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Operiert, verstimmt und pleite.

Zunächst die Wirtschaftsnachrichten: Das Finanzministerium der USA (das waren die hier) hat endlich den Schuldigen am verkorksten Weltwirtschaftssystem gefunden – Deutschland.


Die Gazetten dieses Landes berichten heute zwar nur wenig über so überflüssigen Käse wie das Wirtschaftssystem (dem geht’s doch gut, sofern man zum Beispiel in der Schweiz wohnt), dafür aber zahlreich über Gina-Lisa Lohfink. Selbige ist – ich musste das jetzt glücklicherweise recherchieren – erst als Teilnehmerin der abscheulichen Serie „Germany’s Next Topmodel“ (Platz 12), dann als Darstellerin in irgendeinem ominösen Erwachsenenfilm bekannt geworden; heute ist sie, wie es heißt, trotzdem irgendein „Topmodel“, was wieder einmal belegt, dass man für diesen Beruf nicht sonderlich gut aussehen muss.

Dabei ist sie, dies verkünden die Nachrichten, bescheiden geblieben:

(…) ich bin echt – bis auf meine Brüste, okay.

Und bis auf den überwiegenden Rest des Oberkörpers, aber so genau müssen wir das ja jetzt nicht nehmen. Journalismus in Deutschland (auch): Eigenlob irgendwelcher ehemals mittelmäßig „Prominenter“ unhinterfragt in die Klatschspalten schmieren. Dass sie echt ist, ist ansonsten natürlich erwähnenswert. Manchmal möchte man es lieber nicht glauben.

Ich weiß nun (ebenfalls glücklicherweise) nicht, was für eine Stimme Frau Lohfink hat, aber es fällt mir nicht leicht, mir obiges Zitat in einer anderen Tonlage als kurzatmigem Piepsen vorzustellen. Dazu stelle ich mir das Gefuchtel vor, das die Mädchen heutzutage offenbar von US-amerikanischen Popsternchen abgeschaut haben, und mein Bild von Gina-Lisa Lohfink ist perfekt.

Warum kurzatmiges Piepsen? Nun, als jemand, der auch wegen der menschlichen Katastrophen, die dort stattfinden, mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, habe ich in letzter Zeit häufiger bemerkt, dass junge Mädchen, die beisammen sitzen und pausenlos plappernd über ihre Freundinnen lästern, zwecks Imitation derselben ihre Stimme mehrere Oktaven höher schrauben, sofern ihnen das möglich ist. Die Absurdität der Situation, dass Mädchen mit Piepsstimme eine noch piepsigere Stimme annehmen, um Zitate unliebsamer Zeitgenossinnen zu kennzeichnen (und liebsame Zeitgenossinnen scheint man im Alter von 14, vielleicht 15 Jahren nur zu kennen, wenn sie gerade in Hörweite sind), solltet ihr euch jetzt einfach mal vorstellen.

Mit dem Konjunktiv wäre Busfahren viel angenehmer.

(Eigentlich hatte ich für das Gepiepse einen viel ausführlicheren Artikel im Sinn, aber da ich vergessen habe, den aufzuschreiben, bleibt es nun bei diesem kurzen Aufreger. So.)


Noch etwas Politik mit Lesebefehl zum Abschluss: Nico Lumma, wohl das beinahe einzige SPD-Mitglied, das leidlich gut mit dem Internet umgehen kann, sülzte heute selbiges Internet damit voll, dass wir die Digitalisierung verschlafen hätten. Nico Lumma von der Vorratsdatenspeicherungs-SPD.

Der Nachtwächter hat dazu mal was gesagt.

Senfecke:

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