In den NachrichtenNerdkrams
Tore zum Mist­mach­web (9): Ille­gi­ti­mes Inter­es­se ille­ga­li­siert

Ein Vor­teil davon, sich nicht nur etap­pen­wei­se, son­dern fort­wäh­rend über die fürch­ter­li­che Ent­wick­lung des zeit­ge­nös­si­schen Webs zu infor­mie­ren und die­se Ent­wick­lung gele­gent­lich schrift­lich fest­zu­hal­ten, ist, dass man manch­mal sogar posi­tiv über­rascht wird; so berich­te­te ich Ende 2020:

Es gibt tat­säch­lich einen stan­dard­mä­ßig akti­vier­ten Schal­ter, der bewirkt, dass jemand mit „legi­ti­mem Inter­es­se“ mir per­so­na­li­sier­te (also zwangs­läu­fig tracken­de) Rekla­me in den Brow­ser schie­ben darf.

In Bel­gi­en hat man jetzt über­ra­schend fest­ge­stellt, dass das gar nicht erlaubt ist.

Aber immer­hin:

Unter­des­sen arbei­tet die Wer­be­bran­che bereits dar­an, das Geschäfts­mo­dell zu ret­ten.

Man hört doch neu­er­dings recht viel von Insol­ven­zen und lei­der geschei­ter­ten Unter­neh­men, deren Mit­ar­bei­ter jetzt lei­der alle­samt auf eine anstän­di­ge Arbeit umschu­len müs­sen. War­um gönnt man die­sen wirt­schaft­li­chen Kreis­lauf nicht auch mal den­je­ni­gen Per­so­nen, die gesell­schaft­lich noch unbe­lieb­ter sind als Anwäl­te? War­um soll­te sich aus­ge­rech­net die Bran­che derer, deren Unter­neh­mens­ziel es ist, ande­ren Leu­ten den digi­ta­len All­tag mit Pro­dukt­emp­feh­lun­gen zu ver­un­schö­nern, über die Kri­se hin­aus ret­ten kön­nen?

Jump, you fuckers!


Das Ober­lan­des­ge­richt Koblenz teilt mit: Die Auf­ga­be der Wiki­pe­dia ist nicht die sach­li­che, unver­zerr­te Wie­der­ga­be von Fak­ten. Gut zu wis­sen.