Archiv für die Kategorie ‘Computer’.

Alles, was eher die computeraffine Klientel interessieren könnte, wird hier abgelegt.

Nerdkrams
292 Prozent

Was übrigens das FTP-Programm Cyberduck betrifft:

Merkste selber, ne?

In den NachrichtenMusikNetzfundstückeWirtschaft
Kurz verlinkt CXXVII: Unabhängig / Männlich / Zahnig

Spanien ist inzwischen derart pleite, dass selbst die spanischen Nationalisten die Nase voll haben:

Katalonien fordert die Unabhängigkeit. Es will nicht mehr Zahlmeister Spaniens sein. (…) So sehr die Katalanen „Nationalisten“ sind, so sehr betonen sie zugleich ihre Europa-Orientierung. Ihr neuer Staat kann nur in der EU funktionieren. „Die Hauptsache ist, wir bleiben in der EU und im Binnenmarkt“, sagt Regionalpräsident Mas.

Spanische Nationalisten: EU-orientiert und binnenmarktfreundlich. The times they are a-changin‘.


Jemand tippte einen älteren, sehr guten Text des älteren, sehr guten Autors Max Goldt ins Internet hinein, nämlich diesen hier, und ich bin dem Unbekannten sehr dankbar, denn es gibt Momente in des Herrn Goldt Schaffen, die unbedingt einem breiteren Publikum als nur den Lesern seiner Bücher bekannt werden sollten. Das ist einer davon.


Jemand vermutlich anderes, nämlich die großartige Musikgruppe Wive, stellte, wie ich heute herausfand, das großartige Stück „teethy“ vom großartigen Album „PVLL“ aus dem großartigen Jahr 2010 wiederum ins Internet hinein und rettete mir damit den an sich recht trüben Tag, denn es ist sehr schön. Let’s calm the tempest. Guter Plan.

Spaß mit Spam
Offline-Spam: Ist ja upgefahren!

Dummerweise ließ es sich heute nicht vermeiden, folgendes viral verteiltes Flugblatt einer Interessensgemeinschaft von vier Jugendlichen zur Kenntnis zu nehmen:

Wofür genau da geworben wird, ist nicht sofort ersichtlich; sofern ich den Text richtig verstehe, geht es schlicht um Aufmerksamkeit. Die kann man allerdings auch leichter haben, zum Beispiel, indem man eine hübsche nackte Freundin hat.

Einige hübsche Formulierungen seien am Beispiel des ersten Satzes doch nicht unerwähnt gelassen:

Auf Facebook (nur vom Computer) können Sie/kannst du bis zum 11.11. jeden Tag 1x für uns voten.

Hübsche Formulierung 1: „nur vom Computer“.
Anders gesagt: Per Fax, E-Mail, Anruf und Flaschenpost ist leider keine Stimmabgabe bei Facebook möglich. Wie ärgerlich.

Hübsche Formulierung 2: „können Sie/kannst du“.
Diese Unsicherheit in der formellen und informellen Anrede haben sich die Macher des Flugblattes offenbar aus E-Mail-Spam abgeschaut, wo ja auch gern beides nach dem Zufallsprinzip wild durcheinander verwendet wird (etwa so). Wenn’s schon nicht für anständiges Gendern reicht, weil kein „er/sie“ verwendet wird, muss man eben anderweitig auf eine korrekte Anrede achten, bevor noch jemand meckert. Noch schöner wäre freilich „vot/-innen“ gewesen, aber das wird vielleicht in der nächsten Auflage berücksichtigt.

Bemerkenswert sind übrigens auch die Verweise auf den VW up!. Das endet dummerweise nicht bei dem total witzigen Spruch „Up zu Freunden“, über den die Macher sicherlich total lange grübeln mussten. Im Zentrum des Flugblattes ist ebenjenes Automobil zu sehen (passt auch hervorragend zur Überschrift „Mehr Freiraum für Jugendliche und Kinder!“, denn in einem kleinen Auto können sicherlich sehr viele Jugendliche und Kinder mitfahren). Beschriftet ist es mit „Little thing – big fun – get up!“. Für Frauen ist dieses Auto also vermutlich eher nicht gedacht.

Ob es das wert war, weiß ich nicht. Vielleicht liest ja einer der Verantwortlichen hier mit und kann dazu Erkenntnisse beisteuern.
Für das Flugblatt derweil gilt, was für jede unerwünschte Werbung gilt:

Up in den Upfall!

Nerdkrams
Fortfahren abzubrechen

Und da wir gerade bei reichlich dämlicher Wortwahl waren, hier eine Preisfrage für alle Benutzer des Betriebssystems Android:

Was passiert bei Druck auf „Yes“? Wird der Download oder das Abbrechen fortgesetzt? Und wenn ja, warum nicht?

NerdkramsNetzfundstücke
Hinweis: Sie lesen gerade einen Artikel.

Stellt euch vor, ihr würdet morgens die Tageszeitung aufschlagen und in jeder Ausgabe würde euch ein grellbunter Hinweis begrüßen: „Hinweis: Sie lesen gerade eine Tageszeitung und keine Internetseite, obwohl eine Internetseite meist aktuellere Nachrichten bietet“.

Schlechtes Beispiel, gebe ich zu. Es folgt ein besseres: Stellt euch vor ihr beträtet eine Edeka-Filiale, und am Eingang würde euch erst mal ein grellbunter Banner vor’s Gesicht gehalten: „Hinweis: Sie sind jetzt bei Edeka“. Beim Bezahlen könntet ihr nicht einfach das Geld hinlegen und gehen, sondern die Kassiererin würde euch kurz mustern und dann anbrüllen: „Hinweis: Sie verwenden gerade ein grünes Portemonnaie aus Kunststoff, obwohl eines aus schwarzem Leder viel wertiger aussähe! So, das macht drei fuffzich.“

Das klingt wie eine dieser überaus schlechten Helge-Schneider-Szenen? Ja, das würde es vielleicht, gäbe es da nicht das WordPress-Plugin, das Besuchern, die Windows oder Mac OS X nutzen, eine knallgelbe Meldung quasi in die Augen rammt, dass sie Windows oder Mac OS X nutzen und Linux doch viel besser sei. (Wer beruflich auf Photoshop, Lightroom oder dergleichen angewiesen ist oder mit Microsoft-Office-Formaten arbeiten muss, ohne sie vom – zumindest im Umgang mit denselben – grottenschlechten LibreOffice zerhacken zu lassen, soll sich halt einen anderen Arbeitsplatz suchen. Besser arbeitslos als Wind00fs!!1eins – Hierbei verweise ich nochmals auf meinen Artikel „GNU und Linux: Fünf Missverständnisse“.)

Mit Stand um 19:46 Uhr hat das Plugin 626 Downloads. Unter anderem Didi verwendet es. Ich zitiere ausnahmsweise Malte:

Ich weiß ehrlich nicht, wie man dazu kommt, so ein Plugin einzuschalten um seine Besucher zu nerven.

Eines muss man allerdings zugeben: Das Plugin ist zwar irrsinnig bescheuert und seine Benutzer arg fehlgeleitet, aber es zeigt deutlicher als jede Diskussion in einem Internetforum, wie das Selbstverständnis der Linuxgemeinschaft eigentlich aussieht. („Die Linuxgemeinschaft“ klingt ja auch so ein bisschen nach den Borg, oder?) – Und das ist ja auch schon etwas wert.

Netzfundstücke
Peter Hammill & The K Group – The Sphinx in the Face

Montag. Ein Wochentag, den man getrost vergessen kann.

Apropos vergessen:

Peter Hammill (K-Group) Sphinx in the face Live 1981

There’s so much to remember, so much to forget:
we’re all in the possession of the future tense but don’t know it yet.

Ich mache dann jetzt mal das mit dem Erinnern.

NerdkramsSonstiges
Medienkritik in Kürze: Die F.A.Z. und das Urvieh

In der heutigen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung wird mal wieder in journalistisch neutralem Duktus über eine Versteigerung eines Exemplars des „einzigartigen“ (F.A.Z.) Computers „Apple I“ von 1976 berichtet. Dieses „Urvieh“ (ebd.) stach folgendermaßen aus der Masse der Heimcomputer hervor:

Apple war einzigartig, man konnte es sehen, fühlen, riechen. Es galt, anders zu sein als die Masse, die ein schnödes Windows-PC-Leben führte.

Im Jahr 1976, wir erinnern uns, war die Firma Microsoft ungefähr ein Jahr alt. Das dominante Betriebssystem im universitären Umfeld wurde allmählich das noch junge Unix, privat waren Computer aus Preis- und vor allem Zweckgründen so gut wie gar nicht vertreten. Die ersten 8-bit-Spielkonsolen, etwa der/die/das Atari 2600, begannen an Beliebtheit zu gewinnen, jedoch lief auf ihnen kein Windows. Dies hatte unter anderem zeitliche Gründe: Microsoft Windows 1.0 wurde erst im November 1983 vorgestellt.

Dass Apple-Computer sich aber irgendwann von der Masse nicht mehr technisch, sondern nur noch ideell abhoben, ist aber eine wichtige Erkenntnis. Selbst heise hat es erkannt und testet in „Mac & i“ nicht mehr, sondern befühlt nur noch. Ich möchte übrigens nicht, dass man die Andersartigkeit der von mir verwendeten Geräte erriechen kann, und ich würde auch niemals ein Gerät kaufen, weil es sich besser anfühlt. Damit falle ich wohl nicht mehr in die Zielgruppe.

Aber irgendwie muss man so eine Spalte in der F.A.Z. ja vollbekommen.

Netzfundstücke
Kurz verlinkt CXXIV: Einfach mal runterkommen.

Das lasse ich mal weitgehend unkommentiert so stehen:

Wir Menschen sind keine körperlosen Datensätze, sondern begrenzte Wesen aus Fleisch und Blut. Wir werden müde, kriegen Hunger, haben Migräne, müssen Scheißen. Klar kann ich das Handy auch noch mit aufs Klo nehmen und dort weiter E-Mails lesen (ich persönlich mache das übrigens). Aber ich sollte mir doch nicht einbilden, dass ich dadurch mehr geschafft kriegen würde. Ob ich das Handy mit aufs Klo nehme oder den ganzen Tag in der Ecke liegen lasse, macht letztlich keinen Unterschied in Bezug auf all das, was ich verpasse oder nicht tue. Begrenzt gegen Unendlich ist eine einfache logische Gleichung.

Wahr, so wahr.

Netzfundstücke
„Wahnsinn, diese Begierde“

Den Nachrichtenaggregator Yones nutze ich, seit netzwertig.com im August darüber berichtet hat, als eine weitere Quelle für die tägliche Dosis womöglich relevanter Nachrichten.

Heute scheinen die Macher mit der Darstellung von Vorschaubildern (teasern) zu experimentieren. Leider ging da etwas schief, so dass einige Artikel mit dem Bild des darüber liegenden Artikels angezeigt werden. Oder doch nicht?

Alpträume, Satansvisionen, abgeschlagene Köpfe: Die Ausstellung „Schwarze Romantik“ schickt ihre Besucher auf eine Zeitreise in die Zwielichtzone.

Könnt‘ natürlich passen.

In den NachrichtenNerdkrams
Kurz verlinkt CXXII: „Diese Anzeige ist keine Werbung.“

Die Ubuntu-Macher haben da mal wieder eine ganz, ganz tolle Idee gehabt, mit der Microsoft unter Windows 98 (Stichwort Active Channel) schon keinen dauerhaften Erfolg hatte:

[Die] Shopping-Linse ergänzt die Home-Seite des Dash, auf der man bislang in einem Rutsch nach Anwendungen, Dateien, Musik und Filmen suchen kann, um die Ergebnisse einer Suche bei Amazon. So liefert beispielsweise die Suche nach LibreOffice im Dash nicht nur die LibreOffice-Anwendungen, sondern auch Links auf LibreOffice-Bücher zurück[.]

Anders gesagt: Möchte man nun die ach so tolle Suchfunktion von Unity – der scheußlichsten Arbeitsumgebung für X, die mir je im wirklichen Leben begegnet ist, und ich habe schon vieles gesehen – nutzen, so werden nicht nur die (vielleicht) gesuchten Dateien angezeigt, sondern auch diverse mehr oder weniger „passende“ Ergebnisse von Amazon. Das Ziel ist es natürlich, Ubuntu zu monetarisieren, denn bekanntlich gibt’s bei Amazon Provision abzustauben. Bei ein paar Millionen entmündigten Ubuntu-Nutzern – Mark Shuttleworth weiß schon, was gut für sie ist – kommen da schnell ein paar Euro zusammen.

Und die Nutzer sollen sich mal nicht so anstellen:

Es würden weder persönliche Daten des Users an Amazon übermittelt noch irgendwelche Anzeigen angezeigt – man erhalte lediglich die Ergebnisse einer Amazon-Suche nach dem Begriff, der im Dash eingegeben wurde.

Was da angezeigt wird, sind nämlich keine Anzeigen, sondern Amazon-Ergebnisse, die per Klick und/oder wahrscheinlich Auswahl zum kommerziellen Anbieter Amazon führen, wofür Amazon angeblich immerhin bezahlt hat. Das sind also keine Anzeigen, sondern Werbeflächen. Das ist ein himmelweiter Unterschied! (Einmal ganz davon abgesehen, dass das Herunterladen von Amazon-Ergebnissen während einer lokalen Suche bei Mobilbetrieb eher hinderlich ist.)

Immerhin kann man die Zwangsbeglückung auf Wunsch nachträglich wieder loswerden. Man könnte aber auch einfach ein besseres Betriebssystem nutzen.

(via Nachtwächter)

Nerdkrams
Windowsanwendungen abschotten mit EMET

(Vorbemerkung: Es folgt ein langweiliger Beitrag über Sicherheitsvorkehrungen von Microsoft Windows. Bei Desinteresse an diesem Thema ist sanftes Ignorieren die empfohlene Vorgehensweise.)

Das Gejammer ist mal wieder groß:

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat eine aktuelle Sicherheitswarnung für den Internet Explorer von Microsoft herausgegegen. Das Amt weist Internetnutzer auf eine bisher unbekannte, kritische Schwachstelle in dem Internet-Zugangsprogramm hin.

(Wie man auf etwas hinweisen kann, was „unbekannt“ ist, erschließt sich mir nicht.) Weiterlesen ‘Windowsanwendungen abschotten mit EMET’ »

In den NachrichtenNetzfundstückePiratenparteiWirtschaft
Kurz verlinkt CXXI: Vertrauen, Raserei und Julia Schramm

Das mit dem Euro ist gar nicht so schlimm, wir müssen nur Vertrauen haben:

Der Präsident des Deutschen Juristentages, Martin Henssler, forderte von der Politik (…) mehr Verlässlichkeit, vor allem mit Blick auf die Haushaltsdisziplin der Mitgliedsstaaten. „Bürgern und Investoren fehlt das Vertrauen, dass geltendes Recht tatsächlich beachtet wird.“

Dies eigentlich zu Unrecht, denn bislang wurde jede Rechtsdehnung zunächst legislativ zementiert, bevor sie begangen wurde. Es muss ja alles seine Richtigkeit haben.


Udo Vetter jubelt:

Vekehrsexperten von CDU und FDP wollen Radarwarner legalisieren. Dabei haben sie offenbar vor allem Blitzer-Apps im Auge, wie sie heute für jedes Smartphone und Navigationsgerät erhältlich sind. (…) Außerdem ist es seit langem üblich, dass Radiosender ganz aktuell vor Radarfallen warnen. Selbst Polizei und Kommunen geben an vielen Orten die Messorte auf den eigenen Internetseiten bekannt. (…) Also Daumen hoch für diese Idee.

Der praktische Nutzen hinter „Blitzer-Apps“ (und Radarfallenwarnungen im Radio) ist es, dass notorische Verletzer der Straßenverkehrsordnung wissen, wo es besser wäre, sich ausnahmsweise mal an die Regeln zu halten.

Mit der gleichen Logik sollte es erlaubt sein, „Streifen-Apps“ zu entwickeln und zu nutzen, die Einbrecher warnen, wenn in der Nähe eine Polizeistreife unterwegs ist. Das dient ja lediglich der Information, damit Bürger sich sicherer fühlen, nicht wahr?


Julia Schramm, ihres Zeichens schrecklich nervige Person und dermaßen bekloppt, dass es für den Beisitz im Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland genügt hat, hat ein schlechtes Buch geschrieben und findet es voll scheiße, dass es im Internet kursiert. Das mit dem freien Kopieren von Werken ist eben immer eine Frage des Autors.

Bereits im November 2011 schrieb ich:

Texte von Julia Schramm zu verstehen ist nicht leicht.

Offensichtlich hat sich das auch in ihrem Buch nicht grundlegend geändert. Wer einen Einblick bekommen möchte, worum es in selbigem geht, der möge auf eigene Gefahr auf Sheng Fui diesen Einblick nehmen. Überraschend ist er allerdings nicht.

Spaß mit Spam
Re: Smallcap-Promo-Mover

Ich habe eine Antwort auf eine Mail erhalten, an die ich mich nicht erinnern kann. Nanu! Da muss ich doch gleich mal herausfinden, was „antonio morales“ (in Kleinbuchstaben) von mir will:

Firma: SecurLinx Holding Corp (S8X)
Markt: Frankfurter Wertpapierborse
Aktueller Kurs: .67 Euro Currency
Kursziel: 1.25+ EUR
Einstufung: 5 Sterne
Bewertung: 10 von 10
Einstufung: Strong Buy
Bewertung: Sehr stark

Umlaute, Punkt- und Kommasetzung sowie auch nur ansatzweise eine Erklärung, was man eigentlich mit der eigenen Mail beabsichtigt, sind natürlich vollkommen überbewertet. Oder eine Erklärung, was ein „Smallcap-Promo-Mover“ genau ist.

Stattdessen dies:

Voller Freude geben wir heute Ausnahmealarm: ein kleines Unternehmen, SecurLinx Holding Corp (S8X), das an der Frankfurter Borse handelt.

Alarm gibt man normalerweise nicht voller Freude, sondern voller Panik. Ich zum Beispiel bin gerade panisch, weil ich Gefahr laufe, vor Lachen zu ersticken. Aber was genau hat das kleine Unternehmen damit zu tun?

Nicht nur, weil es fur weniger als einen Euro handelt, sondern weil das Unternehmen selbst imposante Regierungsvertrage hat und gegenwartig Logistik- und Sicherheitsvertrage in dem MaBe abschlieBt, wo viele Leute sagen: „Das nachste groBe (sic!) Ding!“

Aha, das Unternehmen ist also an der Borse Börse, weil seine Anteile weniger als einen Euro kosten und die Leute es für ein grobes Ding halten. Vielleicht sollte ich auch an die Börse gehen, zum Beispiel an meine. Die Voraussetzungen sind offenbar leicht zu erfüllen.

Apropos grobe Dinger:

Sanfte Biometrie ist „das nachste groBe Ding“ bei der uberwachung

(…)

Die Software fur biometrische Sicherheit von Securlinx ist sowohl fur die effektive Arbeit biometrischer Gerate als auch fur die Arbeitsverbindung zwischen einem biometrischen Gerat und deBen PC oder Server eBentiell (sic!).

Den Rest erspare ich euch mal. Der Tenor der Mail lautet: SecurLinx ist wirklich toll darin, Überwachungssoft- und -hardware anzubieten, und man soll doch bitte in diese Firma investieren. Abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass dies an der Frankfurter Borse Börse möglich ist, bin ich noch nicht davon überzeugt, dass es sinnvoll ist, Internetnutzer um Geld für eine Firma zu bitten, mithilfe derer Produkte noch bessere Überwachung möglich sein soll.

Insofern: Viel Glück, „antonio“.

In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Gerecht – bigott – grün

Das Handelsblatt so:

Einen ökologischen Umbau der Wirtschaft haben die Grünen-Fraktionschefs Renate Künast und Jürgen Trittin zum Auftakt der Klausurtagung der Bundestagsabgeordneten am Mittwoch in Hannover verlangt. Die dreitägigen Beratungen stehen unter dem Motto „gerecht – glaubwürdig – grün“. (…) Trittin warf in der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ Umweltminister Peter Altmaier (CDU) wegen seines Konzepts einer „green economy“ Etikettenschwindel vor.

(Hervorhebungen von mir.)

Wisst ihr übrigens, wer sonst noch so Etikettenschwindel betreibt? Kommt ihr NIE drauf!

Links präsentieren Künast und Trittin ein Energiesparauto – rechts um die Ecke warten die Fahrer vor den Dienstwagen.

Das sind sicher die neuen Energiespar-Limousinen, von denen man so viel hört.

Netzfundstücke
Für die Katz.

Und dann war da noch „Felix Schmitt“ aus Kaiserslautern, der unter verschiedenen Internetadressen Amazon-Partnerläden (also Weiterleitungen auf Amazon mit angehängter Partnerkennung) betreibt. Das ist so weit nicht verwerflich, zumal ein ausreichender Hinweis hierauf auf jeder seiner Internetseiten erscheint:

GEWISSE INHALTE, DIE AUF DIESER WEBSITE ERSCHEINEN, STAMMEN VON AMAZON EU SARL.

(„Gewisse Inhalte“ finde ich putzig.)

Dass jeder dieser onlineshops einen mehr oder weniger themenbezogenen Namen trägt (rasurenthaarung.com, uhren-schmuck-laden.de und dergleichen), ist schön. Undurchdacht ist allenfalls die tatsächliche Produktauswahl. Ich bin zum Beispiel davon überzeugt, dass der Kopfhörer Beyerdynamic DT-770 PRO kein Scherkopf ist oder eine Katze ihn tragen sollte.

Andererseits weckt Angebotsvielfalt ja auch so etwas wie Vertrauen, nicht wahr?