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Chaos Orchid Club: Der #33c3, ein teu­res Missverständnis?

Dieser Artikel ist Teil 2 von 11 der Serie Congresskrise(n)

Vorbemerkung: Ich bin mit vol­ler Absicht wei­ter­hin Mitglied des Chaos Computer Clubs, nei­ge jedoch bei Dingen, die mir per­sön­lich wich­tig sind, mit­un­ter zur Polemik. Folgender Text ist inso­fern kei­nes­wegs als Verkündung der ein­zig wah­ren Meinung zu ver­ste­hen und soll als Einladung zur Diskussion begrif­fen werden.


Nicht unbe­ein­druckt vom 32. Chaos Communication Congress schrieb ich im Januar d.J.:

Den wohl lei­der nur vor­läu­fi­gen Höhepunkt der Umwandlung des Hackertums in ein Flauschnetz für Hobbyverletzte sehe ich mit der key­note des letzt­jäh­ri­gen 32C3 erreicht (…): Es sprach eine Afrikanerin, als deren Qualifikation ange­ge­ben wur­de, dass sie zwei­mal in ihrem Leben flüch­ten muss­te, dar­über, dass Menschen net­ter zuein­an­der sein sollten.

In einer Zeit, in der das Netz drin­gend einen erfah­re­nen Fürsprecher als Gegengewicht zu den qua­si sträf­lich unbe­le­se­nen Laien von SPD und Digitalcourage braucht, befas­sen sich die­je­ni­gen, deren Profession ab Gründung die krea­ti­ve Nutzung von Computertechnik - die drei „C“ in „CCC“ hat­ten irgend­wann mal eine Bedeutung, die nichts mit Flüchtlingen und Geschlechterkampf zu tun hat­te - zum Gebot erhob, lie­ber mit Raumfahrt und sozia­ler Gerechtigkeit. Jedes Jahr wer­den Platz und freie Eintrittskarten knap­per, weil die Veranstalter es für eine gute Idee hal­ten, Quantität der Qualität vor­zu­zie­hen: Natürlich ist man auch als Berufslabertasche mit sei­ner gan­zen Familie will­kom­men, Fachkenntnis ist optio­nal. Denen, die was kön­nen, wird schon was ein­fal­len, aber Priorität hat der ganz­heit­li­che Ansatz, denn die Nische, die die seit Jahren vor sich hin­ster­ben­de CeBIT hin­ter­lässt, will gefüllt sein.

Offensichtlich ist die Frage, wofür der CCC im Jahr 2016 eigent­lich noch ste­hen will, auf­grund des anste­hen­den 33C3s wie­der ein­mal in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, wes­halb der eigent­lich meist ange­nehm unauf­ge­reg­te „erd­geist“ sich zu die­sem Kommentar hin­rei­ßen ließ:

Ich kann das Gemaule abge­häng­ter und abge­half­ter­ter Möchtegern-„Hacker“, die in ihrem Leben außer dem regel­mä­ßi­gen Installieren ihrer Lieblings-Linux-Distribution wenig Nerdiges hin­be­kom­men haben, nicht mehr hören. Wer meint, der CCC defi­nie­re sich haupt­säch­lich über Computer, Hard- und Software, hat die Historie des Vereins nicht ver­folgt. Beim ersten öffent­li­chen Hack, dem HaSpa-Hack, ging es nicht pri­mär dar­um, dass die Nerds super pro­gram­mie­ren konn­ten. (…) Damals war man eben was Besonderes, wenn man „was mit Computern macht“. Heutzutage ist man eben was Besonderes, wenn man nix mit Computern macht. Deal with it. (…) Wir haben (…) eine nicht­kom­mer­zi­el­le Vision unse­rer Zukunft auf­ge­baut, in der man auch und gera­de als Orchidee will­kom­men ist, solan­ge man teil­neh­men und nicht nur besu­chen will.

Als einer derer, die ein Problem damit haben, wenn der CCC sei­ne Vergangenheit umzu­de­fi­nie­ren ver­sucht und auf Grundlage die­ser Umdefinition aus einem einst noch nicht prall mit Themenfremden gefüll­ten Hackertreffen, auf dem man sich Respekt ver­die­nen muss und nicht ein­fach geschenkt bekommt, eine Wohlfühloase für zar­te Pflänzchen macht, füh­le ich mich nicht nur ange­spro­chen, son­dern schon von der Annahme, dass jeder, der die inhalt­li­che Entwicklung des Vereins für falsch hält, höch­stens zur halb­wegs sturz­frei­en Linuxinstallation fähig ist, der­ma­ßen offen­siv forellt, dass ich das kei­nes­wegs unkom­men­tiert ste­hen las­sen möchte.

Selbstverständlich hat der CCC die Stellung, die er der­zeit hat, gera­de auch mit der Arbeit jener Hacker erwor­ben, deren poli­ti­sches und vor allem pri­va­tes Tun mir, man ver­ste­he die­sen Monolog bit­te nicht falsch, immens impo­niert und die ich mensch­lich und fach­lich für respek­ta­ble Menschen hal­te. Ja, von einem Verein, der sich „Computerclub“ nennt, wür­de ich durch­aus anneh­men wol­len, dass er Computer als einen wesent­li­chen Bestandteil sei­nes Vereinszwecks wie sei­nes Selbstbilds betrach­tet, denn sonst hie­ße er nicht so. Ich grün­de ja auch kei­nen Verein namens „Anglerclub“ und beschwe­re mich dann über den Zulauf von Fischern. Selbst der als ver­meint­li­chen Gegenbeleg erwähn­te „Haspa-Hack“ fuß­te im Wesentlichen dar­auf, dass ein Computer eine Sicherheitslücke auf­wies, was man im CCC durch Dumpanalyse (das ken­nen die Jüngeren heu­te gar nicht mehr) her­aus­fand. Worum, wenn nicht um das klas­si­sche Hacken von Computern, ging es denn sonst und wer hat hier wel­che Historie nicht verfolgt?

Natürlich wur­de die Zeit seit­dem der­art gewan­delt, dass man inzwi­schen auch ein halb­wegs nor­ma­les Leben, womög­lich gar mit rich­ti­gen Freunden aus Mensch, füh­ren und trotz­dem Ahnung von Computern haben kann. Verdammter Putin. Aber soll­te der CCC nur des­halb in die­ser Form exi­stie­ren, um Leuten eine Heimat zu bie­ten, die aus dem Rest der Gesellschaft aus­ge­schlos­sen wer­den, betrach­tet er sich als Auffangbecken der Minderheit, heu­te also: der Computerlosen? Ist der „Congress“ also nicht viel mehr als ein Zoo von Minderheiten, durch deren Käfige - assem­blys - man (zuse­hends schwie­ri­ger) schrei­ten kann, um sich mal anzu­gucken, was es für wun­der­sa­me Gestalten gibt? Hui, wie das blinkt!

Hacken ist der krea­ti­ve Umgang mit Technik - aber was ist ein Hacker?

Zweifellos: Hacker ist, wer hackt, und Ansehen gilt es sich zu erar­bei­ten: Beurteile einen Hacker nach dem, was er tut - nur: Ist es bereits eine Anerkennung wert, wenn man anders ist, eine Orchidee, eine beson­de­re Schneeflocke? Ja, nerds haben sich schon immer zweck­mä­ßig zusam­men­ge­tan, weil nur ihres­glei­chen ihre Denk- und Lebensweise ver­stan­den und nicht ver­lacht haben - aber ist das heu­te anders? Ist nicht der sozi­al inkom­pe­ten­te Klischeehacker mit Pizzaresten auf dem Feinripphemd noch immer das Ziel von Spott der nor­ma­len Menschen? Sind sie nicht noch immer die Orchideen? Wer ist hier nor­mal, wer die Klientel des Vereins?

Offensichtlich zumin­dest nerds:

Statt laut pöbelnd einen Altnerd-Brexit zu for­dern, müs­sen wir die Arme wei­ter auf­hal­ten und unse­ren Hacker-Kultur-Raum arro­ganz­frei allen ande­ren Nerds zum Kopieren vorleben.

Müssen „wir“ das?

Mit Blick auf die ver­gan­ge­nen paar „Congresse“ bleibt die Frage offen, ob es sich wirk­lich noch um einen „Hacker-Kultur-Raum“ oder nicht doch eher um eine Art Indoorcamp der sozia­len Gerechtigkeit han­delt. Ich hege kei­ner­lei Einwände gegen die Theorie, der „Congress“ soll­te ein posi­ti­ves Beispiel für geleb­te Hackerkultur sein, und auch mein Verständnis von dem, was Hacken ist und was nicht, reicht längst weit genug, um zu ver­ste­hen, wie­so Kochen oder Whiskyriechen als Beispiele für den krea­ti­ven Umgang mit Technik eigent­lich her­vor­ra­gend geeig­net sind. Allein: Mir erschließt sich nicht, was „die Antifa“, die sich tra­di­tio­nell dun­kel beflaggt im ersten Stockwerk oder inein­an­der ver­kno­tet in der Ruheecke auf­hält, mit der Hackerkultur zu tun hat, die doch besagt, dass ein Hacker poli­tisch prin­zi­pi­ell über­all ste­hen darf (außer beim Geheimdienst), denn Hacken ist zwar Ausdruck von per­sön­li­cher Freiheit im alt­li­be­ra­len Sinne, dar­über hin­aus aber unpo­li­tisch. Mir erschließt sich nicht, inwie­fern die Hackerkultur plötz­lich von der gran­dio­sen Erkenntnis pro­fi­tie­ren kann, dass auch Nichthacker Menschen sind, als hät­te das je ein Hacker wirk­lich bezwei­felt. Mir erschließt sich nicht, inwie­fern Geschlechterfragen in einer Gemeinschaft, der qua Ethik das Können wich­ti­ger ist (lies: sein soll­te) als jed­we­de kör­per­li­che Eigenschaft, als dis­kus­si­ons­wür­dig erach­tet wer­den soll­ten. Vor allem erschließt sich mir aber nicht, inwie­fern eben­die­se Hackergemeinschaft einen Vorteil dar­aus gewin­nen kann, jedem unge­ach­tet sei­ner Qualifikation eine Bühne zu bie­ten, als suche man das näch­ste Supertalent, denn letzt­lich ist die Zeit, die allen Referenten zur Verfügung steht, begrenzt. Sollte eine Fachtagung nicht stets das Fachliche betonen?

Ich möch­te es ein­mal bewusst sprach­lich über­trei­ben: Jeder, der einen Saal blockiert, um den Anwesenden einen Vortrag über - ich nen­ne jetzt nur mal ein paar Beispiele aus dem unsor­tier­ten Vortragsplan für den 33C3 - poli­ti­schen Populismus (als stell­te jemand, der die Hackerethik ver­stan­den hat, des­sen Gefährlichkeit in Frage und als wäre ein sol­cher Vortrag nicht selbst Ausdruck eines sich ohne jede Selbstironie als gut ver­ste­hen­den Populismus), Anthropologie oder Flüchtlingspolitik zu hal­ten, nimmt einem Hacker, Nerd oder wenig­stens Programmierer Platz und Zeit weg, um die Hackerkultur wirk­lich nen­nens­wert vor­an­zu­brin­gen und/oder der wer­ten Außenwelt, die nur zur Berieselung anreist, einen Einblick in die Hackerkultur zu gewäh­ren. Die klau’n unse­re Jobs! Es mag, dies ist unbe­strit­ten, gut und rich­tig sein, dass die Hackerkultur Menschen nicht nach Alter, Geschlecht, Ethnie, Einkommen, Weltanschauung oder son­sti­gen peri­phe­ren Eigenschaften klas­si­fi­ziert, son­dern jeden von ihnen glei­cher­ma­ßen als poten­zi­ell will­kom­me­ne Bereicherung (oder, je nach Façon, anstren­gen­de Belästigung) begreift. Das muss gemein­sa­mer Grundwert blei­ben, darf aber kei­nes­wegs zum Selbstzweck wer­den, denn sobald die Gleichheit von Menschen zum Vortragsthema wird, ist sie als nicht mehr selbst­ver­ständ­lich anzu­se­hen - und das wäre tat­säch­lich ein Problem.

Bezahltes Nerdgucken ist eben kein Erfahrungsaustausch.


Nachbemerkung: Die öffent­li­che Diskussion zu die­sem Artikel ent­spricht erwar­tungs­ge­mäß nicht unbe­dingt dem hier Gesagten und/oder Gemeinten. Kommentare wer­den von mir mit­un­ter auch aus­schließ­lich zu Unterhaltungszwecken frei­ge­schal­tet - mei­ne eige­nen eingeschlossen.

Seriennavigation« Der Zusammenbruch der Hackerkultur durch den Siegeszug des TwitterfeminismusChaos Orchid Club (Nachtrag): Der #33c3 und die Feigen_blätter. »

Senfecke:

    • Uuuu! Anonym jeman­den als Arschloch beschimpft! Geil! Respekt zu so viel Mut!
      Eine Großartige Kultur lebt der Herr/Frau „Anonymous“ da. Hat er/sie die auf Facebook gelernt?!

        • Ich neh­me alles zurück und ent­schul­di­ge mich viel­mals bei allen Beteiligten. Da hat­te ich nicht genug Kontext / Spezialnetiquette deses Blogs.
          Entschuldigt trotz­dem mei­nen Beisreflex gegen­über „beschimp­fun­gen“ aus Anonymer Ecke nicht.
          Ich muss ruhi­ger, gelas­se­ner, und lei­der auch „ist mir ega­ler“ wer­den. Wir Nerds hät­ten die­ses Internet ein­fach nicht aus unse­ren Händen geben dürfen.

  1. Vielen Dank für Ihren wich­ti­gen Beitrag, dem ich ein­schrän­kungs­los zustimme.

    Quintessenz:

    > Jeder, der einen Saal blockiert, um den Anwesenden einen Vortrag über
    > zu hal­ten, nimmt einem Hacker, Nerd oder wenig­stens Programmierer Platz und Zeit weg,
    > um die Hackerkultur wirk­lich nen­nens­wert voranzubringen..

  2. Sauber.…schluss mit dem Quatsch.

    Ich kann die­se Minderwerigkeitskomplexe nicht für gut heissen.

    Hacker sind Hacker…

  3. Willkommen in der bun­ten SJW Welt die kei­ne ande­ren Meinungen mehr zulässt und am Ende die kur­ze Periode der Menschheit, in der man sich bil­det und was liest, als Diskriminierung gegen unge­bil­de­te ansieht. Entweder wei­ter mit­ma­chen und sei­nen Intellekt anpas­sen oder aussteigen.

  4. Absolut auf den Punkt. Vielleicht muss auch ein­fach was neu­es her. Eine neue „Organisation“, die sich auf die Grundwerte kon­zen­triert. Computer und Technik. Der CCC wird sich nicht mehr ändern. Der wur­de über die Jahre kom­plett unter­wan­dert. Zeit, sich abzuspalten.

    • Der Name müss­te auch gleich eine rekur­si­ons­taug­li­che, belei­di­gen­de Abkürzung sein, z.b. C Unites Nature and Technik, genau so und Denglisch geschrie­ben, als Referenz (höhö) zur Programmiersprache und als garan­tier­ter Stein des Anstosses, soll­te sich mal jemand erdrei­sten, das abzu­kür­zen. Und als Erinnerung and die Gründergeschichte, wissenschon.

      • Da braucht man schon noch mehr Inhalt.
        Und viel­leicht soll­te man erst­mal mit einer klei­nen, viel­leicht ört­lich beschränk­ten Organisation anfan­gen, dann wird man wenig­stens nicht gleich unterwandert.
        Ein Leser mehr!

    • ja, mach mal! ;-)

      Ne aber ganz im Ernst: Die Idee kam in letz­ter Zeit schon öfter auf und ich fin­de sie gut. Statt (erfolg­los!?) zu ver­su­chen, dem gan­zen gro­ßen Laden wie­der eine ande­re Richtung zu geben (und sich dabei zu ver­hei­zen - sieht man ja auch in div. pol. Parteien, wie sowas läuft) - soll­te man lie­ber was Neues mit Gleichgesinnten auf­ma­chen. Ist ja gera­de auch in der Computerwelt nichts unge­wöhn­li­ches - sie­he die div. Forks von Projekten. Ich den­ke nur: EINER (oder evtl. eine Gruppe aus (Ex-)CCClern die sich schon kennen/Kontakt haben) müss­te mal einen Anfang machen damit Andere dann ggf. sich betei­li­gen können.

    • Vieleicht mal wie­der an der Zeit mehr Demo-Partys zu besu­chen und moe­g­lichst aktiv dort mit­zu­ma­chen. Ich habe das Gefuehl die Demoszene hat Nachwuchs durch­aus noe­tig. Man koenn­te Demo-Partys durch­aus mit mehr Coding-Vortraegen anrei­chern, und auch mit Hardwaregebastel. Der Gameboy-Vortrag vom 33C3 haet­te auch gut ins Vortragsprogramm einer Demo-Party gepasst, und der Vortrag war auch einer der nicht all­zu zahl­rei­chen wirk­lich inter­es­san­ten auf dem Congress. Der alte CCC und die Demo-Szene hat­ten lan­ge Zeit viel gemein, und der Club hat die Demo-Szene eine Zeit lang auch aktiv bewor­ben. Heute sind ihm die Kumpels von damals wohl nicht mehr so wich­tig, die neu­en Freunde Antifa, Fugee-Retter & Co sind ihm wohl wichtiger…

      Coding, Kunst, Wissensaustausch und Party, was will man mehr als „Hacker“? Lieber Demo-Party als 34C3 in 2017? :evil:

  5. Tja. „Ihr“ habt die Leute rein­ge­las­sen und euch unter­wan­dern las­sen wie die Piraten. Nun müsst ihr die Suppe auch auslöffeln.

    • Es sind selt­sa­mer wei­se immer die glei­chen Namen die zu erst die Piraten unter­wan­dert und ver­nich­tet haben und auch den CCC kaputt machen. Neuerdings fin­det man die glei­chen Namen bei Linken, Grünen und SPD.

      • Ist das tat­säch­lich so? Hatte ich bis­her nicht dar­auf geach­tet, klingt aber, als wäre es wert, mal über­prüft zu wer­den. Beispiele/Namen? Im näch­sten Schritt wäre mal zu über­prü­fen, ob die aus eige­nem Impuls han­deln („weil man’s kann/will“), oder wer dar­an ein Interesse hat /davon profitiert

      • Was so jemand wie Stephan Urbach auf ein­mal in der Orga des 33C3 zu suchen hat, war mir auch schleierhaft.
        Man soll­te mei­nen die alten Hasen beim Club wuess­ten es bes­ser, einen sol­chen Zersetzer im Verein zu haben.
        Was der da wohl vor­hat? Dem neh­me ich es nicht ab das er ohne eine eige­ne Agenda bei einer Organisation mitmacht.
        Warscheinlich „Es darf kei­ne lin­ke Gemeinschaft neben mir geben“ oder so. :?

  6. Was Du lei­der über­le­sen hast, ist das mei­ne offen­si­ve Einladung den „wahr­haft Begabten ande­rer Wissensgebiete“ gilt, Leute die sich aus­tau­schen und betei­li­gen wol­len. Du erzeugst einen Dissenz zwi­schen dem was Du und dem was ich will, den es so nicht gibt: Niemand will fach­lich unfun­dier­ten Bullshitschwaflern aus ande­ren Szenen eine Bühne geben.

    Es ist ja nur so, dass der pro­zen­tua­le Anteil von Hardcore-Techies gesun­ken ist, die abso­lu­te Anzahl steigt ste­tig. Wenn Du die­se „Marginalisierung“ anpran­gerst, und dass Du die ande­ren Hardcore-Nerds nicht mehr fän­dest, weil zu viel „Technikfremde“ rum­lau­fen, wirkt Deine Kritik genau­so hohl wie die neue Rechte, die einen „War on Christmas“ her­bei­fa­bu­liert. Ich den­ke näm­lich eher: Mit den Themen-Assemblies und Workshops sind die auf ihre Topics fokus­sier­ten Hacker sogar NOCH ein­fa­cher zu fin­den als früher.

    Und auch noch­mal: Der Chaos COMMUNICATION Congress ist bewusst nicht das sel­be wie der Chaos COMPUTER Club, in letz­te­rem ist der Fokus NATÜRLICH noch auf unse­ren Kernkompetenzen am Computer. Der Congress soll Kommunikation über Fachgrenzen hin­weg eröff­nen. Das Netz, des­sen tech­ni­sches Fundament wir mit­ge­baut haben, ist für vie­le ande­re (zuerst com­pu­ter­frem­de) Nerds mit Verspätung zum ver­bin­den­den Werkzeug gewor­den. Der Congress lebt genau­so eine kom­merz­freie, meri­ten­ba­sier­te, bull­shit­freie Umgebung vor, die von den ande­ren Nerds genau­so begie­rig ange­no­men wird, wie zuletzt das Netz.

    • Ich habe den Congress stets als „die CCC-Veranstaltung“ wahr­ge­nom­men, der Veranstalter heißt ja auch so ähn­lich. Jetzt eine bewuss­te Trennung zu impli­zie­ren ist doch ein biss­chen gewagt, denn die­se fin­det allen­falls recht­lich (also dort, wo es nie­mand mit­be­kommt) statt. Dass „die Besucher“ nicht „der CCC“ sind - geschenkt. Das löst das Problem der Widersprüche nicht. Wenn der „Congress“ nichts mit Hacken zu tun hat, wür­de das erklä­ren, wie­so Verstöße gegen die Hackerethik seit Jahren tole­riert wer­den, aber ich habe nicht so den Eindruck, dass das nach außen hin kom­mu­ni­ziert wird. Ist immer­hin „der Hackerkongress“, nicht wahr? (Aber: Chapeau für den Neonazivergleich, so schnell hät­te ich ihn nicht erwartet.)

      Aus dem Congresswiki:

      The 33rd Chaos Communication Congress (33C3) is an annu­al four-day con­fe­rence on tech­no­lo­gy, socie­ty and utopia.

      Womit sich erneut die Frage stellt, ob wirk­lich alles da rein­ge­hört. Ist Anthropologie jetzt „tech­no­lo­gy“, „socie­ty“ oder „uto­pia“? Ist der Begriff „socie­ty“ so unsau­ber, dass „well­ness“ da ein­fach ein­ka­te­go­ri­siert und so gerecht­fer­tigt wird? Bzw. bedeu­tet das nicht eben genau, was ich andeu­te­te: dass der „Congress“ the­ma­tisch völ­lig belie­big gewor­den ist?

      Ob „nie­mand“ Bullshitschwaflern „eine Bühne geben“ will, wur­de ja nach der letz­ten Keynote schon aus­führ­lich the­ma­ti­siert. Ich will es mal so sagen: Es gibt zu viel Bühne für Leute, die da nach mei­nen ganz per­sön­li­chen ratio­na­len und ethi­schen Erwägungen nichts ver­lo­ren haben. Was trägt zum Beispiel „die Antifa“ denn zum kon­struk­ti­ven Austausch zwi­schen Hackern bei, außer dass sie jedes Jahr Platz weg­neh­men und ver­su­chen, den „Congress“ zu poli­ti­sie­ren? Mir wäre da kein sinn­vol­ler Vortrag bekannt. Das ist eben die­ser „Wellnessfaktor“, jeder darf rein, jeder darf sich prä­sen­tie­ren - und das macht mir Sorgen.

      • Chapeau für den Neonazivergleich, so schnell hät­te ich ihn nicht erwartet.

        Wieso das nicht davon hat­te er doch schon meh­re­re in sei­nem, von Dir hier kom­men­tier­ten Beitrag.

    • Was Du lei­der über­le­sen hast, ist das mei­ne offen­si­ve Einladung den „wahr­haft Begabten ande­rer Wissensgebiete“ gilt, Leute die sich aus­tau­schen und betei­li­gen wol­len. Du erzeugst einen Dissenz zwi­schen dem was Du und dem was ich will, den es so nicht gibt: Niemand will fach­lich unfun­dier­ten Bullshitschwaflern aus ande­ren Szenen eine Bühne geben.

      Wenn das nie­mand will, war­um pas­siert es dann immer wie­der? Irgendjemand musses ja gewollt haben, oder wer­den die Themen gewürfelt?

      Es ist ja nur so, dass der pro­zen­tua­le Anteil von Hardcore-Techies gesun­ken ist, die abso­lu­te Anzahl steigt ste­tig. Wenn Du die­se „Marginalisierung“ anpran­gerst, und dass Du die ande­ren Hardcore-Nerds nicht mehr fän­dest, weil zu viel „Technikfremde“ rum­lau­fen, wirkt Deine Kritik genau­so hohl wie die neue Rechte, die einen „War on Christmas“ her­bei­fa­bu­liert.

      Da isser auch schon. Der Nazi-Vergleich, gar­niert mit Beleidigungen und lächer­lich machen bzw. „in die Verschwörungstheoretiker-Ecke schie­ben“. Und das direkt im ersten Posting.

      Kleiner Tipp „Erdgeist“ (wel­cher Hacker wür­de sich über­haupt so nen­nen …), such mal nach Godwin’s Law. Haste wahr­schein­lich noch nie gehört. Liegt dar­an, dass Du kein Hacker bist …

      Ich den­ke näm­lich eher: Mit den Themen-Assemblies und Workshops sind die auf ihre Topics fokus­sier­ten Hacker sogar NOCH ein­fa­cher zu fin­den als früher. 

      Habt Ihr „das mit den Fähnchen“ gemacht? LOL.

      Und auch noch­mal: Der Chaos COMMUNICATION Congress ist bewusst nicht das sel­be wie der Chaos COMPUTER Club, in letz­te­rem ist der Fokus NATÜRLICH noch auf unse­ren Kernkompetenzen am Computer. Der Congress soll Kommunikation über Fachgrenzen hin­weg eröff­nen. Das Netz, des­sen tech­ni­sches Fundament wir mit­ge­baut haben, ist für vie­le ande­re (zuerst com­pu­ter­frem­de) Nerds mit Verspätung zum ver­bin­den­den Werkzeug gewor­den. Der Congress lebt genau­so eine kom­merz­freie, meri­ten­ba­sier­te, bull­shit­freie Umgebung vor, die von den ande­ren Nerds genau­so begie­rig ange­no­men wird, wie zuletzt das Netz.

      Blablub. Typisches SJW Begriffe ver­bie­gen. Deswegen lie­ben die auch so Begriffe wie „socie­ty“ oder „uto­pia“. Schön Wischi-Waschi, damit kann man bei Bedarf alles irgend­wie rechtfertigen.

      Computerfremde Nerds. LOL. Das ist ein Oxymoron. Du meinst „Spinner“ oder „Hipster“.

      • Das kann ich so nicht ste­hen las­sen. „Erdgeist“ hat hacker­tech­nisch eine Menge drauf. Nur manch­mal so komi­sche Einfälle…
        Und natür­lich gibt es auch Nicht-Computer-Nerds. Nur soll­ten die viel­leicht nicht gera­de eine Keynote auf dem Congress hal­ten. :)

        • Vielleicht sind unse­re Definitionen anders.

          Mag‘ sein, dass der gut coden kann und sich mit IT Dingen gut auskennt.

          Das ist für mich aber kein Hacker.

          • Also jemand der einen angeb­li­chen spe­cial pur­po­se machi­ne - wahl­com­pu­ter mit dem man laut Herrsteller(NEDAP) nur aus­schließ­lich deren voting soft­ware aus­füh­ren kann zu einem Schachcomputer umkon­fi­gu­riert und deren Angaben Lügen strafft, trifft eigent­lich die Bezeichnung Hacker ziem­lich genau, oder sind das für dich immer­noch nur ver­mumm­te Zeitgenossen die aus­schließ­lich frem­de Systeme über­fal­len *schmun­zel*?

  7. Es wäre gut zu unter­schei­den zwi­schen der öffent­li­chen Veranstaltung des Congresses und dem CCC als e.V..
    Nur weil ein paar Holigäns im Stadion auf­tau­chen, ist der Fussballverein nicht auto­ma­tisch eine Schlägertruppe.

    Wau war immer Politiker und der CCC eben­falls. Natürlich haben sich die Personen damals durch „Spaß am Gerät“ zusam­men gefunden.

    Auf einer Veranstaltung mit 12.000 Teilnehmern kann man nicht erwar­ten, das nur das eige­ne Interesse an tie­fer Technik befrie­digt wird.

    Die paar SJWs erle­di­gen sich mit der Zeit automatisch.

    • Wenn die Schlägertruppe (Antifa) jedes Jahr auf’s neue ein­ge­la­den wird, dann ist auch der CCC eine.

      Von wegen ‚tie­fer Technik‘: Ja, kann nicht alles mega-nerdig und am besten gleich in Assembler sein.

      Nur: Was zum Teufel hat eine Frau die über irgend­was mit Flüchtlingen schwa­felt mit Technik zu tun? Null!

      • Ich hat­te die Keynote so ver­stan­den, dass sie als Anregung dazu die­nen soll­te, Neuhackern gegen­über Interesse statt Skepsis zu zei­gen. Nur: Dafür hätt’s kei­ne Keynote gebraucht, vor allem nicht in die­sem Rahmen. Ich fin­de es ein wenig frech von den Veranstaltern, den Besuchern zu unter­stel­len, sie wären nicht per se auf­ge­schlos­sen gegen­über Flüchtlingen („Neuankömmlingen“, lie­be Güte, als wäre das so ein Unterschied), aber das war halt so ihre Entscheidung. Tja, nun.

        • Ja, übli­che Taktik, bist erst­mal default-schul­dig. Siehe die (nicht frei­wil­li­gen) Anti-Vergewaltigungs-Seminare an US-Unis. Überall Vergewaltiger. Achja, und Nazis. Schlimm.

          Abgesehen davon, war­um soll­ten die Besucher oder CCC-Mitglieder auf­ge­schlos­sen gegen­über Flüchtlingen sein? Die sind auf­ge­schlos­sen gegen­über der Hackerei. Wenn ein Flüchtling hacken kann, isser will­kom­men, sonst halt nicht. Wo ist das Problem?

          Zum Thema Neuhacker: Genau was Du sagst. Wozu über­haupt die Keynote? Warum soll­te man gegen­über Neu-Hackern Interesse statt Skepsis zei­gen? Ein rich­ti­ger Hacker hat immer schon „ganz auto­ma­tisch“ zum CCC gefun­den und wur­de auch immer „ganz auto­ma­tisch“ auf­ge­nom­men. Das pas­siert mei­ner Meinung nach ein­fach durch das Wesen. Werbeveranstaltungen nach dem Motto „Guck mal hier, wir sind doch ein ganz tol­ler Haufen, kom­ma‘ bei uns bei und ler­ne Hacken“ wür­den gar nicht funk­tio­nie­ren. Entweder man ist der Typ dafür oder halt nicht. Die Leute, die solch‘ eine Werbeveranstaltung anzieht, sind sowie­so kei­ne Hacker. Was sol­len die zum Club beitragen?

    • Und die ‚paar SJWs‘ wer­den sich auch nicht auto­ma­tisch erle­di­gen. Die wer­den über kurz oder lang den CCC zer­stö­ren. Gibt genug ande­re Beispiele …

  8. Tja, tux, kann dir da nur zustim­men. Wird irgend­wie Zeit, mal drü­ber nach­zu­den­ken, wie man wie­der zu dem Punkt zurück fin­det, den man mal inne hat­te. In den 80er und 90er, wo man nicht­mal den Namen der aktu­el­len Politiker kann­te. Die waren unge­fähr so inter­es­sant wie Windows1.0. Aber wo man die Telefonnummern der ört­li­chen Mailbox feh­ler­frei sofort nach dem Wecken und mit min­de­stens 2 Promille Restalkohol auf­sa­gen konnte. 

    Sprich, wo man wuss­te was sein Handwerkszeug sein muss und wo man sich bes­ser raus­hält weil man davon nichts ver­steht und es auch gar­nicht ver­ste­hen will.

  9. Danke, ein sehr ehr­li­ches Post. Mir ist das letz­tes Jahr äußerst unan­ge­nehm auf­ge­fal­len und ich habe erst­mal die Keynote nicht ange­schaut. Der CCC soll­te bei sei­ner Kernkompetenz blei­ben. Der Kommentar von erd­geist ist abso­lut unpassend.

  10. Zu einem Markt vol­ler Eitelkeiten sind die Jungs und Mädels vom CCC gewor­den. Angepasstheit und abso­lu­te poli­ti­sche kor­rekt­heit sind der neue Maßstab.
    Man erin­ne­re sich noch an fofo’s „Adelung“ als er zum Hacker Congress in die USA „hin­ge­jet­et“ wur­de, ohje.
    Jawohlja, end­lich im (ehe­mals ver­hass­ten) Establischment ange­kom­men, jetzt gilt es nur noch sei­ne eige­nen Pfründe zu sichern. Wie es die Vorbilder in der Politik vor­ma­chen, klas­se, bravo. 

    Danke für dei­ne offe­nen Worte, die es lei­der immer sel­te­ner gibt. 

    p.s. gibts die Keynotesprecherin vom 32C3 wirk­lich? oder ist das nur eine Kunstfigur die erschaf­fen wurde?

  11. Ich war die­ses Jahr auf der IT-Defense in Mainz. War irgend­wie voll­kom­men Gutmenschen- und SJW-frei. 2017 fin­det die­se in Berlin statt. Vielleicht wäre das etwas?

    • Ich fra­ge mich ja immer, wie so ein Treffen rei­ner Schlechtmenschen aussieht.…zur Begrüßung erst­mal ein paar in die Fresse und dann ordent­lich über die, die nicht dabei sein können/dürfen, ablästern?
      Weiß auch nicht, ob auf der IT-Defense nicht zumin­dest ein paar Okmenschen dabei sind…vielleicht sogar ein paar, die hin und wie­der was gutes tun? man weiß es nicht…
      aber stimmt schon, eini­ge der Referenten erwecken zumin­dest schon den Eindruck, ger­ne ihren Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen.

  12. Vielleicht ganz blö­de, aber ernst­ge­mein­te Frage: Wie wer­den die Chaos Communication Congresse eigent­lich in den letz­ten Jahren finanziert?

      • Naja, sowas in der Richtung war auch mein Gedanke, aber es wäre schön, da Klarheit zu bekom­men. Wobei: Wenn tat­säch­lich was in der Richtung läuft, wer­den die sich wahr­schein­lich gro­ße Mühe geben, die Geldflüsse zu ver­schlei­ern. Nichts Genaues weiß man nicht…

  13. Ach Du hei­li­ge Scheisse.

    Habe mir gera­de mal die Keynote ange­schaut und mal etwas recher­chiert. War wohl echt nicht auf dem laufenden.

    Was soll ich sagen. Die Nummer is‘ durch Leute, der CCC ist prak­tisch Geschichte :(

  14. Was ich mich schon seit gerau­mer Zeit fra­ge: Wo steht eigent­lich geschrie­ben, dass man da eine Party mit n-zig­tau­send Besuchern fei­ern muss? Es wur­de oben bereits auf Quantität vs. Qualität hin­ge­wie­sen, aber das ein­zi­ge was ich dazu dann lese ist „was soll man denn sonst machen wenn da so vie­le kom­men“. Ähm, viel­leicht kei­ne Werbung? Vielleicht gera­de nicht „kom­met alle“ rufen? Oder ist das ein Naturgesetz, dass etwas nur gut ist, wenn es recht groß ist (jaja)? Ich fand das Bemühen um mög­lichst viel Zulauf in den letz­ten Jahren der­ma­ßen auf­fäl­lig, dass ein „Naturgewalt“-Argument jetzt schon einen komi­schen Eindruck weckt.
    Es geht mir nicht um Bashing, man kommt da ja auch schnell mal in einen Rausch, die­ses „zu etwas ganz gro­ßem gehö­ren“ usw. und das geschieht ja unbe­wusst und ist sicher bio­lo­gisch erklär­bar. Aber man soll­te spä­te­stens bei sich selbst mal den roten Alarmknopf drücken, wenn man Andere, die den eige­nen Standpunkt kri­ti­sie­ren und das auch noch sach­lich begrün­den kön­nen auf per­sön­li­cher Ebene angeht und/oder sach­fern dis­kre­di­tiert. Das sind bewähr­te tota­li­tä­re Praktiken und man soll­te sich zumin­dest dar­über im Klaren sein, dass das zumin­dest man­chen Konterrevolutionären dann auch so auffällt.

  15. Erstmal 100% Full ACK!

    Und dann lies dir bit­te mal https://events.ccc.de/congress/2013/wiki/Projects:Chaospatinnen durch. Ich weiß ja nicht wie sich das für dich liest: „Patensystem, um schüch­ter­ne Neulinge zum Congressbesuch zu ermun­tern.“ ich hab den Eindruck die Agenda dahin­ter ist eine völ­lig ande­re. :(

    Einen con­gress frü­her (29c3) war das mit den cree­per­cards… damit hat man den Hebel ange­setzt das der CCC angeb­lich eine sexi­sti­sche Dreckshöhle ist… der man nur bei­kom­men kann durch ordent­li­chen Schutz von Minderheiten… oh, und Überraschung, WIR bie­ten jetzt die­sen ja zufäl­lig Schutz für Neulinge an. :lol:

    Doch was mei­nen die­se Leute die von „schüch­ter­nen Neulingen“ reden? :? Schonmal pro­biert auch nur mit einer von die­sen Personen dar­über zu reden? Probier es mal! Und war­um ist das über­haupt ein Problem was die da tun? Tja, wer das anzwei­felt oder hin­ter­fragt, der bekommt die Breitseite der SJW-Underground-Power aus Berlin zu spüren.

    Aus mei­ner Sicht ist das Ding noch nicht ver­lo­ren. Einfach per Vereinsbeschluss raus­wer­fen und gut!

    Full ACK! Full ACK! Full ACK! Full ACK!

    • Per Vereinsbeschluss raus­wer­fen wird schwie­rig, mit wel­cher Begründung.

      Die Presse wür­de den CCC in jedem Falle kom­plett verreissen.

      Meiner Meinung nach hät­ten bestimm­te Leute nicht in bestimm­te Positionen kön­nen dür­fen. Jetzt sit­zen da halt kei­ne Hacker mehr.

      Vielleicht könn­te man das Ruder noch her­um­rei­ssen, indem man dafür sorgt, dass sämt­li­che Entscheidungen nur von Leuten getrof­fen wer­den dür­fen, die wirk­lich Hacker sind. 

      Keine „Publikation“ (und zwar was „rich­ti­ges“, was wirk­lich nur ein Hackergehirn hin­kriegt), kein Mitspracherecht, ganz ein­fach. Damit soll­te man die SJWs eigent­lich zu 100% fil­tern können.

  16. Ich finds ja süß wie sich hier das Klischee empört. Der typi­sche mit­tel­al­te It-bera­ter Name empört sich hier vor dem Fremden.
    Also mich haben damals ja die Offenheit für neu­es und das Interesse an ver­schie­de­nen Perspektiven, zusätz­lich zum tech­ni­schem inter­es­se in die IT getrie­ben. Nur um dann zu sehen das auch hier die alten - wenn nicht sogar Babyboomer - ihren alten Quatsch verbreiten. 

    Was ich an eurer Angst nicht ver­ste­he ist die feh­len­de Selbstreflexion über Mittel und Aussagen. Jeder darf auch mal kru­de Thesen ver­tre­ten, aber man muss doch mal anfan­gen nach rechts und links zu schau­en und sich Fragen über die eige­nen Thesen stel­len und wenn man dann drauf kommt, oh mei­ne Peergroup in der oder der Frage ähnelt mir aber sehr, dann doch mal anfan­gen sich selbst in Frage zu stellen.

    Will hei­ßen wenn sich hier nur Thorstens, Jochens, Stefans und Peters empö­ren triff­ts ja die rich­ti­gen wei­ßen alten Männer. Beschäftigt euch doch bit­te ein­mal mit Thesen anstatt Schutzreflexen. Danke.

    Hin: vor Empörung: das heißt nicht das Kritik ille­gi­tim wird, son­dern das man sei­nen eige­nen Standpunkt auf Einseitigkeit über­prü­fen sollte.

    • „Weiße mit­tel­al­te Männer“? Also die, die den CCC gegrün­det, auf­ge­baut und gefe­stigt haben? Ich verstehe.

      Ist die eige­ne Meinung weni­ger wert, weil man die fal­sche Hautfarbe, das fal­sche Geschlecht, das fal­sche Alter hat? Ist auto­ma­tisch das Gegenteil richtig?

      Check‘ mal dei­ne Privilegien, ey.

      • Bitte lies nochmal.
        Hab viel­leicht auch schlecht defi­niert, rede­te nicht nur vom ccc son­dern all­ge­mein der it welt, ist natür­lich teil­wei­se deckungsgleich.
        Soll ich auf das hat den ccc auf­ge­baut ein­ge­hen oder magst du dir die zusam­men­hän­ge selbst erklä­ren. Hängt mit Zeit, Gesellschaftlicher Stellung und you name it Privilegien zusam­men. Weil Zeit und Geld sowas auf­zu­bau­en und über­haupt beschäf­ti­gung mit die­sen the­men vor 30 jahren.

        Und: Es geht gar nicht dar­um das alte wei­ße Männer nichts mehr dür­fen sol­len, son­dern das dei­ne Thesen nur von alten wei­ßen Männern ver­tre­ten wird. Was es nicht falsch machen muss, aber man könn­te zumin­dest mal damit _anfangen_ dar­über nach­zu­den­ken war­um das so ist.

        • Ich bin nun nicht beson­ders alt. Allerdings kann ich durch­aus ver­ste­hen, dass die, die die gan­ze Arbeit ™ machen, es ungern sehen, wenn sie nicht wert­ge­schätzt wer­den, weil sie blö­der­wei­se einen Penis tragen.

          Der Troll in mir wür­de jetzt gern dar­über reden, was aus Yahoo und HP gewor­den ist, als sie zwi­schen­durch mal eine Frau ans Ruder gelas­sen haben, aber das wür­de ver­mut­lich die Situation nicht ent­span­nen. Fakt ist (eben­falls ™), dass die EDV prin­zi­pi­ell eher Männer anzieht - aus dem glei­chen Grund, wie­so in sozia­len Berufen über­mä­ßig vie­le Frauen aktiv sind. Das ist wahr­schein­lich nicht mal unbe­dingt gesell­schaft­lich bedingt.

        • Ich habe lei­der deut­lich mehr dis­kus­si­ons­be­rei­te „alte wei­ße Männer“ - sei es in der so genann­ten „IT-Welt“ als auch im so genann­ten „rea­len Leben“ - getrof­fen, als unter den gan­zen selbst­er­nann­ten „Change“ als Selbstzweck fei­ern­den Hütern von Toleranz und Inklusion. Als alter, IMO nicht zwin­gend wei­ßer und männ­li­cher Mensch ver­fügt man nun mal mit eini­ger Wahrscheinlichkeit über etwas mehr an Erfahrung und im Idealfall auch über die Fähigkeit, aus Erfahrungen abstrak­te, gene­ri­sche Schlüsse zu zie­hen, die bei der Meinungsbildung meist von prak­ti­schem Vorteil sind. Dass als Gegenpol bei den mei­sten Angst vor Unbekanntem oder auch ein­fach um die eige­nen (meist küm­mer­li­chen) Pfründe dazu kommt, trifft unbe­strit­ten zu und dass feh­len­de Diskurskompetenz eine eigent­lich gut gemein­te Warnung vor bereits erleb­ten ähn­li­chen Entwicklungen oft in restrik­tiv-ableh­nen­de pro­ak­ti­ve Defensivaggression mün­den lässt, ist eine der unschö­nen Seite dar­an. Ich ken­ne auch durch­aus eini­ge nicht­al­te Menschen jeder Hautfarbe und Orientierung, die in der Lage sind, Argumente sach­lich und los­ge­löst von Person, „Moral“ und „gutem Willen“ zu betrach­ten und zu dis­ku­tie­ren oder auch ein­fach ein­zu­se­hen, dass „rich­tig“ und „falsch“ (oder „gut“ und „böse“) über­haupt nur funk­tio­nie­ren, wenn man sich vor­her einig über Kontext und Zielsetzung ist. Aber das sind eben zwangs­läu­fig nicht die mei­sten, weil es nun mal eine Frage von Erfahrung oder wenig­stens Übung (gele­gent­lich auch des Talents, mei­net­we­gen) ist.

          Was mich end­los ankotzt an die­sem ewig wie­der­keh­ren­den Gezicke, ist, dass man dar­aus eben genau doch mun­ter Fronten auf­baut und Grabenkriege führt, anstatt sich mal hin­zu­set­zen, ein­zu­se­hen dass nicht jeder immer das glei­che gut und rich­tig fin­den kann und dafür viel­leicht sogar gute Gründe hat und sich dann mal anzu­hö­ren, was die­se Gründe sind und wie die oben genann­te Zielsetzung aus­sieht. Und man sich dann mal über­legt, wie man - gele­gent­lich gute - neue Ideen mit end­los vor­han­de­nem Erfahrungswissen sinn­voll und zu einem wenig­stens teil­wei­sen Nutzen mög­lichst vie­ler machen kann.

          DAS wäre „Hackerethik“. Alles ande­re ist bil­li­ges Positionieren für die eige­ne Agenda oder auch ein­fach nur Zeitvertreib à la RPG. Wenn das natür­lich das klein­ste gemein­sa­me Ziel ist, dann ist es halt so, und dann ist eigent­lich alles gut, aber dann soll­te man wenig­stens dazu stehen.

          Um auch etwas erfreu­li­ches dar­aus abzu­lei­ten: Der Verein hat sei­nen ersten Eltern-Kind-Konflikt, und dafür wur­de es mit 35 rein sta­ti­stisch höch­ste Zeit. Alles Gute zum her­an­wach­sen­den Kind, Verein!

          Tschuldigung.

        • Kleiner Hinweis: Die böhsen Häcker defi­nie­ren sich eben nicht als alte wei­ße Männer. Dort zählt Können. Du kannst ein lila trans­se­xu­el­ler dreibei­ni­ger Hund vom Mars sein - es juckt kei­nen, solan­ge Du im Kung Fu was drauf hast. On the Internet nobo­dy knows you­re a dog.
          Und genau daher kom­men die Vorwürfe und Klassifikationen als alter wei­ßer Mann: von Leuten, die nix kön­nen und als Qualifikation eben nur die ganz beson­de­re Schneeflocke anzu­bie­ten haben, die aber eben trotz­dem ver­su­chen, in Macht- und höhe­re Leitungspositionen zu kom­men (um den eige­nen Nutzen zu mehren).

          btw: wie wärs mit einem Trollvortrag? „Flirten - eine Methode zum Hacken pri­mä­rer weib­li­cher Geschlchtsmerkmale mit anschlie­ßen­dem pene­tra­ti­on test“? Die SJWs wür­den toben.

  17. Jedes Jahr wer­den Platz und freie Eintrittskarten knapper

    Vor 5 Jahren gab es 5.000 Plätze auf dem Kongress, heu­te sind die Hölfte der Karten fest an Engel u.ä. ver­ge­ben und wir haben trotz­dem noch mehr freie Plätze als damals(frei nach Logbuch:Netzpolitik 202)

    als stell­te jemand, der die Hackerethik ver­stan­den hat, des­sen Gefährlichkeit in Frage

    Dann braucht es ja auch kei­ne Vorträge mehr über Geheimdienstüberwachung, Sicherheitslücken uvm., jeder rich­ti­ge Hacker ist sich ja der Gefährlichkeit des­sen bewusst, oder wie?

    Ich könn­te wei­ter­ma­chen aber die­ses Postgender und nicht Links, nicht Rechts son­dern Vorne hab ich schon zu oft hören müs­sen um mich nicht drü­ber auf­zu­re­gen m(

    • Sicherheitslücken sind aus Hackersicht deut­lich inter­es­san­ter als Geschlechterfoo. Es sei denn, man ist einem kru­den Sexismus, der Wert und damit Hilfsbedürftigkeit einer Person an „Penis“ oder „kein Penis“ fest­macht, gefan­gen, was dann natür­lich scha­de ist. Ein Mensch soll­te danach beur­teilt wer­den, was er tut. Von der Gesellschaft eben­so wie vom Einzelnen. Und ja, das ist post­gen­der, und nein, das ist kei­nes­wegs regres­siv, son­dern in einer Zeit, in der das bio­lo­gi­sche und sozia­le Geschlecht (wtf ist ein sozia­les Geschlecht?!) von einer erschreckend lau­ten Minderheit für eine Verschwörungstheorie vom wei­ßen Mann gehal­ten wird, sogar ziem­lich nah am Zeitgeist.

      Nächster Schritt: Postpolitik. Das klas­si­sche poli­ti­sche System ist auf eine digi­ta­li­sier­te, glo­ba­li­sier­te Welt ein­fach nicht mehr sinn­voll anwendbar.
      Könnte mal wer eine Partei gründen…

      Was die frei­en Plätze anbe­langt: Danke für die Zahlen, ich kann­te die nicht.

  18. Anonymous:
    Willkommen in der bun­ten SJW Welt die kei­ne ande­ren Meinungen mehr zulässt und am Ende die kur­ze Periode der Menschheit, in der man sich bil­det und was liest, als Diskriminierung gegen unge­bil­de­te ansieht. Entweder wei­ter mit­ma­chen und sei­nen Intellekt anpas­sen oder aussteigen. 

    Willkommen in der bun­ten SJW Welt der bor­nier­ten Althacker, die kei­ne ande­ren Meinungen mehr zulässt. Merkste selbst, nicht? Die Welt halt sich gewan­delt und die Ethik, die hin­ter dem Hackertum steht, muss sich eben­so weiterentwickeln.

  19. Was für ein sel­ten bescheu­er­ter Beitrag. Was für ein sel­ten bescheu­er­ter Beitrag. Was für ein sel­ten bescheu­er­ter Beitrag. Was für ein sel­ten bescheu­er­ter Beitrag. Was für ein sel­ten bescheu­er­ter Beitrag. Sie sind, mit Verlaub, ein Arschloch.

  20. Ein Glück, dass die Rechten immer so däm­lich sind. Nicht aus­zu­den­ken, wenn da mal ein cha­ris­ma­ti­scher, schlau­er Führer käme. Was der für einen Schaden anrich­ten könnte!

    Erstens: Der Erdgeist ist eine Figur aus Goethes Faust.

    Zweitens: Die Keynote ist per Definition kein tech­ni­scher Talk. Außerdem ist die Keynote früh am mor­gen, wenn die „ech­ten Hacker“ eh noch schla­fen. Die ein­zi­gen zu der Zeit wachen Menschen sind Presse und „CCC-Kritiker“. Die idea­le Belegung für den Slot ist also etwas, das der Presse was zu schrei­ben gibt, das den Kritikern den Wind aus den Segeln nimmt, und bei dem „ech­te Hacker“ nichts tech­ni­sches ver­säu­men. Wenn ihr eure bei­den Hirnzellen mal anein­an­der­ge­rie­ben hät­tet, wäre euch selbst auf­ge­fal­len, dass das genau so gut ist, wie es gemacht wird.

    Drittens: Der Congress hat genau so vie­le gute Tech-Talks, wie gute Tech-Talks ein­ge­reicht wer­den. In man­chen Jahren (wie dem aktu­el­len, dem Vernehmen nach) hat der Congress sogar mehr gute Tech-Talks als es Slots gibt. Parallel-Legen ist Scheiße weil das Publikum dann rum­heult, zu früh ist Scheiße weil dann kei­ner wach ist, zu spät ist Scheiße weil das Publikum da Party machen will, zur Mittagszeit ist Scheiße weil die Leute dann essen gehen. Es gibt nicht so vie­le Slots, auf die man gute Tech-Talks legen kann. Und auf denen sind alle gute Tech-Talks. Seit vie­len Jahren.

    Mir per­sön­lich wäre es lie­ber, wenn ihr selbst­ge­rech­ten Heulsusen alle zuhau­se bleibt. Die tech­ni­schen Inhalte sind eh alle im Internet stream­bar und wer­den dort archi­viert. Beim Congress selbst geht es also nur noch um Prestige (das wollt ihr ja offen­sicht­lich nicht, sonst wür­det ihr mal pre­sti­ge­träch­ti­ge Vorträge ein­rei­chen und hier nicht in der Scheiße suh­len) und um zwi­schen­mensch­li­che Interaktion. Und nach euren Äußerungen hier (Soros? Srsly?) will die ganz sicher nie­mand auf dem Congress mit euch haben.

    Mich wür­de es wun­dern, wenn irgend­je­mand von euch jemals was erwäh­nens­wer­tes gehackt hät­te. Ihr wollt bloß gei­len Hackercontent auf dem Congress, damit ihr mit ande­rer Leute Ideen Coolness oder Skills vor­täu­schen könnt, die ihr nicht habt. Elende Leeches.

    Wie kommt ihr eigent­lich dar­auf, dass ihr über­haupt Zielgruppe von einem Hackercongress seid? Weil ihr ein gam­me­li­ges WordPress auf­ge­setzt gekriegt habt?! Bleibt bloß zuhau­se, ihr Idioten.

    :hitler:

    • Jo. Haben alle nix drauf, die Kritiker. Benutzen den Computer nur für YouTube und YouPorn. Immer. Alle. Weil, so’n rich­ti­ger Hacker benutzt kein WordPress (ist ja PHP, ist ja uncool) und schon gar nicht für so lang­wei­li­ges Gedöns, son­dern bloggt gefäl­ligst in sei­nem hand­ge­lö­te­ten und selbst­ver­ständ­lich ein­zi­gen ANSI-C-Blog (ach­was: Rust-Blog!) immer und aus­schließ­lich über sei­ne gei­len Hacks, min­de­stens drei pro Monat müs­sen es schon sein, sonst wird ihm vom CCC die Hackerlizenz ent­zo­gen. Ist doch bekannt.

      Dass man als 1337er Hacker Goethe (Faust) und Wedekind (Erdgeist) mit­ein­an­der ver­wech­selt, ist da nur halb so schlimm. Irgendwas mit Kultur eben. Echte Hacker müs­sen so was nicht wis­sen, um drü­ber reden zu kön­nen. Lol, die­se Idioten. Wissen nicht mal, was ein Erdgeist ist. Den gibt’s doch in Flaschen bei Edeka oder so. Logische Schlussfolgerung: Sind ein­deu­tig Rechte! (Nachtrag: Mein Fehler. Hat kei­ner gesehen!) 

      10/10, ger­ne wieder.

      (Den Herrn Soros muss­te ich gera­de selbst mal recher­chie­ren. Ja, schon recht obskur. Muss ich mich distan­zie­ren oder ist auch so klar, dass das nicht von mir kam? Weiß man heut­zu­ta­ge ja nie so genau.)

  21. Sauber Analysiert,

    es muss end­lich Schluss mit dem Quatsch sein, ich stim­me zu das Hass, Rechts, Links und Meinungsunterdrückung haben im CCC und Erfas nichts zu suchen und dür­fen auch nicht akzep­tiert wer­den. Aber wenn ich sehe es ein mei­nem Erfa und wie sich da die Antifa und SJW GesinnungsgenossInnen ein­ge­rich­tet haben und man auf­pas­sen muss wie man was sagt, weil man sonst direkt ohne nach­fra­ge in die Nazi, Genderhasser Ecke usw. gedrängt / gebrand­markt wird. 

    Es besteht im gro kei­ner­lei Meinungsfreiheit mehr, was dar­in gip­fel­te das vie­le Alt ver­dien­te Hacker und Aktivisten aus Erfas aus­ge­schie­den sind und dem CCC auch den Rücken gekehrt haben. Der Congress soll­te nur und aus­schließ­lich für HackerInnen sein und der Rest hat da nichts zu suchen egal ob Rechts, Links, Gender, Populismus, Asyl usw..

    Wenn sich jemand pri­vat dafür enga­giert, wie der Schreiber die­ser Zeilen und es Überschneidungen mit ande­ren Membern gibt, dann hat das außer­halb vom CCC und den Erfas zu geschehen.

    Und bevor der Shitstorm hier los geht, ich bin aus CCC Sicht Hacker und sonst bin ich Links, Bi, und BDSM’ler aber das außer­halb vom CCC!

  22. Nur mal so Interessehalber an die gan­zen ech­ten Hacker hier in den Kommentaren und den Blogbesitzer: Wo fin­de ich eure Congresstalks?

      • Ist schon wich­tig für die Entscheidung ob mans hier mit Leuten zu tun hat, die die Hackerszene vor­ran brin­gen und schon­mal was gemacht haben, oder ledig­lich kon­su­men­ten und Besucher des Kongress die ein wenig Dampfplauderei betreiben

        • Den Unterschied zwi­schen dem Voranbringen der Hackerszene und dem Quatschen auf dem Congress habe ich eigent­lich wort­reich auf­zu­zei­gen ver­sucht. Hat nicht geklappt? Das ist schade. 

          Unabhängig davon: Von mir selbst gibt es tat­säch­lich bis­lang kei­nen Vortrag in die­sem Rahmen (ich bin auch eher Tipper als Redner und mag es gar nicht so ger­ne, wenn mir zu vie­le Leute zuhören).

        • Naja, der „hall­way track“, also der Erfahrungsaustausch und das Hacken jen­seits der Bühne kann auch ziem­lich frucht­bar sein. Und man­che Leute mögen viel­leicht nicht gefilmt wer­den, und tra­gen des­halb nicht auf dem c3 vor, oder so.

          Ein guter c3-Talk ist ein Indikator für Kompetenz und den Willen sie zu tei­len, aber sicher nicht der einzige.

  23. Hacker! Macht wie­der eurer eige­nes Ding! Den CCC braucht nie­mand mehr. Gebt euch eine Verfassung, die ein Unterwandern durch SJWs, anti­fa-Faschisten etc. unmög­lich macht. Es ist eure Schwäche, dass ihr nicht poli­tisch denkt, des­halb haben euch die derb­sten poli­ti­schen Ideologien ein­fach ver­ein­nahmt. Und sie schwä­chen euch! Es gibt nicht weni­ge, die den gan­zen poli­ti­cal cor­rect­ness-Kram für eine per­fi­de Gleichschaltung hal­ten, eine Gleichschaltung, die euch den Geheimdiensten ausliefert.

    • Gebt euch eine Verfassung

      Bringt nichts, die Piraten hat­ten auch Postgender im Grundsatzprogramm und es hat ihnen nicht geholfen.

  24. Obwohl ich wahr­schein­lich nicht bei den Hardcore-Nerds mit­spie­len dürf­te und somit wohl einer der­je­ni­gen bin die dem Congress eigent­lich fern­blei­ben soll - vor­an ich mich aber nicht hal­te - kann ich die Grundtendenz des Beitrags schon ver­ste­hen. Auch mich rei­zen die com­pu­ter­na­hen Vorträge und Assemblies in der Regel mehr, und da der dies­jäh­ri­ge Halfnarp zu gut 50% mit Security, Hardware und CCC gefüllt ist, ist genug dabei. Die bewun­derns­wer­te Kreativität und Intelligenz gepaart mit Detailverliebtheit und Nerdtum die beim Ausreizen von bestehen­den Systemen, Überlisten und Umgehen von Sicherheits- und Kontrollmechanismen in den Vorträgen gezeigt wird ist immer wie­der beeindruckend.

    Aber ohne Ausrichtung wäre es doch nur tech­nik­ver­lieb­te Liebhaberei zum Selbstzweck. Hacker haben die Möglichkeit Dinge zu ermög­li­chen, die vie­le Andere nicht kön­nen. Das kann man jetzt für Likes in der eige­nen Peergroup machen, oder den Horizont erwei­tern und schau­en wel­che Auswirkungen mein Handeln haben könn­te. Und das war doch tat­säch­lich immer schon Intention des Clubs - eine gesamt­ge­sell­schaft­li­che Folgenabschätzung. Natürlich könn­te man ver­su­chen voll­kom­men neu­tral die­se Folgen zu benen­nen ohne jeg­li­chen Einfluss dar­auf neh­men zu wol­len. Aber will man das als Hacker, gra­de jetzt wo Computer ele­men­ta­re Bestandteil des all­täg­li­chen Lebens sind?
    Und wenn ich schon dabei bin eine gesell­schaft­li­che Entwicklung zu beein­flus­sen, dann doch eine pro­gres­si­ve. Und dazu gehö­ren nun mal inte­gra­ti­ve Bemühungen aller Gesellschaftsgruppen. Eine kon­ser­va­ti­ve Weltanschauung wider­spricht doch schon per Definition dem neu­gie­ri­gen und fort­schritts­trei­ben­den Naturell eines Hackers. 

    Passend zum letz­ten Congress-Motto „Gated Communities“ schot­tet man sich in sei­ner Technikverliebtheit ab, wie­der eine Filterbubble mehr die mich vor dem Links und Rechts um mich her­um abschot­tet. Verweilend im ver­meint­lich eli­tä­ren Hoodie-Hackertum ver­passt man vorm res­sour­cen­spa­ren­den Tiling-Window-Manager den Rest der Welt und wird obso­let - Schönen Gruß vom gan­zen Devuan-Team! 

    P.S.: Es ist fas­zi­nie­rend wie in den Kommentaren hier der Antifa oder SJW-Gesinnten die Anwesenheitsberechtigung abge­spro­chen wird um direkt sei­ne eige­ne „wer­te­kon­ser­va­ti­ve“ Agenda auf Plan zu brin­gen. Way to go.

    • > Gerade jetzt, wo Computer
      Ich ver­ste­he ja, dass das für junge/neue alles sehr über­wäl­ti­gend aus­sieht mit die­sem glo­ba­len Internetz und so wei­ter, aber die­ses „gera­de jetzt“ soll­test du schon anhand der Vereinsgeschichte etwas weni­ger auf­ge­wühlt sehen kön­nen. Ist nicht böse gemeint. Aber vor E-Datenverarbeitung hat­ten Menschen schon vor mehr als einem Jahrhundert die größ­ten Sorgen, die es je gab. Das mal als Beispiel für „aku­te Wahrnehmung“ vs. „abge­lei­te­tes struk­tu­rel­les Muster“ (eine wich­ti­ge Hackerkompetenz, IMO).

  25. Ich schla­ge vor, zukünf­ti­ge Vorträge in Maschinensprache zu hal­ten. Die Antifas soll­ten sich der­weil dar­an ver­su­chen, Programmcode poli­tisch kor­rekt zu schrei­ben - den die Quotenfrauen dann schön und gen­der­ge­recht for­ma­tie­ren können.

    MfG

  26. Erstens, es heißt Chaos Communication Congress und Kommunikation fin­det auf mehr als nur der Elektronischen Ebene statt, das soll­te sich die mimimi­mi Fraktion mal zu her­zen nehmen. 

    Ich habe eine Vermutung was das Problem mit div. Talks bei eini­gen Leuten ist, da wird man näm­lich aus der Filterblase raus geris­sen, man muss sich mit der unschö­nen Realität beschäf­ti­gen und ein­se­hen das eini­ge Probleme auch mit der eige­nen Unfähigkeit und Ignoranz zu tun haben.

    Das es Menschen gibt die mit der Antifa gebro­chen oder Schwierigkeiten haben ist ver­ständ­lich und soll­te akzep­tiert wer­den, aber Sie ist immer noch bes­ser als ein Vertreter aus dem stramm rech­ten Spektrum. Und manch­mal hilft es auch ein­fach mit den Leuten ein­fach zu reden jen­seits jeg­li­cher Ideologien. 

    Zu den ange­spro­che­nen SJW die leben wie Ihre Gegner in einer genau­so beschis­se­nen Filterblase und es herrscht lei­der mehr Dissens als Konsens auch inner­halb der Gruppierungen und das liegt an der man­geln­den Kommunikation, also seht den Congress als eine Chance und nicht als ein Kriegsschauplatz der Eitelkeiten und der eige­nen Borniertheit.

    Ach ja die lie­ben Geheimdienste / Bpol usw. die fin­det man lei­der irgend­wie auf jeder Veranstaltung rund um den Globus. Was kann man tun, wie soll man damit umge­hen? Tja, es gibt kein Allheilmittel gegen die­se Menschen und wer sich vor deren Karren span­nen lässt ist sel­ber Schuld.

    Also fin­det euch damit ab und wem es nicht passt kann ja zuhau­se blei­ben und den Leuten das Ticket über­las­sen die ein Interesse an der Kommunikation im gesam­ten Spektrum haben und mehr als nur die eige­nen Filterblase kennen.

    Ich Persönlich freue mich auf den Kongress um Leute zu tref­fen die ich lan­ge nicht gese­hen habe und eben­so um neue Kennen zuler­nen! Und für mich bedeu­tet der Kongress Vielfältigkeit, Respekt, Spaß am Gerät mit Gleichgesinnten jen­seits von Sexualität, Geschlecht, Kultur, Politik und Religion.

    Und zu letzt ein Vorschlag zur Güte, anstatt euch, Anonym, anzu­kacken ver­sucht es erst mal mit offe­ner, vor­be­halt­lo­ser und gesit­te­ter Kommunikation.

    • Das es Menschen gibt die mit der Antifa gebro­chen oder Schwierigkeiten haben ist ver­ständ­lich und soll­te akzep­tiert wer­den, aber Sie ist immer noch bes­ser als ein Vertreter aus dem stramm rech­ten Spektrum.

      Ist das denn die ein­zi­ge Alternative? 

      Mir scheint, man ist von der Selbstskepsis (wie­so haben wir so weni­ge Frauen hier, so weni­ge Schwarze, so weni­ge beken­nen­de Moslems) in einen Schuldkomplex verfallen. 

      Sinnvoll wäre es, Workshops zu grün­den, die sich auf die Suche nach den glä­ser­nen Decken im CCC machen. Die müs­sen sich doch fin­den lassen! 

      Ich fin­de es ja rich­tig zu fra­gen, ob man Minderheiten aus­grenzt, aber wenn die Antwort nein ist, dann ist sie eben nein. Wenn kei­ne Diskriminierung bei der Einreichung von Papers statt­fin­det, son­dern man­che Gruppen unter­re­prä­sen­tiert sind, dann ist es nicht hilf­reich Quoten einzuführen. 

      Vortragende sind nicht Vertreter ihrer Hautfarbe, ihres Geschlechts, ihrer Nationalität, ihrer Gewichtsklasse oder ihrer Essgewohnheiten und die mei­sten wol­len auch nicht so gese­hen werden.

    • Endlich mal ein Beitrag, der das wich­tig­ste auf den Punkt bringt und nicht nur ver­sucht sei­nen eige­nen Standpunkt durch­zu­pau­ken. Das Aushalten auch von der eige­nen abwei­chen­den ande­ren Meinungen soll­te wie­der Einzug in die Gesellschaft fin­den. Dazu gehö­ren auch Hacker.
      Open your mind.

  27. Jetzt freu ich mich noch mehr beim letz­ten Congress in Berlin ein Ticket ergat­tert zu haben obwohl ich eigent­lich gar kei­nen Anspruch gehabt haben soll­te. Wollt ihr lie­ber unver­stan­de­ne Wesen blei­ben die ihr Ding machen anstatt der übri­gen Welt einen Einblick in eure zu gewäh­ren? Ich bin so glück­lich als „nicht IT-ler“ beim Congress zu hel­fen und neue Leute ken­nen zu ler­nen. Für mich ist es wie Zauberei deren Tricks ger­ne erklärt wer­den. Wenn ihr da kei­ne Lust drauf hab, grün­det doch euer „alt­nerd assem­bly“ in wel­ches man nur darf wenn man flie­ßend binär spricht und guckt dann wie viel Spaß ihr noch habt. Computer sind in der Gesellschaft ange­kom­men und der krea­ti­ve Umgang mit Technik soll­te dies in mei­nen Augen auch, denn jeder Mensch ist krea­tiv, wenn man ihn nur lässt.Jehova! Jehova! PS. Ich Teile nicht die Meinung des Autors, mag aber den SENFOMATEN! sehr

    • „Computer sind in der Gesellschaft ange­kom­men und der krea­ti­ve Umgang mit Technik soll­te dies in mei­nen Augen auch…“

      Warum sehe ich jetzt (mit Blümchen) bemal­te Bildschirme vor mei­nem gei­sti­gen Auge? Wer IT in 2016 noch immer für Zauberei hält hat den Anschluss nicht nur ver­passt, son­dern auch kei­ne Schnittstelle, die auf Fachtagungen ange­spro­chen wer­den könn­te - Catering mal ausgenommen.

      MfG

    • Computer sind in der Gesellschaft ange­kom­men, aber kei­nes­wegs in der von uns gewünsch­ten Form. Ich nen­ne das gern die Zwei-Internet-Theorie: Es gibt immer noch „uns“ - wir sind mehr oder weni­ger krea­tiv, indem wir Dinge ins Internet rein­pro­gram­mie­ren -, es gibt jetzt aber zusätz­lich „die“, die bloß kon­su­mie­ren, you­tuben, twit­tern, face­boo­ken, höch­stens mal blog­gen zwi­schen­durch, obwohl Bloggen ja schon wie­der out ist. Früher hät­ten die statt­des­sen fern­ge­se­hen. Es sind mehr Leute als frü­her mit einem Computer unter­wegs, davon sind es aber noch längst nicht mehr von „uns“. Das ist ja das Problem.

      Zum Senfomaten: Danke. Hatte ich irgend­wann mal von hier adap­tiert, aller­dings in der ersten Version (die zwei­te gefiel mir nicht), und ein biss­chen geändert.

    • Ich bin so glück­lich als „nicht IT-ler“ beim Congress zu hel­fen und neue Leute ken­nen zu ler­nen. Für mich ist es wie Zauberei deren Tricks ger­ne erklärt werden.

      So wür­de ich das nicht auf­fas­sen. Es geht viel mehr daurm dass das „erklä­ren“ der „Zauberei“ immer mehr mit bspw. Gender-Vorträgen gefüllt wird, ein einem sowie­so sehr knap­pen Zeitplan.
      Das also nicht Leute wie du geför­dert wer­den, wel­che ger­ne mehr über das dahin­ter wis­sen wol­len (denn die IT ist groß genug, dass jeder IT’ler über die „Zauberei“ der Anderen stau­nen kann). Damit zieht man näm­lich eben jene „CeBIT’ler“ an, wel­che genau­so eine poli­ti­sche Talkschau im Fr. Abend Programm anschau­en könnten.
      Meiner Meinung nach.

  28. Mein Hackerspace ist kein Erfa. Das liegt dar­an, dass wir als Hackerspace unpo­li­tisch sein wol­len und dass vie­le unse­rer Mitglieder den CCC als sehr poli­tisch ein­stu­fen. Sie wol­len auf dem Papier nichts mit dem CCC zu tun haben, um nicht in eine poli­ti­sche Schublade gesteckt zu werden.

    Es ist nicht so, dass wir uns ganz vom CCC abschot­ten. Zu jedem Kongress sind ein paar von uns anwe­send. Aber wir wol­len uns nicht unter die Flagge des CCC stellen.

    Ich fin­de es sehr scha­de, dass Hacker, die unpo­li­tisch oder nicht-links sein wol­len vom CCClub aus­ge­grenzt sind¹.

    Nun noch ein paar Informationen zu mir (scheint ja rele­vant zu sein): weiß, männ­li­ch², 20-30 Jahre alt, mag Rust, ANSI C, Python und Monty-Python, abge­schlos­se­nes Uni-Studium der Informatik (ohne „Medien-“, „Wirtschafts-“ oder sonst­was), poli­tisch ein wenig links…

    ¹ „sind“, nicht „wer­den“: Ich unter­stel­le dem CCClub kei­ne Absicht.
    ² Jehova! Jehova! 

  29. Na das hört sich ja so an als wür­de die Five Eyes Alliance und der mili­tä­risch Industrielle Komplex dahin­ter gan­ze Arbeit beim CCC leisten.

  30. Nachdem ich den gan­zen Senf hier gele­sen habe (was mich stel­len­wei­se recht gut bespasst hat), will ich dann auch mei­nen Senf dazugeben…

    Das Problem um das es hier geht ist wohl fol­gen­des: Eine Gruppe ver­tritt den Standpunkt „back to da rootz“, also hacken und son­sti­ge Themen rund um tech­nik und pc,…

    Die ande­re Gruppe sieht das Heil mehr in einem „full take“ „glo­bal respon­se“ Ansatz.

    Ohne da jetzt eine fina­le Antwort dar­auf zu haben, soll­te man sich ein­fach vor Augen füh­ren, was am Ende der bei­den Möglichkeiten her­aus­kom­men könnte/wird.

    Soll der CCC am Ende eine Art Usenet sein mit alt.blümchen.gender.mit/ohne.Schwanz.Vertretung und allen ande­ren Variationen of it, also nur ein gro­ßer bun­ter Kasten in dem man alle Variationen und Geschmäcker fin­den kann, die aber unter­ein­an­der nicht all­zu­viel gemein­sam geshwei­ge denn kon­takt haben, ausser das alt. (bzw. in die­sem Fall das CCC) im Namen ?

    Soll man sich als Interessenvertretung aller mög­lichst breit auf­stel­len ? (und wenn ja, warum ?)

    Oder bleibt man sei­nen Grundsätzen und Basics treu und ver­bleibt das Sprachrohr der Hacker, Tech-Freaks und son­sti­gen IT-Nerds ?

    Das soll­te man viel­eicht auf Club-Ebene abstimmen… 

    Meine Preferenz liegt auf letz­te­rem… weil ich als Ü40 zu oft erlebt habe, was dabei her­aus­kommt wenn man ver­sucht ne eier­le­gen­de Wollmilchsau zu erschaffen

    (z.B. sowas wie Windoof. Gut für die nicht-den­ken­de/hacken­de Masse, aber schlecht für Security und Privacy)…

    Wer Blümchen und Gender Plüsch und son­sti­gen Post-Shit will soll­te zu Greenpace oder was­weis­sich wech­seln… und wer mit Polit-kacke machen will soll­te ne Partei gründen.

    Aber das sind mei­ner Meinung nach alles kei­ne Themen für einen Chaos Computer Club !

    Freue mich trotz­dem auf den Congess und Non-IT Themen kann man durch Verzicht durch­aus ausblenden ;-)

    Saludos !

    • > Soll der CCC am Ende eine Art gro­ßer bun­ter Kasten in dem man alle Variationen und Geschmäcker fin­den kann [sein?]
      Da spricht ja erst mal nichts gegen. Wie du selbst schreibst, kann man das ja fil­tern, was inzwi­schen nun­mal auch zum grund­le­gen­den Handwerkszeug gehört, ob man will oder nicht. Wichtig wäre dann nur, dass Herausgefilterte nicht alle drei Minuten rum­heu­len, wenn jemand von die­sem sou­ve­rä­nen Recht gebraucht macht. Und da sehe ich ehr­lich gesagt die größ­te Baustelle. Aus dem Recht auf Meinungs- und -äuße­rungs­frei­heit auch noch eines auf Aufmerksamkeit kon­stru­ie­ren zu wol­len, ist ziem­lich en vogue, und auch ziem­lich realitätsfern.

  31. Macht mal ruhig eure eige­ne CCC-AfD auf. Wir lachen dann in fünf Jahren dar­über wie heu­te über die PIRATEN.

  32. dan­ke für die­se (ent­ge­gen des Banners) sehr fun­diert unter­mau­er­te Meinung, bis­her beob­ach­te ich die­se Diskussion noch aus der Ferne, wer weiß..

  33. +1

    @_Rheinland_: Das es Menschen gibt die mit der Antifa gebro­chen oder Schwierigkeiten haben ist ver­ständ­lich und soll­te akzep­tiert wer­den, aber Sie ist immer noch bes­ser als ein Vertreter aus dem stramm rech­ten Spektrum. Und manch­mal hilft es auch ein­fach mit den Leuten ein­fach zu reden jen­seits jeg­li­cher Ideologien. 

    Falls nur eine Charakterisierung nach „immer noch bes­ser“ erfolgt, koenn­te man auch ueber­le­gen, statt­des­sen die Zeugen Jehovas
    ein­zu­la­den. Von denen hoert man im Gegensatz zur Antifa aeu­sserst sel­ten, dass sie Autos anzu­en­den oder sich mit der Polizei pruegeln.

    Bezueglich des Vorwurfes, dass die Leute, die hier Kritik am neu­en xxxC3 Stil aeu­ssern, nie­mals selbt etwas bei­getra­gen haetten,
    moech­te ich auf die­se Einschaetzung von Harald Welte zum 29C3 (ich erin­ne­re mich, dass er sich an ande­rer Stelle noch wei­ter­fueh­ren­der aues­ser­te, ev. aller­dings zu ande­ren xxxC3s) hinweisen:
    http://laforge.gnumonks.org/blog/20121218-29c3/

    Auch ich kann dem Autor Tux nur zustim­men. Der Stil hat sich stark geaen­dert und zahl­rei­che (nicht alle!) Teilnehmende, die ich ken­ne, sind zwar Mitglied in einem Hackerspace, haben aber nur noch peri­pher mit den Kernthemen (MINT Spezialisierung)
    zu tun (dafu­er um so mehr mit dem Einrichten von Safe Spaces, dem Verhindern von Body shaming und dem Aufdecken von Niedertraechtigkeiten des Patriarchats) oder agie­ren teil­wei­se auf einem recht rudi­men­tae­ren Level, der eher der ama­teur­haf­ten Hobbybastlerszene zuzu­rech­nen ist.
    Ich habe auch das Gefuehl, wie hier bereits in den Kommentaren geschrie­ben, wur­de, dass es einen Generationenkonflikt gibt.
    Die neue Generation (grob ca. < 30 Jahre) hat das Ruder ueber­nom­men. Fuer die­se ist „Hacker sein“ mehr­heit­lich ein cooles
    Accessoir, dass man durch sei­ne Erscheinung und sein Auftreten aus­lebt (moe­g­licht dicht ori­en­tiert an ste­reo­ty­pen Nerd-Charakteren), nicht durch sei­ne inti­me Beschaeftigung mit einem MINT-Aspekt und fuer die der xxxC3 nur ein­fach ein wei­te­res Festival (Motto hier: Cyberpunk) dar­stellt, wie das Wave-Gotik-Treffen oder das M’era Luna. Die Vortraege spie­len daher auch eine eher unter­ge­ord­ne­te Rolle oder wer­den vom die­sem Teil des Publikums nicht ver­stan­den. Es geht pri­ma­er dar­um, sich zu prae­sen­tie­ren und (sich) zu feiern.
    Aber ist das schlimm? Man kann sich daru­e­ber aer­gern oder der Atmosphaere der frue­he­ren Kongresse nachtrauern.
    Oder man kann es hin­neh­men, dass sich die Zeiten geaen­dert haben und man die Zeit zwi­schen Weihnachten und
    Silvester nun ander­wei­tig ver­brin­gen kann. Die oft­mals noch immer sehr guten Vortraege zu inter­es­sie­ren­den Themen
    (die­se die­nen ja vor allem auch den Vortragenden zur Sammlung von Prestige oder als Werbung, da sie sich nicht sel­ten mit ihren Themen inzwi­schen selbst­sta­en­dig gemacht haben oder dazu forschen/promovieren - so wird die hohe Qualitaet erreicht und genau des­we­gen ist es Bloedsinn, hier von den Kritikern zu for­dern, sie soll­ten doch selbst Themen ein­rei­chen- mein Forschungs-/Promotionsthema inter­es­siert dort eine ver­schwin­den­de Minderheit) kann man ja sehr bequem streamen.
    Mit den Vortragenden kann man auch auf ande­re Weise in Kontakt tre­ten und wenn der Bedarf wirk­lich besteht,
    wer­den sich alter­na­ti­ve klei­ne­re Konferenzen etablieren-
    So habe ich auch bei groes­se­ren Veranstaltungen von Hackerspaces sehr inter­es­san­te Leute ken­nen­ge­lernt- das ist erheblich
    ange­neh­mer als in der Anonymitaet eines Riesenkongresses mit den zahl­rei­chen „NPC“-Gaesten (wobei ich die Besucher der
    C3s zumin­dest als unge­wo­ehn­lich freund­lich erlebte).

    Fefe kom­men­tier­te das zu einem der letz­ten C3s so unge­fa­ehr mit: „wenn man kei­ne Aenderungen zulas­sen und nur die ganzen
    Hardcore-Nerds her­ein­las­sen wuer­de, koenn­te man auch gleich wie­der in das Eidelstaedter Buergerhaus ziehen.“
    - kei­ne schlech­te Idee :D

    Viele Gruesse und eine ent­spann­te Vorweihnachtszeit,
    weiss, maenn­lich, 34 Jahre, fett, haess­lich, EE/Physik

  34. L. Brent:
    So spricht ein ech­ter Hax0r. Amen!

    (Linda, 16, brü­nett, 188/60, egosexuell)

    Oh, mann, das ich das noch erle­ben darf…
    Eine ech­te Medusa, und dann noch eine dun­kel­wür­mi­ge! :o

    ..

  35. Ich fin­de den Beitrag zwei­späl­tig auf­zu­neh­men: Ja, der „Chaos Computer Club“ hat sich gewan­delt. Das ist kor­rekt. Aber sich dann hin­zu­stel­len und ein­fach eine Analyse zu prä­sen­tie­ren, um sich dann anschlie­ßend in den Kommentaren hier gegen­sei­tig zu fei­ern mit den lusti­gen Webkürzeln wie „Full Ack“ oder gleich „+1“ nebst dem Unwort SJW ist schon ein ganz eige­nes Geschmäckle. Klar: Ich könn­te jetzt auch sagen, wem der Schuh passt der zieht ihn sich auch an. Fühle ich mich per­sön­lich durch SJW belä­stigt? Nö, aber ich möch­te den­noch eine Lanze bre­chen denn es ist zu einem Oberbegriff für alles gesell­schaft­lich „nicht so gern Gesehene“ gewor­den. Und natür­lich möch­te man dann statt direk­ter Worte wie bei­spiels­wei­se „Vorteilsnahme“ oder „indi­vi­du­el­ler Kritik“ gleich das rich­ti­ge Totschlagargument her­vor­ho­len, ein Schubladendenken eta­blie­ren und somit eine kom­plett anony­me „Gruppierung“ abwat­schen. Dann sind „Andere“ natür­lich schuld, man selbst aber ist ja dann nur das Opfer der sog. bösen SJW. Ach ja: Und natür­lich ist Jeder gleich die­ser „Gruppierung“ zuge­hö­rig der Worte wie Empathie bei­spiels­wei­se in den Mund nimmt?! Denn auch Hacker kön­nen sich in einer Welt, wie der Unseren mei­nes Erachtens nicht ein­fach so kom­plett neu­tral aus der Affäre zie­hen. Andernfalls müss­te man direkt damit begin­nen sich selbst und die eige­ne poli­ti­sche Motivation in so man­cher Hinsicht zu hinterfragen.

    Was ich als Schlussfolgerung nun­mehr aus dem Beitrag hier mit­ge­nom­men habe: „Hackerkongress den Hackern, alle Anderen dür­fen nicht mit­spie­len!“ Ähm, ja: Tolle Idee? Nicht so wirk­lich. Es gäbe doch bestimmt ande­re Möglichkeiten wie bei­spiels­wei­se den Kongress allein als tech­ni­sches Ereignis wie­der zu cha­rak­te­ri­sie­ren und den­noch eine klei­ne Zweigveranstaltung zu ermög­li­chen, die sich mit den gesell­schaft­li­chen Auswirkungen befasst. In Zeiten zuneh­men­der Digitalisierung und etli­cher Smart-Gerätschaften ist auch der nor­ma­le Haushalt betrof­fen und inso­fern kann sich der Hacker nicht ein­fach wie­der im Zimmer ein­schlie­ßen, etwas Club Mate zu sich neh­men und sein näch­stes Ziel avi­sie­ren. Aber nun ja: Gott sei Dank ist das nur eine Meinung von Vielen! Kannst du ja ger­ne hier wei­ter pro­pa­gie­ren, wie du möch­test und so man­che Kommentatoren kön­nen das wie auch immer abfei­ern. Wenn ihr euch dann ein­mal dazu ent­schlos­sen habt aus die­ser Analysephase zu kom­men mit einem wirk­li­chen Gegenvorschlag, der mit­nich­ten nur den Ausschluss impli­ziert, sagt kurz Bescheid! ;)

      • Meine Güte, tux: Offen blei­ben für JEDEN inter­es­sier­ten Besucher? Oder möch­test du eine Einlasskontrolle und den Nachweis? „Mindestens eine gro­ße Programmklasse in den letz­ten 6 Monaten geschrie­ben und wei­sen Sie gleich­zei­tig auch ihre letz­te Schnittstelle aus, erstellt in den letz­ten 12 Monaten!“

        Dein Aufruf ist ja durch­aus kor­rekt, dein Appell eben­so. Aber ist man als „Hacker“ eben bes­ser und darf das Recht auf eine klei­ne, eige­ne Filterblase aka Kongress haben? Kann man machen, dann aber wird sich die Gesellschaft nie­mals auf­raf­fen und noch mehr Grenzen und Mauern blei­ben in den Köpfen bestehen. Genau dar­um geht es mir!

        • Ja, auch Hacker soll­ten das Recht dar­auf haben, mal unter sich zu blei­ben. Ist doch wie­der modern. Nennt sich „safe space“ und ist eigent­lich eine ziem­lich femi­ni­sti­sche Forderung. Warum soll­ten das nur ande­re haben?

          • Prima, so kön­nen wir ganz bestimmt Grenzen über­win­den für mehr Offenheit wer­ben. Tolle Idee: Wie wäre es damit dann ein­fach den Schlüssel zu neh­men, abzu­schlie­ßen und danach die­sen ein­fach weg­zu­wer­fen? Polemik, aber du gehst gar nicht auf mei­ne Argumentation ein son­dern ver­langst einen „Sonderstatus“ aus dem Grund, weil die­sen ja auch „Andere™“ (aka Feministen) für sich bean­spru­chen? Klasse, so wird das Argument bestimmt nach­voll­zieh­ba­rer. Gute … ähm Idee? Letzter Einwurf: Man soll­te sich selbst nicht so immens wich­tig neh­men denn es gibt noch Andere und genau dar­um soll­te es gehen. Grenzen über­win­den statt noch mehr zu spal­ten und so Tür und Tor für fal­sche Wertevorstellungen und üble Demagogie zu öff­nen. Der „Chaos Computer Club“ ver­sucht das zumin­dest wäh­rend dein Blogbeitrag zwar gute Einwürfe und kri­ti­sche Punkte auf­nimmt, den­noch aber hebelst du dich voll­ends mit dem „safe place“-Argument aus. Viel Spass dabei!

            • Richtig, es gibt ande­re. Und? Müssen die immer über­all „inte­griert“ wer­den? Gibt es ein Menschenrecht auf Dabeisein, auf Berücksichtigtwerden? Wenn du irgend­wo hin­kommst, erwar­test du dann, dass der jewei­li­ge Gastgeber sich nach dei­nen Interessen richtet?

              • Ist es denn wirk­lich schon so schlimm, dass du in den erfa Kreisen dei­ne Sprache gen­dern musst um mit dis­ku­tie­ren zu dür­fen? Mir gehen die gei­sti­gen Gesinnungsgenossen der Creeper-Card Aktion auch auf den Sack, aber so schlimm wie du das beschreibst, habe ich es zuletzt nicht wahr genom­men - und so unter Fefe Lesern macht man sich doch auch gern lustig über deren Fauxpässe und irren Thesen. Kann es sein, dass du da in Berlin wohnst, wo’s tat­säch­lich schlimm mit den SJWlern zuge­hen soll?

                @Antifa, Na ich dach­te du kennst die CCC Historie und Wau Hollands Gründergedanken. Der ist, wie oft genug auch tech­ni­sche Projekte(Siehe Steinis Dronen Flüchtlingsrettungsprojekt) nun­mal an Attribute geknüpft wie Wissen für jeden gleich frei zugän­gig machen usw. , sprich: die eher weni­ger im poli­ti­schen rech­ten Spektrum anzu­sie­deln sind. Und wenn man da nach Unterstützer sucht (sei es nur man­power als Anwender der Hacks für sol­che Aktionen), fin­det man ver­mut­lich unter den Antifa Leuten eher Hilfe als unter Pegida Leutchen. Mag etwas wei­ter her­ge­holt sein, ich kann mir aber gut vor­stel­len, dass man aus die­ser Ecke auch bes­ser an Erfahrungsaustausch zu Geheimdienstausspähereien ran­kommt oder für diver­se Aktionen des zivi­len Ungehorsams. Eine kon­struk­ti­ve Existenzberechtigung der Antifa auf dem Congress jedoch kann ich da natür­lich nicht brin­gen und spe­ku­lie­re ja über­wie­gend nur :P

                • Etwas muss nicht poli­tisch rechts sein, um nicht poli­tisch links zu sein. Verstehen vie­le nicht. Ich bin auch poli­tisch irgend­wo außer­halb von Spektren. Die Welt ist zu kom­pli­ziert für ein­fa­che Regeln. 

                  Freiheit ist vor allem ein libe­ra­ler Begriff. Ist die FDP eine lin­ke Partei?

  36. Ich sehe den CCC sowi­so nur als Daten - Reisebüro,
    als Event - Veranstalter.
    Als sehr guten Event - Veranstalter übrigens.
    Gehackt wird woan­ders, das war schon zu Tros’s Zeiten nicht anders.

    Dies ist jetzt nicht abwer­tend gemeint, bei der schie­ren Masse der
    Mitglieder des CCC, wo maxi­mal 3 Leuts die glei­che Meinung ver­tre­ten, ist
    auch nix ande­res möglich.

    ..

  37. Mensch, das ist ja rich­tig gro­ßes Kino…„Hacker“ beschwe­ren sich über das immer grö­ßer wer­den­de Interesse am Kongress. 

    „Das ist mein Spielzeug, ich mache zwar eine öffent­li­che Veranstaltung aber dann kom­men auch noch ande­re Menschen… und die Entwicklung im im sozia­len Umfeld,
    wel­che gera­de ein wenig mehr in den Fokus rückt, stört nur mei­ne klei­ne Spielwelt“…Leute, Leute, Leute…ach ja „und die böse Antifa (die mich immer und auch immer haut) wird offi­zi­ell eingeladen…da kann ich ja gar nicht mehr mei­nen nationale/homophobe Meinung in Ruhe wei­ter ver­brei­ten und für den Ausschluss von Minderheiten sorgen“.

    Da braucht es wohl einen schö­nen natio­na­li­sti­schen Kongress für alle, denen die­se neue Sichtweise, in der ein­fach mal über den Tellerrand geguckt wird, schön aus­ge­blen­det wer­den kann.

    Ach ja, und Compiler…pppfff…das macht bei mir als super Hacker Siri von ganz allei­ne… :irre:

    • da kann ich ja gar nicht mehr mei­nen nationale/homophobe Meinung in Ruhe wei­ter ver­brei­ten und für den Ausschluss von Minderheiten sorgen

      Idiot.

  38. Hi,

    ich habe jetzt Erdgeists und tux Artikel (und die Kommentare) gele­sen und bin erstaunt, dass es für Viele nur ein Entweder-Oder zu geben scheint. Mein erster Eindruck beim Erscheinen der Vortragsliste war auch „biss­chen wenig Hacking die­ses Jahr“. Ein ech­tes Problem ist das IMHO aber nur, wenn die Nicht-Hacking-Vorträge den Hacking-Vorträgen Slots weg­neh­men. Ob das so ist weiss ich nicht. Ich bin aber ganz ehr­lich: ab und zu möch­te ich ger­ne mal alles Andere aus­blen­den und nur über Technik nach­den­ken. Egoistisch? Ja. Ich betrach­te das aber als Selbstschutz, da sonst mein Zynismuslevel ins Unermessliche steigt.
    Dieses Jahr las­se ich den Kongress aus, weil mei­ne Batterie leer ist. Im näch­sten Jahr gehe ich ver­mut­lich wie­der hin (der Nachwuchs beginnt Interesse zu zei­gen) Dann ist der Mix an Vorträgen wie­der bes­ser, da sie dann viel­leicht auch mal was Politisches (auf Deutsch) hören. Aber sie sol­len eben auch Spass an Technik haben. So sind die Ziele eben unter­schied­lich. Und wenn mir Vorträge nicht gefal­len, dann gehe ich eben nicht hin. Aber ich las­se mir kein schlech­tes Gewissen wegen angeb­li­chem Desinteresse einreden.
    Und mal ganz ehr­lich: die Vorträge kann ich mir *alle* spä­ter anschau­en. Mehr Workshops fän­de ich eh bes­ser;-) [und Keynotes las­se ich bei so ziem­lich jeder Konferenz aus, ob tech­nisch oder nicht]

    Die Wahrheit liegt (IMHO) also irgend­wo in der Mitte…

    Schauen wir uns doch mal die Fakten an:

    Gesamt: 150 Vorträge

    Science: 17
    CCC: 12
    Art & Culture: 14
    Security: 37
    Space: 6
    Ethics, Society & Politics: 42
    Hardware & Making: 17
    Entertainment: 5

    Und bei „Ethics…“ sind eini­ge Vorträge dabei, die sich um tech­ni­sche Themen dre­hen (Software defi­ned Emissions, Law Enforcement are hacking the pla­net, Geolocation…, Berechnete Welt). Sieht also gar nicht so schlecht aus.

    Fazit: Situation im Auge behal­ten; aber kein Grund zur Panik;-)

    PS: da das eini­gen Leuten wich­tig ist: 52 Jahre alt, IT-Berater, weiss, hete­ro­se­xu­ell. Ob ich ein „ech­ter“ Hacker bin, sol­len ande­re beur­tei­len. Und nein, ich habe bis­her kei­nen Vortrag ein­ge­reicht. Aber viel­leicht im näch­sten Jahr…

    • Wenn „Security“ weni­ger Vorträge als „Ethics, Society & Politics“ hat, dann ist das nur noch mit ordent­lich Zynismus als Hackerkonferenz zu ver­ste­hen. Ansonsten habe ich mitt­ler­wei­le durch­aus schon Kenntnis eini­ger abge­lehn­ter Vorträge erlangt und bin kei­nes­wegs begei­ster­ter als vorher.

      • Das sit jetzt eine mög­li­che Definition von „Hackerkonferenz“. Sofern du dar­un­ter eine Technikkonferenz ver­stehst, gebe ich dir Recht. Aber ich habe den CCC immer als Verein ver­stan­den, der sich auch mit den Folgen von Technik befasst (und der Kongress wird, ob man will oder nicht, als Kongress des CCC auf­ge­fasst). Insofern wür­de ich Vorträge über die Folgen von Technik nicht als Off-Topic bezeich­nen. Vortröge wie „Durchmarsch von Rechts“ wür­de ich, obwohl wich­tig, nicht dazu­zäh­len. Geht man die Vorträge in „Ethics…“ durch, sehe ich da schon (sie­he mei­nen drit­ten Satz) Berührungspunkte (mei­stens jeden­falls). Bei „Art & Culture“ wirst du eher fün­dig; der Vortrag über Kaffeeriecher klingt zwar ganz inter­es­sant, aber scheint mir doch etwas arg weit weg zu sein vom Thema. Aber das ist *mei­ne* Sichtweise;-)

        Zu den abge­lehn­ten Vorträgen kann ich wenig sagen, da ich weder weiss wie viel es waren und war­um sie abge­lehnt wurden.

        Wie ich schon sag­te: man muss die Situation im Auge behal­ten. Letztendlich ent­schei­det der Veranstalter über den Inhalt. Sollten aller­dings signi­fi­kan­te Summen aus der Clubkasse zur Finanzierung flie­ssen, dann müss­te man die Situation noch mal genau­er betrachten.

        • Eine Kritik hät­te ich aber: letz­tes Jahr war mehr Mathematik;-)

          Und wenn man den Nachwuchs anspre­chen will, müss­ten ein paar mehr Vorträge viel­leicht auf Deutsch sein (ich spe­ku­lie­re ein­fach mal, dass Besucher aus dem Ausland eher nicht ihre Kinder mitbringen).

          • Und das ist gut so, dass die mei­sten Vorträge auf Englisch sind. Ich bin dafür, dass mehr fach­in­ter­es­sier­tes Publikum ange­zo­gen wird, und nicht alles was nix damit zu tun hat. Dann gibts auch wie­der mehr ver­füg­ba­re Karten, bei einer eh schon rie­sen Location.
            PS; Und weg mit den gan­zen SJWs. Hörts auf mit dem „wei­ßer alter mann“, die Rethorik zieht ned. Darum gehts ned. Hörts auf vor­han­de­ne Infrastruktur zu unter­wan­dern. Wenns ihr zu poli­ti­schen Themen eine Veranstaltung machen wollt, ziehts eure _eigenen_ Kongresse hoch, und rui­nierts nicht vor­han­de­nes, was nicht für euch als fer­tig gemach­tes Bett dient, und hörts auf mit eurem rum­ge­h­eu­le, wenn Leute euch auf einer Veranstaltung - die _nix_ mit euch zu tun hat - kei­ne Bühne lie­fern wollen.

  39. .tux, ich habe dei­nen Artikel gele­sen, kann dei­nen Standpunkt ver­ste­hen und tei­le ihn nicht.

    Aber: Fühlst du dich wirk­lich mit der Art von Kommentaren wohl, die dei­ne Polemik ange­zo­gen hat? „Gutmenschen!“ „Schlägertruppe!“, „SJW!“, „Gleichschaltung!“, „PC!“, „GRAAAAGHL!!!1“. Sind das will­kür­lich unf 4 teh lulz frei geschal­te­te Kommentare oder soll­te ich tat­säch­lich froh sein, einen von die­sen Menschen mit mei­ner Anwesenheit einen Platz wegzunehmen?

    • GRAAAAGHL!!!1

      Sagen wir’s mal so: Durch die Verlinkung auf hei­se kam das hei­se-Forum halt auch her. Ich fin­de es schön, dass eine zumin­dest viel­sei­ti­ge Diskussion statt­fin­det. Gelöscht habe ich bis­her nichts. Im Übrigen ist jemand, der sich begrün­det über SJWs und „Gutmenschen“ auf­regt, dadurch noch lan­ge kein schlech­ter Hacker, oder?

  40. .tux: Idiot.

    Gern geschehen…das ist nur der Tenor aus den Kommentaren, ande­re nach­voll­zieh­ba­re Argumente gegen die Teilnahme (von DER Antifa :irre: ) fin­de ich nicht.

  41. .tux:
    Richtig, es gibt ande­re. Und? Müssen die immer über­all „inte­griert“ wer­den? Gibt es ein Menschenrecht auf Dabeisein, auf Berücksichtigtwerden? Wenn du irgend­wo hin­kommst, erwar­test du dann, dass der jewei­li­ge Gastgeber sich nach dei­nen Interessen richtet?

    IT ist in der Gesellschaft ange­kom­men. Und da bist du nicht inte­griert. Fühlst dich nicht mehr „dabei“. Wirst nicht berück­sich­tigt. Und der Gastgeber c3 küm­mert sich nicht um dei­ne Interessen. Läuft doch alles prima..!?

  42. Kurz und knapp:

    Mich hat der Congress, seit er mir bekannt wur­de, inter­es­siert. Mangels ech­ter und vor allem tief­grei­fen­der Kenntnisse/Können habe ich den nur nie besucht. Wollte kei­nem den Platz weg neh­men. Ich muss jedoch geste­hen, als Außenstehender habe ich ein ähn­li­ches Gefühl/Empfinden, dass Tux mit sei­ner Einschätzung alles ande­re als dane­ben liegt son­dern direkt den wun­den Punkt getrof­fen hat. Das zei­gen auch die Kommentare. Interessant auf jeden Fall. ;o)

    Frohe Weihnachten und trotz­dem einen erfolg­rei­chen 33C3 ;o)

  43. Oh boy, da fällt mir ein­fach nur old farts ein. Hoffe dar­auf das das Problem sich irgend­wann bio­lo­gisch auf­löst. Die Frage nach den von euch ech­ten Hackern ver­an­stal­te­ten talks/sessions ist noch immer unbe­ant­wor­tet geblie­ben… Oder kommt ihr auch nur zum gaffen?

  44. Tag,
    also ich gehö­re zu denen, die zwar kei­ne Ahnung von Assembler haben, aber sehr wohl begrei­fen wie man mit einer Kaffeemaschine Kartoffelpüree macht. Dafür ist mei­ne Expertise etwas so absei­ti­ges wie die Sprechakttheorie und die­ser Text ist - mit Verlaub - per­form­ter Chauvinismus.

    „Hacken“ als Kulturtechnik kann übri­gens auch als Ableitung vom Begriff der Bastelei gel­ten und die wird seit Jahrtausenden auf dem gan­zen Globus und in allen Kulturkreisen prak­ti­ziert und wur­de von Claude Levi-Strauss das erste Mal Mitte des 20. Jahrhunderts poli­tisch bzw. wis­sen­schaft­lich beschrie­ben. Allerdings nicht im Bezug auf Leute, die damals maxi­mal Mailboxen betrie­ben haben, son­dern auf die Bororo.

    Dass also Leute, die sich ger­ne aus­schließ­lich über Ingenieurswissenschaften (das begriff­li­che Gegenteil) unter­hal­ten wol­len, über­haupt jemals das „eigent­li­che“ (Heidegger lässt Grüßen) Publikum des CCC waren, darf getrost als Mythos aus ganz schief dre­hen­den Boys Clubs abge­stem­pelt wer­den imho.

    Viel Spaß noch in der - sicher­lich tech­nisch ver­siert abge­si­cher­ten - Filterblase,
    Louis

  45. Du hast recht, ich weis auch nicht was die Meta-Sexuellen und Einhorn-Liebenden dort gemacht haben. Vor allem ob sie mich stö­ren, dass weis ich nicht. Klar, sobald ich kein Ticket bekom­me weil jemand in Minirock und Vollbart sein Einhorn durch den Saal tra­gen will, dann bin ich dage­gen und sau­er. Aber es waren die­ses Jahr die Vorträge die mich ent­täuscht haben. Z.B. Vormarsch von Rechts - mit der Konklusion, kapi­ta­lis­mus abschaf­fen - war nicht nur schlecht und über­flüs­sig son­dern blockier­te einen Slot in Saal 1 den man hät­te Gewinnender aus­fül­len können.
    Vielleicht fehlt es aber auch ein­fach an Hecker Themen und Vorträgen und Vortrag hal­ten, und des­we­gen fühlt man die­se Slots mit ande­rem Inhalt.
    Who knows

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