Ein Vorteil davon, sich nicht nur etappenweise, sondern fortwährend über die fürchterliche Entwicklung des zeitgenössischen Webs zu informieren und diese Entwicklung gelegentlich schriftlich festzuhalten, ist, dass man manchmal sogar positiv überrascht wird; so berichtete ich Ende 2020:
Es gibt tatsächlich einen standardmäßig aktivierten Schalter, der bewirkt, dass jemand mit „legitimem Interesse“ mir personalisierte (also zwangsläufig trackende) Reklame in den Browser schieben darf.
In Belgien hat man jetzt überraschend festgestellt, dass das gar nicht erlaubt ist.
Aber immerhin:
Unterdessen arbeitet die Werbebranche bereits daran, das Geschäftsmodell zu retten.
Man hört doch neuerdings recht viel von Insolvenzen und leider gescheiterten Unternehmen, deren Mitarbeiter jetzt leider allesamt auf eine anständige Arbeit umschulen müssen. Warum gönnt man diesen wirtschaftlichen Kreislauf nicht auch mal denjenigen Personen, die gesellschaftlich noch unbeliebter sind als Anwälte? Warum sollte sich ausgerechnet die Branche derer, deren Unternehmensziel es ist, anderen Leuten den digitalen Alltag mit Produktempfehlungen zu verunschönern, über die Krise hinaus retten können?
Jump, you fuckers!
Das Oberlandesgericht Koblenz teilt mit: Die Aufgabe der Wikipedia ist nicht die sachliche, unverzerrte Wiedergabe von Fakten. Gut zu wissen.

