Archiv für die Kategorie ‘Computer’.

Alles, was eher die computeraffine Klientel interessieren könnte, wird hier abgelegt.

Netzfundstücke
Bingo!: ARD und WTF?

Fett, Junge:

Das neue, auf die junge Generation ausgerichtete Onlineangebot von ARD und ZDF soll am 1. Oktober starten. (…) Zielgruppe sind die 14- bis 29-Jährigen.

Florian Hager, etwa 40 Jahre alt und somit bei ARD und ZDF noch fast ein Küken, hat also ein ehrgeiziges Ziel: Über ein „Onlineangebot“ Leute zu begeistern, die bestenfalls nur elf Jahre jünger sind als er und mit dem ganzen Mist aufgewachsen sind, generelle Blödheit wie die gelegentliche Verwechslung von Web und Internet, Facebook und Internet sowie Google und Internet aus dramaturgischen Gründen einmal beiseite gelassen.

Denn wenn es einen Menschen gibt, der weiß, wie er Kinder und Jugendliche begeistern kann, dann ist es ja wohl jemand, der ihr Vater sein könnte und beim Opafernsehen arbeitet!!1! Bei „SPIEGEL ONLINE“ kennt man sich damit ja aus. (Siehe auch hier u.a.)

Aber keine Sorge, Florian Hager hat einen Plan:

Das „Junge Angebot“ soll auf einer Internetplattform basieren, crossmedial sein und Fernseh- und Radiobeiträge mit Inhalten auf Onlineforen verknüpfen.

Eine „Internetplattform“ (das muss man sich wohl wie eine Ölplattform vorstellen, nur dass dort nach Internet gebohrt wird), mit modernsten Methoden crossmedial mit dem hippen Trendmedium Radio verknüpft. Tscheck dis aut!

Facepalm

Es wurden schon Leute für weniger Unsinn in einen Kerker geworfen.

Nerdkrams
„Sicherer als Windows“ des Tages (2)

Na, auch Linux statt Windows zu Hause?

Dann patcht mal schön euren Kernel!

ComputerIn den NachrichtenPolitik
Cyberbewaffneter Cyberkonflikt!

Hurra, na endlich:

Die Nato hat den Cyberraum zu einem eigenständigen Operationsgebiet erklärt. Angriffe über Datennetze werden nun wie solche durch Land-, See- oder Luftstreitkräfte behandelt, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Einerseits würde ich das Zwangsdemokratisieren (bekanntlich in der Regel ein recht destruktiver Prozess) von E-Mail-Spammern begrüßen, andererseits bedeutet das im Wesentlichen: Die NATO hat dem Internet den Krieg erklärt. Wie schnell landet man doch auf der falschen Seite, denn welcher Cyberkrieger kämpft schon mit offenem Visier?

Euer Browser? In den Händen der Falschen eine gefährliche Waffe. Laut dem Hackerparagraphen macht euch ein einfacher Ping schon terrorverdächtig, künftig wohl auch mit Folgen. Passt lieber auf, wo ihr hinklickt, hier ist alles vermintes Gelände. Keine Sorge aber, wenn morgen die Cyberwehr vor eurer Tür steht: Die schießen bekanntlich immer daneben.

(via Schwerdtfegr)

In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 10. Juni 2016

Wisst ihr, was unbedingt mehr WLAN braucht? Autoalarmanlagen! Freuen wir uns also schon heute auf die ersten Straßen-Botnetze aus selbst fahrenden Autos.


Gute Nachrichten für den Bildungsstandort Berlin: Die Englischklausur kann man zumindest auf dem Niveau der Berufsbildungsreife bestehen, ohne ein Wort Englisch zu können. Für Gender Studies reicht’s wahrscheinlich.


Klopfer hat sich mit dem Galaktischen Gesundheitsrat beschäftigt. :irre:


Alles, was in der Demokratie schiefläuft, in einem Satz:

Offenbar als Zeichen der Unterstützung war auch Bundeskanzlerin Merkel im Parlament.

Wenn sogar die Kanzlerin mal an der Demokratie teilnimmt, dann ist die Kacke aber echt am Dampfen!!1!


Ihr habt Cyberfeuer zu Hause? Keine Angst: Die Cyberfeuerwehr kommt!

Nerdkrams
Der Tor fällt nicht weit vom Appelbaum

Alter Hut: Knallbunte Websites mit eigener Domain und Logo für Sicherheitslücken in Software.
Das neue große Ding: Knallbunte Websites mit eigener Domain (ob da wohl noch ein Logo kommt?) für private Fehden unter Open-Source-Entwicklern. Das muss dieser Geist des Open Source sein, von dem immer die Rede ist.

Worum es geht? Ein mittlerweile ehemaliges, allerdings recht engagiertes Mitglied der Tor-Kernentwicklergruppe hat blöderweise einen Nachnamen, der recht weit vorn im Alphabet steht, weshalb es seine Teamkollegen natürlich ganz besonders stört, wenn er, um niemandes Arbeit wichtiger erscheinen zu lassen als die eines Anderen, bei der Verschriftlichung um eine alphabetische Reihenfolge der Verantwortlichen bittet. „Der da hat einen Namen, der vor meinem erscheinen würde, das belästigt mich!“

Ach, nein – eigentlich geht es ja tatsächlich um Belästigung. Bei Tor scheint Homo- oder wenigstens Bisexualität ein wichtiges Thema zu sein, was auch schon die einzig nennenswerte Erkenntnis aus dem ganzen Bohei ist; ein Rosenkrieg zwischen Menschen, die verglichen damit, dass sie sich aufführen wie eine Horde pubertierender Teenager, zuvor offensichtlich für erschreckend erwachsen gehalten wurden.

Ein Opfer des Beschuldigten gibt etwa zu Protokoll:

I didn’t know until very recently that nonconsensual sex, by a friend, is rape. It is for this reason that I am writing this account.

Mit anderen Worten: Eigentlich hielt das Opfer einen offenbar sexuell motivierten Zwischenfall für nicht sonderlich schlimm oder auch nur bedeutsam, bis jemand ihm mitteilte, dass es unangemessen sei, sich darüber nicht zu viele Gedanken zu machen. Wer Kompromat sucht, ist über jeden, den er dazu überreden kann, glücklich.

Das Gros der Erfahrungsberichte allerdings befasst sich damit, dass der Täter ungefragt in kleinem Kreis über die Sexualität der Opfer sprach; darüber beklagen sich Letztere auf der Website, indem sie selbst darüber und über die seine sprechen, und zwar in einem weit größeren Rahmen als es zuvor je geschehen wäre. Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Schnell, schieß mir ins Gesicht!

(via @andreasdotorg)

Spaß mit Spam
Du musst check this out

Wunderschön ist schon der Betreff der obskuren Spammail, die mir ein gewisser „Alec“ heute ins Postfach spülte:

Hallo,

Haben Sie über die binäre Trading-Software gehört, die MEGA MONEY
Gewinne und Drehen der Finanzwelt auf den Kopf erzeugt?

Äh.

Letzte Woche Tom Mendaco öffentlich bekannt, dass er $ 2,747.50 in
nur einem einzigen Handel mit der Software gemacht.

  Denken Sie für eine zweite, was Sie mit $ 2,747.50 tun würde!

Für wen bitte? :-?

Und selbst wenn Sie nicht Mendeco sein kann, ich denke, Sie ziemlich
glücklich sein würde eine zusätzliche tausend Dollar pro Tag zu
generieren.

[==>Link (
http://tracking.binarypromos.com/aff_c?offer_id=(ID retuschiert, A.d.V.) )]

Generierung von Geld, klingen serious. Ich aber Geld mit Arbeit. Nicht bin stupid.

Das Beste an der Software ist, dass es für Dummies einfach ist.

So’n Spammer, der offenbar sogar für Software für Dummies zu blöd zu sein scheint, denn sonst hätte er das Spammen nicht nötig, ist jetzt vielleicht nicht unbedingt eine gute Instanz zur Empfehlung.

Sie können Geld jede Minute jede Stunde jeden Tag machen, indem Sie
einfach ‚up „oder“ down „auf der Grundlage der Graph-Muster und
Richtung Trends, die Sie sehen! Jeder kann das.

Das geht up. Jeder kann das! Deswegen wird auch jeder immer so reich vom Angucken von Graphen und vom Generieren von Geld. MEGA MONEY!

Sie müssen mehr Erfolgsgeschichten CHECK OUT. Dieses Zeug ist
verrückt. Guck mal

Das, allerdings, glaube ich auch. Vielleicht sollte „Alec“ – die Mail ist mit „Alice“ unterschrieben – von „dem Zeug“ besser die Finger lassen.

:irre:

Netzfundstücke
Deutschland, deine Allegorien! (9)

Aua im Kopf

(Quelle)

In den NachrichtenMir wird geschlechtNerdkramsPolitik
Kurz verlinkt: Gewalt, Google, Schokolade und Quoten

Die klare Ansage des Tages kam gestern von „der Antifa“, deren Mitideologe Horst Schöppner medial klarstellen zu müssen meinte:

Gewalt wirkt. Egal, ob es einem gefällt oder nicht. Gewalt wirkt auch gegen Nazis. Vielleicht wirkt sogar nur Gewalt gegen Nazis.

Und zwar, weil:

Wenn Sie kein Rassist, Islamhasser oder Nazis sind, wenn Sie also die Parolen von PEGIDA oder AfD nicht gut finden, dann sind Sie für Ihr Gegenüber vermutlich automatisch: dumm, Antifa, Gutmensch, Neger, Lügenpresse, Schwuchtel, Staatsbüttel oder alles zusammen.

Erst mal davon ausgehen, dass der Gegenüber einen für dumm oder – eine offensichtlich noch weit schlimmere Beleidigung – Antifa (sic!) hält, um ihm präventiv auf’s Maul hauen zu dürfen, ist eine überaus elegante Lösung. Nie habe ich mir so sehr gewünscht, auch einmal für dumm gehalten zu werden. Herr Schöppner, wie wär’s?


Google findet, Passwörter seien keine für Android zukunftstaugliche Sicherheitsvorkehrung, und möchte stattdessen eure biometrischen Daten in der cloud (also auf den Rechnern überdies US-amerikanischer Fremder) speichern.

Kotz


2005: Dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen sind rassistisch.
2016: Sich über dunkelhäutige Schokoladenmaskottchen aufzuregen ist rassistisch.

Langweilig wird es mit diesen Leuten zum Glück nie.


Der Feminismus hat uns nun jahrelang gelehrt, dass es nicht etwa ausbildungs- oder lebensstilbedingt, sondern allein eine Diskriminierungsfolge ist, als Frau nicht auf eine Führungsposition erhoben zu werden. Folglich gibt es für die Nachricht, dass hauptsächlich Westdeutsche ostdeutsche Führungspositionen innehaben, nur einen möglichen Grund. Ich erwarte Oben-ohne-Demonstrationen beschrifteter ostdeutscher Manager in allen größeren deutschen Städten.

NerdkramsProjekte
In eigener Sache: Der blödeste Projektname der Weltgeschichte.

Was hat der Welt denn noch gefehlt? Richtig: Ein weiterer statischer Bloggenerator, und zwar von mir. Verehrtes Publikum, ich präsentiere: BlogC++. Das passiert, wenn man mich mal mit einer Tastatur allein lässt.

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ComputerIn den NachrichtenSonstiges
Qualitätsjournalismus (Digitaledition)

„SPIEGEL ONLINE“ stellte gestern vorübergehend einen Teil der Verteilung von Schadsoftware ein, rät aber nach wie vor davon ab, mittels einer Softwarelösung den Rest der verteilten Schadsoftware vom eigenen Rechner fernzuhalten.


In weiteren Nachrichten: Das Vergasen und/oder „Schreddern“ (sic!) von männlichen Küken, weil sie blöderweise keine Eier legen, ist kein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Unklar bleibt, ob das Vergasen und/oder „Schreddern“ (sic!) bestimmter Politiker, weil sie blöderweise weder Eier legen noch Milch geben und noch nicht mal besonders gut schmecken, auch weiterhin als Verstoß gegen Menschenrechte gilt.

NerdkramsNetzfundstücke
💩

Das hatte ich völlig übersehen: Irgendwo in einem kleinen Raum mit, hoffentlich, Wänden aus Gummi arbeiten Forscher am nächsten großen Ding.

Emojis mit anpassbarem Geschlecht und änderbarer Haarfarbe.
Die nächste Generation der Emojis.

Falls noch jemand versehentlich den Menschen für die intelligenteste Spezies hielt: Tschuldigung!

ComputerIn den NachrichtenPolitik
Liegengebliebenes vom 17. Mai 2016

Soll ja keiner sagen, die da oben – die Schwatten und der Sichma – tragen zum Aufbau des Sozialstaats nichts bei. Im Gegenteil, sie tun sogar was gegen Arbeitslosigkeit: Hartz-IV-Bezieher mit geringen Jobaussichten sollen länger in Ein-Euro-Jobs arbeiten und leichter in Frührente geschickt werden können. Das haben sie dann davon, sollen sie doch arbeiten, wenn ihnen das nicht passt.


„Linux ist sicher“ des Tages: The real „hard truth“ about Linux kernel security is that there’s no such thing as a free lunch.


Internettoaster? Ein batteriebetriebenes Skateboard? Alter Hut! Wisst ihr, wo unbedingt mehr Internet rein muss? In eure Vagina!

Ich wär‘ auch gerne so bekloppt.
SpongeBob Schwammkopf


Das Bild der Deutschen im Ausland, heute mal aus journalistischer Perspektive, beleuchtet die Neue Zürcher Zeitung:

Dem Wutbürger im Internet tritt in manchen Leitmedien ein Wutjournalismus gegenüber, der Schimpfen, Weghören und Kommunikationsverweigerung zu Tugenden erklärt. Eine rhetorische Hau-drauf-Mentalität gegen den Feind von rechts gilt nicht nur in Kreisen von habituellen Krawall-Kolumnisten, wie sie der «Spiegel» beschäftigt, als Gebot der Stunde.

„Wutjournalismus“. Find‘ ich gut.

In den NachrichtenMontagsmusikNetzfundstückePersönliches
Van der Graaf Generator – Darkness (11/11)

Blergh.Es ist Montag. Ihr kennt das. – Etwas aber ist neu: Die Sonne ist da. Menschen in der Straßenbahn sind jetzt nicht nur laut und dumm, sie fangen endlich auch wieder an, anstrengend zu riechen. Wie längst gewohnt war das Wochenende dennoch beherrscht vom riesigen Schatten, den man selbst nachgesagt bekommt, und allerlei Geseufz. Kaum hat man den Kopf frei, denkt man ja doch nur wieder über sein Leben nach. Eine schrecklich ansteckende Witzigkeit ist und bleibt noch immer die beste Tarnung für den nagenden Selbstzweifel. Frühling ist, wenn man vermisst.

Und die Menschen lernen nichts, damit ist man wenigstens nicht allein. „t3n“ bewirbt ein Programm, das nach einer einstellbaren Zeitspanne Programme beendet, die von der Arbeit ablenken, nachdem man sie zuvor gestartet hat. Manchmal fehlt mir das Gerät, das über’s Internet Ohrfeigen verteilt, doch immens. Es darf auch gern ein großes sein; einmal per Knopfdruck jedem Dummen links und rechts eine klatschen, was zwar voraussichtlich nicht gegen dessen Dummheit hilft, aber gegen diese elende Anspannung, wenn man so etwas liest: Wissenschaftler notiert Differenzialgleichungen, US-Amerikanerin äußert Terrorverdacht. Wenn alles, was ein Dummer nicht versteht, bereits ein valider Anlass zu einer Terrorwarnung ist, dann habe ich ein paar schlechte Nachrichten für euch.

Andere Völker sind wenigstens nur liebenswert verklemmt: China untersagt erotisches Bananenessen in Livestreams. Reinschieben scheint weiterhin erlaubt zu bleiben, zumindest ist im Artikel nicht vom Gegenteil die Rede.

Dutzende Flüchtlinge lassen sich taufen. Damit erhöhen sie auch ihre Chance auf Asyl. Wenn wir eins dringend brauchen, dann ja wohl mehr Religion! Und Geld, Geld könnte helfen: Geld macht Männer attraktiver, und kaufen können sie sich dann auch ab und zu mal was.

Zum Beispiel ein gutes Musikalbum.

Van Der Graaf Generator – Darkness (11/11) – Live Rockpalast 2005

I did not choose it, I did not choose it,
I did not, no, no, I did not, I truly did not choose it.

Guten Morgen.

Netzfundstücke
Saarland (Symbolmeldung)

Diese Globalisierung, die unsere liebgewordenen Traditionen und unsere Kultur zerstört, hat nicht mit dem Saarland gerechnet:

Traditionsgemäß findet am 30. April ab 18 Uhr am Vereinsheim der Kleingärtner Wellesweiler die alljährliche Hexenverbrennung statt.

Haben wir schon immer so gemacht.

NetzfundstückePolitik
Neues von Darth Facepalm

Der Todesstern ist in der fiktiven Welt, in der „Star Wars“ spielt, eine riesige bewaffnete Raumstation. Er wurde zweimal gebaut und kontrolliert vom chauvinistisch-faschistischen Galaktischen Imperium, der geradezu liebenswert dümmlich-naiven Erzählung zufolge also vom bösen Gegenspieler der Allianz zur Wiederherstellung der Republik und der religiösen Fanatikersekte der Jedi (also der Guten), und diente von Anfang an im Wesentlichen dem Zweck, jene Planeten, die sich nicht freiwillig unterwarfen, auszulöschen. Die Zerstörung des zweiten Todessterns besiegelte den Sieg der Guten in der ursprünglichen Trilogie und wurde gemeinhin als Befreiung von Krieg und Unterdrückung aufgefasst.

Wie ich darauf komme?

Ach, nur so.

Todesstern gegen Nazis

(via @FrauMaja)