Nerdkrams
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Beson­ders auf­pas­sen auf „hei­se online“!

Die Echt­welt­nut­zung von Java­Script hat inzwi­schen eine Qua­li­tät erreicht, die sogar das ehe­ma­li­ge EDV-Fach­ma­ga­zin „hei­se online“ dazu ver­lei­tet, vor all­zu umständ­li­chem Java­Script zu war­nen.

Außer­dem müs­se beson­ders auf­ge­passt wer­den, wenn Quell­text absicht­lich schwer zu durch­schau­en oder gar nicht für Men­schen les­bar sei.

Der Arti­kel, um den es geht, bin­det 24 Java­Script-Datei­en (ohne akti­vier­te Rekla­me­blocka­de viel­leicht noch mehr) ein, von denen eine so beginnt:

JS auf heise.de

Kei­ne wei­te­ren Fra­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Hoff­nung Dexit (15): Die SPD will mei­ne Brie­fe lesen, aber ihre eige­nen nicht mehr.

Wäh­rend die Bun­des­re­gie­rung – bald ist ja wie­der Fuß­ball – momen­tan dar­an arbei­tet, daten­schutz­af­fi­nen Bür­gern (also sol­chen, die nicht fort­wäh­rend ein Smart­phone mit sich her­um­tra­gen, viel­leicht nicht mal eines besit­zen) das Leben rechts­si­cher zu füh­ren wei­ter­hin zu erschwe­ren, ist die beste Euro­päi­sche Uni­on, die man für Geld kau­fen kann, voll damit beschäf­tigt, den Regier­ten zu signa­li­sie­ren, dass die geplan­te „Chat­kon­trol­le“ – also die legal zu schaf­fen­de Mög­lich­keit, sicher ver­schlüs­sel­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­hin­dern; sie­he zuvor – nur die Bösen zu fan­gen hilft und kei­ner­lei uner­wünsch­te Neben­ef­fek­te auf­weist:

Nach­dem (sic! A.d.V.) neue­sten (…) Gesetz­ent­wurf zur Chat­kon­trol­le (…) wol­len die EU-Innen­mi­ni­ster Accounts der Ange­hö­ri­gen von Sicher­heits­be­hör­den wie Geheim­dien­ste, Poli­zei und Mili­tär von der geplan­ten Chat­kon­trol­le aus­neh­men (…).

Damit sind die Bösen indes schon mal in Sicher­heit, möch­te mir schei­nen.

Kann ich die Nach­tei­le eines EU-Aus­tritts noch mal sehen?

MontagsmusikNetzfundstücke
Mine­rall – Bügeln/Unerforscht // mail­to ist ver­bo­ten

Zeit für einen Morgenspaziergang. (Quelle: https://twitter.com/somesay/status/1778918193773379988/photo/1)

Es ist Mon­tag. Nach­rich­ten aus Isra­el: Es gibt wie­der Gra­tis­mei­nun­gen für alle. Ist es nicht furcht­bar lang­wei­lig, die Welt in Gut und Böse zu tei­len?

„http“ ste­he „vor jeder Inter­net-Adres­se“, ent­neh­me ich einer Publi­ka­ti­on – eine loka­le Kopie der Datei liegt vor, Urhe­ber­rechts­fra­gen sind jedoch unge­klärt – des Bun­des Deut­scher Kri­mi­nal­be­am­ter. Wenn die von „ftp“, „gopher“, „nntp“ und nicht zuletzt „https“ erfah­ren, implo­diert bestimmt irgend­was.

Das Wort „umswit­chen“ ist einer die­ser Begrif­fe, an deren Ver­wen­dung man zuver­läs­sig Men­schen erkennt, mit denen man nicht zu Mit­tag essen möch­te. – Apro­pos Spra­che: Einer­seits woll­te ich gestern im Rah­men einer Whis­ky­re­zen­si­on „In der Nase habe ich fri­sches Stein­obst“ schrei­ben, ande­rer­seits konn­te ich das lei­der nicht zu Ende for­mu­lie­ren, weil ich jedes Mal, wenn ich den Text wie­der öff­ne, mir gluck­send vor­stel­len muss, wie ich tat­säch­lich fri­sches Stein­obst in der Nase habe.

Auch frisch: Musik.

Mine­rall – Bügeln/Unerforscht

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Ass­an­ges fünf Jah­re und ein Tag

Jubi­lä­um, das ich ver­passt habe: Gestern vor fünf Jah­ren wur­de Juli­an Assan­ge zwecks Ver­tei­di­gung der west­li­chen Wer­te in einen bri­ti­schen Fol­ter­knast gewor­fen, damit er auf­hört mit dem Jour­na­lis­mus.

Das Pro­blem mit Russ­land war jetzt noch mal wel­ches genau?

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 10. April 2024

Com­pu­ter­pro­blem der Woche: Das WLAN funk­tio­niert nur, wenn es reg­net.


Wer Kor­rup­ti­on will, der muss CDU wäh­len. Die rechts­po­pu­li­sti­sche SPD hat der­weil ver­lo­ren: Kei­ne Vor­rats­da­ten­spei­che­rung bis auf Wei­te­res. Dan­ke, FDP. (Muss man ja auch mal sagen.)


Goog­le so: Chro­me ist kein siche­rer Brow­ser. Nie­mand ist über­rascht.


Deutsch­land: Wo man zum Leben gezwun­gen wird.


Wo wart ihr, als Kurt Cobain starb?

In den NachrichtenMontagsmusik
Mr Bison – Child Of The Night Sky // Die Über­po­pu­la­ti­on der Ande­ren

Kuckuck!

Es ist Mon­tag. Kur­ze Durch­sa­ge aus der Bun­des­tags­frak­ti­on der Grü­nen: Die Wahr­heit ist eine Lüge, wenn sie den Deut­schen ver­ra­ten wird. Mein Kopf ist ein Karus­sell und es hat lusti­ge Melo­dien.

Lie­gen­ge­blie­be­ne Poin­te von der Zeit­um­stel­lung: Die Drei­fach­be­la­stung Kinder/Haushalt/Uhrenumstellen ist Frau­en kaum zuzu­mu­ten. Femi­nis­mus heißt auch, sich gegen die Som­mer­zeit ein­zu­set­zen. Anna­le­na Baer­bock, hilf! – Apro­pos: „Wehr­wil­le“ ist ein Wort, das zu lesen ich in die­sem Leben nicht mehr vor­hat­te, aber wir krie­gen ja nicht immer alle, was wir wol­len. (War­um sind 130.000 Ele­fan­ten eigent­lich „Über­po­pu­la­ti­on“, aber 8 Mil­li­ar­den Men­schen nicht?)

Trink­spiel (lebens­ge­fähr­lich): Wenn ein Medi­um eurer Wahl über ein The­ma jeg­li­cher Art berich­tet wird, jedes Mal einen Schnaps trin­ken, wenn an einer erwähn­ten Per­son das Alter dran­steht, aber es für die Mel­dung völ­lig uner­heb­lich ist, wie alt die Per­son ist. Prost. – Zum The­ma Medi­en­be­rich­te noch was Aktu­el­les: Bei Boe­ing fällt dau­ernd was run­ter. Gute Rei­se.

Dazu ein Lied über den Nacht­him­mel, weil’s halt passt (und gute Musik ist).

MR.BISON – Child Of The Night Sky // HEAVY PSYCH SOUNDS RECORDS

Guten Mor­gen.

ComputerMir wird geschlechtNetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 5. April 2024

Hin­rei­chen­de mora­li­sche Ein­schät­zung des Nah­ost­kon­flikts: „Hel­den­haf­te Pilo­ten der israe­li­schen Streit­kräf­te haben in die­ser Woche einen ent­schei­den­den Sieg im Kampf gegen inter­na­tio­na­le Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen errun­gen.“


Wahr­schein­lich könn­ten die ein­schlä­gi­gen Medi­en mit dem Umstand, dass ihnen ein Online­ma­ga­zin die Recher­che­lor­bee­ren für das Freikla­gen der RKI-Pro­to­kol­le genüss­lich weg­ge­fut­tert hat, auch anders umge­hen als der­ge­stalt, dass sie dem ver­meint­lich rechts­rech­ten Rechts­na­zi­rechts­ma­ga­zin, das es gewagt hat, bes­se­ren Jour­na­lis­mus zu lei­sten als sie selbst, aller­lei Geschmack­lo­ses an den Kopf knal­len. Machen sie aber nicht.


Apro­pos ein­schlä­gi­ge Medi­en; „SPIEGEL ONLINE“ (will nicht mehr ver­linkt wer­den) so:

Der deut­sche Schach-Bun­des­trai­ner Jan Gustafs­son arbei­tet beim Kan­di­da­ten­tur­nier in Toron­to für den rus­si­schen WM-Kan­di­da­ten Jan Nep­omnjascht­schi. (…) Der Prä­si­dent des nie­der­säch­si­schen Schach­ver­bands schrieb dar­auf­hin bei X eine empör­te Nach­richt an Gustafs­son: »Ich gehe davon aus, dass Du weißt, was Du da tust!?«

Inter­es­sier­te Fra­ge mei­ner­seits: Weiß „SPIEGEL ONLINE“, was es da tut?


Die welt­weit viel­leicht fünf Leu­te, die uniro­nisch das wirk­lich schreck­li­che Pro­gramm Git nut­zen, um sich zu mer­ken, was zur Höl­le sie eigent­lich in ihrem eige­nen Code ange­stellt haben, haben eine neue Mög­lich­keit geschaf­fen, um die eklig­sten Unzu­läng­lich­kei­ten von Git her­um­zu­ar­bei­ten, las ich amü­siert bei Chris Coy­ier. Fra­ge: War­um nicht ein­fach ein weni­ger beklopp­tes Ver­si­ons­kon­troll­sy­stem nut­zen?


Hor­ror­ge­schich­te der Woche: Sie wün­schen sich das Ende des Man­nes. Dann sind sie mit einem Jun­gen schwan­ger.

In den NachrichtenWirtschaft
Trotz­dem nicht Tay­lor Swift essen

2023, schreibt der „Guar­di­an“, sei ein „tol­les Jahr“ für rei­che Leu­te gewe­sen; inner­halb des letz­ten Jah­res sei­en allein 141 neue Mil­li­ar­dä­re, dar­un­ter Tay­lor Swift, vom Him­mel gefal­len bzw. haben sich ihren Reich­tum ehr­lich erar­bei­tet oder so ähn­lich.

Nun jedoch „Eat the rich!“ zu skan­die­ren und dabei ver­schmitzt ein Bild von Tay­lor Swift anzu­stie­ren ist sicher­lich eine fei­ne, weil mehr­schich­ti­ge Poin­te, doch ver­spricht sie eine Lösung für das fal­sche Pro­blem. Kein ein­zi­ges eurer Pro­ble­me liegt dar­in begrün­det, dass es Men­schen gibt, die viel besit­zen. Den Rei­chen etwas weg­zu­neh­men füllt den Armen noch nicht den Kühl­schrank.

Des­sen unge­ach­tet: In einer bes­se­ren Welt wäre der Besitz Ein­zel­ner nicht mal eine Fuß­no­te wert.

In den Nachrichten
ZDF-Scheiß­dreck zum Welt­au­tis­mus­tag 2024

Dr. Ant­je Mey, Sozi­al­päd­ia­tri­sches Zen­trum, Städ­ti­sches Kli­ni­kum Braun­schweig, schlägt vor (Archiv­ver­si­on):

Das Wich­tig­ste sind Ritua­le und ein immer gleich­blei­ben­der Tages­ab­lauf, mög­lichst ohne irgend­wel­che stö­ren­den oder beson­de­ren Ein­flüs­se. Dann lässt sich ein Mensch mit Autis­mus wirk­lich sehr gut füh­ren.

Der erste Satz stimmt. Der zwei­te Satz ist eine Unver­schämt­heit. Wer das nicht ver­steht, den füh­re ich gern mal sehr gut. Wel­che Lei­ne darf es sein?

Beim Scheiß­dreck­ver­zap­fen lässt sich Arti­kel­au­to­rin Anja Braun­warth von MEINEN Gebühren!!1! frei­lich nicht lum­pen und setzt selbst noch einen drauf:

Der Umgang mit Gleich­alt­ri­gen kann schon im Vor­schul­al­ter geübt wer­den.

Wo‘s doch die Gleich­alt­ri­gen sind, die den Umgang mit Auti­sten üben soll­ten. Für‘s Pro­to­koll viel­leicht noch Fol­gen­des: Ich hal­te Gleich­alt­ri­ge für gru­se­lig, Jün­ge­re für anstren­gend und Älte­re für schwie­rig. Mit ande­ren Auti­sten geht’s aber meist. Das wird mit mehr Übung kei­nes­falls „bes­ser“. Nur anders schlimm.

Sie the­ra­pie­ren die Fal­schen.

In den NachrichtenMontagsmusikComputer
Traum – Kat­aba­sis // War­um kei­ne Frie­dens­grund­last?

Montagsgetätschel

Es ist Mon­tag. Die bei­den hie­si­gen gro­ßen christ­li­chen Kir­chen fin­den es nicht gut, wenn ihre Bedien­ste­ten sich in der AfD enga­gier­ten, weil die­se „ver­fas­sungs­recht­lich frag­wür­di­ge Posi­tio­nen“ ein­neh­me. Fol­ge­rich­tig soll­te man ver­mut­lich aus bei­dem aus­tre­ten, aber fol­ge­rich­ti­ges Han­deln war die Sache der Kir­che noch nie.

War­um man frem­der Open-Source-Soft­ware genau so weit trau­en soll­te, wie man sie wer­fen kann, zeigt der Fall xz-utils, der sich unge­fähr so zusam­men­fas­sen lässt: Ein Pseud­ony­mus hat sich in ein unter schlech­ten Betriebs­sy­ste­men (illu­mos und BSD sind nicht betrof­fen) ver­wen­de­tes Biblio­theks­pro­jekt ein­ge­bracht und so letzt­lich unter Dul­dung des Pro­jekt­lei­ters irgend­wel­che Hin­ter­tü­ren ein­bau­en kön­nen, deren Aus­wir­kun­gen sehr ärger­lich für Men­schen sind, die einen mit einem schlech­ten Betriebs­sy­stem betrie­be­nen Ser­ver ver­wal­ten müs­sen. Anders­wo fand man her­aus, dass man die schie­re Blöd­heit von „Pro­gram­mie­rern“, die sich ihren Code von irgend­wel­chen „künst­li­chen Intel­li­gen­zen“ gene­rie­ren las­sen, nut­zen kann, um ihnen auf ande­rem Wege Schad­soft­ware zukom­men zu las­sen. Die Men­schen sind zu blöd für Com­pu­ter gewor­den. Man soll­te sie ihnen weg­neh­men. (Wer hier „sie“ und wer „ihnen“ ist, über­las­se ich der Fan­ta­sie des Lesers.)

Apro­pos Weg­neh­men: Trotz des Man­gels an Ster­be­freu­de im ein­fa­chen Volk hät­te Tho­mas Gott­schild, Geschäfts­füh­rer des Rüstungs­kon­zerns MBDA und somit eine außer­or­dent­lich unan­ge­neh­me Per­son, über die Posi­ti­ves zu sagen die Fak­ten­la­ge schlicht nicht her­gibt, gern eine „Grund­last“ (Archiv­ver­si­on) an Kriegs­ge­rät im Land, wegen der Arbeits­plät­ze. Ich per­sön­lich habe ja lie­ber weni­ger Tote als mehr Arbeits­plät­ze, aber ich ver­die­ne mein Geld ja auch nicht mit Din­gen, die mög­lichst effi­zi­ent Men­schen umbrin­gen sol­len.

Lei­der ver­die­ne ich auch nicht mein Geld mit: Musik.

Kat­aba­sis

Guten Mor­gen.