Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: Abraham – Look, here comes the dark!

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. In der Schweiz ist vie­les anders als in ande­ren Län­dern: Die Spra­che ist bizarr, die Bier­prei­se sind absurd, die Züge sind pünkt­lich, die Land­schaft ist mit­un­ter bezau­bernd und die Musik­sze­ne ist krea­tiv und pro­duk­tiv. Im Ver­lauf der ver­gan­ge­nen Jah­re, von mir bis­lang unbe­merkt, erspiel­te sich die im fran­zö­sisch­spra­chi­gen Teil …

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Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: Aivery – Because

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. Regel­mä­ßi­ge Leser wis­sen, dass Musik eine Pro­fes­si­on der Über­ra­schun­gen ist. Daher soll­te es auch kaum erstau­nen, wenn aus­ge­rech­net Öster­reich sich immer wie­der als Hei­mat­land von Musi­kern, deren Wer­ke nicht zu ken­nen bedau­er­lich wäre, her­aus­stellt. Aivery klin­gen näm­lich eigent­lich gar nicht nach Öster­reich, ich hät­te sie eher in Austra­li­en ver­or­tet. …

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Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: Verstärker – Aktivität

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. Um 1972 her­um, in der Blü­te­zeit des „Kraut­rocks“ also, for­mier­te sich eine lose Grup­pe von Musi­kern, die das Benut­zen klas­si­scher Musik­in­stru­men­te für zu beschrän­kend hielt und statt­des­sen ander­wei­tig Geräu­sche erzeug­te. Zu die­sen Musi­kern gehör­ten Klaus Schul­ze und Die­ter Moe­bi­us eben­so wie Bands wie Tan­ge­ri­ne Dream und Kraft­werk, die etwa …

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Musikkritik⁠Kaufbefehle
Kurzkritik: Tony Conrad & Faust – Outside the Dream Syndicate

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. Im Jahr 1963 ent­stand, wie auf­merk­sa­me Leser längst wis­sen, in den USA das von La Mon­te Young geführ­te Theat­re of Eter­nal Music, ein Kol­lek­tiv von Musi­kern, das mini­ma­li­sti­sche Kom­po­si­tio­nen dar­bot. Drei ihrer Auf­nah­men wur­den spä­ter in der Rei­he „Insi­de the Dream Syn­di­ca­te“, über­wie­gend unter dem Namen John Cales, der …

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Musik 06/2018 – Favoriten und Analyse

Die­ser Arti­kel ist Teil 20 von 29 der Serie Jah­res­rück­blick

Kaum ist es mal schier uner­träg­lich warm gewor­den, schon ist wie­der ein hal­bes Jahr vor­bei. Das kann nur eines bedeu­ten: Es ist wie­der Zeit für die besten Musikal­ben des ersten Halb­jah­res 2018. Dass seit der letz­ten Rück­schau sowohl Mark E. Smith und mit ihm wohl auch The Fall als auch Den­nis Edwards (The Temp­t­ati­ons) und …

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Kurzkritik: David Cross & David Jackson – Another Day

Was macht eigent­lich David Jack­son? Nach­dem sei­ne ein­sti­ge Stamm­band Van der Graaf Gene­ra­tor sich, wie man hört, eini­ger­ma­ßen unfried­lich von ihrem über­ra­gen­den Saxo­pho­ni­sten tren­nen muss­te, hat­te er mei­ne Auf­merk­sam­keit nur noch sel­ten bekom­men, etwa 2013 mit dem fürch­ter­li­chen „Grid­lock“. 2018 ist ein gutes Jahr, dar­an etwas zu ändern, denn im Früh­jahr die­ses Jah­res erschien „Ano­ther …

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Kurzkritik: Messa – Feast for water

Die Musik­grup­pe Mes­sa hat­te auf die­sen Sei­ten erst Ende April den Platz als Spen­de­rin der Mon­tags­mu­sik ein­ge­nom­men, ihr fei­nes „Bab­a­lon“ gehört sicher­lich nicht zu den schlech­te­sten Stücken ita­lie­ni­scher Musik­kunst. Im Jahr 2018 erschien ihr neu­es Album „Feast for water“ (Amazon.de, Band­camp, TIDAL), das ich auf kei­nen Fall unemp­foh­len las­sen möch­te. Es beginnt mit einem Plät­schern: …

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Kurzkritik: Humulus – Reverently Heading Into Nowhere

Wenn die Ita­lie­ner nicht gera­de merk­wür­di­ge Poli­tik her­vor­brin­gen, machen sie statt­des­sen oft ver­nünf­ti­ge Musik. Wenn sie dabei auf Gesang ver­zich­ten oder ihn in einer ande­ren als der Lan­des­spra­che vor­brin­gen, die beim Sin­gen wirk­lich nicht mehr schön klingt, dann ist mir das mit­un­ter eine Emp­feh­lung wert. Das Trio Humu­lus etwa, das sei­ne Musik als eine „Kom­bi­na­ti­on …

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Kurzkritik: The Brian Jonestown Massacre – Don’t Get Lost

Das US-ame­ri­­ka­­ni­­sche Sep­tett The Bri­an Jone­stown Mas­sacre – ein nicht unklu­ges Wort­spiel unter Ein­be­zie­hung von Bri­an und Jim Jones – ist eine feste Instanz, wenn es um die musi­ka­li­sche (wenn auch nicht kul­tu­rel­le) Nach­fol­ge der unver­gess­li­chen Vel­vet Under­ground geht. Außer schlech­ter Musik ist ihnen aber auch eine Pau­se fremd: 2017 erschien schon wie­der ein Stu­dio­al­bum …

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Kurzkritik: Sounds Of New Soma – Moebius Tunnel

Was ver­bin­det man mit Kre­feld? Was auch immer hier die erste Ant­wort gewe­sen sein mag, sie lau­te­te wahr­schein­lich nicht „Kraut­rock“. Genau sol­chen aber bringt seit eini­gen Jah­ren das Kre­fel­der Duo Sounds Of New Soma („Klän­ge des neu­en Kör­pers“ o.s.ä.) her­vor. Das 2016 ver­öf­fent­lich­te Album „Moe­bi­us Tun­nel“ (Bandcamp.com, Amazon.de) legt hier­über ein Zeug­nis ab, das kaum …

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Kurzkritik: Melt Downer

Als Zei­chen mei­ner Uner­schrocken­heit und zur ange­mes­se­nen Wür­di­gung des Tages der bescheu­er­ten Wit­ze wage ich heu­te mal wie­der etwas, wovon ich mir selbst meist eher abra­ten wür­de: Ich höre Musik aus Öster­reich. Öster­rei­chi­scher Musik haf­tet zumeist nicht der Ruf an, beson­ders gran­dio­ser Qua­li­tät oder auch nur Viel­falt zu sein. Gemein­hin als „Austro­pop“ klas­si­fi­zier­te Lie­der mit …

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Kurzkritik: awakebutstillinbed – what people call low self​–​esteem is really just seeing yourself the way that other people see you

Als Band­wort­freund „gutes­hoe­re­nist­wich­tig“ im Febru­ar das Album „what peo­p­le call low self​–​esteem is real­ly just see­ing yours­elf the way that other peo­p­le see you“ (Amazon.de, TIDAL, Band­camp) von awa­ke­but­stil­lin­bed – man­che eher unge­dul­di­ge Leu­te wer­fen mir vor, dass mei­ne Sät­ze ihnen zu lang sind, aber für die­sen hier kann ich nur teil­wei­se etwas – anpries, …

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Kurzkritik: Bubblemath – Edit Peptide

1995 wur­de in Min­nea­po­lis, von der Welt­öf­fent­lich­keit unter ande­rem wegen der bedau­er­lich feh­len­den Ver­net­zung jener Tage kaum beach­tet, die eini­ger­ma­ßen alber­ne Grup­pe Bubble­math gegrün­det. Ihr Debüt­al­bum „Such Fine Par­tic­les Of The Uni­ver­se“ erschien 2001 und fand eini­gen Zuspruch für sei­ne klang­li­che Nähe zu den sowie­so über­ra­gen­den echo­lyn. Es dau­er­te bis 2017, bevor der Nach­fol­ger „Edit …

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Kurzkritik: At the Drive-In – Diamanté

Von 1993 bis 2001 bestand die texa­ni­sche Post-Har­d­­co­re-Band At the Dri­­ve-In, die in ein­schlä­gi­gen Musik­me­di­en als – um nicht schon wie­der die­ses unsäg­li­che Wort „abfei­ern“ zu ver­wen­den – ziem­lich gut beschrie­ben wur­de. Aus Grün­den wur­den aus ihr dann jedoch zwei ver­schie­de­ne Grup­pen, näm­lich die mir völ­lig unbe­kann­ten Spar­ta und die mir in recht posi­ti­ver Wei­se …

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Kurzkritik: Altare Thotemico – Sogno Errando

Wer mei­nen bis­he­ri­gen Musik­re­zen­sio­nen ein paar Minu­ten Auf­merk­sam­keit geschenkt hat, dem mag auf­ge­fal­len sein, dass es bei mir sehr sel­ten vor­kommt, dass ich ita­lie­ni­schen Gesang für erträg­lich hal­te. Die Spra­che klingt gesun­gen ein­fach meist schei­ße. Um so erfreu­li­cher ist es, wenn die­se Regel eine Aus­nah­me fin­det. So ist es zum Bei­spiel beim bolo­gne­si­schen Sex­tett Alta­re …

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