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Jethro Tull — Bourée

MontagskauzMon­tag. Nein, Moment: Mon­tag! Welch famoser Kon­trast ein ver­reg­neter Mon­tag doch ist, wenn man das Woch­enende stattdessen zu zweit ver­brachte! Dieses Unterange­bot an Son­nta­gen, übri­gens, gilt es vom freien Markt bald­möglichst zu kor­rigieren.

Apro­pos Son­ntag: Auf dem Bun­desparteitag der Piraten­partei Deutsch­land, der gestern endete, hat­te ein Organ­isator der AG Sin­gle­Malt einen Antrag ein­gere­icht, der prompt angenom­men wurde: Die Parteipro­gramme sollen kün­ftig geschlechtersen­si­ble Sprache berück­sichti­gen. Schade, dass der gute Ruf von Whiskey darunter lei­den muss, denn nüchtern kommt hof­fentlich nie­mand auf so eine bek­nack­te Idee. Und die Net­zpoli­tik? Nun ja: Über 5.000 Men­schen in Deutsch­land sind stündlich so doof, dass sie alles anklick­en, was wie eine Datei aussieht. “heise online” rät zu mehr Sicher­heit­sup­dates, ich rate unverän­dert zu einem Pflicht­führerschein für das Inter­net.

Keine Sorge, es gibt Schüssler­salze gegen Leicht­gläu­bigkeit. Wenn es schon ander­weit­ig an Sicher­heits­maß­nah­men gegen Idi­otie man­gelt: Jeb Bush, wed­er klüger­er noch tal­en­tiert­er­er ehe­mals poten­zieller Nach­fol­ger des Nach­fol­gers von George W. Bush, twit­terte vor nicht allzu langer Zeit ein Sym­bol­bild für Ameri­ka, namentlich eine Waffe mit seinem Namen darauf, denn wenn so ein Amerikan­er etwas wählen kann, was tötet, dann macht er das auch, weshalb die dor­tige “Cos­mopoli­tan” ihren Leserin­nen nicht etwa dazu rät, von Waf­fen­trägern fernzubleiben, son­dern sich nur auf solche einzu­lassen, die einen Waf­fen­schein besitzen. Die meucheln nicht, die wollen nur spie­len.

Die deutsche “JOY” indes — die mit Emma Wat­son vorne drauf — stellt fest: “Fell-Klam­ot­ten machen Män­ner ver­rückt!” (Seite 52). Ob ich mich über eine Frau mit Plüsch­pantof­feln nicht eher köstlich amüsierte als dadurch ver­rückt zu wer­den, möchte ich nicht klar beurteilen kön­nen, beschränke mich somit auf die Fest­stel­lung, dass ich Infor­ma­tio­nen über die Män­ner total sti­er (“kann je nach Kon­text entwed­er supergut oder superblöde bedeuten”, Seite 49) finde.

Eben­falls total sti­er: Jethro Tull.

Jethro Tull — Bourée, TV Broad­cast 1999 HD

Guten Mor­gen.