Netzfundstücke
Die deutsche Lust am Kottornado über Nichtigkeiten

Die deutsch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia infor­miert: Shits­torm (…) bezeich­net im Deut­schen [einen] „Sturm der Ent­rü­stung in einem Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­um des Inter­nets, der zum Teil mit belei­di­gen­den Äuße­run­gen ein­her­geht“, der im Eng­li­schen als fire­storm bezeich­net wird. Ich las­se die Ety­mo­lo­gie hier unkom­men­tiert auf das Publi­kum wir­ken, man den­ke sich zur gei­sti­gen Beschaf­fen­heit der Neo­lo­gis­mie­rer das Sei­ne. Erfolg­reich ist das …

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In den Nachrichten⁠Nerdkrams
💩 (5)

Puh, na „end­lich“: Ent­wick­ler und Kom­man­do­zei­len­be­nut­zer kön­nen auf Win­dows künf­tig eine neue Ter­­mi­nal-Anwen­­dung ver­wen­den, die schlicht Win­dows Ter­mi­nal hei­ßen soll. Die­se soll Nut­zern im Ver­gleich zu bis­her vor allem eine aktu­el­le Ober­flä­che bie­ten. Dazu gehört unter ande­rem die Unter­stüt­zung für Schrift­ty­pen mit Emo­jis. Unab­hän­gig von der auch hier sicher­lich ange­brach­ten Kri­tik an der Unart, eine …

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Politik⁠Netzfundstücke
Wahl-Schwach-o-Mat (3)

In sozia­len Medi­en und Alpha­blogs wer­den zur­zeit Aus­wer­tun­gen des „Wahl-o-Maten“ wie Sie­ger­ur­kun­den prä­sen­tiert. Das scheint eine Art visua­li­sier­ter Gut­gläu­big­keit hin­sicht­lich der Par­tei­pro­gram­me zu sein, genau die­se näm­lich wer­den dort blö­de abge­fragt. Dass die mei­sten eher lin­ken Par­tei­en nach einer Wahl nicht mehr viel davon hal­ten, was sie vor­her ver­spro­chen haben, soll­te aber bekannt sein, eben­so …

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Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Tittr (2)

„hei­se online“, 4. Dezem­ber 2018: Ab 17. Dezem­ber ver­bit­tet sich der Blog­­ging-Dienst Tumb­lr sexu­el­le Dar­stel­lun­gen. Das hat die Ver­i­­zon-Toch­ter am Mon­tag mit­ge­teilt. „hei­se online“, 6. Dezem­ber 2018: Zahl­rei­che Tum­b­lr-Nut­­zer berich­ten, dass plötz­lich völ­lig unver­fäng­li­che Inhal­te mar­kiert wor­den sind. Dar­un­ter etwa nied­li­che Car­toons (mit Kul­ler­au­gen), Fotos von Strick-Ker­­zen oder Blei­stift­zeich­nun­gen von Dino­sau­ri­ern. (Das müs­sen die­se „intel­li­gen­ten …

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In den Nachrichten⁠Nerdkrams
Wer sich in die „Cloud“ begibt, der kommt darin um (3).

Was einem Unter­neh­men eben so pas­siert, wenn es „sei­ne“ Daten auf den Com­pu­tern ande­rer Leu­te ablegt: Hun­der­ten Ent­wick­lern wur­den ihre Git-Quel­l­­code-Repo­­si­to­ri­en gesäu­bert und mit der For­de­rung nach Löse­geld ersetzt. (Furcht­ba­re Über­set­zung von mir.) Ist halt so prak­tisch, das alles. THIS IS WHAT HAPPENS WHEN YOU STORE YOUR DATA IN THE CLOWN. Jamie Zawin­ski

Politik⁠Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Kurz angemerkt zum 1. Mai

Wenn in einer dop­pelt siche­ren Stadt dazu auf­ge­ru­fen wird, sel­bi­ge zu zer­le­gen, als sei weni­ger intak­ter Wohn­raum plötz­lich doch ein guter Zustand, anders­wo gesichts­lo­se Nichts­nut­ze femi­ni­stisch gegen Deutsch­land vor­zu­ge­hen pro­pa­gie­ren, als sei ein staa­ten­lo­ser Femi­nis­mus einer fried­li­chen Gesell­schaft zuträg­li­cher als ein ande­rer, und schließ­lich Kevin Küh­nert in einem gewohnt wir­ren Inter­view den Vor­schlag vor­bringt, man …

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Netzfundstücke⁠In den Nachrichten⁠Mir wird geschlecht
Liegengebliebenes vom 25. April 2019

Künst­li­che Intel­li­genz ist echt eine fei­ne Sache zur Ter­ror­ab­wehr: In drei Pro­mil­le der Fäl­le tippt sie nicht dane­ben. Beim ZDF gibt es auch eng­li­sche Unter­ti­tel. Hof­fent­lich ist das Unter­ti­telungs­team bes­ser qua­li­fi­ziert als das Twit­ter­team. Unge­wöhn­li­che mora­li­sche Unter­stüt­zung für Edward Snow­den, der sich seit sechs Jah­ren vor der NSA ver­steckt: Eigent­lich habe er ja Recht gehabt, …

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Netzfundstücke⁠Mir wird geschlecht
Medienkritik extern: Ein Foto ist kein Foto.

Auch: Das Bild des schwar­zen Lochs von M87 ging um die Welt. Aber es ist kein Foto. (…) Mathe­ma­tisch kann gezeigt wer­den, dass es eine unend­lich gro­ße Anzahl mög­li­cher Bil­der gibt. Schlim­mer noch: Wenn nur ein Teil der Fou­rier­trans­for­ma­ti­on vor­liegt, gibt es immer auch fal­sche Bil­der, die sogar bes­ser zu den vor­lie­gen­den Daten pas­sen als …

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Netzfundstücke
Du bist, was du isst

In den Kolum­nen bei SPARGEL „SPIEGEL ONLINE“ wur­de die­ser Tage nicht nur fest­ge­stellt, dass Spar­gel men­schen­ver­ach­tend sei, son­dern auch unter Zuhil­fe­nah­me eines Dep­pen­kom­mas rich­tig erkannt: „Zigeu­ner­schnit­zel“ zu essen, ist kein Men­schen­recht. So viel Weis­heit hät­te ich Fer­da Ata­man („lebt in Ber­lin“, aber als Dia­gno­se) auf­grund des publi­zie­ren­den Medi­ums gar nicht zuge­traut: Es gibt kein Men­schen­recht …

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In den Nachrichten⁠Computer
„Alexa, sichere mein Kraftwerk!“

Rich­ti­ges Pro­blem, fal­sche Lösung: Es ist der Beginn einer ganz neu­en Qua­li­tät von Cyber­an­grif­fen. So zumin­dest schät­zen Exper­ten einen Hacker­an­griff in Sau­­di-Ara­­bi­en ein. Eine Grup­pe hat dabei einen Com­pu­ter­vi­rus in das System eines Kraft­werks ein­ge­schleust und hät­te es damit zer­stö­ren kön­nen[.] (…) [I]n der glo­ba­li­sier­ten Welt, in der immer mehr Din­ge mit dem Inter­net ver­netzt …

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Nerdkrams⁠Projekte
In eigener Sache: Unping ALL the links!

Anfang April 2019 ver­brei­te­te sich die Mel­dung, dass es in Chro­me, Safa­ri und code­ver­wand­ten Brow­sern künf­tig nicht mehr mög­lich sein soll, die Link­ver­fol­gung mit­tels des ping-Attri­­buts zu deak­ti­vie­ren. Das Pro­blem wäre mit einem Benut­zer­skript ein­fach gelöst: window.addEventListener(„load“, func­tion() { let links = document.getElementsByTagName(„a“); for (let i = 0; i < links.length; i++) { links[i].removeAttribute(„ping“); } …

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Politik⁠Netzfundstücke
Mit Copy & Paste in Amt und Würde

Dass die Pira­ten­par­tei ihren Wahl­kampf zur Euro­pa­wahl 2019 unter dem Mot­to „Frei­heit. Wür­de. Teil­ha­be.“ antritt, fin­de ich wenig­stens tra­gi­ko­misch, gibt es doch auf euro­päi­scher Ebe­ne kein ein­zi­ges Gesetz, das die Wür­de von EU-Bür­­gern ver­bes­sern könn­te. Wäh­rend ich also noch dar­über nach­den­ke, ob die Mot­to­ver­ant­wort­li­chen der Pira­ten­par­tei nur das Par­la­ment, in das die Par­tei zum zwei­ten …

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Politik⁠In den Nachrichten⁠Computer
Ferngesteuerte Intelligenz

Ist es nicht beru­hi­gend zu wis­sen, dass die Zukunft des Stra­ßen­ver­kehrs ganz von künst­li­cher Intel­li­genz beherrscht wer­den wird? Die kali­for­ni­sche Gesetz­ge­bung schreibt vor, dass Fahr­zeu­ge ohne einen Fah­rer Fern­steue­rung zulas­sen müs­sen. Flo­ri­da, Ari­zo­na, Ore­gon und Washing­ton erwä­gen ver­gleich­ba­re Regeln. (Über­set­zung von mir.) Aber kei­ne Sor­ge – Autos kön­nen nur von geneh­mig­ter Stel­le fern­ge­steu­ert wer­den. Undenk­bar, …

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Politik⁠Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 11. April 2019

Unter dem Namen „KAMELEO“ exi­stiert eine Soft­ware, die vor Brow­ser­iden­ti­fi­zie­rung und damit Nut­zer­ver­fol­gung im Web schüt­zen soll. Auf der Web­site kommt Goog­le Ana­ly­tics zum Ein­satz. Die­ses Web ist ein ein­zi­ges gro­ßes Ärger­nis gewor­den. Am 3. April 2019 zeig­te Andrew Cha­el, der unge­fähr 850.000 der unge­fähr 900.000 Code­zei­len für das Pro­jekt selbst schrieb, der Welt­öf­fent­lich­keit eine …

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Netzfundstücke⁠Nerdkrams
Der Mensch als Hilfsutensil des Computers

Vor lan­ger Zeit, es könn­ten die 1960er Jah­re gewe­sen sein, wur­den die damals noch „Elek­tro­nen­ge­hirn“ genann­ten, zim­mer­gro­ßen Com­pu­ter als Gerä­te betrach­tet, die dem Men­schen von Nut­zen sein wür­den. Seit­dem ist viel pas­siert: Die Grö­ße von Bau­tei­len nahm geschwind ab, die Pro­duk­ti­on wur­de immer preis­wer­ter, die Gerä­te wur­den immer lei­stungs­fä­hi­ger. Irgend­wann setz­te sich schließ­lich das Kon­zept …

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