Archiv für die Kategorie ‘Nerdkrams’.

Hier geht’s um Software – je nerdiger, desto besser.

Nerdkrams
„Sicherer als Windows“ des Tages (5)

Na, auch Linux statt Windows zu Hause?

Dann patcht mal schön euren Kernel!

Nerdkrams
Warum Informatik kein Programmierunterricht ist

Was hat das Internet sich nicht wieder köstlich amüsiert: Die F.D.P. fordert das „Programmieren ab Grundschule“, stimmt aber im Landtag gegen ein Pflichtfach Informatik. Haha, die Pünktchenpartei immer. So inkonsequent.

Nur hat Programmieren mit Informatik zunächst mal so viel zu tun wie ein Horoskop mit Astrophysik: Irgendwas mit Computern, irgendwas mit Sternen, wird schon passen. Informatik als Vertiefung der Mathematik lehrt Logik, trockene Automatentheorie, allerdings nicht zwangsläufig ihre Anwendung – und selbst die geht weit über Programmieren hinaus.

Die Mehrzahl aller Informatikabsolventen kann nicht programmieren (und wenn, dann nur in Java), Informatik allgemein läuft super bis auf Programmieren. Als fertig studierter Informatiker mit einer leidlich akzeptablen Durchschnittsnote kann man einen Algorithmus schreiben, der sich in Internetforen über die schlechte Qualität seines Studiums beschwert, aber ihn eben nicht in der Praxis umsetzen, weil weder Algorithmik noch Platinenlöten nennenswerte Kenntnisse in einer Programmiersprache (außer, allenfalls, Assemblersprache oder Lernsprachen wie Python, die sowieso wie lauffähiger Pseudocode aussehen; und selbst das nur, wenn genug Begeisterung für das Thema besteht, weil man in keinem der beiden Fächer zwangsweise mit echtem Quellcode arbeiten muss oder auch nur sollte) mit sich bringen. Für die Wirtschaft sind Leute, die Ideen in verkaufstaugliche Programme einbauen können, allerdings langfristig wichtiger als solche, die sich ab und zu mal was ausdenken, weil sich Ideen eben verdammt schwer in Greifbares verwandeln lassen, wenn niemand da ist, der das tut; und selbst, wenn man von der Wirtschaft nicht viel hält: Wenn ich ein Programm zum Heimgebrauch entwickle, dann macht mir das Schreiben von Code oft deutlich mehr Spaß als das Erarbeiten der dahinter stehenden Logik. Dazu kommt: Kein Wissen aus der Informatik ist zur produktiven Arbeit hierbei zwangsläufig Voraussetzung, denn programmieren kann man auch ohne eine detaillierte Verschriftlichung der erwarteten Ergebnisse.

Richtig ist, dass mehr Menschen programmieren können sollten, denn Programmiertes löst oft Probleme, die man bis dahin für unausweichlich gehalten hatte. Mehr noch: Notwendig erscheint es mir, Medienkompetenz zu einem wichtigen Unterrichtsinhalt in Schule und Studium zu machen. Stimmt, was in Zeitungen und Schulbüchern steht? Wie vertrauenswürdig ist Facebook und womit verdienen die eigentlich ihr Geld? Nur ist auch dies nicht die Aufgabe der Informatik. Ein Informatiker kann eine lange Karriere vor sich haben, ohne jemals mit dem in Berührung zu kommen, was manche hierzulande einen Computer nennen. „Du bist doch Informatiker, du kannst doch sicher mein Auto reparieren, das ist doch heute alles mit Computer.“ (Vielleicht ist auch das ein Grund dafür, dass es heißt, es gäbe zu wenig gut ausgebildete Informatiker: Man wäre schön blöd, das herumzuerzählen.)

Im Übrigen gibt es durchaus gute Gründe dafür, dass Informatik ein mehrjähriger Studiengang mit mehreren, einander faktisch ausschließenden Vertiefungen ist: Die wesentlichen Inhalte dieser Disziplin lassen sich nicht zwischen Sportunterricht und Erdkunde begreifen. Wer ein „Pflichtfach Informatik“ fordert, der hat offensichtlich ganz einfach das Wesen der Informatik nicht begriffen. Astrophysiker – da haben wir es wieder – sind ja auch nicht nach dem Abitur schon fertig.

Wer sich also über die eingangs erwähnte vermeintliche Inkonsequenz der F.D.P. amüsiert, dem stünde etwas mehr Unterricht vermutlich nicht schlecht zu Gesicht.


Produkttest des Tages: „Auf den ersten Blick hat Google vieles richtig gemacht: Das Pixel hat eine separate Kopfhörerbuchse und stand während meines fünftägigen Tests kein einziges Mal in Flammen. Für High-End-Smartphones ist das im Herbst 2016 nicht selbstverständlich.“

Nerdkrams
„Sicherer als Windows“ des Tages (4)

Na, auch Linux statt Windows zu Hause?

Dann patcht mal schön eure bash!

In den NachrichtenNerdkramsPiratenpartei
Liegengebliebenes vom 23. September 2016

Was ist besser – Ruby oder Python? Das kommt ganz darauf an.


Google hat einen neuen Spionagemessenger veröffentlicht. Wir sind alle recht überrascht und ein Stück weit betroffen.


Ist das vom „Postillon“? Nein, von „SPIEGEL ONLINE“: Die SPD steckt im Umfragetief, Arbeitsministerin Nahles will nun verstärkt auf soziale Gerechtigkeit setzen.


Schönes Fundstück auch: Blitz und Donner dem Kapitalismus, besuchen Sie uns auf Facebook!


Deutsch/Medien, Medien/Deutsch: Der Rücktritt eines Landesparteivorsitzenden nach einer verlorenen Wahl heißt „Erosion“.


Drei Tage vor seinem Übertritt zu den Brandenburger Grünen tönte der ehemalige Vorsitzende der Berliner Piratenpartei, er sehe das Ausscheiden aus dem Abgeordnetenhaus als Chance, jetzt außerparlamentarisch noch bessere Piratenpolitik zu machen. Meinen herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die Brandenburger Grünen zu ihrem moralisch integren Neuzugang. Selten habe ich einen geeigneteren Grünen gesehen.


Dazu auch und abschließend: Hadmut Danisch berichtet von Julia „Bomber Harris, Feuer frei!“ Schramms Facebookbeitrag, in dem sie die Piratenpartei als gefährlich für das menschliche Miteinander ihrer Mitglieder bezeichnet. Es ist schön, dass auch Julia Schramm – inzwischen, wie auch das Gros der ehemaligen Berliner Linkspiraten, bei der „Linken“ – eine humanistische Seite zu haben scheint, es ist nur etwas schade, dass sie die Transferleistung nicht erbringt.

In den NachrichtenNerdkrams
Über Technikverhinderungsprozessoren

Früher bedeutete eine neue Prozessorgeneration oft einen spürbaren Anstieg der gefühlten Leistung, ein quasi exponentielles Wachstum der Nennleistung bei gleichzeitig sinkenden Emissionen. Das ist lange her, Einzelkerngeschwindigkeiten von deutlich über drei Gigahertz sind physikalisch derzeit nicht mit vertretbarem Aufwand zu erreichen (wenn nicht gerade Stickstoffkühlung zum Standardmodell in einem PC oder gar Laptop wird). Werbekampagnen für neue Prozessoren müssen also irgendwie anders auffallen, um einen Neukauf zu rechtfertigen; der Wettbewerb um immer niedrigere Nanometerweiten verliert allmählich seinen Reiz.

Worauf also freut sich denn heute der geneigte Computerkäufer? Richtig: Bald schon gibt es viele neue Hardware mit Intels neuesten Prozessoren mit dem beknackten Codenamen „Kaby Lake“. Sie sollen aus gleichem Strom mehr von allem herausholen: Mehr Rechengeschwindigkeit, mehr Möglichkeiten, mehr Technikverhinderung:

Schließlich gibt es noch eine Erweiterung für Kaby Lake: einen neuen Medienverarbeitungskern. (…) Dieser Videokern erzwingt auch Anti-Piraterie-DRM-Schutz, wie er von den großen Studios vorausgesetzt wird. Hollywoodchefs wollten keine ultrahochauflösenden 4K-Filme aus der „Cloud“ streamen, ohne dass sicher gestellt ist, dass der gewöhnliche Mitschneider es schwer haben wird, und daher gab Intel den Unterhaltungsriesen, was sie wollten.

(Freie Übersetzung von mir.)

Wer sich in ein paar Monaten einen neuen Rechner kauft und nicht gerade auf AMD-Prozessoren zurückgreifen möchte, die in gehobenen Preisklassen durchaus recht selten geworden sind, der tauscht ein paar Cent Stromkosten im Wesentlichen gegen seine Freiheit ein, weil das Gerät, das vordergründig mit grandiosen Multimedialeistungen prahlt, tatsächlich nicht für ihn, sondern für Rechteverwerter gestaltet wurde, deren maßgebliches Interesse an neuer Hardware sich auf die Frage beschränkt, wie man deren Käufern möglichst viele Möglichkeiten nehmen kann, über die ihm zur Verfügung stehenden digitalen Medien frei zu verfügen.

Ohne diese Leute war das Internet irgendwie schöner.

Nerdkrams
Total vernetzt: Xanadus langer Atem

Im Jahr 2016 feiern nicht wenige Aktivisten ein Jubeljahr des Webs als technische Revolution, oft, weil sie sich gar nicht dessen bewusst sind, was für ein eigentlich nebensächlicher Aspekt des Internets das Web eigentlich ist, oft auch nur in dem Irrglauben, das Web sei im Gegensatz zum Usenet endlich und allein eine brauchbare Art, Informationen vernetzt dauerhaft darzustellen.

Dabei ist das Web eigentlich nicht viel mehr als ein spät geborener Krüppel, dem allein seine reichen Eltern zugute kommen.

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Nerdkrams
„Sicherer als Windows“ des Tages (3)

Na, auch Linux statt Windows zu Hause?

Dann habt ihr ein Problem.

Nerdkrams
Dynamische Single-Serving Sites mit OpenBSD-Bordmitteln erstellen

Unter „Single-Serving Sites“ versteht man gemeinhin Websites wie IsItChristmas.com, WhatIsMyIP.org und purple.com, die als Gegenentwurf zu informationsüberladenen Webportalen meist genau eine einzige Frage beantworten. Es gibt in der Regel keine Unterseiten, keine echte Interaktivität und auch sonst sind solche Websites sehr angenehm anzusehen.

Meist ist so eine Website schlicht in statischem HTML geschrieben worden, denn serverseitige Scripts sind ebenso überflüssig wie jQuery oder andere Perversionen des Modernen. Was aber, wenn man dem Besucher etwa abhängig von seiner Browsersprache oder per Zufallsalgorithmus eine andere Ansicht präsentieren will? Natürlich könnte man auf Javascript zurückgreifen; wer das aber nicht möchte, zum Beispiel, weil er sich nicht darauf verlassen möchte, dass der Besucher Javascript aktiviert hat und einen mit dem geschriebenen Code kompatiblen Browser benutzt, dem bleibt letztlich nur die Nutzung serverseitigen Codes, etwa Perl oder PHP, übrig.

Nun gilt für Server mehr noch als für einen Laptop oder PC, dass jede zusätzlich installierte Software wegen möglicher noch unentdeckter oder unkorrigierter Fehler ein potenzielles Sicherheitsrisiko birgt, wozu auch Skriptsprachen, Webserversoftware und sogar Texteditoren zählen. Dazu kommt der Ressourcenhunger, den mancher stack mit sich bringt: Benutzt man etwa die beliebte Kombination aus dem Webserver nginx und der Sprache PHP im FastCGI-Modus (php-fcgi), ist es keine Seltenheit, dass auch im Leerlauf diverse Prozesse an den Systemressourcen knabbern.

Lässt sich eine solche Webanwendung auch programmieren, ohne den Server unnötiger Last und Gefahren auszusetzen? Weiterlesen ‘Dynamische Single-Serving Sites mit OpenBSD-Bordmitteln erstellen’ »

NerdkramsPersönliches
Smartphoneblues

Seit ich im Jahr 2010 zufällig Androidnutzer wurde (ich berichtete), habe ich nur wenige Gedanken daran verschwendet, ob ich den eingeschlagenen Weg jemals verlassen würde. Klar, die Smartphones sind seitdem größer geworden, ihre CPUs und GPUs stärker und ihre Preise unverschämter, aber sonst ist doch alles fast wie früher.

Allein: Der derzeitige Smartphonemarkt ist geprägt von der Angst, interessant zu sein, fürchte ich.

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Nerdkrams
„Sicherer als Windows“ des Tages (2)

Na, auch Linux statt Windows zu Hause?

Dann patcht mal schön euren Kernel!

Nerdkrams
Der Tor fällt nicht weit vom Appelbaum

Alter Hut: Knallbunte Websites mit eigener Domain und Logo für Sicherheitslücken in Software.
Das neue große Ding: Knallbunte Websites mit eigener Domain (ob da wohl noch ein Logo kommt?) für private Fehden unter Open-Source-Entwicklern. Das muss dieser Geist des Open Source sein, von dem immer die Rede ist.

Worum es geht? Ein mittlerweile ehemaliges, allerdings recht engagiertes Mitglied der Tor-Kernentwicklergruppe hat blöderweise einen Nachnamen, der recht weit vorn im Alphabet steht, weshalb es seine Teamkollegen natürlich ganz besonders stört, wenn er, um niemandes Arbeit wichtiger erscheinen zu lassen als die eines Anderen, bei der Verschriftlichung um eine alphabetische Reihenfolge der Verantwortlichen bittet. „Der da hat einen Namen, der vor meinem erscheinen würde, das belästigt mich!“

Ach, nein – eigentlich geht es ja tatsächlich um Belästigung. Bei Tor scheint Homo- oder wenigstens Bisexualität ein wichtiges Thema zu sein, was auch schon die einzig nennenswerte Erkenntnis aus dem ganzen Bohei ist; ein Rosenkrieg zwischen Menschen, die verglichen damit, dass sie sich aufführen wie eine Horde pubertierender Teenager, zuvor offensichtlich für erschreckend erwachsen gehalten wurden.

Ein Opfer des Beschuldigten gibt etwa zu Protokoll:

I didn’t know until very recently that nonconsensual sex, by a friend, is rape. It is for this reason that I am writing this account.

Mit anderen Worten: Eigentlich hielt das Opfer einen offenbar sexuell motivierten Zwischenfall für nicht sonderlich schlimm oder auch nur bedeutsam, bis jemand ihm mitteilte, dass es unangemessen sei, sich darüber nicht zu viele Gedanken zu machen. Wer Kompromat sucht, ist über jeden, den er dazu überreden kann, glücklich.

Das Gros der Erfahrungsberichte allerdings befasst sich damit, dass der Täter ungefragt in kleinem Kreis über die Sexualität der Opfer sprach; darüber beklagen sich Letztere auf der Website, indem sie selbst darüber und über die seine sprechen, und zwar in einem weit größeren Rahmen als es zuvor je geschehen wäre. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Schnell, schieß mir ins Gesicht!

(via @andreasdotorg)

In den NachrichtenMir wird geschlechtNerdkramsPolitik
Kurz verlinkt: Gewalt, Google, Schokolade und Quoten

Die klare Ansage des Tages kam gestern von „der Antifa“, deren Mitideologe Horst Schöppner medial klarstellen zu müssen meinte:

Gewalt wirkt. Egal, ob es einem gefällt oder nicht. Gewalt wirkt auch gegen Nazis. Vielleicht wirkt sogar nur Gewalt gegen Nazis.

Und zwar, weil:

Wenn Sie kein Rassist, Islamhasser oder Nazis sind, wenn Sie also die Parolen von PEGIDA oder AfD nicht gut finden, dann sind Sie für Ihr Gegenüber vermutlich automatisch: dumm, Antifa, Gutmensch, Neger, Lügenpresse, Schwuchtel, Staatsbüttel oder alles zusammen.

Erst mal davon ausgehen, dass der Gegenüber einen für dumm oder – eine offensichtlich noch weit schlimmere Beleidigung – Antifa (sic!) hält, um ihm präventiv auf’s Maul hauen zu dürfen, ist eine überaus elegante Lösung. Nie habe ich mir so sehr gewünscht, auch einmal für dumm gehalten zu werden. Herr Schöppner, wie wär’s?


Google findet, Passwörter seien keine für Android zukunftstaugliche Sicherheitsvorkehrung, und möchte stattdessen eure biometrischen Daten in der cloud (also auf den Rechnern überdies US-amerikanischer Fremder) speichern.

Kotz


2005: Dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen sind rassistisch.
2016: Sich über dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen aufzuregen ist rassistisch.

Langweilig wird es mit diesen Leuten zum Glück nie.


Der Feminismus hat uns nun jahrelang gelehrt, dass es nicht etwa ausbildungs- oder lebensstilbedingt, sondern allein eine Diskriminierungsfolge ist, als Frau nicht auf eine Führungsposition erhoben zu werden. Folglich gibt es für die Nachricht, dass hauptsächlich Westdeutsche ostdeutsche Führungspositionen innehaben, nur einen möglichen Grund. Ich erwarte Oben-ohne-Demonstrationen beschrifteter ostdeutscher Manager in allen größeren deutschen Städten.

NerdkramsProjekte
In eigener Sache: Der blödeste Projektname der Weltgeschichte.

Was hat der Welt denn noch gefehlt? Richtig: Ein weiterer statischer Bloggenerator, und zwar von mir. Verehrtes Publikum, ich präsentiere: BlogC++. Das passiert, wenn man mich mal mit einer Tastatur allein lässt.

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NerdkramsNetzfundstücke
💩

Das hatte ich völlig übersehen: Irgendwo in einem kleinen Raum mit, hoffentlich, Wänden aus Gummi arbeiten Forscher am nächsten großen Ding.

Emojis mit anpassbarem Geschlecht und änderbarer Haarfarbe.
Die nächste Generation der Emojis.

Falls noch jemand versehentlich den Menschen für die intelligenteste Spezies hielt: Tschuldigung!

In den NachrichtenNerdkramsSonstiges
Recht und Gesetz gegen Canonical und VG Wort

Die vermutlich Kriminellen des Tages sind die Herrschaften hinter Canonical, deren heute veröffentlichtes Ubuntu 16.04 (Symbolbild) mal eben absichtlich die GPL verletzt und somit qua Gesetz illegale Software ist. Welche Worte Linuxer dafür fänden, würde zum Beispiel Microsoft beim Lizenzbruch erwischt, möge sich der geneigte Leser an dieser Stelle selbst ausmalen.

Dicht gefolgt wird Canonical in der Rangliste von den in der VG Wort organisierten Verlegern, die offensichtlich jahrelang unrechtmäßig Geld, das Autoren zustand, in die eigene Tasche gesteckt haben. Schon liest man erste Kommentare, dass die nun zu erwartenden Rückforderungen das Ende des Verlagswesens besiegelten; und noch einige Jahre nach dem Beschluss des Leistungsschutzrechts wird mein Bedauern darüber überschattet von einer unbändigen Freude. Ich stelle schon mal den Whisky warm.


Nur im übertragenen Sinne kriminell ist bekanntlich die Doofheit gerade jugendlicher Smartphonenutzer; selbst mir passiert es immer häufiger, dass ich öde blondierten Mädchen begegne, die vor lauter Freude am Herumwischen auf ihrer Wanze für unterwegs ganze Grünphasen von Fußgängerampeln verpassen. Ich lache dann immer ein bisschen. Die Stadt Augsburg möchte mir den Spaß jetzt aber nehmen:

Die Stadtwerke Augsburg testen derzeit in Augsburg an zwei Straßenbahn-Haltestellen LED-Boden-Ampeln, die Handy-Nutzer vor Unfällen schützen sollen.

Gemeinheit.