In den NachrichtenMontagsmusik
Phew – Depth of the Fore­head // Fun­ky Marie­chen

Interessant, erzähl mir mehr.

Es ist Mon­tag. Idee für einen Punk­band­na­men (wohl noch frei): 500 E‑Autos auf ’nem Frach­ter. Feu­ri­ge Büh­nen­show garan­tiert.

Beim Kapi­ta­lis­mus, stell­te ich die­ser Tage anders­wo fest, muss sich die NATO gera­de von Chi­na erklä­ren las­sen, wie er funk­tio­niert: Über­ra­schend stellt sich raus, dass der Rus­se ein pro­fi­ta­bler Han­dels­part­ner ist und, wenn man ihn gehen lässt, halt ande­re den Pro­fit abgrei­fen. Man möch­te fast Mit­leid haben. Als wit­zi­ger Bei­fang des so Her­aus­ge­stell­ten haben For­scher uner­war­tet her­aus­ge­fun­den (All­er­gi­ker­war­nung: „Golem.de“), dass, wenn man sich ohne tech­ni­sche Not­wen­dig­keit, son­dern allein aus kaum ver­brämt natio­na­li­sti­schen Erwä­gun­gen her­aus („die Chi­ne­sen!!!!“) funk­tio­nie­ren­der Infra­struk­tur ent­le­digt, plötz­lich das mobi­le Netz an Zuver­läs­sig­keit ver­liert. Ich rech­ne es den zustän­di­gen Regie­run­gen ja hoch an, dass sie plötz­lich was gegen Über­wa­chung haben, aber war­um immer nur gegen die ande­re?

Welt­geist der Woche: Bei einem Auto namens Funky Cat kann es zu Fun­ken­flug kom­men. Das ist zwar eigent­lich über­haupt nicht lustig, aber ich habe sowohl ein schlich­tes Gemüt als auch mein heu­ti­ges Kaf­fee­soll noch nicht erfüllt. Da fin­de ich immer vie­les lustig.

Wort der Woche: Waf­fen­por­no. Viel fried­li­che­rer, dafür jedoch selt­sa­mer Groo­ve zum Wochen­start: Phew.

Depth Of The Fore­head

Guten Mor­gen.

PersönlichesNerdkrams
Man muss nir­gend­wo „sein“.

Ein ver­mut­lich bereits alter Witz, den ich gleich­wohl erst­mals auf Twit­ter gele­sen hat­te, geht unge­fähr wie folgt: Zwei Men­schen unter­hal­ten sich, es fragt der eine: „Was machst du am Wochen­en­de?“. Erschrocken fragt der ande­re: „Ich muss da was machen?“. Das ist lustig, weil es stimmt.

Ich muss gar nix außer schla­fen, trin­ken, atmen und ficken
und so pünkt­lich, wie es geht, mei­ne Steu­er abschicken.
(Gross­stadt­ge­flü­ster: Ich muss gar nix)

Selbst das mor­gend­li­che Auf­ste­hen hat das Virus ja in eini­gen Bran­chen weit­ge­hend zur Opti­on hoch­ge­stuft. Man muss das Bett nicht mehr ver­las­sen, um „im Büro“ zu sein, jedoch hat man dann statt eines oder meh­re­rer fan­ta­sti­scher ande­rer Per­so­nen nur sein Büro im Bett. Ob das nun unbe­dingt bes­ser ist, möge selbst her­aus­ge­fun­den wer­den.

Weil die­ses Twit­ter aber inzwi­schen völ­lig ent­kernt und geXt wird, „müs­se“ man doch woan­ders ange­mel­det sein, teilt die Welt­öf­fent­lich­keit ein­an­der unge­fragt mit und hängt zumeist die Infor­ma­ti­on an, wo (und sowie­so: unter Zuhil­fe­nah­me wel­cher Zugangs­mit­tel) die­ses „woan­ders“ denn der­zeit statt­zu­fin­den habe. Ich emp­fin­de es als ja gewöhn­lich, dass Men­schen eine Ernäh­rung, ein Betriebs­sy­stem, eine Reli­gi­on, eine Par­tei, eine Sexua­li­tät und/oder ein sozia­les Netz­werk haben, aber war­um infor­mie­ren sie ein­an­der dar­über, ohne dass sie über­haupt danach gefragt wur­den? – Es kann dar­an lie­gen, dass sie Gesprä­che nur noch als asyn­chro­ne Mono­lo­ge ver­ste­hen. So funk­tio­niert Kom­mu­ni­ka­ti­on im Digi­ta­len: Man plap­pert eben drauf­los.

‘Man muss nir­gend­wo „sein“.’ wei­ter­le­sen »

In den NachrichtenMontagsmusik
Elec­tric Moon – Bur­ning Bat­ten­berg // Emo­tio­nal ver­ramm­steint.

Popo.Es ist Mon­tag. Super RTL wird zu RTL Super, aber Mon­tag heißt immer noch nicht Tag­mond. Dar­auf ein Tee­eis.

Gute Nach­rich­ten, Putin ist so gut wie besiegt: Polen lässt eine rus­si­sche Ten­nis­spie­le­rin nicht ein­rei­sen. Wenn das den Krieg nicht been­det, dann weiß ich auch nicht wei­ter. – Eine bemer­kens­wer­te Stu­die wur­de mir unter­des­sen aus Neu­see­land bekannt gemacht: Kif­fen rich­te mehr Scha­den an als Kok­sen. Ich möch­te damit nichts mit­tei­len, was ich nicht schon mal geschrie­ben hät­te, jedoch stel­le ich zumin­dest fest, wie gut das alles ins Bild passt.

Die gewohnt beäng­sti­gen­de „taz“ lässt unter­des­sen einen Herrn mit dem trotz­dem groß­ar­ti­gen Namen Ambros Waibel („taz2-Redak­teur“ – um Him­mels Wil­len, es gibt zwei davon?), der mir prompt als Recht­schreib­feh­ler mar­kiert wird, Musik­hö­rer patho­lo­gi­sie­ren: „Ramm­stein-Fans“ näm­lich, so heißt es dort, sei­en mit „ihrer emo­tio­na­len Ver­wahr­lo­sung“ zwar in einer Min­der­heit, aber „kei­nes­wegs allein“. Nun bin ich aus den neue­ren Alben von Ramm­stein raus­ge­wach­sen, aus ihrem ein­sti­gen Neu­ar­ti­gen („Her­ze­leid“) ohne­hin, und inso­fern selbst kein „Ramm­stein-Fan“, jedoch erscheint mir die­ses Urteil auf zu Bana­lem begrün­det. Auch fürch­ter­li­che Men­schen mögen gute Musik (was auch immer man im momen­ta­nen Fei­er­zu­stand dar­un­ter ver­steht) hören und/oder spie­len. Hör­te ich nur Musik von Men­schen von ein­wand­frei­em Ruf, so hät­te ich wahr­schein­lich wie­der jede Men­ge Zeit zum Lesen, aber tat­säch­lich inter­es­siert mich der Künst­ler hin­ter der Musik in der Regel nicht die Boh­ne. Dass im ver­link­ten Arti­kel Besu­cher von Ramm­stein­kon­zer­ten, AfD-Wäh­ler und Auto­fah­rer in den­sel­ben Topf geschmis­sen (hier: geschrie­ben) wer­den, ist pas­sen­der­wei­se von bemer­kens­wer­ter Schlicht­heit. – Unge­klärt bleibt die Fra­ge, mit wel­cher Art von Musik sich Ambros Waibel emo­tio­nal ins geho­be­ne Bür­ger­tum auf­schwingt, so dass er von dort oben hin­ab zwar alt­vä­ter­lich, aber doch sich selbst über­schät­zend über „Ramm­stein-Fans“ urteilt. Bestimmt hört er irgend­ei­nen lang­wei­li­gen Käse mit eng­lisch­spra­chi­gen Tex­ten. Da geht es zwar auch dau­ernd ums Bum­sen mit Grou­pies, aber das merkt man ja dann nicht so.

Wor­um es bei Elec­tric Moon geht, weiß ich im Übri­gen gar nicht. Anschei­nend um Dro­gen und/oder einen bren­nen­den Berg oder so.

Elec­tric Moon-Bur­ning Bat­ten­berg

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 21. Juli 2023

Was pas­siert, wenn man Schwarz-Grün wählt? Lan­ge nichts, dann schließt sich die Regie­rung den For­de­run­gen der AfD an.


Künst­li­che Intel­li­genz „infor­miert“: Das Saar­land ist viel klei­ner als ein Fuß­ball­feld (und damit als Maß­ein­heit doch geeig­net).


Ein wei­te­rer Super­markt, dies­mal einer in Greifs­wald, führt eine „stil­le Stun­de“ (Archiv­ver­si­on) ein, in der man beim Ein­kau­fen nicht mit lau­ter Beschal­lung und grel­lem Licht genervt wird. Fol­gen­de Fra­gen: War­um nicht über­all und war­um nicht jeder­zeit?


Drei Vier­tel der Befrag­ten fin­den die Kir­chen­steu­er unzeit­ge­mäß. Hof­fent­lich ist es bald legal, aus der Kir­che aus­zu­tre­ten, so dass man die­se Steu­er nicht mehr zah­len muss.


Ande­rer­seits, da wir’s gera­de mit Mei­nungs­um­fra­gen hat­ten: Mani­pu­la­ti­ve EU-Mei­nungs­um­fra­ge taugt nicht zur Recht­fer­ti­gung der Chat­kon­trol­le. Über­ra­schend stellt sich her­aus, dass die füh­ren­den Poli­ti­ker der EU (haha, die­se Bri­ten, die wis­sen ja gar nicht, was ihnen ent­geht) auch vor unsau­be­ren Umfra­ge­me­tho­den nicht zurück­schrecken, um in eure Smart­phones eine Wan­ze rein­zu­ver­pflich­ten. Was genau war noch mal der Grund dafür, dass Deutsch­land sich die­ser Euro­päi­schen Uni­on ange­schlos­sen hat? Frei­heit und Demo­kra­tie schei­nen es jeden­falls nicht gewe­sen zu sein. Der rich­ti­ge Zeit­punkt für einen EU-Aus­tritt war immer gestern.


Das gru­se­li­ge Online­ma­ga­zin „Golem.de“ teste­te Was­ser­ge­weh­re, die fast so hoch­ge­rü­stet sind wie rich­ti­ge Geweh­re. Wann wer­den Spiel­plät­ze end­lich demi­li­ta­ri­siert (und war­um ist das so eska­liert)?


In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten ist es nun­mehr mög­lich, Fern­se­her aus­zu­lei­hen. Leih­ge­büh­ren: Man muss sich Rekla­me angucken. Eine kur­ze Umfra­ge im unmit­tel­bar ver­füg­ba­ren Bekann­ten­kreis för­der­te im Wesent­li­chen ein „na und?“ zuta­ge. Ich fürch­te, der Hin­weis­text „ent­hält Wer­bung“ taugt mitt­ler­wei­le als Lebens­mot­to und es ist den Men­schen zu egal. Kein Wun­der: Wer mit rie­si­gen Fir­men­lo­gos auf der Brust durch eine beleb­te Stadt läuft, kriegt nicht etwa direkt eine Back­pfei­fe, son­dern höch­stens nei­di­sche Blicke. Wann und war­um hat die Gesell­schaft auf­ge­hört, sich gegen die All­ge­gen­wart außer­or­dent­lich ärger­li­cher Mit­men­schen wie Wer­bern zu weh­ren, und wie kriegt man das wie­der weg?

In den Nachrichten
Homo homi­ni leo est.

Ja (Archiv­ver­si­on), aber …

An Ber­lins Stadt­gren­ze läuft offen­bar eine Löwin frei her­um. Die Poli­zei ist mit Hub­schrau­bern im Ein­satz. Die Behör­den warn­ten die Bevöl­ke­rung im Süden der Haupt­stadt vor einem „frei­lau­fen­den gefähr­li­chen Wild­tier“.

… was hat denn die Löwin jetzt damit zu tun?

Sonstiges
Kurz ange­merkt zu Schnee­witt­chen

Das mul­ti­me­dia­le Weh­kla­gen dar­über, dass der skru­pel­lo­se Dis­ney­kon­zern in einer Neu­ver­fil­mung des Mär­chens „Schnee­witt­chen“, des­sen Titel­fi­gur eine Haut „so weiß wie Schnee“ habe, sel­bi­ge mit einer eben nicht hell­häu­ti­gen Schau­spie­le­rin besetzt hat, ver­ste­he ich übri­gens nicht; habt ihr euch in letz­ter Zeit mal den Schnee in einer Groß­stadt ange­se­hen?

In den NachrichtenMontagsmusik
Furor Gal­li­co – Med­hel­an // Tour­hit­zi­ge Tou­ri­sten

Naja, Frühstück.Es ist Montach. (Manch­mal kommt der Nord­deut­sche in mir hoch raus. Zur Defi­ni­ti­on von Nord­deutsch­land viel­leicht so viel: es ist nörd­lich von Bay­ern.) In der Wiki­pe­dia steht, „1989 besuch­te Johan­nes Paul II. Indo­ne­si­en und das von ihm besetz­te Ost­ti­mor“. Ich wuss­te gar nicht, dass der frü­he­re Papst mal ein Land besetzt hat. Hät­te ich ihm gar nicht zuge­traut. Wie­der was gelernt.

Fast rich­ti­ger Satz von Radio MK: „Mehr Men­schen heißt auch mehr Dreck – im Was­ser, auf den Wie­sen und auf den Wegen.“ Lei­der geht es aber doch nur um Gän­se, und so ist die End­lö­sung abseh­bar. Dabei wäre doch das, was der Natur („dem Kli­ma“) am zuträg­lich­sten wäre, tat­säch­lich ein deut­li­cher Rück­gang des Men­schen; das sieht auch die anson­sten schlim­me Vize­prä­si­den­tin der Ver­ei­nig­ten Staa­ten so und for­dert eine „Bevöl­ke­rungs­re­duk­ti­on“, was irgend­wel­che Kolum­ni­sten zu Zeter und Mor­dio ver­lei­tet, denn das kann man ja nicht sagen kann man das nicht. Der Mensch ist dem Men­schen immer etwas Bes­se­res, aber das Blatt beginnt sich in eine erbau­li­che Rich­tung zu wen­den. Mögen wir lan­ge leben und aus­ster­ben. – Sie arbei­ten ja dran: Im Death Val­ley herr­schen Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu 131 °F (in Cel­si­us: echt warm), was hin­sicht­lich der ver­läss­li­chen Auf­zeich­nun­gen ein Welt­re­kord wäre, also pil­gern Men­schen dort­hin. Weil mir par­tout nicht ein­fal­len mag, wel­chen ande­ren Grund jemand dafür haben könn­te, ver­mu­te ich: um zu ster­ben. Vor­bild­lich!

Sich selbst macht der Mensch das Leben indes nicht leich­ter: Den Platz für den Kopf­hö­rer­an­schluss (kostet sicher min­de­stens 5 Marx) möch­te man sich spa­ren, aber immer dicke­re Kame­ras pas­sen in so ein Smart­phone ja immer noch rein. Las­sen wir doch den Bild­schirm auch noch weg – was das erst an Platz spa­ren wür­de! – Auch Platz spart man im No CSS Club, indem man also sei­ne Web­sites ohne irgend­was erstellt, was nicht HTML ist. Eine schö­ne Idee, die ich ins­be­son­de­re denen gern wei­ter­emp­feh­le, die sich vor allem um SEO und um das Aus­se­hen sor­gen. Das Pro­blem habe ich ja zum Bei­spiel nicht. Mei­ne Web­sites sind auch mit CSS immer sehr häss­lich. Das hat aber einen ein­fa­chen Grund: Ich bin ein­fach echt schei­ße in Gestal­tungs­din­gen. Einer­seits soll­te ich mir wirk­lich mal mehr Zeit dafür neh­men, hier ein biss­chen her­um­zu­op­ti­mie­ren, ande­rer­seits will ich ja seit Jah­ren von Word­Press auf ein bes­se­res System umstei­gen und da lohnt sich das jetzt ja eigent­lich auch nicht mehr. – Apro­pos: Die neue Micro­soft-Schrift­art Bier­stadt heißt künf­tig Aptos, weil der Gestal­ter dort gern Urlaub macht. Zum Glück kennt und/oder mag er Lein­fel­den-Ech­ter­din­gen anschei­nend nicht.

Gutes The­ma für Rap: Intim­ver­kehr mit Frau­en. Gutes The­ma für ander­wei­ti­ge Musik: Mai­land.

Furor Gal­li­co – Med­hel­an

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
💩 (12)

Puh, na „end­lich“:

In den Stan­dard Emo­ji 15.1 sol­len wie­der ein­mal neue Emo­ji auf­ge­nom­men wer­den (…). Neu sind bei­spiels­wei­se unter den Kan­di­da­ten eine Limet­te, ein Phö­nix oder ein Kopf, der ver­ti­kal geschüt­telt wird.

Eben­falls soll es vier geschlechts­neu­tra­le Fami­li­en-Emo­jis geben, um die Diver­si­tät bes­ser wider­zu­spie­geln.

Schütt­le mei­nen Kopf ver­ti­kal.