Mir wird geschlechtPersönlichesPiratenpartei
Der Zusammenbruch der Hackerkultur durch den Siegeszug des Twitterfeminismus

Dieser Artikel ist Teil 1 von 14 der Serie Congresskrise(n)

(Vorbemerkung: Ich bin zur­zeit Mitglied von CCC und Piratenpartei, hof­fe aber, des­we­gen nicht an irgend­was die Schuld zu tra­gen. Es folgt, da mich eini­ge Geschehnisse der letz­ten Jahre nicht ganz unbe­wegt las­sen, ein idea­li­stisch moti­vier­ter Aufregtext, der kei­nes­falls zu einer sach­li­chen Diskussion bei­tra­gen soll.)

Felix „Fefe“ von Leitner ist aus dem Chaos Computer Club aus­ge­tre­ten. Um zu ver­ste­hen, war­um das ein schlech­tes Zeichen ist, ist es rat­sam, die Geschichte der Hackerkultur in Deutschland ein­mal genau­er zu betrachten.

Hacken wird unge­ach­tet des medi­al geför­der­ten Klischees vom mol­li­gen Kapuzenträger, der von kal­ter Pizza umge­ben vor dem Computer sitzt, gemein­hin als „krea­ti­ver Umgang mit Technik“ para­phra­siert, was sicher­lich nicht ver­kehrt ist; sol­che Hacker, so behaup­tet die deutsch­spra­chi­ge Wikipedia, habe es bereits seit der Antike gege­ben, ver­mut­lich ist selbst die Entdeckung des Feuers auf einen sol­chen „Hack“ zurück­zu­füh­ren. (Der Einfachheit hal­ber möch­te ich das Gesellschaftshacking, wie es etwa das Zentrum für poli­ti­sche Schönheit pro­pa­giert, hier nicht wei­ter the­ma­ti­sie­ren, sonst schlaft ihr noch ein, bevor ich zum Wesentlichen komme.)
In den USA war das Hacken im Sinne von „krea­ti­vem Umgang mit Computertechnik“ durch­aus schon län­ge­re Zeit eine Art Kultur, bevor es in Deutschland an Fahrt gewann: „Phreaking“, also das Ausnutzen von Fehlern im dor­ti­gen ana­lo­gen Telefonnetz, um zum Beispiel mit­tels der Erzeugung eines bestimm­ten Pfeiftons kosten­lo­se Ferngespräche zu füh­ren, war dort bereits in den 1970-er Jahren der­art popu­lär, dass der jun­ge tech­nik­in­ter­es­sier­te Steve Jobs es irgend­wann schaff­te, Steve Wozniak dazu zu über­re­den, die von die­sem gebau­ten Blue Boxes kom­mer­zi­ell zu ver­trei­ben. Das wur­de, so will es die Legende, ein so gro­ßer Erfolg, dass bei­de schließ­lich beschlos­sen, gemein­sam eine fürch­ter­li­che Firma namens „Apple Computer“ zu grün­den. In Deutschland war das Telefonnetz indes weni­ger stör­an­fäl­lig, das Aufkommen gün­sti­ger Akustikkoppler aber ver­half dem Phreaking zu einer neu­en Klientel, denn die­se Geräte ermög­lich­ten nicht nur das kosten­lo­se Telefonieren (und damit die Umgehung der damals von der Post erho­be­nen Gebühren bei der Nutzung von Mailbox-Netzen) vom Computer aus, son­dern auch das Eindringen in frem­de Computersysteme.
Der 1981 gegrün­de­te Chaos Computer Club beschäf­tig­te sich schon früh mit dem damals noch durch aller­lei Gesetze behin­der­ten Datenaustausch; so wur­de etwa 1984 das „Datenklo“ fer­tig­ge­stellt, ein auf­grund der Zulassungspflicht für Modems bereits selbst geset­zes­wid­ri­ger Akustikkoppler, des­sen Bauanleitung 1985 ver­öf­fent­licht wur­de. Ebenfalls 1984 mach­te der CCC mit der Veröffentlichung einer gra­vie­ren­den Sicherheitslücke im Btx-System („Bildschirmtext“), die es ermög­lich­te, die Zugangsdaten ande­rer Teilnehmer zu nut­zen, um mit ihnen kosten­pflich­ti­ge Seiten zu besu­chen. Im sel­ben Jahr fand der erste Chaos Communication Congress in Hamburg statt. Die immer schnel­le­re Entwicklung von Vernetzung und Computertechnik, heut­zu­ta­ge unter dem Irrsinnswort „Digitalisierung“ bekannt, führ­te in den 1990-er Jahren zur Gründung von so genann­ten „Hackerspaces“, meist von einem ein­ge­tra­ge­nen Verein getra­ge­nen Räumen, in denen man sich zu gemein­sa­men Hackeraktivitäten trifft. Einer der Pioniervereine war hier­bei die „c-base“, die im August 1995 in Berlin gegrün­det wur­de und bis heu­te zu den bekann­te­sten Hackerspaces zählt.
In die­sem Hackerspace, wohl einem ange­mes­se­nen Umfeld für eine netz­po­li­ti­sche Initiative, wur­de am 10. September 2006 die Piratenpartei Deutschland gegrün­det, die ihren Grundstein damit im umtrie­bi­gen Berlin leg­te. Vielleicht war das kei­ne gute Idee. Allerdings sah alles zunächst nach einem Erfolg aus: Der Wähler sah erst­mals authen­tisch begei­ster­te Laien statt ein­stu­dier­ter Gleichgültigkeit, die auf noch Jahre spä­ter beschwo­re­ne Schwarmintelligenz statt das Charisma irgend­wel­cher Spitzenfiguren set­zen woll­ten. Vereinzelte Versuche, den in der Partei anfangs domi­nan­ten tech­no­phi­len Impuls für ande­re Zwecke zu ver­ein­nah­men, dar­un­ter zum Beispiel die Mailingliste der „Piratinnen“ (sie­he hier, hier und so wei­ter und so fort, man mag es ja eigent­lich auch gar nicht mehr nach­le­sen müs­sen), blie­ben vor­erst klei­ne, schnell gelösch­te Flammen.
Nichtsdestotrotz zog der durch die „Zensursula“-Demonstrationen gegen Websitesperren zusätz­lich befeu­er­te Aufstieg der jun­gen Partei auch teil­wei­se bereits poli­tisch erfah­re­ne Populisten an, die in ihr ein bil­li­ges und wil­li­ges Forum für ihre mit­un­ter kru­den Theorien sahen und sich von der Sympathiewelle auf Parteiposten und Kandidatenlisten spü­len lie­ßen. Bei der Piratenpartei bekommt grund­sätz­lich ein­mal jeder Sonderling eine Chance, sich zu bewei­sen; auch das ist wohl der ihr zugrun­de lie­gen­den Hackerkultur zu ver­dan­ken, die Vorurteilen grund­sätz­lich eher mit Missfallen begegnet.
Nun tra­fen die nicht ganz zu Unrecht als eher intro­ver­tiert gel­ten­den nerds, zu deren Lebens- und Arbeitsstil die Politik eigent­lich gar nicht zu pas­sen schien, bald auf eine geball­te Ladung an Schrillen und Lauten, auf Persönlichkeiten wie Christopher Lauer und Gerwald Claus-Brunner, auf ver­irr­te Feministinnen eben­so wie auf Aussteiger aus der „rech­ten Szene“. Das führ­te bald dazu, dass das hart erkämpf­te Ansehen beim Wähler die ersten Parteimitglieder in Landesparlamente ein­zie­hen ließ, die sich für Netzpolitik nur am Rande zu inter­es­sie­ren schie­nen, weil sie ihre ganz eige­ne Agenda hat­ten. Das Berliner Abgeordnetenhaus, bis heu­te sinn­bild­lich für den frü­hen Siegeszug der Piratenpartei Deutschland, bekam 2011 also ein paar neue Politiker, die sich spä­ter durch einen krea­ti­ven Umgang mit Spenden und Radikalität am Rand des poli­ti­schen Spektrums einen Namen mach­ten oder Feuer mit Feuer zu bekämp­fen versuchten.
Ein Wiedersehen gab es in die­sem bun­ten, sich schon bald über meh­re­re Bundesländer erstrecken­den Haufen auch mit Anke Domscheit-Berg (vor­mals bei den „Grünen“) und der durch die „Jungen Liberalen“ poli­ti­sier­ten Julia Schramm, über deren wei­te­ren Werdegang schon zu vie­le Worte geschrie­ben wor­den sind. Von 2013 bis 2014 über­nahm mit Thorsten Wirth schließ­lich ein Vertreter des „lin­ken Flügels“ den Bundesvorsitz der Piratenpartei, in des­sen Amtszeit auch das „Bombergate“, die medi­en­wirk­sa­me Würdigung der von Arthur Harris initi­ier­ten Bombardierung deut­scher Städte im zwei­ten Weltkrieg durch die dama­li­ge Listenkandidatin Anne Helm, fiel. Diese Aktion trug nicht unbe­dingt zu einer Entspannung der Situation bei: Die „Parteilinke“ fühl­te sich im Folgenden eben­so unter Generalverdacht gestellt und aus der Partei ver­trie­ben wie die­je­ni­gen, die fas­sungs­los zuse­hen muss­ten, wie in der ein­sti­gen „Hackerpartei“ ein Flügelkampf zwi­schen zwei völ­lig kon­trä­ren „Lagern“ ent­brannt war, die oben­drein poli­tisch mit den ursprüng­li­chen gemein­sa­men Grundwerten kaum noch ver­traut schienen.
Während Thorsten Wirth im Juni 2014 von den mei­sten Teilnehmern des Bundesparteitags in einem ver­zwei­fel­ten Versuch, noch etwas von der Identität der Partei zu ret­ten, durch den bis heu­te amtie­ren­den Stefan Körner ersetzt wur­de (und bevor er natür­lich weni­ge Monate spä­ter aus der Partei aus­trat), saß der anwe­sen­de Teil des „lin­ken Flügels“ vor der Halle, brüll­te Klischee- und Durchhalteparolen und grün­de­te zwi­schen­durch im Foyer des Gebäudes die „Progressive Plattform“ zwecks bes­se­rer „Sichtbarkeit“ im inner­par­tei­li­chen Diskurs. Mittlerweile ist ein nen­nens­wer­ter Teil der damals Beteiligten ent­täuscht aus­ge­tre­ten und taucht gele­gent­lich dort auf, wo die „LINKE“ dis­ku­tiert. Die Piratenpartei befin­det sich nach dem Platzen der zunächst unbe­merkt ange­schwol­le­nen Blase nun in dem zumin­dest bemer­kens­wer­ten Zustand, dass gera­de ihre Vorzeigefraktion im Berliner Abgeordnetenhaus eini­ge inzwi­schen par­tei­lo­se Mitglieder hat, die zum Teil gegen­ein­an­der intri­gie­ren, aber auch mit der Piratenpartei, auf­grund derer Ideale sie 2011 ins Parlament gewählt wur­den, nicht mehr viel anzu­fan­gen wissen.
2016, zehn Jahre nach ihrer Gründung durch enga­gier­te Hacker, die ein gemein­sa­mes poli­ti­sches Ziel hat­ten, schaut die Piratenpartei Deutschland, deren Fahne nur noch von Einzelnen wie Patrick Breyer und Julia Reda trot­zig in den Wind gereckt wird, wie gelähmt aus­ge­rech­net der SPD dabei zu, wie sie das digi­ta­le Miteinander unse­rer Generation in ein viel zu enges Gesetzeskorsett presst. Das poli­ti­sche Wirken der Hackerszene wur­de effi­zi­ent aus­ge­presst von Karrieristen und Idealisten, die sich für die Freiheit des Individuums nur inter­es­sie­ren, so lan­ge sie selbst gemeint oder mit­ge­meint sind oder wenig­stens in Ruhm und/oder Reichtum (wenn in Berlin sonst schon nichts mehr funk­tio­niert: an Postenentlohnung wird’s so schnell nicht man­geln) davon pro­fi­tie­ren kön­nen. Freiheit im Internet? Klar, gern - außer für Bullen und die Maskunaz_innen auf mei­ner Blockediblock-Liste. Wau Holland wür­de bit­te­re Männertränen weinen.
Wohin geht man als auf­rech­ter Kämpfer für das ein­zig Gute, nach­dem der Wirt aus­ge­blu­tet am Boden liegt? Klar, zu den Linken, denn im gro­ßen Kreis macht Bambule mehr Spaß. Immer nur mit­ein­an­der (oder über­haupt mal mit­ein­an­der) zu arbei­ten wäre ja auch lang­wei­lig und kon­ser­va­tiv und doof. Allein: der gemein­hin als femi­ni­stisch wahr­ge­nom­me­ne Konsens der Partei „Die.LINKE“ lässt dem rast­los kon­flikt­freu­di­gen Twitterfeminismus nur wenig Projektionsfläche. Nach den gemach­ten Erfahrungen mit der Piratenpartei war aller­dings die ver­meint­lich letz­te gro­ße nicht vir­tu­el­le Bastion des geball­ten Frauenhasses schnell iden­ti­fi­ziert, denn wo kam die hie­si­ge Piratenpartei doch gleich her? Richtig, aus dem Hackerkreis und somit aus dem nähe­ren Umfeld des män­ner­bünd­le­ri­schen CCC kam sie her.
Auf ihn mit Aufschrei!
Seit spä­te­stens 2009, als die „Zensursula“-Debatte das Hackertum und sei­ne Befürworter ver­se­hent­lich in den Mittelpunkt des öffent­li­chen Interesses und somit auch der Aufmerksamkeit derer, um deren Partnerschaft beim Erreichen heh­rer Ziele - shut up and hack - man sich ver­mut­lich nicht gera­de bemüht haben soll­te, gerückt hat­te, wird nicht nur der Kodex der Piratenpartei gern ein­mal zur histo­ri­schen, aber bedeu­tungs­lo­sen Anekdote erklärt, son­dern auch die Hackerethik. Besucher des 26. Chaos Communication Congresses etwa haben wie­der­um medi­en­wirk­sam per­sön­li­che Daten von angeb­lich Neonazi-rele­van­ten Websites publi­ziert, was in der Rezeption zunächst ein­mal auf den CCC zurück­fiel, der dafür aber nicht ver­ant­wort­lich war. Für die pri­va­ten Ziele den Ruf derer zu ris­kie­ren, die sie mit ihrer zu libe­ra­len Haltung über­haupt erst erreich­bar machen, ist durch­aus mensch­lich, aber außer­halb der meist klei­nen rück­sichts­lo­sen Gruppe schlicht­weg als Gift zu betrach­ten. Linker Aktivismus, der über den Ruf nach Kommunikationsfreiheit hin­aus­ging, hat das Hackertum sel­ten so offen­sicht­lich zu sei­nem Feind erklärt.
In den fol­gen­den Jahren war von lin­ken Hackern, die auf die Ethik pfif­fen, nicht mehr viel zu hören, dafür über­nahm eine ande­re Gruppe die all­mäh­li­che Indoktrination mit Fremdem: 2012, auf dem 29. Congress, führ­te eine femi­ni­sti­sche Männergruppe mit den wohl aus dem US-ame­ri­ka­ni­schen Raum stam­men­den „Creeper Cards“ ein Verwarnsystem für Sexismus ein; die roten Karten signa­li­sier­ten offen­bar eine größt­mög­li­che Verfehlung (die Grenze hier­zu hat zum Beispiel die „Piratinnen“-Initiatorin Leena Simon über­schrit­ten), gel­be Karten dien­ten der sanf­ten Ermahnung. Der sati­ri­sche Umgang der wohl mei­sten Betroffenen mit die­sen Karten führ­te über­ra­schen­der­wei­se nicht zur Entspannung der Situation; als im Folgejahr auf dem 30C3 Julian Assange einen per Video über­tra­ge­nen Vortrag über Massenüberwachung hal­ten soll­te, gaben sich die Feministinnen nicht mehr mit Karten zufrie­den, son­dern klag­ten laut­stark und gewohnt kack­däm­lich dar­über, dass der CCC Frauen „aus­schlie­ße“, indem er Leute, die sich mit einem Hackerthema aus­ken­nen, zu Wort kom­men las­se, obwohl sie gera­de unter dem Verdacht ste­hen, sexu­ell über­grif­fig gewor­den zu sein. Hoffentlich hat den Frauen, die frei­wil­lig den Congress besucht haben, wenig­stens jemand gesagt, dass sie gera­de aus­ge­schlos­sen wer­den, sonst war das wirk­lich nicht in Ordnung.
Trotzdem scheint der ste­te Tropfen den Stein nicht intakt gelas­sen zu haben. Den wohl lei­der nur vor­läu­fi­gen Höhepunkt der Umwandlung des Hackertums in ein Flauschnetz für Hobbyverletzte sehe ich mit der key­note des letzt­jäh­ri­gen 32C3 erreicht, die vom Personality-Blog „Netzpolitik.org“ als „inspi­rie­rend“, von ande­ren Besuchern hin­ge­gen als „Lowlevel-Gebrabbel“ wahr­ge­nom­men wur­de: Es sprach eine Afrikanerin, als deren Qualifikation ange­ge­ben wur­de, dass sie zwei­mal in ihrem Leben flüch­ten muss­te, dar­über, dass Menschen net­ter zuein­an­der sein soll­ten. Schön, gut, pri­ma, ver­zicht­bar; aber die Saat war gesetzt, die Botschaft, Hacker (wir erin­nern uns: die wesent­li­che Gemeinsamkeit von Hackern ist es, dass sie krea­tiv mit Technik umge­hen) sei­en für das Wohlbefinden ihrer Mitmenschen und ihre Integration in die Gesellschaft zustän­dig und damit ver­ant­wort­lich, lag wäh­rend der vier Congresstage in der Luft.
Es ist inso­fern nur noch wenig erschreckend, dass Fefe kon­sta­tiert, der CCC beschäf­ti­ge sich inzwi­schen mehr mit well­ness als mit Aktivismus.
Ausgerechnet der nicht unbe­dingt tech­nik­be­gei­ster­te Digitalcourage e.V. (ehe­dem FoeBuD) sieht heu­te von Weitem wie die letz­te Bastion der ursprüng­li­chen Nerdpolitik aus; das ist der­sel­be Verein, der sich damit rühmt, dass es ver­dien­te Mitglieder aus sei­nen Reihen waren, die die unsäg­li­che „Piratinnen“-Kampagne erst los­ge­tre­ten haben.
Es ist immer zu früh, auf­zu­ge­ben: aber was bleibt?

¡Venceremos!
Victor Jara, 1973 ermordet


Nachtrag vom 16. Februar 2021: Nicht nur bin ich inzwi­schen kein Mitglied der genann­ten Vereine mehr, auch Fefes Austritt aus dem CCC erfolg­te wohl nicht ganz frei­wil­lig, teilt ein Blog mit, das die hie­si­ge Publikation fre­cher­wei­se ein „klei­ne­res deut­sches Blog“ nennt. Der Rest mei­nes Textes bleibt den­noch unredigiert.

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Senfecke:

  1. Felix „Fefe“ von Leitner ist aus dem Chaos Computer Club ausgetreten

    Isser das? Ich les da:

    mei­nen Austritt aus dem CCC Berlin

    Ähm:

    von der Post erho­be­nen Gebühren bei der Nutzung von Mailbox-Netzen

    Das stimmt SO nicht. Die Post hat Gebühren für die Nutzung „ihrer“ Leitungen erho­ben. Ob da am ande­ren Ende ’ne Mailbox war oder Oma Trude aus Düsseldorf, ist/war voll­kom­men Wumpe.
    Um etwai­ge kon­tra-korin­then zu verhindern:
    1. Ja, Oma Trude aus Düsseldorf war ein Ferngespräch, eine Mailbox in mei­ner Vorwahl Ortsgespräch
    2. Ja, es gab Mailboxen, die für Mailboxverwendung „Gebühren erho­ben haben“

    Ansonsten:
    ERSTER!

    • Ich kann sei­nen Blogtext ins­ge­samt nur so deu­ten, dass der gesam­te CCC für ihn nicht mehr inter­es­sant ist. Vielleicht hat er sich blöd aus­ge­drückt, viel­leicht gibt es einen Nachtrag, aber du hast natür­lich recht, dass das nicht völ­lig klar ist.

      Was die Korinthen betrifft: nie­mand mag Klugscheißer! Aber ja, streng genom­men habe ich das etwas sehr ver­kürzt und damit ver­fälscht dar­ge­stellt. Lässt du es als Dramaturgie durchgehen?

  2. Dramaturgie in nem Artikel, wo man im ersten Absatz schon ein­schläft? Na gut.
    Apropos „na gut“: Kein Kontra? Wirste alt?

    • Ich bin ein biss­chen in Restrage. Möglicherweise kor­ri­gie­re ich den Artikel mor­gen (brin­ge also zumin­dest einen auf­fäl­li­gen Hinweis zu den Kommentaren an) und habe mir bis dahin auch eine schlag­fer­ti­ge Antwort aus­ge­dacht, sobald ich mich abge­regt habe.

      • Der Feminismus war ja nicht schlecht, nur heu­te wo die recht­li­ge Gleichberechtigung erreicht wur­de sucht sich der Feminismus eben neue Betätigungsfelder um sei­ne Daseinsberechtigung zu sichern und da kommt dann eben so ein Mumpiz ala Gender Studies und poli­tisch kor­rek­te Machansprüche bei raus.

  3. Wird Zeit die gesam­te Nerd Kultur ins Darknet umzu­zie­hen und somit resi­stent gegen ideo­lo­gi­sche, poli­tisch kor­rek­te Kampagnen usw zu machen. Hackerkultur soll eben kei­ne Massenkultur sein, den Massenkultur ist immer die Kultur der jeweils herr­schen­den Klasse.

  4. Schön, das es dich noch gibt, dass du noch Hirnfickst.Immer noch, oder schon wieder?
    Jedenfalls mit dei­nem Piratensalat bin ich weit­ge­hend ein­ver­stan­den, auch wenn eini­ges von pene­tran­ter Klebrigkeit fehlt.
    Was mich fra­gen lässt, ist dei­ne mehr­fa­che Erwöhnung von „lin­ken“ Piraten, gab rsp. gibt esdie denn?
    Ich habe stets nur Möchtegernalleilinke bemerkt, die da ein selt­sa­mes Pseudo-„Linkentum“ instal­lie­ren woll­ten, sich unauf­fäl­lig oder mit Krawall in gewis­se Positionen Schieben woll­ten, dazu etli­che ordent­li­cher Piraten recht schief „l(ver)inkten“, um so im heim­li­chen eigen-Embedding die Deutungshoheit für 5. Intenationale oder die biosozial(kl)rassistischen Antideutschen her­zu­stel­len, wozu man­che recht­zei­tig ein Gespräch mit dem Henry Kissinger führ­ten, hm …
    Aber „Linke“ bei den Piraten? Und eine Anne Helm „links“?
    Vergiss es.
    Ein altes Sprichwort sagt:
    „Links ist IMMER dort, wo der DAUMEN rechts ist“ - und nun?https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_aufsmaul.gif

    War aber nett, mal wie­der was gefickt zu lesen, hirnig.
    https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_coolnew.gif

  5. Das Problem ist Naivität der betei­lig­ten gewe­sen. Als die Piraten nicht auf die femo­fa­schi­sti­sche Übernahme reagier­te haben, bzw. reagie­ren konn­ten, war ihr Schicksal besie­gelt. Da konn­te man nur trau­rig zuschau­en. Karrieristen, Egomanen, Aluhutträger etc. gibt es immer, in von Männern domi­nier­ten Strukturen wer­den die­se aber gebän­digt weil dort auch Leistung ver­langt wird. Die gro­ßen Parteien wären nie ent­stan­den wenn Frauen im glei­chen Maße in den Ortsgruppen geses­sen hät­ten wie Männer.

    Frauen „arbei­ten“ nun mal nahe­zu aus­schließ­lich mit den Mitteln der Intrige, der Lüge und Appellen an die nie­de­ren Instinkte. Das lässt sich mit die­sen dümm­li­chen faschi­sto­iden Twitter und Facebook „Frauenkampagnen“ sehr gut bele­gen. Da sind Sie nach mei­ner Beobachtung auch wesent­lich bes­ser als Männer weil von „männ­li­cher Logik“ unbe­leckt. Das die­se Elemente bei Männergruppen auch vor­han­den ist sicher rich­tig, nur eben nicht in die­ser Ausschließlichkeit. Dort sind die­se Mittel unter vie­len bei einer Auseinandersetzung und nicht das allei­ni­ge zu per­sön­li­chen Vorteilsnahmen Allerleiart. Darüber hin­aus ist es Frauen nahe­zu immer unver­ständ­lich wie Mann für eine abstrak­te Idee kämp­fen kann ohne direkt per­sön­lich einen Vorteil zu haben. Ohne kann sich aber nicht bil­den bzw. ist - wie am Beispiel der Piraten nach­weis­bar- dem Verfall preisgegeben.

    Dazu kommt noch das Frauen, wenn sie Positionen errun­gen haben die ihnen die Möglichkeit geben ver­su­chen Männer dort raus­zu­drücken. Bei Ihren Klagen gegen angeb­li­che Diskriminierung gehen Sie von sich aus, weil Sie von ihrem Verhalten auf ande­re schlie­ßen. Aktuelle Berichte über die Yahoo Chefin (die den Laden wohl end­gül­tig an die Wand gefah­ren hat) sind da ein net­tes Beispiel.

    Das passt den mei­sten ver­mut­lich nicht, was mir gleich­gül­tig ist. Meine Annahmen sind ein­ge­trof­fen, sehr prä­zi­se sogar. Das scheint mein Modell (das Frauenverhalten in Gruppen und Massen beschreibt und nicht für eine ein­zel­ne gilt) zu bestätigen.

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