Archiv für die Kategorie ‘Computer’.

Alles, was eher die computeraffine Klientel interessieren könnte, wird hier abgelegt.

NetzfundstückePersönliches
Der bessere Sexismus

Ich wollte mich hier zum Thema Sexismus beziehungsweise der aktuellen Debatte zu diesem Thema eigentlich nicht weiter äußern, das habe ich an anderer Stelle bereits mehr als deutlich getan. Die Bigotterie, die diesem Thema anhängt, haben unter anderem Klopfer und die Mutti treffend thematisiert.

Eigentlich hätte ich es damit auf sich beruhen lassen können.

Nun wurde mir die Website alltagssexismus.de – bewusst nicht verlinkt – in meinen Nachrichtenticker gespült. Dort steht zu lesen:

Hier werden Erlebnisse zu Sexismus, Homo-, Queer- und Transfeindlichkeit, zu Rassismus und Ableismus, den Frauen erleben, gesammelt. Das können Kleinigkeiten sein, die sich wie Alltag anfühlen oder sexualisierte Übergriffe und Gewalt, Sachen, die euch lähmen oder aufregen, die euch nerven oder stören. Beschreibt sie so lang oder kurz wie ihr wollt, gerne anonym, wenn ihr möchtet. Sexismus ist keine Bagatelle sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren wollen.

(Hervorhebungen von mir.)

Rassismus als Form von Sexismus zu betrachten ist bereits eine lustige Idee; der Einfall, eine Seite namens „Aufschreien gegen Sexismus“ nur Frauen zu widmen, ließ mich vor Lachen fast kollabieren. Das ist doch Absicht, Mädels. Andererseits: Aufschreien könnt ihr ja hervorragend, zum Beispiel dann, wenn ’ne mannsgroße Spinne an der Zimmerwand sitzt. Dann ruft ihr selbstverständlich den starken Mann, denn ihr seid die schwache Frau. Ebenso, wie ihr die Männer ruft, wenn irgendwas mit dem Computer ist. Oder mit dem Fernseher. Oder es Möbel zu schleppen gilt. Denn ihr seid ja nur Frauen, und Männer kennen sich bekanntlich schon rein genetisch mit Möbelschleppen und Elektronik aus.

Es ist müßig zu erwähnen, dass ich diese alltäglichen Kleinigkeiten (neben einer anderswo beschriebenen weniger kleinen Igkeit – allein an der Bedeutungslosigkeit sollte es nicht scheitern) gerne anonym auf der Seite „Aufschreien gegen Sexismus“ zu melden versucht habe.

Sie wurden allesamt nicht freigeschaltet.

Auf Twitter riet man mir, für größeren Erfolg meine Berichte als Frau einzureichen. Natürlich hätte ich sie dafür so umschreiben müssen, dass die beiden beteiligten Gruppen die Rollen getauscht hätten. Wahrscheinlich wäre in diesem Fall die Freischaltung wirklich kein Problem gewesen.

Merkt ihr selbst, oder?

NetzfundstückePersönlichesPolitik
Alles Käse, die Ästhese.

Dass das Schönheitsempfinden der Gesellschaft sich in den letzten Jahrzehnten nicht zum Besseren gewendet hat, habe ich ja hier bereits des Öfteren thematisiert. Zusammenfassend sei wiederholt: Der momentanen modischen und ideellen Entwicklung von Schönheitsidealen kann ich nichts abgewinnen. Ich bin ein visueller Mensch; andere mögen es oberflächlich nennen.

Die menschliche Spezies ist eine von jahrtausendealten Instinkten getriebene. Ein breites Becken bei Frauen signalisiert die Fähigkeit, reichhaltigen Nachwuchs zu gebären, was erklären könnte, warum Frauen mit dicken Hintern zu den meistumworbenen gehören. Andere Faktoren? Der Geruch, die Bewegung, die Stimme, der Intellekt. Ein eventuell anschauliches Beispiel ist Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Ich habe niemals an Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gerochen, sie nie gesehen und nie gehört, mich nie mit ihr unterhalten. Ich bin jedoch, wie bereits erwähnt, ein visueller Mensch, und da Frau Leutheusser-Schnarrenberger für jedenfalls mich optisch in keiner Weise ansprechend ist, gehe ich fest davon aus, dass ich ihr, bäte sie mich um ein Rendezvous, einen Korb gäbe. Warum gerade Sabine Leutheusser-Schnarrenberger? Geduld, das erklärt sich möglicherweise gleich von selbst.

Denn nicht nur ich bin ein visueller Mensch, die Vielzahl der Männer scheint es zu sein. Wie sonst können sich Dutzende Tittenheftchen seit Jahren, gar Jahrzehnten auf dem hart – hehe, „hart“ – umkämpften Markt halten? Geruch, Bewegung, Stimme, Intellekt der abgebildeten Personen sind nicht von Belang. Irgendwo muss man die Messlatte – hehe – ja ansetzen.

Bei Menschen, die sich selbst zur Klientel besagter Heftchen zählen, ist beim Betrachten derselben lediglich das Sehen von Belang, und das ändert sich auch nicht, wenn diese Heftchen irgendwas mit Politik machen. Das Tittenheftchen „Playboy“ etwa ließ jüngst ermitteln, welche deutsche Politikerin auf die Umfrageteilnehmer den größten visuellen Reiz ausübe. (Ohne die Originalbefragung zu kennen, nehme ich an, dass die Fragestellung ungefähr „Mit welcher deutschen Politikerin würden Sie am liebsten mal in die Kiste hüpfen?“ lautete.)

Nun kann mir niemand glaubwürdig erklären, inwiefern das die Wählergunst nicht beeinflussen soll. Politikverdrossenheit in Hochglanzbildern bleibt Politikverdrossenheit. Meine persönliche Favoritin stand vermutlich nicht zur Wahl und kommt nur aus diesem Grund nicht einmal vor, die Rangliste ist entsprechend unaufregend.

Die Vorzeige-Piratin Marina Weisband und Sahra Wagenknecht von der Linkspartei sind laut einer Umfrage die attraktivsten Politikerinnen Deutschlands.

„Vorzeige-Piratin“, Schnickschnack; die Piratenpartei zeigt niemanden vor, auch dann nicht, wenn die Presse nach einer repräsentativen Piratenfrau fragt. (Es scheint ja immer noch die Vorstellungskraft der Boulevard-„Journalisten“ zu übersteigen, wenn sie auf Parteitagen der Piratenpartei eine Frau ohne männliche Führung sehen.) Bemerkenswert ist hier das Wort „attraktiv“, denn Attraktion ist nicht nur ein auf’s Visuelle bezogene Begriff. Ob das die Teilnehmer wussten?

Die übrigen Resultate lassen mich daran zweifeln:

Nur drei Prozent der Befragten nannten Angela Merkel (CDU) als „sexieste Poltikerin“ (sic!), Schlusslicht wurde die Bundesvorsitzende der Grünen, Claudia Roth, mit nur einem Prozent Zustimmung.

„Sexy“ nämlich ist schon etwas ganz anderes als „attraktiv“. Auf die Grundbedeutung reduziert heißt der zitierte Satz: Etwa 30 von eintausend Männern würden von allen deutschen Politikerinnen am liebsten eine Nacht mit Angela Merkel verbringen, etwa 10 mit Claudia Roth. (Das sind – mal kurz die Hand aus der Hose und mitrechnen – weniger als 30. Das möchte ich nur noch mal betonen.)

Zweifelsohne hat Angela Merkel von beiden Schlusslichtern die angenehmere Stimme. Mir persönlich würde das aber nicht reichen.

Ich bin ein visueller Mensch. Ich finde Lindsay Lohan, Miley Cyrus, Scarlett Johansson und die anderen Schabracken geschminkt zu künstlich und ungeschminkt zu hässlich. Ich finde die sexiest woman alive – Mila Kunis – ungefähr so anziehend wie einen Schuppendrachenfisch. Trotz alledem stelle ich keine Rangliste der attraktivsten Politiker auf. Es ist mir vollkommen gleichgültig, in welcher Partei eine hübsche Frau ist, wie es mir eben auch egal ist, ob eine Politikerin, die viel Gutes und Wahres sagt, gut aussieht oder nicht. Ich werde niemals die CDU wählen, obwohl Kristina Schröder es auf Platz 3 geschafft hat.

Und ich möchte, das will ich hiermit ausdrücklich betonen, nicht mit Angela Merkel schlafen.

Netzfundstücke
Schon TAZahlt?

Die Vollprofis des Tages „arbeiten“ bei der „tageszeitung“. Deren Webauftritt taz.de wird von einer paywall umhüllt, das heißt, wer einen Artikel dort (etwa den hier) lesen möchte, der wird zunächst angebettelt. Löblich: Man kann’s wegklicken.

Schon TAZahlt?

Wirklich doof nur, dass man über den Wert des Artikels keine zuverlässigen Aussagen treffen kann, so lange die paywall ihn quasi unleserlich macht. Andererseits: Der abgebildete Herr mit dem Shirt, dessen Aufdruck an GEZ-Werbung erinnert, ist vielleicht ein noch besser gewähltes Sinnbild als angenommen.

Wobei ich öffentlich-rechtliches Fernsehen doch gelegentlich noch ein wenig besser finde als die „taz“.

Netzfundstücke
Das Auge des Betrachters

Demnächst beginnen dann wieder die elend langen Wochen, in denen viele Frauen und Mädchen die reichhaltige Weihnachtskost (Schokolade und Ente und Schokoladenente) wieder runter bekommen müssen, um ihr Idealgewicht von höchstens 50 Kilogramm zurückzugewinnen und endlich wieder auszusehen wie Hungertote in Äthiopien.

Zeiten ändern sich.

Eta-Tragol-Bonbons

(via)

NetzfundstückePolitik
Kurz verlinkt CXXXVI: Vierzig Fragen zu Europa

Ziemlich großartig:

Hans Magnus Enzensberger stellt vierzig hinterhältige Fragen zu Europa.

Haben Sie den Eindruck, dass unser Kontinent nach wie vor existiert, obwohl im Lauf der letzten zweitausend Jahre das Talent, der Denar, der Gulden, die Lira, das Lepton und die Reichsmark untergegangen sind?

Falls noch wer nicht in der richtigen Weihnachtsstimmung ist.

(via Nachtwächter)

In den NachrichtenNetzfundstückePiratenpartei
Piraten, Y U NO FIGHT?

Vor einer Woche erklärte ich, wieso ich die Piratenpartei nicht in den Bundestag wählen werde. Ich möchte dem nun noch etwas hinzufügen.

Es ist nicht so, dass Piraten nicht für ihre Überzeugungen auf die Straße gehen würden. Wenn der AK Zensur oder eine ähnliche Interessensgemeinschaft Demonstrationen gegen ACTA und/oder INDECT organisiert, wehen dort Piratenflaggen. Wenn irgendwelche Aktionsbündnisse gegen Rechts demonstrieren, wehen dort Piratenflaggen. Die Piratenpartei, eine Mitmachpartei: Jemand organisiert etwas, die Piraten machen mit. Hinterher halten dann die Spitzenkandidaten und/oder Vorstandsmitglieder ihre Gesichter in Kameras und freuen sich wie ein Schnitzel, dass sie so toll „wir auch!“ schreien können. „Oh, eine Demo, gleich mal Flagge schwenken.“

Es ist eben nur so, dass sie aus eigenem Antrieb heraus nichts gebacken bekommen.

Ich erwähnte in oben angesprochenem Beitrag, dass mich der Kampf für ein freies Internet vor drei Jahren zur Piratenpartei gebracht hat. Nun ist es mit dem freien Internet dieser Tage nicht weit her: Die internationale Fernmeldeunion ITU würde gern Staaten mehr Kontrolle über das Internet gewähren, der Bundesrat setzt sich derweil für eine stärkere Telekommunikationsüberwachung ein.

Nicht, dass die Piratenpartei das noch nicht selbst gemerkt hätte. Bereits vor vier Tagen wurde über den Twitteraccount der Piratenpartei ein Hinweis darauf verbreitet, was für Scheiße die Politik da eigentlich ausklüngelt.

Und was tut die Piratenpartei dagegen?

Sie schreibt erboste Pressemitteilungen, dass sie die Vorgänge aufs Schärfste verurteilt, einself, widmet sich dann weiter den innerparteilichen Personaldebatten und gründet alberne Kaffeekränzchen, beides begleitet von großem Pressetamtam. Und wenn der doofe Bundesrat die schöne Pressemitteilung einfach überliest, dann schreibt sie eben noch eine. Das hat der Bundesrat dann davon.

Bloggerin „DanielaKayB“ platzt zu Recht der Kragen:

Leute, mal ernsthaft: wenn die damit durchkommen, und wir nix dagegen getan haben, dann war der ganze Piraten-Scheiss echt umsonst.

Dann haben wir einunddrölfzig Abgeordnete im Bundestag und eine rauchende Ruine, wo früher unser digitales Zuhause war.

Sagt mir, Piraten: Warum sollte man uns wählen? Weil wir uns so toll für Umwelt und Bildung einsetzen und weil wir irgendwas mit sozial im Programm haben?

Echt jetzt?

Lasst es mich in einer Sprache ausdrücken, die auch ihr versteht, ihr Süße-Kätzchen-Blogger und Facebook-Teiler:

Piraten, Y U NO FIGHT?

„Es ist Wahlkampf“ geben die etwas Besonneneren von uns zu Recht über die Mailinglisten bekannt. Sie stehen – so weit nicht zu beanstanden – bei (inzwischen) ziemlicher Kälte draußen herum und informieren Wähler über die Partei, die sich irgendwann mal für ein freies Internet eingesetzt hat, jedoch derweil durch bloßes Nichtstun ihr Bestes gibt, ihre eigenen Ziele zu verfehlen.

Leute, Wahlkampf ist schön und gut, aber was wollen wir mit Stimmen, wenn sie nicht mehr frei sprechen können?
Wir lassen so letztendlich die im Stich, die auf unsere Unterstützung vertrauen sollen.

Der Wähler will nicht mehr mit Worten geködert werden, er will mit Taten überzeugt werden. Für ein freies Internet kämpft man nicht mit scharf formulierten offenen Briefen und Pressemitteilungen, da braucht es mehr.

Ich wäre dabei – wer macht mit?

MusikNetzfundstücke
Leider etwas spät: Geschenke für’s Schrottwichteln.

Warum man übrigens mit Superlativen immer etwas vorsichtig sein sollte, zeigt Amazon.de. In einem Rundschreiben erfuhr ich soeben, dass „die beste Musik 2012“ nun reduziert im Angebot sei. Gewagt, immerhin werden in diesem Jahr noch einige Musikalben erscheinen, aber vielleicht weiß Amazon da mehr als ich.

Nach einem Klick wird Amazon.de allerdings etwas kleinlaut und gibt zu, dass „die beste Musik“ nach eigener Angabe die ist, die sich auf Amazon.de am allerbestesten verkauft, nicht unbedingt die, von der man am wenigsten das Kotzen bekommt:

Die beste Musik 2012

Falls ein Optimist unter meinen Lesern davon ausgeht, dass die „ganze Liste“ (unten im Bild ist ein Verweis hierauf zu sehen) diesen Fauxpas wettmacht: Viel besser wird’s nicht. Im Gegenteil: Mit angefügter Nummerierung offenbart sich erst das ganze Grauen.

Xavier Naidoo

Irreführende Werbung mag’s nicht sein; beängstigend ist es jedoch allemal.
Offenbar lohnt sich Radiohören auch Ende 2012 noch nicht.

Spaß mit Spam
Kurzspam: Beyonce Knowles

Der Absender. Der Betreff. Der „Text“.

Don't wait Beyonce Knowles

Nova Meierhenrich.

Netzfundstücke
Schockierender und abstoßender Content

Ach, YouTube,

da hast du schon so viele tolle Entschuldigungsbildchen für jede passende und unpassende Gelegenheit für uns schutzbedürftige Schäfchen vorbereitet und achtest mittlerweile sogar darauf, dass wir uns auf dir, YouTube, nicht ekeln.

Aber warum sind dann immer noch sämtliche Mitschnitte der Reden Frau von der Leyens problemlos abrufbar? Dringend Abhilfe schaffen!
Den Kindern zuliebe.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Bilder des Tages (10. Dezember 2012)

Putzig: Nordkorea hat ein Raketenprogramm. Das Kontrollzentrum sieht auch fast ein bisschen technisch aus:

Allerdings wirken die acht Wissenschaftler in dem großen Raum an ihren kleinen Schreibtischen doch ein bisschen verloren.

In der Vergrößerung erkennt man, dass sie auf ihren Computern offenbar auch nicht viel mehr als auf der Projektion an der Wand sehen können; wo dann eben auch (oben rechts) eine Gruppe Koreaner beim Klavierspiel zu sehen ist. Musik und Raketenwissenschaft sind in Nordkorea offenbar näher beisammen als manch einer womöglich glauben mag.

Das Gerät vorn rechts im Bild ist auch recht beachtenswert. Ist das ein Geldautomat? Falls nicht: Warum ist es nicht eingeschaltet, sondern der Stecker liegt lose herum? (Und ist das Google Earth auf dem linken Bildschirm hinten rechts?)

Früher haben Regierungen beim Bildermachen ja wenigstens noch versucht, gut zu lügen.


Putzig auch: Der Iran eröffnet ein eigenes Videoportal. Mit Blackjack und Nutten mehr islamischer Kultur, um den Sittenverfall aufzuhalten.

Laut US-Medien soll mehr.ir den Einfluss des Islam und der iranischen Kultur stärken.

Und was läuft dann da so? Nun:

Auf der Startseite ganz groß: Ausschnitte eines Champions-League-Spiels des FC Bayern

Dann haben wir ja nichts zu befürchten.

NerdkramsNetzfundstücke
Das Imperium trollt zurück

(Vorbemerkung 1: Es folgt mal wieder ein vollkommen unlustiger Text über irgendwas mit Computern.
Vorbemerkung 2: Ich bin seit Jahren Android-Nutzer, der Kauf eines Konkurrenzproduktes ist vorerst nicht geplant.)

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NetzfundstückePersönliches
Die Emotionen sollen spontan, aktuell und erschwinglich sein.

Mit dem Emotion-System kann jeder seiner aktuellen Gefühlslage Ausdruck verleihen. Zuneigung, Ärger, Freude, Verbundenheit. Und das jeweils zu einem Preis, der im Zehntel- oder gar Hundertstel-Credit-Bereich liegt.

Klingt nach Dystopie, ist aber das soziale Netzwerk Jappy.
(Zum Glück gibt’s Beispiele für Emotionen unten drunter, sonst könnte sich eventuell jemand nichts darunter vorstellen.)

Jetzt verstehe ich das Konzept.

Kaufe Liebe für drei Credits. Gibt es Rabatt?

Spaß mit Spam
Hallo!

„Nina“ – Absender „sandra@(Domain)“ – sandte mir unter obigem Betreff folgende beschauliche Mail (natürlich im HTML-Format, geschrieben mit Windows Mail):

Hallo
Ich mochte ein interessanter Mann zu finden

Zeilenumbrüche sind das neue Ausrufezeichen.

Ich hoffe, ich bin richtig schriftlich

Na, aber so richtig schriftlich!

Ich schicke Ihnen mein Foto

Nein, Sie schickten mir ein photo.zip, in dem sich ein photo.scr, also ein „Bildschirmschoner“ (der unter Windows ausführbaren Code enthalten kann und wird), befindet.
Ich schone meinen Bildschirm und guck’s mir besser nicht an.

magst du mich?

Nein.

kussen

kissen
so richtig ins Gesicht
dolle drücken

Immer wieder gern:
– ich

Nerdkrams
Android 4.2, Tasker und das Problem mit dem Flugmodus

Ich verwende seit einiger Zeit die ziemlich gute app Tasker, um Aufgaben zu planen und damit etwa von kurz nach 1 bis 9 Uhr den Flugmodus zu aktivieren, um ein wenig Strom zu sparen. Das hat lange (von, wenn ich mich recht entsinne, Android 2.3 bis 4.1.x) ziemlich gut funktioniert.

Mit Android 4.2 führten die Entwickler eine neue Beschränkung ein und verbieten es Anwendungen wie Tasker und seiner bekannten Konkurrenz-app Locale nun, direkt auf den Flugmodus zuzugreifen. Eine entsprechende Änderung wurde in Tasker 1.3.3u2 eingebaut:

Android 4.2+: made Airplane Mode, Airplane Radios, Stay On, Wifi Sleep unavailable (Google restriction)

Bestehende Aufgaben behält Tasker zwar bei, informiert den Benutzer jedoch darüber, dass Anweisungen wie „mach um 2 Uhr den Flugmodus an“ fortan schlicht ignoriert würden.

Das Popup, in dem diese Information zu finden ist, wird unmittelbar von Tasker angezeigt und weist obendrein auf die Lösung hin: Man möge doch bitte ein gerootetes Gerät verwenden (das sollte heutzutage ja beinahe der Normalfall sein; Fragen hierzu nehme ich im Kommentarbereich entgegen) und sich das Secure-Settings-Plugin herunterladen.

Tasker besitzt bekanntlich ein umfangreiches Plugin-System, in das sich beliebige Anwendungen einklinken können; so ist es zum Beispiel möglich, auch Anweisungen von anderen apps als Aufgabe zu planen. Eine solche app ist Secure Settings (die kostenlose Version genügt hier vollkommen), das Tasker und Locale laut Beschreibung um Funktionen wie „Bluetooth an/aus“, „Schriftgröße ändern“ und eben eine Feinjustierung des Flugmodus‘ erweitert.

Das klang gut. Also habe ich besagte app installiert, in meiner „Nachtmodus“-Aufgabe die Aktion „Plugin – Secure Settings“ hinzugefügt, drückte dort auf „Bearbeiten“ und fand – nichts. Schriftgröße, Kameraaktionen, SIP-Anrufe, nur kein Flugmodus vorhanden. Das frustrierte mich so sehr, dass ich meine naturgegebene Faulheit überwand und nach einer Lösung für das Problem suchte. Diese fand ich schließlich im XDA-Developers-Forum. Der entscheidende Satz lautet:

Launch Secure Settings, go over to the Helper tab and install the helper.

Hier war das Popup seitens Taskers ein wenig missverständlich – ich hatte somit schlicht nicht daran gedacht, mich vor dem Anlegen der Aufgabe mit der app selbst zu beschäftigen.

In Secure Settings selbst also befindet sich ein Tab namens „Helper“, wo es – root-Rechte vorausgesetzt – genügt, den „Helper“ zu installieren:

Nun ist es möglich, in Tasker über Aktion – Plugin – Secure Settings über die nun hinzugekommenen Einträge entweder den Flugmodus zu aktivieren/deaktivieren („Airplane Mode“) oder zu entscheiden, welche Verbindungen in den Flugmodus gesetzt werden sollen („Airplane Mode Radios“). Ich habe mich für erstere Lösung entschieden:

Sollte noch jemand ein ähnliches Problem haben, kann es gut sein, dass Secure Settings es löst. Die Gründe für die neuerlichen Restriktionen seitens der Android-Entwickler sind mir übrigens unbekannt und regen mich ein bisschen auf.

Netzfundstücke
Medienkritik in Kürze: „heise Security“ macht das mit dem subtilen Witz

Mich erreichte heute eine Rundmail seitens des heise-Verlages, der mir als treuem Kunden mittels ihrer ein Abonnement einer Zeitschrift andrehen wollte, die ich bereits abonniert habe, und es zwar hinbekommen hat, hierfür meinen Namen und meine Mailadresse in den Mailheader zu schreiben, nur, hahaha, nicht in den Mailtext selbst:

Ähnlich professionell arbeiten auch die Journalisten, die für „heise Security“ Dinge ins Internet reintun. Zum Beispiel Ronald Eikenberg. Heute morgen erschien nämlich, veröffentlicht unter seinem Namen, diese Meldung:

Bei einem Test von heise Security stellte sich heraus, dass man WhatsApp-Accounts erneut mit geringem Aufwand kapern kann.

Das ist zwar eine böse Sicherheitslücke, aber wer seine Kommunikation freiwillig über den Server eines Drittanbieters laufen lässt, der sollte schon wissen, was er tut. Und wie löst man das Problem mit dem mangelnden Datenschutz bei WhatsApp? Ganz einfach, schreibt Ronald Eikenberg:

Wenn man Revue passieren lässt, wie WhatsApp bislang mit dem Thema Sicherheit umgegangen ist, kann man eigentlich nur noch von der Nutzung des Dienstes abraten. Alternativen mit einer ähnlichen großen Nutzergemeinde sind Skype oder Facebook.

Ich rate übrigens von der Nutzung des Dienstes „heise Security“ ab. Alternativen mit einer ähnlich großen Nutzergemeinde sind Norton Internet Security oder ein Aluhut.

Gehört der heise-Verlag eigentlich auch zu den Verlagen, die ein Schutzrecht für ihre „Leistung“ verlangen?