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Von Wirtschaft habe ich keine Ahnung, aber mir scheint, das würde aus mir einen grandiosen Staatsmann machen. Das ist eigentlich ziemlich ärgerlich.

Wirtschaft
Trink, Brüderle, trink: Mit Schulden gegen Schulden?

Gegenwärtig werden verschiedene Haushalte in Deutschland mit Werbeprospekten der F.D.P. beglückt, begleitet von einem persönlichen Anschreiben von Rainer Brüderle, dem Vorsitzenden der erstaunlich langlebigen F.D.P.-Bundestagsfraktion, in dem er hervorhebt, wie nützlich die F.D.P. in den vergangenen Jahren war. (Parallelen zu Erich Mielkes ungefährem „Aber ich liebe doch alle Menschen!“ in ähnlicher Situation wie der, in der sich die F.D.P. momentan befindet, sind sicher nur Zufall.)

Ein Leser war so zuvorkommend, mir das Anschreiben zukommen zu lassen, und ich bin ziemlich amüsiert, aber mein Humor ist auch eher düster.

Wer hat Lust auf ein Suchspiel und findet alle Dümmlichkeiten im Text? – Anschließend bitte mit dem Lesen fortfahren. Weiterlesen ‘Trink, Brüderle, trink: Mit Schulden gegen Schulden?’ »

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Kurz verlinkt XCVII: Wirtschaftsmächte mit Erfahrung

Also damit konnte wirklich – im Wortsinne – niemand rechnen:

Das krisengeplagte Italien bekommt seine Schulden nicht in den Griff.

Zum Glück hat Italien inzwischen einen erfahrenen Ministerpräsidenten, der weiß, wie man mit Finanzkrisen umgeht, immerhin ist das nicht seine erste:

Er ist internationaler Berater bei Goldman Sachs und Coca-Cola.

Und als Berater von Goldman Sachs „weiß“ man: Will man die reichen Bürger vor der Pleite bewahren, muss man zunächst die Banken fördern.

Die Banken in Spanien und Italien müssen sich immer mehr Geld bei den europäischen Notenbanken leihen, um ihre angeschlagenen Volkswirtschaften mit Krediten zu versorgen. (…) Laut Ifo stiegen die Schulden der italienischen Notenbank von Januar bis März demnach um 79 Milliarden Euro, allein 76 Milliarden Euro davon entfielen auf den März.

Wir sind gerettet!

Und damit wir nicht den Glauben daran verlieren, hielt die Deutsche Botschaft in Wurstschinken Washington es für relevant, ausgewählte US-Amerikaner danach zu fragen, wie sie Deutschlands Rolle in Europa einschätzen. Das Urteil fällt positiv aus:

Sowohl international als auch in der Euro-Krise spielen die Deutschen in den Augen der US-Bürger eine wichtigere Rolle als noch vor wenigen Jahren.

Denn das ist zurzeit natürlich das, was uns die größte Sorge bereitet: Was halten die Amerikaner von uns?
Und selbstverständlich hat das nichts damit zu tun, dass es um die Wirtschaft der USA nicht zum Besten bestellt ist. Die wollen nur unser Bestes.

Unser Geld.

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Kurz verlinkt LXXVI: „Haste mal ’ne Däne-Mark?“ / Dänen leiht man gern etwas.

Dänemark ist eines der Länder, die den Euro nicht so toll finden wie Angela Merkel (also Frau Merkel den Euro, nicht die Länder Frau Merkel). Das heißt, dieser ganze Schuldenzirkus mit Pleiteländern, Rettungsschirmen und aufmüpfigen Briten kann dän den Dänen vollkommen schnuppe sein. Der Erfolg gibt ihnen Recht:

Die Zentralbank des Landes platzierte am Donnerstag Staatsanleihen mit drei-, sechs- und neunmonatigen Laufzeiten und sammelte so 2,32 Milliarden dänische Kronen ein, das entspricht rund 310 Millionen Euro. Bei zwei dieser drei Emissionen betrug die Rendite für die Investoren weniger als null Prozent – der Staat muss ihnen also weniger Geld zurückzahlen, als sie ihm geliehen haben. Konkret lagen die Zinsen bei den dreimonatigen Papieren bei minus 0,21 Prozent, bei Anleihen mit sechsmonatiger Laufzeit bei minus 0,07 Prozent.

In anderen Worten: Weil Dänemark mangels Euro-Mitgliedschaft nicht von aberwitzig hohen Pflichtausgaben für strauchelnde Misswirtschaftsstaaten betroffen ist, ist seine Zahlungsfähigkeit derart standfest, dass es sich auch Geld leihen darf, ohne es vollständig zurückzahlen zu müssen. Ein bisschen wie Portugal eben.

Denn was ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass ein Schuldner sicher zahlungsfähig ist? Klar: Er leiht sich ein paar hundert Millionen Euro. Das weckt Vertrauen. Deutschland kennt das ja:

Von dieser Unsicherheit profitiert hingegen außer Dänemark auch Deutschland, das ebenfalls als sicherer Schuldner gilt. Seit Monaten liegen die Renditen für Bundesanleihen unter der Inflationsrate (…).

Renditen liegen „unter der Inflationsrate“; Deutschland ist also ein sicherer Schuldner, weil unser Geld immer schneller immer weniger wert ist?

Vielleicht sollte ich auch mal wieder einen Kredit beantragen.

(Danke an L.!)

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Kurz verlinkt LXXIII: Mittelstand und Unverstand

Falls noch jemand dachte, dass die F.D.P. ihre witzigen Umfragewerte zum Anlass nehmen könnte, ihre Stammklientel, die so genannten „Besserverdienenden“ aus dem so genannten „Mittelstand“, kritisch zu überdenken und gegebenenfalls zu wechseln, dann hat er nicht mit Patrick Döring gerechnet:

Gewerkschaftschef Sommer hatte sich in der „Bild am Sonntag“ für die Einführung einer Reichen- und einer Vermögensteuer, die Erhöhung der Erbschaftsteuer sowie die Besteuerung von Finanztransaktionen ausgesprochen. Döring kritisierte diese Vorschläge als „ein Programm gegen den deutschen Mittelstand“, das auf Kosten der Arbeitsplätze und auch des Staatshaushalts gehe.

Wir wollen ja die Ackermänner und Maschmeyer und ihr Geld nicht vergraulen, nich‘ wahr?


Ach, übrigens, die Gleichung E = m*c² sollte jedem Menschen bekannt sein, der hierzulande mal so was wie eine Schule besucht hat; auch, dass es „c Quadrat“ und nicht „c zwei“ am Ende heißt. Deshalb ist es eigentlich unverzeihlich, dass der „Freitag“ ausgerechnet in der Rubrik „Wissen“ bereits am Donnerstag so etwas veröffentlichen ließ:

[Das Elektronenvolt] beschreibt die Masse m in Form der Energie E – errechnet aus Einsteins Formel E=mc2, wobei c die Lichtgeschwindigkeit ist[.]

Aber montags ist man ja immer etwas milder gestimmt. Immer diese Wochenenden.

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Kurz verlinkt LXVIII: Anständiger Aufstand

In den USA so:

Eine US-Lobbyfirma bietet amerikanischen Banken Hilfe bei der Demontage der Occupy-Protestler an. Die Aktivsten gelten in Washington als ernsthafte politische Bedrohung.

(Quelle)

Weil vorher in den USA so:

Die Stimmung zwischen Polizei und der Occupy-Bewegung heizt sich auf. In New York wurden 250 Menschen festgenommen. Polizisten und Demonstranten sind verletzt.

(Quelle)

Während in Deutschland so:

(…) das Verhalten der Demonstranten gibt den städtischen Ordnungshütern keinen Grund zur Klage, im Gegenteil: „Wenn jede Demonstration so angenehm und friedlich verlaufen würde, hätten wir weniger Arbeit“, sagte der Chef des Frankfurter Ordnungsamts (…). Der Platz vor der Europäischen Zentralbank (EZB) sei eben „ein Platz, an dem man nicht aneckt“. Dort campiert „Occupy Frankfurt“ seit dem weltweiten Aktionstag vom 15. Oktober.

(Quelle)

Und dann das Ordnungsamt so:

Das Frankfurter Ordnungsamt hat den Occupiern am Willy-Brandt-Platz gerade erneut die Protestgenehmigung verlängert, diesmal bis zum 27. November. (…) „Wenn es so weiter geht, werden wir das auch den Winter hindurch verlängern.“

(Quelle)

Ihr seid mir ein paar Revolutionäre. Eure 68er-Eltern sind jetzt sicher sehr stolz auf euch.

„In Deutschland wird es keine Revolution geben, weil man dazu den Rasen betreten müsste.“
(wahrscheinlich) Wladimir Iljitsch Uljanow

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Schlimme Folgen

Oh, stimmt, in Griechenland war ja auch was, das wurde vor lauter Portugal beinahe vergessen. Aber die BILD kann noch so sehr herumtönen, direkt „pleite“ sind die Griechen ja anscheinend nicht:

Er warnt vor schlimmen Folgen: Der griechische Finanzminister Papaconstantinou rechnet mit einer Katastrophe für die Wirtschaft seines Landes, sollte Griechenland keine weiteren Kredite mehr bekommen. Deutschland hatte dem Staat mit einem Zahlungsstopp gedroht. (…) Die Folge wäre ein „sehr heftiges und schnelles Schrumpfen“ der griechischen Wirtschaft, (…).

Jetzt mal langsam zum Mitdenken für mich in Sachen Wirtschaft eher unbeleckten Zeitgenossen:
Die griechische Wirtschaft wird „schrumpfen“ wie der Bedarf an Eulen in Athen, wenn die anderen Länder ihre Zahlungen einstellen, zu denen sie sich nur deshalb überhaupt entschlossen haben, weil die griechische Wirtschaft schrumpfte?

Die „schlimmen Folgen“ sind absehbar: Aufgrund der dann wiederum gesunkenen Kaufkraft des Staates Griechenland wird er die übrigen Mitgliedsstaaten der „Währungsunion“ – mit Dackelblick, versteht sich – um einen kleinen Kredit („Nothilfe“) bitten, natürlich nur, bis sich die Wirtschaft wieder erholt hat …:

Inzwischen mehren sich Spekulationen, dass Griechenland trotzdem ab 2012 weitere Kredite benötigen könnte. Eine zweite Nothilfe über rund 60 Milliarden Euro könnte nötig sein.

Schon toll, so eine Währungsunion.

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Kredit verspielt

Und da ich gerade dabei war, mich aufzuregen, mache ich damit gleich weiter, sonst kriege ich am Ende noch gute Laune, und das führt dann immer zu eigenartigen Artikeln, die niemand versteht. Gute Laune lässt sich am einfachsten verhindern, indem man die Nachrichten des Tages liest.

Und dann liest man zum Beispiel so etwas:

Portugal erhält Milliardenkredit

Einen Kredit kennt man: Man geht zu seiner Bank, setzt einen Dackelblick auf und seine Unterschrift unter einen Knebelvertrag, den man früher oder später bereut, und hat fortan nicht nur Schulden in Höhe des Kredites, sondern sieht sich obendrein mit Zinsforderungen in mitunter unangenehmer Höhe konfrontiert, bis man diese Schulden zurückgezahlt hat.

Portugal aber ist nicht einfach zur Bank gegangen, denn die portugiesischen Banken sind allesamt der Pleite nahe. Ein bisschen wie die deutschen. Portugal hat sich keinen Kredit geben lassen, sondern ist in die Bank des Nachbarn reinspaziert und hat „Geld her!“ gebrüllt, und die Bank schwang zwar den Zeigefinger, gab Portugal das Geld aber trotzdem, denn Portugal sieht so niedlich aus, wenn es weint. Das mit dem Dackelblick kann Portugal wohl schon ganz gut.

Wenn ich mir von der Bank einen Kredit geben ließe und den dann nicht zurückzahlen könnte, würde die Bank zu mir sagen, dass es so nicht ginge, was mir wohl einfiele und dass ich dann wohl mal ein paar Jahre im Kittchen über meinen Umgang mit Geld nachdenken sollte. Leider haben wir kein Kittchen, das groß genug wäre, damit Portugal da reinpasst, also kann man Portugal nicht ins Kittchen stecken. Stattdessen sagt man Portugal bei der Kreditvergabe, es sei gar kein Kredit, sondern ein „Hilfspaket“, das ist wenigstens schön schwammig formuliert. Ich betrachte einen Bankkredit übrigens auch als ein Hilfspaket für mich, aber ich bin ja kein Land.

Hilfspakete unterscheiden sich von Krediten offiziell insofern, als man sie nicht zurückzahlen, sondern nur artig nicken muss, wenn der Paketdienst zur Unterschrift bittet:

Portugal verpflichtet sich gegenüber EU und IWF, das Haushaltsdefizit von 9,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes im vergangenen Jahr bis 2013 unter drei Prozent zu drücken – mehr ist nach den EU-Spielregeln nicht erlaubt.

Und wenn sie das nicht schaffen, dann haben sie halt ziemlich große Schulden bei den Geldgebern, die sich dann ein paar Jahrzehnte lang anhäufen dürfen. Die Geldgeber sind übrigens nicht die Banken oder irgendwelche Staaten, sondern es sind die Steuerzahler in diesen Staaten. Und die Begründung dafür, dass die Steuerzahler in diesen Staaten, deren Haushaltsdefizit auch nicht von schlechten Eltern ist, ihr Minusgeld zugunsten fremder Staatskassen noch ein wenig zu erhöhen haben, ist so simpel wie bescheuert:

„Wir können das nicht ohne Deutschland und seine Bereitschaft, die Stabilität des Euro zu sichern, machen“, sagte Rehn (EU-Währungskommissar) der Zeitung „Die Welt“. „Indem wir Portugal unter strikten, aber realistischen Bedingungen helfen, schützen wir auch die wirtschaftliche Erholung in Deutschland und die Ersparnisse der deutschen Bürger.“

Eine marode Währung stabilisiert man halt am besten, indem man so lange große Beträge hin und her schaufelt, bis alle, die diese Währung nutzen müssen, ungefähr gleich viel Schulden haben, das nennt man dann eine „Währungsunion“. Wieder was gelernt.

Griechenland hat übrigens ein bisschen Glück gehabt, dass sie schon früher pleite waren, denn während es selbstverständlich schlicht eine Frechheit wäre, aus einem Hilfspaket Profit zu schlagen, sieht das mit Geldgeschenken anders aus (Hervorhebung, wie meist, von mir):

Griechenland hatte schon vor Gründung des EU- Rettungsfonds EFSF von einem Extra-Paket von 110 Milliarden Euro profitiert.

Eins allerdings ist einleuchtend: Ersparnisse, die die deutschen Bürger nicht mehr haben, weil sie sie nach Portugal exportiert haben, können sie nicht mehr für Unsinn ausgeben. Das schützt ihre Ersparnisse vor ihnen selbst. Eigentlich wäre es doch eine traumhafte Welt, wenn keiner mehr Geld hätte, um sich davon Waffen oder iPhones zu kaufen. Sollte diese Utopie eines Tages Wirklichkeit werden? Wohl auch getrieben von diesem Traum „hatte [der Bundestag] das Hilfspaket für Portugal bereits mit breiter Mehrheit unterstützt“, aber wirklich ganz breit.

Ich glaube, ich gehe dieser Tage auch mal wieder zu einer Bank, bei der ich bislang kein Kunde war, und frage, natürlich mit Dackelblick, nach einem Hilfspaket. So als armer Student bin ich doch wohl kaum weniger hilfsbedürftig als ein Land voller arbeitender Menschen mit noch funktionierender Exportinfrastruktur.

Und ich bin mal gespannt, wie viel ich bekomme.

(Danke an L.!)

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taz.de: „Schäuble überwacht nun Banken“

Ich weiß noch nicht, was ich an dieser Schlagzeile für humoröser halte:

Die oben nochmals zitierte Überschrift, wie Fefe vorschlägt?

Nein, vielleicht doch eher den Artikel selbst:

… Ein Job, dessen Inhaber mit allen politischen Wassern gewaschen sein muss, das Ohr der Kanzlerin braucht und zugleich über Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit verfügt.

Der Mann, auf den diese Stellenbeschreibung aus Sicht von Kanzlerin Angela Merkel passt, heißt Wolfgang Schäuble.

Passt, ja. Wie Faust aufs Auge, Arsch auf Eimer oder Elefant in Porzellanladen.

Ürks!

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PersönlichesWirtschaft
In Zeiten flauer Wirtschaftslage…

… muss ein Staat mit der Zeit gehen:

(+Xenion) voll übel das kasino wo ich arbeite gehört dem staat ^^
(+Xenion) der staat kriegt die kohle, die die leute verlieren ….

So ist’s richtig, Robin Hood!


(Warum weigert sich das viel gepriesene Sommerwetter eigentlich beharrlich, mal ein paar Tage am Stück zu verweilen? Man traut sich ja kaum noch vor die Tür. – Eigentlich schade, lädt der Juli doch gewohnheitsmäßig zum Vordietürgehen ein.
Ich hoffe, im August wird’s besser; dann mache ich hier ein paar Tage Pause und gönne mir ein bisschen Ferien. Aber dazu schreibe ich später noch was.)

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Schuldenverbot ins Grundgesetz? Wie das?

Kurzer Spaß für zwischendurch:

Im Grundgesetz soll eine Bestimmung aufgenommen werden, die neue Schulden des Bundes [ab 2011] zukünftig verbietet, sagte der haushaltspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am Dienstag zum Auftakt der viertägigen Haushaltsberatungen des Bundestages.

(via CDUCSU.de [natürlich])

Neue Schulden sollen „verboten“ werden – so weit respektabel. Hoch genug sind sie wahrlich schon jetzt.

Dass vom Schuldenabbau keine Rede ist, sei hier einmal beiseite geschoben; allein: Wie soll das Ziel erreicht werden? Durch weniger Ausgaben wohl kaum – sonst wäre dies längst passiert. Wahrscheinlicher sind Steuererhöhungen.
Zum Wohle der Wirtschaft. Wir kennen das ja.

Wollen wir hoffen, dass es nicht so weit kommt. Die Chance, die CDU/CSU abzuwählen, ist ja nicht mehr allzu fern; wenngleich zu bezweifeln ist, dass die Wahlumfragen repräsentativ sind (demnach hätten die Linke und die Piratenpartei schon längst mehrere absolute Mehrheiten! – was sicher auch eine amüsante Koalition ergäbe).

Auf jeden Fall gilt vermutlich auch 2010 noch:
Den meisten Murks fabrizieren meist die, die gerade „die da oben“ sind.

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Terrorbirnen

Der Zoll soll in Deutschland nach einem Verkaufsverbot für Glühbirnen die Einfuhr herkömmlicher Lampen verhindern. Gestoppt werden soll vor allem der Versand durch außerhalb der Europäischen Union ansässige Onlineshops, wie ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums der „Wirtschaftswoche“ sagte. Bund und Länder wollen ihr Vorgehen demnach am Montag beraten.

Abgefangene Glühbirnen sollen laut „Wirtschaftswoche“ entweder vernichtet oder an ausländische Interessenten versteigert werden.

So zu finden auf Manager-Magazin.de. Es ist schön zu sehen, dass die Bürokratie in diesem Land noch funktioniert, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob hier vielleicht falsche Prioritäten gesetzt werden. Die Gefahr für dieses Land, die von der Verwendung von Glühbirnen ausgeht, halte ich persönlich doch für recht gering, wenn man sie nicht gerade unliebsamen Zeitgenossen ins Auge rammt.

Ob diese „Onlineshops“ wohl auch auf der Liste potenziell gefährlicher Webseiten und somit eines Tages in den geplanten Filterlisten landen?
Oder vielleicht geht den Verantwortlichen ja vorher ein Licht auf.

Um es wie Michael Miersch zu formulieren:
Glücklich das Land, das solche Probleme hat.