Freunde des Pi Days, tretet zur Seite: Heute ist Tau Day.
Neues aus der Reihe „Computer waren eine dumme Idee“: Kopfhörer kriegen ein Sicherheitsupdate (via). Also meine nicht. Die haben ja nicht mal eine Software drauf. Sondern ein Kabel. Ich werde die Sache mit dem Sicherheitsupdate als Argument bereithalten, wenn wieder jemand fragt, warum ich nicht „endlich“ (als ginge das irgendwen überhaupt was an) auf kabellose Kopfhörer umsteige. Habe ich nicht vor. Dinge, die Batterien brauchen, die überdies nicht mal drei längere Musikalben am Stück durchhalten, sind ein witziges Spielzeug, aber als Kopfhörer ungeeignet. Wer will es mir verübeln?
Daraus, dass während der datenschutzagnostischen Frauenfußballeuropameisterschaft der Männer – ich habe, das nur nebenbei angemerkt, schon weniger Erbärmlichkeit erlebt als die derjenigen Menschen mit „solidarischer“ ukrainischer Nationalflagge im Profilnamen, die sich trotzdem über die allgegenwärtigen echten Nationalflaggen während einer internationalen Sportmeisterschaft echauffieren – selbst das Ausland sich über die Qualität der Deutschen Bahn aufregt, zieht die Bundesregierung endlich erste Konsequenzen: „Die Bundesregierung plant, eine Milliarde an Investitionsmitteln für 2025 von der Schiene auf die Straße zu verlagern.“ Hup hup!
Die Washington Post (Archivversion) erläutert, warum die Menschen für nicht polyamor oder wenigstens offen geführte Beziehungen offensichtlich ungeeignet sind: Als „Micro-Cheating“, also Kleinstbetrug, könne es verstanden werden, wenn der jeweilige Partner in einem sozialen Medium einen Beitrag einer möglichen Konkurrenz positiv bewertet. Persönlich vertrete ich die Ansicht, dass jemand, der so wenig Vertrauen in eine Beziehung einbringt, dass „Micro-Cheating“ seine tatsächliche Sorge ist, so etwas wirklich nicht verdient hat. Also so etwas wie eine Beziehung.
Ich kann mich durchaus in eine eifersüchtige Person hineinversetzen, ich war ja selbst mal eine. Wenn man allerdings erst einmal verstanden hat, dass Eifersucht letztlich nichts ist als ein Ausdruck fehlenden Vertrauens, dann ist ein gesunder Umgang damit (dornig, aber) erlernbar. Wer versteht, dass, wer zu teilen bereit ist, dadurch nicht verliert, sondern das Band noch stärkt, der kann das Damoklesschwert zerbrechen; aber auch eine Beziehung, die Liebe mit Exklusivansprüchen gleichsetzt, kann funktionieren, wenn damit keine Besitzverhältnisse verbunden sind. Sonst ist es keine Beziehung. Sondern Sklaverei.
Polizeiarbeit des Tages: Die Zahl in der Mailadresse des Täters entspricht nicht dem Alter des Beschuldigten? Eindeutig unschuldig! (Erinnert mich bitte daran, mir eine Mailadresse mit „104“ drin zuzulegen. Wenn ich jemals 104 Jahre alt werden sollte, dann hatte ich bis dahin wenigstens ein vor Strafverfolgung geschütztes Leben.)
Durch die Welt der Mailanbieter tobt ein Sturm im Wasserglas: Fastmail hat Gewerkschaftern gekündigt. Die häufigste Diskussion dreht sich um die Frage, welchem anderen Unternehmen man künftig seine private Korrespondenz anvertrauen sollte. Mein Vorschlag wäre ja: Nur sich selbst. Aber dann ist man selbst schuld und verantwortlich, wenn etwas schiefgeht. (Was ein zu verschmerzender Nachteil ist.)











