Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: Jarl – Spectrum Confusion

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben. Erik Jarl – ein Name wie Don­ner­hall, jeden­falls bei den Wikin­gern – ist ein schwe­di­scher Musi­ker, der sei­ne Wer­ke, glaubt man dem Pres­se­text, kom­plett ana­log ein­spielt und dabei Syn­the­si­zer, ana­lo­ge Sequen­zer, Wel­len­form­ge­ne­ra­to­ren und Oszil­la­to­ren sowie ver­schie­de­ne Echo-/Re­­verb- und Delay-Effek­t­­ge­rä­te ein­setzt. Im Okto­ber 2021 ver­öf­fent­lich­te er mit „Spec­trum Con­fu­si­on“ (Bandcamp.com) …

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Persönliches
Kinderkneten und Ballonschminken

Die Sonn­aben­de unmit­tel­bar vor einer Wahl las­sen deut­sche Innen­städ­te noch schwe­rer zu ertra­gen wer­den als sonst. Zu bemit­lei­den sind sicher­lich die­je­ni­gen, die ohne jedes Rede­ta­lent einen Infor­ma­ti­ons­stand ihrer Par­tei zu beman­nen haben: Wäh­ler der hie­si­gen AfD zum Bei­spiel wird man ver­mut­lich, obwohl, und nicht, weil man mit ihren Wer­bern gespro­chen hat. In der Innen­stadt zahl­lo­se …

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In den Nachrichten
Philipp Fürchtegott Reemtsma gefällt das.

Moham­med sei in meh­re­ren deut­schen Bun­des­län­dern der belieb­te­ste Name für männ­li­che Neu­ge­bo­re­ne, teil­te die Gesell­schaft für deut­sche Spra­che mit. Meh­re­re Men­schen namens Chri­sti­an kri­ti­sie­ren seit Jah­ren die­sen reli­giö­sen Ein­fluss auf den All­tag von Anders­gläu­bi­gen, fin­den es aber auch wei­ter­hin rich­tig, dass ich sonn­tags kein Klo­pa­pier kau­fen darf. Wegen Jesus.

Sonstiges
Miniaturen (07.05.24)

37 sei (natür­lich neben 42 und, hihi, 69) die häu­fig­ste Zahl, die Men­schen nen­nen, wenn man sie bit­tet, sich eine ver­meint­lich zufäl­li­ge Zahl aus­zu­den­ken, steht neu­er­dings im Inter­net. Der „9 9 9 9…“-Zufallsgenerator aus der Unter­welt im Dil­­bert-Comic war da gera­de­zu pro­phe­tisch. Säbel­ras­seln schön und gut, aber haben die kein Schieß­pul­ver? Promipool.de ist hell­auf begei­stert: …

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Netzfundstücke⁠In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Värttinä – Lasetus // Für mehr Knoblauchtage!

Es ist Mon­tag. Fra­ge: War­um haben die USA eigent­lich zwei Fei­er­ta­ge für Knob­lauch und unser­ei­ner kei­nen ein­zi­gen? Als einer der­je­ni­gen Men­schen, die beim Kochen ihre Min­dest­men­ge an hin­zu­zu­fü­gen­dem Knob­lauch bei vier bis fünf Zehen über dem, was im – soweit vor­han­de­nen – Rezept emp­foh­len wird, fest­ge­legt haben, sehe ich da ein kla­res Ver­säum­nis des Gesetz­ge­bers. …

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Sonstiges
Tag der AIrbeit (Nachtrag): Selberpupsen ist die Zukunft

Kaum ist der Tag der Arbeit vor­bei, schon wird die Arbei­ter­klas­se wie­der schritt­wei­se ent­mün­digt: Goo­gles Tele­­fon-App bekommt ein Nip­pel­board. Damit kann man bei Gesprä­chen meh­re­re Geräu­sche ein­streu­en – von Pups bis Wei­nen. Die­se schlei­chen­de Weg­au­to­ma­ti­sie­rung banal­sten All­tags muss ein Ende haben. Pro­le­ta­ri­er aller Län­der, pupst beim Tele­fo­nie­ren! (Mich per­sön­lich stört beim Tele­fo­nie­ren ja am mei­sten …

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Sonstiges
Tag der AIrbeit

(Was ich heu­te, da ich aus­ge­rech­net die CDU mit einem eige­nen Info­stand beim Tag der Arbeit gese­hen habe, sie schon aus Per­ple­xi­ons­grün­den zu fra­gen ver­ges­sen habe: War­um haben wir eigent­lich Maler, Musi­ker und Schrift­stel­ler weg­zu­au­to­ma­ti­sie­ren gelernt, aber die Fen­ster müs­sen wir im Som­mer immer noch sel­ber put­zen?)

Persönliches⁠Netzfundstücke⁠In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Jethro Tull – A Passion Play // Whiskyneid mit Marinetti

Es ist Mon­tag, ein guter Tag für so genann­te Bericht­erstat­tung. Es war eine blö­de Idee, die­se Leu­te ins Inter­net ein­zu­la­den. Sie ver­ste­hen nicht, was hier geschieht, aber sie schrei­ben sicher­heits­hal­ber schon mal was auf. Do you, Mr. Jones? Ich habe vor­ge­stern, beim Schlen­dern zwi­schen zwei Ange­bo­ten auf der Open Whis­ky in aus­ge­rech­net Han­no­ver, fas­sungs­los fest­ge­stellt, …

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Politik⁠In den Nachrichten
Kurz angemerkt zur Rüstungsproduktion

Man schel­te mich einen Nai­ven, wenn ich da ein­fach was nicht rich­tig ver­stan­den habe, aber die ver­meint­li­che Kon­se­quenz zwi­schen dem deut­schen „oh nein, Russ­land hat mehr Waf­fen, wir brau­chen jetzt auch mehr Waf­fen!“ und dem rus­si­schen „oh nein, die NATO hat mehr Waf­fen, wir brau­chen jetzt auch mehr Waf­fen!“ scheint mir – anders, als Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster, …

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Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 23. April 2024

„Golem.de“ zeigt sich amü­siert: Wenn man eine bestimm­te („DIESE!“, wie es ver­bren­nungs­wür­di­ge Medi­en aus­drücken wür­den) Mar­ke „smar­ter“ Fern­se­her, näm­lich Hisen­se, in das­sel­be Netz­werk auf­nimmt wie einen Win­dows­com­pu­ter, dann ver­hält sich die­ser Win­dows­com­pu­ter irgend­wann merk­wür­dig. Der Ansatz der Feh­ler­be­rich­te­rin: Fin­ger weg von Hisen­se! Mein Ansatz: Fin­ger weg von „smar­ten“ Gerä­ten im eige­nen Haus­halt! Das scheint im …

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Politik⁠In den Nachrichten
Hoffnung Dexit (15): Die SPD will meine Briefe lesen, aber ihre eigenen nicht mehr.

Wäh­rend die Bun­des­re­gie­rung – bald ist ja wie­der Fuß­ball – momen­tan dar­an arbei­tet, daten­schutz­af­fi­nen Bür­gern (also sol­chen, die nicht fort­wäh­rend ein Smart­phone mit sich her­um­tra­gen, viel­leicht nicht mal eines besit­zen) das Leben rechts­si­cher zu füh­ren wei­ter­hin zu erschwe­ren, ist die beste Euro­päi­sche Uni­on, die man für Geld kau­fen kann, voll damit beschäf­tigt, den Regier­ten zu …

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