Archiv für die Kategorie ‘Netzfundstücke’.

Das, was andere als eigenes Blog betreiben, ist bei mir nur eine Kategorie wert. :)

NerdkramsNetzfundstückePiratenpartei
Keine Identicons für Andrease!

Gerade schaute ich wieder einmal in den Ordner für abgelehnte Kommentare und Verweise von anderen Webseiten und fand so heraus, dass ich unter anderem mehrfach von Ulf Hundeiker erwähnt wurde, der in seinem Beitrag ein wenig über das Muttersöhnchentum von Bushido referiert. Dabei verweist er unter anderem auch auf das Pepilog, genauer: auf einen Artikel dort, der Sidos tatsächlichen Namen zum Thema hat. (Ein Sido ist, so weit ich das mitbekommen habe, so was wie Bushido, nur anders.)

In dessen Kommentarbereich (also dem Pepilog-Kommentarbereich, nicht dem von Sido), in dem sich die Freunde seltsamer Klänge battleten gegenseitig mit nicht unbedingt allzu freundlichen Namen bedachten, wird zur leichteren Unterscheidung der Nutzer die Technik der Identicons verwendet.

Ein Identicon ist, kurz gesagt, eine computergenerierte Grafik, die aus dem Hashwert (einer Art Quersumme) der eigenen IP-Adresse berechnet wird und somit jede IP-Adresse weltweit eindeutig darstellen kann. Eine ähnliche Technik verwendet auch die Netzpräsenz, in deren Rahmen dieser Text hier erscheint; die so genannten „Gravatare“, die im Kommentarbereich neben dem eigenen Namen erscheinen, sofern man die verwendete Mailadresse kostenfrei angemeldet hat, werden allerdings nicht dynamisch erzeugt, sondern können selbst eingestellt werden. (Dies auch, weil ich die möglichen Alternativen, unter anderem eben solche Identicons, nicht sonderlich hübscher als die weiße Silhouette vor grauem Hintergrund, die als Standard-Gravatar dient, finde.)

Genug des Exkurses. Ich besuchte also das Pepilog und schaute gedankenverloren in die Grafikspalte, weil die Kommentare nun wirklich nicht sonderlich erwähnenswert schienen, bewegte mich durch die Seite, bis mein Blick an etwas haften blieb, und stutzte ein wenig, schaute noch mal hin und musste grinsen:

Gern auch noch mal in groß:

Damit mich niemand falsch versteht: Ich kenne die Swastika durchaus auch ohne knallroten, diagonal durch sie gezogenen Strich, und ich bin wahrlich weit davon entfernt, jegliche Symbolik, die man revisionistisch verstehen könnte, auch so zu verstehen, aber ein wenig wunderlich mutet mir das schon an, dass mir da noch keine empörten Aufschreie irgendwelcher Zentralräte zu Ohren gekommen sind; zumal doch diese Identicons aufgrund des verwendeten Algorithmus‘, also tatsächlich zufällig und unbeabsichtigt, alle recht ähnlich aussehen:

Sollte jetzt irgendein Leser dieses Textes und Betrachter der eingebundenen Grafiken in Personalunion ernsthaft und ohne wie auch immer geartete Ironie entsprechende Maßnahmen gegen jegliche Internetpräsenzen erwägen, die Gebrauch von dieser Technik machen, so bitte ich um eine kurze Mitteilung. Eine solche Gelegenheit zu einer Gesichtspalme kann ich nicht ungenutzt verstreichen lassen.


(Im Piratenforum rollen übrigens sozusagen Köpfe, nachdem es kürzlich zu einigen unschönen Machtspielchen gekommen war. Die Parteiführung hat die Verantwortlichen, die noch nicht freiwillig zurückgetreten waren, ihres Sonderstatus‘ enthoben und somit erste Sanktionen verhängt. Es ist, fürchte ich, aber nur noch eine Frage der Zeit, bis auch diese durchaus begrüßenswerte Entwicklung jemandem begegnet, der ihretwegen Zeter und Mordio schreit. Dabei wäre die Energie, die in solchem Kinderkram steckt, anderswo wahrlich besser aufgehoben; andererseits: Wer sich mit solchen Kleinigkeiten aufhält, stört wenigstens nicht bei der Parteiarbeit.)

MusikNerdkramsNetzfundstücke
Google Buzz: Entschuldigung, kann ja mal passieren.

Aus aktuellem Anlass folgt noch einmal ein Beitrag zum Thema Google, ich bitte um Nachsicht. :-)

Google hat wieder einmal eine neue Nicht-Innovation zu bieten: Das soziale Netzwerk „Buzz“, das als Facebook-Alternative angepriesen wird und den ebenfalls umstrittenen E-Mail-Dienst GMail um „soziale“ Funktionen erweitert, ist das derzeitige „kommende Ding“ für mancherlei Personen, ungeachtet der Tatsache, dass Google selbst inzwischen öffentlich „schwere Patzer“ eingestand:

Googles direkt nach dem Start heftig kritisierter Social-Networking-Dienst Buzz wird umgebaut, zum dritten Mal innerhalb von vier Tagen. Vor allem die eingebauten Datenschutz-Lecks sollen offenbar gestopft werden – allerdings nicht alle. Der Buzz-Start ist ein Desaster.

Es ist wahrlich nicht so, dass diese Meldung sonderlich überraschend käme, es ist nur erschreckend, dass aus den wiederholten Datenschutzproblemen der Google-Dienste kein Google-Nutzer (erst mal anmelden, ist von Google, ob wir’s brauchen, sehen wir dann) seine Konsequenzen zieht, obgleich es wahrlich genug Alternativen zu jedem von Googles Diensten gibt, von denen keiner für auch nur annähernd schwer wiegende Bedenken bekannt ist.

Und wer ein wahrer Googlefreund ist, der verzeiht seinem Lieblingskonzern auch Aussagen wie diese:

Man habe „schnell erkannt, dass man nicht alles ganz richtig gemacht habe“, so Jackson, „das tut uns sehr leid“.

Google verstößt mit jedem neuen Dienst gegen fast jede mir bekannte Vorstellung von Datenschutz und Privatsphäre (hat eigentlich mal einer von euch die AGB von Google Wave gelesen, in denen sinngemäß steht, Google nehme sich das Recht heraus, jedes bei Google Wave erstellte Dokument beliebig zu modifizieren und zu veröffentlichen?), und statt mal etwas daran zu ändern, versichern sie lieber, wie Leid es ihnen tue. Unglaublich.

Man stelle sich vor, wie groß der Aufschrei wäre, würde Microsoft ähnlich verfahren; die Rufe nach Zerschlagung des Konzerns trieben unüberhörbar durch die Netze. Warum Google von einigen Journalisten und den meisten Nutzern einen Freischein für gänzlich unpiratige und somit benutzerunfreundliche Unternehmensprinzipien („Don’t be evil!“ ist natürlich auch eine Frage der Perspektive) bekommt, ist für mich unverständlich. Kann einer meiner geschätzten Leser mir da weiterhelfen?


Nachtrag von 22:22 Uhr: Mir ist gerade wieder eingefallen, woran mich „Buzz“ erinnert.

„The toys are us, and we don’t even know.“

NerdkramsNetzfundstücke
Knuddelt euren Entwickler!

Weil ich über den heutigen Aufmarsch links- und rechtsradikaler Staatsfeinde schon ausreichend geschrieben hatte und ich mich über das Thema Schweiz, das noch viel Zündstoff zu bieten scheint, auch schon genug echauffierte, bleibt auch der heutige Tag hier politikfrei.

Stattdessen eine prima Aktion, die ich als Valentinstagverächter durchaus gutheißen kann:

Die FSF Europa lädt dazu ein, den morgigen Valentinstag statt für Herzchen und Blumen dafür zu verwenden, dem Entwickler bevorzugter Gratisanwendungen ein Dankeschön und/oder eine Spende zukommen zu lassen oder ihn einfach mal zu umarmen.

Natürlich nicht, ohne vorher zu fragen:

  • Send them a message thanking them for their work
  • Buy your favourite project some chocolates
  • Hug a developer (ask permission first!)
  • Buy your favourite developer a drink
  • Send a book to your favourite contributor

Ich habe mein Soll in diesem Jahr schon erfüllt. Für alle, die es mir gleich tun möchten:
Ich nehme auch Umarmungen entgegen.

Ausnahmsweise.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Medienkritik XXII: Anachronistische Klickstrecken

Und schon haben die Olympischen Spiele wieder ihre übliche Tragödie:

Die Spiele von Vancouver beginnen mit einer Tragödie. Kurz vor der Eröffnungsfeier ist der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili beim Training aus der Bahn geflogen – und an seinen Verletzungen gestorben.

All dies, versteht sich, garniert mit einer einträglichen Klickstrecke mit Fotoaufnahmen vom Unfallhergang; für die umfassende Berichterstattung natürlich dringend notwendig und nicht etwa bloßer Sensationsjournalismus, doch nicht beim SPIEGEL, nein!

Wo doch sonst schon alles so schön recherchiert wurde, so dass nicht einmal die diesen Text in seiner Gesamtheit noch eben kurz hingeschludert habenden Journalismuslehrlinge eine Diskrepanz bemerken konnten, zum Beispiel in den ersten Sätzen inkl. Überschrift; ich zitiere nochmals:

Unfall bei Olympischen Spielen

Die Spiele von Vancouver beginnen mit einer Tragödie. (Achtung, jetzt kommt’s:) Kurz vor der Eröffnungsfeier ist der georgische Rodler (…) an seinen Verletzungen gestorben.

Das dürfte ein neuer Rekord sein: Der erste „Olympia-Tote“, der schon tot war, bevor die Olympischen Spiele überhaupt begonnen haben! Na, wenn das mal keine Medaille gibt. Klar – „Im Vorfeld der olympischen Spiele schließlich tödlich Verletzter“ ist keine so schön kurze Überschrift. Korrektheit wird korrekt hintan gestellt, die wesentlichen Inhalte (Sportler, Olympia, tot) stehen ja drin.

Wohl wissend, dass er für Splatter- und Unfallbilder seinen Investigativjournalismus, wie üblich, ungeachtet dieses Textes mit zahlreichen neuen Besuchern rechnen dürfte, bleibt mir nur noch übrig, dem SPIEGEL ein nachhaltiges „Buuuuh!“ zuzurufen, wie es sich für schlechte Leistung gehört. Bitte nächstes Mal besser machen!


Ein wenig fröhlicher stimmt dieser auf Spreeblick.com entdeckte und für gut befundene Verweis:
David Sanchez erklärt das mit den Bienen und den Blumen ohne Bienen und Blumen, dafür mit Kugelschreibern. Zum Kugeln, sozusagen.

Mir wird geschlechtNetzfundstücke
Bushido und der Feminismus

Ich befürchte, mit meinem vorigen Text eine Grenze überschritten zu haben, die nun unabänderlich diese Internetpräsenz mit einem weithin sichtbaren Zeichen belegt hat. Unter anderem vermutlich geschuldet dem Umstand, dass ich mit dem verlinkten Weibe einen gehobenen Diskurs über Eiskauf führte, in dessen Verlauf ich tatsächlich das Wort „süüüüüüß“ (ich fasse es nicht!) zu lesen bekam, wurden auch umstrittene Feministinnen („Männerquoten sind sexistisch, keine Frauenquoten ebenfalls“) aufmerksam und beehrten mich mit ihrem Besuch. Natürlich macht es mir nichts aus, Interessenten zu gewinnen; ich habe nur ein bisschen Angst davor, wo und in welchem Kontext ich zukünftig zitiert werde. Au Backe.

Während ich also furchterfüllt den Ansturm zur Kenntnis nahm, verfolgte ich im IRC-Kanal der Piratenpartei eine Diskussion über A-cappella-Musik, die nebenbei die Kommerzialisierung etablierter Gruppen wie der Wise Guys zum Thema hatte, und entdeckte dort dieses Video dieser Combo, das ich insbesondere nach Genuss der Betrachterkommentare als ein durchaus amüsantes empfehlen möchte, wenngleich dieser Eindruck keinesfalls allgemein geteilt werden muss. Wer jedenfalls Nightwish und das Genre, dem sie angehören, – wie ich – nicht ausstehen kann, der möge sein besonderes Augenmerk auf die Instrumente und die Diskussionen zum Video legen. Herrlich!

Derart unterhalten pfiff ich mir abschließend Alice Schwarzers Abrechnung mit Bushido rein, der, so ist aus unerfindlichen Gründen auf musikerpedia.de zu lesen, zu sehen und zu hören, eine Einladung zu einem öffentlichen Gespräch mit ihr deshalb ausschlug, weil er befürchtete, sie würde niveaulose Fragen über seine Mutter stellen, was, so Bushido, den ich vor einer Weile noch für menschlich gar nicht mal allzu verkehrt hielt, völlig inakzeptabel sei. So was könne er keinesfalls gutheißen, und auf solcherlei plumpe Provokationen würde er schlicht und sinngemäß mit „f*ck dich, du Fotze“ reagieren. (Wortzensur erneut aus Gründen der Suchmaschinenidiotie, nicht aus vermeintlicher Pietät; wir sind ja hier zum Glück noch nicht in den moralisch verkorksten USA.)

Weil er es, so Bushido, schon immer so gemacht habe. Erklärt natürlich einiges.

NetzfundstückeSonstiges
Leser (innen und außen)

Da fiel mir doch beim gedankenlosen Herumklicken gerade mal wieder ein Weblog eines Mitglieds der Piratenpartei auf, das die Satzung der Partei, die sich unter anderem die längst fällige Abschaffung der Sonderstellung von Frauen auf die Segel geschrieben hat, offenbar noch nicht vollständig gelesen hat:

Die in der Piratenpartei Deutschland organisierten Mitglieder werden geschlechtsneutral als Piraten bezeichnet.

Und dann schauen wir mal in die Suchfunktion des Piratenweibes Weblogs (was schon ärgerlich genug klingt) und finden erst mal mehrere Seiten „Piratin“ und, au contraire, immerhin ein Ergebnis für „unpiratig“, und das hat es in sich, betont die Verfasserin doch dort, dass es wichtig sei, auf die „Außenwirkung“ seiner Wortwahl zu achten, wenn man Pirat ist.

Ich möchte der Piratendame hier keine bösen Absichten unterstellen, ich nehme auch an, dass sie diesen Text nicht zur Kenntnis nehmen wird, aber es ist doch schon erstaunlich, mit welchem Selbstverständnis manche Menschen einerseits (zu Recht) gegen die Grundprinzipien der Piratenpartei verstoßende Äußerungen kritisieren und dann aber andererseits aktiv gegen die Ziele der Partei handeln. Warum sollte man auch die eigene Sonderstellung aufheben wollen?

Aber diese für Frauen leider keinesfalls ungewöhnliche Haltung ist nicht der Grund für diesen Beitrag; vielmehr kam ich ursprünglich auf diesem Beitrag an, der das Vorhaben der CDU, die deutsche Sprache endlich im Grundgesetz zu verankern (was ich, anders als so manch andere Idee der CDU, ausdrücklich für gut befinde), ordentlich durch den Kakao zieht und dabei leider auf dem Niveau „Microsoft heißt, haha, Kleinweich“ bleibt.

Und dort verlinkt die überzeugte Frau auf die Seite, die eigentlich im Zentrum meiner Kritik stehen sollte. Diese Seite nennt sich „CeiberWeiber“, was auch immer ein Ceib sein mag, bietet eben diesem Artikel Speicherplatz und schmeißt auch sonst fröhlich mit Binnenmajuskeln um sich.

Dass es sich um ein „Frauen Onlinemagazin“ (nur echt mit Deppen Leerzeichen) handelt, mag anhand des URL schon erraten worden sein, und konsequent wäre es somit ohnehin, von ausschließlich Leserinnen auszugehen; aber was findet man, klickt man auf den Verweis zu dem Artikel, vor? LeserInnen! Und, als wäre das noch nicht wunderlich genug, wird es wiederholt; gleich dreimal ist von LeserInnen und immerhin einmal von TürkInnen die Rede.

Über die inhaltliche Bedeutung eines Binnen-Is (hat diejenigen, die solcherlei verwenden, eigentlich schon mal jemand gefragt, ob es ihre Intention war, den Frauen nur die Endung, den Männern aber die Bedeutung eines Wortes zu überlassen?) wurde anderswo schon ausreichend geschrieben, das möchte ich – ich bin ja nicht ALF! – nicht immer wieder nur wiederkäuen, aber mir kam beim Lesen plötzlich die Frage in den Sinn, wie man es eigentlich „korrekt“ verwendet.

Ein einfaches Beispiel: Zwei Männer und eine Frau betreten in beliebiger Reihenfolge eine Eisdiele. Handelt es sich nun im Falle eines gemeinschaftlichen Eiserwerbs um Eiskäufer, um Eiskäuferinnen oder um EiskäuferInnen? Gemäß der allgemeinen Verwendung wäre letzterer Fall zutreffend, es handelt sich also um eine Gruppe von Eiskäufern, in denen mindestens ein Mitglied männlichen Geschlechts ist. Die Endung „-innen“ ist aber ein Indikator für die Pluralform, zwei Exemplare eines Eiskäufers sind und bleiben Eiskäufer ohne Suffix, es muss also mehr als nur einen weiblichen Eiskäufer in der Gruppe geben. Wäre also „EiskäuferIn“ korrekt – zwei Eiskäufer und eine Eiskäuferin?

Hilfe!

Nachtrag: Lieben Dank an das Weib, allein aus dem Betreten folgt noch kein Kauf. Logikfehler hiermit beseitigt.

In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstückePolitik
Kurz verlinkt VII: Grotesk, grandios und irgendwas ohne „g“.

Grotesk: Die schwarz-gelbe Koalition überlegt sich nun ein „Löschgesetz“ statt der „Internetsperren“.

„Die gegenwärtige Bundesregierung beabsichtigt eine Gesetzesinitiative zur Löschung kinderpornografischer Inhalte im Internet“, heißt es in dem fünfseitigen Schreiben, das dem SPIEGEL vorliegt. Die Regierung will also ein Gesetz, aber ein anderes.

Man werde sich bis dahin „auf der Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes ausschließlich und intensiv für die Löschung derartiger Seiten einsetzen, Zugangssperren aber nicht vornehmen“ (…).

Das gefällt mir natürlich erstens inhaltlich, weil es das Thema Internetzensur weitgehend vom Tisch (von welchem auch immer) fegen dürfte, und zweitens propagandistisch, weil der Einfluss und der Zulauf der Piratenpartei eben offenbar doch bereits groß genug sind; ich frage mich jedoch, wie ich mir diese Gesetzesinitiative vorstellen soll, die „auf der Grundlage des Zugangserschwerungsgesetzes“ fußen soll. Es ist nicht legal, Kinderpornografie ins Internet zu stellen, und daran, dass Provider hierzulande nicht erst seit kurzem verpflichtet sind, gegebenenfalls illegale Inhalte umgehend zu entfernen, meine ich mich ebenfalls zu erinnern. Ohne Jux: Das geplante Gesetz würde mich tatsächlich mal interessieren. (Nachtrag vom 10. Februar: Wird wohl nichts mit Entwarnung, schade.)

Grandios nach all dem eintönigen Politikgeschwafel (war dann erst mal wieder mein letzter Beitrag zur Politik, isch schwör): Auf Feynsinn.org gibt es eine fiktive Kurzgeschichte zu lesen, in der die durch stundenlanges Warten auf Ereignisse verschwendete Lebenszeit einen neuen Wert bekommt. Man stelle sich vor, sie sei wie eine Parkuhr. Lesenswert!

Apropos: Außer mir scheinen sich noch zahlreiche weitere Personen über den Entschluss der Betreiber von sf.net echauffiert zu haben, „Schurkenstaaten“ auszusperren, und so hat man als Projektverwalter dort nunmehr selbst die Wahl, ob man seine Projekte auch für Nordkoreaner oder ähnliche Schurken öffnen möchte; rein rechtlich natürlich nur, wenn man kein US-Amerikaner ist – das ist, immerhin resp. leider, schon ein Fortschritt.


Und wer übrigens schon immer mal sehen wollte, wie einfach sich so ein Panzerschrank öffnen lässt, der möge hier hinklicken und sich an dem Anblick ergötzen.

In den NachrichtenNetzfundstückePiratenpartei
Die digitale Offenheit spießiger Behörden

Auf allgemeinen Wunsch trage ich, statt ständig nur einem Greise würdiges Gezeter auf die Leserschaft dieser ansonsten doch recht amüsanten Netzpräsenz loszulassen, dann auch mal wieder etwas zur Erheiterung bei:

Die GEZ hat jetzt nicht nur ein total neues und viel moderneres Logo, sondern, aufgemerkt!, zudem einen neuen Internetauftritt, irgendwas mit Bürgernähe oder so etwas, richtig mit „Blog“ und moderiertem „Forum„, wie es SPIEGEL Online zum Beispiel auch hat. Und damit nicht während der Abwesenheit der Moderatoren das Chaos ausbricht, haben sie sich etwas tolles ausgedacht: Statt die Beiträge nur in die Moderationswarteschlange einzureihen, wie es eben bei SPIEGEL Online zum Beispiel der Fall ist, machen sie nach Dienstschluss das ganze Ding zu. Nicht nur zum Schreiben, sondern richtig konsequent.

Anonymus frischE folgerte im heise-Forum:

Lol, Öffnungszeiten für ein Forum… was kommt als nächstes?
Eintrittskarten für deren Webseite?

Bislang hatte ich noch keine Gelegenheit, in der neuen digitalen Demokratie mal auf Zitatsuche zu gehen, aber offenbar wird dort eh fast nur gepöbelt.

Immerhin: Da macht sich die GEZ jahrelang mit fragwürdigen Methoden unbeliebt und errichtet dann eine Diskussionsplattform, in der sie die Zahlpflichtigen ernsthaft nach ihrer Meinung fragt. Mutig sind sie ja, die Verantwortlichen. Die Teilnehmer des Web of Trust honorieren es entsprechend:

(Ursprünglich gefunden hier; Quelle: heise-Forennutzer Akurei.)

Es ist nett von der GEZ, den Bürgern endlich eine Möglichkeit zu geben, sich Luft zu verschaffen, und wenigstens den Anschein zu erwecken, sich überhaupt dafür zu interessieren, was es an ihr zu kritisieren gibt. Ich bezweifle aber, dass sie trotz all der neuen Modernität bereit ist, sich tatsächlich zu öffnen. Das Forum dürfte in dieser Form nicht mehr lange existieren.

Und so werden wohl noch viele Plüschtiere an die Gebührenpflicht erinnert werden, bevor sich etwas ändert.

In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstücke
Medienkritik XXI: Sprachschuld

Eins der interessantesten Sprachbilder, die Justizberichterstattungen zieren, ist das Schuldigsprechen, das mir soeben wieder einmal auf SPIEGEL Online auffiel:

Mord an Abtreibungsarzt: Todesschütze schuldig gesprochen lautet die Überschrift. Die Vorgeschichte wird kurz erwähnt:

Acht Monate nach der Ermordung des prominenten amerikanischen Abtreibungsarztes George Tiller ist der Todesschütze von einem Gericht im US-Bundesstaat Kansas schuldig gesprochen worden.

(…) Tiller war im Mai vergangenen Jahres im Foyer seiner Kirche in Wichita erschossen worden. Der 67-Jährige hatte eine von drei Kliniken in den USA geleitet, die auf Schwangerschaftsabbrüche im fortgeschrittenen Stadium spezialisiert sind.

Die von mir hervorgehobenen Satzteile sind hier besonders interessant, denn wir lernen:

1. Ein „Todesschütze“ ist noch nicht per se schuldig.
2. US-amerikanische Ärzte besitzen eigene Kirchen.

Und so ein Mordprozess ist in den Handfeuerwaffen nicht unbedingt kritisch gegenüber stehenden Vereinigten Staaten auch sonst recht seltsam:

Er gestand in seinem Prozess, den Arzt im Eingangsbereich der Kirche erschossen zu haben, bekannte sich aber nicht schuldig, weil der Mord an dem Abtreibungsarzt in seinen Augen gerechtfertigt war. Er habe Tiller davon abhalten wollen, „weitere Babys zu töten“. Er bereue die Tat nicht.

Daraus ergeben sich wiederum zwei Folgerungen:

1. Auch ein bekennender „Todesschütze“ ist noch nicht per se schuldig.
2. Reue scheint ein nötiger Aspekt zu sein, um unschuldig zu morden.

Bei SPIEGEL Online stimmt man diesem Aspekt zu, immerhin ist in Fettschrift bereits in der Einleitung zu lesen:

Der Angeklagte zeigte keine Reue vor Gericht: (…)

Hätte er es getan, was hätte sich geändert? Wäre er womöglich also nur schuld, nicht jedoch schuldig gewesen? Ich bin kein Jurastudent oder gar darüber hinaus in juristischen Fragen bewandert, jedoch hoffe ich, dass die deutsche Rechtsprechung da ein wenig undifferenzierter vorgeht. (Nachtrag: Aufklärung vom Fachmann gibt’s in den Kommentaren.)

(Apropos undifferenziert: Dieses unsägliche iPad-Dings ist nicht nur mindestens überflüssig, sondern zudem vor neunzehn Jahren schon besser da gewesen. Nur, damit sich keiner beschwert, dass ich mich zu wenig mit diesem Hype befasse. Das soll’s dann jetzt aber auch gewesen sein.)

In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstücke
Kurz verlinkt V: Von weltlichen Werten, Weltkonzernen und Weltsprachen

Weltliche Werte halten Einzug in das „Web 2.0“, das Netz, in dem man intimste Details mit „Freunden“ teilt oder zumindest mit irgendwelchen Leuten, die in einer „Freundesliste“ stehen; im Zweifel also mit der ganzen Welt. Und weil man ja nichts zu verbergen hat und man die „neue“ Technik gern dazu nutzt, Menschen gleicher Interessen kennen zu lernen, hat man in den USA einen neuen Trend der dortigen Netzbewohner aufgespürt:

Dank Blippy können Nachbarn und Freunde im Internet sehen, was der Einzelne per Kreditkarte bezahlt: Musik, Schuhe, Hotel mit der Geliebten. Das soll Spaß machen (…). Seit wenigen Tagen ist der Zugang für alle offen.

Spaß! Feiern! Gute Laune! Diese albernen bunten Hütchen aufsetzen, der Welt seine Rechnungen präsentieren und pausenlos dümmlich grinsen. (Hat irgendein verrückter Wissenschaftler eigentlich irgendwann mal Nervengas in US-amerikanische Belüftungsanlagen gekippt? Anders kann ich mir das nicht erklären.)

Der ebenfalls US-amerikanische Weltkonzern Apple wirft mal wieder ein neues, nutzloses Produkt auf den Markt, und die berichtenden Pressevertreter überschlagen sich mal wieder geradezu in Lobhudeleien. Eine Analyse des SPIEGEL-Online-Berichtes hat Nicolas Neubauer vorgenommen, die zeigt, warum man Berichterstattungen über Apple-Produkte grundsätzlich kritisch gegenüber stehen sollte. Lesenswert und amüsant.

Apropos amüsant: Ein Leser wies mich mit den Worten „selten so fremdgeschämt wie in diesem vid, und zeitgleich kriegste übelst wut“ (in Originalschreibweise) auf dieses Video hin, in dem der zur Endlagerung in Brüssel vorgesehene baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger die so genannte Weltsprache Englisch als Amtssprache der Europäischen Union (deren Mitgliedsstaaten eben immer noch mehrheitlich deutschsprachig sind, was gern vergessen wird) anpreist und seine eigenen Kenntnisse dieser Sprache demonstriert. Um Himmels Willen, möchte ich da beinahe ausrufen, nein, bitte nicht!

KaufbefehleMusikkritikNetzfundstücke
The National – Alligator

Eigentlich hätte jetzt hier ein geschliffen formulierter Text voll zynischer Wortspiele stehen sollen, der die derzeit durch die Blogs geisternde Geschichte von der bislang blödesten Abmahnung des Jahrzehnts zum Thema hätte und in dem ich mich über die eigentlich überaus unangenehme Verbindung aus fehlender technischer Sachkenntnis und Geld für Anwälte beklagen wollte, aber bevor ich ihn schließlich fixierte, beschloss ich, noch einmal einen Blick in den immer noch stetig wachsenden Sammelordner noch zu hörender Musikalben zu werfen, schob also das erstbeste Werk in mein Abspielgerät, setzte die Kopfhörer auf und war ausreichend fasziniert, um stattdessen einen Text über die gehörte Musik zu verfassen.

Das Album „Alligator“ der US-amerikanischen Band The National ist inzwischen fünf Jahre alt, aber es hat sich bislang erfolgreich meinen Ohren entzogen; wohl auch, weil mir das Nachfolgewerk „Boxer“ eher ab- als zusagen wollte und weil ich deshalb erst mal verdrängt habe, je etwas von dieser Musikgruppe konsumiert zu haben. Ich hoffe nicht, dass es ein Zeichen fortschreitenden Alters ist, aber „Alligator“ trifft derzeit genau neben meinen musikalischen Nerv. (Würde es meinen Nerv treffen, würde es schmerzen, daher ist daneben gerade gut. Ach, Wortspiele, die man erklären muss, sind keine guten solchen.)

Peter vergleicht The National mit den Editors (die ich nicht mag) und Interpol (die ich nicht kenne), auf Amazon.de zieht man mit Joy Division und den Tindersticks dann immerhin Vergleiche, die ich einigermaßen verstehe und für richtig halte. Mischt man alles zusammen, was man so über dieses Album liest, so enthält es mindestens melancholischen Indie-Americana-Post-Punk-Rock, und weil sich das vermutlich dann doch lieber keiner merken will, nenne ich es einfach mal eine Melange aus letzteren beiden Bands und freue mich tierisch darüber, so eine schöne kurze Beschreibung formuliert zu haben. Die ist wenigstens schön griffig.

Dieses Album also, das (schrieb ich das schon?) mir sehr gefällt, drückt in Text, Gesang und Instrumentierung eine verzweifelte Melancholie aus, wie sie mir in all meiner Melodramatik gerade recht kommt. Musik für einsame Seelen, die für feige Depressionen dann doch wieder nicht einsam genug sind.

I got two sets of headphones, I miss you like hell
Won’t you come here and stay with me
Why don’t you come here and stay with me

Ungekünstelte Lyrik ist gute Lyrik, und vertont klingt sie so oder auch so. Kaufen, hören und auf die Texte achten. Ersteres und zweiteres in dieser Reihenfolge, dritteres gleichzeitig mit zweiterem. (Davor oder danach geht natürlich auch.)

NetzfundstückePersönliches
De futura.

Gerade in der Werbung aufgefallen: „Bundeswehr – Karriere mit Zukunft“. Eine solche Zukunft wünsche ich tatsächlich niemandem.

Wie das mit den Wünschen doch ohnehin nicht immer ganz einfach ist. Man steigert sich in sie hinein und plant unbewusst oder auch bewusst, und man verspricht sich selbst, dass das nächste Mal besser verlaufen mag, weil man ja nun wisse, wo die Fehler lagen, und dann scheitert es doch nur an der eigenen Unzulänglichkeit.

Ludite, si sapitis, solas impune puellas:
Hac minus est una fraude tuenda fides.

(Ovid: Ars amatoria I)


Noch ein kurzer Nachtrag zum Thema Google: Mir scheint, dem Thema Google widme man sich derzeit in deutschen Medien mit erhöhter Aufmerksamkeit, mit wenigen Ausnahmen hat sich da inzwischen auch ein gewisser Konsens herausgebildet.

Selbst Susanne Gaschke, Redakteurin des ansonsten eher minderqualitativen Nachrichtenmagazins Die Zeit, ruft zum Protest gegen Google auf.

Was heißt »Privatheit« noch, wenn keine Bewegung mehr inkognito ist?

Für lesenswert befunden und ausdrücklich zu solchem empfohlen.


(Und dann noch mal das übliche Apropos, diesmal Romantik: Wie man das, was eine Frau als „romantischen Moment“ und ein Mann als „kitschiges Klischee“ betrachtet, erfolgreich zu einem geradezu kindischen Spaß für alle Beteiligten umwandelt, erläutert Kirsten Fuchs. Hihi.)

Weiterlesen ‘De futura.’ »

MusikNetzfundstückePolitik
Kurz verlinkt IV: Kathrin Passig und, „hurra!“, das neue Ding

Derzeit auf tagesschau.de zu lesen:
Die „Web-Expertin“ (was wieder einmal sehr schön zeigt, dass man, um heutzutage als „Experte“ dummes Zeug in irgendein Mikrofon schwafeln zu dürfen, nur ungefähr wissen muss, wie der abstrakte Gegenstand, mit dem man sich angeblich auskennt, ungefähr buchstabiert wird; gemäß Urban Priol: „einmal in der Eisdiele vom Zitronensorbet naschen, schon ist man Experte für Polarforschung“) Kathrin Passig erklärt, wieso sämtliche „sozialen Netzwerke“ dazu beitragen, dass sie nicht sozial verkümmert, und dass jedem dieser Portale, das aus der Mode kommt, mindestens ein neues „kommendes Ding“ folgt.

In Deutschland zum Beispiel entwickelte sich die allgemeine Aufmerksamkeit von MySpace über *VZ zu Facebook, und was danach kommen wird, möchte ich mir gar nicht so recht vorstellen müssen:

Die schlechte Nachricht für Anhänger des „Nur-eine-Phase“-Glaubens: An die Stelle von Facebook wird nicht der Prä-Facebook-Zustand treten, sondern Angebote, die noch viel stärkere Verwerfungen in unseren sozialen Gepflogenheiten mit sich bringen.

Ich hatte es neulich schon angedeutet:
So schlecht lebt es sich in der digitalen Einsamkeit ohne Facebook nicht. :)

(Und, apropos Einsamkeit, dem Lied Worte fehlen des Farin Urlaub Racing Teams wird viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ich hoffe, mit diesem Verweis zur Änderung dieses Umstandes beitragen zu können.)


Ein politischer Witz als Nachtrag:
„Die SPD hat den großen Fehler gemacht, die Diskussion um Internetsperren zu verschlafen“, und das tut ihr jetzt, in der Opposition, so richtig Leid; weil es keinesfalls abzusehen war, dass die zahlreichen Bürgerproteste inklusive des Erfolges der Piratenpartei irgendetwas mit den Internetsperren zu tun gehabt haben könnten, aber jetzt hätte man eben doch gern wieder ein paar Wählerstimmen, wenn es schon nicht für Inhalte reicht, ach, herrje.

In den NachrichtenMusikNetzfundstückePersönliches
Heute keine Milch. (Und, womöglich, nie mehr.)

Aus aktuellem Anlass ein Lied:

How could they know just what this message means
The end of my hopes, the end of all my dreams
How could they know a palace there had been
Behind the door where my love reigned as queen

Hach.

Einatmen, ausatmen und daran denken, dass man ja eigentlich etwas völlig anderes schreiben wollte.
Gedankenpause symbolisieren, Strich einfügen, noch mal atmen und weitertippen. Und zwar jetzt:


Der Gründer von Facebook hält Privatsphäre und Datenschutz für nicht mehr zeitgemäß; kein Wunder, leben doch Dienste wie der seine primär davon, dass seine Benutzer sich öffentlich entblößen. Dass Facebook hierzulande die etablierten *VZ-Netze zu verdrängen beginnt, seit immer mal wieder Nachrichten über die Datenschutzprobleme selbiger auftauchen, zeugt von dem Unverständnis ihrer Nutzer; weil diese Netze ja auch allesamt völlig unterschiedlich funktionieren, einer anderen Philosophie folgen und weil Nachrichtenbeiträge immer repräsentativ sind, das wird’s sein.

(Apropos „sein“: „Man braucht es nicht“ schrieb 1984 eine deutschen Zeitschrift, die für ihre Produktvergleiche bekannt geworden ist, über diese Produktgattung. Was mag das gewesen sein? Die Auflösung für Ungeduldige gibt es hier.)

In den NachrichtenMusikNetzfundstücke
Das Wetter: Es könnte zu Schnee kommen.

Und ich hatte schon befürchtet, die Welt sei zwischendurch wieder normal geworden:

Gleichzeitig empfiehlt das BBK grundsätzlich, die privaten Lebensmittelvorräte und notwendigen Medikamente zu Hause zu überprüfen und ggf. so aufzufüllen, dass eine autarke Versorgung für die Familie für drei bis vier Tage auch ohne größere Einkäufe und die Erwärmung von Speisen, Getränken und Wasser auch durch eine stromunabhängige Wärmequelle (z.B. Camping-Gaskocher) möglich ist. Um bei einem Stromausfall auch von wichtigen öffentlichen Informationen, wie Warndurchsagen etc. nicht ganz abgeschnitten zu sein, empfiehlt das BBK, ein batteriebetriebenes Radio in den Haushalten vorzuhalten oder in einer extremen Situation zumindest regelmäßig Nachrichten über das ebenfalls netzunabhängige Autoradio zu hören.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt mit diesen Worten, die Aussicht auf Schnee im Januar entsprechend zur Kenntnis zu nehmen. Vereinzelt könnte es zu Kälte und Glatteis kommen, wir wünschen Ihnen viel Glück. Es muss ernst sein, selbst auf SPIEGEL Online wird gewarnt: „Auch in der kommenden Woche soll es kalt bleiben.“

Die Supermärkte, die ich außerhalb des Studienbetriebes aufzusuchen pflege, sind entsprechend leer, die Leute kaufen Hamster hamstern Lebensmittel, als stünde ein Krieg bevor. (Na, ja, is‘ ja auch immer irgendwo Krieg.) Der Deutsche Wetterdienst warnt vor „Schneefall bis über 15 cm“ „im Mittelgebirgsraum und in den nördlich angrenzenden Gebieten sowie im Nordosten Deutschlands“, will sagen: Im Harz liegt mehr Schnee als in den südlich von ihm gelegenen Tälern. Das klingt ja geradezu nach einer neuen Eiszeit.

Ich hoffe, ich habe mich ausreichend gerüstet. Liedtipp für den Ernstfall: Brand New – Daisy.
Viel Glück uns allen!