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Schmalbandeuropa

Vor ein paar Wochen, „zuletzt aktua­li­siert am 20. August 2019“, ver­öf­fent­lich­te der VPN-Anbieter Surfshark einen Index der digi­ta­len Lebensqualität. In die­sen Index flos­sen die E-Government- und die Datenschutzsituation eben­so ein wie Qualität und Geschwindigkeit des mobi­len und sta­tio­nä­ren Breitbandinternets.

Es wur­den 65 Staaten bewer­tet. Unter den zehn best­be­wer­te­ten Staaten befin­den sich mit Frankreich (Platz 2), Norwegen (Platz 4), Dänemark (Platz 7), Italien (Platz 9) und Schweden (Platz 10) fünf euro­päi­sche Vertreter, die mei­sten von ihnen in der Europäischen Union. Deutschland liegt auf Platz 19.

2005, zu Beginn der Kanzlerschaft Angela Merkels, ver­sprach die Achse des Bösen, die Koalition aus CDU/CSU und SPD:

Die Koalitionsparteien wer­den zur Sicherung der Zukunft des Industrie- und Forschungsstandorts Deutschland Anreize für den Aufbau bzw. Ausbau moder­ner und breit­ban­di­ger Telekommunikationsnetze schaffen.

Dieses Vorhaben war nur mäßig erfolg­reich, wie sich her­aus­ge­stellt hat. Und wie das eben immer so ist, wenn füh­ren­de Politiker mit dem Bruch ihrer Wahlversprechen kon­fron­tiert wer­den, fin­det sich schon jemand, der schuld sein soll, wie es gestern aus dem Regierungssprecher her­aus­sei­ber­te:

Europa muss tech­no­lo­gisch in allen Bereichen wie­der auf die Höhe der Zeit kommen[.]

Eine „Aufgabe der Europäischen Union“, die tech­nisch an Deutschland längst vor­bei­zieht, sei es, dass end­lich mal jemand sich um die „Digitalisierung im Geiste der sozia­len Marktwirtschaft“ (Merkel, Angela, ebd.) küm­me­re. Hoffentlich wählt 2021 aus­nahms­wei­se mal jemand CDU/CSU und SPD. Die schei­nen ja rich­tig kon­struk­ti­ve Ideen ein­brin­gen zu kön­nen - wenn sie nur end­lich jemand lie­ße! :ja:


Bei einer ande­ren Partei könn­te man über Technik noch was ler­nen: Die baden-würt­tem­ber­gi­sche Piratenpartei - das Lesen setzt ein Abonnement vor­aus, loka­le Kopie hier - kann seit etli­chen Monaten ihre diver­sen längst sicher­heits­pro­ble­ma­ti­schen WordPress-Blogs nicht mehr aktua­li­sie­ren, weil der zustän­di­ge Administrator seit noch mehr Monaten dem­nächst die ver­wen­de­ten Server einer ande­ren Gliederung unter­ord­nen wird. Jemand soll­te mal eine Partei grün­den, in der sich EDV-Affine mit­ein­an­der ver­net­zen kön­nen. Dort wäre so etwas undenkbar.

Senfecke:

  1. Es dau­ert hier im Hunsrück teil­wei­se eine hal­be Minute, bis sich eine ange­klick­te Website „mate­ria­li­siert“ (also län­ger als das Beamen in der ersten Star Trek-Staffel).

    Wie wäre es, wenn ich bei Herrn Scheuer mal mit einer Pumpgun vor­bei­schaue? #hill­bil­ly-ter­ro­ris­mus

  2. … Heugabel …

    Man könn­te natür­lich auch die schät­zungs­wei­se 500 Millionen Euro, die sich jetzt die Mautbetreiber als Schadensersatz wegen Vertragskündigung von uns holen, erst­mal in Scheinen von der Bank abhe­ben, den Scheuer damit über­häu­fen und davon platt­drücken lassen.

    „Der Betrag von 500.000.000,00 Euro hät­te in 100 Euro Noten ein Gewicht von 5,10 t. Ein ein­zi­ger Geldstapel mit 5.000.000 neu­en Banknoten wäre 500,00 m hoch und hät­te ein Volumen von min­de­stens 6.027,00 Litern.“

    https://1000000-euro.de/index.php#euro-gewicht

    Dann hät­te ER noch­mal einen fühl­ba­ren und blei­ben­den Eindruck von der Dimension des Geldhaufens und WIR hät­ten das befrie­di­gen­de Gefühl, daß die Kohle nicht völ­lig nutz­los ein­ge­setzt war. Win-Win.

  3. @ Oldfart: ich habe jetzt wun­der­ba­re Bilder im Kopf…Danke :gott:
    Aber könn­te man nicht noch nen Container ums Geld machen,bötte,bötte :evil:
    Dann ist der Eindruck ein­drück­li­cher 8)

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
mehr...
 

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