Reagiere schneller. Denk nicht über Text nach. Schick ein Bildchen.
Reagiere schneller. Denk nicht über Text nach. Schick ein Bildchen.
Ich will ja wirklich nicht immer nur nörgeln, Daniela Diehl vom SWR, aber (Archivversion) …
In Heidelberg ist gerade das größte 3D-Gebäude Europas fertiggestellt worden.
… wie viele Dimensionen hat denn Ihr Haus so?
Es ist Montag. Idee für einen Punkbandnamen (wohl noch frei): 500 E‑Autos auf ’nem Frachter. Feurige Bühnenshow garantiert.
Beim Kapitalismus, stellte ich dieser Tage anderswo fest, muss sich die NATO gerade von China erklären lassen, wie er funktioniert: Überraschend stellt sich raus, dass der Russe ein profitabler Handelspartner ist und, wenn man ihn gehen lässt, halt andere den Profit abgreifen. Man möchte fast Mitleid haben. Als witziger Beifang des so Herausgestellten haben Forscher unerwartet herausgefunden (Allergikerwarnung: „Golem.de“), dass, wenn man sich ohne technische Notwendigkeit, sondern allein aus kaum verbrämt nationalistischen Erwägungen heraus („die Chinesen!!!!“) funktionierender Infrastruktur entledigt, plötzlich das mobile Netz an Zuverlässigkeit verliert. Ich rechne es den zuständigen Regierungen ja hoch an, dass sie plötzlich was gegen Überwachung haben, aber warum immer nur gegen die andere?
Weltgeist der Woche: Bei einem Auto namens Funky Cat kann es zu Funkenflug kommen. Das ist zwar eigentlich überhaupt nicht lustig, aber ich habe sowohl ein schlichtes Gemüt als auch mein heutiges Kaffeesoll noch nicht erfüllt. Da finde ich immer vieles lustig.
Wort der Woche: Waffenporno. Viel friedlicherer, dafür jedoch seltsamer Groove zum Wochenstart: Phew.
Guten Morgen.
Ein vermutlich bereits alter Witz, den ich gleichwohl erstmals auf Twitter gelesen hatte, geht ungefähr wie folgt: Zwei Menschen unterhalten sich, es fragt der eine: „Was machst du am Wochenende?“. Erschrocken fragt der andere: „Ich muss da was machen?“. Das ist lustig, weil es stimmt.
Ich muss gar nix außer schlafen, trinken, atmen und ficken
und so pünktlich, wie es geht, meine Steuer abschicken.
(Grossstadtgeflüster: Ich muss gar nix)
Selbst das morgendliche Aufstehen hat das Virus ja in einigen Branchen weitgehend zur Option hochgestuft. Man muss das Bett nicht mehr verlassen, um „im Büro“ zu sein, jedoch hat man dann statt eines oder mehrerer fantastischer anderer Personen nur sein Büro im Bett. Ob das nun unbedingt besser ist, möge selbst herausgefunden werden.
Weil dieses Twitter aber inzwischen völlig entkernt und geXt wird, „müsse“ man doch woanders angemeldet sein, teilt die Weltöffentlichkeit einander ungefragt mit und hängt zumeist die Information an, wo (und sowieso: unter Zuhilfenahme welcher Zugangsmittel) dieses „woanders“ denn derzeit stattzufinden habe. Ich empfinde es als ja gewöhnlich, dass Menschen eine Ernährung, ein Betriebssystem, eine Religion, eine Partei, eine Sexualität und/oder ein soziales Netzwerk haben, aber warum informieren sie einander darüber, ohne dass sie überhaupt danach gefragt wurden? – Es kann daran liegen, dass sie Gespräche nur noch als asynchrone Monologe verstehen. So funktioniert Kommunikation im Digitalen: Man plappert eben drauflos.
1984 (das Buch) war zwar nicht als Anleitung gedacht, aber Black Mirror (die Fernsehserie) auch nicht.

Der Hansaplatz gilt als ein Kriminalitätsschwerpunkt und wird seit Jahren videoüberwacht.
Verrückt: Man könnte fast meinen, da gäbe es gar keinen Zusammenhang.
Es ist Montag. Super RTL wird zu RTL Super, aber Montag heißt immer noch nicht Tagmond. Darauf ein Teeeis.
Gute Nachrichten, Putin ist so gut wie besiegt: Polen lässt eine russische Tennisspielerin nicht einreisen. Wenn das den Krieg nicht beendet, dann weiß ich auch nicht weiter. – Eine bemerkenswerte Studie wurde mir unterdessen aus Neuseeland bekannt gemacht: Kiffen richte mehr Schaden an als Koksen. Ich möchte damit nichts mitteilen, was ich nicht schon mal geschrieben hätte, jedoch stelle ich zumindest fest, wie gut das alles ins Bild passt.
Die gewohnt beängstigende „taz“ lässt unterdessen einen Herrn mit dem trotzdem großartigen Namen Ambros Waibel („taz2-Redakteur“ – um Himmels Willen, es gibt zwei davon?), der mir prompt als Rechtschreibfehler markiert wird, Musikhörer pathologisieren: „Rammstein-Fans“ nämlich, so heißt es dort, seien mit „ihrer emotionalen Verwahrlosung“ zwar in einer Minderheit, aber „keineswegs allein“. Nun bin ich aus den neueren Alben von Rammstein rausgewachsen, aus ihrem einstigen Neuartigen („Herzeleid“) ohnehin, und insofern selbst kein „Rammstein-Fan“, jedoch erscheint mir dieses Urteil auf zu Banalem begründet. Auch fürchterliche Menschen mögen gute Musik (was auch immer man im momentanen Feierzustand darunter versteht) hören und/oder spielen. Hörte ich nur Musik von Menschen von einwandfreiem Ruf, so hätte ich wahrscheinlich wieder jede Menge Zeit zum Lesen, aber tatsächlich interessiert mich der Künstler hinter der Musik in der Regel nicht die Bohne. Dass im verlinkten Artikel Besucher von Rammsteinkonzerten, AfD-Wähler und Autofahrer in denselben Topf geschmissen (hier: geschrieben) werden, ist passenderweise von bemerkenswerter Schlichtheit. – Ungeklärt bleibt die Frage, mit welcher Art von Musik sich Ambros Waibel emotional ins gehobene Bürgertum aufschwingt, so dass er von dort oben hinab zwar altväterlich, aber doch sich selbst überschätzend über „Rammstein-Fans“ urteilt. Bestimmt hört er irgendeinen langweiligen Käse mit englischsprachigen Texten. Da geht es zwar auch dauernd ums Bumsen mit Groupies, aber das merkt man ja dann nicht so.
Worum es bei Electric Moon geht, weiß ich im Übrigen gar nicht. Anscheinend um Drogen und/oder einen brennenden Berg oder so.
Guten Morgen.
Was passiert, wenn man Schwarz-Grün wählt? Lange nichts, dann schließt sich die Regierung den Forderungen der AfD an.
Künstliche Intelligenz „informiert“: Das Saarland ist viel kleiner als ein Fußballfeld (und damit als Maßeinheit doch geeignet).
Ein weiterer Supermarkt, diesmal einer in Greifswald, führt eine „stille Stunde“ (Archivversion) ein, in der man beim Einkaufen nicht mit lauter Beschallung und grellem Licht genervt wird. Folgende Fragen: Warum nicht überall und warum nicht jederzeit?
Drei Viertel der Befragten finden die Kirchensteuer unzeitgemäß. Hoffentlich ist es bald legal, aus der Kirche auszutreten, so dass man diese Steuer nicht mehr zahlen muss.
Andererseits, da wir’s gerade mit Meinungsumfragen hatten: Manipulative EU-Meinungsumfrage taugt nicht zur Rechtfertigung der Chatkontrolle. Überraschend stellt sich heraus, dass die führenden Politiker der EU (haha, diese Briten, die wissen ja gar nicht, was ihnen entgeht) auch vor unsauberen Umfragemethoden nicht zurückschrecken, um in eure Smartphones eine Wanze reinzuverpflichten. Was genau war noch mal der Grund dafür, dass Deutschland sich dieser Europäischen Union angeschlossen hat? Freiheit und Demokratie scheinen es jedenfalls nicht gewesen zu sein. Der richtige Zeitpunkt für einen EU-Austritt war immer gestern.
Das gruselige Onlinemagazin „Golem.de“ testete Wassergewehre, die fast so hochgerüstet sind wie richtige Gewehre. Wann werden Spielplätze endlich demilitarisiert (und warum ist das so eskaliert)?
In den Vereinigten Staaten ist es nunmehr möglich, Fernseher auszuleihen. Leihgebühren: Man muss sich Reklame angucken. Eine kurze Umfrage im unmittelbar verfügbaren Bekanntenkreis förderte im Wesentlichen ein „na und?“ zutage. Ich fürchte, der Hinweistext „enthält Werbung“ taugt mittlerweile als Lebensmotto und es ist den Menschen zu egal. Kein Wunder: Wer mit riesigen Firmenlogos auf der Brust durch eine belebte Stadt läuft, kriegt nicht etwa direkt eine Backpfeife, sondern höchstens neidische Blicke. Wann und warum hat die Gesellschaft aufgehört, sich gegen die Allgegenwart außerordentlich ärgerlicher Mitmenschen wie Werbern zu wehren, und wie kriegt man das wieder weg?
Ja (Archivversion), aber …
An Berlins Stadtgrenze läuft offenbar eine Löwin frei herum. Die Polizei ist mit Hubschraubern im Einsatz. Die Behörden warnten die Bevölkerung im Süden der Hauptstadt vor einem „freilaufenden gefährlichen Wildtier“.
… was hat denn die Löwin jetzt damit zu tun?
Das multimediale Wehklagen darüber, dass der skrupellose Disneykonzern in einer Neuverfilmung des Märchens „Schneewittchen“, dessen Titelfigur eine Haut „so weiß wie Schnee“ habe, selbige mit einer eben nicht hellhäutigen Schauspielerin besetzt hat, verstehe ich übrigens nicht; habt ihr euch in letzter Zeit mal den Schnee in einer Großstadt angesehen?

Problem gelöst. (Aber: Geschlecht Nebelhirn.)
Es ist Montach. (Manchmal kommt der Norddeutsche in mir hoch raus. Zur Definition von Norddeutschland vielleicht so viel: es ist nördlich von Bayern.) In der Wikipedia steht, „1989 besuchte Johannes Paul II. Indonesien und das von ihm besetzte Osttimor“. Ich wusste gar nicht, dass der frühere Papst mal ein Land besetzt hat. Hätte ich ihm gar nicht zugetraut. Wieder was gelernt.
Fast richtiger Satz von Radio MK: „Mehr Menschen heißt auch mehr Dreck – im Wasser, auf den Wiesen und auf den Wegen.“ Leider geht es aber doch nur um Gänse, und so ist die Endlösung absehbar. Dabei wäre doch das, was der Natur („dem Klima“) am zuträglichsten wäre, tatsächlich ein deutlicher Rückgang des Menschen; das sieht auch die ansonsten schlimme Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten so und fordert eine „Bevölkerungsreduktion“, was irgendwelche Kolumnisten zu Zeter und Mordio verleitet, denn das kann man ja nicht sagen kann man das nicht. Der Mensch ist dem Menschen immer etwas Besseres, aber das Blatt beginnt sich in eine erbauliche Richtung zu wenden. Mögen wir lange leben und aussterben. – Sie arbeiten ja dran: Im Death Valley herrschen Temperaturen von bis zu 131 °F (in Celsius: echt warm), was hinsichtlich der verlässlichen Aufzeichnungen ein Weltrekord wäre, also pilgern Menschen dorthin. Weil mir partout nicht einfallen mag, welchen anderen Grund jemand dafür haben könnte, vermute ich: um zu sterben. Vorbildlich!
Sich selbst macht der Mensch das Leben indes nicht leichter: Den Platz für den Kopfhöreranschluss (kostet sicher mindestens 5 Marx) möchte man sich sparen, aber immer dickere Kameras passen in so ein Smartphone ja immer noch rein. Lassen wir doch den Bildschirm auch noch weg – was das erst an Platz sparen würde! – Auch Platz spart man im No CSS Club, indem man also seine Websites ohne irgendwas erstellt, was nicht HTML ist. Eine schöne Idee, die ich insbesondere denen gern weiterempfehle, die sich vor allem um SEO und um das Aussehen sorgen. Das Problem habe ich ja zum Beispiel nicht. Meine Websites sind auch mit CSS immer sehr hässlich. Das hat aber einen einfachen Grund: Ich bin einfach echt scheiße in Gestaltungsdingen. Einerseits sollte ich mir wirklich mal mehr Zeit dafür nehmen, hier ein bisschen herumzuoptimieren, andererseits will ich ja seit Jahren von WordPress auf ein besseres System umsteigen und da lohnt sich das jetzt ja eigentlich auch nicht mehr. – Apropos: Die neue Microsoft-Schriftart Bierstadt heißt künftig Aptos, weil der Gestalter dort gern Urlaub macht. Zum Glück kennt und/oder mag er Leinfelden-Echterdingen anscheinend nicht.
Gutes Thema für Rap: Intimverkehr mit Frauen. Gutes Thema für anderweitige Musik: Mailand.
Guten Morgen.
Eine Luxemburger Firma hilft der Tagesschau dabei, in der DDR zu senden. Warum tut die Regierung nichts dagegen‽
Merkwürdig: Bei der „taz“ klingt das irgendwie schöner.
Puh, na „endlich“:
In den Standard Emoji 15.1 sollen wieder einmal neue Emoji aufgenommen werden (…). Neu sind beispielsweise unter den Kandidaten eine Limette, ein Phönix oder ein Kopf, der vertikal geschüttelt wird.
Ebenfalls soll es vier geschlechtsneutrale Familien-Emojis geben, um die Diversität besser widerzuspiegeln.
Schüttle meinen Kopf vertikal.