Auf der diesjährigen Demonstration “Freiheit statt Angst!”, über die sehr unterschiedlich berichtet wurde, hat die politische Geschäftsführerin der Piratenpartei Deutschland symbolisch die Freiheit geheiratet. Während ihr das zweifelsohne eine löbliche Liebe zur Freiheit bescheinigt (auf Vermögensteilung kann sie in diesem Fall zumindest nicht hoffen), stellt sich mir die Frage, was das für die anderen Menschen bedeutet, die ebenfalls gern die Freiheit einen wichtigen Teil ihres Lebens sein ließen. Führt Frau Nocun eine offene Ehe, oder steht die Freiheit nun niemandem außer ihr mehr zur Verfügung?
“Freiheit, Freiheit ist das Einzige, was zählt.”
– Marius Müller-Westernhagen: Freiheit
“Du bist alles, was jetzt zählt.”
– Die Ärzte: Alles
Diejenigen von euch, die bislang das Vergnügen hatten, sich mit mir als Privatperson und nicht nur als virtuellem agent provocateur auseinanderzusetzen, sind vielleicht bereits damit vertraut, dass ich so manche Stunde meines Lebens damit verbracht habe, darüber zu sinnieren, ob Zweisamkeit überhaupt eine Lösung sein kann, und bislang keine dauerhaft zufriedenstellende Lösung fand. Wenn aber die Ehe das Maximum der Gefühle und nicht nur Selbstzweck mit Option auf Hinterhalt ist, ist es nicht die Symbolik allein, die die Delinquenten am Gemeinsam festhalten lässt?
Eine ziemlich seltsame Angewohnheit meist junger Paare ist das Anbringen von “Liebesschlössern” an Brücken (bevorzugt in großen Städten):
Vordergründig geht es hier wie auch bei der Eheschließung um die Besiegelung ewiger Liebe, und es nähme mich nicht wunder, behälten die meisten von ihnen einen Schlüssel zur späteren Buße bei sich, nur zur Sicherheit. Nur schwer zu übersehen ist jedenfalls, dass ein Vorhängeschloss als Symbol für ewige Liebe ungefähr so tauglich ist wie Handschellen (gekreuzte Ringe, ein verbreitetes Symbol für die Ehe, sehen diesen ja nicht unähnlich); Vorhängeschlösser dienen nun einmal vor allem dem Wegschließen von Dingen. Ein besseres Symbol für Ewigkeit wäre vielleicht eines dieser alten Nokia-Mobiltelefone oder eine Deutschlandfahne. Deutschland ist, das wissen wir seit 1953, bekanntlich ebenfalls ewig.
Während Zweisamkeit in ihrer reinen Form, stets im Bewusstsein ihrer meist unabwendbaren Endlichkeit, dem eigenen Leben bei Gefallen einen nicht unangenehmen Aspekt hinzufügen kann, stellt ihre Festigung einen meist gravierenden Einschnitt in die Freiheit dar, zumal Kompromisse auf Kosten der jeweils eigenen Entfaltung in der Regel unabwendbar sind. Einer wie auch immer gearteten Liaison, die nur deshalb Bestand hat, weil mindestens einer der von ihr Betroffenen Zugeständnisse macht und dabei Einbußen in Bezug auf seine eigene Individualität in Kauf nimmt, gilt es entsprechend zu begegnen. (Selbst das Annehmen des Namens des jeweiligen Partners im Zuge der Eheschließung ist eine Selbstaufgabe, indem man sich zu einem Bestandteil seines Partners degradiert, was andersherum aber nicht der Fall ist.)
Man verstehe meine Ausführungen nicht falsch: Freiheit und Beziehungen, welcher Art auch immer sie sein mögen, schließen sich nicht gegenseitig aus. Allzu töricht ist es aber, aufgrund einer solchen Beziehung, die bislang unbeschadet Bestand hatte, ohne erkennbaren Anlass weitere Freiheit aufzugeben.
Insofern ist es womöglich tatsächlich nur konsequent von Frau Nocun, die Freiheit zu ihrem Lebenspartner zu wählen, denn nur in diesem Fall wird ihre eigene Freiheit nicht eingeschränkt. Ist halt nur, wie gesagt, doof für alle anderen.
“Bewahrt einander vor Herzleid. (…) Bewahrt einander vor der Zweisamkeit.”
– Rammstein: Herzeleid




Was es ist
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Die Liebe ist wortkarg und neigt nicht dazu, Menschen überzeugen zu wollen. Das, indes, erklärt so manches.
Piep.
Hier finde ich wohl keine “I like” — Buttons.
Das ist richtig und hat Gründe. Du darfst mich natürlich trotzdem “stupsen”, “liken” und — nee, nicht teilen.
Ich halte “liken” aber auch für viel zu einseitig. Wo ich nicht “ich mag das nicht” sagen kann, will ich auch nicht “ich mag das” sagen.
Aber ich mag sowieso nicht viel.
Dann eben stups
Sehr genügsam! Gefällt mir. +1
Hey, Moment mal! Ich wollte nicht dich liken sondern dein Geschreibsel!
Ach so. NIEMAND WILL MICH LIKEN! Pah! Geht alle weg!
Und ich teile nur Zeit, nicht dich.
Rechthaberische Zicke, me know.
Aber nur Teilzeit, zum Glück!
Oh oh … Spielchen … hab ichs vermisst?
Nein?
Uaaahhh…schreibt frau jetzt “doch” oder “ja”. Grammatikalische Fäule setzt an, oder ein (?)
Tja — ich bin auch mal dran!
— Die grammatikalische Fäule, die sich bereits bei der Ersetzung des geschlechtslosen “man” durch “frau” (dann sei konsequent und schneid’ auch den letzten Buchstaben ab: “fra”) zeigt, setzt ein und dann an. Wie bei Schokolade. Die setzt auch erst hinterher an.
Mit was bist du auch mal dran? Fäulen? ^
Faulen!
Ich übe.
Und ich lasse augenscheinlich nach. Besser als ab?
Den Ablass überlasse ich denen, die damit regen Handel betreiben. Einem Jeden seine (Zettel-)Wirtschaft. Schreck, lass’ nach!
Was führt dich eigentlich wieder in diese Gefilde?
Gestern fuhr der Nostalgiezug an mir vorbei. Bon(n).
Erstaunlich — ein Zug, der auch mal hält. Ist nicht der Schnellste, der Zug. Aber das passt, wir sind ja auch nicht mehr die Jüngsten.
Wärste mal eingestiegen!
.….…Fahrradkette!
(Wäre ich, dann hätte ich…?)
“Wärste, wärste, Fahrrad…kette”. Logisch!
Jo, wärste, dann hätteste. Haste nich’, jetzt haben wir also beide nich’. Is’ doof.
Die Doofen. (Waren auch mal beliebter)
Zwei Doofe auf einem (recht kleinen) Haufen. Das kann ja nur ein Erfolg werden. Aber die Distanz verhindert die Musik! Die Flötentöne kann ich also nicht vergeigen.
Würde gern mehr piepsen. Oder ist das keine gute Idee, äh ich mein(e) Gefühl. Habs hin und wieder nicht mit Feingefühl..wenns nicht grad um mich geht. Eher grobmaschig..schlechte Augen.
Zwitschere tapfer drauflos! Hier wird’s vielleicht unübersichtlich, aber meine E‑Post-Adresse ändert sich nicht unangekündigt. Matschig, oh ja. Aber so ein Grashalm greift sich ja nicht von allein. Das mit dem Feingefühl, indeed, haut mich nicht mehr um.
“Das ist grob matschig von Ihnen.”
Mein Schludern stand mir schon oft im Weg.
Nicht nur das! Aber ich lausche ge- wie verbannt.
Standhaft wie ein Baum?
Na, na. Es könnten Kinder mitlesen!
Die sind mit duckfaces und swag schwer beschäftigt.
Yolo. Merkwürdig, dir würde ich auch ein Duckface zutrauen.
Kann man hier Photos hochladen?!
Verzichte!
Könnte man, aber ich lasse das aus gutem Grund nicht zu. Ich hab’ ja noch Ästhetikempfinden! Irgendwo ganz tief drin. (Hehe. Drin.)
Süß.
Ach ne, doch nicht.
Wann meldet sich dein Wecker? Will nicht Stör sein.
Mein Wecker tüdelütet um spätestens 8, das mache ich mal davon abhängig, wie müde ich dann bin. Oh, Störer weiß ich abzuweisen, pseudonyme Kommentare muss ich hier ohnehin händisch bestätigen. Dann kann ich mir viel Zeit bei der Antwort lassen. Aber warum sollte mich ein Vogelzwitschern stören?
Ich habs, geh Rochen. Und dann wird der Hai raten.
Ai wie schön fett das Schweinchen wird.
Fette Schweinchen haben meist Pech. Sie landen auf der Hochzeitsplatte. Die Runterzeit folgt erst später.
Da hat das Schweinchen dann aber auch nix mehr von.
Oh das Schweinchen tut mir leid, jetzt werd ich ganz traurig. Kennst mich ja mit meinen Tierchen.
Du hast angefangen!
Muss ja nicht direkt auf die Schlachtplatte geschickt werden. Aber so ist das halt. Läuft alles mal rund…
Je runder, desto saftiger. Für Esel gilt das nicht.
Mist dieses touchi touchi. Nein, Kind, der Laptop hat nun mal Tasten. (Ich hol dich ein mit dem Altern.)
So alt wie du werde ich nicht mehr. Beruhigend, oder?
Beruhigend für den Esel. Wenn er´s wüsste.
Sag’s ihm.
Morgen. Der altert auch. *schwelg*
Schlimm wär’s, ihn zu überleben!
Ja?
Wer möchte schon merken, dass er verfällt?
Ich merke dass der intellektuelle Höhepunkt meines Lebens vorüber ist. Merkst du sicher auch…bei mir.
Aber hey, ich lache gern.
Ach, du kommst mir gar nicht so sehr anders vor. Nur weiter weg irgendwie. Das ist recht anprangernswürdig. Die interessante Zeit deines Lebens hast du ja “zu Hause” verbracht. Mit deinem Mann.
“Wie lustig ist das Studentenleben”
Faria, faria ho?
Täusch dich nicht und piek mich nicht.
Worin liegt die Täuschung?
So in etwa.
Interessant ist mein Leben immer, nicht nur seit 3–4 Jahren.
Das der jetzige Zeitabschnitt für mich am interessantesten sei.
Du hast den Wal.
Verbringe, nicht verbracht.
Hab ich (Wal)?
Wer nahm ihn dir?
ich. aber zu tiefsuppig jetzt.
Ohje. Dann Zeit für Scholle und Stange. Angenehme Ruhe!
richtig!
gibt´s dich auch als app?
Nää. Ich krieg’ auch ohne Touchscreen oft genug eine gewischt. Mich gibt’s allerdings als Schießbudenfigur und Stehaufmännchen.
:/ Dann besser ducken? *quak*
Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente Ente? Gute Nacht, gute Besserung, gute Entwirrung. Bis bald?
Dann hol dir mal deinen Schlaf ab, ich bin nachtaktiv weil krank. Unabhängig voneinander aber auch. Und verwirrt!
Sicher! Baba