Man schelte mich einen Naiven, wenn ich da einfach was nicht richtig verstanden habe, aber die vermeintliche Konsequenz zwischen dem deutschen „oh nein, Russland hat mehr Waffen, wir brauchen jetzt auch mehr Waffen!“ und dem russischen „oh nein, die NATO hat mehr Waffen, wir brauchen jetzt auch mehr Waffen!“ scheint mir – anders, als Bundesverteidigungsminister, Armin-Laschet-Doppelgänger und SPD-Rechtsaußen Boris Pistorius, dessen Ansinnen, gleichzeitig mehr Tötungsmaterial zu erwerben und/oder bauen zu lassen und dafür nicht in den Geldtöpfen für Soziales zu wildern, sich mir schon rein volkswirtschaftlich nicht so recht erschließen mag, dieser Tage zu schwätzen pflegt – eher ein in sich geschlossener Kreislauf als eine Frage von Ursache und Wirkung zu sein.
Liegengebliebenes vom 23. April 2024
„Golem.de“ zeigt sich amüsiert: Wenn man eine bestimmte („DIESE!“, wie es verbrennungswürdige Medien ausdrücken würden) Marke „smarter“ Fernseher, nämlich Hisense, in dasselbe Netzwerk aufnimmt wie einen Windowscomputer, dann verhält sich dieser Windowscomputer irgendwann merkwürdig. Der Ansatz der Fehlerberichterin: Finger weg von Hisense! Mein Ansatz: Finger weg von „smarten“ Geräten im eigenen Haushalt! Das scheint im Übrigen auch diejenige Option zu sein, die allzu lange Gerätekompatibilitätslisten erübrigt.
Der Siegeszug der Maschinen schreitet voran: Anscheinend muss man Google gegenüber jetzt Rechenschaft ablegen, wenn man bei Google Maps irgendwas machen will.
Mich freut, dass es die Deutschen ausnahmsweise interessiert, was ausländische Geheimdienste hierzulande anrichten. Mich ärgert, dass sie damit nicht die NSA meinen.
Apropos US-amerikanisch: Ich bitte eventuell mitlesende Angehörige der Judikative schon jetzt um Nachsicht für alles, was ich mit dem Nächsten machen werde, der in meiner Gegenwart die Formulierung wie „es sind nur noch zehn Minuten zu gehen“ verwendet und damit keinen Fußmarsch, sondern einen Zeitplan meint.
„The Atlantic“ unkt, das Ende des Webs, wie wir es kennen, sei schon bald erreicht. Ursächlich hierfür sei die Flut an computergenerierten Inhalten, die wiederum für nicht für Menschen, sondern für Reklametafeln optimierte Suchmaschinen interessant wirken sollen. Wäre es nicht einfacher, wir ließen die Roboter also dort miteinander spielen und machten stattdessen was anderes?
Brother Grimm – Broken Glass // Errungenschaft Winkelwagen
Es ist Montag. Immerhin darf man das noch ohne ausgiebige Vorabdistanzierung sagen. Das ist kein schlimmes Versäumnis, man sagt es ja ohnehin meist eher ungern.
Zur deutschen Angst, dass trotz allem ein Friede ausbrechen könnte, gibt es einen tagesaktuellen Graphen, entnehme ich dem Internet, und dass der Einkaufswagen auf Niederländisch „Winkelwagen“ heißt. Toll, diese modernen Zeiten. Unsere Großeltern konnten sich zwar in unserem Alter ein vollständig abbezahlbares Haus leisten und hatten weniger Steuern zu zahlen, aber dafür wussten die nicht, wie Niederländisch klingt. Ätsch.
Ich würde ja sagen „das regt mich auf“, aber vor dem ersten Kaffee regt mich schon die bloße Existenz auf. Erst mal Musik.
Guten Morgen.
Parteien zur Europawahl
Wer braucht den Wahl-O-Maten, wenn er Hirnfick 2.0 haben kann? ‘Parteien zur Europawahl’ weiterlesen »
Abschließende Anmerkung zur Chatkontrolle
Medienkritik in Kürze: Besonders aufpassen auf „heise online“!
Die Echtweltnutzung von JavaScript hat inzwischen eine Qualität erreicht, die sogar das ehemalige EDV-Fachmagazin „heise online“ dazu verleitet, vor allzu umständlichem JavaScript zu warnen.
Außerdem müsse besonders aufgepasst werden, wenn Quelltext absichtlich schwer zu durchschauen oder gar nicht für Menschen lesbar sei.
Der Artikel, um den es geht, bindet 24 JavaScript-Dateien (ohne aktivierte Reklameblockade vielleicht noch mehr) ein, von denen eine so beginnt:
Keine weiteren Fragen.
Hoffnung Dexit (15): Die SPD will meine Briefe lesen, aber ihre eigenen nicht mehr.
Während die Bundesregierung – bald ist ja wieder Fußball – momentan daran arbeitet, datenschutzaffinen Bürgern (also solchen, die nicht fortwährend ein Smartphone mit sich herumtragen, vielleicht nicht mal eines besitzen) das Leben rechtssicher zu führen weiterhin zu erschweren, ist die beste Europäische Union, die man für Geld kaufen kann, voll damit beschäftigt, den Regierten zu signalisieren, dass die geplante „Chatkontrolle“ – also die legal zu schaffende Möglichkeit, sicher verschlüsselte Kommunikation zu verhindern; siehe zuvor – nur die Bösen zu fangen hilft und keinerlei unerwünschte Nebeneffekte aufweist:
Nachdem (sic! A.d.V.) neuesten (…) Gesetzentwurf zur Chatkontrolle (…) wollen die EU-Innenminister Accounts der Angehörigen von Sicherheitsbehörden wie Geheimdienste, Polizei und Militär von der geplanten Chatkontrolle ausnehmen (…).
Damit sind die Bösen indes schon mal in Sicherheit, möchte mir scheinen.
Kann ich die Nachteile eines EU-Austritts noch mal sehen?
Medienkritik in Kürze: Eileskälte
Selten las ich Eiligeres.

Minerall – Bügeln/Unerforscht // mailto ist verboten
Es ist Montag. Nachrichten aus Israel: Es gibt wieder Gratismeinungen für alle. Ist es nicht furchtbar langweilig, die Welt in Gut und Böse zu teilen?
„http“ stehe „vor jeder Internet-Adresse“, entnehme ich einer Publikation – eine lokale Kopie der Datei liegt vor, Urheberrechtsfragen sind jedoch ungeklärt – des Bundes Deutscher Kriminalbeamter. Wenn die von „ftp“, „gopher“, „nntp“ und nicht zuletzt „https“ erfahren, implodiert bestimmt irgendwas.
Das Wort „umswitchen“ ist einer dieser Begriffe, an deren Verwendung man zuverlässig Menschen erkennt, mit denen man nicht zu Mittag essen möchte. – Apropos Sprache: Einerseits wollte ich gestern im Rahmen einer Whiskyrezension „In der Nase habe ich frisches Steinobst“ schreiben, andererseits konnte ich das leider nicht zu Ende formulieren, weil ich jedes Mal, wenn ich den Text wieder öffne, mir glucksend vorstellen muss, wie ich tatsächlich frisches Steinobst in der Nase habe.
Auch frisch: Musik.
Guten Morgen.
„Sicherer als Windows“ des Tages (32)
Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann wartet mal schön auf das Sicherheitsupdate!
Assanges fünf Jahre und ein Tag
Jubiläum, das ich verpasst habe: Gestern vor fünf Jahren wurde Julian Assange zwecks Verteidigung der westlichen Werte in einen britischen Folterknast geworfen, damit er aufhört mit dem Journalismus.
Das Problem mit Russland war jetzt noch mal welches genau?
Liegengebliebenes vom 10. April 2024
Computerproblem der Woche: Das WLAN funktioniert nur, wenn es regnet.
Wer Korruption will, der muss CDU wählen. Die rechtspopulistische SPD hat derweil verloren: Keine Vorratsdatenspeicherung bis auf Weiteres. Danke, FDP. (Muss man ja auch mal sagen.)
Google so: Chrome ist kein sicherer Browser. Niemand ist überrascht.
Deutschland: Wo man zum Leben gezwungen wird.
Wo wart ihr, als Kurt Cobain starb?
Neues vom Patriarchat
Kann ich diesen Feminismus noch mal sehen, der sich für alle Geschlechter einsetzt?
Cat.
Mr Bison – Child Of The Night Sky // Die Überpopulation der Anderen
Es ist Montag. Kurze Durchsage aus der Bundestagsfraktion der Grünen: Die Wahrheit ist eine Lüge, wenn sie den Deutschen verraten wird. Mein Kopf ist ein Karussell und es hat lustige Melodien.
Liegengebliebene Pointe von der Zeitumstellung: Die Dreifachbelastung Kinder/Haushalt/Uhrenumstellen ist Frauen kaum zuzumuten. Feminismus heißt auch, sich gegen die Sommerzeit einzusetzen. Annalena Baerbock, hilf! – Apropos: „Wehrwille“ ist ein Wort, das zu lesen ich in diesem Leben nicht mehr vorhatte, aber wir kriegen ja nicht immer alle, was wir wollen. (Warum sind 130.000 Elefanten eigentlich „Überpopulation“, aber 8 Milliarden Menschen nicht?)
Trinkspiel (lebensgefährlich): Wenn ein Medium eurer Wahl über ein Thema jeglicher Art berichtet wird, jedes Mal einen Schnaps trinken, wenn an einer erwähnten Person das Alter dransteht, aber es für die Meldung völlig unerheblich ist, wie alt die Person ist. Prost. – Zum Thema Medienberichte noch was Aktuelles: Bei Boeing fällt dauernd was runter. Gute Reise.
Dazu ein Lied über den Nachthimmel, weil’s halt passt (und gute Musik ist).
Guten Morgen.







