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Musik 12/2019 - Favoriten und Analyse

Dieser Artikel ist Teil 23 von 23 der Serie Jahresrückblick

Kuckuck, näch­stes hal­bes Jahr! Schüss, letz­tes hal­bes Jahr! Und damit auch: Willkommen zum zwei­ten Teil der Liste der fein­sten Musikalben 2019, so weit sie mein Geschmack eben her­gab. Teil 1 wur­de im Juli hier und anders­wo publi­ziert, seit­dem war ich mal wie­der unge­dul­dig und gab den neu­en Studioalben von Cranial, bensnbur­ner und You Guitarprayer Gelegenheit zur Entfaltung.

Ehrenhalber erwähnt sei das sehr hörens­wer­te, aber kei­nes­falls durch­weg neue und dar­um dis­qua­li­fi­zier­te Gemeinschaftsalbum von Mike Patton und Jean-Claude Vannier. Was die son­sti­gen Regeln angeht: Beim Verfassen die­ser Zeile wur­de ich gefragt, war­um ich nicht ein ein­zi­ges Album zum Sieger küre. Die Erklärung ist ein­fach: Was mir heu­te gefällt, kann mor­gen schon stö­ren - und anders­her­um. Es gibt (abge­se­hen von Phil Collins) nicht die fal­sche Musik. Es gibt nur die fal­sche Stimmung.

Ich hof­fe, ich bil­de auch dies­mal wie­der ein brei­tes Spektrum der­sel­ben ab.

1. Die Liste

  1. Злурад - Во благо злу

    Um mei­nem sorg­sam gepfleg­ten Ruf als Putinversteher gebüh­rend Respekt zu zol­len, begin­ne ich die­se Liste mit „Во благо злу“ von Злурад, was Russisch ist und „Zlurad“ heißt, wobei es sich ver­mut­lich um einen Eigennamen han­delt, den zu über­set­zen wenig Sinn ergä­be. Korrekterweise han­delt es sich bei der Band um eine russische.

    Der Mitglieder hat sie fünf, wovon vier auch mal sin­gen, wovon eines, Violetta Postnova, über­haupt kei­ne ande­re Aufgabe hat. Worum es in den Texten geht, weiß ich nicht, denn sie wer­den nicht nur sehr unsanft vor­ge­tra­gen, son­dern ich ver­ste­he auch die Sprache nicht. Musikalisch ist das Album völ­lig irre. Der Reklametext zum Album (von mir über­setzt) fasst es so zusammen:

    Alle wil­den Tiere in einem Moshpit - man kann Schreie und Flüstern hören, Stimmen von Mann und Frau, pun­ki­ge Melodien und Explosionen. Halsbrecherischer Fastcore trifft auf Sludge, ritu­el­le Perkussion und Mantragesänge.

    Ich höre Brachialpunkrock mit Horn und Trompete. Hui!

    Reinhören: Amazon.de, Bandcamp, TIDAL.

  2. Stonefield - BENT

    Da bereits jetzt die weni­ger Hartgesottenen unter mei­nen Lesern die Flucht ergrif­fen haben dürf­ten, kön­nen wir weni­gen Verbliebenen das, was noch vor uns liegt, wenig­stens unter uns genie­ßen. Dafür grei­fen wir umge­hend in eine ganz ande­re Schublade. Konstant bleibt aller­dings, wel­chem Geschlecht der Gesang zufällt: Alle Mitglieder von Stonefield sind Frauen.

    Um noch etwas prä­zi­ser zu wer­den und weil’s das Internet bewegt: Es han­delt sich um vier Schwestern aus Australien. Dem Vernehmen nach ist das Band zwi­schen Schwestern ein Leben lang gefe­stigt, was die Ausdauer erklärt. „BENT“ ist immer­hin bereits ihr vier­tes Album. Aufgewachsen sei­en die vier Musikerinnen mit Led Zeppelin, deren Stück „Whole Lotta Love“ ihnen, Stonefield, in einer Neuaufnahme, glaubt man dem Hörensagen, erste grö­ße­re Bekanntschaft ein­ge­bracht habe, und ver­gleich­ba­ren Künstlern. Es ist daher kaum erstaun­lich, dass auch auf „BENT“ vor allem der Musik aus älte­rer Zeit gehul­digt wird.

    „Wie eine Mischung aus 80er-Pop und okkul­tem Doom“ lau­te­te eine Beschreibung eines Rezensenten im Internet. Ich habe kei­ne Ahnung, was okkul­ter Doom ist, aber 80er-Pop klingt hier zum Glück nur in Erinnerungen durch. Stonefield, sich selbst unter ande­rem mit „Heavy Metal“ eti­ket­tie­rend, spie­len in mei­nen Ohren, die selbst­re­dend die ein­zig maß­geb­li­chen sind, vor allem Stoner Rock, aller­dings in der melo­diö­sen Retrorock-, nicht in der Bretterspielart. Nicht, dass sie das nicht könn­ten, wie schon die Eruption in „Dead Alive“ deut­lich belegt; aber sie müs­sen nicht. Selten war heu­ri­ger 70er-Orgelrock bes­ser ein­ge­bun­den, sel­ten emp­fahl ich ein Album die­ser Kategorie lieber.

    Reinhören: Erneut gibt es einen Komplettstream auf Amazon.de, Bandcamp und TIDAL.

  3. black midi - Schlagenheim
    „They find dif­fe­rent ways to suck them­sel­ves off.“ (bmbmbm)

    Darf man Dinge gut fin­den, die die mei­sten ande­ren Hörer auch gut fin­den? Ich fin­de: In die­sem Fall soll­te man das sogar, denn es ärgert die Richtigen. Ich mag es, wenn die Richtigen geär­gert werden.

    black midi, eine Gruppe von vier Londonern, die jeweils unge­fähr 19 Jahre alt sind, haben mit „Schlagenheim“ „im Jahr 2019 nach Christus“ („ZEIT ONLINE“) ein Album ver­öf­fent­licht, das auch lang­wei­li­gen Kritikern („ZEIT ONLINE“) gefällt. Der ein­zi­ge Verriss, den ich wäh­rend mei­ner (wenn auch: kur­zen) Presseschau fin­den konn­te, wur­de von Daniela Weinmann, Liedautorin der mir unbe­kann­ten Gruppe Odd Beholder, in die Schweizer „WOZ“ rein­ge­schrie­ben:

    So wie Rammstein kei­ne Nazis sein mögen, sind Black Midi wahr­schein­lich kei­ne Incels, also kei­ne miso­gy­nen Nerds, die sich das Patriarchat zurück­wün­schen. Dennoch könn­ten sie von den pro­ble­ma­ti­schen Frauenbildern in ihren Lyrics finan­zi­ell profitieren.

    Ich für mei­nen Teil pro­fi­tie­re von pro­ble­ma­ti­schen Rezensionen, denn sie legen mir mit­un­ter gute Musik nahe. „Schlagenheim“ ist ein gutes Beispiel dafür.

    Das auf­fal­lend­ste Element der Musik von black midi schei­nen Stimme und Akzent des Sängers Geordie Greep zu sein. Musikalisch ist die Bandbreite eine ver­gleichs­wei­se gro­ße: so ist etwa „953“ ein Stück aus explo­si­vem Noiserock, durch­sät von klang­li­chem Widerhaken; das fun­kig-ruhi­ge „Speedway“ folgt einem crim­sones­quen Gitarrengrundmuster (man zie­he sich zum Vergleich etwa letzt­ge­nann­ter Gruppe 80er-Werk rein); das Titelstück „Of Schlagenheim“ wie­der­um lässt den Industrial wie­der auf­le­ben. Selbst „bmbmbm“, das um Audioaufnahmen der hyste­ri­schen Nikki Grahame („Big Brother“) her­um gespon­nen wur­de, ist mit dem expres­si­ven, sich ins eben­so Irre stei­gern­den Gesang und den gut abge­stimm­ten Instrumentalausbrüchen mehr als eine blo­ße Provokation.

    Mit „Ducter“ endet „Schlagenheim“ mit ner­vö­ser 80er-Elektronik und damit genau so, wie man es nicht erwar­tet hät­te. Grandios!

    Reinhören: Bandcamp.com hier, TIDAL dort.

  4. MindSpeak - Eclipse Chaser

    Erneut wech­seln wir Land und Stil.

    MindSpeak haben eine blö­de Binnenmajuskel, kom­men aus Wien und ihr aktu­el­les Album „Eclipse Chaser“ lügt mich an. Die drei Stücke hei­ßen „When Giants Cry“, „Tetrachrome“ und „The Human Element“ (wobei letz­te­res Stück sechs Teile zu haben vor­gibt) und auch das Album hat einen eher astro­no­mi­schen Titel, aber es ist gar kein Spacerock. Tz, Österreicher!

    Stattdessen höre ich Stoner Rock und Retroprog, zum Teil sogar gleich­zei­tig, wobei von zwei­te­rem Stil ins­be­son­de­re der prä­gen­de Bass adap­tiert wur­de. Moment: Drei Stücke? Ja, und lang sind sie auch noch! Wieder so ein Album also, das eher nicht im Radio gespielt wer­den wird. Woran man das erken­ne, wur­de ich gefragt - und die Länge mag ein Argument sein. Da passt ja gar kei­ne Werbung rein. Fast zwan­zig Minuten lang pas­siert aller­dings auf „Eclipse Chaser“ nicht viel, in der zwei­ten Hälfte des zwei­ten Stücks „Tetrachrome“ geht es erst­mals, jeden­falls instru­men­tal, zur Sache.

    Sängerin Viktoria Simon-Lukic - wie man in Wien halt so heißt - macht ihre Sache ins­ge­samt gut; sie ist mit per­sön­lich stel­len­wei­se etwas zu glatt und wenig kraft­voll, über­zeugt aber auch mal mit über­ra­schen­den Melodien, was sich also ins­ge­samt die Waage hält.

    Man merkt: Ich bin nicht über­mä­ßig begei­stert - aber ich hal­te „Eclipse Chaser“ noch immer für eines der hörens­wer­te­ren Alben des zwei­ten Halbjahrs. (Es erschien bereits im Juni, aber wir wol­len ja nicht immer nur klein­lich sein.) Es möge auch unter mei­nen Lesern Menschen errei­chen, die es nicht für weg­wer­fens­wert halten.

    Reinhören: Amazon.de (Schnipsel), Bandcamp (Komplettstream), TIDAL (auch).

  5. Brighteye Brison - V

    Schon wie­der so ein Format! Das Wichtigste zuerst: Auf „V“ von Brighteye Brison aus Stockholm, was man auch hört, sind schon wie­der nur drei Stücke drauf, deren Länge jeweils zwi­schen zwölf­ein­halb und fast 37 (sie­ben­und­drei­ßig!) Minuten liegt. So muss das sein!

    Die ersten zwei­ein­halb Minuten des Albums wei­sen wabern­de Elektronik auf, wie sie spä­ter an ande­ren Stellen, etwa in der Mitte des Titelstücks „V“, immer mal wie­der zu hören sein wird. Der Teil danach aber hat es in sich: Zunächst zurück­hal­tend, dann druck­vol­ler ertönt eine deut­li­che Erinnerung an Starcastle (bezie­hungs­wei­se, weil die­se selbst eine Art US-ame­ri­ka­ni­sche Yes waren, Yes). Die bes­se­ren Siebziger sind bei Brighteye Brison stän­dig zugegen.

    Darum wird ab dem zwei­ten Stück „V“ per aku­sti­scher Sänfte auch ein Mellotron in die mello­tron­ent­wöhn­ten Ohren getra­gen. Mehr noch: Dasselbe Stück lässt bei anstei­gen­der Abspieldauer auch den Gesang, par­al­lel lau­fend, mehr­stim­mig erklin­gen, was neben­bei Gentle Giant anklin­gen lässt, weil wir Menschen ein­fach gestrick­te Wesen sind und mit nicht chor­ar­ti­ger Mehrstimmigkeit immer Gentle Giant ver­bin­den. Es passt eben auch ganz gut ins bis dahin Gehörte.

    Das abschlie­ßen­de Stück, „The Magician Chronicles - Part II“, scheint schon auf­grund sei­ner Länge ein struk­tu­rell wich­ti­ges zu sein, zumal es der Untertitel des Albums ist. Leider ken­ne ich Teil 1 von 2011, das wohl ein gan­zes Album war, bis­her nicht, es soll aber ganz gut gewe­sen sein. Es befin­det sich man­cher AOR in ihm, aller­dings wenig­stens der bes­se­re AOR (ich den­ke an Circa:), auch scheint hier und da der Canterbury Sound durch.

    Im Internet wird dem Album eine eher durch­schnitt­li­che Bewertung zuteil: Es sei „mit­un­ter zu aus­tausch­bar und belie­big“, was sicher­lich auch dar­an liegt, dass man in der gege­be­nen Stilrichtung nur bedingt neue Wege beschrei­ten kann, ohne am Ende am völ­lig fal­schen Ort zu lan­den. Zum Glück bin ich nicht das Internet und ver­ge­be auch kei­ne Punkte. Mir gefällt’s. So.

    Reinhören: Stream und Kauf (lei­der nur als Download und/oder CD) gibt es per Bandcamp und Amazon.de, das übli­che Nur-Streaming-Gedöns natür­lich wie üblich auch auf TIDAL.

  6. Oiseaux-Tempête - From Somewhere Invisible

    Aufmerksame wie­der­keh­ren­de Leser ver­mis­sen an die­ser Stelle womög­lich bereits eine die­ser skur­ri­len fran­zö­si­schen Musikgruppen, die ich sonst rela­tiv wort­ge­wal­tig wür­di­ge. Haben sie etwa seit der letz­ten Rückschau kaum etwas ver­öf­fent­licht, was der Rede wert wäre? Doch, natür­lich haben sie das - und hier kommt auch schon eine solche!

    Oiseaux-Tempête näm­lich, man kann es am Namen erken­nen, ist ein Quintett (das nicht) aus Frankreich (das schon). Das näch­ste Album ist bereits ange­kün­digt wor­den, es soll im Februar 2020 erschei­nen. Heute ist aber erst mal „From Somewhere Invisible“ von Oktober 2019 dran. Einer der bei­den Gitarristen von Oiseaux-Tempête nennt sich Mondkopf. Ich mag das.

    Zu den fünf Mitgliedern gesel­len sich eine Violinistin und ein Bediener von Synthesizer sowie elek­tro­ni­schem Buzuk als Gäste. Da ich kei­ne Ahnung habe, wie ein elek­tro­ni­scher Buzuk zu klin­gen hat, fin­de ich das Album bereits beim Lesen der Besetzungsliste inter­es­sant. Und höre da: Ich ward nicht ent­täuscht. Ich höre irgend­was zwi­schen Kammermusik und Postrock. Nick Cave trifft broken.heart.collector trifft die wil­den Gitarrenausbrüche der neue­ren King Crimson. „The Naming of a Crow“ ist gespro­che­ner Text zu Streichmusik, ab etwa sie­ben Minuten kommt ein ori­en­ta­li­sches flair hinzu.

    Für Freunde des Widerklangs ist „From Somewhere Invisible“ eines der besten Alben des Jahres - und für die­je­ni­gen, die mei­nen Geschmack tei­len, sowieso.

    Reinhören und/oder kau­fen: Natürlich geht das auf Bandcamp, aber auch auf Amazon.de und TIDAL.

  7. Glutton - Eating Music
    „So I watch you from afar, but I don’t mind a second time.“ (Pinhole)

    „Eating Music“ ist ein hek­ti­sches Album und das fin­de ich gut. Seine Interpreten von Glutton nebst sie­ben bis acht Gastmusikern (je nach­dem, ob man den abge­tre­te­nen Keyboarder Åsmund R. Sæbøe nun noch als Mitglied zählt oder nicht), von denen wenig­stens einer, der Streicher Kari Rønnekleiv, als Orchestermusiker auch bereits mit Sunn O))), Ulver und Motorpsycho gemein­sam musi­ziert hat, sind in Norwegen hei­misch, wo man sich erfah­rungs­ge­mäß aus­kennt mit der Kunst, Gutes hervorzubringen.

    „Eating Music“, „eine kla­re Empfehlung für Liebhaber eines Alternative-ori­en­tier­ten Prog mit Ecken und Kanten“ (Jochen Rindfrey), sor­tie­re ich musi­ka­lisch zwi­schen Umphrey’s McGee, Ulver und (schon wie­der) King Crimson ein, aber ich habe auch weder Geschmack noch Ahnung, wie mir gele­gent­lich mit­ge­teilt wird, wes­halb das erst mal als Richtschnur untaug­lich ist. Man erlau­be mir zwei der neun Stücke bei­spiel­haft herauszugreifen:

    „The Tomb of the Unknown Ontonaut“ ist eines der drei Stücke, in denen die vier Gastbläser an Waldhorn, Posaune, Euphonium und Trompete eben­so auf­tre­ten wie Trond Gjellum an Perkussion und Synthesizer. Diese für Rockmusik eher unge­wöhn­li­che Besetzung sorgt nicht nur für schö­ne Melodien, son­dern auch dafür, dass man noch genau­er hin­hört als ohne­hin schon. So kann man das pri­ma Zusammenspiel von mehr­stim­mi­gem Gesang, Progressive Rock und Bläsern noch auf­merk­sa­mer genie­ßen. Dem ent­ge­gen steht das abschlie­ßen­de „Space & Our Hearts“: Zum wie­der­hol­ten, aber letz­ten Mal wird die musi­ka­li­sche Atmosphäre mit immer mehr Schichten ver­dich­tet, frei­for­ma­tig wuseln aller­lei Instrumente, wohl über­wie­gend aus Synthesizern und/oder Keyboards gewon­nen, unter einer Rockklimax. Das Album klingt sanft aus wie eine Welle bei Ebbe und man wür­de es gern sofort noch mal hören, aber es gibt noch so vie­le ande­re Alben. Mache ich also später.

    So lan­ge könnt ihr das ja für mich übernehmen.

    Reinhören: Ich hät­te Amazon.de, Bandcamp und TIDAL im Angebot. Greift zu!

  8. Sleater-Kinney - The Center Won’t Hold

    Bei Sleater-Kinney han­delt es sich um eine die­ser Gruppen, die mir zum ersten Mal medi­al auf­ge­fal­len sind, als die Schlagzeugerin ihren Ausstieg bekannt­gab, was von einem hier nicht wei­ter erwäh­nens­wer­ten Musikmagazin unnö­tig umständ­lich wei­ter­ge­tra­gen wur­de. Auf „The Center Won’t Hold“ ist sie aber noch dabei, so dass es sich hier um ein Damentrio mit zwei Gitarren und einem Schlagzeug handelt.

    Das hier Gehörte klingt bri­tisch, kommt aber zusam­men mit der Band aus Olympia, Washington. Man kennt ja die­se Musik, bei der man zunächst denkt: Ah, bri­ti­scher Punk! Ist das hier aber nicht. Wobei: Eigentlich ist es nicht mal wirk­lich Punk, son­dern nur etwas ähn­li­ches. Etwas bes­se­res, wie ich meine.

    Es dau­ert etwas über zwei Minuten, bevor Sleater-Kinney im eröff­nen­den Titelstück die inter­es­sant schlep­pen­de Elektronik, mit der sie das Album ein­lei­ten, durch kra­chen­den, elek­tro­nisch ver­zier­ten Indierock mit deut­li­cher Punkschlagseite erset­zen, den sie erfreu­lich kon­se­quent durch­hal­ten, was nicht mal das bal­la­des­que „Restless“ zunich­te machen kann. Dass das stil­be­dingt einen etwas ein­falls­lo­sen Schlagzeugrhythmus mit sich bringt, fällt nur auf, wenn man dar­auf ach­tet, und selbst dann nur in weni­gen Momenten. Überwiegend ist aber nichts zu hören außer nach vorn pre­schen­der Spaß machen­der Musik von über­zeugt Spielfreude ver­mit­teln­den Musikerinnen. Ich hei­ße das gut.

    Mit dem ruhi­gen Klavierstück „Broken“, des­sen zer­brech­li­cher Gesang selbst einem abge­här­te­ten alten Sack wie mir eine ange­neh­me Gänsehaut ver­passt, klingt „The Center Won’t Hold“ schließ­lich aus. Ein Narr, wen das kalt lässt.

    Reinhören: TIDAL, (zur­zeit aus­zugs­wei­se, Stand: 29. Dezember 2019) Bandcamp, häpp­chen­haft auch Amazon.de.

  9. Yellow Eyes - Rare Field Ceiling

    Noch mehr auf die Pauke hau­en Yellow Eyes aus New York, deren fünf­tes Album „Rare Field Ceiling“, erschie­nen im Juni 2019, gemäß dem Pressetext ihr bis­lang käl­te­stes sei. Ich hat­te Black Metal bis­her nicht mit emo­tio­na­ler Hitze in Verbindung gebracht, inso­fern kann das durch­aus sein.

    Das Album klingt nun auch genau so, wie wir Banausen uns Black Metal eben so vor­stel­len: Rohe Herren wir­beln, klop­pen und schep­pern sich durch die Musik, dazu brüllt jemand hei­ser eigent­lich völ­lig beklopp­te, aber kaum ver­ständ­li­che und dar­um nicht so schlim­me Texte; „The glint abo­ve the swol­len tree / The shrimp insi­de the pil­low­ca­se“ („No Dust“) - na dann!

    Und das Ärgerlichste an die­sem Album: Es gefällt mir. Es tut genau das, was die­se Musikrichtung tun soll: Es geht gut ab. Dass das Internet behaup­tet, Yellow Eyes sei­en auch hand­werk­lich über­durch­schnitt­lich gut, sei dem Internet ver­gönnt. Sicher: Ein paar Finessen neh­me ich in der Klangwucht selbst wahr, etwa den durch­aus gelun­ge­nen Übergang zwi­schen „Warmth Trance Reversal“ und „No Dust“ und den Spannungsaufbau in den Momenten, in denen man die gar nicht immer belang­lo­sen Gitarrenmelodien selbst wahr­neh­men darf. Fünf der sechs Stücke, das den Stil bre­chen­de, weil zäh dahin­flie­ßen­de outro „Maritime Flare“ aus­ge­nom­men, sind über sie­ben Minuten lang, es bleibt somit hin­rei­chend viel Zeit zum Genuss.

    Aber muss man Musik denn immer mit einem Monokel im Gesicht und einem Cognac im Glas genie­ßen? „Rare Field Ceiling“ schreit nach Sitztanz mit Dosenbier. Mal sehen, was sich machen lässt.

    Reinhören: Bandcamp, TIDAL, Amazon.de.

  10. We Lost The Sea - Triumph & Disaster

    Was die­ser Liste noch drin­gend fehlt, ist eine ordent­li­che Dosis instru­men­ta­len Postrocks. Da kom­men We Lost The Sea gera­de recht, die in mei­nen Ausführungen bis­her, sofern ich das rich­tig archi­viert habe, nur als Montagsmusik eine auf­fal­len­de Rolle spielten.

    Es han­delt sich um ein austra­li­sches Sextett mit drei Gitarren, das ich 2017 auch schon mal - damals gemein­sam mit sei­nen Landsleuten von Dumbsaint und Meniscus - live gese­hen habe, das aber von der bra­chia­len Wucht letz­te­rer Gruppe schlicht weg­ge­bla­sen wur­de. Da ich Meniscus aber mal wie­der aus den Augen ver­lo­ren habe, kom­men We Lost The Sea mir die­ses Jahr durch­aus gelegen.

    Präsentiert wer­den weit­ge­hend kan­ten­ar­me Gitarrenlandschaften, wobei die auf­ge­türm­ten walls of sound im stil­üb­li­chen Spiel von Laut und Leise hier kaum eine Rolle spie­len. We Lost The Sea ver­su­chen es statt­des­sen mit aus­ge­dehn­ten Melodieverschrankungen - das läng­ste Stück „Towers“ ist eine Viertelstunde lang - und nur sel­ten („Dust“) elek­tro­ni­scher Effektwürze. Etwas aus dem Rahmen fällt das abschlie­ßen­de „Mother’s Hymn“, getex­tet und gesun­gen von Louise Nutting (Wartime Sweethearts), des­sen Emotionalität mit der dich­ten Instrumentierung, Trompete ein­ge­schlos­sen, vor­züg­lich har­mo­niert. „Are we real­ly too late?“ Nein, seid ihr nicht - ihr seid im per­fek­ten Moment genau am rich­ti­gen Ort.

    Danke dafür.

    Reinhören: Noch mal Bandcamp, noch mal TIDAL, noch mal Amazon.de.

  11. koko­mo - Totem Youth

    Ich wei­ge­re mich, die­ser Art von Musik ein schlich­tes Etikett zu ver­pas­sen. Am Ende käme da wie­der nur so ein lang­wei­li­ges Wort wie „Postrock“ her­aus und das hat­ten wir ja gera­de erst.

    Nein, dem Duisburger Quintett koko­mo - auf gar kei­nen Fall zu ver­wech­seln mit der bri­ti­schen Soulgruppe glei­chen Namens - wohnt eine Energie inne, die zu beschrei­ben mir schwer fällt. Im Schatten gigan­ti­scher Gitarrenwände bau­en sie bereits im eröff­nen­den „Sterben am Fluss“ ein pol­tern­des Belagerungsinstrumentarium auf, das jedes Bauwerk mit Wänden belie­bi­ger Dicke erschau­ern lie­ße, wenn Bauwerke erschau­ern könn­ten. Texte gibt es abseits von „Melodic Rock Night“ nicht, aber Texte schrei­be ich selbst schon genug. Obwohl: Sind das Schreie, die in „Narcosis“ in der Ferne zu hören sind, oder haben sie einen Text? Ich weiß es nicht und es küm­mert mich auch nicht. Schade, dass aus­ge­rech­net das Stück „Der Vogelmann“ auch kei­nen Text hat. Wie auch immer: Ich las­se mich vom Gitarrenarpeggio tra­gen und weiß noch nicht, wo ich lan­den wer­de. Gänsehaut bis nach Paris. Soll schön sein dort.

    Dass die fünf Herren es trotz man­cher Erfahrung mit Vergleichbarem immer wie­der schaf­fen, dem Rezensenten eine kur­ze Entspannung zu gön­nen, indem sie sich an sanf­ten Melodien ver­su­chen, bevor die per­fek­te Welle kra­chend die noch jun­ge Landschaft unter sich begräbt, über­rascht posi­tiv. „Totem Youth“ ist bereits das fünf­te eige­ne Studioalbum der Gruppe und es hat trotz­dem immer noch Feuer. Ein Jammer, so spät erst auf sie auf­merk­sam gewor­den zu sein!

    Ein Auge bleibt dar­um auf sie gewor­fen. Bis dahin sind sie auch hier etwas fürs Ohr.

    Reinhören: Na? Richtig: Bandcamp, TIDAL, Amazon.de!

  12. NAP - Ausgeklingt
    „Was kommt nun?“ (Ausgeklingt)

    Machen wir noch was lusti­ges, hören wir Musik aus Oldenburg!

    Dort haust das Trio NAP, des­sen zwei­tes Album „Ausgeklingt“ ein Wortspiel im Namen trägt und mir schon dar­um gefällt. Es klingt aber nicht aus, son­dern an, und zwar stil­voll. Das eröff­nen­de „Astrojelly“ etwa, mit nicht mal vier Minuten Länge nach mei­nem Dafürhalten etwas zu kurz gera­ten, ist ein schö­nes Stück Weltraumpsychedelic (instru­men­tal). Wer den Fehler macht, das für den vor­herr­schen­den Stil auf die­sem Album zu hal­ten, der ist selbst schuld.

    Das fol­gen­de „Voigo“ ent­hält lan­des­üb­lich belang­los vor­ge­tra­ge­nen Gesang, dazu ertönt ein immer noch recht psy­che­de­lisch dar­ge­bo­te­ner Hardrock der alten Schule, bret­tern­de Riffs inklu­si­ve. Bei die­sem Stil wie­der­um bleibt die Band mal mit, mal ohne Gesang noch für eini­ge Stücke. Beim Sitzen wird unter­des­sen eines der bei­den Tanzbeine geschwun­gen, so ver­langt es der Rhythmus.

    „Amygdala“, das vor­letz­te Stück, bringt etwas Bluesrock (der mich, zuge­ge­ben, gegen Ende an die Titelmusik von „ALF“ erin­nert) in das inzwi­schen deut­lich stonern­de Album, bevor die­ses mit „Treibsand“ ange­mes­sen riff­end, nun ja, aus­klingt. Interessante Scheibe also.

    Reinhören: Warum nicht mal Bandcamp, TIDAL oder Amazon.de?

  13. 65daysofstatic - repli­cr, 2019

    Es gab zuvor kein Album namens „repli­cr“ von 65daysofstatic und viel­leicht wird es auch spä­ter kein Album namens „repli­cr“ von 65daysofstatic geben. Tatsächlich heißt die­ses Album - ihr sieb­tes Studioalbum - von 65daysofstatic trotz­dem „repli­cr, 2019“. Vielleicht beschreibt das das eng­li­sche Quartett bereits ganz gut.

    Für den Rest mei­ner Leser ver­lie­re ich noch ein paar wei­te­re Worte: „repli­cr, 2019“ ent­hält Stücke namens „still­stel­lung“, „interference_1“, aber auch „[]lid“ und „gr[]v-_s“. Wer jetzt auf­grund der merk­wür­di­gen Titelschreibung an die neu­lich vor­über­ge­gan­ge­ne, aber mei­ner Meinung nach auch künf­tig schwer zu über­tref­fen­de Serie „Mr. Robot“ denkt, irrt, denn das ist Zufall.

    Ein wenig Interesse an Elektronik set­zen 65daysofstatic bei ihren Hörern aber trotz­dem vor­aus, denn auf „repli­cr, 2019“ ser­vie­ren sie fast eine Dreiviertelstunde lang mal stamp­fen­des („Bad Age“), mal sanft malen­des („sister“), mal den Klängen einer Fabrik hul­di­gen­des („gr[]v-_s“), aber immer die Grenze zum Postrock berüh­ren­des oder auch über­schrei­ten­des Instrumentalspiel, womit sie sich seit 2009 genau rich­tig geän­dert haben, näm­lich: kaum. Postrock ist immer auch ein Spiel des­sen, was bleibt. 65daysofstatic blei­ben, ihr Stil bleibt, dar­um blei­be auch ich.

    Man beglei­te mich.

    Reinhören: Kein Bandcamp, dafür TIDAL und Amazon.de.

    Huch, so spät schon? Jetzt aber schnell!

  14. Russian Circles - Blood Year

    Wie immer brin­gen Russian Circles ihre ganz eige­ne Melange aus Postrock und Industrial her­vor - und immer ist das Ergebnis groß­ar­tig. Amazon.de.

  15. Earth Moves - Human Intricacy

    Noch ein biss­chen Schreimusik gefäl­lig? Hier, bit­te­schön! Amazon.de.

  16. Enablers - Zones

    Mit Ausnahme des gut abge­hen­den „Squint“ haben Enablers hier etwas auf­ge­nom­men, was eine Art Slint-Postrock mit Nick-Cave-esquen vocals ist und mich rest­los über­zeugt. Bandcamp.

  17. Ride - This Is Not A Safe Place

    New Wave trifft auf Postpunk trifft voll auf mei­nen Geschmack - herr­lich. Amazon.de.

  18. Cosmic Ground - cos­mic ground 5

    „cos­mic ground 5“ klingt, als spiel­ten die mitt­le­ren Pink Floyd in einer futu­ri­sti­schen Wüstenlandschaft einen von Kraftwerk beein­fluss­ten, instru­men­ta­len Nachfolger von „Meddle“ ein; einen sehr guten, ohne Zweifel. Bandcamp.

  19. Soulsplitter - Salutogenesis

    Nach einer an Jazz ange­lehn­ten Einführung („The Prophecy“) erfreut das deut­sche Quartett mit vie­len Gastmusikern mei­ne sonst gele­gent­lich gequäl­ten Ohren mit sin­fo­ni­schem Retro-Prog/-Metal, der das wei­te Feld zwi­schen echo­lyn und Dream Theater nicht unbe­stellt lässt, wobei Sängerin Ophelia T. Sullivan mich in ihrem kon­trast­bil­den­den Vortrag mal wie­der Toc.Sin ver­mis­sen lässt - aber der Lauf der Dinge ist bekannt­lich ein zyni­scher. Bandcamp.

  20. CHORD - CHORD II

    Die bei­den Gitarristen Nick Didkovsky (unter ande­rem Doctor Nerve) und Tom Marsan brin­gen auf dem zwei­ten gemein­sa­men Album live, also ohne Nachbearbeitungen, auf­ge­nom­me­ne Instrumentalgewitter her­vor, die jeder erkenn­ba­ren Struktur - von wegen Takte! - stolz trot­zen und fast eine Dreiviertelstunde lang mit ordent­lich Feedback ein aura­les Feuerwerk nach dem näch­sten zün­den. Bandcamp.

  21. Lingua Nada - Djinn

    „Djinn“ klingt, als wür­den Primus ver­su­chen, ein Jazzrockalbum auf­zu­neh­men - herr­lich durch­ein­an­der, groß­ar­tig ver­spielt, erschreckend tanz­bar, ein­fach gut. Bandcamp.

  22. Bad Breeding - Exiled

    Vielerorts sind die Siebziger mit­samt ihrem Schrammelpunkrock längst vor­über, nicht so aber in ihrem Ursprungsland Großbritannien, von wo aus die Anarchopunkband Bad Breeding 2019 mit „Exiled“ eine beru­hi­gen­de Note in die Sorge setz­te, es feh­le der Musik heut­zu­ta­ge an Rebellion und Wut. Bandcamp.

2. Was war

  • Vor vier­zig Jahren lief in Deutschland neben Punk und Disco auch noch die elek­tro­ni­sche („kos­mi­sche“) Musik, wenn auch: lang­sam aus. Es war daher viel Platz in Studios und vor allem Terminkalendern, um auch aus­län­di­sche Künstler ein­zu­la­den. Die US-ame­ri­ka­ni­sche Gruppe Earthstar nutz­te die­se Gelegenheit und ließ sich von Klaus Schulze mit French Skyline das erste von drei Alben im hie­si­gen Inland pro­du­zie­ren, das gar nicht klingt, als hät­te man mit dem Krautrock schon ört­lich bedingt gar nichts zu tun. Wenige Jahre spä­ter und wie­der zurück in den Vereinigten Staaten löste sich die Band wie­der auf. Einen Zusammenhang könn­te man her­bei­den­ken, aber das las­se ich aus­nahms­wei­se blei­ben. Zurück blei­ben eines der unge­wöhn­li­che­ren Alben aus der Welt der krau­ti­gen Klanglandschaften und eine viel zu spä­te Empfehlung meinerseits.
  • Vor drei­ßig Jahren wid­me­te Lou Reed sei­nen Alben über lang­wei­li­ge Städte (Berlin), lang­wei­li­ge Frauen (Sally Can’t Dance) und lang­wei­li­ge Geräuschverursacher (The Bells) mit New York end­lich der einen Stadt ein Album, mit der man ihn so eng ver­band wie Die Ärzte mit Berlin oder graue Betonklötze mit Hannover. Es wur­de spä­ter als „eines der besten Alben der 80er“ bewer­tet, was für sich genom­men noch kei­ne unge­fäh­re Qualitätsangabe dar­stellt, ent­hält aber mit „Dirty Blvd.“ und „Romeo Had Juliette“ zwei der­je­ni­gen Lieder im Solowerk des Künstlers, deren unge­fäh­ren Klang man nicht gleich wie­der ver­gisst. Müsste ich nur ein Album von Lou Reed emp­feh­len, so schlös­se ich nicht aus, dass ich die­ses hier als eine Empfehlung in Erwägung zöge. Moe Tucker ist in zwei Stücken als Perkussionistin zu hören. Aus dem Erfolg die­ses Albums spei­ste sich dem Vernehmen nach die Reunion der Velvet Underground in den Neunzigern, und min­de­stens dafür gebührt ihm mei­ne Würdigung.
  • Vor zwan­zig Jahren ende­te eine Ära: Das letz­te Album von Popol Vuh, Messa di Orfeo, erschien. Zwei Jahre spä­ter starb ihr Gründer Florian Fricke und die Band löste sich auf. Bis dahin, so auch auf die­sem letz­ten Album, war unter ihrem Namen oft eso­te­ri­sche, mit­un­ter reli­giö­se, immer ent­spann­te Musik erschie­nen, die den LSD-Konsum ihrer frü­hen musi­ka­li­schen Wegbegleiter noch jahr­zehn­te­lang erah­nen ließ. Dass es trotz­dem immer den rich­ti­gen Moment geben wird, um die­se Art von Musik zu genie­ßen, möge bit­te nie­mals ein Zustand sein, der zu hin­ter­fra­gen ist.
  • Vor zehn Jahren - und hier möch­te ich den Kreis schlie­ßen - hat­te ich gera­de seit einem Jahr ange­fan­gen, Listen die­ser Art zu füh­ren - und mei­ne Ausführungen von Juni und Dezember 2009 sind, wie ich an die­ser Stelle schrei­ben zu dür­fen mei­ne, im Jahr 2019 noch immer aktu­ell. Von Olli Schulz ken­ne ich übri­gens noch immer nichts. Wahrscheinlich ist das auch gut so.

3. Schlussworte

Ich schlie­ße nicht aus, dass dies das letz­te Mal gewe­sen sein wird, dass ich der Jahresrückschau einen Ritt durch die Geschichte ange­fügt habe. Mir ist auf­ge­fal­len, dass man über musi­ka­li­sche Jahrzehnte nur bedingt vie­le ver­schie­de­ne Aussagen tref­fen kann. Die Quelle der Ideen, aus der ich schöp­fen kann, ver­siegt dies­be­züg­lich in merk­li­cher Geschwindigkeit. Insofern wer­de ich künf­tig immer­hin noch mehr Zeit fin­den, um viel zu spät mit dem Schreiben die­ser Listen zu beginnen.

Wie meist hof­fe ich, mei­ne Ausführungen waren auch dies­mal wie­der wenig­stens für eini­ge der hier Eingetroffenen erhel­lend. Ergänzungen bit­te ich wie üblich per Kommentarfunktion zu hin­ter­las­sen. Ich bedan­ke mich für die Aufmerksamkeit und grü­ße energisch.

In etwa einem hal­ben Jahr geht es an gewohn­ter Stelle wei­ter. Es möge ein beacht­li­ches Musikjahr 2020 werden!

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