wohl jed­er für sich entschei­den; virtuelle Fre­unde sind’s jeden­falls nicht. “Ich möchte Teil ein­er Jugend­be­we­gung sein!” — nur bitte nicht dieser.

In diesem Sinne,
— logout


Noch was zu MTV, wo ich schon mal dabei bin: “La musi­ca ist deine pasí­­on?”
Bessere Sprache, schlechteres Deutsch. Schade.


Und, weil das TuxBlog schon immer Aus­druck ein­er poli­tis­chen Mei­n­ung war und sein sollte, noch ein Wort zu der umstrit­te­nen Todesstrafe für Sad­dam Hus­sein (Sie wis­sen schon, das war in den 80-ern der Intimus der USA): Wenn ihr, liebe Übersee-Mit­men­schen, schon den Welt­frieden ret­ten wollt, dann bitte richtig. Hängt Bush gle­ich daneben und lasst uns mit dem Schmu in Ruh (reimt sich!) — besten Dank!

PersönlichesPolitikProjekte
Pop, Nazis und Fußball

Hal­lo, liebe Leser­at­ten!


[1] Kor­rek­tur
[2] Pop (bzw. Bushi­do)
[3] Nazis und Fußball
[4] Rezept der Woche
[5] Fußnoten :-)


[1] Gle­ich zu Beginn eine kleine Kor­rek­tur zum vorigen Blo­gein­tag: MTV schrieb kor­rek­ter­weise “Sound” statt “Musik”, was ja auch viel bess­er passt.
 
[2] Jeden­falls apro­pos MTV: Im Video­text dieses Senders war kür­zlich ein weit­eres Abstrak­tum zu find­en, das ger­ade mich als beken­nen­den Rock­jünger aus der Mit­telschicht bet­rifft. “Pop für die Unter­schicht?” fragte MTV am 19. Okto­ber dieses Jahres; und gab aber gle­ich selb­st die Antwort:

Pop-Deutsch­land hört entwed­er Musik, die Schimpfwörter, Dro­hun­gen etc. aneinan­der rei­ht (Fler, Bushi­do (1), oder es geht so richtig kusche­lig zu.

Dass der Schreiber­ling mit keinem Wort erwäh­nt, was das nun aus­gerech­net mit den unseli­gen “Schicht­en” Deutsch­lands zu tun hat, ist in Ord­nung, weil von MTV nicht anders zu erwarten; nur so viel:

  1. Bushido/Fler (“yoyo isch fick disch du Schlampe”) und Musik gehören nicht zusam­men in einen Satz, eigentlich nicht ein­mal in einen Text.
  2. Zu schade, dass MTV vor lauter Pop — wie so oft — den Retrotrend über­sieht; vor allem, da MTV sich seit neuestem als Abgren­zung zum Schwest­ersender VIVA “Rock­sender” schimpft.
  3. Und noch was: die “beste Girl­band” ist das Farin Urlaub Rac­ing Team. Die Pussy­cat Dolls würde ich nicht mal mit der Kneifzange anfassen.

[3] Aber mal was anderes: Fußball. Da haben sich DFL, DFB und UEFA endlich darauf geeinigt, den frem­den­feindlichen Zwis­chen­rufen bei den Fußball­spie­len Ein­halt zu gebi­eten. “Wie das?”, wird sich jet­zt manch­er Leser fra­gen; und richtig: Die aktuelle Aktion nen­nt sich passender­weise “Zeig’ (2) dem Ras­sis­mus die Rote Karte”. Es ist geplant, dass die Sta­dionzuschauer während der gesamten Spiel­d­auer mit roten Karten umher­wedeln sollen, um ihre Geschlossen­heit gegen Aus­län­der­hass zu demon­stri­eren. Und ich per­sön­lich muss sagen, das ver­spricht doch ein Bomben­er­folg zu wer­den, ein biss­chen wie Lichter­ket­ten. Ich bin sich­er, die Antifa ste­ht voll hin­ter euch, Jungs! :-)


[4] Brand­neu und nur für kurze Zeit:
Das Orig­i­nal-TuxBlog-Rezept zum Sel­ber­ma­chen!
 
Diese Woche:
 
Meer­schwein rot
Man nehme für 2 Per­so­n­en:

  1. 1 Meer­schwein
  2. 1–2 Gläs­er Rotkohl
  3. 1 gut gefülltes Gewürzre­gal
  4. Knödel oder Kartof­feln nach Belieben

Desweit­eren wird benötigt:

  1. 1–2 Küchen­mess­er (scharf)

Anleitung:

Vor­bere­itung
Man nehme das Meer­schwein aus dem Käfig und trenne mit dem Küchen­mess­er fein säu­ber­lich den Kopf vom Rumpf. Anschließend das Meer­schwein enthaaren (wenn nötig, hier­für zweites Küchen­mess­er benutzen, wegen Blut) und gründlich waschen.
Danach den Back­ofen auf ca. 250 Grad vorheizen.
 
Zubere­itung
Wenn der Ofen gut vorge­heizt ist, das Meer­schwein nach Belieben würzen (ich empfehle die Mag­gi-Würzmis­chung Nr. 1 oder eine ähn­liche bratengeeignete Mis­chung), anschließend in ein ofen­festes Behält­nis geben und in die Röhre schieben.
Die übri­gen Zutat­en wie gewohnt kochen.
Das Meer­schwein ist servier­fer­tig, wenn es eine knus­prig-braune Farbe hat.
 
Tipps für Genießer
Zu diesem Menü passt her­vor­ra­gend eine Flasche Rotwein sowie bil­lige Braten­soße aus’m ALDI.
Wohl bekomm’s!


Haunse rein!
— euer Progrock­faschist
 
P.S., falls es jemand wis­sen möchte: Die Arbeit an eMule beba liegt derzeit auf Eis, man­gels Zeit und Gele­gen­heit, zumal die näch­ste Ver­sion ohne­hin einen hohen zeitlichen Aufwand benöti­gen wird, da mit­tler­weile eMule 0.47a alles andere als aktuell ist und beba lei­der immer noch einige schwere Fehler hat. Ich halte euch aber selb­stver­ständlich auf dem Laufend­en.
Stattdessen sitze ich in mein­er spär­lichen Freizeit ger­ade an ein­er Daten­bank für Song­texte, als Open-Source und eigentlich nur zum Spaß… wenn es jemand anse­hen möchte, bitte sehr!


[5] Fußnoten
(1) haha­ha!
(2) sic!; aber lassen wir die Gram­matik mal bei­seite.

Musik
Sprachkultur vs. MTV

Tag, liebe Leser!
 
Derzeit befind­en wir uns ja in ein­er Zeit, in der kul­turelle Bil­dung nach Jahren der medi­alen Ver­dum­mung endlich auch in Deutsch­land wieder einen gewis­sen Stel­len­wert erre­icht; der, wie es sich ja dümm­licher­weise heute nen­nt, Best­sellerautor Bas­t­ian Sick sowie die umfassende Berichter­stat­tung in allen ernst zu nehmenden Polit­magazi­nen der let­zten Wochen sind nicht ganz unschuldig daran.
 
Zu dem The­ma ist schon zu viel geschrieben wor­den, als dass ich nun auch meinen Senf dazugeben müsste; nur eine kleine Anek­dote aus dem Video­text von MTV (siehe ältere Beiträge): Der aktuelle “trendy Vote” lautet wörtlich: “Welche Rock­band macht die krass geil­ste Musik?”
 
Von den selt­samen Auswahlmöglichkeit­en (was bitte hat Evanes­cence da ver­loren?) mal abge­se­hen: Und da wun­dert sich noch jemand?
 
Dön­er mit alles und Meer­schwein(*),
— euer Sprach­führer *hüs­tel*
 
(* mit, wie immer, liebem Gruß an Stef­fi :>)

Politik
NPD, und sonst so?

Tach, liebe Leser!
 
Is’ wieder viel passiert, z.B. ein paar Tran­srapid­tote, über die sich die “Heimat des Mitlei­ds” (i.e. in diesem Fall Deutsch­land) wieder mal grä­men kann, aber auch und vor allem: Die NPD ist wieder im Gespräch.
 
Fassen wir zusam­men: Im Sep­tem­ber gab’s wieder mal Kom­mu­nal­wahlen, z.B. in Nieder­sach­sen (juhu!). Die Ergeb­nisse indes waren nicht son­der­lich über­raschend, lediglich drei große Buch­staben erregten tags darauf das Gemüt der Presse, als die NPD in Meck­len­burg-Vor­pom­mern auf weit über 7% der Stim­men kam.
(Da fragt man sich eigentlich, woher denn die vie­len Stim­men kom­men, wenn jed­er aus tief­stem Herzen beteuert, nie im Leben NPD wählen zu wür­den, oder wie sich das nen­nt; man kön­nte meinen, das ist wie bei McDonald’s oder der BILD: Kein­er mag’s, aber jed­er kauft’s.)
 
— also jeden­falls die NPD hat­te das Pech, aus­gerech­net von der SPD (sic!; bei der ohne­hin schwarzbraunen Hasel-CDU ist’s weit weniger über­raschend) Wäh­ler zu übernehmen, was, wohl auch bed­ingt durch die zuvor erfolge kosten­lose Verteilung recht­spoli­tis­ch­er Musik an Jugendliche, auf Seit­en der Links­faschis­ten (i.e. Antifa bzw. so’lid) zu der unglaublich wirkungsvollen Aktion “Musik gegen Rechts” führte — was hof­fentlich nicht nur mich an ähn­lich span­nende Parolen wie “Kif­f­en gegen Rechts”, “Blöd­sein gegen Rechts” oder auch “fuck for peace” erin­nert -; “kommt, Kinder, wir sin­gen die NPD tot” oder wie?; und jeden­falls von der Regierung wurde daraufhin das alte The­ma NPD-Ver­bot wieder aufs Tapet gebracht. Auch auf die Gefahr hin, dass das jet­zt stark nach Har­ald Schmidt klingt, als er noch bess­er war; aber eine Regierung, die anders gesin­nte poli­tis­che Parteien ver­bi­etet, sobald diese genug Stim­men hat, um ihr ern­sthaft gefährlich zu wer­den, gab es doch 1933 und 1956 schon mal; n.f.c.
 
Und im Übri­gen heißt es kor­rekt “wehret der Anfänge”, ihr Pfeifen.
 
Mit Stolz aufs Grundge­setz, das ger­ade im Libanon ver­heizt wird,
— euer Lit­er­at

Internes
Update

So, hab grad verse­hentlich das grüne Design gelöscht… mal sehen… jeden­falls hier erst mal aktuelle WP-Ver­sion… bis später!