Archiv für die Kategorie ‘und so’.

Was nicht passt, wird passend gemacht.

In den NachrichtenNerdkrams
Der menschliche Android-Trojaner

In den frühen 1990er Jahren machte sich im Usenet – für die Jüngeren: wie Chat, nur ohne Emojis, dafür mit richtiger Grammatik – der zur damaligen Zeit noch als Ausdruck von Kreativität geltende „Signaturvirus“ breit, der darin bestand, dass man zwecks dessen Ausbreitung einen Text, der übersetzt ungefähr „ich bin ein manueller Virus, bitte kopieren Sie mich“ lautete, in seine eigene Signatur übernehmen sollte. Wie die meisten einigermaßen amüsanten Meme aus der damaligen Zeit schaffte auch dieser „Signaturvirus“ per Mutation die Ausbreitung ins Web und tauchte in den folgenden Jahren – oft erweitert um „bitte löschen Sie eine oder mehrere Dateien“, denn das Web war von Anfang an reich an Benutzern, die feinsinnigen Humor lieber mit dem Holzhammer eingeprügelt bekommen wollten – als afghanischer, elbonischer, irischer, albanischer, schwedischer, polnischer, mexikanischer oder sonstwoher stammender „Virus“ immer mal wieder auf.

Es ist schön, dass diese Tradition nicht vergessen wird:

Eine (…) Variante das Banking-Trojaners Svpeng hat es auf Android-Geräte abgesehen und soll seit Juli auf der Jagd nach Banking- und Kreditkarten-Daten sein. (…) Eine Infektion ist nicht ohne weiteres möglich: Svpeng lauert als Flash Player getarnt auf Webseiten. Ein Opfer muss demzufolge gezielt eine derartige Seite aufrufen, den Schädling herunterladen und installieren. Anschließend muss es sogar noch den Zugriff auf die Accessibility Services des Android-Systems erlauben. (…) Erst wenn das alles erfüllt ist, kann Svpeng Daten abgreifen.

27 Prozent der erkannten Infektionen, heißt es, seien in Deutschland gefunden worden, was wieder einmal dafür spricht, dass es eine ziemlich bescheuerte Idee ist, hierzulande jedem ohne vorherige Reifeprüfung einen Internetzugang zu verkaufen.

Vielleicht sollten wir einfach abwarten, bis die Evolution dieses Problem gelöst hat.

ComputerIn den NachrichtenSonstiges
Liegengebliebenes vom 2. August 2017

Der weltgrößte Anbieter unerwünschter Reklame testet „ab sofort“ die Blockade unerwünschter Reklame aus anderer Hand als der eigenen. Große Freude ist im Publikum zu hören, denn wer würde nicht seinem Reklameanbieter vertrauen?


Was hat uns allen denn noch dringend gefehlt? Richtig: Ein Atomkrieg, schreibt die „FAZ“.


Das Brandenburger Oberlandesnudelgericht hat beschlossen, dass die dämliche „Kirche des fliegenden Spaghettimonsters“ keine Religionsgemeinschaft sei, weil „sie keine gemeinsame Sicht auf die Welt habe, aus der sie Werte ableite“, was im Umkehrschluss bedauerlicherweise jede Partei zu einer potenziellen Religion erklärt. Hoffentlich will die SPD nicht auch noch Kirchensteuern von Geringverdienern haben.


Es gibt tatsächlich Einundzwanzigjährige unter uns, die gegen die Überwachung Unschuldiger nichts einzuwenden haben, weil sie neue Überwachungstechniken so spannend finden. Wo bleibt die verdammte Apokalypse?


Überraschung des Tages: Internetfähiges Gerät mit Mikrofon drin könnte zur Übertragung von Gesprächen ins Internet genutzt werden,wundert man sich beim „Standard“.


💩, aber im Kino.

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Peta verklagt Makaken!

Laura Hertreiter („Süddeutsche Zeitung“, möchte nicht verlinkt werden) schreibt über aktuelle Vorgänge zum vor inzwischen drei Jahren berühmt gewordenen selfie eines Makaken:

Der Fotograf hinter dem berühmten Affen-Selfie bereut das Bild inzwischen und ist offenbar pleite, weil ihn die Tierschutzorganisation Peta verklagt.

Das hätte ich ja nicht von Peta gedacht, dass die mal Geld von einem Affen haben wollen.

In den NachrichtenWirtschaft
Abschließend angemerkt zum Abgasskandälchen und seinen Folgen

So bescheuert, als Reaktion darauf, dass sich überraschend herausgestellt hat, dass die eigene Annahme, ein Auto mit Auspuff hinten dran gehe vergleichsweise schonend mit der Umwelt um, völlig hirnrissig war, nicht etwa über sein Verhältnis zu Autos und/oder der Umwelt, sondern darüber, wen man nun wie für diesen Hirnriss verklagen kann, nachzudenken, muss man ja auch erst mal sein.

Mir wird geschlechtSonstiges
Medienkritik CVI: Si tacuisses…

Das Magazin „Hohe Luft“ – Untertitel: „Für alle, die Lust am Denken haben“ – gehört zu den wenigen Magazinen, deren Erscheinungen ich regelmäßig zumindest inhaltlich zur Kenntnis nehme. Das wesentliche Thema des Magazins ist die Philosophie, und während Adorno und Altgriechen in der Redaktion offenbar als gesetzt gelten, hat doch jede einzelne Ausgabe ein anderes Hauptthema. Wie auch in der vor vielen Jahren noch grundsätzlich lesenswerten „c’t“, die irgendwann um 2014 herum zum Linux-Fanmagazin verkommen ist, nehme ich jedoch auch in der „Hohen Luft“ allmählich einen qualitativen Verfall wahr.

Normalerweise geht es an dieser Stelle um Frauenmagazine und ihr merkwürdiges Bild von Männern. So ähnlich ist es auch heute, denn die Redaktion der „Hohen Luft“ hat eine recht hohe Frauenquote. Selten aber war das so offensichtlich wie diesmal.

Weiterlesen ‘Medienkritik CVI: Si tacuisses…’ »

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: The Notwist – Neon Golden

Seltsame Umstände ließen ausgerechnet mich vor einigen Tagen das wundersame Album „Neon Golden“ der ehemaligen oberbayrischen Schrammelpunkband The Notwist kennenlernen. Es war gut.

Wie der geneigte Leser längst weiß, nahmen The Notwist einst Musik auf, die sich mit meinen hier mitunter kundgetanen Vorlieben keineswegs offensichtliche Überschneidungen aufwies, nämlich mit wenigen Ausnahmen (wie prima ich „Winter“ finde, erläutere ich vielleicht später einmal) erschreckend uninteressante Hardcoremusik. Das änderte sich mit jedem Album ein wenig mehr, besagter Hardcore wich allmählich – wohl auch Besetzungswechseln zum Dank – elektronisch orientiertem Artpop mit einem durchaus jazzähnlichen Einschlag. Mir soll es Recht sein.

The Notwist – Pick Up The Phone

Auf ihrem 2002 erschienenen sechsten Studioalbum „Neon Golden“, dem letzten mit Schlagzeuger Martin Messerschmidt, ist von der ungestümen Amateurband aus den Anfangsjahren entsprechend auch nicht mehr viel zu hören, stattdessen bietet das damalige Quartett eine Sondervorstellung in süßlichem Belle-and-Sebastian-Folkpop einer- und effektgestützter elektronischer Tanzmusik („Indietronic“, behauptet die Wikipedia, heiße das heute) andererseits, die mit gewaltiger Melancholie aus dem Kopfhörer und/oder Lautsprecher tropft.

The Notwist – This Room

Und dann hat diese Band auch noch die Chuzpe, dass das keineswegs klebrig oder bloß deprimierend, sondern insgesamt höchst angenehm klingt, wofür ich mich Sänger und Gitarrist Markus Acher ausdrücklich und daher separat zu danken geradezu verpflichtet fühle, denn müsste ich mir einmal eine am besten mit „schön“ zu beschreibende Sängerstimme aussuchen, ich wählte die seine.

Sicher: Nach dem Durchlauf von „Neon Golden“ wünscht man sich den sofortigen Beginn einer Feier, denn es bleibt schon etwas hängen vom transportierten Seufzen, jedoch ist der Weg dahin kein verregneter, sondern einer, den zu beschreiten die Lust auf eine Wiederholung (oder wenigstens den Rückweg) nicht nimmt.

Neongold scheint eine wunderbare Farbe zu sein.

ComputerIn den Nachrichten
Kurz verlinkt: Nicht mal Zukunft kann dieses Paint!

Auf ausgerechnet „ZEIT ONLINE“ lästerte Eike Kühl am vergangenen Dienstag über das untote Bildbearbeitungsprogramm Microsoft Paint:

Erst mit Windows 98 gab es überhaupt standardmäßig die Option, Bilder als JPG oder GIF zu speichern.

Während natürlich all die Konkurrenzprogramme, die schon „Mitte der neunziger Jahre“ (ebd.) so viel besser waren als dieses „für anspruchsvolle Bildbearbeitung (…) nicht zu gebrauchende“ (dto.) Paint, das Dateiformat JFIF, das im November 1996 als Trägerformat für JPEG-Daten spezifiziert wurde, schon mindestens unter Windows 95, ach was!, Windows 3.11 unterstützten und nicht erst unter Windows 98, dessen erste Vorabversion im Dezember 1996 erschien.

Was macht Eike Kühl eigentlich beruflich?

In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 25. Juli 2017: Der Webcomics Rettung und anderes.

Gute Neuigkeiten: Zwar wird Microsoft Paint aus Windows 10 demnächst entfernt, jedoch war der Aufruhr so groß, dass es weiterhin zumindest angeboten werden wird. Die Szene der absichtlich laienhaft gestalteten Webcomics (man verstehe dies keineswegs ausnahmslos als Qualitätskritik) und ihrer Abonnenten ist eine durchsetzungskräftige, wie es scheint. Politische Parteien wären gut beraten, ließen sie in Wahlkampfdingen häufiger einmal langjährige Paintnutzer ihre Vorschläge einbringen.


Als stolzer Linux-Desktop-Nutzer – natürlich mit einer dieser Klickibunti-systemd-Distributionen ausgerüstet – hat man sein Portemonnaie gezückt, um ein Netflix-Abonnement abzuschließen, weil man sonst nichts mit seiner Freizeit anzufangen weiß? Dann wünsche ich viel Glück beim Streamen.


Endlich nie wieder in der eigenen Wohnung verlaufen! Der „Roomba“-Staubsauger verscherbelt künftig Raumpläne seiner „Besitzer“.


Ganz ohne Politik würde hier doch etwas fehlen: Was ist eigentlich ein Populist? Wer sich an das Grundgesetz halten möchte, sei ein Populist, behaupten die Fragesteller einer populären Bertelsmannstudie.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Kurz gefragt (3): Peter Altmaier!

Herr Altmaier,

in Ihrer Funktion als Kanzleramtschef quatschten Sie einem Boulevardblatt (im Folgenden wiedergegeben von „Epoch Times“) hiermit vermutlich eine Seite voll:

Frauen seien auch in Deutschland noch nicht komplett gleichberechtigt, beklagte er: „Im Parlament sitzen deutlich mehr Männer, in den Chefetagen der großen Firmen gibt es fast keine Frauen.“

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen der Gleichberechtigung zweier Geschlechter und der Berücksichtigung des Geschlechts bei der Beförderung?

Die Kritik, dass die CDU nicht gerade als „Frauenpartei“ bekannt ist, wies Altmaier zurück. Immerhin stelle sie die erste Bundeskanzlerin.

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen einer „Frauenpartei“ und einer Partei, deren rechtlich höchste Repräsentantin eine Frau ist?

Auch als Sommerurlaubslektüre hat sich Altmaier das Thema Frauenrechte vorgenommen.

Frage: Worin besteht der Unterschied zwischen Frauen- und Menschenrechten?

U. A. w. g.!

In den NachrichtenMontagsmusik
Vespero – The Course of Abagaz

Wir haben dich erwartet.Es ist Montag, was sehr schade ist, denn es kennzeichnet ein weiteres vertanes Wochenende. Zum Glück sollte aufgestanden werden, denn Arbeit lässt vergessen. Arbeit macht frei und Freiheit ist alles, worauf es ankommt, nicht wahr?

Politische Freiheit hat es dieser Tage noch ein wenig schwerer als die persönliche. Vom Erfolg der Spätpiraten zu lernen heißt siegen zu lernen: Es gibt nun einen feministischen Flügel in der F.D.P., womit ein Ende ihrer viel beleuchteten Rückkehr absehbar ist. Das bewährte Auffangbecken für Karrieristen, die auf naivem Weg einen Fuß in die Tür der Politik bekommen haben, hat keinen Boden. Bis dahin sollte aber geklärt sein, was alle bewegt: Wie knuffig ist eigentlich Christian Lindner?

Gute Nachrichten gibt es derweil aus Budapest: Nachdem ein Achtzehnjähriger, der herausgefunden hatte, dass die zuständige Niederlassung des für sicherheitstechnischen Flächenbrand bekannten Unternehmens T-Systems auf der von ihr betreuten Website eines Verkehrsunternehmens einen geradezu peinlichen Programmierfehler übersehen hatte, als Strafe für das Melden dieses Fehlers vom Verkehrsunternehmen stolz angezeigt worden war, prasseln auf die Facebookseite besagten Unternehmens zahlreiche Negativbewertungen nieder, weil sehr wenige Menschen mit diesem Verständnis von Computersicherheit einverstanden sind. Es ist ja nicht alles schlecht in Budapest. Im deutschsprachigen Raum wird währenddessen ein Projekt herumgereicht, mittels dessen Twitternutzer sich selbst auf einer Landkarte eintragen können. Das ist nett, denn diese Daten machen das Erstellen von Personenprofilen viel einfacher.

Eigentlich wäre das zum Kotzen, aber zum Glück gibt es Musik. Musik macht vieles viel besser.

Vespero – The Course of Abagaz (Live 15.05.2015, STD ,Astrakhan, Russia)

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Kurz notiert zum parteilichen Engagement anlässlich der Paraden zum „CSD“ in Berlin

Die diesjährigen Paraden zum „Christopher Street Day“ in Berlin, traditionell Ausdrucksform von sexueller und damit maximal persönlicher Freiheit, wurden flankiert von der wie gewohnt langweiligen Berliner SPD und der örtlichen „Linken“, die sogleich befand, man sollte irgendeine Liebe „gleichstellen“, sowie Vertretern des ethisch abtrünnigen Berliner Landesverbandes der Piratenpartei, der sich davon überzeugt gab, die sexuelle Ausrichtung ihrer „Doppelspitze“ – allein das Wort schon – sei ein Wahlanreiz für irgendwen außer ihm selbst, womit parteiübergreifend der Wunsch nach Politisierung der Liebe festzustellen ist, als handele es sich bei der Tiefe der Zuneigung zu einem oder beliebig vielen Menschen oder Gegenständen um ein Thema, das sich in einem Satz mit Bundeswehreinsätzen, Rentenkassen oder Importbeschränkungen semantisch wohl fühlte, denn was gerade in jedem dieser unsäglichen Wahljahre gern missachtet wird, ist, dass nicht jeder Lebensbereich einer ist, in dem ein starker Staat etwas zu suchen hat, und jede Partei, die sich zwecks bloßer Werbung für den Fluss von mehr bundesgeförderten Wahlkampfmittel (d.h. Kohle) in die eigene Kasse dazu herablässt, die Entscheidung darüber, wer („alle“) mit wem („allen“) eine Beziehung führen darf, zu einer politischen und damit auch eigenen zu erklären, sollte jede einzige Stimme derer, um die sie so lautstark werben, moralisch auf Jahre hinweg verspielt haben und nie wieder auch nur in der finanziellen Lage sein können, sich noch einmal mit lautem Getöse zum Entscheider über sexuelle Freiheit zu erklären.

In den NachrichtenWirtschaft
Das auch mit Spielgeld nicht gelöste Problem: Ein Nachtrag.

In meinem Exkurs über den Bitcoin- und Ethereumwahnsinn habe ich versehentlich einen Teilaspekt zu beleuchten vergessen, der etwa zur gleichen Zeit wieder tagesaktuell wurde. Mir sei gestattet, dies an dieser Stelle nachzuholen.

Eine wichtige Schwäche der vorhandenen Zahlungsmittel nämlich, da gebe ich den Ideenhabern der „Kryptowährungen“, wenn auch ungern, Recht, ist die zentralistische Struktur der damit verbundenen Konten, was bedeutet, dass es als übliche Konstellation gilt, dass das Schicksal des irgendwo gelagerten Geldes in den Händen einer einzigen Person oder wenigstens Institution liegt, der damit zumindest – von einschlägigen Gesetzen abgesehen, möglichen Übeltätern nämlich sind Gesetze oft nicht unbedingt die wichtigsten Regelwerke – die Möglichkeit gelassen wird, besagtes Geld an sich zu nehmen oder den Geldtransfer Einzelner zu unterbinden. Dies wäre mit einer verteilten Bezahlinfrastruktur lösbar, wird aber ausgerechnet von „Kryptowährungen“ beibehalten: Klaut mir jemand die virtuelle Geldbörse, kommt künftig ihm sämtlicher Geldfluss in diese virtuelle Geldbörse zugute. Ohne eine Kontrollinstanz, die mir diese virtuelle Geldbörse nach wie auch immer gearteter Autorisierung wieder zurückgeben kann, könnte ich sehr schnell sehr große wenigstens finanzielle Probleme bekommen.

Die De-facto-Alternativen zu Bargeld oder Schuldscheinen in Form einer Kreditkarte sind zumindest im Web derzeit die frühere eBay-Tochter PayPal, die dafür bekannt geworden ist, ihren Kunden das Ersparte wegzunehmen, weil ihren Entscheidern nicht gefällt, was die Kunden damit tun, und Patreon, eine Art Vermittlungsdienst zwischen Künstlern und Kunstfreunden. Dass die mediale Diskussion über die Geschäftspraktiken solcher Dienste stark von politischen Vorlieben statt von objektiver Ethik geprägt ist, dass die faktische Enteignung von Wikileaks durch PayPal und Amazon also empörte Reaktionen hervorrief, die dieswöchige faktische Enteignung einer YouTuberin aus vorgeschobenen Gründen durch Patreon jedoch Schadenfreude, ist unangenehm menschlich, lenkt aber auch von dem vermutlich einzig bedeutsamen Fakt ab: Das Internet braucht heute nötiger als bislang ein nicht an jeweils einen einzigen Anbieter gebundenes Protokoll zur Übertragung von gesetzlichen Zahlungsmitteln.

Sicher ist, dass eine Erweiterung des Zahlungsmittelbegriffs um irgendwelche „Coins“ dieses Bedürfnis nicht stillt.

In den NachrichtenPolitik
„Stasi 2.0“ (Alternativfassung)

Oder eben auch so:

Ein gemeinsames Abhörzentrum soll die Sicherheitsbehörden in Ostdeutschland effizienter machen. (…) Es gehe nicht darum, den „rechtstreuen Bürger auszuschnüffeln“, versucht Sachsens Innenminister Ulbig zu beruhigen. (…) Das Abhörzentrum – offiziell Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) Gemeinsames Kompetenz- und Dienstleistungszentrum (GKDZ) genannt – soll Ende 2019 in Leipzig in Betrieb gehen. Darin soll die polizeiliche Kommunikationsüberwachung der fünf Länder gebündelt werden.

Niemand hat die Absicht, den Begriff der Rechtstreue besonders weit auszulegen.

Was HeidelbergCement wohl gerade macht?

In den NachrichtenPolitik
Medienkritik CV: Protestnazis im Wandel der „ZEIT“

Dass das mediale Bild von Kritik an staatlicher Zensur digitaler Medien sich seit den noch einigermaßen wohlwollenden Berichten über die „Zensursula“-Demonstrationen verändert hat, bedarf vermutlich keiner weiteren Belege. Seit der Flüchtlingssache – ob nun damit begründet oder nicht – ist den Medien jeder Vorstoß der richtigen politischen Seite gegen das Böse ein guter, denn als weltoffenes Land sollte man es mit der Toleranz nicht zu weit treiben.

Leider gibt es hierfür ein aktuelles Beispiel.

Weiterlesen ‘Medienkritik CV: Protestnazis im Wandel der „ZEIT“’ »

In den NachrichtenPolitik
Kurz verlinkt: Knallkopf Neitzels ethisches Töten

Auf „SPIEGEL ONLINE“ darf heute – die nicht wirksame „Paywall“ bitte per Script umgehen – der „Militärhistoriker“ Sönke Neitzel Folgendes zu einer friedlicheren Gesellschaft beitragen:

Wir sind eine aufgeklärte Gesellschaft, in der Bundeswehr dienen fast ausnahmslos aufgeklärte Bürger. (…) Reden Sie mal mit Panzergrenadieren oder Fallschirmjägern. Die laufen nicht mit Schaumgummibällen durch die Gegend, die sollen kämpfen und töten können, und zwar weil die Bundesrepublik das von ihnen verlangt. Im Gegenzug muss ich akzeptieren, dass diese Leute, alles Freiwillige, über ein bestimmtes Ethos verfügen. Die sagen nicht: Es ist schrecklich, dass ich Scharfschütze bin. (…) Diesen Leuten kann ich doch nicht lauter nicht kämpfende Vorbilder anbieten.

Schlimm wäre das, wenn die aufgeklärten – wenigstens hat er nicht „zivilisierten“ gesagt – und ethisch zum Kämpfen und Töten verpflichteten Bürger in der Bundeswehr nur noch Vorbilder haben dürfen, die noch nie irgendwen gemeuchelt haben. Mit Weicheiern gewinnt man keinen Krieg!

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abgeschafft gehört.