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Goblyns – The Gard­ner // Frie­dens­ag­gres­si­on mit Amne­sty

:-)

Es ist Mon­tag. In Ham­burg gibt es der­zeit Bier mit Nudeln drin, wie ich die­ser Tage, als ich dort (also in Ham­burg, nicht in Bier mit Nudeln drin) weil­te, fest­stell­te. Ich weiß das zu schät­zen, wer­de jedoch auch wei­ter­hin kein Bier- oder Whis­ky­b­log füh­ren. Das wür­fe sonst ein sehr merk­wür­di­ges Licht auf mich. („Merk­wür­di­ger als der Umstand, dass Bier mit Nudeln Ihnen nicht übel mun­det?“ wirft nun vom Becken­rand das Publi­kum ein und ich schwei­ge bedäch­tig.)

Apro­pos Schwei­gen: Zwar wer­den selbst ehe­dem „sozia­le“ Netz­wer­ke zuse­hends in Anruf­be­ant­wor­ter umge­wan­delt, doch ich hof­fe, Tho­mas Knü­wer wird noch lan­ge nicht durch eine „KI“ ersetzt. Der hin­ge­gen durch­aus weg­au­to­ma­ti­sier­ba­re Prin­zes­sin-Lil­li­fee-Fan­club „CCC“ schreibt, die „Welt gemein­sam zu hacken“ schei­ne „im Ange­sicht der aktu­el­len Ent­wick­lun­gen wich­ti­ger denn je“. Ich fin­de es etwas scha­de, dass sie im gege­be­nen Kon­text nicht erläu­tern, wel­che Art Com­pu­ter­pro­gramm die Infla­ti­on auf­hal­ten soll­te und/oder ob sie das über­haupt mei­nen, aber im Inter­net ist halt der Platz immer knapp.

Goog­le ist kaputt und mei­ner Über­ra­schung dies­be­züg­lich geht es auch nicht so gut. Anders­wo sind Freud und Leid aus­ge­gli­che­ner: Die freie Spä­ter-lesen-Web­an­wen­dung Wal­la­bag heißt Omni­vo­re-Flücht­lin­ge – sie­he neu­lich – herz­lich will­kom­men. Ich selbst hat­te vor Omni­vo­re Wal­la­bag ver­wen­det und weiß deren Trei­ben trotz aus ande­ren Grün­den aus­blei­ben­der Rück­kehr mei­ner­seits wohl zu schät­zen; wenn man nichts gegen PHP auf dem Ser­ver hat, ver­steht sich. (Wo’s freie Soft­ware doch sonst gera­de nur in Russ­land bequem hat, wie es scheint.)

Zum Jah­res­en­de gön­ne ich mir ja manch­mal den Spaß, ein paar Ver­ei­nen, in denen ich sonst kein Mit­glied bin (vie­le sind’s ja nicht mehr), eine Spen­de zu über­mit­teln. Mich freut hier­bei jede getrof­fe­ne Vor­auswahl. Bernd Rhein­berg fin­det inso­fern bei den „Salon­ko­lum­ni­sten“, die Bit­te sei­tens der bri­ti­schen Amne­sty-Orga­ni­sa­ti­on, im Gaza­strei­fen möge der Krieg enden, sei in Form eines „aggres­si­ven“ Vide­os geäu­ßert wor­den, in dem im Wesent­li­chen eine Frau zu sehen ist, die um eine Feu­er­pau­se bit­tet. Was das über Bernd Rhein­berg, Amne­sty und/oder besag­te Frau aus­sagt, über­las­se ich der Fan­ta­sie der Leser.

Der Beflü­ge­lung der Fan­ta­sie im All­ge­mei­nen nützt: Musik.

GOBLYNS – THE GARDNER (Offi­ci­al Video)

Guten Mor­gen.

Senfecke:

  1. Da im hohen Nor­den der ein­sti­gen „Zoff­jet­zo­ne“ (Kon­rad Ade­nau­er) auf­ge­wach­sen, ist mir Pasta sowohl als Sät­ti­gungs­bei­la­ge bzw., schlim­mer noch, als eigen­stän­di­ges Tel­ler­ge­richt, sehr fremd. Noch immer bin ich Kar­tof­fel­ver­ste­her, wür­de aller­dings nie auf die Idee kom­men, ein Erd­ap­fel­bier brau­en zu wol­len. Und eigent­lich bin ich ein sehr agres­si­ons­ge­hemm­ter Mensch, ich werd meist sogar noch fried­li­cher, wenn ich Bier getrun­ken habe; das Gehu­del der oben ver­link­ten Bier­blog­ge­rin lässt aller­dings sehr deut­lich den Wunsch in mir prä­sent wer­den, zunächst die­se und dann die Erzeu­ger die­ses grau­si­gen Getränks in ihrer krea­ti­ven Kiez­braue­rei zu besu­chen und ihnen allen je eine Bier­fla­sche über den Schä­del zu zie­hen. Nicht aus Rache, son­dern bloß um Näch­stes und ver­mut­lich noch Schlim­me­res abzu­wen­den. Das werd ich natür­lich nicht tun, denn ich bin, wie schon gesagt, ein sehr fried­li­cher Mensch. Und Rem­mi­dem­mi mit der Ham­bur­ger Kri­mi­nal­po­li­zei möch­te ich auch nicht haben.

  2. Das vom Becken­rand ein­wer­fen­de Publi­kum ist ein schö­nes Bild.

    („Platsch!, und es trieb eine schau­mi­ge Lache mit Nudeln dar­in im Pool.“)

  3. Kann mal büd­de jemand den Sinn und Zweck von einer App wie Wal­la­bag erklä­ren? Wenn ich einen Arti­kel spä­ter lesen will, las­se ich den Brow­ser-Tab offen und kom­me spä­ter (oder auch nie) dar­auf zurück. Glei­ches gilt für RSS-Rea­der, wenn ich einen Arti­kel spä­ter lesen will, lösche ich den halt nicht. (Ich nut­ze Thun­der­bird als RSS-Rea­der.)

    Wofür braucht man da noch eine App wie Wal­la­bag? Über­se­he ich hier was oder bin ich nicht Hip­ster genug?

    • Ich habe Anwen­dun­gen wie Wal­la­bag, Omni­vo­re usw. bis­her in der Regel weni­ger als „spä­ter lesen“ benutzt, son­dern als Link­samm­ler für bestimm­te Pro­jek­te. Auf die Links kom­me ich dann zurück, sobald ich an dem Pro­jekt zu arbei­ten begin­ne. Das kann durch­aus Jah­re nach Erfas­sen des Links sein, es wäre albern, den Tab so lan­ge geöff­net zu las­sen. Theo­re­tisch wür­den dafür auch Lese­zei­chen funk­tio­nie­ren, aber 1) die archi­vie­ren den Inhalt nicht (Web­sites gehen manch­mal qua­si ver­lo­ren) und 2) dort bewah­re ich Din­ge auf, die nicht zu geplan­ten Pro­jek­ten gehö­ren.

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