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Schmalhans des Tages: Wolfgang Kubicki, F.D.P.

Dieser Artikel ist Teil 5 von 16 der Serie Schmalhans des Tages

Wolfgang Kubicki gehört zu einer Minderheit in Deutschland, er ist zur­zeit der Vorsitzende der F.D.P.-Fraktion im schles­wig-hol­stei­ni­schen Landtag. Dass die F.D.P. bis­lang noch kei­ne Sonderbehandlung ver­langt hat­te (etwa eine F.D.P.-Mitgliedsquote in deut­schen Vorständen, wie es auch die Frauen und seit einer Weile die Migranten mit wach­sen­dem Erfolg gefor­dert bekom­men), hat mich ja schon über­rascht, immer­hin gehö­ren ihre Mitglieder wie kaum eine ande­re auf die Liste der vom Aussterben bedroh­ten Arten.

Die Gelegenheit, so befand Wolfgang Kubicki anschei­nend, war nun gün­stig für ein letz­tes, ver­zwei­fel­tes Aufbäumen, und so ließ er das „Handelsblatt“ wissen:

Statt mit den Weltverbesserungsplänen der Grünen zu har­mo­nie­ren, soll­te Peer Steinbrück die prag­ma­ti­sche Lösung wäh­len und mit den Liberalen pak­tie­ren - denn die sind ihm näher als er zuge­ben möchte.

Ja, die F.D.P. ist Peer Steinbrück näher als er zuge­ben möch­te, gemein­sam näm­lich sind sie nahe an der Bedeutungs- wie Profillosigkeit. Wodurch sich Peer Steinbrück hervortut?

Er han­delt ergeb­nis­ori­en­tiert, ist ein Freund kla­rer Worte und hat einen fast bri­ti­schen Humor, der bis an die Beleidigungsgrenze geht - was auf einen inter­es­san­ten Wahlkampf hof­fen lässt.

Peer Steinbrück belei­digt gern fast Leute und ist damit der F.D.P. nahe. Ach so. Überdies zeich­ne ihn noch mehr aus, postu­liert Wolfgang Kubicki mun­ter weiter:

Peer Steinbrück (…) hat (…) einen deut­li­chen Kompetenzvorteil gegen­über allen ande­ren aus der SPD.

Unter den Blinden, so lau­tet ein Sprichwort, ist der Einäugige der König; unter Mitgliedern der SPD muss es eben der Steinbrück sein. Falls sich übri­gens jemand nicht an Peer Steinbrück erin­nert: Ab November 2005 war er Bundesfinanzminister im ersten Kabinett Merkel und hat wäh­rend sei­ner Amtszeit nicht nur den Big Brother Award 2007 in der Kategorie Politik für die Einführung der lebens­lan­gen Steueridentifikationsnummer erhal­ten, son­dern unter ande­rem kurz nach Beginn der Krise geäu­ßert, das deut­sche Bankensystem sei „rela­tiv robust“, was zwar sehr beru­hi­gend klang, blö­der­wei­se den Banken aber eini­ger­ma­ßen schnup­pe war. Und alle ande­ren aus der SPD sind noch schlechter?

Was Wolfgang Kubicki aber nicht nur über­se­hen, son­dern schlicht ver­ges­sen zu haben scheint, ist:
Um über­haupt als Koalitionspartner für die SPD in Frage zu kom­men, sind zunächst ein­mal 5 Prozent der Wählerstimmen zu gewinnen.

Mein Tipp: Wird nix.

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