Archiv für die Kategorie ‘Nerdkrams’.

Hier geht’s um Software – je nerdiger, desto besser.

Nerdkrams
Undurchdachte Installationsprogramme, Teil 2

Microsoft (Fa.)!

Es ist ja nett, dass eure Installationen in den letzten Jahren deutlich aussagefreundlicher geworden sind; aber …

… wenn „alle benötigten Informationen“, welche immer dies sein mögen, erfolgreich vorliegen, ist es für den Anwender doch eher unvorteilhaft, wenn der nächste Schritt damit beginnt, dass erst einmal „zusätzliche Informationen“ gesammelt werden müssen, was auch nicht eben eine Sache von wenigen Sekunden ist.

Zurück ans Reißbrett bitte.

In den NachrichtenNerdkramsPersönlichesPolitik
Resignation grotesk

Gegeben sei ein nichtdeterministischer endlicher Automat:

Hab ich selber mir ausgedacht.
— Max Goldt: Deine Reime sind Schweine


Welt.de berichtet übrigens bezüglich des Nichtkrieges in Afghanistan:

Merkel nimmt an Trauerfeier für Gefallene teil

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird an der Trauerfeier für die drei am Karfreitag in Kundus getöteten Soldaten der Bundeswehr teilnehmen.

Kennt eigentlich, abgesehen von Welt.de, irgendjemand den Unterschied zwischen „fallen“ und „sterben“?
Bitte erst selbst überlegen, bevor zum Beispiel hier die Lösung erforscht wird.

NerdkramsNetzfundstücke
Kurz verlinkt XIV: Das iPad, ein Accessoire für Kellerbewohner

Endlich mal ein handfester Grund auch für iPad-Besitzer, es für ein schlecht konstruiertes, überflüssiges Gerät zu halten: Ihr teuer erworbenes Spielzeug hält nicht nur keine Schläge aus, es hat sich auch als recht wetterfühlig erwiesen.

Apple hat das iPad für Betriebstemperaturen zwischen 0 und 35 Grad Celsius ausgelegt – darunter und darüber garantiert der Hersteller keinen ordentlichen Betrieb. Als ideal beschreibt Apple eine Raumtemperatur von 22 Grad. Gleiches gilt laut Apples Supportwebseiten auch für iPods und iPhones. Das iPhone schaltet sich ab dem Modell 3G bei Überhitzung ebenfalls ab, was allerdings eher selten zu beobachten sein dürfte.

Dass vom iPad schon im Frühling von Überhitzung zu lesen ist, lässt vermuten, dass die Abwärme insbesondere der CPU und das Aufheizen des Gehäuses schneller als erwartet zum Problem werden. Apple rät, das iPad möglichst vom warmen Sonnenlicht fernzuhalten und es auch nicht im aufgeheizten Auto zu nutzen – vor allem weil die Akkuleistung darunter nachhaltig leiden kann.

„Wie, du hast noch kein iPad?“ – Selbst schuld, wer diese Frage stellt.


Sehr schön ist übrigens auch der heutige heutige Titanic-Startseitenbildwitz. Da bewaffneter Konflikt ich doch tatsächlich einen kurzzeitig belustigten Gesichtsausdruck, der dann allerdings aus alten Gründen auch schnell wieder verflog. Ach, die Menschlichkeit.

Nerdkrams
Easterhacks?

Da man mich nun schon mehrfach darüber informierte und Fefe es noch nicht gebloggt hat, tu ich’s jetzt:

Sowohl grundig.de als auch blaupunkt.de scheinen gerade einige kleinere Problemchen zu haben; letztere immerhin nur ohne WWW-Präfix:

Bei grundig.de sieht’s nach einem etwas ernsthafteren Hack als nach einem Versehen aus. Einen Direktlink zu der Seite setze ich bewusst nicht, da man nie so genau weiß, ob da Schadsoftware lauert; jedenfalls: Dieser Tage steht, wenn ich als Nicht-CCC-Mitglied richtig informiert bin, das rituelle Osterhacken („Easterhacks“ – ein grandioses Wortspiel eigentlich) an. Es sollte mich nicht wundern, wenn das miteinander zu tun hat, vor allem, da es in letzter Zeit recht still war, was das Eindringen in deutschsprachige Netzpräsenzen betrifft.

(Heute ist, wie ich gerade noch rechtzeitig erfahren habe, Karfreitag – will heißen: Heute ist für alle gläubigen Christen Spaßverbot. Das respektiere ich natürlich und sehe daher davon ab, lustige Dinge zu formulieren. Nett von mir, nicht wahr?)

Lied zum Wochenende in eigener Sache:
Die Toten Hosen – Depression Deluxe

Es ist furchtbar.

Nerdkrams
Activieren den kontextuell Menü in dem Windows Stöber

Manchmal steht mir der Sinn danach, mir noch unbekannte Softwareprodukte zu testen. ECMerge allerdings, ein Vertreter der Kategorie der Merge-Anwendungen, vergällte mir die weitere Bereitschaft, mich mit ihm zu beschäftigen, bereits während der Installation:

Abbrechen ich have.

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Medienkritik XXIV: „Wetten, dass…?“ wird wieder besser.

Soeben endete die so genannte Unterhaltungssendung „Wetten, dass…?“, und sie hatte nach langem mal wieder gute Wetten und mit Andrew Lloyd Webber sogar ein wenig Kultur zu bieten; allein die ständig doof guckende Michelle Hunziker, diesmal anfangs in einem geradezu lächerlichen Kleid, ist ein Grund, den von der Allgemeinheit herbeiorakelten Abwärtstrend dieser Sendung zu bestätigen. Es mag den Quoten zuträglich sein, wenn die BILD-Klientel jemanden zum Besabbern hat, jedoch ist diese Frau in dieser Sendung mindestens deplatziert.

Die musikalische Begleitung war weitgehend nicht von Belang, neben Gossip und der Shakira war wieder einmal „unser Star für Oslo“, Lena Meyer-Landrut, mit ihrem Beitrag „für Deutschland“ zu sehen und zu hören, der da „Satellite“ betitelt ist und einen englischen, gleichfalls belanglosen Text vorzuweisen hat. Inwiefern eine englischsprachige Popschnulze Deutschland repräsentieren soll, wusste weder sie noch ihr Mäzen Stefan Raab zu beantworten, einig waren sie, wenn ich das recht verstanden habe, sich aber immerhin, dass sie besser auf Englisch als auf Deutsch vortragen sollte, weil sie letzteres nicht so gut beherrscht; und da stimme ich voll zu. (Außer ihrer mangelnden Ausdrucksfähigkeit im Deutschen ist mir persönlich auch ihre Stimme ein Graus, aber das ist, immerhin, noch immer Geschmackssache.)

Zu loben ist aber, dass statt der üblichen Hollywood-Quatschköpfe unter den Gästen neben Genannten und dem immerhin großteils stillen Hansi Hinterseer auch sympathische Gestalten waren; Beth Ditto, Sängerin der von mir hier schon mehrfach gerühmten Gossip, ehemals The Gossip, blieb gar freiwillig bis zum Ende, kam jedoch nur selten zu Wort.

Die Wetten, die ja eigentlich den Kern der Schau bilden sollen, waren endlich auch mal wieder anschauenswert: Neben der Neuauflage der mehreren Jahre alten Wette „Treppe gegen Fahrstuhl“, für die der Fahrstuhl gegen ein Einrad ausgewechselt wurde, erreichte auch ein ergrauter Lehrer die Finalrunde, der wettete, den Unterschied einer minimal modifizierten Fotografie des Sternenhimmels und der unveränderten Fotografie erkennen zu können, und gewann. Wetten, für die man tatsächlich etwas können muss, sind die einzigen, die wirklich ansehenswert sind; das Publikum honorierte beide Leistungen entsprechend.

Morgen werden die Feuilletons der deutschen Presse sich wieder in Lobeshymnen und/oder Verrisse über Herrn Gottschalks Kleidung, seine blöden Witze und seine großartige Komoderatorin ergehen und dabei das Wesen der Sendung, wie inzwischen üblich, gänzlich ignorieren. Mancherlei Berichterstattung, wenngleich so benannt, ist gar keine.

(Schade ist es allemal, dass sich aus diesen positiven Eindrücken keine verlässlichen Aussagen über die folgenden Sendungen treffen lassen; allein: Es geht doch!)
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FotografieNerdkrams
Schaug* und saug! (Heute mal niveaulos.)

Schon als mir das in der Hochschule verwendete Mailprogramm abermals eindrucksvoll die Entwicklung der künstlichen Intelligenz veranschaulichte, wusste ich, dass es das noch nicht gewesen sein sollte:

Begieriger als gewöhnlich also sog ich die Impressionen auf, die meine Umwelt mir vermittelte, und wurde nicht enttäuscht:

Wieder einmal gilt: Hihi!

*: bairisch f. „guck“

NerdkramsNetzfundstückeProjekte
Kurz verlinkt XI: Es ist ein Kreuz!

Dieser Tage, in denen sich Kirchenvertreter durch eher unchristliche Werte hervortun, sind Scherze über das Christentum fast omnipräsent. Dabei ist gerade in dieser Gesellschaft ein wenig christliche Lehre dringend nötig!

Diese Firefox-Erweiterung zum Beispiel hilft redlichen Christen, wieder auf den rechten Weg zurückzufinden, indem sie darauf hinweist, dass das Betrachten von Pornografie gemäß 1 Kor 6,18 einer erneuten Kreuzigung von Jesus gleichkommt:

Hütet euch vor der Unzucht! Jede andere Sünde, die der Mensch tut, bleibt außerhalb des Leibes. Wer aber Unzucht treibt, versündigt sich gegen den eigenen Leib.

Amen.


In, mehr oder weniger, eigener Sache: eMule 0.50a, das einige prima Verbesserungen mit sich bringt, ist in der Betaphase, was bedeutet, dass sich die nächste Version von eMule beba sich noch ein bisschen hinauszögern wird. Wer mir beim Testen helfen möchte, ist herzlich eingeladen.


Apropos Sünde noch mal: Sind euch auch schon die Plakate aufgefallen, die in Städten die Jugend dazu auffordern, ihr Limit zu kennen (heißt: sich zu besaufen und es so herauszufinden)?

Ist natürlich auch nicht schlecht.

In den NachrichtenNerdkramsProjekte
Pi.

Pi, die Naturkonstante mit den sehr, sehr vielen Nachkommastellen, ist eine Zahl, der man auch als Nichtmathematiker Aufmerksamkeit schenken sollte. Zum Einen enthält ihre Binärdarstellung, sofern die Zahl tatsächlich, wie vermutet, unendlich ist, sämtliche Daten dieser Welt (inklusiver diverser Pornografie und Hitlerreden, versteht sich), zum Anderen übt sie bis heute, abgesehen von ihrem noch immer nicht bekannten exakten Wert, eine eigentümliche Faszination auf Menschen aller Altersstufen und Bildungsgrade aus; der heutige 14. März (3-14, wie der US-Amerikaner zu schreiben pflegt, also, interessanterweise, minus 11) ist folgerichtig zum Pi-Tag erklärt worden, der weltweit, ähnlich dem 1234567890 Day, gefeiert wird; um gebührend genau zu sein, nur zum ersten von zwei „Pi-Tagen“, denn am 22. Juli findet der Pi-Annäherungs-Tag (22/7, also ungefähr 3,1429, gemäß Archimedes, der damit bereits vor über 2200 Jahren ein erstaunlich genaues Ergebnis errechnet hat) statt.

Eine Leserin erinnerte mich außerdem freundlicherweise daran, dass mit dem 14. März seit einigen Jahren ein eher weniger mathematisch, dafür aber maskulistisch relevanter Tag beginnt:

Der 14. März ist ab sofort offiziell „Schnitzel-und-Blowjob-Tag“. Einfach, wirkungsvoll und selbsterklärend ist dieser neue Feiertag dazu da, damit Ihr Frauen Eurem Holden endlich zeigen könnt, wie sehr Ihr ihn liebt. Keine Karten, keine Blumen, keine tollen Nächte des Ausgehens; der Name dieses Feiertags erklärt alles: nur ein Schnitzel (oder Steak) und ein Blowjob. Das ist alles.

Anders als dieser unsägliche Valentinstag eine wahrlich schöne Tradition, die man opulent würdigen sollte.
Mathematik ist schon eine tolle Sache.

(Die Grafik stammt ursprünglich von hier, wurde dann leicht überarbeitet von mir. [Reimt sich!])


Statistik des Tages für Greenpeace, PETA und Sozialarbeiter: Wer moralisch handelt und sich zum Wohle anderer verhält, leitet daraus häufig das Recht ab, gegen Normen zu verstoßen; wenn man so viel für die Gesellschaft tut, kann die Gesellschaft auch mal was zurückgeben, versteht sich von selbst und bedarf keiner etwaigen Höflichkeit. Man ist ja schließlich kein warmherziger Bernhardiner barmherziger Samariter, nich‘ wahr?

Merke: Egoisten sind immer nur die anderen.

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Kurz verlinkt X: Geolokäischen ist voll so Web 3.0, mindestens.

Da stellen die Webzweinull-Fachidioten richtig fest, dass sich aus Gratisdiensten nur selten Kapital schlagen lässt, und statt sich mal mit sinnvollen Themen zu beschäftigen, suchen sie nach der nächsten Verbesserung für unser aller Leben, und sie suchen, wie üblich, an der falschen Stelle:

Über Twitter und Facebook sollen künftig Leute mit entsprechenden Mobilgeräten sehen, dass sie gleich mit einem anderen Nutzer kollidieren, dann können sie gegenseitig via flink ausgetauschter message ihre gesunde Lebenseinstellung gut finden und sich freuen, dass sie zu den in people und nicht zu den Langweilern gehören, die sich noch umständlich mittels mündlicher Kommunikation verständigen.

Don Alphonso fasst in einem angemessenen Tonfall zusammen:

Sie werden ihre Mobilgeräte zücken und checken, ob ein anderer Depp in der Nähe ist, der das bestätigt und sie dafür nicht auslacht. Sie werden uns vom Vergnügen der von der Virtualität überbrückten Realität erzählen, und in Rom auf ihr Display starren, wenn andere den Vatikan betrachten, und linsen, ob sie jemand beobachtet, dem man dann erzählen kann, wie verdammt cool das ist – und dabei leider auch noch den LKW entdecken, der sie beinahe kohlenstofflich platt gemacht hätte. Wenn jemand ihrer Bekannten twittert, dass er gerade über die Device gemerkt hat, dass er in der Nähe ist, bekommen sie einen Orgasmus und werden noch ein wenig schmutziger.

Was wohl danach kommen mag?
(Und ob ich das wirklich wissen will?)

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Die Wirbelsäule fegen – warum?

Eins dieser Sprachwirrnisse, die mich immer wieder zu amüsieren vermögen, ist die konsequente Gleichsetzung von jmdm. etw. zukehren, -wenden mit jmdm. etw. kehren. Wenn ich, zum Beispiel, den Nachbarn den Gehweg kehre, dann meist, weil es geschneit hat. Manchmal kehre ich auch Dinge unter den Teppich oder schlicht um. Wonach mir allerdings auch noch nicht der Sinn stand, ist es, mit einem Kehrgerät anderen natürlichen oder juristischen Personen den Körper reinigend zu traktieren; um so erstaunlicher erscheint dies angesichts des Umstandes, dass es zu den normalen Tätigkeit mancher Menschen zu gehören scheint, anderen Menschen den Rücken zu kehren.

Das kann unmöglich auf Dauer gut für den Rücken sein; aber es schafft zusätzliche Arbeitsplätze im Bereich des Kehrwesens und andererseits, gleichsam als Ausgleich, des Kraftsports:

Der Bundesgerichtshof stärkt Anlegern den Rücken: (…).

Ha ha. Na ja.


„Ha ha“ mit einem „uff“ ist zudem dies:
Da bringt also ein Vater seine Tochter um, weil sie es wagt, mit einem Jugendlichen anzubandeln, was, versteht sich, eine furchtbare Tragödie ist; so weit, so wunderlich. Das Schlusswort des Vaters während der Gerichtsverhandlung hat mich allerdings noch mehr überrascht:

In seinem Schlusswort sagte der Angeklagte: „Ich habe sie getötet, um sie zu schützen.“ Er habe Angst gehabt, dass Büsra entführt werden oder ihr sonst etwas zustoßen könne.

Klar, der Bengel hat vermutlich weniger Interesse an ihr, wenn sie tot ist. Sie sollte froh sein, dass man sich so um sie sorgt!


Sonderlich intelligent wirken auch die Versuche von Drehbuchschreibern, aus nichtigem Anlass moderne Technik in ihre Handlung einzuweben, nicht immer; so wurde bspw. gestern auf RTL eine Folge der Serie Law & Order ausgestrahlt, in der unter anderem ein Blogger gespielt wurde, der eine Liste aller Kommentatoren mit ihrer jeweiligen, aufgemerkt, Loginadresse führt.

Nicht online: Mit einem Stift. In einem Buch.
So richtig analog.

Nur so als klischeehafte Frage: Wie hoch wären meine Chancen, wenn ich vermutete, der Drehbuchschreiber ist ein Konservativer über 40 Jahren, richtig zu liegen?

(Heute in’ner Uni übrigens per Zufall bemerkt: Wer wegen der Entwicklung künstlicher Intelligenz bereits jetzt Angst um seine Zukunft hat, möge sich einmal mit Cpt. Kirk unterhalten. Tipp für Gourmets: Mit Ton ist es noch eindrucksvoller.)

In den NachrichtenNerdkrams
Pong!

Da es, immerhin seit mindestens Juli 2009 bekannt, noch immer in mancherlei Neuigkeitenrubrik Erwähnung findet, ist es noch nicht zu spät, wenn ich mich nun erdreiste, selbst auch mein pikantes Gewürz einzubringen.

Die Meldung ist geradezu spektakulär: Die Universal Studios haben die Rechte an Asteroids zwecks Verfilmung erworben. Asteroids – Vertreter meiner Generation kennen das wahrscheinlich noch – war, unter Vorbehalt, der erste heimcomputertaugliche space shooter, also das ebensolche Weltraumschießspiel, der seit 1979 zahlreiche Generationen mit seinem ausgeklügelten Spielprinzip und seiner faszinierenden Grafik an den Bildschirm zu fesseln weiß:

Nach Kinoerfolgen wie Doom ist es nur logisch, dass es jetzt auch Kultspielen (wobei aber doch „Kult“ die Verehrung von eingeschworenen Geheimbünden quasi bedingt und eben das Gegenteil bedeutet, aber es verkauft sich besser als „abgelutschtes Standardspiel“) filmisch an den Kragen geht, und das Drehbuch ist ja eigentlich schon fertig. (Wird es dann eigentlich auch das Spiel zum Film zum Spiel geben, ganz in alter Covermanier, und wer wird eigentlich die Asteroiden spielen?)

Auch eine Trilogie ist denkbar:

„Asteroids – der Film“, „Asteroids 2: Froggeralarm“ (die Wahl eines Hauptdarstellers wird sicher ebenfalls recht interessant) und schließlich, als Krönung, der Abschluss unter der Regie von mindestens Steven Spielberg, ein Meisterwerk des Surrealismus‘:

PONG: Die Asteroiden schlagen zurück!

In den Hauptrollen könnten zum Beispiel Keira Knightley, Natalie Portman und Danny DeVito brillieren, die Laufzeit wird nicht unter zwei Stunden betragen, aus dem Stoff lässt sich ’ne Menge machen. Wird bei den Filmfestspielen ordentlich abräumen, jawollja.

Apropos „argh“: Als ich, über diesen Beitrag sinnierend, durch die Straßen der Stadt schlenderte, rannten mir zwei Bälger Jungexemplare Mensch über den Weg. Das laufende Spiel hieß offenbar Fangen, und so quäkte der Flüchtende der beiden Jungmenschen fröhlich: „Fang mich doch, du Eierloch!“. Ja, er sprach genau dies.

Die verwendete Bezeichnung für den Mitspieler ist so schön doof, dass man sie fortan als Leser dieses Textes bitte in seinen aktiven Wortschatz aufnehmen möge. Besten Dank.

(Oh, heute ist übrigens der internationale Frauentag. Endlich ist die Bude mal sauber. Gute Sache, dieser Tag. Die Restzeit bis zum Schnitzel- und Blowjob-Tag 2010 beträgt, abermals übrigens, nur noch etwas mehr als 5 Tage. Ich bitte um freundliche Beachtung.)

In den NachrichtenNerdkrams
Einstweilige Verfügung gegen UseNeXT

Da predigt man seit Jahren, dass man als Filesharer eine recht platinfarbene Zukunft hat, jedenfalls verglichen mit denen, die ausreichend leicht zu begeistern sind, dass sie freiwillig Geld an einen Konzern zahlen, nur um sicher Schwarzkopien herunterladen zu können, und man wird trotz aller Erfolge der Industrie müde belächelt. „eMule ist eh tot“, und das schon seit mindestens zehn Jahren, versteht sich.

Zur Abwechslung geht es jetzt auch mal anderen Anbietern an den Kragen:

Der ‚GEMA‘ ist den eigenen Angaben zufolge erneut ein großer Erfolg gegen die Betreiber des Dienstes UseNeXT gelungen. Die am 17. Februar dieses Jahres verhandelte einstweilige Verfügung gegen den Zugangsanbieter zum Usenet hat das Landgericht Hamburg nun erlassen.

Das Urteil des Landgerichts in Hamburg bringt eine erweiterte Haftung für Zugangsvermittler mit sich. Laut einer veröffentlichten Mitteilung der GEMA haften diese nicht nur wenn sie explizit auf illegale Nutzungsmöglichkeiten ihres Angebots hinweisen. Auch wenn der beworbene Dienst nicht ausreichend zum Schutz der Rechteinhaber modifiziert wird, ist von einer Haftung die Rede.

Ich halte üblicherweise nicht viel von den Entscheidungen des LGs Hamburg, das bisweilen aufgrund fragwürdiger Entscheidungen Aufmerksamkeit von eher modernen Medien erlangt, aber diesmal, ausnahmsweise, darf es sich beglückwünscht fühlen.

Einem Unternehmen, das damit wirbt, dass man über es – nach Zahlung eines geringen Obulus‘ – nahezu unbegrenzten Zugriff auf nicht geringe Mengen gratis Software habe, kann man, so meine ich, durchaus Vorsatz unterstellen. Wenn UseNeXT, dank deren/dessen Angebot das Usenet der Mehrheit der Internetnutzer wohl nur mehr als Ansammlung fragwürdiger Inhalte bekannt ist, nun gezwungen ist, Inhalte herauszufiltern, dürfte dieses Angebot deutlich an Attraktivität verlieren. (Es erscheint mir angebracht, wieder einmal auf eMule hinzuweisen; jegliches Filtern von Inhalten wäre dank dezentralen Aufbaus wirkungslos.)

Tatsächlich ähnelt das Vorgehen von Unternehmen, die den Austausch von Geld gegen Schwarzkopien fördern, weit eher der traditionellen Hehlerei als P2P-Filesharing, das ja lediglich dem unentgeltlichen Datenaustausch dient. Ich hoffe, das Beispiel des LGs Hamburg macht Schule, und die Interessensvertreter kümmern sich nunmehr verstärkt um die kommerziellen Anbieter. Filesharing ist kein Verbrechen.

„UseNeXT? Ist eh tot.“

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Gleich klatscht et, Junge.

Aus der beliebten, unregelmäßig erweiterten Reihe „sehr seltsame Softwareprodukte“:

Der ClapCommander ermöglicht die Steuerung des Betriebssystems (Windows und ein funktionierend angeschlossenes Mikrofon vorausgesetzt) mittels Klatschens, vergleichbar etwa mit der in der Popkultur, unter anderem in South Park (Staffel 2, Episode 10, bei etwa 5:00 Minuten), zitierten Klatschsteuerung für Beleuchtungseinheiten. (Der genaue Fachterminus ist mir gerade nicht bekannt, inhaltliche Ergänzungen diesbezüglich werden gern gesehen.) Ein nettes Spielzeug ist dies allemal, mit 19,95 US-Dollar auch nicht allzu teuer.


Apropos „nicht allzu teuer“; bei’en Schallgrenzen gibt’s recht prima klingende Alternative-Progressive-Rock-Metal-Musik auf die Ohren:

Lupenreiner Alternative mit reichlicher Dreingabe von Progressive und Metal. Melancholisch, stilsicher und mit ausgefeilter Rhythmik. Hier ist die Intelligenzia am rocken, hat ihren Spass und nickt anerkennend . Sauber gezupfte Gitarren, fettes Schlagzeug und die aussergewöhnliche Stimme von Sänger / Gitarristen Oliver Reinecke, die den Songs die gewisse Klasse geben. Respekt nach Karlsruhe. Zwar erinnert der Mann tatsächlich ein wenig im Stil und Phrasierung an Maynard James Keenan, aber das macht nichts. Er lebt die Songs, lässt sie wachsen und klingt außergewöhnlich.

Die Band Futile verscherbelt ihr Album 7 Nightmares im MP3-Format für lau und für zehn Euro als Gesamtkunstwerk. eMule-Freunde werden hier fündig.

Durchaus empfehlenswert.

NerdkramsNetzfundstückePiratenpartei
Keine Identicons für Andrease!

Gerade schaute ich wieder einmal in den Ordner für abgelehnte Kommentare und Verweise von anderen Webseiten und fand so heraus, dass ich unter anderem mehrfach von Ulf Hundeiker erwähnt wurde, der in seinem Beitrag ein wenig über das Muttersöhnchentum von Bushido referiert. Dabei verweist er unter anderem auch auf das Pepilog, genauer: auf einen Artikel dort, der Sidos tatsächlichen Namen zum Thema hat. (Ein Sido ist, so weit ich das mitbekommen habe, so was wie Bushido, nur anders.)

In dessen Kommentarbereich (also dem Pepilog-Kommentarbereich, nicht dem von Sido), in dem sich die Freunde seltsamer Klänge battleten gegenseitig mit nicht unbedingt allzu freundlichen Namen bedachten, wird zur leichteren Unterscheidung der Nutzer die Technik der Identicons verwendet.

Ein Identicon ist, kurz gesagt, eine computergenerierte Grafik, die aus dem Hashwert (einer Art Quersumme) der eigenen IP-Adresse berechnet wird und somit jede IP-Adresse weltweit eindeutig darstellen kann. Eine ähnliche Technik verwendet auch die Netzpräsenz, in deren Rahmen dieser Text hier erscheint; die so genannten „Gravatare“, die im Kommentarbereich neben dem eigenen Namen erscheinen, sofern man die verwendete Mailadresse kostenfrei angemeldet hat, werden allerdings nicht dynamisch erzeugt, sondern können selbst eingestellt werden. (Dies auch, weil ich die möglichen Alternativen, unter anderem eben solche Identicons, nicht sonderlich hübscher als die weiße Silhouette vor grauem Hintergrund, die als Standard-Gravatar dient, finde.)

Genug des Exkurses. Ich besuchte also das Pepilog und schaute gedankenverloren in die Grafikspalte, weil die Kommentare nun wirklich nicht sonderlich erwähnenswert schienen, bewegte mich durch die Seite, bis mein Blick an etwas haften blieb, und stutzte ein wenig, schaute noch mal hin und musste grinsen:

Gern auch noch mal in groß:

Damit mich niemand falsch versteht: Ich kenne die Swastika durchaus auch ohne knallroten, diagonal durch sie gezogenen Strich, und ich bin wahrlich weit davon entfernt, jegliche Symbolik, die man revisionistisch verstehen könnte, auch so zu verstehen, aber ein wenig wunderlich mutet mir das schon an, dass mir da noch keine empörten Aufschreie irgendwelcher Zentralräte zu Ohren gekommen sind; zumal doch diese Identicons aufgrund des verwendeten Algorithmus‘, also tatsächlich zufällig und unbeabsichtigt, alle recht ähnlich aussehen:

Sollte jetzt irgendein Leser dieses Textes und Betrachter der eingebundenen Grafiken in Personalunion ernsthaft und ohne wie auch immer geartete Ironie entsprechende Maßnahmen gegen jegliche Internetpräsenzen erwägen, die Gebrauch von dieser Technik machen, so bitte ich um eine kurze Mitteilung. Eine solche Gelegenheit zu einer Gesichtspalme kann ich nicht ungenutzt verstreichen lassen.


(Im Piratenforum rollen übrigens sozusagen Köpfe, nachdem es kürzlich zu einigen unschönen Machtspielchen gekommen war. Die Parteiführung hat die Verantwortlichen, die noch nicht freiwillig zurückgetreten waren, ihres Sonderstatus‘ enthoben und somit erste Sanktionen verhängt. Es ist, fürchte ich, aber nur noch eine Frage der Zeit, bis auch diese durchaus begrüßenswerte Entwicklung jemandem begegnet, der ihretwegen Zeter und Mordio schreit. Dabei wäre die Energie, die in solchem Kinderkram steckt, anderswo wahrlich besser aufgehoben; andererseits: Wer sich mit solchen Kleinigkeiten aufhält, stört wenigstens nicht bei der Parteiarbeit.)