Archiv für die Kategorie ‘Politik’.

Politik regt mich auf, und wenn ich mich aufrege, muss ich schreiben, sonst gibt’s Tote.

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Wassermanns Fiebertraum – Jetzt oder nie // Mänbäng!

Die Bahn kommtEs tagt der Mond, es klagt der Kauz; Montag, Mist. Dabei hat sich das Wochenende schon länger angefühlt als nötig und man war selbst schuld daran. Andererseits: Hurra – ein gefühlt langes Wochenende! Die Kunst besteht darin, umzuschalten und Störungen als Angebot aufzufassen.

Weil man ja eigentlich doch schon gern mal wieder lachen würde, zum Beispiel über Nordkoreas „Netflix“-Konkurrenten, der lustigerweise Manbang heißt, was man doch bitteschön nicht unbedingt englisch aussprechen sollte (gesellschaftliche Unart auch: „Mänbäng“ lesen). Fast genau so lustig: Twitter hat jetzt einen Qualitätsfilter, was ungefähr gleichbedeutend mit einem Schönheitsfilter für Hannover wäre, er ließe nämlich nur noch vereinzelte Ruinen durch; einstellbar, jaja, aber wer würde das wollen?

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass es demnächst ratsam sein könnte, Vorräte angelegt zu haben. Wie damals im Krieg, die Älteren erinnern sich wahrscheinlich noch. Habt Angst! Hört ihr? Angst! Nach der Burka sollen jetzt auch Rucksäcke auf öffentlichen Plätzen verboten werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis endlich auch mal jemand das terroristische Essen von Leberwurstbrot im Zug verbietet. Das wäre schön.

Noch schöner, allerdings: Musik.

Hier.

Wassermanns Fiebertraum – Jetzt oder Nie (Official Music Video)

Guten Morgen.

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Terrorabwehr des Tages: Kleidungsvorschriften gegen das Böse

Endlich tut mal einer was:

Die Innenminister der Union haben sich darauf geeinigt, die Vollverschleierung in bestimmten Bereichen zu verbieten. Dies betreffe beispielsweise Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, im Straßenverkehr oder bei Demonstrationen, erklärte Lorenz Caffier, Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern am Nachmittag vor Journalisten.

Wofür soll das denn gut sein? Etwa schon wieder für mehr Sicherheit („Wichtig sei es, (…) die Befugnisse der Nachrichtendienste zu stärken“, ebd.; denn nichts löst Sicherheitsprobleme so effizient wie ein völlig frei drehen dürfender Geheimdienst)? Mitnichten:

Die Ablehnung der Burka habe nichts mit Sicherheit zu tun, sondern mit gesellschaftlichem Zusammenhalt, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière. (…) Deutschland sei eines der sichersten Länder der Welt, so solle es auch bleiben, sagte der Minister.

Sicherlich werden Übeltäter sich auch künftig nicht trauen, beim Übeltun eine Burka zu tragen. Jetzt müsste nur noch jemand Terrorismus verbieten und schon ist der Frieden gesichert, zumindest unsererseits. Bewaffnete Milizen mit staatlichem Auftrag laufen, fahren und fliegen stattdessen im Ausland herum, zum Beispiel, wie gewohnt im Widerspruch zum Völkerrecht, in Syrien.

Hat alles nichts mit nichts zu tun.

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Kurz notiert zu den grotesken Plänen Bernard Cazeneuves

Ach, Frankreich:

Wenn es nach dem französischen Innenminister geht, wird eine Initiative mehrerer Staaten zur Bekämpfung verschlüsselter Kommunikation zustande kommen. Hintergrund ist der Umstand, dass es bislang für Ermittlungsbehörden kaum möglich ist, verschlüsselte Nachrichten auszuwerten, die im Zuge der Vorbereitung von Terrorattentaten ausgetauscht werden.

Hintergrund hierfür dürften unter anderem die zahlreichen Attentate in Frankreich binnen der letzten paar Jahre sein, in deren Vorfeld die jeweiligen Täter (auch in Nizza und Paris) zuvor französische SMS-Nachrichten ausgetauscht haben, was offensichtlich nicht rechtzeitig ausgewertet werden konnte; woraus sich zweifellos ableiten lässt, dass der Austausch französischsprachiger Mitteilungen über ein bereits jetzt vorratsdatenspeicherndes öffentliches Netz Ermittlungsbehörden derart überfordert, dass es dringend anzuraten ist, den Gebrauch der französischen Sprache zwecks Terrorabwehr künftig europaweit zu verbieten.

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Medienkritik in aller Kürze: Was ich gegen Reimar Paul einzuwenden habe

Wogegen Reimar Paul, freier „Journalist“ und „Autor“, übrigens unter Billigung der „taz“, des bioveganen Hausblattes der „Grünen“, nichts einzuwenden hat:

Auch gegen eine handfeste Abreibung für Rechtsextremisten oder Farbeierwürfe auf die protzigen Villen der schlagenden Verbindungen ist nicht allzu viel einzuwenden.

Dagegen, Herrn Paul in seiner vermutlich nicht gerade asketisch eingerichteten Protzwohnung das Brett von seiner Stirn zu entfernen, um es ihm morgens zum Wachwerden über die offensichtlich von klugen Gedanken gänzlich befreite Rübe zu ziehen, gäbe es vermutlich auch nicht viel einzuwenden, wenn man nur etwas entmenschlichter wäre.

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Arbor Labor Union – Hello Transmission

Blumen, nichts als BlumenDa wacht man nichtsahnend auf und schon wieder ist Montag. Passenderweise regnet es dazu, alles Übrige wäre durchaus unangemessen.

Es ist Montag und das Land brennt noch immer nicht. Julia Schramm missfällt das. Da hat Syrien mehr Glück: In dem Land, in dem die Achse des Guten derzeit bevorzugt öffentliche Plätze zwecks baldiger Befriedung bombardiert, werden die Lebensmittel knapp. Verfluchter Hunger nach Krieg. Keine Sorge, euer Geld ist sicher.

Und sonst so? Knappe 50 Jahre, nachdem das Gegenteil sich als richtig herausgestellt hat, verschafft sich die Behauptung Gehör, Universitäten müssen dringend parteipolitischer werden, denn nur parteipolitische Bildung sei gute und richtige Bildung. Lang genug für ein angemessenes Hochrollen werden meine Zehennägel in diesem Leben nicht mehr.

Ein Trivium: Aus irgendeinem Grund ist „Riesenpimmel“ hier noch immer der häufigste Suchbegriff. Dabei ist mein Musikgeschmack doch fast genau so interessant.

Arbor Labor Union – Hello Transmission

Guten Morgen.

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Liegengebliebenes vom 29. Juli 2016

Es soll ja keiner mehr sagen, mit einem Abschluss in Gender Studies oder Soziologie finde man keine Festanstellung: Rettung naht!


Öfter mal was Neues: Regressive Linke, teilweise mit Piratenvergangenheit, finden, Sahra Wagenknecht sollte flüchtlingspolitisch christkonservativer werden.


Apropos Nazis:

Auch das könnte ein Grund sein, weshalb die völkischen Siedler „bisher wenig aufgefallen“ sind, wie die Stiftung moniert. Wenn derlei Gestalten im Wendland, Hotspot grüngestrickten Wurzelseppentums und militanter Castor-Blockaden, irgendwie auffallen wollten, müssten sie auf dem Marktplatz von Lüchow schon lauthals „Heil Hitler!“ brüllen.

Manchmal fehlen eben nur Nuancen.


Was dann auch die ARD („Lügenpresse“) nicht ganz verstanden hat, die längst geplante Entlassungen in Großbritannien dem „Brexit“ in die Schuhe zu schieben versucht, denn entweder ist Putin schuld oder der Brite an sich, niemals aber die Wirtschaft, denn die Wirtschaft ist gut.


Ebenfalls gut ist es, wenn das Volk mal gefragt wird. Am kommenden Sonntag etwa zählt wieder einmal Volkes Stimme. Keine Sorge, nicht die eure: Am Sonntag demonstrieren viele Türken in Deutschland dafür, dass der türkische Präsident alle Türken einsperren darf. Das wird irgendjemandem sicher eine Lehre sein!


Eine großartige Erfindung übrigens: Ein Amazon-Türschloss, das die Tür unter Sprachkontrolle stellt. Was kann da schon schiefgehen?

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Kurz notiert zum Amoklauf in München

Je mehr wir wissen, desto bizarrer scheint es, was als Schnellschuss schon gestern Abend gefordert wurde, nämlich eine Verschärfung von Asyl- und ähnlichen Gesetzen. Dass auf der Festplatte des Täters gewaltverherrlichende Spiele – ich hoffe, es kommen Pokémon darin vor – gefunden wurden und der Bundesinnenminister entsprechende Vorschläge für richtig hält, ist längst Teil langweiliger Routine. Viel interessanter sind die aktuellen Erkenntnisse, nämlich, dass der Täter möglicherweise vom schiitischen zum christlichen Glauben konvertiert war und sich zuvor aus Printmedien über Amokläufe informiert hatte; woraus wir einfach einmal folgern sollten, dass Menschen, die zum christlichen Glauben konvertieren und ihre Informationen nicht wie normale Menschen aus dem Internet beziehen, grundsätzlich gefährlich sind.

In den NachrichtenPolitik
Sehen alle gleich aus.

Ich weiß noch nicht, was ich an dieser hierzulande nur unzureichend thematisierten gestrigen Meldung am lustigsten finde:

US-Bombenangriff tötet 85 syrische Zivilisten, nachdem sie fälschlicherweise für IS-Kämpfer gehalten worden waren. (…) Am Montag wurden 21 Menschen bei Angriffen getötet, von denen ebenfalls angenommen wird, dass sie von Flugzeugen der US-geführten Koalition durchgeführt wurden. (…) Der tragische Verlust des Lebens von Zivilisten in Syrien wird dem Pentagon, das beabsichtigt, sowohl die „Herzen und Hirne“ des Volkes für sich zu gewinnen als auch den militärischen Sieg über die Terrorgruppe (hier: IS, A.d.V.) zu erringen, große Kopfschmerzen bereiten.

(Übersetzung von mir.)

Vielleicht wirkt die Pointe nur, wenn man einmal diese heutige Meldung als Kontrapunkt setzt:

Der deutsche Außenminister schloss sich in Washington den Warnungen vor allzu einfachen Antworten an. (…) Die Menschen im Irak jedenfalls hätten ein Recht darauf, aus „der Sklaverei des IS befreit zu werden“.

Glückliche Syrer: Wer tot ist, kann nicht mehr versklavt werden.


Hurra: Node.js in der JVM! Fehlt nur noch Docker für ein Sofortbingo.

ComputerIn den NachrichtenMir wird geschlechtPolitik
Liegengebliebenes vom 19. Juli 2016

Was für Leute werden in Berlin eigentlich vom Steuerzahler finanzierte Lehr- und Respektspersonen? Solche Leute:

ich kenne personen, die legen listen an mit cafès mit hollywoodschaukeln, cafès mit spreeblick ohne autos und sonnenuntergängen, cafès mit öko-zimt auf mandelmilch-lattes, cafès mit schönen trans_x_enden fotos und selbstgebackenen veganen kuchen – und cafés zum nicht-hingehen, mit rassistischen personen die dort arbeiten und rassistischen menünamen, mit genderistischen cocktailnamen und personen die dort arbeiten, mit schlechten arbeitsbedingungen, trans-diskriminierenden türpolitiken, zweigendernden genderistisch diskriminierenden toiletten, lieber gehe ich nicht mehr in cafés als

:irre:


Es wäre wirklich lächerlich, anzunehmen, dass ausgerechnet ein hochrangiger SPD-Politiker etwas mit Käuflichkeit zu tun haben könnte, sonst fiele mir zum anscheinend korrupten Sigmar Gabriel jetzt irgendwas Bissiges ein. Bekommt nicht einmal eine Supermarktfusion gebacken, will aber mit den USA TTIP verhandeln.


Warum man es tunlichst vermeiden sollte, seine Website bei einem großen Unternehmen wie WordPress oder Google statt auf einem eigenen Server zu hosten: Da wird schon mal ein 14 Jahre lang anstandslos betriebenes Kunstblog ohne ersichtlichen Grund von Googles Plattformen gelöscht.


Definiere Deutschland: Kreuzworträtsel-Kunstwerk „beschädigt“. Im Neuen Museum Nürnberg setzte eine Besucherin fehlende Lösungswörter ein.


Die großen Verlage mit einigermaßen reichweitenstarken Publikationen, darunter auch das jüngst mit einer nicht wirksamen „Paywall“ ausgestattete „SPIEGEL ONLINE“, versprechen mitunter ihre baldige Pleite. Bedauerlicherweise versuchen sie auch weiterhin nicht durch Qualität ihr Fortbestehen zu sichern, sondern schreiben stattdessen so etwas:

Erst seit Anfang des Monats hat Lady Gaga einen Führerschein – und schon die erste Verkehrskontrolle hinter sich.

Hoffentlich hat der Todeskampf der Verlage bald ein Ende.

Nachtrag vom 20. Juli 2016: Hoffentlich sehr, sehr bald.

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Kurz notiert zum Anschlag in Nizza

Unser totalüberwachtes Nachbarland Frankreich hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass Vorratsdatenspeicherung, allgegenwärtige Installation von Kameras und Verhängung des Ausnahmezustands abgesehen von der Einschränkung sämtlicher relevanten Freiheitsrechte im Gegensatz zur Bombardierung Syriens gänzlich folgenlos bleiben.

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Rechtsfreie Räume voller Hass

Was macht eigentlich das Bundesinnenministerium, dessen Errichtung eines rechtsfreien Raums durch die Freilassung eines „Staatstrojaners“ vor inzwischen 1.741 Tagen vom Chaos Computer Club publiziert worden war?

Nun, es bekämpft natürlich auch weiterhin „das Böse“, behauptet es auf Twitter:

Rechtsfreier Raum

In der Theorie klingt das möglicherweise ganz nett, in der Praxis aber geht es eben nicht um die Bekämpfung rechtsfreier Räume – dafür fehlt dem Malwareministerium auch die nötige Rechtschaffenheit – und schon gar nicht um die Bekämpfung von „Hassrede“, was auch immer das genau sein soll, sondern explizit um die Rechten, wie Razzien belegen. Das Ziel dahinter: Weglöschen von allem, was nach „Hass“ aussieht, was bedauerlicherweise Geschmackssache zu sein scheint, von Medien, über die ein deutsches Ministerium gar keine Entscheidungsgewalt hat. „Warum soll ein US-amerikanisches Unternehmen Dinge zum Beispiel löschen, die dort gar nicht strafbar sind? Am deutschen Gefühlswesen soll die Welt genesen? Ihr spinnt doch!“

Zur gleichen Zeit wie das Bundesinnenministerium rief auch die Amadeu-Antonio-Stiftung („Amadeu Antonio Stiftung“), zu deren namhaften Mitgliedern auch die bekannte Hassrednerin Julia Schramm zählt, dazu auf, man möge als anständiger Bürger doch etwas gegen „Hetze“ unternehmen, vermied es dabei jedoch, bekanntzugeben, auf welche Weise man Julia Schramm wohl zur Ruhe bringen könnte; jedenfalls: die Twitterer beim BMI waren spontan so begeistert, dass sie die Broschüre öffentlich bewarben und sich gleichzeitig von Julia Schramm distanzierten, will heißen: wenn eine Hassrednerin Tipps gegen Hass gibt, dann disqualifiziert sie das noch nicht als „Expertin“, was bedauerlicherweise auch manches aussagt.

Um Zweifel an dem Selbstverständnis der Amadeu-Antonio-Stiftung („Amadeu Antonio Stiftung“) nachdrücklich auszuräumen, hat die Vorsitzende besagter Stiftung, im taktischen Vorteil durch jahrelange Erfahrung als Stasispitzel, dieser Tage unmissverständlich verdeutlicht, dass es ein Unding sei, wenn sie, der – wie bekannt – frühere Stasispitzel, als früherer Stasispitzel bezeichnet werde.

Die Stiftung verlangt, den Beitrag aus der Mediathek zu löschen.

So gehört sich das in einem funktionierenden Staat: Steuerfinanzierte Fernsehsender werden von Leuten, die sich von Satire, die lediglich erkennbar die persönliche Lebensleistung dieser Leute würdigt, beleidigt fühlen, um die Entfernung dieser Satire gebeten, auf dass die reine Lehre nicht geschmälert werde. Die Amadeu-Antonio-Stiftung („Amadeu Antonio Stiftung“) ermutige Initiativen vor Ort, sich für demokratische Kultur stark zu machen, tönt die Website dieser Stiftung, und vielleicht kam mir gerade ein bisschen Kotze hoch.

In der Türkei schafft man es so bis ganz nach oben.


Apropos mediale Inkompetenz: „SPIEGEL ONLINE“ – wer sonst? – hat seit kurzem eine eher schlecht funktionierende Paywall. Sie funktioniert so schlecht, dass ihr, statt zu zahlen, einfach mit ein bisschen Javascript die „Verschleierung“ aufheben könnt. Qualität gibt’s eben nicht umsonst.

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The Hirsch Effekt – Bezoar // Töten voller Ethik

Schlafen, schlafen wär' mal wasEs ist Montag und die Laune ist dermaßen gehoben, dass man es tatsächlich ein bisschen bedauert, so ein anständiger Mensch geworden zu sein und überdies in einem Land zu leben, das es gar nicht gern sähe, würde man seiner Wut allzu nachhaltigen Ausdruck verleihen. Wahrscheinlich ist das auch nicht fair und wahrscheinlich hat man das alles so was von verdient, aber der Mensch, der Mensch an sich scheitert immer schöner.

Die Ermordung von Polizisten zu verurteilen sei andererseits rassistisch, erklärt dieser Diskussionsstrang auf „Indymedia“, so leicht wie angenommen ist es also nicht, Mord blöd zu finden und trotzdem moralisch auf der richtigen Seite zu stehen. Auf „SPIEGEL ONLINE“ fragt konsequent Heike Le Ker – sieht gar nicht so aus – ohne Anflug von Sarkasmus: „Die Polizei in Dallas hat Micah Johnson mit einem Roboter getötet. Hat sie damit eine ethische Grenze überschritten?“ – normales Töten ist bekanntlich super, so lange es in ehrlicher Handarbeit geschieht, aber ethisch fragwürdig wird’s bei SPON erst, wenn diese vermaledeite Technik ins Spiel kommt.

Technik – ein gutes Stichwort: Derzeit ist der neue Ingress-Abklatsch „Pokémon Go“ das erfolgreichste Spiel für „mobile Geräte“. Dabei profitieren die Macher wohl vor allem auch davon, dass Smartphones immer noch vorwiegend Dumbuser haben, denen Datenschutzhinweise grundsätzlich zu viel Text beinhalten, um gelesen zu werden:

Beispielsweise könnten wir Webbeacons nutzen, Cookies zu platzieren oder mit ihnen zu kommunizieren, um (…) die Wirksamkeit unserer Werbung zu überwachen.

Taubsis im Vorgarten sind eben nicht billig.

Ich bin so desillusioniert, ich hab‘ sogar Musik dabei.

The Hirsch Effekt – Bezoar

Guten Morgen?

In den NachrichtenPiratenpartei
Nicht links, nicht rechts, sondern stolz auf einen Zufall

Am kommenden Wochenende findet in München der alljährliche „Christopher Street Day“, eine merkwürdige Übersetzung der anglophonen „Gay-Pride“-Veranstaltungen, statt, anlässlich dessen homo-, bi- und transsexuelle Menschen die Straßen säumen und sich darüber freuen, nicht heterosexuell zu sein, jubelnd begleitet von Teilen der linken Szene, denn selbstverständlich sind Stolz auf das Heimatland, Stolz auf die Hautfarbe und Stolz auf das Geschlecht völlig deplatziert, denn auf etwas, was man nicht selbst erreicht hat, stolz zu sein ist mindestens dämlich, aber gay pride ist natürlich etwas völlig anderes, denn bekanntlich ist die sexuelle Orientierung immer eine bewusste Entscheidung, auf die man zu Recht stolz sein kann.

Dabei kommt das zweitägige Spektakel zu einer Zeit, in der es eigentlich nicht viel zu feiern gibt: Jakob Augstein („SPIEGEL ONLINE“) verwechselt Populismus – wer nicht Populist ist, kann kein erfolgreicher Politiker sein – mit Demagogie und ganz Twitter einschließlich Anhängern der rechtspopulistischen SPD stimmt unbelesen zu. Der „Brexit“ ist insbesondere an der Börse überwunden und gerät allmählich wieder in Vergessenheit, die Empörungsspanne des durchschnittlichen Bürgers beträgt nur wenige Tage und Schlandball ist trotz großem Getöse, dass man doch als klarer Sieger verloren habe, auch vorbei, das geht eben gerade vor. In den USA finden immer noch ständig Schießereien statt, wie gewohnt macht jedoch niemand, der eine politische Entscheidung treffen könnte, das Recht auf Waffenbesitz dafür verantwortlich, denn die Waffenhersteller zahlen gut, sondern den Rassismus, denn Rassisten zahlen nicht ganz so gut. In Deutschland ist derweil die Beweislastumkehr für Vergewaltigung zum Gesetz gemacht, der Bundesnachrichtendienst ermächtigt und die Nato noch etwas aggressiver geworden.

Das wären ja prima Voraussetzungen für die Piratenpartei, ihre eigentliche Wichtigkeit mal wieder ins Gespräch zu bringen. Und tatsächlich gibt es von der bayrischen Piratenpartei schon heute ein öffentlich sichtbares Bekenntnis zu den staatenübergreifenden Grundwerten, die die Piratenpartei stets zusammengehalten hat und die in diesen Tagen so wichtig geworden sind wie seit langem nicht mehr:

Sexuelle Vielfalt und Fußball.

Münchner Allianz Arena strahlt zum #CSD ab 21:30.

Das ist ja auch mal ganz schön.

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusik
The Animal In Me – Rap God

Du - ich - dieser Baum?Alles ist Montag, alles ist schlecht. Aufstehen, räuspern, durchdrehen. Wann war es anders? Damals, ja. Früher war so vieles besser, aber heute ist es schlecht.

Manches aber ist nicht nur schlecht, sondern auch etwas anderes. Schwuler Stolz hui, deutscher Stolz pfui. Wählt euren Zufall weise. Demnächst: Reihenweise abgeknickte Regenbogenfahnen, weil die Grünen es nicht wollen, dass ihr mit eurer Umwelt mal im Reinen seid. Schlecht, auf jeden Fall, ist Fußball. Im Fernsehen heißen Waliser „Kelten“ und Isländer „Wikinger“, Franzosen allerdings seltsamerweise nicht „Froschfresser“. Ehre, wem Ehre gebührt.

Auch schlecht, auf jeden Fall, ist es, ein Mann zu sein, also demnächst, wenn einvernehmlicher Geschlechtsverkehr vor dem Gesetz so lange eine Vergewaltigung ist, bis zweifelsfrei das Gegenteil bewiesen wurde, und vorsichtige Nichtteilnahme voraussichtlich sexistische Diskriminierung. Kann man es richtig machen? Klar: Einfach Frau sein. Gewonnen qua Geschlecht.

Schönes kommt derweil von den Vereinten Nationen: Internetzensur verletzt die Menschenrechte; das tut Krieg zwar auch, aber irgendwo muss man ja anfangen. Alles Weitere regelt ein Bundesgesetz. Es wäre verfrüht, uns nun darauf einen runterzuholen.

Machen wir stattdessen das Naheliegende: Hören wir ein Metalcover eines Eminem-Stücks.

Eminem – "Rap God" (Cover By The Animal In Me)

Guten Morgen.

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Liegengebliebenes vom 2. Juli 2016

Im aktuellen „SPIEGEL“ treffen Feminismus, Antideutschtum und Veganismus vortrefflich aufeinander:

Die Sprecherin der Linksjugend wurde von Migranten vergewaltigt. Der Polizei sagte sie zunächst nur, sie sei bestohlen worden, von Männern, die deutsch sprachen. (…) Gören mit ihrer weißen Bluse, dem streng zur Seite geflochtenen Zopf und dem glitzernden Herzanhänger würden viele für eine angehende Betriebswirtin halten, hätte sie nicht eine Freundin mit lila gefärbten Haaren als Verstärkung mitgebracht. Woher sie sich kennen? “Unter veganen Antifaschisten kennt man sich eben”, antwortet Gören.

Fazialpalmierend weiterlesen auf Blendle (Bezahllink, pardon).


Beim „Mitteldeutschen Rundfunk“ wurde vorgestern getwittert:

ICE aus Angst vor Terroranschlag in Niedersachsen evakuiert. Ein Reisender hatte laut Koranverse zitiert. Kein Sprengstoff gefunden.

Nicht mal auf die Terroristen ist noch Verlass. :twisted:


Wo muss denn unbedingt noch mehr Internet rein? Richtig:

Windel meldet dem Smartphone, wenn sie voll ist

Ich finde ja, das ist eine Scheißidee.


Habt ihr schon „Kartoffelsalat“, den großartigen Film mit diversen deutschen YouTube-„Stars“, gesehen? Nein? Gut so!