Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euer PackageKit!
Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euer PackageKit!
Wenn ich zwei Binsenweisheiten über Technologiepolitik abschaffen könnte, wäre die andere: „Wenn du nicht für das Produkt bezahlst, bist du das Produkt.“ Anständige Behandlung ist kein Bonusprogramm für Kunden, und die „Abstimmung mit dem Geldbeutel“ funktioniert nur, wenn man ein Milliardär ist, dessen Geldbeutel dicker ist als alle anderen Geldbeutel zusammengenommen.
(Aus dem Englischen übersetzt.)
„tagesschau“ (Archivversion):
Die EU-Kommission will Kinder im Internet künftig besser schützen und setzt dabei auf eine europaweite App für die Altersverifikation.
Auch „tagesschau“ (Archivversion):
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist Opfer eines Phishing-Angriffs gegen Nutzerinnen und Nutzer des Messengerdienstes Signal geworden. (…) Offenbar geben sich die Angreifer als Support-Team des Messengerdienstes aus und treten dann direkt über eine Chatnachricht mit ihrer Zielperson in Kontakt. Über eine angebliche Sicherheitswarnung bringen sie die Betroffenen dazu, ihren privaten Sicherheits-PIN zu übermitteln.
Gibt es eigentlich schon eine App, mit der die EU-Kommission die Internetrentner davon abhalten will, jedem Hansfranz die eigenen Passwörter in die Hand zu drücken und hinterher für die Folgen der eigenen Doofheit den Russen zu beschuldigen?
(Diese Menschen, die fortwährend den Zeitungen was von diesem unsicheren Internet erzählen wollen: sie sind es, die das Internet unsicher machen.)
So sah Braunschweig, heute in Niedersachsen, 1944 aus, nachdem und weil es sich klar zur Industrie, zur Wehrmacht, zur Verteidigungs- und Rüstungsindustrie bekannt hatte:
Warum trotzdem nicht jemand mal den niedersächsischen Ministerpräsidenten von ausgerechnet der SPD auf der Hannover-Messe („Hannover Messe“) sanft darauf hingewiesen hat, dass Deutschland und Militär eine historisch schwierige Kombination miteinander bilden, bevor oder (spätestens) während er sagte (Archivversion), …
«Niedersachsen bekennt sich klar zur Industrie, bekennt sich klar zur Bundeswehr, bekennt sich klar zur Verteidigungs- und Rüstungsindustrie», sagte der SPD-Politiker auf der Hannover Messe.
… gehört zu den großen Geheimnissen der politischen Kommunikation unserer Zeit, fürchte ich.
In weiteren Nachrichten: Das Vereinigte Königreich verbietet Tabak. Das wird sicher ein großer Erfolg.
Nach allem, was ich bisher von und über Menschen gehört, gesehen und gelesen habe, die das Zwiegespräch mit einem stochastischen Papagei („KI“) für wertvolle Arbeit halten und dabei stolz wie Oskar bzw. Bolle verkünden, dass sie ja selbst gar nicht so viel selbst verstehen und daher zu leisten imstande sein wollen, weil sie ja nur noch wissen müssen, wie sie dem Computer am besten mitteilen können, wie er ihnen die Arbeit möglichst effizient abnehmen kann, was dann unter anderem zur Folge hat, dass sie einen ganzen Arbeitstag dafür verplempern, einen prompt zu designen, an dessen Ende etwas herauskommt, was für einen einigermaßen fachlich interessierten Entwickler vielleicht eine Stunde Arbeit (mit Optimierungen und Dokumentation) wäre, bin ich guter Dinge, dass dieser stochastische Papagei („KI“) tatsächlich einigen Menschen den Arbeitsplatz nehmen wird; und zwar ausschließlich denjenigen Menschen, die diesen Arbeitsplatz von vornherein niemals hätten bekommen dürfen.
Erinnert ihr euch an die Reiseschreibmaschine mit Gentoo von Januar? Die hat nur bis Mitte April überlebt.
‘NetBSD, meine Reiseschreibmaschine’ weiterlesen »
Bundeszentrale für politische Bildung:
Ziel der F. [Fünfprozentklausel, A.d.V.] ist es, der Zersplitterung der Volksvertretungen durch kleine und Kleinstparteien und den damit verbundenen internen Konflikten entgegenzuwirken.
Derweil München (Archivversion):
Nach dem Platzen der Koalitionsgespräche mit Volt spricht Münchens neu gewählter OB Krause nun neben der SPD auch mit FDP und Freien Wählern. (…) Vergangene Woche waren Gespräche zwischen Grünen, Rosa Liste, SPD und Volt geplatzt.
Ab wie vielen Parteien ist das jetzt eigentlich ein Problem?
Es ist Montag. Junge Menschen, lese ich im Internet, seien ohne Religion psychisch gestörter als mit ihr. Das sagt freilich über die Religion weniger aus als über die jungen Menschen und/oder diejenigen, die irgendwelche Studien vorlesen und das mit Journalismus verwechseln, ist aber ohne weiteren Kontext ein so unterhaltsamer Gedanke, dass ich ihn diesen Tag beginnen lasse.
Wer schreibt eigentlich in der EU die Gesetzestexte? Na, Microsoft natürlich. Haha, diese Briten mit ihrem Brexit. Die wissen ja gar nicht, was ihnen entgeht. (So was zum Beispiel.)
Versehentlich festgestellt bzw. erfahren: Ich bin jetzt in dem Alter, in dem ich das wenigstens in den 80ern zwischen musikalischer Lavalampe und sediertem Techno anzusiedelnde Synthesizergeblubber von Tangerine Dream und Artverwandten für interessant statt für – wie zuvor – schrecklich ermüdend halte. Bisschen früh für die Rente, aber ich habe mir das ja auch nicht ausgesucht.
Guten Morgen.
Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen.
Walter Ulbricht
(Ich verstehe die Begeisterung für die Dame mit jeder Liedzeile, die man mir angedeihen lässt, noch weniger, was ja wenigstens mathematisch überrascht.)
Das ZDF (Archivversion) witzelt von MEINEN Gebühren!11!!1:
In Brandenburg entsteht eine neue Cloud-Infrastruktur von Amazon, um europäische Unternehmen unabhängiger von US-Anbietern zu machen.
Diese digitale Unabhängigkeit, von der jeden Monat das halbe deutsche Internet quatscht: so sieht sie tatsächlich aus.
(via)
Wunder der Wissenschaft: Computer haben jetzt Atemprobleme. Da haben sich die Investitionen in diese „KI“-„Zukunft“ ja schon jetzt ordentlich gelohnt.
„Komm, Schatz! Wir machen Putzurlaub in Berlin!“
(Ist eigentlich noch was von Berlin übrig, wenn der Dreck weg ist?)
Ich möchte die rechtliche Komponente an dieser Stelle gar nicht bewerten, denn die ist ziemlich eindeutig; aber ob – glaubt man den von mir gefundenen Quellen – in Zeiten von Internet und unbeobachtetem iPad-Glotzen unter der Bettdecke das (hoffentlich) begleitende und kommentierende Zeigen von wenigstens leidlich ästhetischen Blümchensexbildchen in einer Klasse voller Neuntklässler selbige jetzt schwer traumatisiert, so dass dringend Konsequenzen gezogen werden müssen… nun, auch das möchte ich an dieser Stelle gar nicht bewerten. (Ein bedeutsames Problem mit der Moral ist ja, dass jeder eine hat.)
Faszinierendes aus der Welt der Normen: Das Linsensuppenrezept in DIN 44550 wurde zurückgezogen, aktuell gültig ist nur noch das Pfannkuchenrezept aus EN 60350–2. Ist immerhin Deutschland hier. (via)
Die „nd“, vormals „Neues Deutschland“, mithin früheres Mitteilungsblatt einer schwierigen Partei aus einem schwierigen Land, titelte jüngst: „50 Jahre Punk, die Musik der Selbstermächtigung“. Eine Podiumsdiskussion mit den Machern des „nd“, der Kulturredaktion des NDR („Jazz ist eine Musik der Selbstermächtigung“), Kai Müller vom „Tagesspiegel“ („Rock’n’Roll“ sei eine gar aufrührerische „Musik der Selbstermächtigung“) sowie Paul Stephan aus dem Internet (ihm zufolge seien auch Blues und „Carmen“ eine „Musik der Selbstermächtigung“) würde mich spätestens jetzt doch interessieren.
Apropos: Den schwelenden Kampf darum, ob der Mensch nun einen freien Willen, einen Willen zur Gesetzesbefolgung oder einen Willen zum Arbeitnehmerdasein als naturgegeben betrachten muss, was miteinander nur schwer in Einklang zu bringen ist, hätte ich ja auch gern mal entschieden gesehen.
Es ist Montag. Der Dachs schießt nach oben, Waffenruhe sei Dank. „Und die Forschung zeigt: Ein Verbot auf dem Papier schreckt jene, die bereit sind, Gewalt auszuüben, gar nicht ab“ („taz“). Ach. Ach was. Man könnte fast meinen, dass Verbote nur die Falschen treffen, nämlich die, die Recht und Gesetz irgendwie interessieren.
Gute Frage in diesem Zusammenhang: „Wenn zwei ziemlich Gleiches tun, liegen dazwischen jedoch leitmedial Welten?“ Zum Belügen, erklärte einmal Homer Simpson, gehören immer zwei: Einer, der lügt, und einer, der es glaubt. – Die „FAS“ (will nicht, dass sie vollzitiert wird, LSR), die in der Rubrik „Familie“ ein Paar fragte, warum es die Frau anstelle des Mannes arbeiten schickt, veröffentlichte in derselben Ausgabe am vergangenen Wochenende ein Interview mit Hashim Thaçi, in dessen Rahmen er ganzseitig erklären durfte, warum es schon ganz in Ordnung war, dass die NATO unter Beifall – weil Zustimmung – von SPD und Grünen 1999 ein Verbrechen (d.h. den Angriff auf den Kosovo) verübt hat. Keine weiteren Fragen.
Tipp für Menschen, die nur Singen und Klatschen studiert haben und darum heute entweder Flaschen sammeln oder irgendwas mit Vertrieb machen müssen: Wenn ich ein Produkt namens „Copilot“ hätte und mir daher diese Marke gehörte, dann wäre es nicht in meinem Sinne, (momentan) 81 verschiedene Produkte so zu nennen. Aber was weiß ich schon von Vertrieb? Ich bin ja kein Idiot.
Apropos „kein Idiot“: Lou Reed mit Musik.
Guten Morgen.
Die „taz“ so:
Je autoritärer Putin herrscht, desto weniger lässt er eine kritische Sicht auf die russische Geschichte zu. Sein Russland soll als orthodoxe Großmacht ohne Fehler und Verbrechen dastehen.
Unironisch gelesen und jetzt mich freuend auf die nächsten Befreiungsfeiern im Mai, wenn deutsches Militär kommen darf und Sowjetflaggen nicht.

Es ist, so leid mir das verkünden zu müssen auch tut, Montag. „Die Zukunft!“ des Monats: Stellt euch vor, ihr verlasst die Erde, weil ihr die Nase voll davon habt, Outlook nutzen zu müssen, und dann müsst ihr im Weltall mehrere Outlooks nutzen und die gehen dann nicht. The Void would very much like you to stop screaming into it (2017).
Neue „KI“-induzierte Regel für den zwischenmenschlichen Umgang: Wer eine fremde Sprache hinreichend gut gelernt hat, der ist zweifellos ein Roboter. Irgendwas mit Tempura und Morus. Alle bekloppt.
(Hilfreicher Wegweiser für den Alltag: Seid ihr Deutsche oder seid ihr Autisten?)
Militaristisches: VW-Mitarbeiter würden gern weniger Mordwerkzeuge bauen, werden aber nicht gefragt. Länger wegzufahren, um diesen geschichtsvergessenen Mist wenigstens mal ein halbes Jahr lang nicht mehr ertragen zu müssen, geht jedenfalls nicht mehr, ohne das Oberkommando zu fragen. Das ist ein bisschen wie früher, nur mit mehr Feminismus. Worin genau besteht jetzt eigentlich noch die mit der sonstwie eklig argumentierenden AfD heraufdräuende Gefahr – dass dann das passiert, was gerade passiert?
Ist es das, was ihr wollt?
Ein guter Tod steht allerdings dann doch noch an, nämlich der des Musikstreamings. Es könne gar passieren, mutmaßt des Artikels Autor, dass Künstler sich in den nächsten Jahren anstelle der „Sichtbarkeit“, mit der man halt auch keine Miete bezahlen kann, wieder mehr um die Bindung ihrer Anhänger scheren und gar, huch!, Plattenverkäufe anstelle irgendwelcher Einträge in irgendwelchen Wiedergabelisten irgendwelcher Banausen für erstrebenswert halten könnten. Endlich mal eine Zukunftsvision, hinter der ich mich guten Gewissens (notfalls allein) versammeln kann.
Durch das Netz wird gerade das kanadische Duo Angine de Poitrine getrieben, weil es in lustigen Pünktchenklamotten auftritt und mal was anderes als die immergleiche Computerpopmusik runterdudelt. Ich habe mir eines ihrer Stücke vorübergehend angesehen und angehört, mit den Achseln gezuckt und dann lieber etwas anderes angemacht, was nicht ganz so ermüdend ist.
Nämlich das hier.
Guten Morgen.