Ich wusste, dass heute etwas passieren würde, als ich heute früh aufstand und es noch immer regnete. Beim Versuch, meinen Rucksack mit den benötigten Utensilien zu befüllen, gab der Reißverschluss nach, was dazu führte, dass ich heute, wäre da nicht mein mobiler Kleincomputer, im Studium auf jegliche Notizhilfe — immerhin war mein Laptop-Rucksack zugleich mein übliches Utensilienbehältnis — hätte verzichten müssen. (Danke, lieber Android!)
Beschwingt verließ ich also, minimal mit Accessoires (Android, Schirm, portables Audiofixbesteck) ausgestattet, das Haus, ließ mich gemächlich durch die Landschaft chauffieren, und mitten in den schönsten Schauer platzte
Schnee.
So weit nichts ungewöhnliches, ist doch die Weihnachtszeit schon wieder gefühlt fast vorbei, aber erwähnenswert; da es, immerhin, der erste Schnee des nahenden Winters ist, an dem ich teilhatte. (Diese Klimaerwärmung, bibber, bringt uns alle, schlotter, noch um.)
Ein Einschub: Ich hatte Herrn haekelschwein unlängst die Qualität von Schirmen für zwei fuffzich bildlich zu erläutern versucht. Nun ergab sich die Ironie, dass der Schirm, der heute mein welkes Haupt vor Ungemach bewahren sollte, ebenfalls ein Schirm für etwa zwei fuffzich war; und sich beim ersten Windstoß, zack!, verabschiedete.
Apropos zwei fuffzich: Ich stieß heute in einer Filiale einer großen deutschen Elektronikfachhandelskette auf ein Regal mit Tonträgern und nahm erfreut zur Kenntnis, dass das Konzept, neuen Musikalben aussagekräftige Titel zu geben, wieder in Mode kommt.
Der geneigte Musikfreund erinnert sich: Die Beatles veröffentlichten 1967 das Album “Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band”, eines der Pionierwerke in der Geschichte der Konzeptalben, wenn auch am Ende auf eine “Rahmenhandlung” geschrumpft. 1969 folgte “In The Court Of The Crimson King” von King Crimson, wie vorgenanntes Album prinzipiell ein Konzeptalbum, auf dem die Band sich selbst als Beobachter einer Szene darstellt. 1973 folgte Yes’ monumentales “Tales From Topographic Oceans”, das zwar stellenweise arg langweilig ist, aber sich in die Reihe der Konzeptalben, deren Titel ihren (textlichen) Inhalt vorwegnehmen, nahtlos einfügen lässt. (Beinahe unauffällig reiht sich hier neben “Le Frisur” von den Ärzten auch PeterLichts “Lieder vom Ende des Kapitalismus” ein.)
So gesehen ist es nur konsequent, dass Silbermond, die in oben erwähntem CD-Regal Platz fanden, ihrem aktuellen “Werk” gleichfalls einen Titel gegeben haben, der bereits andeutet, was von den enthaltenen Klängen zu halten ist:
“Nichts passiert”.
Eben.





[quote](Android, Schirm, portables Audiofixbesteck)[/quote]
Was ist denn bitte dein Audiofixbesteck??
Da bitte ich doch kurz um Aufklärung…
Ach und btw. geiler Blog
Mein Audiofixbesteck: Samsung YP-U5, Shure SRH240.
Danke!