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Schmalhans des Tages: Wolfgang Kubicki, F.D.P.

Dieser Artikel ist Teil 5 von 18 der Serie Schmal­hans des Tages

Wolf­gang Kubic­ki gehört zu ein­er Min­der­heit in Deutsch­land, er ist zurzeit der Vor­sitzende der F.D.P.-Fraktion im schleswig-hol­steinis­chen Land­tag. Dass die F.D.P. bis­lang noch keine Son­der­be­hand­lung ver­langt hat­te (etwa eine F.D.P.-Mitgliedsquote in deutschen Vorstän­den, wie es auch die Frauen und seit ein­er Weile die Migranten mit wach­sen­dem Erfolg gefordert bekom­men), hat mich ja schon über­rascht, immer­hin gehören ihre Mit­glieder wie kaum eine andere auf die Liste der vom Ausster­ben bedro­ht­en Arten.

Die Gele­gen­heit, so befand Wolf­gang Kubic­ki anscheinend, war nun gün­stig für ein let­ztes, verzweifeltes Auf­bäu­men, und so ließ er das “Han­dels­blatt” wis­sen:

Statt mit den Weltverbesserungsplä­nen der Grü­nen zu har­monieren, sollte Peer Stein­brück die prag­ma­tis­che Lösung wählen und mit den Lib­eralen pak­tieren — denn die sind ihm näher als er zugeben möchte.

Ja, die F.D.P. ist Peer Stein­brück näher als er zugeben möchte, gemein­sam näm­lich sind sie nahe an der Bedeu­tungs- wie Pro­fil­losigkeit. Wodurch sich Peer Stein­brück her­vor­tut?

Er han­delt ergeb­nisori­en­tiert, ist ein Fre­und klar­er Worte und hat einen fast britis­chen Humor, der bis an die Belei­di­gungs­gren­ze geht — was auf einen inter­es­san­ten Wahlkampf hof­fen lässt.

Peer Stein­brück belei­digt gern fast Leute und ist damit der F.D.P. nahe. Ach so. Überdies zeichne ihn noch mehr aus, pos­tuliert Wolf­gang Kubic­ki munter weit­er:

Peer Stein­brück (…) hat (…) einen deut­lichen Kom­pe­ten­zvorteil gegenüber allen anderen aus der SPD.

Unter den Blind­en, so lautet ein Sprich­wort, ist der Einäugige der König; unter Mit­gliedern der SPD muss es eben der Stein­brück sein. Falls sich übri­gens jemand nicht an Peer Stein­brück erin­nert: Ab Novem­ber 2005 war er Bun­des­fi­nanzmin­is­ter im ersten Kabi­nett Merkel und hat während sein­er Amt­szeit nicht nur den Big Broth­er Award 2007 in der Kat­e­gorie Poli­tik für die Ein­führung der lebenslan­gen Steueri­den­ti­fika­tion­snum­mer erhal­ten, son­dern unter anderem kurz nach Beginn der Krise geäußert, das deutsche Banken­sys­tem sei “rel­a­tiv robust”, was zwar sehr beruhi­gend klang, blöder­weise den Banken aber einiger­maßen schnuppe war. Und alle anderen aus der SPD sind noch schlechter?

Was Wolf­gang Kubic­ki aber nicht nur überse­hen, son­dern schlicht vergessen zu haben scheint, ist:
Um über­haupt als Koali­tion­spart­ner für die SPD in Frage zu kom­men, sind zunächst ein­mal 5 Prozent der Wäh­ler­stim­men zu gewin­nen.

Mein Tipp: Wird nix.

Schmalhans des Tages

Schmal­hans des Tages: Dr. Wolf­gang Her­les, ZDF (ehe­mals JU). Schmal­hans des Tages: Hol­ger Stahlhelm, äh, Stahlknecht, CDU.