In den NachrichtenComputer
Schmal­hans des Tages: Alex­an­der Dob­rindt, CSU.

Die­ser Arti­kel ist Teil 11 von 18 der Serie Schmal­hans des Tages

Dass Johan­na Wan­ka der Ansicht ist, Pro­gram­mie­ren sei eine Spra­che und eine wich­ti­ge oben­drein, ist allen­falls ein Schmun­zeln wert. Die Frau ist Bil­dungs­mi­ni­ste­rin, die muss nicht wis­sen, wie Din­ge funk­tio­nie­ren.

Wesent­lich schlim­mer ist’s da schon beim Ver­kehrs­mi­ni­ster. Das Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um – wir erin­nern uns ungern – wur­de Mit­te Dezem­ber 2013 in „Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Ver­kehr und digi­ta­le Infra­struk­tur“ umbe­nannt. Klar, die Daten­au­to­bahn muss ja auch aus­ge­baut wer­den, damit Poli­zi­sten dar­auf Strei­fe fah­ren kön­nen. Brumm, brumm.

Momen­tan ist ein gewis­ser Alex­an­der Dob­rindt, Mit­glied der Kom­pe­tenz­par­tei CSU, Herr­scher über Wohl und Wehe der digi­ta­len Infra­struk­tur. In sei­ner Eigen­schaft als Gene­ral­se­kre­tär der CSU hat­te er noch vor weni­gen Jah­ren für das selek­ti­ve Fei­gen­blatt­sper­ren des Inter­nets gestimmt und war sich spä­ter auch nicht zu blö­de, es als wich­ti­gen Bau­stein im Kampf gegen irgend­was zu bezeich­nen.

Und dann jetzt aber; dem „IT-Gip­fel“ sei’s geschul­det:

„Der Zugang zum Inter­net wird über unse­ren Erfolg im glo­ba­len Wett­kampf um die neu­en Märk­te ent­schei­den“, sag­te Dob­rindt.

Das Inter­net als Medi­um zur unge­hin­der­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on bedür­fe staat­li­cher Kon­trol­le; der Zugang zu die­sem staat­lich beschränk­ten Medi­um aber dür­fe nicht behin­dert wer­den, denn es gel­te einen Markt zu erobern. Der Markt als Instanz, die dem Bür­ger über‑, dem Inter­net jedoch unter­ge­ord­net ist, das wie­der­um der jewei­li­gen Bun­des­re­gie­rung zu unter­stel­len ist – damit ist wohl auch geklärt, wer die Stra­te­gen der F.D.P. nach deren Schei­tern über­nom­men hat.

Das ist ja wohl der Gip­fel.

Schmal­hans des Tages

Schmal­hans des Tages: Peter Tau­ber, CDU. Schmal­hans des Tages: Ange­la Mer­kel, CDU.