Medienkritik in Kürze: Silvester in Berlin
Na dann… (FAZ)
Na dann… (FAZ)
In Hannovers Bahnhofszeitschriftenladen finde ich die Satirehefte „Titanic“ und „Eulenspiegel“ direkt über „Rente 2024“ und „Rente & Co.“ einsortiert. Was darf Satire? Die Dezemberausgabe der „Le Monde diplomatique“ (deutschsprachige Ausgabe) bittet unter der Überschrift „China auf dem absteigenden Ast?“ darum, die chinesische Wirtschaft (die schon 2013 „schwächelte“, wie westliche Nachrichtenagenturen herausgefunden zu haben meinten) nicht …
Dieses Jahr dürfen „wir“ noch vierzehnmal die Scheiß-Haselnüsse vom Scheiß-Aschenbrödel „genießen“. Falls jemand dreizehnmal nicht kann und Bock hat auf einen Märchenfilm, den am wenigsten behaltenswerten Export aus dem „ehemaligen“ Ostblock. Und ihn noch nicht kennt. Und auch nicht hat. Und auch nicht anderweitig haben kann. Ab 2025 hätte der WDR gern wieder mehr Geld. …
Sie nennen sich weltoffen, lehnen kulturellen Hochmut vermeintlich ab und unterscheiden in ihrer Sprache trotzdem zwischen Buchstaben, den Schriftzeichen des eigenen Kulturraumes, und Schriftzeichen, wenn das Alphabet kein ABC, sondern ein Abdschad oder Gojūon ist. Niemals kämen sie auf die Idee, „deutsche Schriftzeichen“ zu sagen. Das fänden sie albern.
Gute Nachrichten von „Mädelsabende“, einem Kanal von „Funk“, dem „Content-Netzwerk“ („Funk“ über „Funk“) von ARD und ZDF: Es ist legal, sich nach dem Sport zu fühlen wie ein alter Schuh, ohne dabei höchsten Genuss erfahren zu haben. Hoffentlich erhöhen sie bald mal wieder die Gebühren. Für das Angebot.
Im Januar 2014 schrob ich: Ein homosexueller Fußballer wird von nicht benannten Personen zum „heterosexuellen Vorzeigespieler“ stilisiert und muss dieses Bild aufrechterhalten, weil sonst was passieren würde? Dass dieser Tage zwar nicht die Sexualität, wohl aber die politische Ansicht von Fußballspielern versehentlich für eine Nachricht gehalten wird (vgl. ZDF von MEINEN Gebühren!!11! u.a.), sei dieser …
‘So was von out! (2): Privates ist nicht politisch’ weiterlesen »
(Heute Indisch oder doch lieber Sushi?)
Über die aktuellen Vorfälle in Israel ist von anderen, von der DKP Gießen („Diese Offensive ist eine unmittelbare Folge jahrzehntelanger aggressiver Unterdrückung Israels“) bis hin zur Bundestagsfraktion der AfD („Wir verurteilen die terroristischen Angriffe aufs Scharfste“ [sic]), hinreichend viel undifferenzierter Käse geschrieben worden. Man entscheide selbst, ob man sich diesbezüglich lieber links oder rechts außen …
Auf Twitter („X“) mahnt Andrian Kreye (@akreye) von der „Süddeutschen Zeitung“: Während der Chef von Twitter / X immer weiter nach rechts abdriftet, sollten sich die Menschen, die diese Plattform so bedenkenlos nutzen, eine Gewissensfrage stellen. Jetzt weiß ich auch nicht so recht: Gewissensfrage schon gestellt, „Süddeutsche Zeitung“?
Künftig werden Anschlusszüge in einem anderen Takt nicht erreicht. Die Verspätung kostet hingegen ab Dezember mehr Geld. (ZDF.de; Archivversion)
Als wir sagten, es wäre schön, könnten wir viel mehr Dinge auch online erledigen, meinten wir ausdrücklich nicht Schilder mit der Aufschrift: Anträge D‑Ticket Nur noch online! Anträge in Papierform werden nicht mehr angenommen!
Polizei Karlsruhe: Der Pkw verließ die Unfallstelle unerlaubt, indem er seine Fahrt in Richtung Büchenau fortsetzte. (…) Zu dem flüchtigen Pkw kann lediglich gesagt werden, dass es sich mutmaßlich um einen silbernen VW Kombi gehandelt hat. Haltet ihn! Wir leben in einer „Zivilisation“, die nichts dagegen hat, dass es euch nicht gut geht. Aber seid …
Aus der Reihe „Überschriften aus der zynischen Zukunft“: „ZEIT ONLINE“. 16-Jähriger fährt mit Motorrad auf Auto auf: Krankenhaus tux0r hat das gelesen: Hopfen.
Beobachtung im Supermarkt: Warum werden Zigaretten an der so genannten „Selbstbedienungskasse“ eigentlich weggeschlossen, Süßwaren jedoch nicht? Die würde ich viel lieber klauen. Kurze Durchsage von Franz Josef Wagner („BILD“), dessen Mitteilungen ich sonst zwar nur aus Parodien kenne, der aber wohl tatsächlich so bekloppt schreibt wie es sich für die „BILD“ gehört: Irgendwelche Naziflugblätter seien …
‘Liegengebliebenes vom 29. August 2023’ weiterlesen »
Annika Ross („EMMA“) so: Einige Unis wollen sogar die Noten abschaffen. Quo vadis, Unis? Da die Autorin stolz auf diese hübsche, nur halt falsche lateinische Phrase zu sein scheint, muss diese sogar die Überschrift zieren. Eine schnelle Suche im Internet offenbarte, dass es auch andere falsch machen und „Quo vadis?“ – wohin gehst du? – …