Archiv für die Kategorie ‘und so’.

Was nicht passt, wird passend gemacht.

In den NachrichtenPolitik
Für wie kompetent halten Sie Menschen in einer Einkaufsstraße in Potsdam?

„ZEIT ONLINE“ – natürlich„berichtet“ heute:

Für wie kompetent halten Sie Donald Trump? Wir haben Menschen in einer Einkaufsstraße in Potsdam nach ihrer Einschätzung (…) gefragt.

Man könnte allmählich eine Sitcom daraus machen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Moulettes – Behemooth

Käuzchen müde, Käuzchen schlafenEs ist Montag, so schmerzhaft wie es nur ein Montag sein kann. Der Posteingang sympathisiert mit diesem Hinweis, man mit sich selbst allerdings keineswegs. Montage sollten – ich wiederhole mich – anders beginnen, pelziger und sanfter irgendwie. Aber Arbeit ist ja auch ganz schön.

Weniger schön: Deniz Yücel (früher bei der linkspopulistischen „taz“, heute bei der rechtspopulistischen „Welt“) befindet sich wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in türkischem Polizeigewahrsam. Ich halte das für übertrieben. So schlimm ist die „Welt“ gar nicht, ist ja nicht die ARD.

Deutschland lässt sich derweil den hart ergaunerten Weltrang abnehmen: Bei Waffenexporten sind wir nur noch Fünfter. Oben in der Topliste: Der Iwan und der Trump. Bestimmt lässt sich daraus ein klarer Beleg machen, dass Waffenexporte pfui sind, wenn es die Bösen machen. Also die, nicht wir. Unsere Waffen tun keinem was, die wollen nur spielen.

Was sie leider nicht spielen: Musik. Lassen wir das also jemand anderen tun.

Moulettes – Behemooth – LiveStudioVersion

Guten Morgen.

ComputerIn den NachrichtenMir wird geschlechtNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 17. Februar 2017

In Nordrhein-Westfalen ist die Landes-F.D.P. beim Versuch gescheitert, das von den sexistischen „Grünen“ und natürlich der SPD in Kraft gesetzte verfassungsfeindliche Landesgesetz, das schlechter qualifizierten Frauen im öffentlichen Dienst qua Geschlechtsorgan zu einer schnelleren Beförderung verhelfen soll, für ungültig erklären zu lassen. Unklar bleibt, wie man trotz offensichtlicher Missachtung der Grundrechte der Hälfte aller Bürger in eine Landesregierung gewählt werden kann.


Unschlagbares Angebot von der „FAZ“: Pinkelnde Rose-Auswahl.


Na, erlaubt ihr immer noch jeder dahergelaufenen Website das Ausführen von beliebigem Programmcode, weil das so komfortabel ist? Dann habt ihr ja sicher nichts gegen etwas Schadsoftware einzuwenden.


Impfungen führen zu Masturbation.


Für die öffentliche Sicherheit kann nur gesorgt werden, wenn die Volksbeschallung per Rundfunk sichergestellt ist, findet Ajit Pai:

Der neue Chef der US-Regulierungsbehörde setzt sich für UKW-Rundfunk in Smartphones ein, schon die “öffentliche Sicherheit” sei ein Grund.

Nicht auszudenken, wenn die Scharen an Smartphonenutzern noch lange ohne die Qualitätsbeschallung mit dem Besten von Phil Collins auskommen müssen. Chaos wäre unvermeidbar! :ja:

In den NachrichtenPolitik
Iwan des Tages: Demokratische Propaganda darf nur „ZEIT ONLINE“.

Auf „ZEIT ONLINE“ delirieren derzeit ein Berufspropagandist des Auswärtigen Amtes und einer des Atlantik-Brücke e.V. darüber, wie man den Russen wohl daran hindern möge, die kommende Bundestagswahl zu seinen Gunsten zu verändern, womit er zweifelsfrei den Zweck verfolge, …

eine möglichst weitgehende Fragmentierung und Polarisierung der Parteienlandschaft

… zu erzielen, auf dass mal wer anders als CDU oder SPD das Gegenteil von dem machen möge, was vor der Wahl versprochen wurde, und, was an Teuflischkeit kaum noch zu überbieten ist:

Analog zu Trumps Strategie wird versucht werden, die Wahl als chaotisch oder gar vom politischen Establishment manipuliert darzustellen, um die Legitimation der demokratischen Kräfte zu untergraben.

Natürlich könnte man einwenden, die „Wahl“ zum Bundespräsidenten, deren Ergebnis sogar Fernsehzeitungen im Vorfeld angekündigt hatten, habe gezeigt, wie wahrheitsgemäß die Vorstellung, das politische Establishment treffe Entscheidungen sowieso völlig unabhängig vom Wählerwillen, tatsächlich ist, aber so etwas würde im Hause „ZEIT ONLINE“ niemals auch nur in Erwägung gezogen, um dem Iwan kein Wasser auf die Mühlen zu schütten. Das ist immerhin eine vorbildliche und lupenreine (weil: westliche) Demokratie hier.

Zu den sieben Strategien mit dem Umgang mit dem Iwan zählt, so die beiden Autoren, immerhin auch die Wahrheit:

Siebtens müssen staatliche wie auch Medienkapazitäten zur Aufdeckung von Desinformationskampagnen (…) dringend verstärkt werden.

Ab wie vielen desinformativen Artikeln auf „ZEIT ONLINE“ kann man eigentlich von einer Kampagne sprechen?

(via Fefe)

Persönliches
Tag der Lethargie

(… und dann, wie jedes Jahr, spricht der Volksmund wieder einmal vom „Tag der Liebe“, ganz so, als sei Liebe für die meisten Münder des Volkes das Gegenteil von Alltag und Romantik ein Konsumgut, und das stimmt dann einerseits ein wenig nachdenklich, hilft andererseits aber nur unwesentlich bei der Verwirklichung des eigenen Tagesplans, dessen erschwerte Bedingungen man sich obendrein noch selbst zuzuschreiben hat, denn noch vor wenigen Wochen hatte man sich den Februar derart ausgemalt, dass man zu wenigstens zweit irgendwo in der Wärme sich treiben lässt, auf dass der Resturlaub aus mehr als nur kalendarischen Gründen seiner Bestimmung zugeführt werden möge, aber man hat es auf gewohnt geistesabwesende Weise wie üblich mal wieder nicht weiter gebracht als bis eben an genau diesen Punkt, an dem alles wieder zu lange gut oder wenigstens nicht übermäßig grauenvoll zu sein schien. Alleinsein ist die Waffe derer, die ihr Pulver verschossen haben. Raute wasfehlt.)

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Oathbreaker – Clair Obscur

Haben Sie meinen Panda gesehen?Es ist Montag, traditionell ein eher unerfreuliches Ereignis; zumal’s der Montag zwischen dem, was einmal ein Sonntag war, und dem, was eigentlich ein zweiter hätte sein können, aber es reicht wohl auch dieses Jahr wieder nur für Lethargie statt rosenumwölkten Wälzens. Wohl und Neid dem, der der Kalenderromantik nichts abgewinnen kann. Montags werde ich komisch.

Der Politikteil ist aber auch nicht wesentlich erfreulicher: Gestern hat überraschend Konsenskandidat Steinmeier, seines Zeichens Architekt von Agenda 2010 und Hartz IV, deutscher Bündnispartner der NSA in Spionagebelangen und Befürworter des illegitimen Wegsperrens Unschuldiger in Folterknäste, die „Wahl“ zum kommenden Bundespräsidenten, die entgegen den politischen Forderungen von AfD und Piratenpartei nach wie vor ohne direkte Bürgerbeteiligung stattfand, gewonnen und sogleich mitgeteilt, man möge sich weiterhin um mehr Demokratie und Freiheit bemühen; mithin um das, was er selbst nicht nur einmal denen verwehrt hat, die es wirklich gebraucht hätten. Die Umfragewerte für seine Armutsproduktionspartei steigen. Die ärmsten Schweine wählen ihre Schlächter eben selbst.

Es ist Montag. Man sollte einen Montag prinzipiell mit Musik beginnen. Ein Leser mailte mir unlängst, meine Montagsmusik sei gelegentlich inspirativ, obwohl sie eigentlich vor allem ein Mittel darstellt, um irgendwie mit diesem verdammten Montag klarzukommen, was auch schon mal irgendwie leichter war als dieser Tage.

Augen zu, Ohren auf.

Oathbreaker – Clair Obscur

Guten Morgen.

ComputerIn den Nachrichten
Kurz verlinkt: Donald Trump ist kein Geschäftsmodell

Bei „heise online“ ist man verwundert:

Twitter hat im vergangenen Quartal nicht von der Aufmerksamkeit für den US-Wahlkampf und den Tweets des neuen US-Präsidenten Donald Trump profitieren können. Das Wachstum bei Nutzerzahlen und Umsatz verlangsamte sich, der Verlust nahm sogar deutlich zu.

Hätte denen im elften Jahr ihres Bestehens ja auch mal wer sagen können, dass eine Gratisplattform – dank Drittanbietersoftware – ohne nennenswerte Werbung kein profitables Geschäftsmodell aufweist.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Pain of Salvation – Linoleum

Was heißt hier "Dickkopf"?Es ist Montag. Bald ist Krieg und es gibt Dinge, die einem schon mal weniger egal waren. Vielleicht hilft’s, vielleicht vertreibt’s wenigstens die Trübsal. Unterhaltung muss man sich manchmal auch einfach nehmen. Selbstbedienung. Jeder. Sich. Der Kiezneurotiker hat sein Blog offenbar gelöscht. Die Welt ist keine gute.

Wie auch, wenn jeder Alarm schlägt? Die Deutschen vertrauen den USA nicht mehr, prasselte man auf „SPIEGEL ONLINE“ traurig, als das mit Snowden herausgekommen war, und nun, da die USA einen neuen Präsidenten haben, der es nicht schafft, sozusagen von heute auf morgen all die Drohnenmorde seines Vorgängers ungeschehen zu machen, gibt es schon wieder einen neuen Anlass: Das Vertrauen in die USA sinkt auf das Niveau von Russland, der Iwan lauert überall. Geht ja mal gar nicht, geht das nicht. Gegen ein bisschen Rumgeschieße im Nahen Osten haben die Deutschen nichts, aber ein twitternder Präsident geht echt zu weit.

Ein Blick ins Inland: Die ehemalige Arbeiterpartei SPD, Heimat der künftigen Winkekatze der Republik (die wenigstens die Finger von Twitter lässt), hinterlässt Spuren. Für eine Million Menschen in Deutschland ist das Leben am Existenzminimum Dauerzustand. Der Aufschwung will hart erarbeitet sein. Garçon, den Eimer bitte!

Und ein bisschen Musik.

PAIN OF SALVATION – Linoleum (OFFICIAL VIDEO)

Guten Morgen.

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Haste Berufsethos, kommste beim Spiegel gleich in Quarantäne.

November 2016: Der „SPIEGEL“ stilisiert auf seiner Titelseite Donald Trump als einen sehr hungrigen Meteoroiden (nein, ich habe es auch nicht verstanden), der auf die Erde zu stürzen und dort voraussichtlich, nicht vollständiges Verglühen vorausgesetzt, Schaden anzurichten im Begriff ist.

Februar 2017: Der „SPIEGEL“ stilisiert auf seiner Titelseite Donald Trump in der typischen Siegerpose der Kämpfer des „Islamischen Staates“, den blutenden (wie das eben so ist bei Statuen) Kopf der Freiheitsstatue in einer Hand haltend.

Noch zwei Monate bis zum lustigen Bärtchen, nehme ich an. 

KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2016 – Favoriten und Analyse

Dieser Artikel ist Teil 17 von 17 der Serie Jahresrückblick

Wie, was, 2016 ist schon lange vorüber? Zum Glück habe ich gewartet. Das könnte man für schlecht halten, aber statistisch gesehen ist es gut, denn 2016 hat nicht nur die Ankündigung der baldigen Auflösung von The Dillinger Escape Plan, sondern auch eine ganze Reihe an Toden auf der Rechnung, darunter nicht nur diverse ehemalige Politiker der F.D.P., sondern vor allem auch Musiker. Nach Wolfgang Rohde (früher mal Die Toten Hosen), Hagen Liebing (früher mal Die Ärzte) und Chris Squire, dem letzten in der Band verbliebenen Gründungsmitglied von Yes, sowie vielen anderen hat es vor einigen Wochen schließlich auch den großartigen Greg Lake erwischt, und auch für Leonard Cohen wäre es zu spät, seinem letzten Album „You Want It Darker“ einen gebührenden Preis zu verleihen, über das andererseits jedes geschriebene Wort sowieso und ohnehin Blasphemie gliche.

Schon früher im abgelaufenen Jahr allerdings schien es mir nicht verfehlt, lobende Worte über einige der großartigsten Musikalben des Jahres zu finden, darunter katie deys flood network, MaidaVales Tales of the Wicked West, misophonia von Electric Orange sowie das Debütalbum von Moon Circle.

Im Folgenden findet ihr, was bis jetzt noch fehlte, nämlich die bislang noch unrezensierten Alben des Jahres. Vielleicht ist ja was für euch dabei?

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In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusikPolitik
Mono // Präsidialprioritäten

Kuckuck!Es ist Montag. Soll weggehen, ist nicht gut und wird auch nicht besser, wenn man ihn nicht so beginnt, wie sich das verdammt noch mal gehört. Gewohnheitstiere, anstrengende. Irgendwann gebe ich mal Kurse im Es-nicht-besser-Verdienen. Liebe besiegt alles, Quatsch: jeden.

Nicht besiegt ist übrigens Donald Trump, obwohl sich feministisch strickbemützte Demonstranten vor ein paar Tagen viel zu viel Mühe gegeben haben, ihn am Amtsantritt zu hindern; könnte daran liegen, dass der Feminismus noch mit den Tücken des patriarchalischen Internets kämpft. Vielleicht sollten die Tausende „erwachsener“ Frauen auch einfach mal lernen sich nicht zu benehmen wie 13-jährige Teenies auf dem Schulhof, andererseits: wo krieg‘ ich dann meine Frauenzeitschriften für den monatlichen Lacher her? Eine Gesellschaft, die verlangt, dass man ein wenig Dezenz im Umgang mit dem Glied walten lässt, während ihr Saufen und Syrerschießen eigentlich nur genehm sind, kann und sollte dem Denkenden prinzipiell nicht als Maximengeber gelten. Wenn jemand noch eine Idee für einen Flashmob (nennt man das noch so?) braucht: Einfach mal frei schwingen lassen. Aus Protest. – Feminismus, ansonsten: Es gibt Scheibenwischwasser für sie und ihn; hoffentlich mit Speckgeruch, sonst wäre das doch vollkommen überflüssig.

Lustig: Sigmar Gabriel ist jetzt Außenminister, seinen Vorgänger Steinmeier zieht es ja als Konsenskandidat demnächst möglicherweise (als sei es das Wesen einer Wahl, dass man eine solche überhaupt hat) ins Präsidentenamt. Bei all der Aufregung um die Präsidentschaft von Donald Trump: Ich wünschte, die, die am lautesten versuchen, diesen Präsidenten aus dem Amt zu twittern, würden erkennen, dass dieser ohnehin #NotTheirPresident ist, weil: Wir haben keinen Trump, wir bekommen stattdessen einen Steinmeier, Handlanger der Agenda 2010, NSA-Vertragspartner und mit Freiheitsrechten offensichtlich auf Kriegsfuß stehend. Halali.

Musik, aus Gründen.

Mono – Holy Ground – NYC Live With The Wordless Music Orchestra DVD [Post Rock] [Full set] [concert]

Guten Morgen.

ComputerIn den NachrichtenPolitik
Iwan des Tages: Botreisefreiheit nur mit Ausweis!

Wenn es eins gibt, das uns mehr Angst machen sollte als der Iwan, dann sind es laut übereinstimmenden Medienberichten des Iwans tückische Meinungsroboter, deren programmierter Auftrag es sei, denjenigen Leuten, die sowieso lieber auf Twitter herumhängen als wählen zu gehen, einzureden, wen sie wählen sollten und wen nicht. Hinterhältig, nicht wahr?

Nicht verzagen, die Rettung naht! Geht es nach Katrin Göring-Eckardt, Berufsquote der „Grünen“, haben die teuflischen Programme bald kein leichtes Spiel mehr:

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt forderte am Montag in der Rheinischen Post eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung maschinell erstellter Meldungen in sozialen Medien[.]

Das ist lobenswert, kann aber nur der Anfang sein. Der Kampf gegen Unholde hinter dem Vorhang des Internets muss unbeirrt weitergehen. Hier einige Vorschläge, was Katrin Göring-Eckardt noch fordern könnte:

  • Eine Kennzeichnungspflicht für Spammails (via @sixtus).
  • Eine Kennzeichnungspflicht für nicht lizenzierte Downloads in Tauschbörsen.
  • Abschreckende Schockbilder (z.B. Volker Beck) auf Crack- und Crystal-Meth-Tütchen.
  • Die Pflicht zur Mitführung eines Warnsignals für Jäger, damit nicht dauernd so viele Tiere erschossen werden.
  • Eine Anmeldepflicht für geplante Morde oder Entführungen.
  • Eine Kindersicherung für Molotow-Cocktails, damit sich niemand daran verletzt.
  • Ein Verbot von nicht faktenbasierten Nachrichten (zum Beispiel „man sollte Bots kennzeichnen müssen“).

Ich helfe ja gern.

(Diese Liste wurde maschinell erstellt.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Friends of Gas – Einknick // Schöner schlagen

Kältemontag statt Wärmesonntag; das Leben ist voller Ungemach, aber man hat es ja eigentlich auch nicht wesentlich besser verdient. Die pochenden Kopfschmerzen erinnern daran, dass man hauptberuflich Mann ist und als solcher eigentlich auch mal wehleidig sein sollte, um niemandes Klischee rücksichtslos zu zermahlen; also: aua!

Im Ausland wird das Aua derweil zur Kultur erhoben: Nazis ins Gesicht schlagen, um die Welt zu verbessern. Das kann nur ein Anfang sein, der zweite Schritt sollte es sein, Gewalt abzulehnen oder konsequent auch mal gegen die anzuwenden, die es wahrlich verdient hätten, wenn Gewalt eine Lösung für irgendwas und kein Makel der Evolution wäre: Politik und Kirche bilden Bündnis für mehr Videoüberwachung in Berlin, natürlich. Wenn man in weltlichen Fragen nicht mehr weiter weiß, einfach die Kirche fragen, das hat ja Tradition. Da müssen gleich die großen, DDR-erprobten Geschütze (nämlich: Kameras) her; nicht, dass die irgendwas verhindern könnten, weil Attentäter dieser Tage ja schon aus Gruppenzwangsgründen stets ihren Ausweis liegen lassen, nachdem es zu spät war, sie aufzuhalten (denn es ist immer zu spät dafür), aber gefühlte Sicherheit ist ja immer schön.

Wenn schon sonst keine Sicherheit mehr besteht, nicht einmal die, dass das gleichfalls gefühlte Prominentensterben ein Ende fand: Jaki Liebezeit (Can u.a.) wird die geplante Reunion von Can nicht mehr miterleben. Es ist alles schlimm.

Passend dazu: Etwas Musik.

FRIENDS OF GAS // EINKNICK

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Liegengebliebenes vom 21. Januar 2017

Im Kampf gegen „Gefährder“ will die schwarz-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg eure Computer überwachen können. Es gibt durchaus Terroristen, von denen ich mich schon weniger gefährdet gefühlt habe als von CDU und Grünen.


Kein Computerprogramm kann so trivial sein, dass die GNU-Heinis es nicht ruinieren können: Denial-of-Service-Lücke in GNU ed.


Auf „ZEIT ONLINE“ freut sich Caroline Kraft:

Das Netzwerk „Schmalbart“ will Populismus und Fake-News den Kampf ansagen. Ganz einfach: durch Fakten.

Den antipopulistischen Drall erkennt man ja schon am Namen des Netzwerks, denn, wie jeder weiß, ist eine überdies humorvoll gebrauchte (haha, Breitbart, Schmalbart, hihi) Hitlerreferenz ein sicheres Zeichen für Besonnenheit und Anstand. Das ist Fakt. :hitler:


Joachim Gauck, noch amtierender Bundespräsident und designierter Vorgänger von Frank-Walter „Guantánamo“ Steinmeier, hat das Wesen der Demokratie noch einmal betont:

Ohne eine effiziente Sicherung der europäischen Außengrenzen, ohne eine geregelte europäische Einwanderungspolitik (…) werden krisenhafte Zuspitzungen auch in Zukunft zu erwarten sein.

Unklar bleibt, inwiefern das nun besser als die AfD ist, aber ich bin ja auch kein Journalist.


Apropos Nieten als Präsidenten: Der so genannte „Journalismus“, der den Amtsantritt von Donald Trump wider Erwarten nicht völlig am Berufsethos vorbei verhindern konnte, hat inzwischen einen Bewusstseinszustand erreicht, den sich ein Arzt mal genauer ansehen sollte.

PersönlichesSonstiges
Passengers (3D): Die Spannung ist kaum auszuhalten.

(Vorbemerkung: Es folgt eine Filmbeschreibung. Keine Sorge – der Film ist hinterher noch genau so spannend wie vorher.)

Aus Versehen sah ich gestern den Film „Passengers“ in der 3D-Fassung, mithin meinen ersten 3D-Film. Kinos aus Preis- und Qualitätsgründen weitgehend zu meiden bringt auch seine Besonderheiten mit sich.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Mann aus der Mittelschicht lernt auf einem gestrandeten Raumschiff zufällig eine leidlich ansehnliche Frau aus besseren Verhältnissen kennen. Wahnwitzige Prognosen über den weiteren Filmverlauf abzugeben schien zu Unrecht verfrüht, denn der Film endet genau auf jene Weise, auf die Filme dieser Art nun einmal enden, wobei wider Erwarten die einzige leidlich spannende Teilhandlung in „Passengers“ kurz vor Ende des Films und selbstredend in letzter Sekunde abgebrochen wird.

Von einer Science-Fiction-Komödie war bezüglich „Passengers“ die Rede, allerdings werden sowohl Wissenschaft als auch Witzigkeit allenfalls angekratzt, niemals jedoch durchstoßen. Fiktion aber gibt es zuhauf, angefangen bei der reichlich unrealistischen Handlung an sich und längst nicht endend beim glücklichen und, ich erwähnte es bereits, unglaublich langweiligen Ende. Dass es diesen Film in 3D gibt, verleiht seiner Grauenhaftigkeit nochmals ein besonderes flair, denn nach der Einleitung des Films – die Sony-Animation gefällt mir in 3D bedauerlicherweise recht gut – gibt es praktisch keine Szene mehr, die von den supermodernen Supereffekten zu profitieren wüsste; stattdessen sieht man des Öfteren Chris Pratt ausdruckslos vor einem Hintergrund herumstehen. Wird es jemals eine deutsche Neuaufnahme geben, möchte ich schon jetzt Til Schweiger für diese Rolle vorschlagen.

Schön, so was mal gesehen zu haben. Man spart sich künftig so viel Frust.